Veranstaltungstipps für die Frankfurter Buchmesse – zwei Podiumsdiskussionen mit Jens Berger

Jens Berger
Ein Artikel von:

Jens Berger von den NachDenkSeiten wird im Rahmen der Frankfurter Buchmesse an zwei Podiumsdiskussionen in Frankfurt teilenehmen. Der Eintritt ist bei beiden Veranstaltungen frei. Leserinnen und Leser der NachDenkSeiten sind herzlich eingeladen.

  1. Ulrike Herrmann im Haus am Dom
    Open Books. Lesefest zur Frankfurter Buchmesse
    Donnerstag, den 20. Oktober um 18.30

    » Die herrschende ökonomische Lehre bildet nicht die Realität ab. Bereits bei Smith, Marx und Keynes hingegen findet sich fast alles, um unser Wirtschaftssystem zu verstehen.«

    Warum kommt es zu Finanzkrisen? Warum sind die Reichen reich und die Armen arm? Wie funktioniert Geld? Woher kommt das Wachstum? Schon Kinder stellen diese Fragen – aber die Ökonomen können sie nicht beantworten. Viele basteln an theoretischen Modellen, die mit der Realität nichts zu tun haben. Leider kosten die Irrtümer der Ökonomen nicht nur Milliarden, sondern sogar Menschenleben. Wer verstehen will, was falsch läuft, muss die Klassiker kennen: Adam Smith, Karl Marx und John Maynard Keynes. Sie werden an den Universitäten kaum, falsch oder gar nicht mehr gelehrt. Dabei haben diese drei Theoretiker die besten Antworten gegeben. Man muss sie neu entdecken.

    Ulrike Herrmann im Gespräch mit Jens Berger

  2. Buchvorstellung und Diskussion: Ulrich Teusch – Lückenpresse. Das Ende des Journalismus, wie wir ihn kannten

    Freitag, 21. Oktober 2016, Beginn: 19.00 Uhr

    main_forum der IG Metall, Wilhelm-Leuschner-Str. 79, 60329 Frankfurt a.M.

    Die etablierten Medien stecken in einer massiven Glaubwürdigkeitskrise. Teile des Publikums proben den Aufstand, öffentliche und veröffentlichte Meinung driften auseinander. Nicht nur hierzulande, auch in vielen Ländern geraten die angeblichen Leitmedien unter Beschuss. Stein des Anstoßes sind die Inhalte – Stichwort „Lügenpresse“. Doch sind Lügen wirklich das Problem? Ulrich Teusch stellt zwei andere, weit gravierendere Faktoren ins Zentrum seiner Analyse: die Unterdrückung wesentlicher Informationen und das Messen mit zweierlei Maß. Beide Defizite sind in unserem Mediensystem strukturell verankert. Wenn sich daran nichts ändert, wird sich das Siechtum der Mainstreammedien fortsetzen. Und der Journalismus, wie wir ihn kannten, wird bald der Vergangenheit angehören.
     
    Teilnehmer:
     
    Ulrich Teusch lebt als freier Publizist in Edermünde bei Kassel. Er schreibt Sachbücher und ist Hörfunkautor. Für sein SWR-Feature „Nicht schwindelfrei – Über Lügen in der Politik“ erhielt er 2013 den Roman-Herzog-Medienpreis. Im Dezember 2015 lief dann sein viel beachtetes Feature im SWR mit dem Titel „Vertrauen ist gut … Die Medien und ihre Kritiker“.
     
    Stephan Hebel ist seit zwei Jahrzehnten Leitartikler, Kommentator und politischer Autor. Er schreibt für die Frankfurter Rundschau sowie für Deutschlandradio, Freitag, Publik Forum und weitere Medien. Er ist zudem regelmäßiger Gast im „Presseclub“ der ARD und ständiges Mitglied in der Jury für das „Unwort des Jahres“. Hebel ist Autor der Bestseller „Mutter Blamage“ und „Gute-Macht-Geschichten“, aktuell ist von ihm „Sehr geehrter AfD-Wähler, wählen Sie sich nicht unglücklich“ im Westend Verlag erschienen.
     
    Jens Berger ist freier Journalist und politischer Blogger der ersten Stunde. Er ist Redakteur bei den NachDenkSeiten und Herausgeber des Blogs Spiegelfechter. Berger befasst sich mit sozial-, wirtschafts- und finanzpolitischen Themen und ist Autor des Bestsellers „Wem gehört Deutschland?“ (Westend 2014).
     
    Moderation: Peter Zudeick (freier Journalist und Autor: „Tschüss, ihr da oben“, „Das alles und noch viel mehr würden wir machen, wenn wir Kanzler von Deutschland wär’n“)
      
    Eine Veranstaltung des Westend Verlags und der IG Metall.
    Der Eintritt ist frei!

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