{"id":100370,"date":"2023-07-04T11:00:14","date_gmt":"2023-07-04T09:00:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100370"},"modified":"2023-07-05T07:37:08","modified_gmt":"2023-07-05T05:37:08","slug":"auf-gehts-tschaikowsky-tolstoi-und-co-ausmerzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100370","title":{"rendered":"Auf geht\u2019s! Tschaikowsky, Tolstoi und Co. ausmerzen!"},"content":{"rendered":"<p>Der ukrainische Kulturkampf wird als Exorzismus gef&uuml;hrt und richtet sich gegen alles Russische. Er ist l&auml;ngst nach Deutschland &uuml;bergeschwappt und hat dort willf&auml;hrige Mitk&auml;mpfer in Kultureinrichtungen und Feuilletons gefunden. Von <strong>Rupert Koppold<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_3488\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-100370-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230704_Auf_geht_s_Tschaikowsky_Tolstoi_und_Co_ausmerzen_NDS.mp3?_=1\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230704_Auf_geht_s_Tschaikowsky_Tolstoi_und_Co_ausmerzen_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230704_Auf_geht_s_Tschaikowsky_Tolstoi_und_Co_ausmerzen_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230704_Auf_geht_s_Tschaikowsky_Tolstoi_und_Co_ausmerzen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=100370-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230704_Auf_geht_s_Tschaikowsky_Tolstoi_und_Co_ausmerzen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"230704_Auf_geht_s_Tschaikowsky_Tolstoi_und_Co_ausmerzen_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><blockquote><p>\n<strong>&ldquo;Ich glaube, wir d&uuml;rfen nicht vergessen, dass, auch wenn Russen europ&auml;isch aussehen, dass es keine Europ&auml;er sind &ndash; im kulturellen Sinne.&rdquo; (<\/strong>Florence Gaub, Transatlantik-Think-Tank-Expertin, bei Markus Lanz)\n<\/p><\/blockquote><hr><blockquote><p>\n&bdquo;<strong>Wobei ich sagen muss, dass die gro&szlig;en Printmedien bei uns wunder\u001fbar &uuml;ber die Ukraine&nbsp;berichten&hellip;&ldquo; <\/strong>(Die Gr&uuml;nen-Politikerin<strong> <\/strong>Marieluise Beck vom Zentrum Liberale Moderne im Gespr&auml;ch mit dem Autor Serhij Zhadan, Friedenspreistr&auml;ger des deutschen Buchhandels)\n<\/p><\/blockquote><p>&bdquo;Wir m&uuml;ssen unseren Kindern das Wichtigste weitergeben: unsere Kultur und unsere Waffen&ldquo;, so spricht im Oktober 2022 der mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnete Serhij Zhadan. Auch die ukrainischen K&uuml;nstler h&auml;tten nun die Pflicht, f&uuml;r ihr Land zu k&auml;mpfen. Den Preis erh&auml;lt Zhadan, so die Jury, &bdquo;f&uuml;r sein herausragendes k&uuml;nstlerisches Werk sowie f&uuml;r seine humanit&auml;re Haltung&ldquo;. In seiner Dankesrede in der Frankfurter Paulskirche lobt der Geehrte die ukrainischen K&auml;mpfer in einem Jargon, bei dem in Deutschland alle Alarmglocken schellen m&uuml;ssten (&bdquo;Die Soldaten sind wie innerlich erleuchteter Stahl: zornig, stark, bissig&ldquo;), in Russen dagegen sieht er &bdquo;das totale, enthemmte B&ouml;se&ldquo;, sieht in ihnen nur Verbrecher, Barbaren, Abschaum und Unrat &ndash; Letzteres laut leicht irritierter, aber verst&auml;ndnisvoller <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/kultur\/literatur\/serhij-zhadan-hineinhorchen-in-den-himmel-91856906.html\">Frankfurter Rundschau<\/a> vom 17. Oktober 2022 sogar dreimal. Das aufgekl&auml;rte, gebildete und antirassistische Publikum verl&auml;sst daraufhin geschlossen den Saal. Stopp! Der letzte Satz stimmt nicht. Tats&auml;chlich erh&auml;lt Zhadan standing ovations!<\/p><p>K&ouml;nnte man diese Veranstaltung als kulturelle Zeitenwende bezeichnen? So als habe Zhadan in der Paulskirche durch die Hirne der deutschen intellektuellen Elite gepustet, die sich nun wie erwacht vorkommt und als &bdquo;genesen&ldquo; sieht, so als habe sie allzu lange an Krankheiten wie Toleranz, V&ouml;lkerverst&auml;ndigungswillen und Entspannungsfantasien gelitten. Unser Kulturmilieu tut jetzt tats&auml;chlich so, als habe es endlich (wieder) begriffen, was und wie der Russe ist. Denn die Rede Zhadans war ja auch, so Jens Uthoff am 24. Oktober 2022 <a href=\"https:\/\/taz.de\/Friedenspreis-fuer-Ukrainer-Serhij-Zhadan\/!5886920\/\">in der <em>taz,<\/em><\/a> &bdquo;eine Reaktion darauf, was Ukrainer:innen (wie ihm) besch&auml;menderweise noch immer im Westen begegnet &ndash; etwa das Unverst&auml;ndnis dar&uuml;ber, dass sie mit einer Sprache des Hasses auf alles Russische reagierten.&ldquo; <\/p><p>Jawohl, wir sollen uns alle sch&auml;men, wenn wir bei ethnischen Pauschalzuschreibungen, genauer: wenn wir bei hasserf&uuml;llter rassistischer V&ouml;lkerkunde zusammenzucken, obwohl sie doch von Ukrainern gelehrt wird! <\/p><p><strong>Der Kampf und Hass gegen alles Russische<\/strong><\/p><p>In der Ukraine selbst ist diese Lehre, die mit extremer Selbst&uuml;berh&ouml;hung einhergeht, allerdings nicht neu. Der Kampf gegen alles Russische wurde schon lange vor dem Krieg gef&uuml;hrt &ndash; und nach dem Maidan-Putsch von einem westukrainisch dominierten Regime auch mit Waffen gegen die russischsprachige Bev&ouml;lkerung im Osten. Unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Kulturpolitik in der Ukraine: Der Trend zum Verbot&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000010099301\/ukraine-der-trend-zum-verbot\">schreibt<\/a> etwa <em>Der Standard <\/em> am 8. Januar 2015: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;In der Ukraine sind seit November 69 russische Kinofilme und Fernsehserien verboten worden. Kulturministerium, Geheimdienst SBU und der Verband der Filmschaffenden hatten sich zuvor mit einer dementsprechenden Bitte an die staatliche Filmagentur der Ukraine gewandt, die unverz&uuml;glich zur Tat schritt und allen Werken die Vorf&uuml;hrerlaubnis entzog.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Die Beschl&uuml;sse des Filmagenturchefs Pylyp Illenko, Ex-Politiker der Swoboda-Partei, st&uuml;nden, so <em>Der Standard<\/em>, &bdquo;in der Tradition der umstrittenen &sbquo;Nationalen Expertenkommission f&uuml;r Fragen der gesellschaftlichen Moral&lsquo;&hellip; Unter dem damaligen Premierminister Wiktor Janukowitsch im November 2004 installiert, wacht dieses rechtskonservativ orientierte Beratergremium im Auftrag des Staates &uuml;ber die &ldquo;gesellschaftliche Moral&rdquo;.<\/p><p>In ukrainischen Geschichtsb&uuml;chern werden die dunkleren Seiten der eigenen Historie marginalisiert oder ausgelassen. Stefan Korinth <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Ukraine-Geschichtsunterricht-mit-Beigeschmack-3374707.html?seite=all\">schreibt<\/a> am 7. August 2015 in <em>Telepolis:<\/em><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;In drei der vier zugelassenen Lehrb&uuml;cher f&uuml;r ukrainische Geschichte wird zur Judenvernichtung durch die Deutschen nicht mal angedeutet, dass Ukrainer Mitt&auml;ter bei diesem Verbrechen waren. In einem Buch immerhin, wird in einem Nebensatz erw&auml;hnt, dass auch Einheimische sich an den Morden der Nazis beteiligten. Von den Pogromen findet sich in keinem der Lehrb&uuml;cher ein Wort. Das p&auml;dagogische Ziel ist eben nicht die Aufarbeitung von Geschichte, sondern das Nationalbewusstsein zu st&auml;rken&lsquo;, erkl&auml;rt Ukraine-Experte Frank Golczewski. Nach neuesten Parlamentsbeschl&uuml;ssen, ist es heute in der Ukraine strafbar, die UPA f&uuml;r Massaker zu beschuldigen, sagt Osteuropa-Fachmann Golczewski. ,Das ist eine fatale Entwicklung und das Gegenteil von dem, was man als Angleichung an mittel- und westeurop&auml;ische Standards sehen kann.&lsquo;&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Was mittel- und westeurop&auml;ische Standards betrifft: Die ukrainische Generalkonsulin Iryna Tybinka lehnt bei uns Willkommensklassen f&uuml;r gefl&uuml;chtete Kinder ab und fordert stattdessen von der deutschen Kultusministerkonferenz <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/die-ukraine-will-keine-schulische-integration-in-deutschland-4317064.html\">laut Tagesspiegel<\/a> vom 16. M&auml;rz 2022 &bdquo;Unterricht auf Ukrainisch nach ukrainischen Rahmenpl&auml;nen&ldquo;. Sie f&uuml;rchtet in Integrationsklassen um die nationale Identit&auml;t. Die Ukraine, so Tybinka, sei &bdquo;mit ihrer ,jahrtausendalten Geschichte&lsquo; und von ihrem Territorium her das gr&ouml;&szlig;te Land Europas, komme aber in den deutschen Schulb&uuml;chern kaum vor. Stattdessen dominiere in Deutschlands Lehrpl&auml;nen und Richtlinien, nach wie vor Russland und russischer Imperialismus&lsquo;. Daher stammten auch &bdquo;die Neigungen und das Bestreben vieler Menschen in Deutschland, Russland zu verstehen, Russlands Verbrechen zu rechtfertigen.&ldquo;<\/p><p>F&uuml;r die ukrainische Autorin Tanja Maljartschuk &ndash; und f&uuml;r viele ihrer Kollegen und Kolleginnen &ndash; sind das Volk und die Regierung eins: &bdquo;Das ist so!&ldquo; Sie schlie&szlig;t also jede Opposition aus &bdquo;ihrem&ldquo; Volk aus, nicht nur die in der Ostukraine. In einem Gespr&auml;ch mit Jakob Augstein (<em>Leipziger Zeitung<\/em>, 20. Oktober 2022) zieht sie den Putin-Hitler-Vergleich und erkl&auml;rt, sie kenne auch keine Menschen, die verhandeln wollten. Schon acht Jahre fr&uuml;her hat sich Maljartschuk <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/protest-einer-ukrainischen-autorin-russland-mein-russland-wie-liebe-ich-dich-12838807.html\">in der <em>FAZ<\/em><\/a> direkt an Russland gewandt:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Ich muss dir ehrlich sagen, Russland, mein Leben lang habe ich dich gehasst. Ich war eine fundamentalistische Antirussin, wobei ich deine Literatur las und deine Sprache als zweite Muttersprache spreche.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Diese verhassten Russen, dieses verhasste Russisch! Schon lange l&auml;uft in der Ukraine nicht nur ein Kampf gegen diese Sprache, sondern unter dem Rubrum Dekolonisation oder Entrussifizierung auch eine S&auml;uberungsaktion, welche die gesamte russische Kultur ausmerzen will. Puschkin-Statuen werden niedergerissen, Dostojewski- oder Tolstoi-Stra&szlig;en umbenannt &ndash; und ersetzt werden sie durch die Ehrung faschistischer Nazi-Kollaborateure wie Stepan Bandera und seinen m&ouml;rderischen Mitstreitern.<\/p><p><strong>Und was ist mit Tschaikowski, Puschkin und Co.?<\/strong> <\/p><p>&bdquo;Das Abspielen russischer Musik an &ouml;ffentlichen Orten, die Einfuhr von B&uuml;chern in gro&szlig;en Mengen aus Russland und&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/ukraine-aktuell-tote-bei-beschuss-eines-einkaufszentrums\/a-62271319\">Belarus<\/a>: Das alles ist in der <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/g7-wollen-ukraine-so-lange-wie-n%C3%B6tig-unterst%C3%BCtzen\/a-62272027\">Ukraine<\/a> nun gesetzlich untersagt&ldquo;, so <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/ukraine-weder-musik-noch-b%C3%BCcher-aus-russland\/a-62279082\">vermeldet<\/a> die <em>Deutsche Welle<\/em> (DW) am 27. Juni 2022. &bdquo;Das vom Parlament in Kiew beschlossene Verbot umfasst ,Produkte von K&uuml;nstlern oder Autoren, die B&uuml;rger des Aggressorstaates waren oder sind&lsquo;. Der ukrainische Fernsehmoderator und Produzent Ihor Kondratjuk hatte noch vor Beginn der <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/ukraine-aktuell-explosionen-ersch%C3%BCttern-kiew\/a-62263213\">Invasion Russlands<\/a> &uuml;ber 25.000 Unterschriften unter einer Petition zum Verbot von Konzerten russischer K&uuml;nstler in der Ukraine gesammelt. F&uuml;r ihn ist das neue Gesetz ein logischer Schritt zum Schutz des Landes.&ldquo;<\/p><p>Die <em>Frankfurter Rundschau<\/em> <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/meinung\/kolumnen\/ukraine-kiew-entrussifizierung-russland-literatur-krieg-tolstoi-puschkin-achmatowa-kultur-92132165.html\">schreibt<\/a> am 8. M&auml;rz 2023 &uuml;ber eine Reportage der &bdquo;Tagesthemen&ldquo; aus Kiew: &bdquo;Vor allem &auml;ltere Menschen tragen Pakete und B&uuml;ndel in eine Buchhandlung, weil sie sich von russischer Literatur befreien wollen. Hinter dem Laden werden diese B&uuml;ndel auf einen Lkw geworfen, der das ,Altpapier&lsquo; zu einer Sammelstelle fahren wird. Der Ertrag soll der Finanzierung von Kriegsger&auml;t dienen. Auf dem Index der Lehrpl&auml;ne von Schulen stehen neben Tolstoi die Namen von Alexander Puschkin, Anton Tschechow oder Anna Achmatowa. Auch Bibliotheken entsorgen tonnenweise russische Literatur, weil laut Anordnung des Ministeriums f&uuml;r Kultur und Informationspolitik Propagandaliteratur (!) aus ukrainischen Bibliotheken zu entfernen sei.&ldquo; <\/p><p>Sogar Nikolai Gogol und Michail Bulgakow, diese beiden gro&szlig;en russischschreibenden Schriftsteller ukrainischer Herkunft, sind vom kulturpolitischen Exorzismus <a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/regionen\/Russland\/gogol.html\">bedroht<\/a>. Erik Zielke nennt das <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1171225.cancel-culture-und-ukraine-krieg-kabale-der-scheinheiligen.html\">&bdquo;die Selbstkastration einer Nation&ldquo;<\/a>. In der Stadt Luzk &uuml;brigens, <a href=\"https:\/\/taz.de\/Buecherentsorgung-in-der-Ukraine\/!5897280\/\">siehe <em>taz<\/em><\/a> vom 23. November 2022, wird Tolstoi zu Klopapier verarbeitet. <\/p><p>Solche Nachrichten sind in unseren Medien, denen zufolge die Ukraine auch f&uuml;r unsere Freiheit und Demokratie k&auml;mpft, eher selten zu lesen. An die Nazi-B&uuml;cherverbrennung im Mai vor neunzig Jahren aber wurde pflichtgem&auml;&szlig; erinnert, jedoch so, als w&auml;re es ein v&ouml;llig anderes und singul&auml;res Ereignis. Auch bei der oscarpr&auml;mierten Neuverfilmung des Remarque-Romans &bdquo;Im Westen nichts Neues&ldquo; d&uuml;rfen auf keinen Fall Parallelen zum Heute gezogen werden. Im <em>Stern<\/em> <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/ukraine-podcast\/ukraine-krieg--moelling-warnt-vor-einfachen-lehren-aus--im-westen-nichts-neues--33280174.html\">warnt<\/a> zum Beispiel Christian M&ouml;lling, eine der regelm&auml;&szlig;ig nach Waffen rufenden NATO-Schranzen von der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik (DGAP), scharf davor, &bdquo;aus dem Film-Gemetzel Lehren f&uuml;r den Ukraine-Krieg zu ziehen&ldquo;. Auch der Remarque-Roman wurde damals von den Nazis verbrannt, in ihm fragt der Frontsoldat Tjaden: &bdquo;Weshalb ist dann &uuml;berhaupt Krieg?&ldquo; Der illusionslose Pragmatiker Kat antwortet: &bdquo;Es muss Leute geben, denen der Krieg n&uuml;tzt.&ldquo; Und ja, da fallen einem viele Namen ein. <\/p><p>&bdquo;<strong>Warum sanktioniert man nicht die russische Kultur?&ldquo;<\/strong><\/p><p>Der Erich-Maria-Remarque Friedenspreis 2023 geht dieses Jahr &uuml;brigens an die<strong> <\/strong>russische Schriftstellerin Ljudmila Ulitzkaja, den Sonderpreis erh&auml;lt der ukrainische Zeichner Sergiy Maidukov. Man m&uuml;sse aber akzeptieren, so die Jury, dass, solange der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine nicht beendet sei, die Preise nicht f&uuml;r beide gleichzeitig verliehen werden k&ouml;nnten. Weil sich n&auml;mlich Majdukov weigert, mit einer Russin, und sei sie noch so sehr gegen den Krieg, auf einem Podium zu erscheinen. Nein, dieser Kulturboykott alles Russischen ist keine Ausnahme, sondern offizielle ukrainische Politik. Dieser &bdquo;Quarant&auml;ne&ldquo;-Politik m&uuml;sse sich auch Deutschland anschlie&szlig;en, fordert der ukrainische Kulturminister Oleksandr Tkatschenko <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2023\/08\/ukraine-kulturminister-russland-boykott-anna-netrebko\">in einem Interview<\/a> mit der <em>Zeit<\/em>:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Russischen TV-Sendern wurden in Deutschland die Lizenzen entzogen, warum sanktioniert man nicht die russische Kultur?&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Der ukrainische Wunsch wird in Deutschland gern erf&uuml;llt. Unsere blaugelb durchflaggten Kultureinrichtungen laden aus und werfen raus, &auml;ndern ihre Programme &ndash; weg mit Tschaikowsky! &ndash; und werden dabei unterst&uuml;tzt von Kulturjournalisten, die mit inquisitorischem Eifer von russischen K&uuml;nstlern Reuebekenntnisse, R&uuml;cktritte und gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Putin-Distanzierung einfordern. (Kleiner Einschub zum Russen-K&uuml;nstler-Canceln: &bdquo;Wenn jemand in einem solchen Fall zur Begr&uuml;ndung direkt an das Russische ankn&uuml;pft, ist das ganz klar ein Versto&szlig; gegen das Antidiskriminierungsrecht&ldquo;, sagt der Rechtsanwalt Viktor Winkler am 22. M&auml;rz 2022 in SWR 2.) Als der Baden-Badener Intendant trotz allem darauf beharrt, Teodor Currentzis dirigieren zu lassen (&bdquo;Es darf niemand gezwungen werden, eine Meinung zu &auml;u&szlig;ern. Und in der Demokratie m&uuml;ssen wir Meinungen aushalten, die von den unseren abweichen.&ldquo;), stellt das Feuilleton der <em>Stuttgarter Zeitung<\/em> am 6. November 2022 die denkw&uuml;rdige Frage:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;F&auml;llt die Haltung zu einem Krieg, in dem Tausende Menschen sterben, aber tats&auml;chlich noch unter den Begriff Meinungsfreiheit?&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Wenn damals, wir sprechen von der deutschen Nazizeit (die freilich nicht mit dem heutigen Russland verglichen werden soll!), die US-Kulturpolitik gegen alles Deutsche gek&auml;mpft und Exilautoren wie Thomas Mann oder Stefan Zweig als Auss&auml;tzige behandelt h&auml;tte, w&auml;re auch da gr&ouml;&szlig;tes Verst&auml;ndnis angebracht gewesen? Aber es wird ja sogar die Verleihung des Friedensnobelpreises 2022 an Menschenrechtler aus der Ukraine, Belarus und Russland in der Ukraine scharf kritisiert, zum Beispiel, so der <em>Spiegel<\/em> (8. Oktober 2022), <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/reaktionen-auf-friedensnobelpreistrager-oppositionsfuhrerin-tichanowskaja-wurdigt-bjaljazki-als-stolz-der-belarussen-8725759.html\">von Selenskis Berater<\/a> Mychajlo Podoljak: Das Nobelpreiskomitee habe eine interessante Auffassung des Wortes &bdquo;Frieden&ldquo;, wenn den Friedensnobelpreis zusammen &bdquo;Vertreter zweier L&auml;nder erhalten, die ein Drittes &uuml;berfallen haben&ldquo;. <\/p><p>Die Berlinale aber macht es laut Selenski richtig, in seiner zugeschalteten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93935\">Video-Rede<\/a> sagt er unter gro&szlig;em Applaus: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Berlinale hat ihre Wahl getroffen, indem sie den Dialog ohne Grenzen hochh&auml;lt. Das Kino aus der ganzen Welt ist zu Gast. Dass Filme, die mit russischer Unterst&uuml;tzung gemacht wurden, dieses Jahr nicht im Festival vertreten sind &ndash; das wissen wir zu sch&auml;tzen, daf&uuml;r sind wir dankbar.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Offene Grenzen und gleichzeitig Zensur? Selenski sieht darin keinen Widerspruch. Und die Berlinale offenbar auch nicht.<\/p><p>Sollte die Kultur nicht eigentlich einstehen f&uuml;r Verst&auml;ndnis und Toleranz, ist sie nicht unter anderem dazu da, Br&uuml;cken zu bauen statt Gr&auml;ben aufzurei&szlig;en? Georg See&szlig;len <a href=\"https:\/\/taz.de\/Kultur-und-Sport-in-Kriegszeiten\/!5847715\/\">schreibt<\/a> in der taz vom 4. Mai 2022: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wenn mich nicht alles t&auml;uscht, dann ist Kultur daf&uuml;r zust&auml;ndig, Menschen und Gesellschaften den Umgang mit der Kompliziertheit von Welt und Geschichte zu erm&ouml;glichen. Kein Wunder also, dass sie von bestimmten Menschen und Institutionen so gehasst wird. Umgekehrt n&auml;mlich ist Politik offenbar nie zu denken ohne das Versprechen der gro&szlig;en Vereinfachung. Der politische Druck auf Kultur w&auml;chst in Zeiten der Krise. Doch es gibt einen Punkt der freiwilligen wie der erzwungenen Vereinfachung, an dem wir nicht mehr von Kultur, sondern von Propaganda sprechen sollten.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Wie willf&auml;hrig sich unsere Kultur zum Propagandainstrument machen lie&szlig;, schlimmer noch: wie schnell sie sich selber zu einem solchen gemacht hat, ist ebenso erstaunlich wie erschreckend. <\/p><p>Und noch einmal: Diese Selbstverst&auml;ndlichkeit, mit der die ukrainischen Positionen toleriert und propagiert werden! Der Jurist und Autor Thomas Fischer <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/wladimir-putin-macht-einen-fehler-nach-dem-anderen-so-ist-es-doch-oder-etwa-nicht-kolumne-a-b96669f2-d030-4fef-8e87-7c637ad6ed5b\">konstatiert<\/a> am 30. September 2022 im <em>Spiegel<\/em>:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Was immer an rassistischen Stereotypen und Verdammungen in den letzten 75 Jahren unter der Decke geblieben ist, ist wieder da und salonf&auml;hig.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>&bdquo;<strong>Kein Platz mehr f&uuml;r Ambivalenzen&ldquo;<\/strong><\/p><p>Als der Friedenspreistr&auml;ger Serhij Zhadan auch im Stuttgarter Literaturhaus seine martialischen Bekenntnisse verbreitet &ndash; er hat den Entsicherungsring einer Handgranate mitgebracht! &ndash; schreibt die <em>Stuttgarter Zeitung<\/em> (11. Oktober 2022), es sei in der aktuellen Situation eben &bdquo;kein Platz mehr f&uuml;r Ambivalenzen&ldquo;, auch sei ein &bdquo;unterhinterfragter Pazifismus&ldquo; zu kritisieren, und wer &bdquo;unbehaglich zusammenzucke&ldquo;, wenn in einem Literaturhaus nach Waffen gerufen werde, dem sei zu empfehlen: &bdquo;Wir sollten weniger sprechen, sondern zuh&ouml;ren, was die Ukrainer zu sagen haben.&ldquo; Aber das ist eben das Problem: Je mehr wir <em>diesen<\/em> Ukrainern zuh&ouml;ren (und andere d&uuml;rfen bei uns nicht sprechen), desto unheimlicher wird die Sache. <\/p><p>Im Bundeskanzleramt etwa erkl&auml;rt die ukrainische S&auml;ngerin Marina Sadovska: &bdquo;Wenn die Welt untergeht, wenn wir der Ukraine helfen, dann soll es halt so sein.&ldquo; Noch einmal Thomas Fischer, der am 1. April 2022 die vom Weltuntergangsfuror &bdquo;tief beeindruckte&ldquo; <em>FAZ<\/em> zitiert: &bdquo;Wir m&uuml;ssen ertragen, dass sie (die S&auml;ngerin) mit keinem Wort an unser Mitleid appellierte, sondern Forderungen der Gerechtigkeit aufstellte, also in unserem eigenen Interesse sprach.&ldquo; Fischer <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/deutschland-und-der-ukraine-krieg-nur-die-wahrheit-gastbeitrag-von-thomas-fischer-a-0e713df3-80d8-4ed4-84f2-7e1991601520\">dazu<\/a>: &bdquo;Die Frage sei gestattet: Ist das noch Unsinn oder schon religi&ouml;ser Wahn?&ldquo; Im <em>Tagesspiegel<\/em> vom 4. Oktober 2022 <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/aufnahme-russischer-kriegsdienstverweigerer-ich-mochte-nicht-mit-ihnen-in-der-u-bahn-fahren-8701597.html\">schreibt<\/a> Nadiia Kulish zum Thema &bdquo;Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen beziehungsweise von Kriegsdienstverweigerern aus Russland&ldquo;: &bdquo;Ich m&ouml;chte nicht mit russischen M&auml;nnern in Berlin in der U-Bahn fahren.&ldquo; <\/p><p>Die<em> taz<\/em> <a href=\"https:\/\/taz.de\/Ueber-den-Umgang-mit-Russinnen\/!5867898\/\">berichtet<\/a> am 2. August 2022 von einem Treffen zwischen f&uuml;nf deutschen und 17 ukrainischen Journalisten, bei dem Letztere unisono erkl&auml;ren: &bdquo;Ein Dialog mit Russ*innen, ja allein der Umstand, ihnen ein Forum zu bieten, sei inakzeptabel und komme einer Zumutung gleich. Schlie&szlig;lich sei ein\/e jede\/r von ihnen schuld an diesem Krieg. Schon eine Getr&auml;nkekarte, die in dem Raum auf den Tischen liegt, wird als Provokation gewertet. Denn auch der russische Wodka &bdquo;Moskowskaja&ldquo; ist im Angebot.&ldquo; <\/p><p><strong>Russland als Reich des absolut B&ouml;sen<\/strong><\/p><p>Schauen wir auch mal rein in die zu Propaganda-Sendungen verkommenen Kulturmagazine des &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehens! Etwa in &bdquo;Aspekte&ldquo;, wo schon lange vor dem Krieg die als Frage verkleidete Forderung &bdquo;Kulturaustausch mit Russland beenden?&ldquo; auftaucht. Oder in &bdquo;Kulturzeit&ldquo; auf 3Sat, wo Transatlantik-&bdquo;Experten&ldquo; das Ende von &Ouml;sterreichs Neutralit&auml;t fordern, den Verhandlungsaufruf von Wagenknecht und Schwarzer als &bdquo;intellektuelles und moralisches Debakel&ldquo; denunzieren oder die Sportpalast-Rede Goebbels&rsquo; in direkten Zusammenhang mit Putin stellen. Immer wieder wird Russland als Reich des absolut B&ouml;sen bezeichnet, immer wieder sind alle, aber wirklich alle Russen verabscheuenswert, immer wieder tritt ein offener Rassismus und ein Denunziationswille zutage, die einem den Atem rauben. <\/p><p>In der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/projekte\/artikel\/kultur\/juergen-habermas-ukraine-sz-verhandlungen-e159105\/?reduced=true\"><em>S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/em><\/a> vom 14. Februar 2023 darf J&uuml;rgen Habermas noch ein &bdquo;Pl&auml;doyer f&uuml;r Verhandlungen&ldquo; halten. Er schreibt: &bdquo;Angetrieben durch den bellizistischen Tenor einer geballten ver&ouml;ffentlichten Meinung, in der das Z&ouml;gern und die Reflexion der H&auml;lfte der deutschen Bev&ouml;lkerung nicht zu Worte kommen.&ldquo; Zwei Tage sp&auml;ter schreibt der Ukraine-Propagandist Peter Neumann in der <em>Zeit<\/em> eine vernichtende Replik, die den ersten Teil des Habermas-Zitats als &Uuml;berschrift verwendet. <\/p><p>Moment! Kann das sein? <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2023\/08\/juergen-habermas-ukraine-krieg-verhandlungen-waffenlieferungen\">Die <em>Zeit<\/em><\/a> hat das Zitat gef&auml;lscht und ins Gegenteil verkehrt, aus der &bdquo;geballten ver&ouml;ffentlichten Meinung&ldquo; macht sie eine &bdquo;geballte &ouml;ffentliche Meinung&ldquo; &ndash; und l&auml;sst die Fortf&uuml;hrung des Satzes weg. Ist das Schludrigkeit? Oder ist es Absicht? Aber das hie&szlig;e dann, dass dieses Zentralorgan des kultivierten B&uuml;rgertums alle journalistischen Grunds&auml;tze aufgegeben h&auml;tte und, nun ja, zu einem Drecksblatt mutiert w&auml;re&hellip;<\/p><p>Apropos Mutation: Es war einmal ein Mitglied des moskautreuen Studentenverbands Spartakus namens Stephan Wackwitz. Er hei&szlig;t immer noch so, aber er ist jetzt ein schriftstellernder Kriegseuphoriker, der in Lemberg, diesem Hort der ukrainischen Rechten, nur progressive europ&auml;ische Kultur wahrnimmt, aber keine faschistischen Aufm&auml;rsche und keine Bandera-Statuen. In der <em>taz<\/em> <a href=\"https:\/\/taz.de\/Essay-Osteuropa\/!5591778\/\">lobt er<\/a> 2019, dass der Krieg im Donbass &bdquo;ein Volkskrieg&ldquo; sei, &bdquo;f&uuml;r den in Lemberg auf den Stra&szlig;en Geld gesammelt und f&uuml;r den Freiwillige ihr Studium an den Nagel h&auml;ngen&ldquo;. (Und sich, muss man hinzuf&uuml;gen, wahrscheinlich den Asow-Nazis anschlie&szlig;en.) Am 3. M&auml;rz 2022 und wieder in der <em>taz<\/em> <a href=\"https:\/\/taz.de\/Deutsche-Reaktionen-auf-Putins-Krieg\/!5838876\/\">taumelt Wackwitz<\/a> dann in eine Euphorie hinein, wie man sie von deutschen Autoren vorher nur beim kanonendonnernden Applaus f&uuml;r deutsche Kriege gekannt hat: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Der angegriffenen Ukraine wurden mit Verweis auf Artikel 51 der UN-Charta Panzerf&auml;uste und Stinger-Raketen geliefert. Und f&uuml;r Sonntagvormittag war der Bundestag einberufen. Es war tats&auml;chlich ein Gl&uuml;cksgef&uuml;hl, das mich am folgenden Morgen gegen 11 vor meinem Fernsehger&auml;t &uuml;bermannte. Auch die Seitenstra&szlig;en waren fast l&uuml;ckenlos angef&uuml;llt mit Menschenmassen, ukrainischen Fahnen, Parolen, Blumenkr&auml;nzen, blaugelben Garderoben und Gesichtsbemalungen, selbst gebastelten Transparenten &ndash; vor allem aber mit jenem diffusen Aufgeregt- und Gl&uuml;cklichsein. Es schien pl&ouml;tzlich au&szlig;er und in mir zugleich zu herrschen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>In der <em>ARD<\/em>-Sendung &bdquo;Hart aber Fair&ldquo; wurde im April dieses Jahres die besorgte Frage gestellt: &bdquo;Kann Deutschland Krieg?&ldquo;. Nun, die deutsche Stahlhelm-Fraktion in den Feuilletons jedenfalls, die kann das. <\/p><p>Titelbild: Shutterstock \/ Valentie_Tokyo<\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema: <\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92694\">Ein Land, das solche &bdquo;Helden&ldquo; braucht &hellip;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86230\">V&ouml;lkerkunde mit Anna Kupriy bei der Landeszentrale f&uuml;r politische Bildung: Die Russen sind faul, die Ukrainer flei&szlig;ig<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85554\">Ein Botschafter, der einen Faschisten als Vorbild hat &ndash; Andrij Melnyk, Stepan Bandera und deutsche Kriegstreiber<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96200\">Stimmen aus der Ukraine: Die letzte Etappe auf dem Weg zur Errichtung des Totalitarismus<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/b6baccf016c143f6977777ec0dbd79a1\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der ukrainische Kulturkampf wird als Exorzismus gef&uuml;hrt und richtet sich gegen alles Russische. Er ist l&auml;ngst nach Deutschland &uuml;bergeschwappt und hat dort willf&auml;hrige Mitk&auml;mpfer in Kultureinrichtungen und Feuilletons gefunden. Von <strong>Rupert Koppold<\/strong>.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":100371,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,126,159,123,917],"tags":[3293,3041,1959,259,260,3226],"class_list":["post-100370","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-erosion-der-demokratie","category-fremdenfeindlichkeit-rassismus","category-kampagnentarnworteneusprech","category-kultur-und-kulturpolitik","tag-bellizismus","tag-cancel-culture","tag-hate-speech","tag-russland","tag-ukraine","tag-xenophobie"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/shutterstock_182666510.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/100370","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=100370"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/100370\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":100410,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/100370\/revisions\/100410"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/100371"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=100370"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=100370"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=100370"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}