{"id":10019,"date":"2011-07-07T08:45:20","date_gmt":"2011-07-07T06:45:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10019"},"modified":"2011-07-07T08:45:20","modified_gmt":"2011-07-07T06:45:20","slug":"hinweise-des-tages-1419","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10019","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Staatsanw&auml;lte, neuer Marshall-Plan, Treuhand kein Vorbild f&uuml;r Griechenland, B&ouml;rsenaufsicht, Vollzeitbesch&auml;ftigung und Teilzeitbesch&auml;ftigung, Tarife, Polnische Verh&auml;ltnisse, Riester-Faktor, UN r&uuml;gen deutsche Sozialpolitik, Parallelbericht der deutschen NGOs, schwarzes Eigenlob, Stuttgart-21, Schienennetz, Privatisierungsschub, Die Steine des Sisyphos, Wachstumsdebatte, Plagiatvorwurf, &bdquo;keine Vermarktung des Hochschulwesens&ldquo;, Grippeimpfung, das Letzte. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Staatsanw&auml;lte Politisches Spiel um Akteneinsicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Any new Marshall plan will founder in the minds of Europe&rsquo;s hesitant leaders<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Treuhand darf kein Vorbild f&uuml;r Griechenland sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">B&ouml;rsenaufsicht: Standard &amp; Poor`s muss zum Rapport<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Vollzeitbesch&auml;ftigung steigt st&auml;rker als Teilzeitbesch&auml;ftigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Tarife steigen jahresbezogen um durchschnittlich 2,0 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Polnische Verh&auml;ltnisse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Riester-Faktor: Union verspricht Rentenanstieg ab 2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Vereinte Nationen r&uuml;gen deutsche Sozialpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Der zusammengefasste Parallelbericht der deutschen NGOs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Schwarzes Eigenlob<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Stuttgart-21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Investitionen in das Schienennetz: Deutschland hinkt hinterher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Deutschland vor Privatisierungsschub<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">G&uuml;nter Grass: Die Steine des Sisyphos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Die neue Wachstumsdebatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Niedersachsens Kultusminister bangt um Doktortitel &ndash; Plagiatvorwurf gegen Bernd Althusmann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Michael Sommer: &ldquo;Keine Vermarktung des Hochschulwesens&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Massenimpfung mit Nebenwirkung: Beh&ouml;rde warnt vor Grippeimpfung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Das Letzte: Erkl&auml;rung des Deutschen Bundestages zur m&uuml;ndlichen Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts in Sachen &ldquo;Griechenland-Hilfe&rdquo; und &ldquo;Euro-Rettungsschirm&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=10019&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Staatsanw&auml;lte Politisches Spiel um Akteneinsicht <\/strong><br>\nStaatsanw&auml;lte sollten frei von politischen Interessen ermitteln. In der Praxis scheint der politische Wille aber oft den Ausschlag zu geben. Zum Beispiel im Fall Porsche \/ VW oder bei Steuerhinterzieher Zumwinkel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/politisches-spiel-um-akteneinsicht-471819\/print\/\">Wirtschaftswoche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Any new Marshall plan will founder in the minds of Europe&rsquo;s hesitant leaders<\/strong><br>\nWhat the EU desperately needs is the willingness and vision to argue for redistribution and take on financial institutions&hellip;<br>\nGDP has barely dropped in the EU since 2008. The fundamental debt problem emanates from three small countries &ndash; Greece, Portugal and Ireland &ndash; whose total contribution to European Union GDP is less than 5%. The German economy is booming. If the stakes &ndash; the very future of the EU &ndash; are high, the sums required are not.<br>\nMoreover, the approach needed to tackle the crisis is no mystery. In order to give the Greeks any plausible chance of reducing their debt burden, effective interest rates have to come down, and as the markets will not do this by themselves, the only means is the kind of debt swap pioneered by the Brady plan in South America in the 1980s. Such a scheme is under discussion in Athens and Brussels. At the same time the European commission should accelerate assigned development funds to Greece. In return, the Greek authorities will have to commit to further institutional and fiscal reforms and a tighter degree of foreign monitoring. A combination of such measures will give Greece&rsquo;s public a glimmer of light at the end of the tunnel. Without them, the austerity programme will collapse before the winter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/commentisfree\/2011\/jul\/05\/marshall-plan-europe-hesitant-leaders\">Guardian<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Treuhand darf kein Vorbild f&uuml;r Griechenland sein<\/strong><br>\nDas globalisierungskritische Netzwerk Attac und die Organisation Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand kritisieren, dass der Chef der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, wiederholt und kaum hinterfragt die deutsche Treuhand als Modell f&uuml;r Griechenland darstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/detailansicht\/datum\/2011\/07\/04\/den-teufel-mit-dem-beelzebub-austreiben\/?cHash=3503ba4c372bad007746ed5e2f29b9ba\">Attac<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>B&ouml;rsenaufsicht: Standard &amp; Poor`s muss zum Rapport<\/strong><br>\nItalien bestellt eine Ratingagentur zum Verh&ouml;r ein. Erstmals seit Schaffung der Marktaufsichtsbeh&ouml;rde ESMA zur &Uuml;berwachung der Ratingagenturen macht eine Beh&ouml;rde von den neuen M&ouml;glichkeiten Gebrauch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/krise\/standard---poor-s-muss-zum-rapport\/-\/1471908\/8634706\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Vollzeitbesch&auml;ftigung steigt st&auml;rker als Teilzeitbesch&auml;ftigung<\/strong><br>\nDie Zahl der Vollzeitbesch&auml;ftigten stieg im ersten Quartal 2011 um 1,6 Prozent gegen&uuml;ber dem entsprechenden Vorjahresquartal, berichtet das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Unter dem Einfluss der kr&auml;ftigen Wirtschaftsentwicklung setzte sich damit die starke Dynamik des vierten Quartals 2010 fort. Die Teilzeitbesch&auml;ftigung expandierte im gleichen Zeitraum mit einem Plus von 1,5 Prozent etwas weniger als die Vollzeitbesch&auml;ftigung.<br>\nQuelle 1: Pressemitteilung des IAB (ohne Link)<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/grauepap\/2011\/tab-az11q1.pdf\">IAB Eine Tabelle zur Entwicklung aller Komponenten der Arbeitszeit [PDF &ndash; 73 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Rechtfertigt der Unterschied zwischen 1,6 und 1,5 Prozent diese &Uuml;berschrift?<\/em><br>\n<em>Die Erkl&auml;rung ist einfach: Das IAB ist der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) untergeordnet und die BA ist daf&uuml;r zust&auml;ndig Erfolgsmeldungen im Sinne der Bundesregierung in die Welt zu setzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Tarife steigen jahresbezogen um durchschnittlich 2,0 Prozent<\/strong><br>\nRechnet man die diesj&auml;hrigen Tarifabschl&uuml;sse f&uuml;r rund 4,5 Mio. Besch&auml;ftigte mit ihren unterschiedlichen Laufzeiten auf das Jahr um, dann ergibt sich eine vorl&auml;ufige jahres-bezogene Tarifsteigerung gegen&uuml;ber 2010 von nominal 2,3 Prozent. F&uuml;r die 7,8 Mio. Besch&auml;ftigten mit l&auml;nger laufenden Abschl&uuml;ssen aus dem Vorjahr ergibt sich f&uuml;r 2011 dagegen eine jahresbezogene Tarifsteigerung von 1,8 Prozent. Insgesamt errechnet sich aus diesen Daten f&uuml;r das Jahr 2011 f&uuml;r 12,3 Mio. Besch&auml;ftigte eine durch-schnittliche nominale Tarifsteigerung von 2,0 Prozent. Diese Tarifsteigerung ist also von den niedrige-ren Abschl&uuml;ssen des vergangenen Jahres mitbestimmt.<br>\n&ldquo;Diese vorl&auml;ufige Tarifbilanz stimmt insgesamt nur verhalten optimistisch&rdquo; sagt Dr. Reinhard Bispinck, Leiter des WSI-Tarifarchivs, &ldquo;die Tarifsteigerungen sind zwar er-kennbar h&ouml;her ausgefallen als im Vorjahr, aber sie werden durch den unerwartet star-ken Anstieg der Verbraucherpreise gr&ouml;&szlig;tenteils wieder aufgezehrt.&rdquo; In einigen Wirt-schaftsbereichen werde, auf das ganze Jahr gerechnet, eine Sicherung der realen Tarifeinkommen voraussichtlich nicht gelingen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/547_114169.html\">WSI-Tarif-Archiv<\/a> \n<p><em><strong>Statt einer Anmerkung WL:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110707_inflationsrate.jpg\" alt=\"Inflationsrate\"><\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.hsbctrinkaus.de\/global\/display\/maerkteundresearch\/marktanalysen\/brennpunktwirtschaft\">HSBC<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Polnische Verh&auml;ltnisse<\/strong><br>\nVor einfallenden Horden aus Polen hat man sich gef&uuml;rchtet. Wie einst die Tartaren w&uuml;rden sie ins Reich einfallen und dem braven deutschen Blaumann jene Arbeit wegnehmen, von der niemand leben kann. Nun sind die Schlagb&auml;ume f&uuml;r polnische Leiharbeiter seit einer Weile abges&auml;gt, gekommen sind die Horden allerdings noch nicht. Sie winken ab, f&uuml;r ein Butterbrot k&ouml;nnten sie auch zuhause malochen &ndash; und dort schmeckt die Butter sogar noch besser, wissen sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2011\/07\/polnische-verhaltnisse.html\">ad-sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Riester-Faktor: Union verspricht Rentenanstieg ab 2013<\/strong><br>\nWie im diesem Jahr sind auch in den vergangenen Jahren die Altersbez&uuml;ge geschrumpft. Union macht Hoffnung auf Besserung nach 2013.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/union-verspricht-rentenanstieg-ab-2013\/-\/1472596\/8635260\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Vereinte Nationen r&uuml;gen deutsche Sozialpolitik<\/strong><br>\nDie UN gehen in ihrem neuesten Staatenbericht hart mit der sozialen Lage in Deutschland ins Gericht. Vier Jahre nach dem Vorg&auml;ngerbericht seien viele der fr&uuml;heren Empfehlungen nicht umgesetzt worden.<br>\nMigranten w&uuml;rden diskriminiert und es fehle an einem umfassenden Armutsbek&auml;mpfungsprogramm &ndash; das sind zwei der zentralen Kritikpunkte der Analyse, die nach einer Pause von vier Jahren neu aufgelegt wurde. (&hellip;) Einer der brisantesten Vorw&uuml;rfe: Jedes vierte Kind w&uuml;rde ohne Fr&uuml;hst&uuml;ck zur Schule gehen. Nachdr&uuml;cklich fordern die UN &bdquo;konkrete Ma&szlig;nahmen&ldquo;, damit &bdquo;Kinder, besonders aus armen Familien, richtige Mahlzeiten erhalten&ldquo;.<br>\nKritisiert werden viele Ungerechtigkeiten auf dem deutschen Arbeitsmarkt und im Gesundheits- und Sozialwesen. Migranten etwa s&auml;hen sich nach wie vor gro&szlig;en Einschr&auml;nkungen ihrer Rechte auf Bildung und Besch&auml;ftigung gegen&uuml;ber, hei&szlig;t es. Asylsuchenden w&uuml;rden sogar ausreichende Sozialleistungen versagt, dabei m&uuml;ssten sie &bdquo;im Einklang mit internationalen Normen&ldquo; den gleichberechtigten Zugang zu beitragsunabh&auml;ngigen sozialen Sicherungssystemen, zur Gesundheitsversorgung und zum Arbeitsmarkt bekommen. (&hellip;) Gelobt wird, dass die Arbeitsmarktreformen den niedrigsten Stand der Arbeitslosen in den vergangenen 20 Jahren erm&ouml;glicht h&auml;tten. Zugleich wird kritisiert, dass die Grundsicherung von Hartz-IV-Empf&auml;ngern &bdquo;keinen angemessenen Lebensstandard&ldquo; gew&auml;hre. Erheblich ausgebaut werden m&uuml;ssten Angebote f&uuml;r Kinder, Behinderte, &Auml;ltere und Kranke. In Pflegeheimen, hei&szlig;t es, w&uuml;rden viele Bewohner &bdquo;in menschenunw&uuml;rdigen Bedingungen leben&ldquo;.<br>\nMit Besorgnis vermerken die UN, dass Angaben der Bundesregierung zufolge 13 Prozent der Deutschen unter der Armutsgrenze leben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/vereinte-nationen-ruegen-deutsche-sozialpolitik\/4361232.html\">Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/downloads\/4365526\/1\/UN-Bericht\">Tagesspiegel [DOC &ndash; 8 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Erwartungsgem&auml;&szlig; st&ouml;&szlig;t der UN-Bericht zur sozialen Lage bei der Bundesregierung und den Schwarz-Gelb nahestehenden Journalisten auf heftige Kritik. So schreibt der SWR-Journalist Pascal Lechler vom ARD-H&ouml;rfunkstudio in Genf unter der &Uuml;berschrift &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/ruegedeutschland102.html\">UN-R&uuml;ge nicht neu und ziemlich fragw&uuml;rdig<\/a>&ldquo;:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;Die Passagen &uuml;ber die angebliche schlechte Ern&auml;hrung deutscher Sch&uuml;ler finden sich wortgleich in einem Bericht der Nichtregierungsorganisation Attac. (&hellip;) Bemerkenswert: In diesem Attac-Bericht &uuml;ber Armut in Deutschland bezieht sich die Nichtregierungsorganisation auf &uuml;berholte Zahlen des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung. Das DIW musste Anfang Mai dieses Jahres seine Zahlen &uuml;ber Kinderarmut in Deutschland deutlich nach unten korrigieren. Genau diese alten Zahlen sind aber wohl in den UN-Bericht eingeflossen.&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Das Ausma&szlig; der Kindermut in Deutschland wurde danach vom DIW angeblich zu hoch beziffert. 2005 soll die Quote nicht bei 16,3 Prozent, sondern lediglich bei zehn Prozent gelegen haben. Heute sollen es angeblich nur 8,3 Prozent sein.<\/em><\/p>\n<p><em>Ulrike Winkelmann (Der Freitag) schrieb unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Der Anstieg ist der Skandal&rdquo; zur Entwicklung der <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/positionen\/1118-der-anstieg-ist-der-skandal\">Kinderarmut in Deutschland seit dem Jahre 2005<\/a>: <\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;Alle Statistiken aber haben von 2005 bis 2009 einen betr&auml;chtlichen Anstieg der Kinderarmut gemessen &ndash; um ein Viertel bis ein Drittel. Das ist einer der schlagendsten Indikatoren daf&uuml;r, dass die Sozialpolitik der vergangenen Jahre gescheitert ist &ndash; ganz unabh&auml;ngig davon, wer sich da im DIW verrechnet hat.&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Gerd Bosbach, Professor f&uuml;r Statistik, Mathematik und Empirische Wirtschafts- und Sozialforschung an der Fachhochschule Koblenz, &auml;u&szlig;erte iin einem Interview mit der Jungen Welt erhebliche Zweifel an den vom DIW neu vorgelegten Zahlen zur <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/05-11\/008.php\">Kinderarmut in Deutschland<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;F&uuml;r mich sind die Daten hochgradig unglaubw&uuml;rdig. Vor allem besteht eine gewaltige Diskrepanz zwischen den behaupteten 8,3 Prozent und der Zahl derjenigen Kinder, die von Hartz IV leben m&uuml;ssen. Im September 2010 waren knapp 15 Prozent aller Kinder unter 18 Jahren auf Leistungen nach dem SGB II angewiesen. Hier mu&szlig; man fragen, wie das mit den DIW-Zahlen zusammenpa&szlig;t. (&hellip;) Was mich stutzig macht, sind die Widerspr&uuml;che zu anderen Erhebungen. Laut Mitteilung des Statistischen Bundesamtes vom Januar waren im Jahr 2009 nach einer EU-Stichprobe 15,5 Prozent der Bev&ouml;lkerung in Deutschland armutsgef&auml;hrdet. Nach einer Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung &uuml;ber Kommunen mit mehr als 5000 Einwohnern bezogen im Jahr 2008 in den Bundesl&auml;ndern zwischen 7,4 und 35,7 Prozent der unter 15j&auml;hrigen SGB-II-Leistungen. (&hellip;) Wenn das DIW jetzt v&ouml;llig andere Ergebnisse pr&auml;sentiert, mu&szlig; an den Zahlen gearbeitet worden und kann Absicht im Spiel gewesen sein. (&hellip;) Es wird seit l&auml;ngerem spekuliert, da&szlig; sich das DIW den Regierungsinteressen mehr anpassen will, um demn&auml;chst beispielsweise wieder als Wirtschaftsgutachter im Regierungsauftrag zum Zuge zu kommen. Das Institut liefert schon seit l&auml;ngerem Ergebnisse, die der Regierung eher zupa&szlig; kommen.&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Im Beitrag &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.luegen-mit-zahlen.de\/blog\/nur-83-arme-kinder\">Zahlenblog: Kinderarmut<\/a>&rdquo; schreibt Gerd Bosbach erg&auml;nzend:<\/em>  <\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;Die genannten 8,3 % arme Kinder passen gar nicht zu den Zahlen von Kindern in Hartz IV-Familien. (&hellip;) Definiert man Kinder mit unter 15 Jahren, so waren es 15,6 %. Diese amtlich gut erfasste Gr&ouml;&szlig;e ist seit Jahren ann&auml;hernd konstant und sowohl dem DIW, den Politikern als auch den Journalisten bekannt. Warum diese besser erfasste Vergleichsgr&ouml;&szlig;e nicht zumindest ein gro&szlig;es Fragezeichen hinter die angeblichen nur 8,3 % arme Kinder setzt, ist uns v&ouml;llig unklar. Entsprechende Nachfragen von uns wurden bisher mit Achselzucken oder der lapidaren Bemerkung quittiert: &ldquo;Den Wert dreht sich ja ohnehin jeder so zurecht, wie es politisch gef&auml;llt.&rdquo; Letzteres &uuml;brigens von einer gro&szlig;en Zeitung, hinter der angeblich ein kluger Kopf steht.&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>In dem tagesschau.de-Beitrag des SWR-Journalisten Pascal Lechler vom ARD-H&ouml;rfunkstudio in Genf hei&szlig;t es weiter:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;Aus mit der Sache vertrauten Kreisen war zu erfahren, dass die Fakten, die in diesem L&auml;nderbericht zusammengefasst wurden, nicht sauber recherchiert worden waren. Die Unausgewogenheit sei erkennbar. Verbesserungen beispielsweise auf dem deutschen Arbeitsmarkt w&uuml;rden nicht ausreichend dargestellt.&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Welchen Informationsgehalt hat die nebul&ouml;se Formulierung &ldquo;Aus mit der Sache vertrauten Kreisen war zu erfahren&hellip;&rdquo;? Mit dieser ins Blaue fabulierten &ldquo;Argumentation&rdquo;, die keine konkrete Informationsquelle nennt (weil nicht existent?) l&auml;&szlig;t sich alles und nichts &ldquo;beweisen&rdquo;. Und wieso behauptet Pascal Lechler, im UN-Bericht w&uuml;rden &ldquo;Verbesserungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt nicht ausreichend dargestellt&rdquo;? Im oben zitierten Tagesspiegel-Beitrag wird dieser Aspekt sogar explizit hervorgehoben:<\/em> <\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;Gelobt wird, dass die Arbeitsmarktreformen den niedrigsten Stand der Arbeitslosen in den vergangenen 20 Jahren erm&ouml;glicht h&auml;tten.&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Damit &uuml;bernimmt der UN-Bericht sogar unkritisch die von den hiesigen neoliberalen Kreisen in Politik, Medien und &ldquo;Wissenschaft&rdquo; permanent unters Volk gebrachte Behauptung, die &ldquo;Arbeitsmarktreformen&rdquo; h&auml;tten ein &ldquo;Jobwunder&rdquo; ausgel&ouml;st. Die tats&auml;chlichen Hintergr&uuml;nde und negativen Begleiterscheinungen dieses angeblichen &ldquo;Jobwunders&rdquo; werden in der hiesigen Medienberichterstattung nahezu vollst&auml;ndig ausgeblendet: Statistische Sch&ouml;nf&auml;rberei der Arbeitslosendaten, Umwandlung von Vollzeitarbeitspl&auml;tzen in Teilzeitjobs, Mini-\/Midijobs, drastischer Anstieg der Leiharbeit, Einf&uuml;hrung Ein-Euro-&ldquo;Jobs&rdquo;, massive Ausweitung zeitlich befristeter Arbeitsverh&auml;ltnisse. Die drastische Ausdehnung des Niedriglohnsektors ging mit dieser Entwicklung Hand in Hand. Auch die massiven Schieflagen innerhalb der Eurozone sind zu einem ganz wesentlichen Teil auf das deutsche Lohndumping und Sozialdumping (der UN-Bericht verweist v&ouml;llig zu Recht darauf, da&szlig; die Grundsicherung von Hartz-IV-Empf&auml;ngern &bdquo;keinen angemessenen Lebensstandard&rdquo; gew&auml;hre) der vergangenen Jahre zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<\/em><\/p>\n<p><em>Selbst das dem Bundesinnenministerium unterstellte Statistische Bundesamt titelte in einer am 29. Juni 2010 ver&ouml;ffentlichten Pressemitteilung: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Navigation\/Publikationen\/STATmagazin\/2010\/Arbeitsmarkt2010__06,templateId=renderPrint.psml__nnn=true\">Rund neun Millionen Menschen w&uuml;nschen sich (mehr) Arbeit<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der zusammengefasste Parallelbericht der deutschen NGOs<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/110707_parallelbericht_wskallianz.pdf\">Allianz f&uuml;r wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte in Deutschland [PDF &ndash; 641 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schwarzes Eigenlob<\/strong><br>\nNach zwei Jahren Koalition stellt die Union sich und dem Land ein wunderbares Zeugnis aus &ndash; in Form einer kleinen Brosch&uuml;re, 60 Seiten dick, gro&szlig;z&uuml;gig bebildert und &uuml;berschrieben mit &ldquo;Dem Land geht es gut&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/schwarzes-eigenlob\/-\/1472596\/8635892\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.H.:<\/strong> Eine &auml;hnliche Betriebsblindheit zeichnet auch das Von der Leyen Ministerium aus &ndash; die Kritik der UNO an der unsozialen Politik in Deutschland wird einfach wegdefiniert. Sozialf&auml;lle und Arbeitslose in Deutschland? Die gibt es nach dem Sozialministerium einfach nicht!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Stuttgart-21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Interview mit dem Stern-Autoren zum Zapp Beitrag &ldquo;Stimmungsmache der Bahn f&uuml;r S 21&rdquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/zapp\/media\/interviewluik101.html\">NDR<\/a><\/li>\n<li><strong>Unternehmer gegen S21 stellen Befangenheitsantrag gegen Dr. Heiner Gei&szlig;ler<\/strong><br>\nMit gro&szlig;er Best&uuml;rzung nehmen wir die Aussagen des sogenannten &bdquo;Schlichters&ldquo; Dr. Gei&szlig;ler zur Kenntnis:<br>\n&ldquo;Der Bahnhof wird sowieso gebaut, das sage ich nur ganz nebenbei&rdquo;, sagte Gei&szlig;ler am Montag bei einem SPIEGEL-Gespr&auml;ch an der Universit&auml;t T&uuml;bingen. (Zitat Spiegel-Online v. 4.7.2011)<br>\nF&uuml;r uns ist der anstehende Kl&auml;rungsprozess, bei dem au&szlig;er dem Stresstest auch noch zahlreiche Forderungen aus dem Schlichterspruch vom 30.11.2010 offen sind, noch Teil des Verfahrens. Dieses Verfahren ist ein offener Prozess, noch nicht abgeschlossen und damit ist der Ausgang noch offen.<br>\nEin Schlichter, der bereits vor Abschluss eine innere Klarheit dar&uuml;ber hat, wie dieses Verfahren ausgeht, ist in keiner Weise mehr unbefangen. Das Verfahren ist damit absolut wertlos, eine reine Schauveranstaltung, die allenfalls unterhaltenden Charakter haben kann. Dass der sogenannte &bdquo;Schlichter&ldquo; diese Innere Klarheit auch noch unumwunden und undementiert verbreitet disqualifiziert ihn f&uuml;r diese an- spruchsvolle Aufgabe vor der &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nWir fordern Sie deshalb auf, den &bdquo;Schlichtungsprozess&ldquo; mit Dr. Gei&szlig;ler abzubrechen, Herrn Dr. Gei&szlig;ler offiziell von seiner Aufgabe zu entbinden und einen neutralen Moderator zu bestellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bei-abriss-aufstand.de\/2011\/07\/06\/unternehmer-gegen-s21-stellen-befangenheitsantrag-gegen-dr-heiner-geisler\/\">Bei Abriss Aufstand<\/a><\/li>\n<li><strong>Gei&szlig;ler h&auml;lt Scheitern doch f&uuml;r m&ouml;glich<\/strong><br>\nNach Ansicht von Stuttgart-21-Schlichter Heiner Gei&szlig;ler k&ouml;nnte der Bau des heftig umstrittenen Tiefbahnhofs noch kippen. Der weitere Verlauf des Gro&szlig;projekts h&auml;nge vom Ausgang des anstehenden Stesstests ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/stuttgart-21\/stuttgart-21-geissler-haelt-scheitern-doch-fuer-moeglich_aid_643472.html\">Focus<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p>Passend dazu:<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Investitionen in das Schienennetz: Deutschland hinkt hinterher<\/strong><br>\nIn Deutschland flie&szlig;t weitaus weniger Geld in den Ausbau der Bahn als in den Nachbarl&auml;ndern. Deutschland verpasse den Boom im Schieneng&uuml;terverkehr, warnen Bahn-Lobbyisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/deutschland-hinkt-hinterher\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Deutschland vor Privatisierungsschub<\/strong><br>\nDer deutsche Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) m&ouml;chte 2012 doppelt so viele Einnahmen aus Privatisierungen erzielen wie im laufenden Jahr. Dies sieht der Haushaltsentwurf f&uuml;r 2012 vor, der am Mittwoch von den Bundesministern in Berlin offiziell verabschiedet wurde. Demnach will Sch&auml;uble 5,1 Mrd. Euro durch die Ver&auml;u&szlig;erung von Staatsbeteiligungen einnehmen, heuer sind Erl&ouml;se von 2,6 Mrd. Euro geplant. Im M&auml;rz hatte der Finanzminister noch mit 3,3 Mrd. Euro f&uuml;r 2012 gerechnet, berichtete die &bdquo;Frankfurter Allgemeine Zeitung&ldquo; (FAZ) am Mittwoch.<br>\nAuf einer internen Liste des Ministeriums finden sich jedoch altbekannte Kandidaten wie die Deutsche Telekom AG, die Deutsche Post AG, die Flugh&auml;fen K&ouml;ln\/Bonn und M&uuml;nchen, die TLG Immobilien GmbH und der Duisburger Hafen. Ein B&ouml;rsegang der Deutschen Bahn innerhalb der laufenden Legislaturperiode wird im Finanzministerium aber ausgeschlossen, schreibt die Zeitung weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/boerse\/675730\/Deutschland-vor-Privatisierungsschub?_vl_backlink=\/home\/wirtschaft\/boerse\/index.do%20\">Die Presse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Einmal ganz davon abgesehen, dass Privatisierungen von &ouml;ffentlichen Einrichtungen und Unternehmen ganz &uuml;berwiegend zu Lasten des Angebots und des Geldbeutels der B&uuml;rger gehen und in der Regel <a href=\"\/?p=9841#more-9841\">nur m&auml;chtige Gruppen daran verdienen<\/a> wird hier Verm&ouml;gen aufgezehrt, das k&uuml;nftigen Generationen nicht mehr zur Verf&uuml;gung steht. Trotzdem wird auch diese Form des Schuldenabbaus mit der Entlastung k&uuml;nftiger Generationen begr&uuml;ndet.<\/em><br>\n<em>Ber&uuml;cksichtig man die staatlichen Verm&ouml;genswerte, dann ist die Nettobelastung k&uuml;nftiger Generationen gemessen am BIP nicht sehr im Minus, und eben nicht bei 78,7 Prozent vom BIP (2009) wie &uuml;blicherweise gerechnet wird. Noch vor 20 Jahren lag das staatliche Nettoverm&ouml;gen bei fast 52 Prozent des BIP. &bdquo;Dieses Verm&ouml;gen ist seitdem fast aufgebraucht worden und steht somit f&uuml;r k&uuml;nftige Generationen nicht mehr zur Verf&uuml;gung&ldquo;, <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.364647.de\/10-50.pdf\">schreibt das DIW in einer neueren Studie [PDF &ndash; 601 KB]<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>G&uuml;nter Grass: Die Steine des Sisyphos<\/strong><br>\nNicht zuletzt sind es die gro&szlig;m&auml;chtigen Banken, deren Lobbyt&auml;tigkeit mittlerweile das gew&auml;hlte Parlament mitsamt der Regierung in Geiselhaft genommen hat. Die Banken spielen Schicksal, unabwendbares. Sie f&uuml;hren ein Eigenleben. Ihre Vorst&auml;nde und Gro&szlig;aktion&auml;re formieren sich zu einer Parallelgesellschaft. Die Folgen ihrer auf Risiko setzenden Finanzwirtschaft haben schlussendlich die B&uuml;rger als Steuerzahler auszubaden&hellip; Wir b&uuml;rgen f&uuml;r Banken, deren Milliardengr&auml;ber allzeit hungrig nach mehr sind.<br>\nSelbstverst&auml;ndlich sind auch die Tages- und Wochenzeitungen, also die Journalisten, dieser Allmacht ausgesetzt. Es bedarf keiner altmodischen Zensur mehr, die Vergabe oder Verweigerung von Anzeigen reicht aus, um die ohnehin in Existenznot geratenen Printmedien zu erpressen&hellip;<br>\nIch muss und will mich nicht auf Weimar als warnendes Beispiel berufen, die gegenw&auml;rtigen Erm&uuml;dungs- und Zerfallserscheinungen im Gef&uuml;ge unseres Staates bieten Anlass genug, ernsthaft daran zu zweifeln, ob unsere Verfassung noch garantiert was sie verspricht. Das Auseinanderdriften in eine Klassengesellschaft mit verarmender Mehrheit und sich absondernder reicher Oberschicht, der Schuldenberg, dessen Gipfel mittlerweile von einer Wolke aus Nullen verh&uuml;llt ist, die Unf&auml;higkeit und dargestellte Ohnmacht freigew&auml;hlter Parlamentarier gegen&uuml;ber der geballten Macht der Interessenverb&auml;nde und nicht zuletzt der W&uuml;rgegriff der Banken machen aus meiner Sicht die Notwendigkeit vordringlich, etwas bislang Unaussprechliches zu tun, n&auml;mlich die Systemfrage zu stellen&hellip;<br>\nMir jedenfalls ist sicher, dass das kapitalistische System, bef&ouml;rdert durch den Neoliberalismus und alternativlos, wie es sich darstellt, zu einer Kapitalvernichtungsmaschinerie verkommen ist und fern der einst erfolgreichen Sozialen Marktwirtschaft nur noch sich selbst gen&uuml;gt: ein Moloch, asozial und von keinem Gesetz wirksam gez&uuml;gelt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/110707_guenter_grass_die_steine_des_sisyphos.pdf\">G&uuml;nter Grass, Rede auf der Jahrestagung Netzwerk Recherche [PDF &ndash; 98 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die neue Wachstumsdebatte <\/strong><br>\nDie laufenden Debatten um Wachstum und gesellschaftliche Transformation m&uuml;ssen Gerechtigkeit und Wohlstand an zentraler Stelle thematisieren. Gerechtigkeit und Wohlstand beziehen sich sowohl auf alle Menschen auf dem Planeten, als auch auf nachfolgende Generationen. Dieser universalistische Fokus sollte auch beim Blick auf die Natur und die Gefahren ihrer Zerst&ouml;rung nicht vernachl&auml;ssigt werden.<br>\nZudem sollten endlich die Machtverh&auml;ltnisse im gegenw&auml;rtigen Kapitalismus massiv kritisiert und bek&auml;mpft werden. Die Ideologie des Neoliberalismus hat lange Zeit daf&uuml;r gesorgt, dass M&auml;rkte als Allheilmittel v&ouml;llig getrennt von gesellschaftlichen Machtverh&auml;ltnissen thematisiert wurden. Gegenw&auml;rtig beobachten wir, wie Ratingagenturen ganze Gesellschaften in den Ruin treiben. Wie wollen wir denn den Planeten nachhaltig reformieren, wenn wir selbst 3 Jahre nach der Finanzkrise immer noch keine notwendigen Regulierungen der Finanzwirtschaft durchsetzen k&ouml;nnen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/10-2011\/++co++8d172808-a7ba-11e0-5b3a-001ec9b03e44%20\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Niedersachsens Kultusminister bangt um Doktortitel &ndash; Plagiatvorwurf gegen Bernd Althusmann<\/strong><br>\nDer Kultusminister von Niedersachsen, Bernd Althusmann, soll bei seiner Doktorarbeit gegen wissenschaftliche Regeln versto&szlig;en haben. Althusmann zeigt sich von den Vorw&uuml;rfen der Wochenzeitung &ldquo;Die Zeit&rdquo; &uuml;berrascht. Die Uni Potsdam will die Vorw&uuml;rde aber nun pr&uuml;fen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/1498468\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Michael Sommer: &ldquo;Keine Vermarktung des Hochschulwesens&rdquo;<\/strong><br>\nDer Staat muss den Rahmen setzen &ndash; Demokratische Kontrolle der Hochschulen durch die Gesellschaft ist notwendig.<br>\nOb Kindergarten, Schulen oder Universit&auml;ten &ndash; die Privatwirtschaft erobert anscheinend unaufhaltsam den Bildungssektor. &bdquo;Ich halte diese Tendenz zur Privatisierung f&uuml;r katastrophal und falsch&ldquo;, sagt der DGB-Vorsitzende Michael Sommer. Er fordert eine st&auml;rkere Integration der Hochschulen in die Gesellschaft, das &ouml;ffentliche Bildungswesen m&uuml;sse gest&auml;rkt werden.<br>\nWir haben dieses Leitbild einer demokratischen und sozialen Hochschule gemeinsam mit der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung und den Gewerkschaften erarbeitet. Dahinter stehen f&uuml;r uns drei zentrale Fragestellungen: Wie kann die soziale &Ouml;ffnung der Hochschulen wirklich gelingen? Wie muss eine demokratische Hochschule verfasst sein &ndash; und damit meine ich, welche Aufgaben haben Gesellschaft, Staat und die einzelnen Hochschulen? Und wie k&ouml;nnen wir den Arbeitsplatz Hochschule und die soziale Lage der Studierenden verbessern?<br>\n&bdquo;Und ich werde mich nie damit abfinden, dass die Kinder der Spekulanten an Hochschulen, die von den Spekulanten finanziert werden, zu neuen Spekulanten erzogen werden&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++e770b168-9e71-11e0-6c58-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Massenimpfung mit Nebenwirkung: Beh&ouml;rde warnt vor Grippeimpfung<\/strong><br>\nDie schwedische Arzneimittelbeh&ouml;rde warnt vor den Nebenwirkungen der Schweinegrippeimpfung. Der Hersteller hat sich abgesichert: Er haftet nicht. VON REINHARD WOLFF<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wissen\/artikel\/1\/behoerde-warnt-vor-grippeimpfung\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Das Letzte: Erkl&auml;rung des Deutschen Bundestages zur m&uuml;ndlichen Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts in Sachen &ldquo;Griechenland-Hilfe&rdquo; und &ldquo;Euro-Rettungsschirm&rdquo;<\/strong><br>\nDer Prozessbevollm&auml;chtigte des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Franz Mayer von der Universit&auml;t Bielefeld, unterstrich einleitend, dass schon erhebliche Zweifel an der Zul&auml;ssigkeit der Verfassungsbeschwerden best&uuml;nden, sie jedenfalls aber unbegr&uuml;ndet seien. Die Beschwerdef&uuml;hrer w&uuml;rden sich auf ein neuartiges Recht berufen, das bisher gar nicht existiere, n&auml;mlich ein umfassendes Grundrecht auf Demokratie. F&uuml;r die Anerkennung eines solchen Grundrechts und eine damit verbundene Ausweitung der M&ouml;glichkeiten zur Verfassungsbeschwerde gebe es aber keinen Anlass.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/pressemitteilungen\/2011\/pm_1107051.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Staatsanw&auml;lte, neuer Marshall-Plan, Treuhand kein Vorbild f&uuml;r Griechenland, B&ouml;rsenaufsicht, Vollzeitbesch&auml;ftigung und Teilzeitbesch&auml;ftigung, Tarife, Polnische Verh&auml;ltnisse, Riester-Faktor, UN r&uuml;gen deutsche Sozialpolitik, Parallelbericht der deutschen NGOs, schwarzes Eigenlob, Stuttgart-21, Schienennetz, Privatisierungsschub, Die Steine<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10019\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10019","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10019","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10019"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10019\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10024,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10019\/revisions\/10024"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10019"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10019"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10019"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}