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Videohinweise der Woche

Veröffentlicht in: Videohinweise

Hier finden Sie in der Regel wöchentlich einen Überblick über interessante Videobeiträge aus anderen Medien und Veröffentlichungen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie anschauen wollen. (JW/JB)

Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:

  1. Todenhöfer im Exklusiv-Interview mit RT: „Die USA wollen den IS nicht wirklich besiegen“
  2. Journalismus oder Propaganda – wenn Recherche zum Risiko wird
  3. KenFM im Gespräch mit: Stefan Schulz („Redaktionsschluss: Die Zeit nach der Zeitung“)
  4. Lobbyismus auf Regierungsebene: Profit statt Menschenrechte
  5. Politik der Angst
  6. Deutsch-Kurse: Wie viel Geld mit wenig Erfolg ausgegeben wurde
  7. USA: Betrug am Wähler
  8. Der letzte Raubzug: Das Geschäft mit der Ausrottung
  9. NSA: Die Ausweitung der Geheimdienste seit 9/11
  10. Komplette Rede von Gerhard Schröder bei deutsch-russischen Wirtschaftsgesprächen in Bad Pyrmont
  11. TTIP vor dem Aus?
  12. Bundesregierung: „Es hat nie massenhafte Überwachung gegeben!“
  13. Raus aus der Kinderarmut!
  14. Kabarett und Co.

Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Beiträge einverstanden sind. Sie können uns bei der Zusammenstellung der Videohinweise unterstützten, indem Sie interessante Fundstücke an die Adresse [email protected] schicken. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  1. Todenhöfer im Exklusiv-Interview mit RT: „Die USA wollen den IS nicht wirklich besiegen“
    Der Publizist und ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Todenhöfer im Exklusiv-Interview mit RT Deutsch zu seinem Film „Inside IS“ und seinen Erfahrungen beim „Islamischen Staat“. Dabei verrät Todenhöfer, welche Botschaft er mit seinem Film vermitteln möchte und warum die USA aus geopolitischen Motiven den IS nicht wirklich besiegen wollen. Zudem geht er auf seine Erlebnisse in Afghanistan unter sowjetischer und US-amerikanischer Besatzung ein, diskutiert die Frage, ob man mit der Extremistenmiliz IS Frieden schließen kann und welche Lösungsansätze er zur Beilegung des Syrien-Konflikts sieht.
    Todenhöfer ist es als erstem und bislang einzigem westlichen Journalisten gelungen, die Gebiete des „Islamischen Staat“ zu bereisen und lebend wieder zu verlassen.
    Quelle: RT Deutsch via YouTube

  2. Journalismus oder Propaganda – wenn Recherche zum Risiko wird
    Bis in die Achtziger Jahre war politischer Journalismus in Deutschland einfach. In den Parlamenten gab es echte Lager. Wer zwischen schwarz, rot, grün und gelb unterscheiden wollte, musste kein Experte sein. Personen und ihre bekanntesten Köpfe standen sich frontal gegenüber. Helmut Kohl und Joschka Fischer waren kein „Team“, so wie Herbert Wehner und Franz-Joseph Strauss nie im selben Lager standen.
    Was also tat der politische Journalist in der Regel? Er setzte sich nicht zwischen alle Stühle, sondern entschied sich für eine der ihm bekannten Seiten. Zu diesen Seiten gab es die entsprechenden Gazetten, Sender und Redaktionen. Man musste nicht groß recherchieren oder Gegenrecherche leisten, um im Geschäft zu bleiben. Es reichte z.B., in der FAZ oder der WELT eher konservative Positionen als „richtig“ zu verkaufen, während man beim SPIEGEL oder STERN linken oder liberalen Politikern nach dem Mund redete.
    Sicher gab es immer auch investigative Reporter, die lagerübergreifend nach dem großen Skandal suchten und diesen auch fanden – nur war das immer die Ausnahme. Dieser Journalismus machte immer extrem viel Arbeit, und er konnte nicht auf einem betonierten Weltbild aufbauen. Wer im Dreck wühlte, wurde berühmt, aber eben auch berüchtigt. Die Politik mag solche Journalisten nicht.
    Mit dem Entstehen der großen „Mitte“ in der Politik – alles ist verhandelbar und wenn es um die Macht geht, sind auch sämtliche Positionen jederzeit ins Gegenteil drehbar – hat der Journalist ein Problem. Er kann sich nicht mehr zurücklehnen, sondern muss die Realität tatsächlich erforschen, um sie autark medial zu erschaffen. Medienrealität. Nur wie macht man das? […]
    Die 7. Ausgabe von POSITIONEN beschäftigt sich mit dem Thema: „Journalismus oder Propaganda – wenn Recherche zum Risiko wird.“
    Unsere Gäste Frieder Wagner, Aktham Suliman, Jochen Scholz und Walter van Rossum wissen, was es bedeutet, den Beruf des Journalisten so auszuüben, dass man auch dann noch recherchiert, wenn man erkennen muss, dass man dabei ins Fadenkreuz der Mächtigen gerät.
    Quelle: KenFM via YouTube

  3. KenFM im Gespräch mit: Stefan Schulz („Redaktionsschluss: Die Zeit nach der Zeitung“)
    Stefan Schulz, Jahrgang 1983, ist Soziologe, Journalist und Autor. In seinem aktuellen Buch „Redaktionsschluss: die Zeit nach der Zeitung“, geht es um nichts Geringeres als die Zukunft des Journalismus.
    FAZ-Legende Frank Schirrmacher „outete“ sich 2011 persönlich als Fan von Schulz, dessen Texte ihm auf dem Blog „Sozialtheoristen“ aufgefallen waren. Schulz hatte diesen Blog mitgegründet.
    Es folgte eine Einladung an den arbeitssuchenden Soziologen aus Bielefeld. Schulz kam, sah und blieb. Er absolvierte ein Voluntariat bei der F.A.Z.
    Im Gespräch mit KenFM macht Schulz keinen Hehl daraus, dass er seinen ehemaligen Chef, den Kopf des Feuilletons der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, bis heute für einen Ausnahmejournalisten hält. So beschreibt er den Tod Schirrmachers auch als eine „Zäsur in seiner Branche“. Auch die F.A.Z. verlor schon sechs Monate nach dessen Tod an Profil, Haltung und Qualität und leidet unter chronischem Leser-Schwund.
    Warum ist das so? Warum hat der Journalismus es heute so schwer, die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen von einst zu bewahren? Was hat sich verändert? Was stimmt nicht mehr?
    Stefan Schulz analysiert den generellen Wandel in den Medien und weist auf den zunehmenden sozialen und ökonomischen Druck hin. Eine elementare Rolle spielt dabei das Online-Geschäft. Schneller Häppchen-Journalismus hat echte Recherche und damit wahrheitsgetreue Berichterstattung nahezu ersetzt.
    Quelle: KenFM

    Anmerkung Jens Berger: Sehr sehenswert. Empfehlenswert ist auch das Podcast-Projekt „Aufwachen!“, das Stefan Schulz zusammen mit Tilo Jung betreibt.

  4. Lobbyismus auf Regierungsebene: Profit statt Menschenrechte
    Das ARD-Magazin Monitor hat am letzten Donnerstag darüber berichtet wie die Unternehmerverbände – namentlich der Arbeitgeberverband (BDA) und der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) durch Lobbyarbeit den Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte nach seinen Vorstellungen gestalten konnte. Es ist den Unternehmerverbänden gelungen, jegliche Pflichten zur Einhaltung der Menschenrechte aus dem Aktionsplan zu streichen. Es ist der Bundesregierung scheinbar wichtiger, Investorenrechte zu stärken, ohne jedoch den von Menschenrechtsverbrechen Betroffenen ähnliche Klagerechte zu gewährleisten. Eine Fachfrau der UN sagt sogar: „Die Änderungen unterwandern die internationalen Standards (… und …) der wesentliche Kern der UN-Leitprinzipien wurde tatsächlich herausgestrichen“.
    Quelle: Zebralogs
  5. Politik der Angst
    Die Bundesregierung hat die Bevölkerung dazu aufgerufen, Notreserven von Essen und Wasser anzulegen. Ist es wirklich wieder so weit? Sind wir am Rande größerer Katastrophen? Was kann der Hintergrund sein? Drohen größere kriegerische Auseinandersetzungen? Wenn ja, dann hat die Regierung wirklich ganze Arbeit geleistet, die außenpolitische Bedrohung Deutschlands soweit zu treiben.
    Als Exportnation und europäisches Mittelland war die Bundesrepublik eigentlich in bester Position, eine moderate und sichere Stellung in der Weltpolitik einzunehmen. Oder ist der Hintergrund ein anderer? Es scheint, als ob auch bewusst mit der Angst der Bevölkerung Politik gemacht wird. Wenn das Angebot der Regierenden an die Regierten nicht mehr gut genug ist, scheint Angst der beste Stoff zu sein, um die Menschen passiv zu halten.
    Quelle: KenFM via YouTube

  6. Deutsch-Kurse: Wie viel Geld mit wenig Erfolg ausgegeben wurde
    Über 200.000 Flüchtlinge haben sich 2016 für Deutschkurse angemeldet. Geprüft wurde keiner. Kursanbieter wurden weiterbezahlt, wenn Teilnehmer gar nicht mehr erschienen.
    Quelle: ARD
  7. USA: Betrug am Wähler
    Amerika gilt immer noch als das Kernland der Demokratie. Falsch, ganz falsch – sagt Greg Palast. Und er hat Belege dafür: In seinem Buch „Gern geschehen, Mr. President“ zeigt er in zehn Schritten, wie in den USA Wahlen manipuliert werden.
    Quelle: ARD
  8. Der letzte Raubzug: Das Geschäft mit der Ausrottung
    Der illegale Handel mit Wildtieren ist nach dem Handel mit Drogen und Waffen der lukrativste illegale Wirtschaftszweig, mit einem jährlichen Umsatz von geschätzten 20 Milliarden Dollar. Wer sind die globalen Mitspieler in diesem tödlichen Spiel um Macht, Gier und Profit? Die Dokumentation reist unter anderem zu den Hotspots der Wilderei, um Antworten zu finden.
    Quelle: arte
  9. NSA: Die Ausweitung der Geheimdienste seit 9/11
    Nach dem 11. September 2001 haben sich Geheimdienste weiter ausgedehnt. Innere Sicherheit statt Grundrechte lautete das Motto – das hatte auch Konsequenzen für den Journalismus.
    Quelle: NDR Zapp
  10. Komplette Rede von Gerhard Schröder bei deutsch-russischen Wirtschaftsgesprächen in Bad Pyrmont
    Bei den deutsch-russischen Wirtschaftsgespräche in Bad Pyrmont, Niedersachsen hielt Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder eine aufsehenerregende Dinner-Rede zum deutsch-russischen Verhältnis. RT Deutsch zeigt eine ungekürzte Fassung des Vortrags.
    Quelle: RT Deutsch via YouTube

  11. TTIP vor dem Aus?
    Zitat: Vizekanzler Sigmar Gabriel hat das geplante Freihandelsabkommen TTIP für praktisch gescheitert erklärt. Frankreich möchte die TTIP-Verhandlungen stoppen. Die richtige Zeit für Markt also, um „Gegen den Strich“ zu bürsten und zu sagen: Ein vereinfachter Handel hat für uns viele Vorteile.
    Quelle: WDR

    Anmerkung unseres Lesers G.M.H.: Der WDR präsentierte diesen 16 Min.-Werbeclip am 31.08.2016 in seinem Magazin “Markt”, in das ich zufällig reingezappt habe. Wegen des Themas interessiert, blieb ich dabei und habe mir diese Schmonzette bis zum Ende angetan. Mein Urteil: Samt betörendem Singsang ein wunderbares und sehenswertes Beispiel für Meinungsmache. Es würde mich nicht im Geringsten wundern, wenn dieses PR-Machwerk direkt aus dem Hause INSM käme bzw. zu 100% gesponsert wäre. In jedem Fall ein weiterer Grund, mich über Zwangsgebühren für die “Öffentlich-Rechtlichen” zu ärgern!

  12. Bundesregierung: „Es hat nie massenhafte Überwachung gegeben!“
    Da kann man nur noch den Kopf schütteln: „Es hat nie massenhafte Überwachung gegeben!“, klärt Steffen Seibert, Sprecher der Bundesregierung die neugierigen Bürger auf. Ein junger Mann wollte in der Bürger-BPK wissen, wie man sicherstellt, dass es keinen neuen NSA/BND-Skandal gibt und wir nicht alle massenhaft überwacht werden. Der Regierungssprecher will uns „da gerne die Besorgnis nehmen“… Realsatire!
    Quelle: jung und naiv via YouTube

  13. Raus aus der Kinderarmut!
    Rund 2,5 Millionen Kinder in Deutschland leben in Armut. Seit 20 Jahren verharrt die Kinderarmut auf diesem Niveau. Was bedeutet das für Gesundheit und Chancengleichheit?
    Quelle: ARD
  14. Kabarett und Co.:
    • Klaas Butenschön fragt Bundestagsabgeordnete: Was machen wir eigentlich in Syrien?
      Unsere Abgeordneten haben den Syrien-Einsatz beschlossen. Doch für auf wessen Seite sind wir dort eigentlich? Und was oder wer sind gemäßigte Rebellen? Klaas Butenschön hat sich schlau gemacht.
      Quelle: extra 3 via YouTube

    • Lisa Fitz und die NATO
      Bewaffnete Konflikte, Amokläufe und ein versuchter Putsch am Bosporus – Das Sommerloch gleich in diesem Jahr eher einem Schützengraben. Deshalb wartet in der Spätschicht eine ganz besondere Spezialeinheit auf ihren Einsatz: Die erste Garde des Kabaretts. Oberbefehlshaber Florian Schroeder lädt zur humoristischen Aufrüstung im Mainzer Staatstheater.
      Quelle: SWR
    • Max Uthoff Satire zu „CETA und TTIP ist voll super!“
      Uthoff: Viele Bürger fragen mich: „Warum CETA“? Und ich antworte dann immer: „Warum nicht“? CETA, der kleine kanadische Bruder von TTIP ist eine ganz neue Art von Freihandelsabkommen und sollten wir nicht alle aufgeschlossen sein für das Neue? Und muss man als Bürger denn ein Abkommen nur deshalb ablehnen, weil es ausschließlich den Konzernen dient?
      Quelle: redspidernetworks via YouTube

    • Merkels Schröder-Mauschel: Gabriel muss breiter werden!
      Gabriel kann machen … ääh… reden was er will: seine Werte dümpeln um die Kniekehle. Der breite Wähler traut ihm nicht! Das belastet die Regierung, ja das gesamte Staatswesen. Also sucht die Kanzlerin Rat bei einem, der es wissen sollte: bei ihrem Amtsvorgänger. Der lüftet das Geheimnis des sozialdemokratischen Stammwählers – aber natürlich nicht uneigennützig!
      Quelle: Weltnetz.TV via YouTube

    • Und natürlich last, but not least: Die Anstalt vom 6. September 2016
      Quelle: ZDF via YouTube

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