{"id":100476,"date":"2023-07-06T08:55:26","date_gmt":"2023-07-06T06:55:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100476"},"modified":"2023-07-17T15:45:13","modified_gmt":"2023-07-17T13:45:13","slug":"ohne-den-putsch-von-2014-wuerde-die-ukraine-in-frieden-leben-teil-1-von-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100476","title":{"rendered":"\u201eOhne den Putsch von 2014 w\u00fcrde die Ukraine in Frieden leben\u201c \u2013 Teil 1 von 3"},"content":{"rendered":"<p><strong>Oleg Nesterenko<\/strong> ist russischer Staatsb&uuml;rger, arbeitet seit vielen Jahren in Frankreich und ist Direktor des &bdquo;Europ&auml;ischen Industrie- und Handelszentrums&ldquo; in Paris, Partner der russischen Industrie- und Handelskammer in Frankreich. Die Fragestellerin, <strong>Patricia Cerinsek<\/strong>, sieht dieses Interview als einen Vorschlag, eine andere Stimme als die des westlichen Mainstreams zu h&ouml;ren, ein anderes &bdquo;Narrativ&ldquo;, was dazu beitragen soll und kann, den Ukrainekonflikt besser zu verstehen und zu begreifen. Das Interview ist zun&auml;chst im franz&ouml;sischen Medium <a href=\"https:\/\/eclaireur.substack.com\/p\/sans-le-coup-detat-de-2014-lukraine\"><em>L&rsquo;Eclaireur des Alpes<\/em><\/a> erschienen. &Uuml;bersetzung von <strong>Heiner Biewer<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6217\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-100476-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230706_Ohne_den_Putsch_von_2014_wuerde_die_Ukraine_in_Frieden_leben_Teil_1_von_3_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230706_Ohne_den_Putsch_von_2014_wuerde_die_Ukraine_in_Frieden_leben_Teil_1_von_3_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230706_Ohne_den_Putsch_von_2014_wuerde_die_Ukraine_in_Frieden_leben_Teil_1_von_3_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230706_Ohne_den_Putsch_von_2014_wuerde_die_Ukraine_in_Frieden_leben_Teil_1_von_3_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=100476-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230706_Ohne_den_Putsch_von_2014_wuerde_die_Ukraine_in_Frieden_leben_Teil_1_von_3_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"230706_Ohne_den_Putsch_von_2014_wuerde_die_Ukraine_in_Frieden_leben_Teil_1_von_3_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Kurze Skizzierung des Inhalts der drei Teile:<\/p><p>Teil 1:<\/p><p>Ausl&ouml;ser und tiefere Ursachen der russischen Intervention \/ Hat Russland die Ukraine untersch&auml;tzt? \/ Die ukrainischen Fl&uuml;chtlinge in der EU sind keine homogene Gruppe<\/p><p>Teil 2: <\/p><p>Der Ukrainekonflikt ist der dritte Dollarkrieg \/ Potentiale der EU, des Euro und Versagen der europ&auml;ischen Politik \/ Sanktionen und ihre Auswirkungen auf Russland bzw. die EU<\/p><p>Teil 3:<\/p><p>Zur Dauer des Krieges \/ Unvermeidbarkeit des Krieges \/ der kurzsichtige Westen hat keinen l&auml;ngeren Konflikt vorhergesehen \/ Informationskrieg &ndash; echte Redefreiheit setzt wirkliche Freiheit des Denkens voraus \/ neue Weltordnung?<\/p><p>Was Nesterenko uns hier in drei Teilen &uuml;ber die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft, wie sie sich seiner Meinung nach abzeichnet, erz&auml;hlt, sch&ouml;pft er nach eigenen Angaben aus seinen Erfahrungen, Gespr&auml;chen und Quellen unter hohen Beamten in Moskau, aber auch in Kiew, Donezk, auf der Krim, in der russischen wie in der ukrainischen Armee. In diesem ersten Teil kehren wir zu den Urspr&uuml;ngen und tieferen Ursachen des Krieges zur&uuml;ck, um seine Gegenwart besser zu beleuchten.<\/p><p><strong>Jenseits von Wladimir Putins Verantwortung f&uuml;r den Ausbruch des Krieges: Welche Anl&auml;sse und welche tieferen Ursachen haben Russland dazu veranlasst, in der Ukraine milit&auml;risch einzugreifen?<\/strong><\/p><p>Tiefere Ursachen und Ausl&ouml;ser werden oft verwechselt, vor allem in der westlichen Presse. Die Ausl&ouml;ser werden als Ursachen angesehen. Die Ursachen werden entweder gar nicht erw&auml;hnt, oder man erz&auml;hlt alles M&ouml;gliche. Es ist wichtig, sie zu unterscheiden.<\/p><p>Es gibt zwei miteinander verkn&uuml;pfte Hauptausl&ouml;ser. Der Erste ist der Putsch 2014 in Kiew. Ohne diesen verfassungswidrigen Putsch w&uuml;rde die Ukraine heute in Frieden leben. Ohne diesen Putsch, hinter dem nachweislich die Vereinigten Staaten von Amerika mit Hilfe ihrer europ&auml;ischen Handlanger standen, g&auml;be es den Krieg, den wir heute erleben, nicht.<\/p><p>Es ist wichtig zu betonen, dass weder die Krim noch die Regionen Donezk oder Lugansk vor diesem Ereignis die geringste Absicht hatten, sich von der Ukraine loszul&ouml;sen. Auf der Krim habe ich weder unter den einfachen Bewohnern noch unter den hohen Beamten in geschlossenen Zirkeln jemals von der M&ouml;glichkeit oder Notwendigkeit sprechen h&ouml;ren, sich von der Ukraine zu trennen und sich Russland anzuschlie&szlig;en. Es gab keinen Grund, dies zu tun.<\/p><p>Auch im Rahmen des Minsker Abkommens war eine Sezession der Regionen Lugansk und Donezk weder vorgesehen, noch wurde sie angesprochen. Gegenstand des Abkommens war die Autonomie gegen&uuml;ber der Zentralmacht in Kiew, angefangen bei der Sprache: Das Recht der Bewohner der Ostukraine, ihre eigene Sprache zu sprechen und nicht die Sprache, die von der neuen Macht mit einer mehr als fragw&uuml;rdigen Legitimit&auml;t aufgezwungen wurde.<\/p><blockquote><p>\n<strong>&bdquo;Die Menschen in den prorussischen Gebieten sind durch die Ereignisse in Odessa zutiefst traumatisiert.&ldquo;<\/strong>\n<\/p><\/blockquote><p>Der zweite Ausl&ouml;ser f&uuml;r den Krieg in der Ukraine war das <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60673\">Massaker von Odessa im Jahr 2014<\/a>, &uuml;ber das in Frankreich nicht viel gesprochen wird. Die hiesige Propaganda versucht, diese wichtige Tatsache zu verschleiern. Sie ist viel zu unbequem.<\/p><p>Nach dem Putsch in Kiew und der Machtergreifung der direkt von den USA unterst&uuml;tzten Ultranationalisten erhoben sich die historisch russischsprachigen Regionen der Ukraine &ndash; Donbass, Krim, Odessa, Nikolajew, Charkow &ndash;, und es kam zu einem Aufstand. Als die Extremisten nach Odessa kamen, um die v&ouml;llig friedlichen Proteste der Einwohner niederzuschlagen, kamen sie bewaffnet und um zu t&ouml;ten. Offiziell gab es 48 Tote. In Wirklichkeit waren es viel mehr.<\/p><p>Und das waren nicht irgendwelche Toten, Opfer irgendeines Unfalls: Es waren Einwohner von Odessa, die von Ultranationalisten und Neonazis aus den traditionell russophoben westlichen Regionen der Ukraine massakriert wurden. Sie wurden mit enormer Brutalit&auml;t massakriert (vergewaltigt und anschlie&szlig;end erw&uuml;rgt, bei lebendigem Leib verbrannt, &hellip;), weil sie sich weigerten, die neue Macht zu akzeptieren, die nie von irgendjemandem gew&auml;hlt worden war. Die Menschen in den prorussischen Gebieten waren von diesem Morden zutiefst traumatisiert, sogar noch mehr als von den Ereignissen in Kiew, da es diesmal in ihrer Heimat geschah und sich jederzeit wiederholen konnte. Ich war 2014 auf der Krim und kann mich noch genau daran erinnern, wie die Einwohner sagten: &bdquo;Es ist v&ouml;llig ausgeschlossen, dass diese Degenerierten zu uns kommen.&ldquo;<\/p><p>Obwohl fast alle T&auml;ter des Massakers von Odessa bestens bekannt sind &ndash; es gibt eine Vielzahl von Zeugenaussagen, Fotos und Videos mit den unverh&uuml;llten Gesichtern der Teilnehmer an dem Massenmord &ndash;, wurde kein Einziger von der neuen ukrainischen F&uuml;hrung verhaftet, noch auch nur behelligt. Dies ist der Anfang, das Fundament der neuen ukrainischen &bdquo;Demokratie&ldquo;, die von leichtgl&auml;ubigen und manipulierten Massen im Westen so bewundert wird.<\/p><p>Nach den Unabh&auml;ngigkeitserkl&auml;rungen der Krim und des Donbass &ndash; die durch die entschiedene Ablehnung der neuen ukrainischen Machthaber durch drei Viertel der betroffenen Bev&ouml;lkerung sehr erleichtert wurde &ndash; best&auml;tigten die Ereignisse von Odessa, dass dieser Wille zur Abspaltung wohl begr&uuml;ndet war.<\/p><p><strong>Wie erkl&auml;rt sich die Einmischung der USA und der Europ&auml;ischen Union in Angelegenheiten, die alles in allem regional h&auml;tten bleiben k&ouml;nnen?<\/strong><\/p><p>Weil die wahren Gr&uuml;nde f&uuml;r diesen Konflikt ganz andere sind. Sie sind auf der Seite der USA zu suchen. Man muss sogar die Ukraine vergessen, weil sie in Wirklichkeit nicht viel damit zu tun hat. Es sind nicht die Ukrainer, die irgendetwas entschieden haben oder entscheiden. Sie sind nur Ausf&uuml;hrende und Opfer in einem gro&szlig;en Spiel, das sie weit &uuml;berfordert.<\/p><p>Bevor wir uns den wahren und tieferen Ursachen dieses Konflikts und der tragenden Rolle des kollektiven Westens zuwenden, ist es wichtig, ein paar Worte &uuml;ber die Rolle des russischen Marinest&uuml;tzpunkts auf der Krim, in Sewastopol, im Zusammenhang mit den Ereignissen im M&auml;rz 2014 zu verlieren.<\/p><p>Es wurde viel dar&uuml;ber gesprochen, dass Moskau die Absicht hatte, die russische und prorussische Bev&ouml;lkerung zu sch&uuml;tzen. Das ist auch richtig. Das ist ein humanit&auml;rer Grund. Geopolitisch gesehen ist der Schl&uuml;sselgrund f&uuml;r die Wiedereinnahme der Krim jedoch der Marinest&uuml;tzpunkt Sewastopol. Dieser ist ein strategisches Element f&uuml;r die Verteidigung der Russischen F&ouml;deration. Wer den Marinest&uuml;tzpunkt kontrolliert, kontrolliert das Schwarze Meer. So einfach ist das. F&uuml;r den Kreml war es daher unvorstellbar, dass die Russen, die sich dort schon immer &ndash; und nicht erst seit 1991 &ndash; befanden, vertrieben werden und an ihrer Stelle NATO-Schiffe und die USA dort einziehen w&uuml;rden. Denn genau das war das westliche Projekt.<\/p><p><strong>Ist dieser Hafen f&uuml;r die Ukraine von strategischer Bedeutung?<\/strong><\/p><p>Der Marinest&uuml;tzpunkt Sewastopol hat f&uuml;r die Ukraine keinen strategischen oder gar existenziellen Wert. Die Ukraine war nie eine Seemacht und wird es auch nie sein. Die ukrainischen Seestreitkr&auml;fte sind heute schlichtweg nicht existent &ndash; ganz zu schweigen davon, dass die russische Pr&auml;senz nicht kostenlos war. Russland zahlte jedes Jahr die Miete f&uuml;r den Hafen (<a href=\"https:\/\/emea01.safelinks.protection.outlook.com\/?url=https:\/\/www.lemonde.fr\/europe\/article\/2014\/02\/28\/pourquoi-la-base-militaire-de-sebastopol-est-essentielle-pour-la-russie_4375318_3214.html&amp;data=05%257C01%257C%257C09482380455343acc4fd08db571eefa6%257C84df9e7fe9f640afb435aaaaaaaaaaaa%257C1%257C0%257C638199562606278722%257CUnknown%257CTWFpbGZsb3d8eyJWIjoiMC4wLjAwMDAiLCJQIjoiV2luMzIiLCJBTiI6Ik1haWwiLCJXVCI6Mn0=%257C3000%257C%257C%257C&amp;sdata=daY\/Rh6345zKPKyZUTXOc\/zzIrWVm9XDRFNTHzHPFAU=&amp;reserved=0\">acht Millionen Dollar Jahresmiete, die seit 1997 an die Ukraine gezahlt wurden<\/a>). F&uuml;r Kiew war es also eher von Vorteil, den St&uuml;tzpunkt an die Russen zu vermieten. F&uuml;r die NATO hingegen war es ein mehr als strategischer Punkt. Die Einnahme des Hafens von Sewastopol w&auml;re ein gro&szlig;er geopolitischer Sieg gewesen. F&uuml;r Moskau war es daher existenziell, ausl&auml;ndischen Kr&auml;ften niemals Zugang zum St&uuml;tzpunkt Sewastopol zu gew&auml;hren.<\/p><p>Nach dem Beitritt der T&uuml;rkei zur NATO im Jahr 1952 und der sp&auml;teren Aufnahme Rum&auml;niens und Bulgariens im Jahr 2004 bestand und besteht die Geostrategie des atlantischen B&uuml;ndnisses darin, die Ukraine und Georgien aufzunehmen. Damit w&auml;ren die russischen Seestreitkr&auml;fte auf den Hafen von Noworossijsk beschr&auml;nkt (den einzigen verbliebenen Marinest&uuml;tzpunkt in tiefen Gew&auml;ssern), und das Schwarze Meer w&uuml;rde solcherma&szlig;en zu einem Binnenmeer der NATO.<\/p><p>Trotz der &uuml;ber die Jahre hinweg wiederholten L&uuml;gen wurde genau das geplant, und das einzige Ziel war Russland &ndash; und das sogar seit den 1990er-Jahren, als sich die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen auf dem h&ouml;chsten Stand seit 1944 befanden. Damals war die Macht in Moskau noch sehr offen und zu naiv gegen&uuml;ber den Absichten des kollektiven, amerikanisch dominierten Westens.<\/p><p><strong>Die Ukraine ist also nur eine Schachfigur und Europa eine Art Schachbrett?<\/strong><\/p><p>Leider ist das genau der Fall. Und die Verantwortlichen in Kiew sind sich dessen vollkommen bewusst. Ich glaube nicht eine Sekunde lang, dass Selenskyj und sein Umfeld sich ihrer tats&auml;chlichen Rolle nicht bewusst sind.<\/p><p>Um auf die tieferen Gr&uuml;nde f&uuml;r den Krieg in der Ukraine zur&uuml;ckzukommen: Es gibt nicht einen, sondern drei Schl&uuml;sselgr&uuml;nde. Es ist zun&auml;chst das Bestreben, die globale US-Dominanz vermittels der Rolle des Dollars fortzusetzen. Der Krieg in der Ukraine ist vor allem der Krieg der US-W&auml;hrung <em>(dazu mehr im zweiten Teil des Interviews<\/em>).<\/p><p>Der zweite Grund ist die weitestgehende Reduzierung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Russland und der Europ&auml;ischen Union. Der Hauptkonkurrent der USA auf dem Weltmarkt ist nicht Russland, sondern die Europ&auml;ische Union. Eines der Hauptziele der US-Au&szlig;enpolitik ist es, die Wettbewerbsf&auml;higkeit der Europ&auml;er zu verringern, indem ihnen die billige russische Energie als eines der wichtigsten Elemente zur Regulierung der Selbstkosten ihrer Industrieproduktion vorenthalten wird.<\/p><p>Der dritte Grund ist der Wunsch nach einer deutlichen Schw&auml;chung Russlands und damit seiner Interventionsm&ouml;glichkeiten in Bezug auf den k&uuml;nftigen gro&szlig;en Konflikt, der zwischen den USA und China entstehen k&ouml;nnte, f&uuml;r das Russland die &bdquo;hintere Basis&ldquo; f&uuml;r Energie und Rohstoffe ist. Wenn die aktive Phase der chinesisch-amerikanischen Feindseligkeiten beginnt, wird Chinas Wirtschaft ohne Russland im R&uuml;cken dem Untergang geweiht sein.<\/p><p><strong>Wie ist es zu erkl&auml;ren, dass die Amerikaner nicht versucht haben (falls dies zutrifft), Russland intern zu destabilisieren, wie sie es in der Ukraine getan haben?<\/strong><\/p><p>Diese Vorgehensweise ist Teil ihrer Doktrin. In der Ukraine hatten sie Erfolg, aber man darf nicht vergessen, dass sie zuvor schon genau dasselbe getan hatten. In Georgien hatten sie 2003 einen perfekten Coup gelandet und versuchten, das gleiche Szenario unter anderem in Wei&szlig;russland und Kasachstan zu wiederholen. Das hat gr&ouml;&szlig;tenteils aufgrund der Unterst&uuml;tzung Russlands f&uuml;r die Ziell&auml;nder nicht funktioniert.<\/p><p>Nat&uuml;rlich haben sie versucht, Russland von innen heraus zu destabilisieren. Und aus ihrer Sicht haben sie damit vollkommen recht, denn die einzige M&ouml;glichkeit, Russland zum Zusammenbruch zu bringen, ist von innen heraus. Sie haben es nicht nur versucht, sondern versuchen es auch weiterhin. Nur ist ihre Vorgehensweise vollkommen bekannt, und die Strukturen der inneren Sicherheit des Landes sind gut darauf eingestellt, diese Bedrohung zu bek&auml;mpfen.<\/p><p>Russland ist nicht Georgien und schon gar nicht die Ukraine, wenn man seine Macht und seine politischen Strukturen bedenkt, die von der Bev&ouml;lkerung weitgehend unterst&uuml;tzt werden. Russland ist viel stabiler.<\/p><p><strong>Hat Russland nicht dennoch die Widerstandsf&auml;higkeit der Ukrainer untersch&auml;tzt?<\/strong><\/p><p>Rufen Sie sich die seri&ouml;sen Expertisen &uuml;ber die F&auml;higkeit der Ukraine, den Widerstand gegen Russland aufrechtzuerhalten, in Erinnerung. Damals, kurz vor Beginn der milit&auml;rischen Sonderoperation, wurde davon ausgegangen, dass die Ukraine nur sehr begrenzte Zeit gegen Russland bestehen k&ouml;nnte.<\/p><p>Im Gegensatz zu von westlichen Massenmedien verbreiteten Informationen und trotz der Ereignisse, die seit &uuml;ber einem Jahr vor Ort zu beobachten sind, m&ouml;chte ich betonen, dass diese Experten keineswegs falsch lagen. Sie haben sich in ihren Prognosen keineswegs geirrt.<\/p><p>Meine Worte m&ouml;gen angesichts dessen, was wir seit &uuml;ber einem Jahr beobachten, erstaunlich klingen. Es gibt jedoch keinen Grund, sich dar&uuml;ber zu wundern. Man darf nie vergessen, dass die aktive Phase der Feindseligkeiten Ende Februar 2022 begann und dass bereits Ende M&auml;rz 2022 Gespr&auml;che zwischen der Ukraine und Russland in Istanbul stattfanden. Aus welchen Gr&uuml;nden sollte sich eine Partei, die sich stark f&uuml;hlt und wei&szlig;, dass sie noch &uuml;ber betr&auml;chtliche Widerstandskr&auml;fte verf&uuml;gt, an einen Verhandlungstisch setzen, um eine Art von Kapitulation zu vereinbaren? Die Ukrainer haben sich an einen Verhandlungstisch gesetzt, da sie sich bewusst waren, dass ihre Widerstandskr&auml;fte sehr begrenzt waren.<\/p><blockquote><p>\n<strong>&bdquo;Der Ukraine wurde eine gigantische Kreditlinie er&ouml;ffnet, die teilweise mit Waffen bezahlt werden musste. Im Gegenzug musste sich die Ukraine verpflichten, keinen Waffenstillstand mit Russland einzugehen und Kanonenfutter zu liefern.&ldquo;<\/strong>\n<\/p><\/blockquote><p>In Istanbul, als beide Seiten einen Konsens gefunden hatten und kurz vor der Unterzeichnung eines Friedensabkommens standen, gab es auf ukrainischer Seite eine 180-Grad-Wende. Was war der Grund daf&uuml;r? Wenn eine der beiden Seiten von einem Tag auf den anderen eine Kehrtwende macht, kann das nur eines bedeuten, n&auml;mlich, dass sie ein alternatives Angebot von den Konkurrenten der Gegenseite erhalten hat. So l&auml;uft es in der Gesch&auml;ftswelt ab. In der Politik ist es genauso.<\/p><p>Der Grund, warum die Ukraine sich den Luxus leisten konnte, das Friedensabkommen abzuschreiben, war ganz einfach, dass sie von der westlichen Seite einen Gegenvorschlag erhalten hatte. Die Ereignisse, die darauf folgten, enth&uuml;llten die Elemente dieses Vorschlags: Der Ukraine wurde eine gigantische Kreditlinie er&ouml;ffnet, die teilweise in Form von Waffen geliefert wurde[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]. Im Gegenzug musste sich die Ukraine verpflichten, keinen Waffenstillstand mit Russland einzugehen und Kanonenfutter zu liefern. Das war die Vereinbarung.<\/p><p>Die ukrainische Grenze wurde geschlossen. In Frankreich wird nicht viel dar&uuml;ber gesprochen &ndash; weil es eine zu unbequeme Wahrheit ist &ndash;, aber zu Beginn des Krieges gab es einen gigantischen Exodus insbesondere der m&auml;nnlichen Bev&ouml;lkerung aus der Ukraine. Die M&auml;nner wussten, dass sie in den Tod geschickt w&uuml;rden, wenn sie nicht gingen. Wenn im westlichen Fernsehen vom ukrainischen Heldentum die Rede ist, muss ich schmunzeln, da ich genau wei&szlig;, dass sich das Land in Rekordzeit von zuk&uuml;nftigen K&auml;mpfern entleert h&auml;tte, wenn die Grenzen offen geblieben w&auml;ren.<\/p><p>Seit der Schlie&szlig;ung der Grenzen muss man, wenn man die Ukraine verlassen will, den ukrainischen Zollbeamten ein Bestechungsgeld in H&ouml;he von 7.000 bis 10.000 US-Dollar zahlen. Daher k&auml;mpft praktisch kein reicher Ukrainer in der Ukraine. Heute in der Ukraine zu sterben, ist das Schicksal der Armen. Diese Information erhalte ich von vielen Menschen, die daf&uuml;r bezahlt haben, das Land zu verlassen und die ich pers&ouml;nlich kenne.<\/p><p><strong>Ukrainische Fl&uuml;chtlinge genie&szlig;en in Europa einen sehr gesch&uuml;tzten Status, insbesondere im Vergleich zu Syrern oder Afghanen. Wird dieser Status Ihrer Meinung nach missbraucht?<\/strong><\/p><p>Ja. Einerseits ist der &bdquo;atlantische&ldquo; Block direkt f&uuml;r die Flucht der Menschen aus Syrien und Afghanistan verantwortlich &ndash; es w&auml;re ein eigener Artikel n&ouml;tig, um die &bdquo;wohlt&auml;tigen&ldquo; Aktionen dieses Blocks gegen diese L&auml;nder und ihre katastrophalen Folgen aufzuz&auml;hlen. Und damit meine ich nicht nur beispielsweise den Angriffsakt auf Syrien, der rechtlich als Verbrechen der Aggression gem&auml;&szlig; Artikel 8b, Absatz 2, Buchstaben a, b, c und d des R&ouml;mischen Statuts des IStGH gilt (welcher in letzter Zeit von seinen Geldgebern so hochgehalten und in den Vordergrund gestellt wurde).<\/p><p>Man muss viel weiter zur&uuml;ckgehen, insbesondere zu den Urspr&uuml;ngen der Entstehung verschiedener Str&ouml;mungen und Strukturen, darunter der Islamische Staat. Wenn wir der Logik folgen, Fl&uuml;chtlinge aus aller Herren L&auml;nder aufzunehmen, dann haben diese beiden Bev&ouml;lkerungsgruppen die gr&ouml;&szlig;te Berechtigung, davon zu profitieren, ganz zu schweigen von den Libyern, deren Zukunft von den Subunternehmern der USA vernichtet wurde.<\/p><blockquote><p>\n<strong>&bdquo;Ukrainische Fl&uuml;chtlinge sind weit davon entfernt, ein homogener Block zu sein&ldquo;<\/strong>\n<\/p><\/blockquote><p>In Bezug auf die ukrainischen Fl&uuml;chtlinge, insbesondere in Frankreich, gibt es das, was die Massenmedien verlautbaren, und es gibt die Realit&auml;t, die sich stark von der Propaganda unterscheidet. Die westlichen Medien stellen die Ukrainer als eine einzige Gruppe von Menschen dar, die vor dem Krieg geflohen sind. Das ist das Narrativ, das wir kennen. Dies entspricht &uuml;berhaupt nicht der Realit&auml;t.<\/p><p>Die ukrainischen Fl&uuml;chtlinge sind sehr weit davon entfernt, ein homogener Block zu sein. Es gibt eine klare Trennung zwischen den Fl&uuml;chtlingen aus dem Osten und denen aus dem Westen des Landes. Die Menschen aus den traditionell nationalistischen Regionen im Westen sind aus der Ukraine geflohen, w&auml;hrend ihre Region keiner wirklichen Bedrohung ausgesetzt war. Sie waren weder zu Beginn des Krieges noch heute in Gefahr. Bereits im zweiten Monat des Konflikts war klar, dass Russland keinerlei Interesse an diesem Gebiet hatte. Der Westen der Ukraine ist weder Syrien noch der Irak. Der wahre Grund f&uuml;r die Abwanderung von Menschen aus diesem Gebiet nach Europa ist nicht humanit&auml;rer, sondern wirtschaftlicher Natur.<\/p><p>Man muss wissen, dass die westlichen Regionen der Ukraine seit dem Zerfall der Sowjetunion immer sehr arm waren und am Rande des Elends gelebt haben: Praktisch der gesamte Reichtum des Landes ist in Kiew und der Ostukraine konzentriert. Von 1991 bis 2022 sind Millionen von Ukrainern, mehrheitlich aus den genannten Regionen, ins Ausland gegangen, um dort zu arbeiten. Es gibt zwei Ziele f&uuml;r diese Arbeitnehmer: Russland und die Europ&auml;ische Union. Es ist Ihnen sicherlich nicht bekannt, aber selbst heute gibt es mehr als eine Million ukrainische Arbeitnehmer auf russischem Boden. Und ich spreche hier nur von der offiziellen Zahl, von denen, die &uuml;ber eine offizielle Arbeitserlaubnis verf&uuml;gen. Zusammen mit der Schwarzarbeit arbeiten sch&auml;tzungsweise mehr als drei Millionen ukrainische Staatsb&uuml;rger in Russland. Die traditionell sehr hohe Zahl illegaler ukrainischer Arbeitnehmer ist auf die in Russland seit jeher &uuml;bliche Politik der Toleranz gegen&uuml;ber diesen Personen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren: Sie riskieren nicht viel, wenn sie verhaftet werden.<\/p><p>Andere sind in die Europ&auml;ische Union gegangen, um dort schwarzzuarbeiten. Wenn jemand zum Arbeiten nach Europa geht, folgt auf lange Sicht manchmal die Mehrheit der Dorfbev&ouml;lkerung im arbeitsf&auml;higen Alter diesem Weg. In ihrer &uuml;berw&auml;ltigenden Mehrheit arbeiten die M&auml;nner im Baugewerbe und die Frauen, die ihre M&auml;nner begleiten, als Putzfrauen. Die M&auml;nner &bdquo;rotieren&ldquo; vor allem, da ihre Familien meist zu Hause bleiben. Und so sprechen wir von Millionen von Menschen. Wenn es unter Ihren Lesern viele gibt, die noch nie davon geh&ouml;rt haben, sollten Sie wissen, dass es in der Ukraine im ganzen Land keinen einzigen erwachsenen Menschen gibt, f&uuml;r den meine Ausf&uuml;hrungen nicht eine Banalit&auml;t sind.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p><p>Mit dem Ausbruch des Krieges folgten viele Familien den M&auml;nnern, die in der Europ&auml;ischen Union schwarzarbeiteten. Viele andere sahen eine Gelegenheit, wegzugehen und ihr Leben zu &auml;ndern. Als sie gingen, lie&szlig;en viele ihre Immobilien an Fl&uuml;chtlinge aus dem Osten des Landes vermieten. Letztere werden traditionell nicht vom Reichtum Europas angezogen und bleiben lieber in der Ukraine.<\/p><p>In der Ukraine gibt es einen echten Skandal, von dem Sie nat&uuml;rlich nie etwas h&ouml;ren werden, &uuml;ber Kriegsgewinnler, die nie in Gefahr waren und in Europa Sozialleistungen beziehen, w&auml;hrend sie ihre Immobilien zu &uuml;berh&ouml;hten Preisen an echte Fl&uuml;chtlinge vermieten, da die Nachfrage explodiert ist und die Mietpreise um ein Vielfaches gestiegen sind. Dies sind keineswegs Einzelf&auml;lle, es wird in allen westlichen Regionen des Landes praktiziert. Das geht so weit, dass es heute unm&ouml;glich ist, dort auch nur ein einziges Mietobjekt zu finden. Die Preise sind um das Doppelte, manchmal sogar um das F&uuml;nffache gestiegen.<\/p><p>Diejenigen, die aus der Westukraine stammen und aus wirtschaftlichen Gr&uuml;nden nicht in der Europ&auml;ischen Union sind, sind jedenfalls schon seit einiger Zeit wieder nach Hause gegangen. Das sage ich mit Bestimmtheit.<\/p><p>Diejenigen, die aus dem traditionell prorussischen Osten des Landes stammen, sind hingegen vor einer Gefahr geflohen, die realer nicht sein k&ouml;nnte. Von ihnen sind diejenigen nach Europa gegangen, die nicht die finanziellen Mittel hatten, um im Westen der Ukraine zu bleiben, der ein absolut sicheres Gebiet ist, wo sie jedoch von Einheimischen ausgeraubt werden, die sie im &Uuml;brigen fast genauso hassen wie die Russen. Und was die Europ&auml;er nicht wissen, ist, dass unter diesen echten Fl&uuml;chtlingen viele von Grund auf prorussisch sind und das Kiewer Regime und alles, wof&uuml;r es steht, hassen. Der einzige Grund, warum sie nicht nach Russland gegangen sind, ist die Tatsache, dass es nicht m&ouml;glich war, die Frontlinie zu &uuml;berqueren. Sie hatten nur eine M&ouml;glichkeit zu fliehen: nach Westen.<\/p><p>In Frankreich haben Sie einen relativ gro&szlig;en Anteil an ukrainischen Fl&uuml;chtlingen, die absolut prorussisch sind, aber schweigen, weil sie wissen, dass der von seiner Propaganda vergiftete Gastgeber auf keinen Fall die Wahrheit &uuml;ber sie erfahren darf. Es sind vor allem Menschen &uuml;ber 45 Jahre, die noch unter der UdSSR eine Ausbildung genossen haben. Sie sind keineswegs Nostalgiker der sowjetischen Vergangenheit, bei Weitem nicht. Es sind einfach diejenigen, die genau wissen, was Russland und die russische Welt sind, weil sie dort gelebt haben.<\/p><p><strong>Haben wir eine Vorstellung davon, wie viele Ukrainer aus der Ukraine geflohen sind?<\/strong><\/p><p>Ich habe keine genauen Zahlen, aber man spricht von Millionen, die nach Europa gegangen sind, darunter mehr als 100.000 nach Frankreich. Man darf nicht vergessen, dass die Grenzen bereits im M&auml;rz 2022 geschlossen wurden, da sonst fast die gesamte m&auml;nnliche Bev&ouml;lkerung im Alter von 18 bis 60 Jahren aus dem Land geflohen und niemand mehr &uuml;briggeblieben w&auml;re, den man zum Schlachten schicken k&ouml;nnte. Das Land, das die meisten Fl&uuml;chtlinge aufgenommen hat, ist jedoch Russland. Es sind mehr als 3,2 Millionen Menschen. Und davon zu sprechen, dass die ukrainischen Einwohner auf erzwungene Weise nach Russland abwandern, ist nur ein Zeichen von Dummheit und v&ouml;lliger Realit&auml;tsferne.<\/p><p><em>Oleg Nesterenko ist Direktor des &bdquo;Europ&auml;ischen Industrie- und Handelszentrums&ldquo; in Paris (<\/em><a href=\"http:\/\/c-cie.eu\/\"><em>CICE<\/em><\/a><em>, Centre de Commerce &amp; d&rsquo;Industrie Europ&eacute;en), das 2002 u.a. mit der Unterst&uuml;tzung der Industrie- und Handelskammer der Russischen F&ouml;deration in Frankreich und der &bdquo;Ecole Sup&eacute;rieure de Gestion et de Commerce International de Paris&ldquo; gegr&uuml;ndet wurde. Das CICE unterst&uuml;tzt franz&ouml;sische Unternehmen, die auf den M&auml;rkten Russlands und der Gemeinschaft Unabh&auml;ngiger Staaten (GUS) Fu&szlig; fassen wollen. Nesterenko war zuvor gesch&auml;ftsf&uuml;hrender Direktor eines wissenschaftlichen Forschungsinstituts im &auml;u&szlig;ersten Westen der Ukraine, einer nicht gerade russophilen Region, und hat in Frankreich mehr als zehn Jahre an einer Wirtschaftsschule unterrichtet.<\/em><\/p><p><em>Titelbild: Shutterstock \/ NotarYES<\/em><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99646\">Stimmen aus der Ukraine: Die derzeitige Hauptkonfrontation findet zwischen Trans-Spekulanten und Vertretern einer staatlich-politischen Weltordnung statt<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100370\">Auf geht&rsquo;s! Tschaikowsky, Tolstoi und Co. ausmerzen!<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94418\">Stimmen aus der Ukraine: Den Krieg sofort beenden und an den Verhandlungstisch setzen!<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/676a4f9d81974636afcfac31754908c0\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Laut dem <a href=\"https:\/\/www.ifw-kiel.de\/de\/publikationen\/data-sets\/daten-des-ukraine-support-trackers-17410\/\">Ukraine Support Tracker<\/a> des Instituts f&uuml;r Weltwirtschaft Kiel wurden im ersten Jahr des Konfliktes 170 Milliarden Euro zugesagt bzw. geleistet, was in etwa dem <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/232390\/umfrage\/bruttoinlandsprodukt-bip-in-der-ukraine\/\">BIP der Ukraine<\/a> entspricht. (Hinweis des &Uuml;bersetzers)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Siehe z.B. <a href=\"https:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!5333972\">diesen Artikel von 2016<\/a> &uuml;ber Kinder in der Westukraine, die ohne ihre Eltern aufwachsen. (Hinweis des &Uuml;bersetzers)<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Oleg Nesterenko<\/strong> ist russischer Staatsb&uuml;rger, arbeitet seit vielen Jahren in Frankreich und ist Direktor des &bdquo;Europ&auml;ischen Industrie- und Handelszentrums&ldquo; in Paris, Partner der russischen Industrie- und Handelskammer in Frankreich. Die Fragestellerin, <strong>Patricia Cerinsek<\/strong>, sieht dieses Interview als einen Vorschlag, eine andere Stimme als die des westlichen Mainstreams zu h&ouml;ren, ein anderes &bdquo;Narrativ&ldquo;, was dazu beitragen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100476\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":100477,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,209,20,171],"tags":[3360,1055,2102,466,663,259,260,1556],"class_list":["post-100476","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-interviews","category-landerberichte","category-militaereinsaetzekriege","tag-europaeische-union","tag-fluechtlinge","tag-geostrategie","tag-nato","tag-putsch","tag-russland","tag-ukraine","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/shutterstock_172839830.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/100476","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=100476"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/100476\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":101204,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/100476\/revisions\/101204"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/100477"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=100476"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=100476"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=100476"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}