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Titel: Hier – noch bevor der Wahltag richtig begonnen hat – bitteschön die Wahlanalyse

Datum: 24. September 2017 um 11:02 Uhr
Rubrik: SPD, Wahlen
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Eigentlich war in der kleinen NachDenkSeiten-Redaktion verabredet, dass wir morgen früh eine Wahlanalyse bringen. Ich sollte dabei auch erklären, warum wir den politischen Wechsel wieder nicht schaffen. Bei der Durchsicht früherer Texte habe ich entdeckt, dass ich diese Wahlanalyse schon am 25. Januar dieses Jahres gemacht habe. Das ist kein Spaß. Schauen Sie selbst. Es lohnt, den Text als aktuellen Text zu lesen. Albrecht Müller

Hier sind Titel, Anmoderation und Link vom 25. Januar 2017:

Der zweifache Schock: Schulz soll Kanzlerkandidat und obendrein Parteivorsitzender werden.

Die gestern bekannt gewordenen Entscheidungen der SPD-Führung wurden in Medien und von den meisten interviewten Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten begrüßt. In meinem Umfeld war man eher schockiert. Es folgen Fragen und Ergebnisse des Nachdenkens über diesen Vorgang. Das vorläufige Fazit: Martin Schulz wird uns leider keine Alternative zu Frau Merkel bringen.

Obwohl wir damals die Aussichtslosigkeit des Unternehmens Schulz nüchtern und richtig analysiert hatten, haben wir im weiteren Verlauf der zurückliegenden Monate immer wieder konkrete Vorschläge gemacht, wie das Blatt noch zu wenden wäre. Immer wieder. Es war nutzlos.

Es könnte mit der SPD sogar auch nach dem absehbar schockierenden Ergebnis von heute Abend so weitergehen wie bisher. Dafür gab es in der Fernsehsendung mit Frau Merkel und Herrn Schulz ein drohendes Indiz. Der SPD-Kanzlerkandidat und Vorsitzende seiner Partei kündigte nebenbei an, dass er auch bei einer Niederlage im Amt bleiben wolle. – Das geht nicht. Die SPD braucht eine Art Kulturrevolution, wenn sie überleben will und soll. Das geht mit der jetzigen Parteiführung nicht. Bei einem Ergebnis Richtung 20 % sollte diese schleunigst und komplett das Willy-Brandt-Haus verlassen.

Skeptiker verweisen darauf, dass diese Konsequenz aus zwei Gründen unwahrscheinlich ist:

Erstens: Die oberste Priorität der Verantwortlichen hat sowieso nicht der Machtwechsel. Sie wollen ihre Jobs behalten.

Zweitens: Alle drei Parteien auf der – grob gesprochen – linken Seite der Gesellschaft, also Grüne, SPD und Linkspartei sind in Teilen unterwandert und deshalb nicht interessiert an einem Sieg ihrer politischen Gruppierungen. Bitte ordnen Sie diese Beobachtung nicht sofort unter der Kategorie Verschwörungstheorie ein. Die Verschwörung ist nämlich Realität. Schauen Sie sich dazu beispielsweise den Beitrag vom 13. September „Ein Politbüro für den Kapitalismus?“ So fragte der „Spiegel“ im Blick auf das mächtige „Council on Foreign Affairs“ (CFR) an. Da haben wir über eine Analyse von Swiss Propaganda Research berichtet. Die Realität: Zentrale Einrichtungen der USA haben ihre Finger in allen europäischen Parteien, sicher übrigens auch schon in der AfD.

Vermutlich wird es in der gesamten linken Hälfte unseres Landes einer Neubesinnung und vermutlich einer neuen Formation bedürfen. Unter anderem von Corbyn könnte man lernen. Darauf wird Jens Berger in der kommenden Woche eingehen.


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