{"id":100124,"date":"2023-06-30T10:35:13","date_gmt":"2023-06-30T08:35:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100124"},"modified":"2023-06-30T12:47:12","modified_gmt":"2023-06-30T10:47:12","slug":"leserbriefe-zu-wollt-ihr-die-welt-in-flammen-sehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100124","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eWollt Ihr die Welt in Flammen sehen?\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99835\">Hier<\/a> kommentiert Jens Berger anl&auml;sslich des &bdquo;Marsches auf Moskau&ldquo;, zu dem der ultranationalistische Oligarch und S&ouml;ldnerf&uuml;hrer Jewgeni Prigoschin aufgerufen habe, die Berichterstattung in den Medien. Nicht mehr der gesamte Debattenraum werde abgebildet, sondern fast nur noch Falken w&uuml;rden zu Worte kommen. Das ARD-Format <a href=\"https:\/\/daserste.ndr.de\/annewill\/videos\/Machtkampf-in-Russland-Verliert-Putin-die-Kontrolle,annewill8028.html\">Anne Will<\/a> habe &bdquo;sich offenbar noch nicht einmal getraut, Gegenargumente (&hellip;) zuzulassen&ldquo;. Vielmehr sei die Aussicht auf einen russischen B&uuml;rgerkrieg als ein durchaus w&uuml;nschenswertes Szenario in Kauf genommen worden. Das sei repr&auml;sentativ f&uuml;r die gesamte mediale Berichterstattung des Wochenendes gewesen. Jedoch: &bdquo;Ein Land, dessen Eliten die Welt vors&auml;tzlich oder zumindest grob fahrl&auml;ssig in Flammen sehen wollen, ist eine Gefahr&ldquo;. Wir haben hierzu zahlreiche und interessante E-Mails erhalten. Danke. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe, die <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt hat.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger!<br>\n&nbsp;<br>\nDer Chor der verwirrten Eliten engt sich immer weiter ein und wird damit auch immer mehr zu einer Art verzweifeltem Selbstgespr&auml;ch. L&auml;ngst hat man die Kontrolle &uuml;ber jegliche nachvollziehbare und authentische Information verloren. Es ist ein brachiales Wunschkonzert. Gef&uuml;ttert wird es von Sehns&uuml;chten, Annahmen und Halbwissen. Wer erleben will wie sich ein totaler Kontrollverlust in vollendeter Selbstt&auml;uschung darstellt ist hier richtig. Bleibt die Frage, wozu man das so braucht. Die Welt hat sich gewandelt und die Feindbilder lassen sich nicht mehr so klar abstecken. Auch wird man immer mehr mit den eigenen Verfehlungen beim Durchsetzten der globalen Macht Bestrebungen konfrontiert und dies wird auch einer breiteren Masse sichtbar. In immer gr&ouml;&szlig;erer Verzweiflung versucht man davon abzulenken mit dem Resultat, dass man sich nur noch mehr offenbart. Ich kenne nicht wenige Menschen die die endlos gleiche Leier im &Ouml;RR nicht mehr h&ouml;ren konnten und sich daraufhin erst alternativ informiert haben. In diesem Sinne wird es sich, aus meiner Sicht, auch weiter entwickeln.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e!<br>\nFrank Kanera<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<\/p><p>recht haben Sie. Ich empfinde f&uuml;r den genannten Personenkreis, der &uuml;ber Leichen geht nur noch tiefe Verachtung und m&ouml;chte diesem auch besser nicht pers&ouml;nlich begegnen.<\/p><p>Schadenfreude tut selten gut und diese sogenannten Experten haben sich wieder einmal selbst menschlich und sachlich disqualifiziert.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nThomas St&ouml;be<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger, liebes Nachdenkseiten-Team,<\/p><p>immer wieder vielen Dank f&uuml;r Ihre Artikel.<br>\nEs war wirklich Schwachsinn pur, was da in der Sendung &ldquo;Anne Will&rdquo; ablief.&nbsp;<\/p><p>Liebe Nachdenkseiten, bitte sprechen Sie nicht von solchen Leuten als Eliten.<br>\n(Fremdw&ouml;rterbuch: Elite = Auswahl, Auslese, das Beste, die Besten)<br>\nDas macht einen v&ouml;llig falschen Eindruck.&nbsp;<\/p><p>Mich wundert, dass in dem &ldquo;Gesamtzusammenhang Prigoschin&rdquo; niemand auf Geld zu sprechen kommt.<br>\nEs geht vermutlich ausschlie&szlig;lich um viel Geld, das auch die Ukraine zahlen k&ouml;nnte&hellip;nicht um Macht!&nbsp;<br>\nEin Prigoschin hat doch niemals das Zeug Pr&auml;sident Putin zu ersetzen! Das ist doch eine Anma&szlig;ung!<\/p><p>Diese Wagner-Veranstaltung als Putschversuch zu bezeichnen zeigt die Dekadenz des Westens und &bdquo;unserer Eliten&ldquo;.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nH e l m u t L a n g e r<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger, <\/p><p>nun hat mich das doch mal interessiert und ich habe nachgeschlagen. Seit 2007 gibt es die Talkshow &ldquo;Anne Will&rdquo;, also seit 18 Jahren. Und dann jede Woche. Dass sind,&nbsp; nach Adam Riese, also 18 * 52 = 936 Folgen. 936 Sendungen, jede eine Stunde lang, die ich nicht gesehen habe. Schont nicht nur die Psyche, auch die Umwelt. Kriege ich daf&uuml;r CO2-Zertifikate? <\/p><p>Es ist nat&uuml;rlich ehrenhaft, dass Sie sich den Quatsch antun und dann den Zustand der Medien und der Gesellschaft dokumentieren. Muss ja sein. Mir fehlen zu diesem Zustand inzwischen die Worte, um meine Verachtung und meinen Ekel auszudr&uuml;cken. <\/p><p>Das einzig Positive, das mir in diesem Kontext einf&auml;llt, im Gegensatz zu dem Quatsch von &ldquo;Anne Will&rdquo; &amp; Co. lese ich Ihre Artikel immer wieder gerne. Selbst wenn sich mir beim Thema die Fu&szlig;n&auml;gel umkrempeln und mir &ldquo;die Kotze hochkommt&rdquo; (Zitat Felix Rexhausen). <\/p><p>Herzlichen Gru&szlig;,<br>\nRolf Henze <\/p><p>p.s.: Wenn ich die 1000ste Folge nicht gesehen habe, bekomme ich daf&uuml;r einen Medienpreis?<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\ndem braven B&uuml;rger hierzulande ist nicht klar, welche Strategie &ldquo;der Westen&rdquo; bzw. die NATO im Russland-Ukraine verfolgt: Russland als Gro&szlig;macht brechen, auch wenn dabei die Ukraine noch weiter ruiniert wird. Deshalb freut man sich klammheimlich, dass es zu einem Putsch kam (der keiner war). Zu dieser Strategie des Chaos geh&ouml;rt, dass in den letzten 20 Jahren immer wieder Personen zu Demokraten in Russland stilisiert worden sind, die tats&auml;chlich nichts mit Frieden und Wohlfahrt f&uuml;r die B&uuml;rger Russlands im Sinn hatten. So wurde Michail Chodorkowskij im &ldquo;Westen&rdquo; als Demokrat hingestellt, ein Mann, der sich unter der Schnapsnase Boris Jelzin hemmungslos bereicherte und sp&auml;ter sein Pfr&uuml;nde &ndash; wie sich herausstellte, zu Recht &ndash; durch einen wieder erstarkten Staat bedroht sah. Dieser unter Vermittlung Deutschlands in den &ldquo;Westen&rdquo; entlassene Chodorkowskij hat am Wochenende die russische Bev&ouml;lkerung zur Unterst&uuml;tzung von Prigoschin aufgefordert, also zur Unterst&uuml;tzung eines Anf&uuml;hrers von M&ouml;rdern und Vergewaltigern. So sieht also das &ldquo;offene Russland&rdquo; aus, das sich diese Leute w&uuml;nschen: Ein Land der Anarchie und Gewalt. Und &ldquo;der Westen&rdquo; unterst&uuml;tzt solche Typen! Das Gef&uuml;hl der Scham, das, wie Sie schreiben, sich deshalb einstellen k&ouml;nnte, habe ich nie gehabt. Ich habe nur noch Verachtung f&uuml;r diese unsere &ldquo;Spitzenpolitiker&rdquo; &uuml;brig.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nAnderson<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger und NDS Team,<\/p><p>Die Schlussfolgerung die sich aus dem Artikelinhalt und der realen Situation ergibt ist folgende:<\/p><p>F&uuml;r den Westen spielt es keine Rolle, ob eine F&uuml;hrungsperson eine verwerfliche Ideologie hat, wie sein Kerbholz aussieht, wie nahe oder fern er der Demokratie steht.<\/p><p>Das Interesse des Westens besteht nur aus dem Nutzen, den eine in der F&uuml;hrungsrolle stehende Person hat oder welchen Nutzen man sich davon verspricht.<\/p><p>Nutzen f&uuml;r wen? F&uuml;r eine kleine elit&auml;re Gruppe aus Politik und Wirtschaft.<\/p><p>Welche Vorteile eine total destabilisiertes Russland nach Vorbild Libyen, Irak, Afghanistan ergeben soll, ist nicht nachvollziehbar.<\/p><p>Dabei darf man den Unterschied destabilisierte Atommacht im Vergleich zu obengenannten drei L&auml;ndern nicht aus dem Auge verlieren.<\/p><p>Die Wagner Gruppe unter Befehl von Prigoshin wurde bisher als eine Gruppe dargestellt, die kein Problem mit Kriegsverbrechen haben soll.<\/p><p>H&auml;tte Prigoshin Putin verdr&auml;ngt, w&uuml;rde man ohne Wimperzucken eventuelle Kriegsverbrechen unter seinem Kommando die volle Absolution verleihen. Das Ziel heiligt die Mittel.<\/p><p>Da gibt es noch etwas: Ab welchem Zeitraum die USA von den Pl&auml;nen Prigoshins wusste, ist unklar. Die Berichte aus den USA und den Medien sind mit Vorsicht zu genie&szlig;en.<\/p><p>Wenn man die Vergangenheit der USA in Sachen Umsturzunterst&uuml;tzung in anderen L&auml;ndern in Betracht zieht, ist es durchaus vorstellbar (keine Verschw&ouml;rungstheorie), dass die USA in irgendeiner Form Prigoshin in seinen Vorhaben gest&auml;rkt, ermutigt oder unterst&uuml;tzt hat.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nPatrick Janssens<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>ich hoffe, diese Nachricht findet Sie wohlgesonnen. Es erf&uuml;llt mich mit aufrichtiger Freude, jemanden wie Sie zu finden, der eine solch bemerkenswerte Haltung einnimmt. Ich kann nicht anders, als Ihnen meinen tief empfundenen Dank auszusprechen.<\/p><p>Wenn doch nur mehr Menschen den Mut und das Mitgef&uuml;hl h&auml;tten, sich ebenfalls zu sch&auml;men, dann w&uuml;rden wir eine Welle der Emp&ouml;rung erleben, die uns alle zu positiven Ver&auml;nderungen inspirieren k&ouml;nnte.Ihr Bewusstsein f&uuml;r die Bedeutung dieser Scham ist inspirierend. Es ist selten, jemanden zu finden, der so sensibel f&uuml;r die negativen Auswirkungen von Handlungen und Entscheidungen ist, die unser Zusammenleben belasten.<\/p><p>Indem Sie Ihre Haltung offen und ehrlich zum Ausdruck bringen, setzen Sie ein leuchtendes Beispiel f&uuml;r andere, die vielleicht noch z&ouml;gern, ihre Stimme zu erheben.Wir leben in einer Zeit, in der es unerl&auml;sslich ist, dass Menschen wie Sie ihre Meinung &auml;u&szlig;ern und f&uuml;r das einstehen, was richtig ist. Ihre aufrichtige Scham zeigt nicht nur Ihren moralischen Kompass, sondern auch Ihre Bereitschaft, Verantwortung zu &uuml;bernehmen und aktiv zu handeln. Dieses Engagement ist bewundernswert und macht Sie zu einem Vorbild f&uuml;r diejenigen, die nach Inspiration suchen.In einer Welt, die oft von Gleichg&uuml;ltigkeit und Ignoranz gepr&auml;gt ist, ermutigt es mich zutiefst, dass es Menschen wie Sie gibt, die den Mut haben, sich zu erheben und eine positive Ver&auml;nderung anzustreben. Ihr Beitrag ist von unsch&auml;tzbarem Wert, und ich m&ouml;chte Sie ermutigen, weiterhin Ihre Stimme zu erheben und andere daran zu erinnern, dass auch sie die Macht haben, Ver&auml;nderungen herbeizuf&uuml;hren.<\/p><p>Mit herzlichem Dank und aufrichtigem Respekt,<br>\nA. Boz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<\/p><p>ein kleiner Hinweis von mir zu Ihrem Artikel &bdquo;Wollt Ihr die Welt in Flammen sehen&ldquo; vom 26. Juni 2023. Im Text zitieren Sie den Tweet von Carlo Masala mit &bdquo;I smell civil war in the morning&rdquo;; tats&auml;chlich schrieb er aber &bdquo;I like the smell&hellip;&ldquo;. Das d&uuml;rfte meines Erachtens eine bewusste Anlehnung an Francis Ford Coppolas Meisterwerk &bdquo;Apocalypse Now&ldquo; sein. Im Film sagt Oberst Kilgore: &bdquo;I love the smell of napalm in the morning.&rdquo; Und weiter: &bdquo;It smells like victory.&ldquo;<\/p><p>In der genannten Szene wird ein vietnamesisches Dorf nahe einer K&uuml;ste von amerikanischen Truppen angegriffen und mit Napalm bombardiert. Bei dem Angriff werden mehrere Zivilisten get&ouml;tet. Aus den Lautsprechern der Kampfhubschrauber t&ouml;nt Wagners &bdquo;Ritt der Walk&uuml;ren&ldquo; und w&auml;hrenddessen l&auml;sst Oberst Kilgore einige Soldaten in der Brandung Wellenreiten, als ob man auf einer fr&ouml;hlichen Strandparty und nicht im Krieg w&auml;re.<\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/_eMK5MZTpuU\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p>Wenn Masala die Assoziation mit der genannten Szene aus Apocalypse Now bewusst genutzt hat, um unverhohlen Schadenfreude &uuml;ber einen drohenden innerrussischen Konflikt zum Ausdruck zu bringen, ist das an Zynismus und Menschenverachtung kaum zu &uuml;berbieten. Der Vorgang hat orwellsche Ausma&szlig;e erlangt: Der Antikriegsfilm schlechthin wird f&uuml;r bellizistische Propaganda missbraucht. Es ist zu bef&uuml;rchten, dass Sie mit Ihrer Einsch&auml;tzung v&ouml;llig recht haben: Diese Elite ist tats&auml;chlich eine Gefahr f&uuml;r die Welt.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en und Danke f&uuml;r Ihre Arbeit,<br>\nKai Willf&uuml;hr<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nherzlichen Dank f&uuml;r Ihren exzellenten Kommentar &ldquo;Wollt Ihr die Welt in Flammen sehen&ldquo;?<\/p><p>W&auml;hrend die Abgeordneten des Deutschen Bundestages dem Pr&auml;sidenten der Russischen F&ouml;deration, Wladimir Putin, nach dessen Rede im Plenum des Deutschen Bundestages am 25.9.2001 mit Standing Ovations f&uuml;r seine Ausf&uuml;hrungen&nbsp; &ndash; Stichpunkte: Der Kalte Krieg ist beendet \/ Fortentwicklung der Vision von Michail Gorbatschow zum Bau des Europ&auml;ischen Hauses von Wladiwostok bis Lissabon &ndash; ihren Respekt und Dank zollten, wird, nach den Ereignissen vom Wochenende in Russland, in den Mainstream-Medien, mehr oder weniger unverhohlen und, bislang unvorstellbar (!), auf die Karte &bdquo;Regime Change und \/ oder B&uuml;rgerkrieg in Russland gesetzt. Verantwortung, Deeskalation und Diplomatie waren gestern. Heute wird &ndash; mir l&auml;uft ein Schaudern&nbsp; &uuml;ber den R&uuml;cken &ndash; am &Ouml;ffnen der B&uuml;chse der Pandora gewerkelt, ein Handeln, das die Welt mit Riesenschritten auf die Endzeit unseres Planeten, wie wir ihn bislang kannten, f&uuml;hren kann! Der menschliche Verstand scheint ausgeklinkt. Jedes noch so t&ouml;dlichere Mittel, seien es taktische Atomwaffen oder Langstreckenraketen f&uuml;r die Ukraine, sind &ndash; zur Destabilisierung bis hin zum Regime Change in Russland &ndash; in den Mainstream-Medien hoff&auml;hig geworden, koste es, was es wolle, um den abgrundtiefen Hass auf das &bdquo;Regime Putin&ldquo; zu befriedigen. Doch was wird sein, wenn Ultranationalisten oder \/ und extremistische Warlords in Russland in den Besitz taktischer Atomwaffen gelangen sollten? Was wird sein, sollten Kreml-Hardliner aus der zweiten Reihe&nbsp; Zugang zu Interkontinentalraketen erhalten? Armageddon, die endzeitliche Entscheidungsschlacht in der Offenbarung des Johannesevangeliums, sie ist, Gott sei es geklagt, in dieser verblendeten Welt denkbar geworden, ein schrecklicher, Angst einfl&ouml;&szlig;ender Gedanke!<br>\n&nbsp;<br>\nWilfried B&ouml;ckmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS Redaktion.<br>\n&nbsp;<br>\nEs gab einmal Zeiten in diesem Land, da haben die Eliten und das Establishment miteinander &uuml;bereingestimmt, beide wurden also durch die gleichen Personen repr&auml;sentiert. Die Eliten der heutigen Zeit sind l&auml;ngst im Hintergrund verschwunden oder wurden bereits in den Untergrund verdr&auml;ngt. F&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit sichtbar &uuml;briggeblieben ist das selbsternannte Establishment, repr&auml;sentiert durch diese erb&auml;rmlichen Figuren die sich in dieser Sendung vor der Kamera aufreihen durften. Erb&auml;rmlich, arrogant und dumm. Dummheit und Stolz, wachsen eben auf einem Holz, sagt ein altes Sprichwort. Die lebenden Beweise wurde von Anne Will in ihrer Sendung pr&auml;sentiert.<\/p><p>Ob Herr Masala wohl den Artikel von Sergej Karaganov kennt, den er erst k&uuml;rzlich in Russia in Global Affairs ver&ouml;ffentlicht hat?<\/p><p><a href=\"https:\/\/eng.globalaffairs.ru\/articles\/a-difficult-but-necessary-decision\/\">eng.globalaffairs.ru\/articles\/a-difficult-but-necessary-decision\/<\/a><\/p><p>Dieser Artikel in Kombination mit der nuklearen Erstschlagsdoktrin Russlands haben es derart in sich, das ich am Samstag als ich die Sache mit Priogoshin mitbekommen habe zuerst wie gel&auml;hmt war und an eine Provokation der Russen geglaubt habe, damit sie einen Grund f&uuml;r die Umsetzung dessen was Karaganov in dem Artikel vorschl&auml;gt finden konnten. Sergej Karaganov ist nicht irgendwer. Er ist einer der engsten au&szlig;enpolitischen Berater von Pr&auml;sident Putin. Seine Logik ist die, dass selbst eine komplette Aufl&ouml;sung der staatlichen Integrit&auml;t der Ukraine Russland mittel- und langfristig nicht weiter bringt. Der Westen wird neue Anl&auml;ufe nehmen um die Expansion Russlands nach Innen weiter zu behindern. Weiterhin schreibt er, dass es aus historischer Sicht an der Zeit ist die barbarische Umklammerung und Ausbeutung anderer V&ouml;lker durch den Westen ein Ende zu bereiten. Er daher schl&auml;gt vor, durch gezielte taktische nukleare Pr&auml;ventivschl&auml;ge gegen die politischen Zentren des Westens vorzugehen. London, Washington, New York, LA, Berlin, Paris usw. d&uuml;rfen sich ab jetzt wirklich in h&ouml;chster Gefahr w&auml;hnen. Mit dem Waffensystem Poseidon verf&uuml;gen sie offensichtlich &uuml;ber die technischen Mittel das umzusetzen zu k&ouml;nnen. Historisch betrachtetwird jetzt gerade der zweite Weltkrieg zu Ende ausgefochten. Der Ukrainekrieg wird nicht nur einfach so durch Waffenstillstandsverhandlunegn zu Ende gebracht werden. Der Westen hat den Bogen &uuml;berspannt. Es ist ein Endkampf. Der Sieger aus dem Ukrainekrieg wird als globaler Sieger vom Feld gehen. Es steht auf des Messers Schneide. Die Welt danach wird eine ganz andere sein. Die ideologischen Bretter vor den K&ouml;pfen der Falken diesseits und jenseits des Atlantiks versperren ihnen die Sicht auf diese brutale Realit&auml;t, die sie slbst herbeigef&uuml;hrt haben. Ich glaube nicht, dass die Figuren dieser Sendung das auch nur ansatzweise begriffen haben.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e.<br>\nUlrich Fr&auml;bel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Morgen,<\/p><p>nur eine Erg&auml;nzung:<\/p><p>&ldquo;I like the smell of Civil War in the morning&rdquo; &ndash; Wenn der Masala so twittert, zitiert er einen ber&uuml;hmten zynischen Satz aus dem Coppola-Antikriegsfilm &ldquo;Apokalypse now&rdquo; von 1979: &ldquo;I love the smell of Napalm in the morning &hellip; Smells like &ndash; victory&rdquo;. Das sagt Lt. Colonel Kilgore beim Angriff auf ein kleines vietnamesisches Dorf durch amerikanische Flugzeuge. Beim Anflug ert&ouml;nt Richards Wagners &ldquo;Walk&uuml;renritt&rdquo;.<\/p><p>Der Gr&uuml;nder der Wagner-S&ouml;ldner &ldquo;Utkin, der als ein gro&szlig;er Bewunderer des &bdquo;Dritten Reichs&ldquo; und Adolf Hitlers gilt,[32] f&uuml;hrte den Kampfnamen Wagner, nach dem deutschen Komponisten Richard Wagner, den Hitler sehr sch&auml;tzte.&rdquo;(Wikipedia)<br>\n&mdash;<br>\nViele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nvon unserem Leser A.S.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nich teile ihre Kritik an der Sendung &bdquo;Anne Will&ldquo;, vor allem, was die Besetzung der Talk-Runde betrifft. Schon seit L&auml;ngerem ist in den Leitmedien ein unertr&auml;glicher Bellizismus zu verzeichnen.<br>\n&nbsp;<br>\nWas nun die Rolle von Prigoschin betrifft, dr&auml;ngt sich mir der Eindruck auf, dass es sich hier um ein T&auml;uschungsman&ouml;ver des Kreml der besonderen Art handelt. Prigoschin und Putin sind beste Kumpels. Die Wagner-Truppen wurden auf ihren Vormarsch nach Moskau in keinster Weise aufgehalten. In Rostow &ndash; welch ein Wunder &ndash; haben sie sich dann auf Vermittlung von Lukaschenko zu einer Verhandlungsl&ouml;sung entschieden und sind nach Belarus abgezogen.<br>\n&nbsp;<br>\nDort kann dann mit den Truppen des belarussischen Milit&auml;rs in aller Seelenruhe eine zweite Frontlinie gegen&uuml;ber der Ukraine aufgebaut werden, sollte dies erforderlich sein. In dem Fall m&uuml;ssten n&auml;mlich Truppenteile der Ukraine von der Ostfront der Ukraine abgezogen werden.<br>\n&nbsp;<br>\nSchon bei den K&auml;mpfen um Bachmut konnte man feststellen, dass Prigoschin mit seinen Wagner-Truppen eine besondere Rolle einnimmt. Die Wagner-Truppen waren es, die Bachmut &bdquo;freigek&auml;mpft&ldquo; haben. Der Blutzoll auf beiden Seiten war enorm hoch. Das ist eine hochspezialisierte Milit&auml;reinheit, bestens ausger&uuml;stet und zu allem bereit. Und auch hier stellte sich Prigoschin hin und beschimpfte die Milit&auml;rf&uuml;hrung im Kreml auf das W&uuml;steste, um dann anschlie&szlig;end den russischen Streitkr&auml;ften Bachmut zu &bdquo;&uuml;bergeben&ldquo;.<br>\n&nbsp;<br>\nAus meiner Sicht wird der Krieg noch l&auml;nger dauern. Eine atomare Konfrontation sehe ich aktuell nicht. Ich sehe aber auch keine Friedensl&ouml;sung in naher Zukunft. Es wird so oder so zu keinem &bdquo;Sieg&ldquo; auf einer der beiden Seiten kommen, also l&auml;uft es auf eine so genannte Pattsituation hinaus, in der beide Seiten erkennen, dass milit&auml;rische Fortschritte nicht mehr erzielbar sind. Es ist geradezu tragisch, dass aktuell das T&ouml;ten und die Zerst&ouml;rung kein Ende nimmt.<br>\n&nbsp;<br>\nIch bin jedoch wie Sie der Meinung, dass ein Z&uuml;ndeln auf deutscher Seite an der atomaren Schnur verantwortungslos ist. Es zeigt welch Geistes Kind ein Teil unserer Eliten ist. Sie verlassen sich darauf, dass die chinesische Seite Russland davor gewarnt hat, Atomwaffen einzusetzen. Sollte es tats&auml;chlich zu einem Regime-Change in Russland kommen, h&auml;tten wir in der Tat unkontrollierbare Verh&auml;ltnisse. Das kann ernsthaft niemand wollen.<br>\n&nbsp;<br>\nHerzliche Gr&uuml;&szlig;e W.B.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebes Team der Nachdenkseiten, liebe Leserinnen und Leser,<\/p><p>Hauptsache wir haben eine Justiz, die folgende Urteile gegen Friedensaktivisten spricht (auch wenn es sp&auml;ter einen Freispruch gab, aber nur juristisch, nicht inhaltlich):<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;ein Verbrechen der Aggression (&sect;13 des V&ouml;lkerstrafgesetzbuches) in einer Weise, die geeignet ist, den &ouml;ffentlichen Frieden zu st&ouml;ren, &ouml;ffentlich in einer Versammlung gebilligt zu haben&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote><p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92952\">NachDenkSeiten &ndash; Skandal-Urteil in Berlin: Amtsgericht verurteilt Friedensaktivisten wegen Rede &bdquo;Nie wieder Krieg gegen Russland&ldquo;<\/a><\/p><p>Mit anderen Worten der Justiz ging es angeblich darum einer &ldquo;&ouml;ffentlichen Radikalisierung entgegen zu wirken&rdquo;. Ob deren in meinen Augen rein politisch motivierte Interpretation den Tatsachen entspricht, wenn sich ein Friedensaktivist gegen Gewalt ausspricht&hellip;da setze ich mal ein ganz gro&szlig;es Fragezeichen hinter&hellip;<\/p><p>Jedenfalls ist es &ndash; wenn man wachen Geistes ist &ndash; offensichtlich, von wem hier tats&auml;chlich eine &ouml;ffentliche Aufwiegelung und Radikalisierung ausgeht, und das tats&auml;chlich mit erheblicher Reichweite und Medien &uuml;bergreifend quasi in einem Dauerfeuer.<\/p><p>Aber der Justiz f&auml;llt nur moralinsauer ein sich zu emp&ouml;ren, letztlich, weil man sich diesen Extremisten in den Weg stellt bzw es wenigstens versucht (vll ist das auch gemeint mit &ldquo;&ouml;ffentlicher Frieden&rdquo;?).<\/p><p>Ich w&uuml;rde sagen: eine Justiz, die da als Blitzableiter f&uuml;r Extremisten agiert (der Begriff &ldquo;Falke&rdquo; ist mir zu lasch; wir m&uuml;ssen uns schon lange genug anschauen wie intensivst versucht wird die Nebschen zu Hass und Gewalt \/ Aggression anzustacheln) hat sich ein ziemliches Ei ins Nest gelegt. Nebenbei wurde Oberst Klein, der &uuml;ber hundert Tote zu verantworten hat, freigesprochen.&nbsp;<\/p><p>Nach meinem Verst&auml;ndnis m&uuml;ssten hier einige Richter und Staatsanw&auml;lte vor anst&auml;ndige (keine befangenen deutschen?) Gerichte gestellt werden, schlie&szlig;lich geht es auch darum: wer mit solchen Mitteln versucht eine Friedensbewegung klein zu treten, inwiefern leistet so jemand Beihilfe um einen Konflikt zu verl&auml;ngern? Anders gefragt: wer ist hier tats&auml;chlich Bef&uuml;rworter von Aggression und Gewalt?<\/p><p>Just asking.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nR.A.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>diese Meldung hat alle &bdquo;Staatlich gepr&uuml;ften Russenhasser &amp; deren NATO-h&ouml;rige Meute&ldquo; auf den Plan gerufen.<br>\n&nbsp;<br>\nVon Masala bis Kieseletter von Roettgen bis Baerbock wurden die Selenskij-Trommeln geschlagen.<br>\nDie Schalmeien des Untergangs und die Posaunen des Hasses waren un&uuml;berh&ouml;rbar.<br>\n&nbsp;<br>\nNur an die Folgen einer weiteren Eskalation denken diese Leute nicht.<br>\nJemand, der in die Enge getrieben wird, hat die M&ouml;glichkeit seinen eventuellen Abgang selber zu bestimmen und auch die Art und Weise dessen.<\/p><p>In den &bdquo;Hetzburgen&ldquo; des NATO-Westens wurde frohlockt, Russland k&ouml;nnte noch als Gegenpart der Anglo-Amerikaner und der NATO implodieren. Selbst auf die Gefahr eines Atomkriegs.<br>\n&nbsp;<br>\nIm &bdquo;AMPEL-Fernsehen&ldquo; brach sofort die Lawine der &bdquo;TALKSHOWS&ldquo; und der &bdquo;EXPERTENRUNDEN&ldquo; los.<br>\nGespickt mit den allseits bekannten Gesichtern des Kalten Kriegs und der Anglo-Amerikanischen Think-Tanks.<br>\n&nbsp;<br>\nDie Deutschen Medien und Politiker sind in vorderster Front, wenn es um &bdquo;Krieg und den dazugeh&ouml;rigen Verdienst&ldquo; geht&nbsp; .&nbsp; .&nbsp; . nie wenn es um Frieden gehen soll.<br>\n&nbsp;<br>\nWie das funktioniert kann sich die werte Fernseh-Gemeinschaft all abendlich in den Staatlichen wie Privaten TV-Kan&auml;len anschauen.<br>\nVon Will &uuml;ber Illner hin zu Markus Lanz und zur&uuml;ck zu Maischberger.<br>\nAlle gaukeln ihrem ( noch) vorhandenen Publikum vor, es gebe eine ausgewogene Diskussionsrunde.<br>\nDabei wabert der Geruch der &bdquo;Waffenlobby und Parteig&auml;nger der USA &amp; Gro&szlig;britanniens&ldquo; durch die Studios.<br>\nKieseletter, Frau Adler und last not least der &bdquo;Kronprinz vom Cum-Ex &amp; Wirecard- Kanzler Scholz&ldquo;, Lars Klingbeil toben sich dort aus.<br>\nAnstatt den Leute reinen Wein, &uuml;ber die gescheitere Offensive der Selenskij Truppen, einzuschenken, frohlockte man und Frau &uuml;ber einen im Raum stehenden B&uuml;rgerkrieg.<br>\n&nbsp;<br>\nUnd der &bdquo;WAGNER-CHEF&ldquo; Prigoschin, ein Mensch der &uuml;ber Leichen geht und bisher vom Westen auch so gesehen wurde, erscheint als &bdquo;Lichtfigur&ldquo; am Horizont.<br>\nVergessen sind da nun alle Vorurteile ihm gegen&uuml;ber&nbsp; .&nbsp; .&nbsp; . &bdquo;Wir lieben den Verrat, nur nicht den Verr&auml;ter !&ldquo;<br>\n&nbsp;<br>\nAber das wird wohlweisslich verschwiegen.<br>\n&nbsp;<br>\nUnsere Politiker und unsere Medien sind einem bemitleidenswerten Zustand.<br>\nUnf&auml;hig ihr Amt auszuf&uuml;hren, eindimensional in ihrer Denk- und Handlungsweise.<br>\nEbenso verh&auml;lt es sich mit unseren Medien, stramm und brav auf NATO-Kurs gebracht, sind die Artikel oder Beitr&auml;ge kaum noch zu ertragen.<br>\n&nbsp;<br>\nMfG<br>\nB. Schroeder<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger, <\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihren mutigen Kommentar zum gewohnten, medialen Einheitsbrei, der t&auml;glich neue, absurde Tiefpunkte erreicht. Dass die Breitenmedien in ihren diversen, seichten Infotainment-Formaten nur noch vorhersehbar einseitige, ideologisch verzerrte Standpunkte garniert mit einem &Uuml;berma&szlig; an unglaubw&uuml;rdiger Scheinmoralit&auml;t zum Besten geben, hat dabei leider wenig eigentlichen Neuigkeitswert.<\/p><p>Es ist das blo&szlig;e Ausma&szlig; des andauernden intellektuellen Unterbietungswettlaufs der Medienmacher, das die Erw&auml;hnung&nbsp; solch fragw&uuml;rdiger Medienereignisse &uuml;berhaupt noch rechtfertigt.<\/p><p>M. E. wird einem nicht minder wichtigen Aspekt solcher Show-Veranstaltungen dennoch nicht gen&uuml;gend Beachtung geschenkt: Neben der inzestu&ouml;sen Meinungs- und Weltanschauungsmonokultur springt die geballte, fachliche Inkompetenz der geladenen G&auml;ste ins Auge, Inkompetenz in Bezug auf das verhandelte Diskussionsthema, zu dem ausschlie&szlig;lich Schreibtisch-Strategen wie Politikwissenschaftler, Juristen, Journalisten, Politiker, Funktion&auml;re und Lobbyisten ihre unausgegorenen, von praktischer Lebenserfahrung unbefleckten &ldquo;Einsichten&rdquo; vor aller Ohren breittreten d&uuml;rfen.<\/p><p>Man kennt dieses Ph&auml;nomen bereits ersch&ouml;pfend aus der Corona-Zeit, als die immer gleichen regierungsnahen Medienstars sich aus einer theoretisch-wissenschaftlichen Nische rekrutierten, ohne dass die Vielzahl der eigentlich hochrelevanten, lebensnahen Fachdisziplinen Geh&ouml;r bei weitreichenden Entscheidungen gefunden h&auml;tten. <\/p><p>Doch mittlerweile scheint man sich in den Leitmedien von jeglicher, belastbarer Fachkompetenz verabschiedet zu haben. So mag man sich fragen, welche tieferen Einblicke ein &ldquo;neorealistischer&rdquo; Politikwissenschaftler wie Masala, ein Vollblutpolitkarrierist und Lobbyist wie Klingbeil oder eine Journalistin wie Sabine Adler&nbsp; zu einer Einsch&auml;tzung der innenpolitischen Lage Russlands bzw. der geopolitischen Weltlage insgesamt beisteuern k&ouml;nnten. Bestenfalls Roderich Kiesewetter k&ouml;nnte man als ehemaligem Oberst ein paar einschl&auml;gige Kenntnisse zuschreiben, die dem durchschnittlichen Salon-Analysten abgehen. <\/p><p>Klingbeil hingegen wird nach seinem Zivildienst in einer Bahnhofsmission in Hannover nur noch wenige Ber&uuml;hrungspunkte mit der realen Welt gefunden haben, w&auml;hrend Prof. Masala offenbar die tragende Rolle der grauen Eminenz in allen Sicherheitsfragen zugedacht war. <\/p><p>Doch wie viel Expertise kann man einem akademischen Politikwissenschaftler zutrauen, dessen einschl&auml;gige Erfahrung wesentlich aus grauer Theorie besteht, einer geisteswissenschaftlichen Fachdisziplin, die anf&auml;llig f&uuml;r politideologische Vereinnahmung ist und nicht ansatzweise &uuml;ber die strengen mathematisch fundierten Methoden der Naturwissenschaften verf&uuml;gt, die wenigstens allzu weltfremden Kopfgeburten Einhalt zu gebieten verm&ouml;gen. <\/p><p>Der Wikipedia-Eintrag zu Carlo Masala liest sich nicht &uuml;berm&auml;&szlig;ig beeindruckend, insbesondere scheint es Herrn Masala an interdisziplin&auml;rer Bildung zu mangeln, seine politikwissenschaftlichen Schwerpunkte beschr&auml;nken sich auf binneneurop&auml;ische und transatlantische Themen, bestenfalls seine Arbeiten zu allgemeinen Sicherheitsfragen rechtfertigen, ihn &uuml;berhaupt als Fachexperten zu Russland einzuladen. <\/p><p>Beeindruckender an Masalas Lebenslauf ist dann schon, dass es ihm fr&uuml;hzeitig gelungen ist, sich in politisch einflussreichen Kreisen einen Namen zu machen, so dass er dort als gern gesehener Berater seinen festen Platz gefunden zu haben scheint und damit seine Anwesenheit bei Anne Will recht vorhersehbar macht. Inwieweit diese politische N&auml;he mit wissenschaftlicher Rigidit&auml;t und Unabh&auml;ngigkeit vereinbar ist, mag Stoff f&uuml;r manch hitzige Diskussion liefern; dass sie der Wissenschaftlichkeit nicht gerade dienlich sein wird, liegt auf der Hand. Schon ketzerischer ist hingegen die Frage, inwieweit Politikwissenschaft &uuml;berhaupt als Wissenschaft im engeren Sinne bezeichnet werden sollte, &auml;hnliche Fragen stellen sich bez&uuml;glich der Wirtschaftswissenschaften, deren Erkl&auml;rungs- und Prognosekompetenz zu realwirtschaftlichen Ph&auml;nomenen&nbsp; stets verl&auml;sslich entt&auml;uschten. Immerhin, Wirtschaftswissenschaften bestechen durch ein hohes Ma&szlig; an mathematischer Formalisierung, was ihnen im Gegensatz zu den &ldquo;weicheren&rdquo; Politikwissenschaften ein gewisses Ma&szlig; an formaler Falsifizierbarkeit bzw. &Uuml;berpr&uuml;fbarkeit beschert. <\/p><p>Alles in allem sollte man sein Augenmerk vielleicht doch eher auf das richten, was inhaltlich weder bei Anne Will noch sonst irgendwo in den sog. Qualit&auml;tsmedien eine Rolle spielt: &ldquo;Echte&rdquo; russische Kontakte, Lebenserfahrungen und Berichte aus erster Hand, &ldquo;harte&rdquo; naturwissenschaftliche, ingenieur- und milit&auml;rtechnische Grundlagenkompetenzen zur fundierten Bewertung sicherheitsrelevanter Sachverhalte,&nbsp; &ldquo;echte&rdquo;, d.h. pers&ouml;nliche Erfahrungen aus Krisen- und Kriegsregionen von &ldquo;echten&rdquo; Experten, die vor Ort erlebt haben, wie sich &ldquo;echte&rdquo;, gewaltt&auml;tige Konflikte vor Ort real abspielen und anf&uuml;hlen. <\/p><p>Alles Dinge, die das sch&ouml;ne, selbstgerechte Wolkenkuckucksheim, in das sich der deutsche Mainstream gefl&uuml;chtet hat, schnell zum Einsturz bringen k&ouml;nnten. So erh&auml;lt das durch zunehmende Bunkermentalit&auml;t gepr&auml;gte politmediale Establishment noch eine begrenzte Galgenfrist, bevor die Realit&auml;t fr&uuml;her oder sp&auml;ter unsanft an ihre T&uuml;r anklopft.<\/p><p>Von unserem Leser D.D.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99835\">Hier<\/a> kommentiert Jens Berger anl&auml;sslich des &bdquo;Marsches auf Moskau&ldquo;, zu dem der ultranationalistische Oligarch und S&ouml;ldnerf&uuml;hrer Jewgeni Prigoschin aufgerufen habe, die Berichterstattung in den Medien. Nicht mehr der gesamte Debattenraum werde abgebildet, sondern fast nur noch Falken w&uuml;rden zu Worte kommen. Das ARD-Format <a href=\"https:\/\/daserste.ndr.de\/annewill\/videos\/Machtkampf-in-Russland-Verliert-Putin-die-Kontrolle,annewill8028.html\">Anne Will<\/a> habe &bdquo;sich offenbar noch nicht einmal getraut, Gegenargumente<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100124\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-100124","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/100124","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=100124"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/100124\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":100136,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/100124\/revisions\/100136"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=100124"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=100124"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=100124"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}