• Blog abonnieren

    Beim Erscheinen eines neuen Artikels erhalten Sie eine Benachrichtigung per E-Mail.

  • Archive

Es soll ja Leute geben, die von unseren Medien immer noch etwas halten. Grotesk. Einzigartig gut kann man beim Thema Rente belegen, wie sie systematisch manipulieren.

Veröffentlicht in: Medienkritik, Rente, Strategien der Meinungsmache

Das tun sie nicht immer. Es gibt wirklich aufklärende Beiträge unserer Medien. Aber! Aber wenn es ums Geld geht, wenn es um die Interessen jener geht, denen sich offensichtlich die einflussreichen Macher/innen der Medien verbunden fühlen, dann hört der Spaß kritischer Beobachtung auf. Dann geht es ums liebe Geld und dann machen sogar Medienmacher/innen mit, die man ansonsten für kritische ehrenwerte Leute gehalten haben könnte. Auf zwei Analysen und Dokumentationen möchte ich hinweisen. Nehmen Sie sich bitte die Zeit, diese anzuschauen. Damit Sie sich schützen können vor den massiven Manipulationsversuchen. Sie sind massiv, weil es um viel Geld geht. Albrecht Müller.

Zunächst noch zur Einordnung des Geschehens: Die meisten Medien in Deutschland haben seit fast 20 Jahren und massiv in den Nuller-Jahren gegen die Gesetzliche Rente und das Umlageverfahren polemisiert und mit Hinweis auf den demographischen Wandel für Privatvorsorge, vor allem für die Riester-Rente geworben. Als dann in den letzten Jahren nicht mehr zu bestreiten war, dass die Riester-Rente, die Rürup-Rente und auch die staatliche Förderung der betrieblichen Altersvorsorge über die Entgeltumwandlung gescheitert sind, nichts gebracht haben, viel gekostet haben, da gaben sich manche Medienvertreter zwischendurch etwas zerknirscht. Die Belege dafür, dass sie etwas Falsches und Vernichtendes propagiert hatten, waren zu deutlich. Es war nicht mehr zu leugnen, dass die Gesetzliche Rente und das Umlageverfahren geradezu fantastische Instrumente der Altersvorsorge wären, wenn man sie nicht ihrer Leistungsfähigkeit beraubt hätte. Alles sprach dafür, jetzt alle politische Kraft und alle finanziellen Mittel auf den Wiederaufbau der Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Rente und des Umlageverfahrens zu setzen.

Aber milliardenschwere Interessen der Versicherungswirtschaft und der Finanzwirtschaft stehen gegen diese Vernunft. Inzwischen haben sich die geschlagenen Bataillone neu gesammelt und die Versicherungswirtschaft und Bankenwirtschaft macht wieder mobil – mit Unterstützung mancher wirtschaftsnaher Institute und Medien.

Nun zu den beiden Dokumentationen

Dokument Nummer 1:

Reiner Heyse vom Seniorenaufstand hat heute eine Analyse und Dokumentation veröffentlicht. Es geht speziell um den Fall des Vergleichs mit dem Vorbild Österreich. Reiner Heyse zeigt, wie eine Journalistin, Sonia Mikich, die viele von uns zu den aufklärenden Talenten zählten, die großen Interessen der Versicherungswirtschaft bedient und erkennbar und mit dem Ziel der Wahlbeeinflussung manipuliert. Schauen Sie hier:

Österreichs Renten, die Rente mit 70 und das merkwürdige Engagement der Qualitätsmedien.
Reiner Heyse 22. September 2017

Dokument Nummer 2:

Eine auf den NachDenkSeiten veröffentlichte PowerPoint Dokumentation zum Thema Rente und Demographie:

Hier ist die Präsentation: PowerPoint Präsentation.

Es sind insgesamt 36 Folien. Leicht verständlich und informativ. Es wird ausführlich belegt, wie sich die Medien von der Bild-Zeitung bis zur ARD, vom ZDF bis zum Spiegel an dieser Kampagne beteiligt haben. Es wurden ganze Themen-Wochen der Indoktrination veranstaltet und gesendet. Es wurde übertrieben und gehetzt:

Es wurde der Generationenkonflikt angeheizt:

Ich dachte, mit dem Scheitern der Riester-Rente und der anderen Produkte der Privatvorsorge sei in der deutschen Öffentlichkeit wenigstens gelernt, welch ein Irrweg das war. Denkste. Die massiven Interessen im Hintergrund sind stärker. Und der Opportunismus und die Biegsamkeit der Journalistinnen und Journalisten sind offensichtlich grenzenlos.

Gut, dass es in dieser Situation Personen wie Reiner Heyse und den Seniorenaufstand gibt.

nach oben

Die NachDenkSeiten sind für eine kritische Meinungsbildung wichtig, das sagen uns sehr, sehr viele - aber sie kosten auch Geld und deshalb bitten wir Sie, liebe LeserInnen, um Ihre Unterstützung.
Herzlichen Dank!

Online spenden
Fördermitglied werden

Vorheriger Beitrag:

Nächster Beitrag: