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17. Dezember 2017
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Schlagwort Archiv: Mubarak, Hosni

In der Dimension verschieden, in den Methoden auffallend ähnlich: Mubarak und Mappus

Veröffentlicht in: Das kritische Tagebuch, Erosion der Demokratie, Länderberichte, Stuttgart 21

Zu Anfang sei wiederholt: die Dimension dessen, was in Ägypten geschieht, und dessen, was im Umfeld von Stuttgart 21 geschehen ist und geschieht, ist wahrlich sehr verschieden. Aber in beiden Fällen erleben wir, dass in großen Demonstrationen Unmut über die herrschenden Verhältnisse gezeigt wird. In beiden Fällen wird versucht, Zeit zu gewinnen und Luft heraus gelassen, in Stuttgart durch einen Schlichter, in Ägypten durch Vizepräsident, Armee und vermutlich die Amerikaner. In beiden Fällen wird versucht, den Protest zu spalten. Und dann schlägt das Pendel zurück. In Ägypten im wahrsten Sinne des Wortes durch Schlägertrupps. Albrecht Müller.
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Diktatorendämmerung

Veröffentlicht in: Außen- und Sicherheitspolitik, Das kritische Tagebuch, Länderberichte

Als Franklin D. Roosevelt einmal auf den nicaraguanischen Diktator und US-Partner Somoza García angesprochen wurde, antwortete er gänzlich pragmatisch: „Er ist ein Hurensohn, aber er ist unser Hurensohn“. So unprätentiös drücken sich heutige Politiker natürlich nicht mehr aus, wenn sie ihr ganz besonderes Verhältnis zu den Potentaten der arabischen Welt beschreiben. Als der ägyptische Diktator Husni Mubarak vor wenigen Monaten auf Staatsbesuch in Deutschland war, bezeichnete Außenminister Westerwelle „unseren Hurensohn“ noch als „Mann großer Weisheit mit einem festen Blick für die Zukunft“. Selbstverständlich wusste Westerwelle damals schon, dass „der Mann großer Weisheit“ in seinem Land die Menschenrechte mit Füßen tritt, zehntausende politische Häftlinge eingekerkert hat und jegliche oppositionelle Tätigkeit mit äußerster Brutalität unterdrückt. Die Begriffe „Demokratie“ und „Menschenrechte“ sind für unsere Politiker jedoch zum Inhalt von Wahlwerbespots und Sonntagsreden verkommen und werden nur dann ins Spiel gebracht, wenn dies „deutschen Interessen“ dient – das Wohlergehen des ägyptischen Volkes gehört dabei nicht zwingend zu den „deutschen Interessen“. Jens Berger
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