{"id":28760,"date":"2015-11-16T12:13:55","date_gmt":"2015-11-16T11:13:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=28760"},"modified":"2015-11-18T09:14:07","modified_gmt":"2015-11-18T08:14:07","slug":"vorwort-8","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=28760","title":{"rendered":"Vorwort"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141014_jahrbuch_1516.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p><strong><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=27822\" style=\"background: #CC0000; color: #fff; padding: 5px; text-decoration: none;\">&raquo; Direkt bestellen &raquo;<\/a><\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=27819\">Einleitung<\/a><\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><h3>Vorwort<\/h3><p><em>Ein Vorwort von Sahra Wagenknecht<\/em><\/p><p><strong>Demokratie im W&uuml;rgegriff<\/strong><\/p><p>&raquo;Wahlen k&ouml;nnen nichts &auml;ndern&laquo;, bekam der frisch gew&auml;hlte Finanzminister Griechenlands, Yanis Varoufakis, bei seinem ersten Treffen im Kreis der Eurogruppe von seinem deutschen Amtskollegen Wolfgang Sch&auml;uble zu h&ouml;ren. Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem stie&szlig; ins gleiche Horn: Die griechische Regierung m&uuml;sse s&auml;mtliche Forderungen der Gl&auml;ubiger akzeptieren und die eigene Forderung nach einer Restrukturierung der Schuldenlast aufgeben &ndash; andernfalls werde man die Kreditvereinbarung platzen und das griechische Bankensystem hochgehen lassen, so die unverhohlene Drohung. Statt ein offensichtlich gescheitertes Anpassungsprogramm endlich zu beenden, weigerte man sich, mit der neuen griechischen Regierung auch nur Argumente auszutauschen. An einer vern&uuml;nftigen Einigung, die sowohl europ&auml;ische Steuerzahler geschont als auch Griechenland eine Perspektive gegeben h&auml;tte, hatte die Mehrzahl der Gl&auml;ubiger von Anfang an kein Interesse. Von <strong>Sahra Wagenknecht<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nZwar zeigte sich zuletzt ein Riss in der Eurogruppe bez&uuml;glich der Frage, ob man Griechenland gegen seinen Willen und trotz weitreichender Zugest&auml;ndnisse der griechischen Regierung aus der Eurozone werfen solle. Doch in zentralen Punkten bestand Einigkeit zwischen Kanzlerin Merkel, Finanzminister Sch&auml;uble und Wirtschaftsminister Gabriel auf der einen und EZB-Chef Draghi, EU-Kommissionspr&auml;sident Juncker und EU-Parlamentspr&auml;sident Schulz auf der anderen Seite: Zur neoliberalen K&uuml;rzungsdiktatur darf es keine Alternative geben. Wer eine solche Alternative w&auml;hlt, muss daf&uuml;r bestraft werden. Gemeinsames Ziel war und ist die Kapitulation oder der Sturz einer linken Regierung, an der ein warnendes Exempel statuiert werden soll. Finanzminister Sch&auml;uble hat au&szlig;erdem die Drohung mit einem Grexit als wohlfeiles Instrument erkannt, um die Eurozone auf Kosten der Demokratie in seinem Sinne &raquo;vertiefen&laquo; zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Unter diesem Druck stimmte der griechische Pr&auml;sident Alexis Tsipras auf dem EU-Gipfel vom 12. Juli 2015 am Ende einer dem&uuml;tigenden Vereinbarung zu, die das soziale Elend in Griechenland weiter versch&auml;rfen und die untragbare Schuldenlast noch weiter erh&ouml;hen wird. Wie schon vor zehn Jahren nach dem franz&ouml;sischen und niederl&auml;ndischen NEIN zum europ&auml;ischen Verfassungsvertrag wurde der Wille des Volkes mit F&uuml;&szlig;en getreten. &Uuml;ber 61 Prozent der griechischen Bev&ouml;lkerung sprechen sich allen Drohungen zum Trotz gegen ein weiteres K&uuml;rzungsdiktat aus? Dann wird die Demokratie in Griechenland eben abgeschafft und ein Protektorat errichtet. &raquo;Die Regierung muss die Institutionen zu s&auml;mtlichen Gesetzesentw&uuml;rfen in relevanten Bereichen mit angemessenem Vorlauf konsultieren und sich mit ihnen abstimmen, ehe eine &ouml;ffentliche Konsultation durchgef&uuml;hrt oder das Parlament befasst wird.&laquo; Dies wurde auf dem EU-Gipfel neben vielen anderen konkreten K&uuml;rzungs- und Steuererh&ouml;hungsvorgaben als eine der &raquo;Mindestanforderungen f&uuml;r die Aufnahme der Verhandlungen mit der griechischen Regierung&laquo; formuliert. Aus diesem Staatsstreich gilt es zu lernen, wenn wir Demokratie und sozialer Gerechtigkeit, wenn wir Vernunft und fairem Umgang miteinander in Europa wieder Geltung verschaffen wollen.<\/p><p><strong>Erfolgreiche Troika oder &ouml;konomische Folter?<\/strong><\/p><p>Griechenland ist das Opfer eines gnadenlosen Finanzkriegs. Und wie in jedem Krieg starb auch in diesem Krieg zuerst die Wahrheit. Zwar muss man blind und taub sein um zu leugnen, dass die Politik der Troika in Griechenland unermessliche Sch&auml;den verursacht hat. Doch da eine &Auml;nderung des Programms aus politischen Gr&uuml;nden nicht in Frage kam, musste f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit eine L&uuml;ge gestrickt werden. Von Kanzlerin Merkel &uuml;ber Sigmar Gabriel bis Martin Schulz, von Mario Draghi &uuml;ber Christine Lagarde bis zu Jean-Claude Juncker: Alle erz&auml;hlen das M&auml;rchen von den erfolgreichen &raquo;Reformprogrammen&laquo; in den anderen Krisenl&auml;ndern, Programmen, die auch in Griechenland gerade anfingen, erste Fr&uuml;chte zu tragen, bis ein st&ouml;rrisches Volk eine linke Regierung w&auml;hlte, die sich den n&ouml;tigen Reformen verweigerte und so das Land an den Rand des Abgrunds f&uuml;hrte. <\/p><p>Sieht man von einigen Oligarchen ab, die Teile der &raquo;Rettungskredite&laquo; in die eigene Tasche abzweigen oder sich &ouml;ffentliches Eigentum zu Spottpreisen aneignen konnten, kann von einem Erfolg der Troika-Programme in L&auml;ndern wie Irland, Portugal, Spanien oder Zypern keine Rede sein. In all diesen L&auml;ndern ist die Staatsschuldenquote durch die Bankenrettungs- und K&uuml;rzungspolitik nach oben geschnellt, hat die Armut zugenommen, wurden die Perspektiven einer ganzen Generation zerst&ouml;rt und das Wohlstandsniveau dauerhaft abgesenkt. Zwar zieht das Wirtschaftswachstum in einigen L&auml;ndern wieder an, doch &uuml;ber die Verteilung sagen derartige Ziffern nichts aus. Kern der Troika- Programme aber ist die Umverteilung von unten nach oben. W&auml;hrend etwa in Griechenland die Durchschnittseinkommen um &uuml;ber 30 Prozent, die der einkommensschw&auml;chsten 10 Prozent der Haushalte sogar um 86 Prozent geschrumpft sind (vgl. Giannitsis Zografakis in einer Studie im Auftrag des IMK in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, M&auml;rz 2015), ist das Verm&ouml;gen der rund 500 griechischen Multimillion&auml;re allein 2013 um ein F&uuml;nftel auf 60 Milliarden Dollar gewachsen (vgl. Billionaire Census der Beratungsfirma Wealth X und der Schweizer Gro&szlig;bank UBS). Ferner haben die Troika-Programme zu extremer Arbeitslosigkeit beigetragen, wobei die Dramatik aus den Statistiken nicht immer direkt ersichtlich ist. So stieg die Arbeitslosigkeit in Portugal zwischen 2010 und 2014 beispielsweise &raquo;nur&laquo; von 12 auf 14 Prozent, was in erster Linie daran liegt, dass j&auml;hrlich &uuml;ber 100 000 Menschen das Land verlassen &ndash; die gr&ouml;&szlig;te Auswanderungswelle, die Portugal jemals erlebt hat (vgl. Viktoria Morasch in der Zeit vom 5. Januar 2015). Auch Spanien ist kein Beispiel f&uuml;r erfolgreiche Troika-Politik, im Gegenteil. Dass die Wirtschaft dort wieder w&auml;chst, hat allein damit zu tun, dass der K&uuml;rzungskurs 2013 beendet wurde und seitdem wieder kr&auml;ftig Kredite aufgenommen werden, um die Wirtschaft anzukurbeln. Die damit verbundene Verletzung der Maastricht-Kriterien interessiert kaum jemanden, schlie&szlig;lich werden die Regeln in diesem Fall von einer konservativen Regierung verletzt, die man an der Macht halten will. Auch Irlands Wirtschaft profitiert von einer Regelverletzung: W&auml;hrend Griechenland ein Schuldenschnitt verweigert wird mit dem Argument, dass es der EZB verboten sei, Staaten zu finanzieren, hat man von diesem Verbot in Irland abgesehen und &uuml;ber 30 Milliarden an EZB-Krediten in langfristige Anleihen umgewandelt, die erst ab 2038 getilgt werden m&uuml;ssen (vgl. Harald Schumann im <em>Tagesspiegel<\/em> vom 27. Juli 2015).<\/p><p>Ohnehin kann man die Entwicklung in Griechenland nur schwer mit jener in anderen Krisenl&auml;ndern vergleichen. Griechenland erhielt die gr&ouml;&szlig;ten &raquo;Rettungskredite&laquo; der Geschichte und musste sich daf&uuml;r dem brutalsten und umfangreichsten K&uuml;rzungsprogramm unterwerfen. So wurden die Geh&auml;lter im &ouml;ffentlichen Dienst in Griechenland zwischen 2008 und 2015 um 24 Prozent gek&uuml;rzt, in Portugal und Spanien &raquo;nur&laquo; um 15 beziehungsweise 3 Prozent (vgl. Stephan Schulmeister in den <em>Bl&auml;ttern f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/em>, Nr.8\/2015). Von 2009 bis 2014 wurden die Staatsausgaben in Griechenland trotz explodierender Arbeitslosigkeit um mehr als 30 Prozent gek&uuml;rzt, in Irland &raquo;nur&laquo; um 9, in Spanien und Portugal &raquo;nur&laquo; um 7 Prozent (vgl. Harald Schumann im <em>Tagesspiegel<\/em> vom 27. Juli 2015). Die Troika und die Bundesregierung haben Griechenland zu einem neoliberalen Versuchslabor gemacht, wo sie austesten, wie weit man bei der Zerst&ouml;rung von L&ouml;hnen, Renten, Sozialleistungen und &ouml;ffentlicher Infrastruktur gehen kann, ohne dass es zu gewaltt&auml;tigen Aufst&auml;nden kommt. <strong>Das &ouml;konomische Waterboarding der Troika hat die griechische Wirtschaft zerst&ouml;rt und gro&szlig;e Teile der Bev&ouml;lkerung in Armut gesto&szlig;en<\/strong>. Ausgangspunkt der griechischen Trag&ouml;die war die Entscheidung vom Mai 2010, einem insolventen Land einen gewaltigen Kredit aufzudr&uuml;cken, um vor allem deutsche und franz&ouml;sische Banken vor Verlusten zu bewahren. Dies wurde der &Ouml;ffentlichkeit als Hilfe und Rettung f&uuml;r Griechenland verkauft, obwohl die griechische Bev&ouml;lkerung daf&uuml;r bluten muss. F&uuml;r den unbezahlbaren Kredit haften nun die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler Europas, was von den Herrschenden und leider auch von Sozialdemokraten wie Gabriel dazu benutzt wird, um die Bev&ouml;lkerung der L&auml;nder gegeneinander aufzuhetzen.<\/p><p><strong>Gnadenloser Finanzkrieg gegen eine linke Regierung<\/strong><\/p><p>Die griechische Regierung mache ihre Hausaufgaben nicht und lege keine Reformlisten vor. Eine Bande von &raquo;Halbstarken&laquo; provoziere und beleidige uns und fordere dann auch noch unser Geld! Dieses Zerrbild wurde nicht nur in deutschen Boulevardbl&auml;ttern von der griechischen Linksregierung gezeichnet. Nur selten wurde erw&auml;hnt, dass Syriza im Jahr 2010 gegen das angebliche Hilfspaket gestimmt hat und damit auch f&uuml;r die gigantische Veruntreuung europ&auml;ischer Steuergelder keinerlei Verantwortung tr&auml;gt. Nur selten wurde erw&auml;hnt, dass die griechische Regierung den Teufelskreis aus immer neuen Rettungskrediten, die ohnehin nur in den Schuldendienst flie&szlig;en, durchbrechen wollte. Kaum wurde erw&auml;hnt, dass die neue griechische Regierung im Gegensatz zu ihren Vorg&auml;ngern mit dem Steuerbetrug und den Privilegien reicher Oligarchen sowie der verbreiteten Korruption aufr&auml;umen wollte. Glaubt man dem ehemaligen Finanzminister Varoufakis, so wurden s&auml;mtliche Vorschl&auml;ge der griechischen Regierung, mit denen Reiche und Gro&szlig;konzerne st&auml;rker zur Kasse gebeten werden sollten, von der Troika abgeschmettert. Eine Sonderabgabe von 12 Prozent f&uuml;r Unternehmen, die 2014 mehr als 500 000 Euro Gewinn erzielt haben? Von der Troika gestrichen. Eine Sondersteuer in H&ouml;he von 8 Prozent f&uuml;r Topverdiener mit einem Jahreseinkommen &uuml;ber 500 000 Euro? Wurde von den Gl&auml;ubigern abgelehnt. Gleichzeitig wurde ein bescheidenes Sozialprogramm in H&ouml;he von 200 Millionen Euro, mit dem Essen, Strom und Wohngeld f&uuml;r die &Auml;rmsten finanziert werden sollte, von der Gl&auml;ubiger-Troika als Versto&szlig; gegen angebliche Verpflichtungen gewertet und scharf verurteilt. <\/p><p>In geradezu absurder Verkennung der Verh&auml;ltnisse wurde der griechischen Regierung auch noch vorgeworfen, Europa und Deutschland zu erpressen, obwohl Griechenland im Unterschied zur Situation 2010 kaum &uuml;ber Druckmittel verf&uuml;gte. Schlie&szlig;lich hatte die Europ&auml;ische Zentralbank f&uuml;r den Fall eines linken Wahlsiegs vorgesorgt und die Ansteckungsgefahr f&uuml;r andere Eurostaaten verringert: mit der Erkl&auml;rung von EZB-Chef Mario Draghi, den Euro um jeden Preis zu retten sowie mit dem gigantischen Ankaufprogramm f&uuml;r Staatsanleihen, das f&uuml;r starke H&ouml;henfl&uuml;ge an den B&ouml;rsen und verbesserte Finanzierungsbedingungen f&uuml;r die meisten Eurostaaten sorgte &ndash; allerdings nicht in Griechenland und Zypern, denn ausgerechnet jene beiden L&auml;nder sind von dem billionenschweren Ankaufprogramm ausgeschlossen, obwohl sie eine Stabilisierung ihres Finanzsystems am dringendsten ben&ouml;tigen w&uuml;rden. <\/p><p>Damit nicht genug: In der Hoffnung, dass sich immer mehr Griechen gegen die eigene Regierung wenden w&uuml;rden, wenn sich ihre Lage verschlechtert, f&uuml;hrten die Gl&auml;ubiger einen regelrechten Finanzkrieg, der die Kapitalflucht anheizen, Investoren abschrecken und die griechische Wirtschaft vollends unter Wasser dr&uuml;cken sollte. Schon im Vorfeld der Wahlen im Januar sch&uuml;rte die Bundesregierung &Auml;ngste, dass ein Wahlsieg von Syriza einen Grexit zur Folge haben w&uuml;rde. Um die griechische Linksregierung unter zus&auml;tzlichen Druck zu setzen, zog die Europ&auml;ische Zentralbank dann Mitte Februar die Daumenschrauben an: Ab dem 11. Februar wurden griechische Staatsanleihen von der EZB nicht mehr als Sicherheit akzeptiert, was die Refinanzierung der griechischen Banken erheblich erschwerte, die fortan auf die teureren Notfallkredite der EZB angewiesen waren. In der entscheidenden Phase der Verhandlungen schnitt die EZB die griechischen Banken dann komplett von der Geldversorgung ab, indem sie die Notfallkredite einfror, was eine Schlie&szlig;ung der Banken sowie Kapitalverkehrskontrollen erzwang. Mit diesem Schritt sollten die griechische Bev&ouml;lkerung in Panik versetzt und der Ausgang des Referendums beeinflusst werden. Die widerliche Erpressungspolitik erreichte einen weiteren traurigen Gipfel, als &raquo;Vorzeige-Europ&auml;er&laquo; wie Jean-Claude Juncker und Martin Schulz Griechenland sogar mit dem Rauswurf aus der Europ&auml;ischen Union drohten f&uuml;r den Fall, dass die Bev&ouml;lkerung bei dem Referendum mit Nein stimmen, Griechenland aus dem Euro austreten oder seinen Zahlungspflichten nicht mehr nachkommen sollte. Dabei hat die Mitgliedschaft in der Eurozone mit der EU-Mitgliedschaft nun wirklich nichts zu tun. Schlie&szlig;lich sind viele Staaten Mitglied der EU, ohne den Euro als W&auml;hrung &uuml;bernommen zu haben. <\/p><p>Doch w&auml;hrend sich die griechische Bev&ouml;lkerung von diesen Drohszenarien nicht beeindrucken lie&szlig; und die Demokratie in Europa mit ihrem NEIN verteidigte, machte die griechische Regierung am 12. Juli eine Kehrtwende, nachdem Finanzminister Sch&auml;uble ihr die Pistole auf die Brust gesetzt hatte. Nun werden weitere Steuermilliarden f&uuml;r die Fortsetzung einer absurden und gescheiterten Politik verschleudert. Das Gesamtrisiko f&uuml;r den deutschen Haushalt wird dadurch schon bald die 100-Milliarden-Grenze &uuml;berschreiten. Gleichzeitig sorgen die K&uuml;rzungs- und Privatisierungsdiktate daf&uuml;r, dass die Chancen, auch nur einen Teil unseres Geldes jemals wiederzusehen, sich weiter verschlechtern. Laut Albert Einstein ist es eine Definition von Wahnsinn, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten. Griechenland wird durch weitere Sozialk&uuml;rzungen, Mehrwertsteuererh&ouml;hungen und den Ausverkauf &ouml;ffentlichen Eigentums auch diesmal nicht auf die Beine kommen, sondern noch &auml;rmer und abh&auml;ngiger werden. Und da sich vor allem die Bundesregierung einem Schuldenschnitt hartn&auml;ckig verweigert, wird auch das Thema der griechischen Zahlungsunf&auml;higkeit inklusive Grexit sp&auml;testens nach Ablauf des n&auml;chsten &raquo;Rettungsprogramms&laquo; wieder auf den Tisch kommen. [&hellip;]<\/p><p><em>Albrecht M&uuml;ller, Wolfgang Lieb: &bdquo;Nachdenken &uuml;ber Deutschland. Das kritische Jahrbuch 2015\/2016&ldquo;, mit einem Vorwort von Sahra Wagenknecht, Westend Verlag, 5.10.2015, 256 Seiten, 14,99 Euro<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141014_jahrbuch_1516.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=27822\" style=\"background: #CC0000; color: #fff; padding: 5px; text-decoration: none;\">&raquo; Direkt bestellen &raquo;<\/a><\/strong><\/p>\n<div class=\"hr_wrap\">\n<hr \/><\/div>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=27819\">Einleitung<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"hr_wrap\">\n<hr \/><\/div>\n<h3>Vorwort<\/h3>\n<p><em>Ein Vorwort von Sahra Wagenknecht<\/em><\/p>\n<p><strong>Demokratie im W&uuml;rgegriff<\/strong><\/p>\n<p>&raquo;Wahlen k&ouml;nnen nichts &auml;ndern&laquo;, bekam der frisch gew&auml;hlte Finanzminister Griechenlands, Yanis Varoufakis, bei seinem ersten Treffen im Kreis der Eurogruppe von seinem deutschen Amtskollegen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=28760\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"class_list":["post-28760","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/28760","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=28760"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/28760\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28814,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/28760\/revisions\/28814"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=28760"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}