{"id":10011,"date":"2011-07-06T08:39:36","date_gmt":"2011-07-06T06:39:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10011"},"modified":"2011-07-06T09:03:28","modified_gmt":"2011-07-06T07:03:28","slug":"hinweise-des-tages-1418","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10011","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Stuttgart 21; Karlsruhe bezweifelt Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r Griechen-Klage; Das gro&szlig;e Steuer-Theater; EZB stemmt sich gegen Rating-Giganten; Stellungnahme des Nell-Breuning-Instituts zur Anh&ouml;rung im Finanzausschuss des Deutschen Bundestags am 4. Juli 2011; Charlie Munger &ndash; &bdquo;Gr&ouml;&szlig;enwahn und Irrsinn&ldquo; der Banker f&uuml;hrte in die Krise; Polens Geringverdiener meiden Deutschland; Kaufkraft der Rentner schrumpft &ndash; Altersarmut nimmt zu; Nochmals: Wie kommt die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit zu den gemeldeten Stellen?; Instrumente zur Absicherung von Besch&auml;ftigungszeiten mit Niedriglohn in der Gesetzlichen Rentenversicherung; Hilfsarbeiter aus Rum&auml;nien und Bulgarien &ndash; In Deutschland ganz unten; Heiner Flassbeck &ndash; &bdquo;Spekulationen mit agrarischen Rohstoffen verhindern&ldquo;; Rettet unsere S-Bahn! Stoppt Privatisierung und Auspl&uuml;nderung!; Srebrenica-Genozid vor Gericht &ndash; Niederlande haftbar f&uuml;r Morde; Schr&auml;ger Vogel: &ldquo;Maschi&rdquo; launcht Papagei.TV; Netzwerk Recherche: Nachtrag zu unseren gestrigen Hinweis #19; Feigenblatt der Internet-Ausdrucker; Bis sich die Balken strecken; Scharfe Kritik an &ldquo;Scripted Reality&rdquo; von RTL &ndash; Politik will eingreifen (WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Karlsruhe bezweifelt Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r Griechen-Klage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Das gro&szlig;e Steuer-Theater<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">EZB stemmt sich gegen Rating-Giganten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Stellungnahme des Nell-Breuning-Instituts zur Anh&ouml;rung im Finanzausschuss des Deutschen Bundestags am 4. Juli 2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Charlie Munger &ndash; &bdquo;Gr&ouml;&szlig;enwahn und Irrsinn&ldquo; der Banker f&uuml;hrte in die Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Polens Geringverdiener meiden Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Kaufkraft der Rentner schrumpft &ndash; Altersarmut nimmt zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Nochmals: Wie kommt die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit zu den gemeldeten Stellen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Instrumente zur Absicherung von Besch&auml;ftigungszeiten mit Niedriglohn in der Gesetzlichen Rentenversicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Hilfsarbeiter aus Rum&auml;nien und Bulgarien &ndash; In Deutschland ganz unten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Heiner Flassbeck &ndash; &bdquo;Spekulationen mit agrarischen Rohstoffen verhindern&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Rettet unsere S-Bahn! Stoppt Privatisierung und Auspl&uuml;nderung!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Srebrenica-Genozid vor Gericht &ndash; Niederlande haftbar f&uuml;r Morde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Schr&auml;ger Vogel: &ldquo;Maschi&rdquo; launcht Papagei.TV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Netzwerk Recherche: Nachtrag zu unseren gestrigen Hinweis #19<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Feigenblatt der Internet-Ausdrucker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Bis sich die Balken strecken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Scharfe Kritik an &ldquo;Scripted Reality&rdquo; von RTL &ndash; Politik will eingreifen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=10011&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bahn hat Kosten f&uuml;r ICE-Trasse gesch&ouml;nt<\/strong><br>\nDie Deutsche Bahn (DB) hat offenbar mit Wissen der fr&uuml;heren CDU-gef&uuml;hrten Landesregierung dem Deutschen Bundestag milliardenschwere Mehrkosten f&uuml;r den Bau der ICE-Strecke Wendlingen-Ulm verschwiegen. Das geht aus DB-internen Papieren und Gespr&auml;chsprotokollen vor, die der StZ vorliegen.<br>\nZiel des Konzerns war es demnach, sicherzustellen, dass die geplante Neubautrasse im Bundesverkehrswegeplan in die Kategorie vordringlicher Bedarf eingestuft wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.neubaustrecke-bahn-hat-kosten-fuer-ice-trasse-geschoent.4b7c62c5-900c-467f-a7f6-468b60f0970e.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Heiner Gei&szlig;ler zu Stuttgart 21 &ndash; &ldquo;Der Bahnhof wird sowieso gebaut&rdquo;<\/strong><br>\nEs ist eine ern&uuml;chternde Aussage f&uuml;r die Gegner von Stuttgart 21: Heiner Gei&szlig;ler, der zwischen ihnen und den Bef&uuml;rwortern des Bahnhof-Neubaus vermitteln soll, glaubt nicht mehr, dass das Projekt noch gestoppt werden kann.<br>\n&ldquo;Der Bahnhof wird sowieso gebaut, das sage ich nur ganz nebenbei.&rdquo; Diesen Satz lie&szlig; Gei&szlig;ler am Montagabend auf einer Podiumsdiskussion in T&uuml;bingen fallen. Zuvor hatte er in Stuttgart zu Journalisten gesprochen und den Termin f&uuml;r die Vorstellung des Stresstests in Frage gestellt &ndash; was wiederum ein Etappensieg f&uuml;r die Neubau-Gegner w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/heiner-geissler-zu-stuttgart-der-bahnhof-wird-sowieso-gebaut-1.1116161\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass der Bahnhof sowieso gebaut w&uuml;rde, das wusste (und wollte) Gei&szlig;ler auch schon bevor er sich zum &bdquo;Schlichter&ldquo; ernennen lie&szlig;. Siehe <a href=\"\/?p=7592\">Stuttgart 21 PLUS &ndash; ein raffinierter Schachzug, die Gegner schachmatt zu setzen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Peter Grottian &ndash; Anhaltender Ungehorsam<\/strong><br>\nVolksabstimmung hin, Stresstest her: Bleiben die Massen auf der Stra&szlig;e, wird das Projekt Stuttgart21 politisch von Rot-Gr&uuml;n nicht durchzusetzen sein.<br>\nIm Dezember scheitert Stuttgart21 endg&uuml;ltig am regionalen Widerstand. Am 22. Dezember 2011 treten Winfried Kretschmann (Gr&uuml;ne) und Nils Schmid (SPD) vor die &Ouml;ffentlichkeit und verk&uuml;nden das Ende des Projekts. Der Ministerpr&auml;sident betont: &bdquo;Stuttgart21 ist politisch machbar, aber nicht durchsetzbar.&ldquo; Ein umstrittenes Gro&szlig;projekt lasse sich nicht gegen den Willen von einer Million B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern der Region Stuttgart durchsetzen. Diese hatten von September bis November mit Massendemonstrationen und vielf&auml;ltigen Aktionen des zivilen Ungehorsams eine Situation herbeigef&uuml;hrt, die auf eine neue Zerrei&szlig;probe hinauslief. Die wieder aufgenommenen Bauarbeiten wurden blockiert und behindert. Die Volksabstimmung im Oktober hatte in der Gro&szlig;region Stuttgart eine eindeutige Mehrheit gegen die Tieferlegung des Bahnhofs ergeben. Stuttgart21 war nicht am Stresstest, nicht an den nach wie vor umstrittenen Kosten, nicht an der Volksabstimmung gescheitert, sondern am erbitterten Widerstand der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/anhaltender-ungehorsam\/-\/1472602\/8635652\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man wird ja noch tr&auml;umen d&uuml;rfen. H&auml;tten die Gr&uuml;nen und die SPD Respekt vor den W&auml;hlern und dem Volk, w&uuml;rde Grottian wohl Recht behalten. Doch leider liegen zwischen diesem Ideal und der Realit&auml;t Welten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Karlsruhe bezweifelt Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r Griechen-Klage<\/strong><br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat Zweifel ge&auml;u&szlig;ert, ob die Verfassungsbeschwerden gegen die Griechenland-Hilfen und den Euro-Rettungsschirm zul&auml;ssig sind oder ein anderes europ&auml;isches Gericht angerufen werden muss. Bei der m&uuml;ndlichen Verhandlung ging der zweite Senat am Dienstag mehrere Stunden ausschlie&szlig;lich der Frage nach, ob ein B&uuml;rger gegen die zahlreichen Beschl&uuml;sse des Bundestages, der EU und der Euro-Gruppe klagen kann. Dies sei zwar &ldquo;juristischer Kleinkram&rdquo;, sagte Berichterstatter Udo di Fabio. &ldquo;Aber besonders bei diesem Verfahren muss man schon genau aufpassen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:hilfe-fuer-athen-karlsruhe-bezweifelt-zustaendigkeit-fuer-griechen-klage\/60074407.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a>\n<p><strong>dazu: Selbst ernannter Volksvertreter<\/strong><br>\nKarl Albrecht Schachtschneider ist &bdquo;voll und ganz&ldquo; Eurogegner. Einmal mehr zieht der Staatsrechtler gegen die EU vor Gericht [&hellip;]<br>\nSchachtschneider vertrat 1992 den fr&uuml;heren FDP-Landeschef Manfred Brunner in Karlsruhe bei dessen Klage gegen den Maastricht-Vertrag. Sp&auml;ter war er Anwalt des CSU-Politikers Peter Gauweiler, der vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die EU-Verfassung und den Lissabon-Vertrag zu Felde zog. 2008 klagte Schachtschneider im Auftrag anderer erfolglos gegen den Beitritt &Ouml;sterreichs zur Europ&auml;ischen Union. &bdquo;Ich bin Gegner des Euro, voll und ganz&ldquo;, hat der im heutigen Sitno in Polen Geborene vor ein paar Tagen erkl&auml;rt. 2002 prophezeite er dem Gemeinschaftsgeld noch etwa f&uuml;nf Jahren &ndash; dann w&uuml;rden seiner Meinung nach die Einzelw&auml;hrungen zur&uuml;ckkehren. Wenn auch die Vorhersage nicht eingetreten ist, sieht Schachtschneider die Euro-Krise als Best&auml;tigung. Die Europ&auml;ische Union sei politikunf&auml;hig, lautet einer seiner Merks&auml;tze. Die EU h&auml;lt er f&uuml;r einen &bdquo;zwangsvereinigten&ldquo; Bundesstaat. &bdquo;Aber trotzdem bin ich ein Freund der europ&auml;ischen Idee.&ldquo; Was der verheiratete Vater einer Tochter darunter versteht? Eine &bdquo;F&ouml;deration freier europ&auml;ischer Staaten&ldquo;.<br>\nSchachtschneider sagt, er &bdquo;spiele den Volksvertreter ohne Auftrag&ldquo;. &bdquo;Dass das Volk hinter mir steht&ldquo;, verwies er Anfang der Woche in der Frankfurter Allgemeinen, sehe er &bdquo;t&auml;glich in meinem elektronischen Briefkasten&ldquo;. Was aus der Kritik des einstigen Rechtsanwalts aber noch keine im Namen der Mehrheit macht. Schachtschneiders Absage an den herrschenden europapolitischen Diskurs stellt das nationale Motiv vor das verallgemeinerte Interesse derer, die auf eine Union im Dienst sozialer Rechte angewiesen w&auml;ren. [&hellip;] Dass Europa-Kritik, f&uuml;r die es angesichts der EU-Realit&auml;ten auch linke Gr&uuml;nde gibt, meist von Leuten wie Schachtschneider in Szene gesetzt wird, wirkt sich auf das Koordinatensystem der Debatte aus: Wer gegen das real existierende Europa ist, wird schnell in die rechte Ecke gestellt. Schachtschneider hat sich diese selbst ausgesucht: Von der SPD &uuml;ber die CDU f&uuml;hrte der Weg ihn in den Bund freier B&uuml;rger &ndash; 1994 von Ex-Mandant Manfred Brunner gegr&uuml;ndet. Schachtschneider trat zwar bald schon wieder aus dem als rechtspopulistisch geltenden Verein aus. Doch eine Umkehr war das offenbar nicht: Auch sp&auml;ter noch trat der Staatsrechtler, so Anton Maegerle vom Infodienst Blick nach Rechts, bei Organisationen wie der B&uuml;rgerbewegung pro K&ouml;ln, der FP&Ouml; oder dem neurechten Studienzentrum Weikersheim auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1126-selbst-ernannter-volksvertreter\">Der Freitag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das gro&szlig;e Steuer-Theater<\/strong><br>\nFDP-Chef Philipp R&ouml;sler will endlich liefern: Schwarz-Gelb hat sich auf niedrigere Steuern ab 2013 geeinigt. Alles, was Sie &uuml;ber diesen Dauerbrenner wissen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/das-grosse-steuer-theater\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>EZB stemmt sich gegen Rating-Giganten<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank k&auml;mpft f&uuml;r die Rettung Griechenlands: Laut einem Pressebericht will sie dem Staat weiter Anleihen abkaufen &ndash; auch wenn eine oder zwei Rating-Agenturen das Land f&uuml;r zahlungsunf&auml;hig erkl&auml;ren. Die EZB will so Spielraum f&uuml;r eine L&ouml;sung der Schuldenkrise schaffen.<br>\nIn der griechischen Schuldenkrise gibt es neue Hoffnung auf eine L&ouml;sung: Laut einem Bericht der britischen &ldquo;Financial Times&rdquo; erw&auml;gt die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) selbst dann noch Griechenland-Anleihen zu kaufen, wenn eine oder zwei Rating-Agenturen das Land f&uuml;r zahlungsunf&auml;hig erkl&auml;ren. Nur wenn alle drei gro&szlig;en Agenturen den Daumen &uuml;ber Griechenland senkten, w&uuml;rde sie den Kauf Athener Schuldenpapiere einstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,772374,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Stellungnahme des Nell-Breuning-Instituts zur Anh&ouml;rung im Finanzausschuss des Deutschen Bundestags am 4. Juli 2011<\/strong><br>\nLetztlich stehen die Entscheidungstr&auml;ger der deutschen Finanzmarktpolitik vor der Herausforderung, sich zu positionieren: Nur eine konsequenten Neuordnung, welche die Gesch&auml;ftsm&ouml;glichkeiten der Finanzbranche beschneidet und ihrem Trend, sich immer weiter aufzubl&auml;hen, entgegentritt, w&uuml;rde die Finanzwirtschaft wieder in den Dienst an der Realwirtschaft stellen. Nur eine solche Neuordnung, vor allem die Trennung des Kredit- und<br>\nEinlagengesch&auml;fts von Booms und Crashs auf den Verm&ouml;gensm&auml;rkten, w&uuml;rde k&uuml;nftige Finanzkrisen, in denen die Steuerzahler letztlich horrende Verluste &uuml;bernehmen m&uuml;ssen, sehr viel weniger wahrscheinlich machen. Nur mit derart durchgreifenden Ma&szlig;nahmen k&ouml;nnten die Regierungen die Handlungsf&auml;higkeit des Staates sichern, in dem sie die &ouml;ffentlichen Haushalte davor sch&uuml;tzen, k&uuml;nftig durch Absicherungsforderungen der gro&szlig;en Finanzinstitute ausgesaugt zu werden. Vor einer Entscheidung steht die Finanzmarktpolitik, weil sie eine solche umfassende Neuordnung gegen die Einkommensinteressen der Aktion&auml;re, Manager und Besch&auml;ftigten (!) der Finanzbranche durchsetzen muss. Eine solche Neuordnung setzt voraus, dass die Bundesregierung die Ziele einer stabilen, der Realwirtschaft dienenden Finanzwirtschaft und einer Sicherung der staatlichen Handlungsf&auml;higkeit wesentlich st&auml;rker gewichtet als das Ziel, den &bdquo;Finanzplatz Deutschland&ldquo; zu st&auml;rken (vgl. S. 5) und die Arbeitspl&auml;tze in der deutschen Finanzbranche zu erhalten oder zu mehren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/bundestag\/ausschuesse17\/a07\/anhoerungen\/2011\/056\/Stellungnahmen\/13-Prof__Emunds.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 175 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Charlie Munger &ndash; &bdquo;Gr&ouml;&szlig;enwahn und Irrsinn&ldquo; der Banker f&uuml;hrte in die Krise<\/strong><br>\n&Uuml;ber die Ursachen und Folgen der j&uuml;ngsten Wirtschafts- und Finanzkrise ist schon viel geschrieben und geredet worden. W&auml;hrend niemand Schuld an ihr haben will und andere sie l&auml;ngst f&uuml;r beendet erkl&auml;rten, scheint sie von Markt zu Markt zu schwappen. In den vergangenen Wochen und Monaten zeigte sie sich in Form der Schuldenkrise in Europa.<br>\nNach grottenfalschen Analysen und massiven Investitionen in Wertpapiere der Peripheriestaaten versuchen Anleger und Finanzinstitute die Folgen in Form wahrscheinlicher Verluste mit aller Macht und List auf die Steuerzahler abzuw&auml;lzen. Nachdem ihnen das schon in der amerikanischen Immobilienkrise so sch&ouml;n gelungen war, ist ihr Erfolg nun auch in dieser Beziehung wahrscheinlich.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/S31163\/charles-munger-groessenwahn-und-irrsinn-der-banker-fuehrte-in-die-krise-30455975.html\">FAZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/docs.google.com\/viewer?a=v&amp;pid=explorer&amp;chrome=true&amp;srcid=0B2JSPEND4vRONTM5NDZjOTQtY2JjZi00NTAwLTgwMzctMmI1YWNmNjM0ZWI5&amp;hl=en_US&amp;pli=1\">Das Manuskript von C. Munger (engl.)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Polens Geringverdiener meiden Deutschland<\/strong><br>\nDie &Ouml;ffnung der deutschen Grenzen f&uuml;r osteurop&auml;ische Leiharbeiter hat laut der Zeitarbeitsfirma Manpower keine Wirkung gezeigt. &ldquo;Deutschland ist nicht attraktiv f&uuml;r Geringverdiener aus Polen. Sieben Euro pro Stunde verdienen sie auch zu Hause&rdquo;, sagt Vera Calasan, Chefin von Manpower Deutschland, den Zeitungen der Essener WAZ-Mediengruppe.<br>\nWie in 81 weiteren L&auml;ndern ist Manpower auch in Polen t&auml;tig. &ldquo;Leiharbeiter aus dem Niedriglohnbereich vermitteln wir gar nicht nach Deutschland, daf&uuml;r gibt es keine Nachfrage&rdquo;, sagte Calasan. Wenn, dann spreche man in Polen Ingenieure an, ob sie nach Deutschland kommen wollen. Denn die w&uuml;rden hierzulande h&auml;nderingend gesucht und k&ouml;nnten entsprechend gut verdienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:zeitarbeit-polens-geringverdiener-meiden-deutschland\/60074080.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.J.:<\/strong> Mittlerweile finden sogar schon die polnischen Geringverdiener, dass in Deutschland zu schlecht bezahlt wird.<\/em><br>\n<em>Wenn man dann auch noch ber&uuml;cksichtigt, dass die Lebenshaltungskosten in Polen nicht so hoch wie in Deutschland sind, ist leicht nachzuvollziehen, warum in Deutschland so viele Menschen &ldquo;Aufstocken&rdquo; m&uuml;ssen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kaufkraft der Rentner schrumpft &ndash; Altersarmut nimmt zu<\/strong><br>\nSteigende Preise, geringe Rentenanpassungen, wachsender Niedriglohnsektor: Die Altersarmut wird langfristig steigen &ndash; immer mehr &auml;ltere Menschen werden auf Sozialleistungen angewiesen sein. Das geht aus zwei Papieren des Arbeitsministeriums hervor, die der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; vorliegen. Politiker streiten dar&uuml;ber, wie das Problem in den Griff zu bekommen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/ruhestaendler-im-abseits-kaufkraft-der-rentner-schrumpft-altersarmut-nimmt-zu-1.1116121#contentcolumn\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nochmals: <a href=\"\/?p=10008\">Wie kommt die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit zu den gemeldeten Stellen?<\/a><\/strong><br>\n<em><strong>Dazu merkt unser Leser W.C. an:<\/strong> den Erfahrungsbericht der Leserin kann ich nur in vollem Umfange best&auml;tigen. Sowohl die privaten  &bdquo;Vermittlungs&ldquo;- als auch &bdquo;Coaching&ldquo; &ndash; Einrichtungen greifen grunds&auml;tzlich auf die gleichen &bdquo;Best&auml;nde&ldquo; an (angeblich!) offenen Stellen zur&uuml;ck. Bei diesen &bdquo;offenen Stellen&ldquo; handelt es sich zudem &uuml;berwiegend um Scheinangebote!<\/em>\n<ul>\n<li><em>Original-Stellenangebote von Unternehmen (z.T. ohne Realit&auml;tsbezug)<\/em><\/li>\n<li><em>Mehrfache anonymisierte Kopien hiervon durch private Personalvermittler<\/em><\/li>\n<li><em>Mehrfache Kopien hiervon in allen Jobb&ouml;rsen, regional und &uuml;berregional<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Allein durch diese Art der &bdquo;multiplikativen Ver&ouml;ffentlichung&ldquo; ein und derselben Stelle werden derartige Stellenangebote i. d. R. dem Anschein nach verzehnfacht. Hinzu kommt, dass die meisten dieser Stelleangebote keinerlei reale Grundlage haben, sondern von den einzelnen Unternehmen praktisch als kostenlose Mediawerbung genutzt werden, und dabei gleichzeitig ein scheinbares &Uuml;berangebot an Arbeitspl&auml;tzen im Sinne der INSM aufrecht erhalten. Der angebliche &bdquo;Fachklr&auml;ftemangel&ldquo; beruht als Eindruck &uuml;brigens auf derselben T&auml;uschung!<\/em><br>\n<em>Das gesamte &bdquo;Vermittlungssystem&ldquo;  verdient diesen Namen nicht &ndash; es handelt sich vielmehr um ein System, mit dem &uuml;berwiegend Langzeitarbeitslose schikaniert und zwecks Legitimierung von Sanktionen unter Druck gesetzt werden sollen. Dabei ist es den Sch&ouml;pfern des Systems v&ouml;llig egal, dass es hinsichtlich seiner Kernaufgaben praktisch ausschlie&szlig;lich auf Betrug basiert &ndash; hier verdienen private &bdquo;Vermittlungsunternehmen&ldquo; viel Geld, die tats&auml;chlich &uuml;ber keinerlei reale Stellenangebote verf&uuml;gen.<\/em><br>\n<em>Aber auch die BA-Zweigstellen und die ARGEn profitieren hiervon: jeder &bdquo;in Ma&szlig;nahme&ldquo; (dazu z&auml;hlen auch Vermittlungsaktivit&auml;ten) befindliche Hartz-IV Empf&auml;nger z&auml;hlt nicht mehr als arbeitslos (&bdquo;arbeitssuchend&ldquo;), sondern sch&ouml;nt daher die entspr. Statistik durch Abwesenheit.<\/em><br>\n<em>Tats&auml;chlich besteht die Praxis der Arbeitsvermittlung in Deutschland gro&szlig;teils darin, nicht existente Jobs an Arbeitslose zu &bdquo;vermitteln&ldquo;, um diesen dann bei (nat&uuml;rlich!) eintretendem Misserfolg eines derartigen Unterfangens die Schuld in die Schuhe schieben zu k&ouml;nnen.  Dies ist  nichts anderes als &bdquo;Organisierte Kriminalit&auml;t&ldquo; zu Lasten der Steuerzahler und der von den betr&uuml;gerischen Ma&szlig;nahmen Betroffenen selbst.<\/em><br>\n<em>Die tats&auml;chliche Zahl von rund 3,9 Mio. Langzeitarbeitslosen (Hartz-IV Empf&auml;ngern) wird hingegen j&auml;hrlich nur mit immer wieder neuen statistischen Tricks &bdquo;niedrig gerechnet. Gleiches gilt &uuml;brigens auch im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung R.J.:<\/strong> Einmal teilt die &bdquo;Bundesagentur f&uuml;r Arbeit&ldquo; (BA) monatlich die Zahl der gemeldeten Stellen, wie von Ihrer Leserin beschrieben, mit. Das waren im ersten Quartal 2011 genau 411.300 Stellen.<\/em><br>\n<em>Zweitens ermittelt das &bdquo;Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung&ldquo;<\/em><br>\n<em>(IAB) viermal j&auml;hrlich das gesamte Stellenangebot per Befragung. Dazu wurden im ersten Quartal 2011 ganze 8000 Arbeitgeber aller Wirtschaftsbereiche konsultiert. Das Ergebnis: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/grauepap\/2011\/os1101.pdf\">1.054.800 offene Stellen [PDF &ndash; 36.1 KB]<\/a>.<\/em><br>\n<em>Der Beitrag Ihrer Leserin ist deshalb zwar diesbez&uuml;glich interessant, dass die &bdquo;gemeldeten&ldquo; Stellen anscheinend nicht immer echte freie Stellen sind. Das tats&auml;chliche Stellenangebot liegt aber offenbar weit &uuml;ber den &bdquo;gemeldeten&ldquo; Stellen &ndash; mit allen Problemen, die wir mit diesen Zahlen und Methoden haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Instrumente zur Absicherung von Besch&auml;ftigungszeiten mit Niedriglohn in der Gesetzlichen Rentenversicherung<\/strong><br>\nJeder f&uuml;nfte Besch&auml;ftigte in Deutschland arbeitet mittlerweile f&uuml;r einen Niedriglohn. Niedrigl&ouml;hne sind sp&auml;testens seit der &raquo;Hartz&laquo;- und &raquo;Agenda-2010&laquo;-Gesetzgebung der seinerzeit rot-gr&uuml;nen Regierungskoalition im Bund zu einem festen Bestandteil des deutschen Arbeitsmarktes geworden. L&ouml;hne, die nicht zum Leben reichen und durch Leistungen der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende (SGB II) aufgestockt werden m&uuml;ssen, k&ouml;nnen selbst bei langj&auml;hriger Vollzeitbesch&auml;ftigung die F&uuml;rsorgeabh&auml;ngigkeit im Alter und insbesondere bei Erwerbsminderung vorprogrammieren&hellip;<br>\nDie Rente ist Lohnersatz f&uuml;r das im Erwerbslebensdurchschnitt versicherte Arbeitseinkommen.<br>\nAls Versicherungsleistung unterliegt die Rente daher grunds&auml;tzlich keiner Einkommenspr&uuml;fung; ihre H&ouml;he ist weder bedarfsorientiert noch bed&uuml;rftigkeitsabh&auml;ngig.<br>\nDamit sind bspw. Konzepte einer (einkommensabh&auml;ngigen) Mindestrente als Instrument zur Bek&auml;mpfung von Altersarmut nicht kompatibel mit dem Pflichtversicherungsprinzip.<br>\nNicht entgegen steht diesem Prinzip demgegen&uuml;ber der Ausbau l&uuml;ckenschlie&szlig;ender Instrumente im Rahmen des die Sozialversicherung pr&auml;genden Solidarausgleichs. So tr&uuml;ge die St&auml;rkung der Lohnersatzfunktion der Rente auf lebensstandardsicherndem Niveau &ndash; was den Stopp der Niveausenkungspolitik und die R&uuml;ckkehr zu einer ausschlie&szlig;lich am Sicherungsziel orientierten Rentenpolitik zur Voraussetzung hat &ndash; im Zusammenspiel mit dem Ausbau des Solidarausgleichs ganz wesentlich zur strukturellen Armutsfestigkeit des Pflichtversicherungssystem bei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ak-sozialpolitik.de\/dukumente\/2011\/2011-07-01%20Niedriglohn%20und%20Rente.pdf\">Arbeitnehmerkammer Bremen [PDF &ndash; 458 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hilfsarbeiter aus Rum&auml;nien und Bulgarien &ndash; In Deutschland ganz unten<\/strong><br>\nEs gibt in Deutschland eine neue Unterschicht. Zwar hat sie bislang kaum jemand wahrgenommen, was aber vor allem daran liegen d&uuml;rfte, dass diese Menschen es nicht wagen, sich bemerkbar zu machen &ndash; oder dies schlicht nicht k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/hilfsarbeiter100.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck &ndash; &bdquo;Spekulationen mit agrarischen Rohstoffen verhindern&ldquo;<\/strong><br>\nDie Mitte des vergangenen Jahrzehnts markierte den Beginn eines steil ansteigenden Trends bei Rohstoffpreisen, der mit einer zunehmenden Volatilit&auml;t einherging. Die Preise einer gro&szlig;en Bandbreite von Rohstoffen erreichten nominell historische H&ouml;chstst&auml;nde, bevor sie im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise stark einbrachen. Seit Mitte 2009 und insbesondere seit dem Sommer 2010 steigen sie wieder. Diese Entwicklungen fallen zeitlich mit wesentlichen Verschiebungen bei den Angebots- und Nachfragedeterminanten auf den Rohstoffm&auml;rkten zusammen. Diese zeigen sich insbesondere in den aufstrebenden Schwellenl&auml;ndern, die derzeit ein starkes Wachstum, eine zunehmende Urbanisierung und eine Zunahme der Mittelschicht erleben. Dabei &auml;ndern sich die Konsumgewohnheiten, was unter anderem eine wachsende Nachfrage nach Fleisch und Milchprodukten einschlie&szlig;t. Dar&uuml;ber hinaus wird eine Reihe von Agrarlebensmitteln f&uuml;r die Produktion von Biotreibstoffen verwendet, um den Anteil der fossilen Brennstoffe beim Energieverbrauch zu verringern. Dies wird in mehreren L&auml;ndern, einschlie&szlig;lich der EU-Mitgliedsl&auml;nder und der USA gef&ouml;rdert. Die damit verbundene Umwidmung von landwirtschaftlichen Fl&auml;chen von der Nahrungsmittelproduktion zur Produktion von Biotreibstoffen hat sich auch auf die Preise f&uuml;r Agrarlebensmittel ausgewirkt. Gleichzeitig haben sinkende Wachstumsraten bei Produktion und Produktivit&auml;t das Angebot an Agrarrohstoffen beeintr&auml;chtigt, was zum Teil auf die negativen Auswirkungen des Klimawandels zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/bundestag\/ausschuesse17\/a10\/anhoerungen\/__A_27_6_2011_Spekulationen_mit_agrarischen_Rohstoffen_verhindern\/Stellungnahmen\/A-Drs__512_B-1_Stellungnahme_Prof__Flassbeck.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 448 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Rettet unsere S-Bahn! Stoppt Privatisierung und Auspl&uuml;nderung!<\/strong><br>\nDie Berliner S-Bahn verkehrte rund 85 Jahre lang zuverl&auml;ssig  &ndash; wenn man von den Monaten bei Kriegsende und in einer kurzen Nachkriegszeit absieht.<br>\nDoch seit Sommer 2009 herrscht hier Chaos: Es gab schwere Unf&auml;lle. Es gibt st&auml;ndig Ausf&auml;lle. Ganze Linien k&ouml;nnen zeitweilig nicht bedient werden. Meist f&auml;hrt die S-Bahn mit stark reduzierten Kapazit&auml;ten. Es herrscht der Notfahrplan. Auch mal der Notfahrplan vom Notfahrplan. Darunter leiden Hunderttausende Fahrg&auml;ste. Darunter leiden nicht zuletzt die S-Bahn-Besch&auml;ftigten. Sie werden mit der berechtigten Emp&ouml;rung der Fahrg&auml;ste konfrontiert. Doch sie sind  f&uuml;r die Misere nicht verantwortlich. Verantwortlich daf&uuml;r ist das Spitzenmanagement der Deutschen Bahn AG. Schuld ist die von der Politik gewollte Orientierung auf B&ouml;rsengang, hohe Gewinne und eine aggressive Einkaufspolitik im Ausland.<br>\nOben hui, unten pfui: Die Gewinne in den Bahn-Bilanzen entstehen auch durch den Abbau der S-Bahn-Belegschaft, durch Bahnh&ouml;fe ohne Aufsichtspersonal, durch die Schlie&szlig;ung von Werkst&auml;tten, durch ein Fahren auf Verschlei&szlig; bei Z&uuml;gen und Infrastruktur.<br>\nDer Tr&auml;ger will mit diesem Volksbegehren die Privatisierung und Zerschlagung der S-Bahn verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.s-bahn-tisch.de\/\">Berliner S-Bahn-Tisch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> F&uuml;r den unsinnigen Tiefbahnhof hat die Bahn und der Bund Milliarden zur Verf&uuml;gung, die anderswo viel effektiver eingesetzt w&auml;ren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Srebrenica-Genozid vor Gericht &ndash; Niederlande haftbar f&uuml;r Morde<\/strong><br>\nDer niederl&auml;ndische Staat ist f&uuml;r den Tod dreier bosnischer Muslime verantwortlich, die w&auml;hrend des Massakers der bosnisch-serbischen Armee in Srebrenica ermordet wurden. Zu diesem Urteil kam am Dienstag ein Berufungsgericht in Den Haag.<br>\nEs best&auml;tigt damit erstmals die Mitverantwortung der niederl&auml;ndischen Regierung am Tod eines Teils der rund 8.000 bosnischen Muslimen im Juli 1995. Das niederl&auml;ndische Blauhelm-Kontingent, bekannt als &ldquo;Dutchbat&rdquo;, sollte im Rahmen der UN-Friedensmission die Zivilbev&ouml;lkerung der muslimischen Enklave sch&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/europa\/artikel\/1\/niederlande-haftbar-fuer-morde\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Schr&auml;ger Vogel: &ldquo;Maschi&rdquo; launcht Papagei.TV<\/strong><br>\nAWD-Gr&uuml;nder Carsten Maschmeyer will nach stern.de-Informationen in den Online-Bildungsmarkt einsteigen. In der Presse sorgte der ehemalige Finanzunternehmer vor allem mit Unterlassungerkl&auml;rungen f&uuml;r Aufsehen, mit denen er die Ausstrahlung einer NDR-Doku &uuml;ber AWD verhindern wollte. Nach Informationen von stern.de hat Maschmeyer einen Internet-Dienst namens Papagei.TV gegr&uuml;ndet, der Online-Fremdsprachenangebote entwickeln soll. Das Motto: &ldquo;trocken und langweilig war gestern&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/internet\/schraeger-vogel-maschmeyer-startet-papageitv\/2011\/07\/05.html\">Meedia<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Netzwerk Recherche: Nachtrag zu unseren gestrigen Hinweis #19<\/strong><br>\nDer Kollege David Goe&szlig;mann von kontext.tv schrieb uns: Die Frage, die Sie stellen, wer eigentlich NR mit Spenden und Sponsorengeldern versorgt hat, l&auml;&szlig;t sich zum Teil beantworten unter: netzwerk recherche: <a href=\"http:\/\/www.interpool.tv\/index.php?option=com_frontpage&amp;Itemid=1\">Gelder von der Gro&szlig;industrie<\/a>. Dort wurde ein internes Papier von NR ver&ouml;ffentlicht. In dem Kassenpr&uuml;fbericht findet sich unter den Sponsoren von NR f&uuml;r 2010 die Deutsche Bank, RWE, ING DiBa, Concordia usw. Dazu kommen die Medienkonzerne wie Gruner + Jahr, Der Spiegel, WAZ Mediengruppe usw., die f&uuml;r Konferenzen und Publikationen Gelder und Infrastruktur bieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.interpool.tv\/images\/stories\/PDF\/politk\/nr-2010-kassenpruefbericht.pdf\">Kassenpr&uuml;fbericht [PDF &ndash; 296 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Inwieweit Spenden von Banken und Atomstromproduzenten sich mit den hohen Idealen des Netzwerks Recherche vereinen lassen, muss wohl jedes NR-Mitglied mit sich selbst ausmachen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Spende des Bundesverbands Solarwirtschaft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Feigenblatt der Internet-Ausdrucker<\/strong><br>\nWas ist eine Internet-Enquete-Kommission und zu welchem Ende studieren wir, was da geredet wird? Dieses erlauchte Gremium besteht aus Leuten, die aus undurchsichtigen Gr&uuml;nden von den Parteien f&uuml;r sachverst&auml;ndig gehalten werden, um zu empfehlen, wie mit dem Internet zu verfahren sei.<br>\nDie sachverst&auml;ndigen Kommissionsmitglieder mussten aber noch weitere Sachverst&auml;ndige berufen. Nichts genaues wei&szlig; man nicht &uuml;ber das Internet, was in Deutschland wegen der hier grassierenden und durch die ausl&auml;ndische Presse best&auml;tigten German Internet Angst nicht weiter verwundert.<br>\nSchade, dass Rosa Luxemburg Netzneutralit&auml;t nicht kannte und J&uuml;rgen Habermas sich nicht daf&uuml;r interessiert. Beide k&ouml;nnten erkl&auml;ren, warum die Enquete-Kommission sich bei diesem Thema zerstritt und die Abstimmung auf einen Sankt-Nimmerleinstag im September verschob.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/feigenblatt-der-internet-ausdrucker\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Bis sich die Balken strecken<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110706_bildblog_01.jpg\" alt=\"Bis sich die Balken strecken 1\"><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110706_bildblog_02.jpg\" alt=\"Bis sich die Balken strecken 2\"><br>\n(Bildquelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/\">bildblog.de<\/a>)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/31601\/bis-sich-die-balken-strecken\/\">Bildblog<\/a>\n<p><strong>dazu: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2011\/07\/05\/sache-statistik-11429807\/\">Andr&eacute; Tautenhahn &ndash; Die Sache mit der Statistik<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Scharfe Kritik an &ldquo;Scripted Reality&rdquo; von RTL &ndash; Politik will eingreifen<\/strong><br>\nDas ARD-Politmagazin &ldquo;Panorama&rdquo; besch&auml;ftigt sich an diesem Donnerstag (7. Juli) um 21.45 Uhr in einer Spezialsendung &uuml;ber das &ldquo;L&uuml;genfernsehen&rdquo; mit Scripted-Reality-Shows der Privatsender &ndash; dabei werden Zuschauer mit erfundenen Dialogen in die Irre gef&uuml;hrt, eine Wirklichkeit wird nur vorgegaukelt.<br>\nBeleuchtet wird unter anderem der Fall von Ramona B., die im Fernsehen schon viele Rollen &uuml;bernommen hat &ndash; egal, ob keifende Mutter oder lustlose Hartz-IV-Empf&auml;ngerin. Das wahre Leben hat sie nach &ldquo;Panorama&rdquo;-Angaben in der RTL-&ldquo;Realit&auml;ts-Sendung&rdquo; mit dem Titel &ldquo;Mitten im Leben&rdquo; aber nie spielen d&uuml;rfen. Vielmehr musste sie angeblich wie ein Schauspieler nach Regieanweisungen agieren&hellip;<br>\nHans-J&uuml;rgen Wei&szlig; und sein Institut &ldquo;G&ouml;fak&rdquo; erstellen seit 1997 Programmanalysen f&uuml;r die Landesmedienanstalten. Selbst den Experten falle es immer schwerer zu unterscheiden, welche Formate noch echt seien und welche nicht, behauptet &ldquo;Panorama&rdquo;.<br>\nErst seit kurzem ordne Wei&szlig; die &ldquo;Scripted Realitys&rdquo; nicht mehr als Publizistik, sondern konsequent als Unterhaltung ein. Im Zuge dessen sank der gemessene Informationsgehalt &ndash; eine wichtigte Voraussetzung f&uuml;r die Lizenzerteilung als Vollprogramm &ndash; der RTL-Tochter Vox von 27 Prozent auf 15 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.satundkabel.de\/index.php\/nachrichtenueberblick\/medien\/82140-scharfe-kritik-an-qscripted-realityq-von-rtl-politik-will-eingreifen\">sat+kabel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Stuttgart 21; Karlsruhe bezweifelt Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r Griechen-Klage; Das gro&szlig;e Steuer-Theater; EZB stemmt sich gegen Rating-Giganten; Stellungnahme des Nell-Breuning-Instituts zur Anh&ouml;rung im Finanzausschuss des Deutschen Bundestags am 4. Juli 2011; Charlie Munger &ndash; &bdquo;Gr&ouml;&szlig;enwahn und Irrsinn&ldquo; der Banker f&uuml;hrte in die Krise; Polens Geringverdiener meiden Deutschland; Kaufkraft der Rentner schrumpft<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10011\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10011","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10011","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10011"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10011\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10017,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10011\/revisions\/10017"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10011"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10011"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10011"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}