Archiv: Monat: April 2009

Hinweise des Tages

(WL)

Heute unter anderem zu diesen Themen:

  1. 1. Mai 2009: Arbeit für alle bei fairem Lohn!
  2. 2006 begann die Deutsche Bank ihren Rückzug aus dem Derivate-Markt
  3. 1121 Mrd. Euro und nichts dahinter
  4. Bankbilanzen: Minus + Minus = Plus
  5. EU reguliert Hedgefonds kaum
  6. Wolfgang Münchau – In der Wutfalle
  7. Thorsten Hild: Kürzen ist ein Kardinalfehler
  8. Höchststeuersätze im Ländervergleich
  9. Soziale Sicherungssysteme: Säulen im Sturm
  10. Ölkonzerne im Visier des Kartellamts: Steigende Preise
  11. Plus in den Kassen aller im Bundestag vertretenen Parteien im Jahr 2007
  12. Horst Köhler: Scheitern nach oben
  13. DDR – Thema Nummer Eins für die CDU
  14. Zu BILD: Wie man das meiste aus Hartz IV rausholt
  15. GEW und die Bertelsmann-Stiftung
  16. Wissenschaftspolitisches Programm der GEW
  17. Klage gegen Studiengebühren abgebügelt
  18. Chancen einer Schule für alle in der aktuellen Auseinandersetzung
  19. Nachhilfe boomt – Das Geschäft mit den Noten

Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen Überblick über interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.

Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik hin zur Prävention

Bei einem erwarteten Wachstumseinbruch in der Wirtschaft um bis zu 6 Prozent und einem drohenden Anstieg der Arbeitslosigkeit auf bis zu 5 Millionen 2010 kommt der präventiven Arbeitsmarktpolitik eine besonders bedeutsame Rolle zu.
Natürlich kann die Arbeitsmarktpolitik kein Patentrezept zur Bekämpfung der größten Weltwirtschaftskrise nach dem Zweiten Weltkrieg bieten. Hierzu brauchen wir weitere konjunktur- und strukturpolitische Maßnahmen zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen.
Jedoch spielt die präventive Arbeitsmarktpolitik gerade in der jetzigen Krise eine wichtige Rolle.
Ursula Engelen-Kefer fordert deshalb in ihrem Diskussionsbeitrag einen Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik hin zu mehr Vorbeugung und Prävention.
Es sei unerträglich, wenn jetzt bereits wieder die neoliberalen Ideologen, die uns diese verheerende Krise eingebrockt haben, aus den Schützengräben kämen und davor warnten, den Sozialstaat überzustrapazieren. Wo war der ordnungspolitische Aufschrei der meist wohlbestallten und abgesicherten Wirtschaftskapitäne, Politiker und Wissenschaftler, als auf Kosten der Steuerzahler in bisher unvorstellbar riesigen Größenordnungen Schutzschirme über die marode Finanzdienstleistungsindustrie und notleidende Wirtschaftskonzerne gespannt wurden? Die Lasten der größten weltweiten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg dürfen nicht vor allem auf dem Rücken der arbeitenden Menschen und der sozial Schwachen abgeladen werden. Von Ursula Engelen Kefer

Hinweise des Tages

(WL)

Heute unter anderem zu diesen Themen:

  1. Robert von Heusinger: Zockt die Deutsche Bank wieder?
  2. Memorandum 2009 – Von der Krise in den Absturz?
  3. Ohne Börsensteuer keine Regulierung
  4. Welthandelsrecht und Sozialstaatlichkeit
  5. Unternehmer warnen vor linken Unruhestiftern
  6. Unternehmer ärgern Merkel
  7. Verhandlungen über EU-Arbeitszeitrichtlinie geplatzt
  8. Daimler: Falsche Richtung
  9. Höchststand an Alg-II-Beziehern in der Altersgruppe von 55 bis 65 Jahren
  10. Public Private Partnership kommt Kommunen teuer zu stehen
  11. Stromkonzerne als Krisengewinnler
  12. Ärzte im Sold der Pharmaindustrie
  13. Notstand im Klassenzimmer – Hilfslehrer müssen einspringen
  14. Mit staatlichen Schulen Geld verdienen
  15. GEW: „Freier Zugang zum Master – weder Quote noch Note“
  16. Fernsehen nur für vierstellige Bestechungshonorare
  17. Erklärung der „Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten in der SPD“
  18. Zum gestrigen Beitrag „Ordoliberale Ökonomen rufen zum letzten Gefecht auf“

Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen Überblick über interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.

„Raus aus dem Gen-Mais“ – „Rein in die Gen-Kartoffeln“

Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) hat zunächst den Anbau der Genmaissorte MON 810 (siehe auch: “Die Abstimmung über die Aufhebung des Genmais-Importverbots Österreichs zeigt die undemokratischen Strukturen der Europäischen Union und der WTO”) untersagt. Horst Seehofer (CSU) hatte in seiner Eigenschaft als Landwirtschaftsminister den Anbau von Genmais MON 810 zugelassen. Der plötzliche Gesinnungswandel der CSU steht wohl in engem Zusammenhang mit den bevorstehenden Wahlen für das Europaparlament und für den Bundestag. Nachdem die Christ-sozialen bei der Bayerischen Landtagswahl eine herbe Niederlage einstecken musste, versucht sich die CSU – zumindest bis über die Wahlen hinweg – bürgernah zu geben. Die bayerischen Wähler haben der CSU gezeigt, dass sie genug haben von einer Politik nach dem Motto „Wir-wissen-schon-was-für-euch-gut-ist“. Das Thema „Grüne Gentechnik“ bewegt die Volksseele weit mehr als den Regierungen lieb ist. Nun gab die Landwirtschaftsministerin allerdings grünes Licht für den Anbau der Gen-Kartoffel Amflora. Die Kartoffel darf in Mecklenburg-Vorpommern angebaut werden. Das Land an der Ostsee ist ja weit weg von Bayern und den Wählerinnen und Wähler der CSU. Von Christine Wicht

Maiaufruf

Folgen Sie doch am 1. Mai dem Aufruf der Gewerkschaften und demonstrieren Sie für „Arbeit für alle bei fairem Lohn“ und verschenken Sie neben der traditionellen roten Nelke das NachDenkSeiten-Buch. Sie können damit ganz bestimmt jemand eine Freude machen.

Das kritische Jahrbuch 2008/2009
Das kritische Jahrbuch 2008/2009

Hinweise des Tages

(KR/WL)

Heute unter anderem zu diesen Themen:

  1. Nouriel Roubini: Dead-Cat-Bounce – das Aufbäumen der Kurse
  2. Wirtschaftswachstum: Das Grauen hinter den sechs Prozent
  3. Lucas Zeise – Der Trugschluss nach der Fehlannahme
  4. Das Casino lebt
  5. Undurchsichtige Bilanzen: Verlust der Dresdner Bank ist verschwunden
  6. Banken fürchten Moody’s
  7. Wiederholt sich die Geschichte?
  8. Folgen der Wirtschaftskrise: Angst vor Minus in Sozialsystemen
  9. Verschenkte Chancen
  10. Eon-Chef kritisiert Kartellamt
  11. PricewaterhouseCoopers im Wirtschaftsministerium
  12. Reduzierung der »Kinderarmut« um den Preis verfestigter »Hartz-IV«-Abhängigkeit der Eltern
  13. Déjà vu in Sachen Bespitzelung
  14. Asklepios – ein Heiler auf Abwegen
  15. Zum Krippenausbau fehlt das Personal
  16. Deutsche Rüstungsexporte steigen massiv
  17. Die CDU schickt Bertelsmann-Chef Ostrowski zur Wahl
  18. SPD: Das Rätsel der Zielgeraden
  19. Neues von der BLÖD-Zeitung: “Hartz IV reicht aus, wenn man in Spielshows aufstockt”
  20. Geithners Welt
  21. Die Qualität der Medien und wer sie unterminiert
  22. Zu guter letzt: Was uns erwartet hätte, wenn die Pro-Reli-Initiative erfolgreich gewesen wäre – Und heute gibt’s wieder Neues aus der Anstalt

Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen Überblick über interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.

Ordoliberale Ökonomen rufen zum letzten Gefecht auf

Ausgehend von einem Streit um die Ausschreibung von sechs vakanten VWL-Lehrstühlen an der Hochburg der ordoliberalen Wirtschaftspolitik, der Universität Köln, gab es einen Sturm einiger Emeriti, die das Erbe des eigentlichen Begründers der „sozialen Marktwirtschaft“, Alfred Müller-Armack, bewahren wollen. Die neoklassischen Siegelwahrer Willeke, Willgerodt und Wartrin wehrten sich dagegen, dass sechs Lehrstühle im Paket ausgeschrieben wurden, um junge, an der internationalen Forschungsfront ausgewiesene Wirtschaftswissenschaftler für einen Forschungsschwerpunkt zur Makroökonomie zu gewinnen. Dem Protest schlossen sich nun laut FAZ vom 27. April 2009 83 Professoren für Volkswirtschaftslehre mit einem Aufruf „Rettet die Wirtschaftspolitik an den Universitäten!“ (der Entwurf stammt von Renate Ohr und wurde in wiwo abgedruckt. Unter den Unterzeichnern finden sich den NachDenkSeiten-Leserinnen und –Lesern so bekannte Namen wie Peter Oberender, Bernd Raffelhüschen, Joachim Starbatty, Ulrich van Suntum oder Roland Vaubel. Wolfgang Lieb

CHE: Zwei Jahre Hochschulpakt – eine Halbzeitbilanz

Das Bertelsmann Centrum für Hochschulentwicklung hat eine Studie über „Herausforderungen, Maßnahmen und (Miss-)Erfolge“ [PDF – 241 KB] nach zwei Jahren des Hochschulpaktes 2020 vorgelegt. Die Studie birgt viele Informationen über die Umsetzung in den 16 Ländern. Sie ist insofern spannend, weil das CHE in vielen Punkten mit den von ihm selbst propagierten Vorschlägen konfrontiert wird.
Die Befunde müssten eigentlich auch für das CHE an vielen Stellen Anlass zu Selbstkritik sein. Doch das vorausgegangene Tun und die ideologischen Scheuklappen verstellen besserer Einsicht den Blick. Wolfgang Lieb

Hinweise des Tages

(KR/WL)
Heute unter anderem zu diesen Themen:

  1. Bilanz des Schreckens
  2. Bundesbank-Präsident Weber: “Konsolidierung nach Krise notwendig”
  3. Heiner Flassbeck: “Gewinne müssen einer Volkswirtschaft zugute kommen”
  4. Ackermann verhöhnt Konkurrenz mit Traumrendite
  5. Herfried Münkler: Neuer Hochmut nach tiefem Fall
  6. Robert von Heusinger: Ifo-Index gibt Rätsel auf
  7. Die Linke: Steuerhinterziehungsgesetz – eine leere Hülle
  8. Experten für steuerliche Absetzbarkeit von Versicherungsbeiträgen
  9. Deutschlands Geldbeschaffer – die Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH
  10. Hartz IV-Kürzung im kommenden Jahr nicht ausgeschlossen
  11. Erste Rentenkürzung seit 1957 droht
  12. Kinderfreundlichkeit? – Taschengeld muss zurückbezahlt werden
  13. Fiat-Einstieg: Opelaner gehen auf die Barrikaden
  14. Günter Wallraff zur Bahn-Überwachung: “Mehdorn war der Diktator”
  15. Eine soziale Zukunft für Deutschland
  16. Privatisiertes Uni-Klinikum: Gewinnmaximierung auf Kosten der Patienten?
  17. Berlin soll Empfänger von Agrar-Milliarden nennen
  18. Sonne statt Reli: Berlin bleibt in Sachen Religionsunterricht ein Vorreiter des modernen Staats
  19. Kinderporno-Sperren: Regierung erwägt Echtzeitüberwachung der Stoppschild-Zugriffe
  20. Justizskandal in Sachsen: Eine “kleine Anfrage” im Sächsischen Landtag sorgt für Furore
  21. FDP rechnet mit 2,6 Millionen-Strafe für Möllemann-Spendenskandal
  22. Margret Wintermantel als HRK-Präsidentin wieder gewählt – Rektoren unter der Ägide von Bertelsmann
  23. Bologna-Prozess: Studenten im Punktefieber
  24. Zum Hochschulpakt II
  25. Bildungsausgaben im föderalen System
  26. HIS-Studie: Studierneigung und Berufsausbildungspläne
  27. Wer mehr Ingenieurinnen will, muss bessere Karrierechancen für Frauen in Technikberufen schaffen
  28. Monsanto: „Der gegebene Anlass“

Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen Überblick über interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.

Die Warnungen vor sozialen Unruhen und die Angst der Abwiegler

„Ich kann mir vorstellen, dass in zwei bis drei Monaten die Wut der Menschen deutlich wachsen könnte“, sagte Gesine Schwan dem „Münchner Merkur“. „Wenn sich dann kein Hoffnungsschimmer auftut, dass sich die Lage verbessert, kann die Stimmung explosiv werden“, warnte Schwan.
Über diese Warnung fallen nun nahezu gesamte die Medienmeute, Arbeitgeber, Kanzlerin Merkel, der CSU-Vorsitzende Seehofer und wie die Schönredner alle sonst noch heißen mögen, wie bellende Hofhunde her. Selbst SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier fällt der eigenen Bundespräsidentenkandidatin in den Rücken: “Ich glaube, die sozialen Unruhen sollen wir nicht herbeireden”, sagte er “Spiegel TV Online”.
Dabei spricht Schwan nur aus, was jeder befürchtet und nur keiner zu sagen wagt oder keiner der Abwiegler vom eigenen Versagen angsichts der Krise in Politik, Wissenschaft und Journalismus wahr haben will. Wolfgang Lieb