{"id":100027,"date":"2023-06-29T08:41:35","date_gmt":"2023-06-29T06:41:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100027"},"modified":"2023-06-29T08:41:35","modified_gmt":"2023-06-29T06:41:35","slug":"hinweise-des-tages-4387","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100027","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100027#h01\">Der Journalist Florian Warweg klagt gegen Ausschluss aus der Bundespressekonferenz: Pressefreiheit vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100027#h02\">Neuk&ouml;lln beschlie&szlig;t drastische Sparma&szlig;nahmen: Wachschutz f&uuml;r zw&ouml;lf Schulen gestrichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100027#h03\">Birte spielt nicht mehr mit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100027#h04\">Die Entwicklung der Gr&uuml;nen: Das eingehegte Denken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100027#h05\">Klassenkampf der Gr&uuml;nen nutzt AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100027#h06\">Zum 34. Jahrestag des Besuchs von Michail Gorbatschow in Bonn: Gorbatschow: ein St&ouml;rfaktor f&uuml;r den &ldquo;Westen&rdquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100027#h07\">In der &bdquo;Nationalen Sicherheitsstrategie&ldquo; wird zum Kampf gegen &bdquo;Desinformation&ldquo; geblasen: Handbuch f&uuml;r den Informationskrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100027#h08\">&bdquo;Desinformation&ldquo; und Meinungsfreiheit &ndash; Die Vereinten Nationen fordern Zensur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100027#h09\">Doch kein AfD-Wahlsieg? Th&uuml;ringens Verwaltung spielt ein gef&auml;hrliches Spiel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100027#h10\">Verh&auml;ltnisse umgekehrt: Baerbock in S&uuml;dafrika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100027#h11\">Der langsame &Uuml;bergang zur Diplomatie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100027#h12\">Vereint gegen Washington<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100027#h13\">Taktische Man&ouml;ver im Kosovo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100027#h14\">Der erste WHO-Chef machte kein Hehl aus seinen antidemokratischen Pl&auml;nen f&uuml;r die Organisation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100027#h15\">Ein Regime Change bei LibMod darf kein Tabu mehr sein!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der Journalist Florian Warweg klagt gegen Ausschluss aus der Bundespressekonferenz: Pressefreiheit vor Gericht<\/strong><br>\nAm 29. Juni verhandelt das Landgericht Berlin, wie es um die Pressefreiheit in deutschen Landen bestellt ist. Der Journalist der kritischen Nachrichtenplattform &bdquo;NachDenkSeiten&ldquo;, Florian Warweg, hat Klage gegen seinen Ausschluss aus der Bundespressekonferenz (BPK) eingereicht. (&hellip;)<br>\nAm 1. Juni 2022 nahm er bei den &bdquo;NachDenkSeiten&ldquo; seine Arbeit auf. Um weiterhin in der BPK Fragen stellen zu d&uuml;rfen, musste er sich neu akkreditieren lassen. Dies wurde zun&auml;chst genehmigt, dann aber durch sechs Einspr&uuml;che ihm nicht wohlgesonnener &bdquo;Kollegen&ldquo; (die BPK hat &uuml;ber 900 Mitglieder) torpediert. Ende Juli 2022 teilte ihm der Vorstand der BPK dann &uuml;berraschend mit, er erf&uuml;lle nun doch nicht die Anforderungen zur Aufnahme in die BPK. Eine Nachschau habe ergeben, dass seine Beitr&auml;ge auf den &bdquo;NachDenkSeiten&ldquo; der Satzung der BPK zuwiderliefen. Vier Wochen sp&auml;ter best&auml;tigte der Vorsitzende des Mitgliederausschusses der BPK, J&ouml;rg Blank, der sich selbst nicht nur als Journalist, sondern, wie er gern hervorhebt, als &bdquo;Kanzlerkorrespondent&ldquo; der &bdquo;Deutschen Presseagentur&ldquo; (DPA) sieht, die Entscheidung. Zu den Hintergr&uuml;nden des Rauswurfs gibt sich der amtierende Vorsitzende der BPK, &bdquo;ZDF&ldquo;-Korrespondent Mathis Feldhoff, wortkarg. Auf die Frage aber, ob auch Mitglied der BPK sein k&ouml;nne, wer zur Frage der Kriegsschuld eine von der herrschenden Regierungs- und Medienmeinung abweichende Position beziehe, legt er das ganze politische Dilemma innerhalb des BPK-Vorstandes offen: &bdquo;Der reinen Lehre nach: Ja. Die Frage ist, ob die BPK das aush&auml;lt.&ldquo; Soll sich die BPK an ihre eigene Satzung und den Pressekodex halten oder sich zur willf&auml;hrigen Hofberichterstattung degradieren lassen? Laut Satzung dient die BPK der &bdquo;sachlichen, an Tatsachen orientierten und fairen Vermittlung von politischen Informationen, Aussagen und Positionen&ldquo; (&hellip;).<br>\nNichts anderes sagt auch Ziffer 1 des Pressekodex: &bdquo;Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenw&uuml;rde und die wahrhaftige Unterrichtung der &Ouml;ffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse.&ldquo; Und die Wahrheit ist eben oft unangenehm. In der Klage von Florian Warweg geht es um den Kern journalistischen Arbeitens und das, was vom Selbstverst&auml;ndnis eines Berufsstandes noch &uuml;briggeblieben ist. Derweil versucht der BPK-Vorstand das ramponierte Image der b&uuml;rgerlichen Presse und des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks durch Showeinlagen aufzupeppen. Aufgeschreckt durch die Meldung, dass Deutschland im internationalen Pressefreiheitsindex der Organisation &bdquo;Reporter ohne Grenzen&ldquo; auf Platz 21 zur&uuml;ckgestuft wurde, verordnete die BPK ihrem 70. Bundespresseball das neue Motto &bdquo;Ball f&uuml;r die Pressefreiheit&ldquo;. Beim Buffet &bdquo;mit 4.000 Austern, 60 Kilo K&auml;se, 80 Kilo Kalbsr&uuml;cken und ganz viel Champagner&ldquo; (&hellip;) setzte das Stelldichein von Journaille und Berliner Politprominenz ein Zeichen f&uuml;r &bdquo;ungehinderte, unzensierte und pluralistische Berichterstattung&ldquo;. Dabei kennt man sich doch mit dem Kaltstellen unangenehmer Meinungen aus. (&hellip;)<br>\nAus der Kasse der Bundesregierung flossen von 2018 bis 2022 &uuml;ber 2,3 Millionen Euro an ausgew&auml;hlte Journalisten. Daf&uuml;r lohnt es sich schon mal, die eine oder andere Frage nicht zu stellen. Die ganz Unterw&uuml;rfigen durften gegen Honorar auch f&uuml;r Geheimdienste t&auml;tig werden. Fragen danach &bdquo;gef&auml;hrden das Staatswohl&ldquo;, so die Bundesregierung. Mittlerweile geh&ouml;rt Mut dazu, sich von der Schar der regierungstreuen Medienb&uuml;ttel abzuheben. Die Mutigen gibt es, Warweg ist einer davon. Eine andere, Rommy Arndt (&bdquo;MDR&ldquo;), die unl&auml;ngst Bundeskanzler Olaf Scholz in der &bdquo;Panzerfrage&ldquo; konterte: &bdquo;Sagen Sie zur Abwechslung mal Nein.&ldquo; Ihr Motiv versteht jeder: &bdquo;Ich habe Angst davor, dass Deutschland nach fast 78 Jahren Frieden wieder Krieg erleben muss.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/pressefreiheit-vor-gericht-4781624\/\">Ralf Hohmann in unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Neuk&ouml;lln beschlie&szlig;t drastische Sparma&szlig;nahmen: Wachschutz f&uuml;r zw&ouml;lf Schulen gestrichen<\/strong><br>\nDen Weihnachtsmarkt in Rixdorf abschaffen und kaputte Spielger&auml;te auf den Spielpl&auml;tzen nicht mehr erneuern: Das sind nur zwei m&ouml;gliche Sparma&szlig;nahmen des Bezirks. Die ganze Liste.<br>\nDer Bezirk Berlin-Neuk&ouml;lln hat am Mittwoch harte Sparma&szlig;nahmen beschlossen. &bdquo;Nach der Zuweisung durch den Senat fehlen dem Bezirksamt Neuk&ouml;lln f&uuml;r die Haushaltsjahre 2024\/2025 pro Jahr 22,8 Millionen Euro, um den Status Quo zu halten&ldquo;, teilte der Bezirk mit. Im sogenannten Eckwertebeschluss f&uuml;r den neuen Haushalt m&uuml;ssten deshalb eine Reihe von sozialen Angeboten gestrichen werden.<br>\nDiese Sparma&szlig;nahmen hat der Bezirk Neuk&ouml;lln beschlossen:\n<ul>\n<li>Wachschutz an zw&ouml;lf Neuk&ouml;llner Schulen entf&auml;llt<\/li>\n<li>Tagesreinigung an den Neuk&ouml;llner Schulen entf&auml;llt<\/li>\n<li>Obdachlosenhilfe wird reduziert<\/li>\n<li>Wegfall der aufsuchenden Suchthilfe<\/li>\n<li>Wasserspielpl&auml;tze werden geschlossen<\/li>\n<li>Kaputte Spielger&auml;te auf Spielpl&auml;tzen werden nicht mehr erneuert<\/li>\n<li>M&uuml;llentsorgung in Gr&uuml;nanlagen wird halbiert<\/li>\n<li>Schlie&szlig;ung von drei Jugendfreizeit- bzw. Familieneinrichtungen<\/li>\n<li>Reduzierung der Stadtteilkoordination ab 2025<\/li>\n<li>Jugendreisen f&uuml;r besonders betroffene Jugendliche werden nicht mehr finanziert<\/li>\n<li>Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt f&auml;llt weg<\/li>\n<li>Freie Stellen im Bezirksamt werden tempor&auml;r nicht nachbesetzt<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/bezirk-neukoelln-kuendigt-harte-sparmassnahmen-an-fuer-diese-sachen-gibt-es-kein-geld-mehr-li.364007\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Eine unglaubliche Liste. Man spart ausschlie&szlig;lich bei den &Auml;rmsten und Schw&auml;chsten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Birte spielt nicht mehr mit<\/strong><br>\nChristine Prayon alias Birte Schneider tritt nicht mehr in der &ldquo;heute-show&rdquo; auf. Welke &amp; Co. machten &ldquo;Stimmung gegen Andersdenkende&rdquo;, kritisiert die Kabarettistin. Und bezieht &ldquo;Die Anstalt&rdquo; und B&ouml;hmermann mit ein. Mit Satire, die keinen Diskurs zulasse, k&ouml;nne sie nichts anfangen, sagt Prayon. [&hellip;]<br>\nWarum passt das nicht mehr zusammen?<br>\nIch habe mit der Art, wie die gro&szlig;en gesellschaftlich pr&auml;genden Themen seit Corona behandelt werden, zunehmend Bauchschmerzen bekommen. Ich habe auch mit den Verantwortlichen dort geredet und betont, dass ich mich nicht daran beteiligen will, Andersdenkende der L&auml;cherlichkeit preiszugeben. Satire darf sich nicht daran beteiligen, den Diskurs zu verengen. Und jetzt findet genau dies wieder statt beim Krieg in der Ukraine. Da werden Narrative und Positionen von Gruppen, die gesellschaftlich in der Hierarchie weit oben stehen, unabl&auml;ssig wiederholt und gleichzeitig wird Stimmung gegen Andersdenkende gemacht. Das hat nach meinem Daf&uuml;rhalten nichts mehr mit Satire zu tun.<br>\nAlles vorbei, T&uuml;re zu bei Welke &amp; Co.?<br>\nDie T&uuml;r wurde mir offen gelassen, falls ich das mal wieder anders sehen oder mich wohlf&uuml;hlen sollte. Das finde ich auch sch&ouml;n. Aber ich habe diesen Schlussstrich f&uuml;r mich gezogen. Nein, und offiziell sind auch bei der &ldquo;Anstalt&rdquo; im ZDF keine T&uuml;ren zu. Aber man wird halt immer weniger gefragt, bis man irgendwann nicht mehr gefragt wird, und das hat Gr&uuml;nde. Ich habe mich wohl erfolgreich mit meinem Programm und meinen Ansichten aus vielen Sachen rauskatapultiert. Ich glaube zum Beispiel auch, wenn man das gro&szlig;e Fass Kapitalismuskritik aufmacht und das wirklich ernst meint, ist man drau&szlig;en. Nein, ich bin &uuml;berhaupt keine Freundin mehr von Satiresendungen, egal ob B&ouml;hmermann, &ldquo;Anstalt&rdquo; oder andere.<br>\nWarum? B&ouml;hmermann ist doch mit seinem Rechercheteam gut dabei, Missst&auml;nde aufzudecken.<br>\nAuch er hat die g&auml;ngigen Narrative verst&auml;rkt. An eine Sendung kann ich mich noch gut erinnern. Da ging es um Nichtgeimpfte, und dann lehnte er sich zur&uuml;ck und zeigte zwei Stinkefinger. Ich dachte, wie kann man das machen?<br>\nSatire ist auch Provokation.<br>\nAber das ist Spaltung. Corona hat tats&auml;chlich gespalten wie S 21 damals in Stuttgart. Und die Fernseh-Satire hat dabei keine r&uuml;hmliche Rolle gespielt. Da finde ich mich nirgendwo mehr wieder.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/639\/birte-spielt-nicht-mehr-mit-8943.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Anette Sorg:<\/strong> Lesenswertes Interview. Einzig ihre Einlassungen zu den Klimaklebern sind mir zu undifferenziert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Entwicklung der Gr&uuml;nen: Das eingehegte Denken<\/strong><br>\nEine globale Ethik der Gerechtigkeit hat bei den Gr&uuml;nen keine Heimat mehr. Notwendig ist eine politisch-philosophische Gegenkultur. [&hellip;]<br>\nDas gr&uuml;ne F&uuml;hrungspersonal scheint gar nicht mehr zu begreifen, dass es andere Auffassungen dessen gibt, was politisch ist, etwa bei der Letzten Generation: St&ouml;ren wollen, provozieren, irritieren, den kapitalistischen Lebensalltag unterbrechen.<br>\nDabei lehrt alle Erfahrung, wie der politische Betrieb von au&szlig;en her zu beeinflussen ist; der Aufstieg der Gr&uuml;nen w&auml;re anders gar nicht vorstellbar. Heute sind sie indes eine Kraft der Disziplinierung, der Einhegung geworden, der Bet&auml;ubung und Verbravung des Denkens. W&auml;hrend sich andere verzweifelt ans Pflaster kleben, sind die Gr&uuml;nen mit den herrschenden Verh&auml;ltnissen verleimt. In der Ampelregierung hat sich diese politische Degeneration in ungeahnter Weise beschleunigt.<br>\nGerade zu einer Zeit, wo radikales Andersdenken und -handeln so n&ouml;tig ist, wird Radikalit&auml;t nun bek&auml;mpft, diffamiert, inhaftiert. J&uuml;ngst sprachen territoriale Demonstrationsverbote in mehreren St&auml;dten trotz ganz verschiedener Anl&auml;sse eine gemeinsame Sprache: Ganze Gruppen der Bev&ouml;lkerung werden pauschal der Neigung zu Gewaltt&auml;tigkeit bezichtigt, weswegen ihre Grundrechte au&szlig;er Kraft gesetzt werden k&ouml;nnen.<br>\nDie Pr&auml;ventivhaft, die mittlerweile gegen Klimasch&uuml;tzer angewandt wird, damit sie sich einem geplanten Protest gar nicht erst n&auml;hern k&ouml;nnen, ist die kleine Schwester der pr&auml;ventiven Internierung von Asylbewerber:innen an den EU-Grenzen. Die Politik der Versicherheitlichung setzt Grundrechte au&szlig;er Kraft, die Allgemeinheit nimmt daran keinen Ansto&szlig;, und bestimmte Medien hetzen zuverl&auml;ssig gegen jene, denen die Rechte genommen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Die-Entwicklung-der-Gruenen\/!5940274\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Klassenkampf der Gr&uuml;nen nutzt AfD<\/strong><br>\nOliver David analysiert den Aufstieg der AfD.<br>\nWas nach der Wahl passierte, war das, was oft passiert, wenn die Gr&uuml;nen irgendwo Erfolge verzeichneten. Sie handelten eine Koalition als Juniorpartner aus, in diesem Fall in einem B&uuml;ndnis mit der CDU. Den Sondierungsgespr&auml;chen folgten die mittlerweile traditionellen gr&uuml;nen Bauchschmerzen (Moorburg-Version): Die Gr&uuml;nen gingen kurz auf die Toilette, nanu, was klonkert denn da, ach es ist das R&uuml;ckgrat, das im Porzellan gelandet ist. Moorburg kam, und ich ging &ndash; zumindest als W&auml;hler. Nie wieder eine Partei zu w&auml;hlen, die mit Bauchschmerzen die Herausgabe der NSU-Akten verweigert, das war meine Devise. Eine Partei, die Untersuchungsaussch&uuml;sse forderte und dann jenes Parteimitglied abs&auml;gte, das an der Forderung festhielt, wie j&uuml;ngst in Hamburg geschehen. Auch in der Ampel-Regierung sind die Gr&uuml;nen weiter flei&szlig;ig dabei, sich Feinde zu machen. Laut Pl&auml;nen der Koalition d&uuml;rfen Vermieter*innen bei der Modernisierung von Heizungen bis zu acht Prozent der Kosten auf die Mieter umlegen. Das ist, man muss es so deutlich sagen, nichts anderes als Klassenkampf gegen weite Teile der Bev&ouml;lkerung. Klar, dass die Gr&uuml;nen in Umfragen mal wieder unbeliebt sind. Die AfD derweil hat es in der W&auml;hlergunst &ndash; im Durchschnitt der Umfrageinstitute &ndash; auf knappe 19 Prozent bundesweit gebracht. Seit dem Wochenende stellt die Partei in Th&uuml;ringen sogar einen Landrat. Wie kann das gehen? Und was hat das, neben einer Kernw&auml;hlerschaft der Partei von etwa zehn Prozent, auch mit dem Scheitern der Gr&uuml;nen in der Ampel zu tun? Mit dieser Frage hat sich der Soziologe Klaus D&ouml;rre besch&auml;ftigt. (&hellip;)<br>\n&raquo;Die Gr&uuml;nen gelten vielen Arbeitern als Hauptfeind. Sie und die Klimabewegung werden so wahrgenommen, dass sie Klimaschutz ohne soziale Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit buchstabieren.&laquo; Das hat verschiedene Gr&uuml;nde. Eine Transformation, die Klimakampf ohne soziale Abfederung betreibt, so wie die Parteien der Ampel es derzeit tun, wirkt hier wie ein politischer Brandbeschleuniger. (&hellip;)<br>\nD&ouml;rre zufolge haben viele Arbeiter*innen keine Lust, f&uuml;r die gr&uuml;ne Transformation zu zahlen, die sie nicht verbockt haben. Denn der CO2-Fu&szlig;abdruck der unteren 50 Prozent erreicht bereits jetzt die Pariser Klimaziele, w&auml;hrend das wohlhabendste Prozent der Bev&ouml;lkerung 26 Prozent mehr emittiert als noch vor 30 Jahren, wie Zahlen zeigen. Nun ist es mitnichten so, dass Menschen, die mit der AfD lieb&auml;ugeln, sie nur aus Protest w&auml;hlen. Und dennoch verst&auml;rken die Gr&uuml;nen mit ihrer Politik des Nach-unten-Tretens eine Stimmung im Land, von der die AfD derzeit am meisten profitiert. Und damit auch eine Politik, die das Erreichen der Klimaziele unwahrscheinlich werden l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1174300.umfragehoch-der-rechten-klassenkampf-der-gruenen-nutzt-afd.html\">nd<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zum 34. Jahrestag des Besuchs von Michail Gorbatschow in Bonn: Gorbatschow: ein St&ouml;rfaktor f&uuml;r den &ldquo;Westen&rdquo;?<\/strong><br>\nAm 14. Juni 1989 ist im Boulevard-Blatt &ldquo;Express&rdquo; zu lesen: &bdquo;Deutsche feiern den Kreml-Chef: Gorbi Superstar&ldquo;. Und: &bdquo;Raissa im K&ouml;lner Dom&ldquo;. Diese wenigen W&ouml;rter f&uuml;llen zusammen mit einem Foto, das eine ausgelassene Stimmung transportiert, die obere H&auml;lfte der Titelseite. Und es ist zu erfahren: &bdquo;Riesenandrang vor dem Bonner Rathaus &ndash; Tausende begr&uuml;&szlig;ten Michail und Raissa Gorbatschow. Und immer wieder &lsquo;Gorbi, Gorbi&rsquo;-Rufe. Die Zuschauer sind begeistert, jubeln&hellip; Alle wollen die Staatsg&auml;ste aus Moskau sehen, feiern sie wie Superstars&hellip; Wenige Stunden sp&auml;ter die gleichen Bilder in der K&ouml;lner Innenstadt, wo Raissa &uuml;berraschend den Dom besucht&hellip;&ldquo; Der &ldquo;Express&rdquo; ist ein Blatt mit au&szlig;ergew&ouml;hnlich guten Dr&auml;hten zum gro&szlig;en Bruder jenseits des Atlantiks. Das zeigt sich z.B., als das Blatt wie kaum ein anderes Organ noch am Tag des Geschehens, am 11. September 2001, in der Lage ist, das US-Narrativ &ldquo;Osama bin Laden war&rsquo;s&rdquo; punktgenau zu pr&auml;sentieren.<br>\nNun wurde in einer &ouml;ffentlichen Diskussion behauptet, die Begeisterung f&uuml;r Gorbatschow sei in erster Linie ein deutsches Ph&auml;nomen gewesen. In den USA habe das ganz anders ausgesehen. Dort sei die Begeisterung f&uuml;r Gorbatschow als Gorbomanie verurteilt worden. Gorbatschow sei dort eher als St&ouml;rfaktor f&uuml;r den &ldquo;Westen&rdquo; gesehen worden. Trifft das zu? Das ist einfach zu beantworten. Zweimal wurde Gorbatschow in den USA vom Magazin TIME zum &ldquo;Mann des Jahres&rdquo; gek&uuml;rt &ndash; 1987 und 1989. 1989 wurde er sogar als &ldquo;Mann des Jahrzehnts&rdquo; pr&auml;sentiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=28678\">NRhZ-Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>In der &bdquo;Nationalen Sicherheitsstrategie&ldquo; wird zum Kampf gegen &bdquo;Desinformation&ldquo; geblasen: Handbuch f&uuml;r den Informationskrieg<\/strong><br>\nUnter dem Stichwort &bdquo;Resilienz&ldquo; gibt sich der deutsche Imperialismus kampfbereit. &bdquo;Angriffen auf die Integrit&auml;t demokratischer Willensbildungsprozesse&ldquo; soll durch die &bdquo;Aufdeckung gezielt gestreuter Desinformation durch in- oder ausl&auml;ndische Akteure&ldquo; entgegengewirkt werden. Mit einer neuen Gesamtstrategie will die Bundesregierung deshalb &bdquo;den Bedrohungen durch Extremismus jeglicher Art, insbesondere dem Rechtsextremismus, wirkungsvoll&ldquo; entgegentreten. Nicht zum ersten Mal wird der allseits begr&uuml;&szlig;te &bdquo;Kampf gegen Rechts&ldquo; als Aufh&auml;nger f&uuml;r die Vorbereitung von Demokratieabbau und Einschr&auml;nkungen der Meinungsfreiheit genutzt. So hei&szlig;t es dann etwas sp&auml;ter viel allgemeiner, dass &bdquo;die Verbreitung radikalisierender Inhalte &uuml;ber das Internet&ldquo; verhindert werden m&uuml;sse. Zudem will die Regierung k&uuml;nftig verst&auml;rkt &bdquo;verl&auml;ssliche Informationen &uuml;ber Regierungshandeln&ldquo; zur Verf&uuml;gung stellen. Das d&uuml;rfte auch als Aufruf an &bdquo;unabh&auml;ngige Medien&ldquo; verstanden werden, denen zur Abwehr von &bdquo;Desinformation&ldquo; eine &bdquo;zentrale gesellschaftliche Rolle&ldquo; zugedacht ist. Ganz nebenbei sollen die Geheimdienste zur hybriden Kriegsf&uuml;hrung beziehungsweise zur &bdquo;Abwehr hybrider Bedrohungen&ldquo;, wie es im Regierungssprech hei&szlig;t, bef&auml;higt werden. W&auml;hrend der Informationsraum in Deutschland st&auml;rker kontrolliert und eingeengt werden soll, will die Bundesregierung andernorts f&uuml;r &bdquo;freies Internet&ldquo; sorgen, weil das &bdquo;ein Treiber f&uuml;r demokratische Bewegungen in autokratischen Staaten sein&ldquo; k&ouml;nne. Damit dies auch in den gew&uuml;nschten Bahnen verl&auml;uft, sollen die so ge&ouml;ffneten R&auml;ume f&uuml;r die eigene Propaganda genutzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/handbuch-fuer-den-informationskrieg-4781622\/%20\">Vincent Cziesla in unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&bdquo;Desinformation&ldquo; und Meinungsfreiheit &ndash; Die Vereinten Nationen fordern Zensur<\/strong><br>\nEine Politikrichtlinie der Vereinten Nationen m&ouml;chte vermeintliche Hassrede und Desinformation bek&auml;mpfen. Doch ist dabei allerdings etwas anderes zu bef&uuml;rchten: Zensur. Dabei gibt es kein Recht auf exklusive Wahrheitsanspr&uuml;che und unverletzte Gef&uuml;hle.<br>\nDer Generalsekret&auml;r der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, hat soeben eine Politikrichtlinie (policy brief) vorgestellt, welche &bdquo;misinformation and disinformation&ldquo;, also in Treu und Glauben ebenso wie absichtlich mit Sch&auml;digungswillen verbreitete Fehlinformationen, insbesondere auf digitalen Plattformen, verurteilt &ndash; und ausgerechnet Zensur als Gegenmittel empfiehlt. Das macht die Richtlinie ironischer- oder vielleicht eher zynischerweise zum besten Beispiel f&uuml;r das, was sie kritisiert. Sie verbreitet n&auml;mlich Fehlinformationen.<br>\nDass dies im besten Glauben und mit lauteren Absichten geschieht, wird man bezweifeln d&uuml;rfen. So erkl&auml;rt Guterres, er m&ouml;chte den &bdquo;digitalen Raum inklusiver und sicherer f&uuml;r alle machen, zugleich aber das Recht auf Meinungs- und Redefreiheit energisch verteidigen&ldquo;. Bittere Erfahrungen mit Cancel Culture lehren jedoch, dass diejenigen, die woke Forderungen nach &bdquo;sicheren R&auml;umen&ldquo; und &bdquo;Inklusion&ldquo; unterschreiben, ganz im Gegenteil alles daransetzten, dissidente Stimmen von allen R&auml;umen auszuschlie&szlig;en, in denen sie ihren Dissens effektiv &auml;u&szlig;ern k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/kultur\/vereinte-nationen-zensur-desinformation-meinungsfreiheit\">Cicero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Doch kein AfD-Wahlsieg? Th&uuml;ringens Verwaltung spielt ein gef&auml;hrliches Spiel<\/strong><br>\nAls n&uuml;tzliche Idioten bezeichnet man Menschen, die einer Person oder Sache dienen, ohne sich dessen bewusst zu sein. Die AfD kann sich seit ihrem ersten kommunalpolitischen Wahlsieg am vergangenen Sonntag &uuml;ber eine Rekordzahl solcher Leute freuen. Sie wollen irgendetwas tun, um den H&ouml;henflug der Rechtsaussenpartei zu bek&auml;mpfen, und vermutlich sind sie davon &uuml;berzeugt, das Richtige zu tun. (&hellip;)<br>\nJ&uuml;ngstes Beispiel ist das Th&uuml;ringer Landesverwaltungsamt mit Sitz im sch&ouml;nen Weimar. Es hat soeben angek&uuml;ndigt, die pers&ouml;nliche Eignung und Verfassungstreue des frisch gek&uuml;rten Landrats Robert Sesselmann zu &uuml;berpr&uuml;fen &ndash; und den Wahlsieg des AfD-Politikers im Falle eines negativen Befundes f&uuml;r ung&uuml;ltig zu erkl&auml;ren. (&hellip;)<br>\nDer Wahlakt ist das Herzst&uuml;ck der Demokratie. In ihm dr&uuml;ckt der Souver&auml;n seinen Willen aus. Mit ihm beginnt die Legitimit&auml;t aller Staatsgewalt. Schon der Versuch, den Willen des Souver&auml;ns durch einen Verwaltungsakt infrage zu stellen, ist ein Affront. Der erfolgreiche Versuch w&auml;re ein Desaster. Er w&uuml;rde nicht nur eine z&auml;he juristische Schlacht nach sich ziehen, deren Ausgang v&ouml;llig offen w&auml;re, sondern auch das Vertrauen vieler B&uuml;rger &ndash; und nicht nur der AfD-W&auml;hler &ndash; in den Staat ersch&uuml;ttern. (&hellip;)<br>\nSolange die AfD nicht verboten ist, bleibt den etablierten politischen Kr&auml;ften nur die inhaltliche Auseinandersetzung. Versuche, ihre Rechte durch Obstruktion zu beschneiden oder gar auf die Annullierung des W&auml;hlerwillens zu setzen, werden nach hinten losgehen. 2024 sollen in mehreren ostdeutschen Bundesl&auml;ndern neue Landtage gew&auml;hlt werden, auch in Th&uuml;ringen. Das dortige Landesverwaltungsamt hat den v&ouml;lkischen Rechten nun ein erstes riesengrosses Geschenk gemacht. F&auml;llt die Pr&uuml;fung des Wahlsiegers Sesselmann positiv aus, dann d&uuml;rfte die Partei das als Siegel der eigenen Unbedenklichkeit ins Feld f&uuml;hren. F&auml;llt die Pr&uuml;fung negativ aus, wird sie sich mehr denn je als benachteiligter Aussenseiter darstellen. Win-win.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/der-andere-blick\/afd-landrat-auf-abruf-thueringens-verwaltung-spielt-ein-gefaehrliches-spiel-ld.1744775\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Verh&auml;ltnisse umgekehrt: Baerbock in S&uuml;dafrika<\/strong><br>\nWorum ging es eigentlich bei dem Kurzbesuch von Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock in S&uuml;dafrika? Um den Ukraine-Krieg, lautet die verbreitete Antwort &ndash; um den Versuch, Pretoria zur Reduzierung seiner Kooperation mit Moskau, vielleicht gar zur Beteiligung an den westlichen Sanktionen zu n&ouml;tigen, um Russland endlich zu isolieren. Das stimmt, und doch ist es nicht alles. Als Baerbock in Pretoria Gespr&auml;che f&uuml;hrte, ging es um mehr. Denn abseits des eigentlichen Kriegsschauplatzes in der Ukraine ist l&auml;ngst parallel ein gro&szlig;er Machtkampf um die Frage entbrannt, wer denn heute den Ton angibt in der Welt. Der Westen, seit Kolonialzeiten herrschaftsgewohnt, musste im vergangenen Jahr zu seiner gro&szlig;en &Uuml;berraschung feststellen, dass weder Zuckerbrot noch Peitsche halfen, seine fr&uuml;heren Kolonien &ndash; Indien, die Staaten Afrikas und Lateinamerikas &ndash; beim Vorgehen gegen Russland auf seine Seite zu zwingen. Seitdem k&auml;mpft er erbittert darum, seine ihm entgleitende globale Dominanz zu restaurieren, vor allem nat&uuml;rlich im Streit um den Umgang mit dem Ukraine-Krieg. Auch in S&uuml;dafrika. Dort aber &ndash; wie auch sonst in den ehemaligen Kolonien &ndash; wittern viele Morgenluft. Die Welt &auml;ndert sich tiefgreifend. (&hellip;) Nein, weder Europa noch die USA nehmen den Verlust ihrer Dominanz kampflos hin; und w&auml;hrend Baerbock, irgend etwas von einem Dialog &raquo;auf Augenh&ouml;he&laquo; faselnd, in Pretoria wie gewohnt die Oberlehrerin in Sachen Menschenrechte gab, winken in den USA bereits manche mit wirtschaftlichen Strafma&szlig;nahmen gegen S&uuml;dafrika. Dessen Regierung wird aber wohl kaum klein beigeben. Denn letztlich geht es um nichts Geringeres als die Frage, ob der globale S&uuml;den die koloniale Weltordnung ein weiteres St&uuml;ck durchbrechen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/453715.verh%C3%A4ltnisse-umgekehrt.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der langsame &Uuml;bergang zur Diplomatie<\/strong><br>\nVerhandlungen mit Kiew zur Beendigung des Ukraine-Krieges &ndash; erstmals unter Beteiligung des Westens. Globaler S&uuml;den setzt Suche nach Friedensl&ouml;sung fort.<br>\nAm Samstag fanden in Kopenhagen Gespr&auml;che der G7-Staaten, der Ukraine sowie von f&uuml;nf L&auml;ndern des Globalen S&uuml;dens statt, die an Vermittlungsbem&uuml;hungen zwischen Ru&szlig;land und der Ukraine beteiligt waren oder sind. Ziel des Treffens war es explizit, Friedensverhandlungen in Gang zu bringen; weitere Zusammenk&uuml;nfte sollen folgen. In Kopenhagen ging es unter anderem um Sicherheitsgarantien, darunter nicht nur solche f&uuml;r die Ukraine, sondern auch Garantien f&uuml;r Ru&szlig;land. &Ouml;ffentlich werden diese freilich noch zur&uuml;ckgewiesen. (&hellip;)<br>\nUnterdessen setzen Staaten des Globalen S&uuml;dens ihre Suche nach einer Verhandlungsl&ouml;sung fort. S&uuml;dafrikas Pr&auml;sident Cyril Ramaphosa ist erst k&uuml;rzlich von einer &raquo;afrikanischen Friedensmission&laquo; zur&uuml;ckgekehrt. (&hellip;)<br>\nUmfassende Friedensbem&uuml;hungen entfaltet seit einiger Zeit insbesondere Brasilien, Pr&auml;sident Lula hielt sich Mitte vergangener Woche in Rom auf, um in Gespr&auml;chen unter anderem im Vatikan, der seinerseits um ein Ende des Waffengangs bem&uuml;ht ist, nach Wegen aus dem Krieg zu suchen. Er verband das mit der Forderung, die globale Ordnung an die ver&auml;nderten Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse anzupassen &ndash; das umso mehr, als es offenkundig &raquo;Mode unter den st&auml;ndigen Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrates&laquo; geworden sei, &raquo;in andere L&auml;nder einzufallen&laquo;. Am Samstag pr&auml;zisierte er in Paris, &raquo;als die Vereinigten Staaten in den Irak einmarschierten&laquo;, h&auml;tten sie &raquo;niemanden konsultiert&laquo;; &raquo;als Sarkozy und England in Libyen einmarschierten&laquo;, h&auml;tten sie das ebenfalls nicht getan, &raquo;und als Putin in die Ukraine einmarschierte&laquo;, habe er sich auch nicht um internationale Zustimmung daf&uuml;r bem&uuml;ht. So k&ouml;nne es nicht weitergehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1462030992035\/0\"> Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Vereint gegen Washington<\/strong><br>\nKubas Verteidigungminister zu Besuch in Moskau. Zusammenarbeit im milit&auml;rischen Bereich angek&uuml;ndigt.<br>\nEs war ein Treffen mit Symbolkraft. Und eine Botschaft an den Westen. Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat sich am Dienstag in Moskau mit seinem kubanischen Amtskollegen &Aacute;lvaro L&oacute;pez Miera getroffen. Der Gast von der rund 160 Kilometer vor der US-K&uuml;ste gelegenen Inselrepublik war der erste ausl&auml;ndische Besucher in der russischen Hauptstadt nach dem Aufstand der &raquo;Wagner&laquo;-Gruppe. &raquo;Kuba ist und bleibt der wichtigste Verb&uuml;ndete Russlands in der Region. Die kubanischen Freunde haben ihre Haltung gegen&uuml;ber unserem Land bekr&auml;ftigt und gezeigt, dass sie die Gr&uuml;nde f&uuml;r die Einleitung der Milit&auml;roperation in der Ukraine voll und ganz verstehen&laquo;, sagte Schoigu einem Bericht der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina zufolge. Er habe L&oacute;pez Miera versichert, dass sein Land weiterhin entschlossen sei, Kuba gegen die Folgen der seit mehr als 60 Jahren bestehenden Blockade durch die USA zu unterst&uuml;tzen. Nachdem der kubanische Pr&auml;sident Miguel D&iacute;az-Canel am Sonntag den Marsch der &raquo;Wagner&laquo;-S&ouml;ldner auf Moskau in einer &raquo;Solidarit&auml;tsbotschaft an das Volk und die Regierung Russlands&laquo; verurteilt und die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r seinen Amtskollegen Wladimir Putin unterstrichen hatte, habe Schoigu gegen&uuml;ber dem f&uuml;r die Revolution&auml;ren Streitkr&auml;fte Kubas zust&auml;ndigen Minister betont, &raquo;dass Moskau und Havanna die UN-Charta verteidigen und sich dagegen wehren, dass sie durch eine &rsaquo;auf Regeln basierende Ordnung&lsaquo; ersetzt wird, die den Wunsch des kollektiven Westens widerspiegelt, seine Existenz auf Kosten versklavter L&auml;nder und besiegter Konkurrenten zu sichern&laquo;, unterstrich der Sender RT.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/453705.symbolisches-treffen-vereint-gegen-washington.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Taktische Man&ouml;ver im Kosovo<\/strong><br>\nDer Versuch der EU, mit taktischen Man&ouml;vern im Kosovo Serbien aus seinen traditionellen Bindungen an Russland zu l&ouml;sen, steckt vor dem heute beginnenden EU-Gipfel fest. In dem gewaltt&auml;tig eskalierenden Konflikt zwischen dem serbisch- und dem albanischsprachigen Bev&ouml;lkerungsteil des Nordkosovos hatten sich EU und USA zuletzt &uuml;berraschend auf die serbische Seite geschlagen und dadurch Belgrad f&uuml;r den Westen zu gewinnen versucht. Hintergrund sind neuere Aktivit&auml;ten Serbiens, das immer weniger Rohstoffe und Waffen aus Russland bezieht und damit den Anschein erweckt, sich zumindest ein St&uuml;ck weit aus dem traditionellen russischen Einfluss l&ouml;sen zu wollen. Allerdings gelingt es der EU bislang nicht, den Konflikt im Nordkosovo zu serbischen Gunsten zu entsch&auml;rfen. Gleichzeitig warnt die Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), nicht nur Russland, auch China habe seinen Einfluss auf die Nicht-EU-Mitglieder in S&uuml;dosteuropa erheblich gesteigert und sei insbesondere in Serbien mittlerweile zum gr&ouml;&szlig;ten Einzelinvestor aufgestiegen. Um China abdr&auml;ngen zu k&ouml;nnen, empfiehlt die SWP der EU, &bdquo;dreckige&ldquo; Investitionen aus der Volksrepublik anzuprangern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9281\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der erste WHO-Chef machte kein Hehl aus seinen antidemokratischen Pl&auml;nen f&uuml;r die Organisation<\/strong><br>\nBrock Chisholm, Gr&uuml;nder und erster Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er den Menschen alle Loyalit&auml;t zu und Verankerung in Gruppen, Nationen und Kulturen abgew&ouml;hnen wollte, um eine technokratische Weltregierung zu errichten. Seine Handschrift ist bis heute zu erkennen.<br>\nAls der deutsche Bundestag am 12.5., stark versp&auml;tet, zum ersten Mal &uuml;ber den WHO-Pandemievertrag und die Reform der Internationalen Gesundheitsvorschriften debattierte, die der WHO einen kr&auml;ftigen Machtgewinn bescheren w&uuml;rden, kleideten die Ampelfraktionen dies in Lobeshymnen aus Anlass des 75. Geburtstags der Organisation ein. Redner fast aller Fraktionen, sowohl der Ampelparteien als auch der loyalen Opposition aus Union und Linken, verdammten jegliche Kritik an Souver&auml;nit&auml;tsverzicht zugunsten einer kaum demokratisch kontrollierten und von zweckgebundenen Spenden der Konzerne abh&auml;ngigen WHO als Verschw&ouml;rungstheorie.<br>\nEin Name, der in den Lobeshymnen auf 75 Jahre WHO &uuml;berraschenderweise nicht fiel, war Brock Chisholm. &Uuml;berhaupt wird sein Name kaum je genannt. Der Kanadier war Chef der Interimskommission, die die WHO schuf und er wurde deren erster Generalsekret&auml;r. Zuvor war er oberster Sanit&auml;tsoffizier der kanadischen Armee und kurzzeitig Gesundheitsstaatssekret&auml;r gewesen.<br>\nDie Tatsache, dass man ihn selbst im gro&szlig;en Jubil&auml;umsjahr seiner Organisation so ungern nennt, hat mutma&szlig;lich damit zu tun, dass Chisholm ein bisschen zu offenherzig und mitteilsam war, was seine Ziele anging, und zwar schon bevor er zum Chef der Kommission zur WHO-Gr&uuml;ndung gew&auml;hlt wurde.<br>\nSeine Ansichten und Absichten waren &ndash; um es milde auszudr&uuml;cken &ndash; im gemeinen Volk nur begrenzt konsensf&auml;hig. Lange bevor Chisholm zum WHO-Gr&uuml;nder auserkoren wurde, argumentierte er &ouml;ffentlich, es sei notwendig, Familientradition und enge Familienbande, Loyalit&auml;t zum Heimatland und religi&ouml;se Dogmen aus den K&ouml;pfen der Menschen zu entfernen, um eine rationale Weltregierung errichten zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/macht-kontrolle\/who-gruender-brock-chisholm\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83861\">Im Schatten des Krieges: Chat-Kontrolle und WHO-Machterweiterung<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97572#h10\">Antrag fordert Reform der Weltgesundheitsorganisation<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ein Regime Change bei LibMod darf kein Tabu mehr sein!<\/strong><br>\nGastbeitrag nennt sich ein Schandst&uuml;ck, dass Spiegel Online heute ver&ouml;ffentlicht hat. Es stammt aus der Feder eines Think-Tank-Vorsitzenden und postuliert v&ouml;lkerrechtswidrige Feuchttr&auml;ume auf Grundlage von Propaganda. [&hellip;]<br>\nW&auml;hrend der Verfassungsschutz im Lande jene als Bodensatz identifiziert, die im Landkreis Sonneberg der AfD einen Landratsposten erm&ouml;glichten, gilt es aus ausgemachte Normalit&auml;t, dass F&uuml;cks seine verfassungsfeindlichen Vorstellungen popul&auml;r via Spiegel ausbreitet. Der Verfassungsschutz meldet sich hier nicht zu Wort, h&auml;lt sich vornehm zur&uuml;ck, wirft kein Auge auf LibMod.<br>\nBerlin sei ein &raquo;Sammelpunkt der russischen Opposition&laquo;, schwadroniert F&uuml;cks dann auch noch und macht damit deutlich: Der Wechsel in Russland muss von deutschen Boden ausgehen. Kann man noch direkter anzeigen, wie man es mit dem deutschen Erbe und dem Grundgesetz &ndash; auch ein Produkt dieses Erbes &ndash; h&auml;lt, als mit diesem von F&uuml;cks als Chance deklarierten Aufbruch gen Osten?<br>\nWenn es einen Wechsel an der Spitze Russlands gibt und dann Menschenrechte und das V&ouml;lkerrecht (sic!) einkehren, dann stehen dem Land auch wieder alle T&uuml;ren offen, entscheidet F&uuml;cks zum Abschluss. Als ob klar w&auml;re, dass ein Wechsel der Staatsf&uuml;hrung eines Landes, das nicht weniger als eine Weltmacht ist, auf alle F&auml;lle ein edles Gem&uuml;t nach oben sp&uuml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kommentar\/politik-kommentar\/ein-regime-change-bei-libmod-darf-kein-tabu-mehr-sein\/\">Overton Magazin<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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