{"id":100047,"date":"2023-06-29T13:30:19","date_gmt":"2023-06-29T11:30:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100047"},"modified":"2023-07-03T15:30:54","modified_gmt":"2023-07-03T13:30:54","slug":"immer-drauf-mdr-und-uni-leipzig-arbeiten-sich-an-den-ostdeutschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100047","title":{"rendered":"Immer drauf: MDR und Uni Leipzig arbeiten sich an \u201eden Ostdeutschen\u201c ab"},"content":{"rendered":"<p>Die &ouml;ffentlich-rechtliche Sendeanstalt MDR hat dieser Tage einen Beitrag zum Thema Demokratieforschung, konkret zu einer Studie von Oliver Decker von der Universit&auml;t Leipzig <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/studie-ostdeutschland-demokratiefeindlichkeit-100.html\">ver&ouml;ffentlicht<\/a>. Bilanzierend wird darin festgestellt: &bdquo;Viele Ostdeutsche fremdeln mit Demokratie und w&uuml;nschen sich autorit&auml;ren Staat&ldquo;. Dass die Studie im MDR, der Sender gilt als Haussender der Ostdeutschen, ausgerechnet nach der Landratswahl im th&uuml;ringischen Sonneberg ver&ouml;ffentlicht wird, verst&auml;rkt den Eindruck, dass es vor allem darum geht, die &bdquo;B&uuml;rgerschaft des Ostens&ldquo; zu diskreditieren. Wieder einmal. Zudem fehlt ein Gegenpart, der MDR winkt Deckers Werk einfach durch, als w&auml;re es ein festgeschriebener Fakt. Ein Zwischenruf von <strong>Frank Blenz<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8219\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-100047-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230629_Immer_drauf_MDR_und_Uni_Leipzig_arbeiten_sich_an_den_Ostdeutschen_ab_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230629_Immer_drauf_MDR_und_Uni_Leipzig_arbeiten_sich_an_den_Ostdeutschen_ab_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230629_Immer_drauf_MDR_und_Uni_Leipzig_arbeiten_sich_an_den_Ostdeutschen_ab_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230629_Immer_drauf_MDR_und_Uni_Leipzig_arbeiten_sich_an_den_Ostdeutschen_ab_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=100047-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230629_Immer_drauf_MDR_und_Uni_Leipzig_arbeiten_sich_an_den_Ostdeutschen_ab_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"230629_Immer_drauf_MDR_und_Uni_Leipzig_arbeiten_sich_an_den_Ostdeutschen_ab_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Der Inhalt der Arbeit, die der MDR unwidersprochen zu einem Beitrag macht, trieft nur so vor Vorurteilen und Abwertungen gegen&uuml;ber dem sonderbaren Osten, er zeigt, wie Umfragen geradezu gesteuert werden, um entsprechende Ergebnisse zu generieren. Fragt man so, bekommt man die Antworten, die man braucht. Der MDR hievt die Umfrage prominent auf seine Seite und schreibt in der Einleitung von einem erschreckenden Zeugnis &ndash; ein b&ouml;ser Tritt des Senders ans ostdeutsche Schienbein:<\/p><blockquote><p>\nAntisemitische Ressentiments sind weit verbreitet, ausl&auml;nderfeindliche Aussagen werden von vielen akzeptiert, der Wunsch nach einer autorit&auml;ren Herrschaft ist ausgepr&auml;gt: Eine neue Studie zum Zustand der Demokratie in Ostdeutschland stellt vor allem Mitteldeutschland ein erschreckendes Zeugnis aus.\n<\/p><\/blockquote><p>Nebenbei, als im Osten geborener, aufgewachsener und hier gebliebener B&uuml;rger kann ich derlei Umfrageergebnisse samt ihrer &bdquo;Einordnung&ldquo; nur l&auml;cherlich finden, mehr noch, sie sind herabw&uuml;rdigend, verabsolutierend und falsch. In meiner Lebensumgebung mit vielen Mitmenschen, und zwar aus Ost und West, aus Nord und S&uuml;d, aus Nah und Fern, kenne ich keinen (!), der das Modell einer gelebten, echten Demokratie ohne Machtmissbrauch gew&auml;hlter Personen ablehnt. Unter ihnen findet sich auch niemand, der sich einen autorit&auml;ren Staat w&uuml;nscht. Ganz im Gegenteil. Drei Jahre autorit&auml;re Realit&auml;ten w&auml;hrend der Corona-Zeit liegen vielen noch schwer im Magen und gegenw&auml;rtige autorit&auml;re Praktiken in Politik, Gesellschaft und bei den Medien sto&szlig;en auf. Von der Vergangenheit zu tiefen DDR-Zeiten ganz zu schweigen.<\/p><p>Ich kann ebenso versichern, dass ich nicht in einer speziellen Blase von Mitb&uuml;rgern lebe, die konspirativ um Lagerfeuer sitzen und sich gute alte Zeiten zur&uuml;ckw&uuml;nschen. Und ja, es gibt im Osten wie im Westen auch Menschen, die politisch radikal sind, die sich organisieren, die in Konflikt mit den Gesetzen kommen.<\/p><p>Die Studienmacher k&ouml;nnen das aber nicht mal sch&ouml;n allen Ostdeutschen in den Rucksack packen und gleich die ganzen Menschen im Osten daf&uuml;r in Haftung nehmen. Noch einmal: Dass in Ostdeutschland dann laut Decker und Team eben &bdquo;viele&ldquo; fremdeln (mindestens) und eine stramme F&uuml;hrung ersehnen &ndash; ist schlicht Nonsens.      <\/p><p>Das alles scheint die Umfragenden, die Wissenschaftler um Oliver Decker, die Redakteure beim MDR nicht zu interessieren. Sie befinden in ihrer, vom MDR als repr&auml;sentativ qualifizierten Umfrage anderes und das klingt selbstgef&auml;llig, kalt und arrogant:<\/p><blockquote><p>\nDie repr&auml;sentative Befragung des Else-Frenkel-Brunswik-Instituts der Uni Leipzig (EFBI) unter gut 3.500 Menschen ergab einen Hang zur Verschw&ouml;rungsmentalit&auml;t, den &ldquo;Wunsch nach autorit&auml;rer Unterwerfung&rdquo; und eine sogenannte hohe politische Deprivation. Zwei Drittel halten es demnach f&uuml;r sinnlos, sich politisch zu engagieren, und kaum jemand glaubt, einen Einfluss auf die Regierung zu haben.<br>\nDie Zufriedenheit mit der Demokratie, wie sie im Alltag funktioniert, ist der Befragung zufolge schwach ausgepr&auml;gt. &ldquo;Wir beobachten also ein ausgepr&auml;gtes Fremdeln mit der Demokratie, sie wird von Vielen nicht als etwas Eigenes verstanden&rdquo;, erg&auml;nzt der an der Studie beteiligte stellvertretende Direktor des EFBI, Johannes Kiess. Diese Werte seien seit etwa 20 Jahren konstant.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Der Fachmann aus Westdeutschland haut die Menschen in Ostdeutschland in die Pfanne<\/strong><\/p><p>Aha. Decker und seine Fachleute finden also, dass die Ostdeutschen wieder mal nachsitzen m&uuml;ssten. Nebenbei sei erw&auml;hnt, dass der in Leipzig an der Uni bestens platzierte Wissenschaftler Decker ein Westdeutscher ist, wenn wir schon mal bei Geo-Biografien sind. Auf vielen Spitzenpositionen im Osten sind Westdeutsche zu finden.<\/p><p>Dem somit f&uuml;r Ostdeutschen-Belehrung geeignete Studienleiter sei in der nun einmal aufkommenden Debatte, der Kritik, der Emp&ouml;rung &uuml;ber sein Werk ein Blumenstrau&szlig; von Fragen zu &uuml;berbringen:<\/p><ul>\n<li>Wer sind DIE Ostdeutschen?<\/li>\n<li>Sind B&uuml;rger, die geografisch in den Bundesl&auml;ndern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Th&uuml;ringen, Brandenburg (dazu noch Berlin\/Ost), Mecklenburg-Vorpommern leben, automatisch Ostdeutsche?<\/li>\n<li>Sind Westdeutsche, die in Ostdeutschland leben, nur bis zu dem Zeitpunkt Ostdeutsche, solang sie ihre Vorteile daraus ziehen, in Fragen der Radikalit&auml;t indes werden sie wieder zu guten Westdeutschen?<\/li>\n<li>Wenn Sie zum Schluss kommen, dass Befragte mit der aktuellen Form der &bdquo;Demokratie, wie sie im Alltag funktioniert&ldquo;, nur schwach ausgepr&auml;gt zufrieden sind, kommt Ihnen da nicht die Frage auf, ob das vielleicht an der aktuell praktizierten Demokratie liegen k&ouml;nnte, die sich als eine fragile, als eine von Eliten und Amtsinhabern, von Institutionen und Organisationen ausgenutzte herausstellt, und eben so keine echte ist und auch nicht funktioniert?<\/li>\n<\/ul><p>Und ja, diese Art von &bdquo;Demokratie&ldquo; wird von Menschen, deren Sozialisation eben auch im Osten ausgepr&auml;gt wurde und wird, folgerichtig als etwas &bdquo;nicht Eigenes&ldquo; verstanden. Das liegt auch daran, weil andere, sprich zum Beispiel Westdeutsche, Ostdeutschen sagen, wo und wie es langzugehen hat.   <\/p><p>Kennen Sie das Buch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97610\">&bdquo;Der Osten &ndash; eine westdeutsche Erfindung&ldquo;<\/a> von Dirk Oschmann, Herr Decker? Oschmann, ein Uni-Kollege von Ihnen, rechnet mit der Abstempelung der Ostdeutschen durch die Westdeutschen ab, die in der Form geschieht, dem Osten eine Identit&auml;t zuzuschreiben, die Attribute vereint wie Populismus, mangelndes Demokratieverst&auml;ndnis, Rassismus, Verschw&ouml;rungsmythen und Armut. Oschmann schreibt, dass sich der Westen noch immer als Norm definiert und der Osten als Abweichung. Diese Studie samt ihrer Macher sind ein aktueller Beleg daf&uuml;r, wie ich finde.<\/p><p><strong>Sehnsucht nach einer Diktatur?<\/strong><\/p><p>Die Studie samt der Pr&auml;sentation im von den Ostdeutschen an und f&uuml;r sich gesch&auml;tzten MDR ist eine Zumutung und sie beweist die These Oschmanns, dass man den Osten zur Abweichung abstempelt. Man nehme nur einmal so eine Aussage &uuml;ber eine gewisse Sehnsucht:<\/p><blockquote><p>\nSehnsucht nach der Einparteiendiktatur<\/p>\n<p>Zwei Drittel der Ostdeutschen zeigten eine ausgepr&auml;gte Sehnsucht nach der DDR. Etwa die H&auml;lfte rechne sich zu den Gewinnern der deutschen Einheit, ein Drittel hingegen z&auml;hle sich zu den Verlierern. Insgesamt sei die Identifikation als Ostdeutsche hoch. Der R&uuml;ckblick auf die DDR h&auml;ngt den Studienautoren zufolge nicht zuletzt mit dem Wunsch nach einer Einparteiendiktatur zusammen. Eine hohe Zustimmung gab es den Angaben zufolge zur Forderung nach &ldquo;einer einzigen starken Partei, die die Volksgemeinschaft verk&ouml;rpert&rdquo;. Statt pluralistischer Interessensvielfalt werde eine &ldquo;v&ouml;lkische Gemeinschaft&rdquo; gew&uuml;nscht. Entsprechend h&auml;tten extrem-rechte Parteien mit ihren ideologischen Angeboten im Osten besonders viele Ankn&uuml;pfungspunkte in der Breite der Bev&ouml;lkerung.\n<\/p><\/blockquote><p>Einparteiendiktatur. Das Wort meint wohl die SED? Decker und Co. vergessen, verschweigen, dass 1989 viele Menschen in Ostdeutschland gerade gegen diese Einparteiendiktatur auf die Stra&szlig;e gingen. Die Studienautoren wissen, dass gerade mit der Wiedervereinigung gro&szlig;e, ehrliche Erwartungen, Hoffnungen, Sehns&uuml;chte seitens der B&uuml;rger im Osten (und die auch und gerade an ihre Br&uuml;der und Schwestern im Westen) geweckt wurden. Das schloss und schlie&szlig;t die Forderung nach einer echten, einer lebendigen Demokratie ein, eine politische Machtaus&uuml;bung und Ausgestaltung der Gesellschaft, in der alle sich wiederfinden und vertreten werden.  <\/p><p><strong>V&ouml;lkische Gemeinschaft<\/strong><\/p><p>Statt pluralistischer Vielfalt werde sich im Osten eine v&ouml;lkische Gemeinschaft gew&uuml;nscht, befinden die Studienautoren. Und wieder ist nur der Osten im Spiel. Ja, sicher, die Studie wurde im Osten durchgef&uuml;hrt. Warum eigentlich wurde keine gesamtdeutsche Studie erstellt. Ist Deutschland nicht seit 1990 ein demokratisches, vereintes Vaterland? Mit der Konzentration auf Ostdeutschland und derlei S&auml;tze von &bdquo;v&ouml;lkisch&ldquo; bis &bdquo;Einfalt statt Vielfalt&ldquo; wird ein gef&auml;hrliches, spalterisches, ungerechtes Spiel gespielt. Das ist unfair und geradezu feindselig gegen&uuml;ber einem Teil der Bev&ouml;lkerung der gesamten Bundesrepublik.<\/p><p>Wenn man also solche Erg&uuml;sse &ndash; man verzeihe mir die derbe Bezeichnung &ndash;, solche Erkenntnisse als wissenschaftlich generiert und praktisch als &bdquo;Gesetz&ldquo; verkauft und sich traut, diese auch noch zu ver&ouml;ffentlichen, muss man als Leser doch annehmen, dass man die Gegenseite der Ostdeutschen, also die Westdeutschen, um einiges besser finden muss, reifer, demokratiefreundlicher, mehrparteien-affin, keine v&ouml;lkische Gemeinschaft wollend. Dass die Partei AfD im Westen in Hamburg gegr&uuml;ndet wurde, dass die Denkfabriken konservativer, reaktion&auml;rer bis faschistischer Kreise ihre Hauptquartiere und Finanzierungsquellen im Westen haben, sei nur nebenbei erw&auml;hnt.<\/p><p><strong>Kauft nicht beim Sonneberger<\/strong><\/p><p>Die Studie ist &auml;rgerlich. Die Polemik gegen Ostdeutschland nimmt aber nicht nur in solchen Schriften Fahrt auf. Gerade wurde wieder einmal gew&auml;hlt. In Th&uuml;ringen. Das Ergebnis ist drastisch ausgefallen. Einige Reaktionen von demokratisch gesinnten B&uuml;rgern wie zum Beispiel durch einen Medienprofi (vom MDR) geraten alles andere als demokratisch und weise. Dort wird doch tats&auml;chlich gefordert: Kauf nicht beim Sonneberger. Ein Witz? Keineswegs. Michael Vo&szlig;, Chef vom Dienst und Autor des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), ja derselbe MDR wie hier in Sachen Studie, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=xuaWXnHhCik\">forderte<\/a>  in einem Tweet, den gesamten Kreis Sonneberg in S&uuml;dwestth&uuml;ringen mit seinen 56.000 Einwohnern &bdquo;im Tourismus, in der Wirtschaft und auf allen Ebenen&ldquo; zu boykottieren, um sie f&uuml;r das Wahlverhalten der Mehrheit abzustrafen. Vo&szlig;&rsquo; Motto lautet: &bdquo;Sch&uuml;tzt die Demokratie&ldquo;.<\/p><p><strong>An die Adresse des staatsfernen MDR:<\/strong><\/p><p>Wo ist eigentlich in dem MDR-Beitrag &uuml;ber die Studie der Abschnitt, in dem Kritiker der Studie zu Wort kommen? Gut w&auml;re es doch, wenn der Umfrage von Decker eben auch der sicher vorhandene Gegenwind entgegenwehen w&uuml;rde. Oder sind wir alle einer Meinung?<\/p><p>Ganz subjektiv und doch gef&uuml;hlt unwohl l&auml;sst mich eine andauernde Beobachtung nicht los: Immer wieder, das ist geradezu Alltag, belassen es die Nachrichtenredaktionen im Land mit der Vermeldung einer Information, indem der Inhalt als g&uuml;ltig, als akzeptiert, als somit richtig vermeldet wird. Regierungspolitik wird so als alternativlos verkauft; Aktivit&auml;ten von politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen Pers&ouml;nlichkeiten ebenso, solange sie gerade herrschenden Narrativen entsprechen. Fr&uuml;her machte man sich noch die M&uuml;he, aus einer Bundestagsdebatte zu berichten, indem zun&auml;chst die Regierung zu Wort kam und danach die Entgegnung der Opposition. Das F&uuml;r und Wider kommt zunehmend aus der Mode. Man traut dem Publikum die eigene Meinungsbildung nicht zu, oder?  <\/p><p>Titelbild: MichaelJayBerlin\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die &ouml;ffentlich-rechtliche Sendeanstalt MDR hat dieser Tage einen Beitrag zum Thema Demokratieforschung, konkret zu einer Studie von Oliver Decker von der Universit&auml;t Leipzig <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/studie-ostdeutschland-demokratiefeindlichkeit-100.html\">ver&ouml;ffentlicht<\/a>. Bilanzierend wird darin festgestellt: &bdquo;Viele Ostdeutsche fremdeln mit Demokratie und w&uuml;nschen sich autorit&auml;ren Staat&ldquo;. 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