{"id":100483,"date":"2023-07-07T09:00:46","date_gmt":"2023-07-07T07:00:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100483"},"modified":"2023-07-17T15:45:47","modified_gmt":"2023-07-17T13:45:47","slug":"der-krieg-in-der-ukraine-ist-ein-krieg-um-den-dollar-teil-2-von-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100483","title":{"rendered":"\u201eDer Krieg in der Ukraine ist ein Krieg um den Dollar\u201c \u2013 Teil 2 von 3"},"content":{"rendered":"<p>Innerhalb von f&uuml;nf Jahren, von 2010 bis 2015, halbierte Russland die Anzahl seiner US-Schatzanleihen. Vorwand f&uuml;r den Ausbruch des Krieges, den wir heute in der Ukraine kennen? Dies ist der zweite Teil des Interviews mit <strong>Oleg Nesterenko<\/strong>, Pr&auml;sident des Europ&auml;ischen Industrie- und Handelszentrums, das der Publikation <a href=\"https:\/\/eclaireur.substack.com\/p\/la-guerre-en-ukraine-cest-la-guerre\"><em>L&rsquo;Eclaireur des Alpes<\/em><\/a> gew&auml;hrt wurde. Den ersten Teil der Interviewreihe finden Sie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100476\">hier<\/a>. &Uuml;bersetzung von <strong>Heiner Biewer<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_975\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-100483-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230710_Der_Krieg_in_der_Ukraine_ist_ein_Krieg_um_den_Dollar_Teil_2_von_3_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230710_Der_Krieg_in_der_Ukraine_ist_ein_Krieg_um_den_Dollar_Teil_2_von_3_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230710_Der_Krieg_in_der_Ukraine_ist_ein_Krieg_um_den_Dollar_Teil_2_von_3_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230710_Der_Krieg_in_der_Ukraine_ist_ein_Krieg_um_den_Dollar_Teil_2_von_3_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=100483-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230710_Der_Krieg_in_der_Ukraine_ist_ein_Krieg_um_den_Dollar_Teil_2_von_3_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"230710_Der_Krieg_in_der_Ukraine_ist_ein_Krieg_um_den_Dollar_Teil_2_von_3_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>In Anlehnung an den ber&uuml;hmten Aphorismus von Carl von Clausewitz wird oft gesagt, dass &bdquo;<em>die Wirtschaft nur die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln ist&ldquo;<\/em>. Was aber, wenn sie die treibende Kraft ist? Oleg Nesterenko, ein Mann mit Erfahrung in Wirtschaft und internationaler Politik, vertritt diese Ansicht. Im Gegensatz zu den westlichen Medien haben wir uns daf&uuml;r entschieden, ihn zu Wort kommen zu lassen, nicht um eine bestimmte Sicht des Konflikts darzustellen und zu verteidigen, mit dem Risiko der Propaganda &ndash; das ist nicht unsere Rolle und wird es auch nicht sein &ndash;, sondern damit dieser andere Blickwinkel es erm&ouml;glicht, alle Facetten eines Krieges, der auch ein Krieg der Informationen ist, besser zu beleuchten.<\/p><p><strong>W&auml;hrend sich die Frage nach dem Ende der Vorherrschaft des Dollars stellt, sagen Sie, dass der Krieg in der Ukraine nicht nur ein Krieg des US-Dollars ist, sondern dass er auch nicht der erste ist&hellip;<\/strong><\/p><p>In der Tat ist dies nicht der erste, nicht einmal der zweite, sondern der dritte Dollarkrieg[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]. Der Erste war der Krieg gegen Saddam Husseins Irak. Der Zweite war der Krieg gegen Gaddafis Libyen. Und der Dritte, also gegen Moskau auf dem Territorium der Ukraine, wird in einem Drittstaat gef&uuml;hrt, ganz einfach, weil man den Krieg gegen die Russen nicht direkt in ihrem eigenen Land f&uuml;hren kann. Und so kann nur ein hybrider Stellvertreterkrieg gegen Russland stattfinden.<\/p><p>Was die ersten beiden Dollarkriege betrifft, so muss man zun&auml;chst verstehen, dass L&auml;nder wie der Irak und Libyen gro&szlig;e Energiem&auml;chte sind &ndash; M&auml;chte, die es wagten, die amerikanische W&auml;hrung herauszufordern. Im Jahr 2003 hatte Saddam Hussein seine Drohung wahr gemacht, den US-Dollar f&uuml;r internationale Transaktionen des Irak nicht <a href=\"https:\/\/www.liberation.fr\/futurs\/2000\/09\/27\/saddam-hussein-vole-au-secours-de-l-euro_338712\/\">mehr zu nutzen<\/a>. Er war der Erste, der die Frage nach der Legitimit&auml;t des Petrodollars stellte und vor allem auch entsprechend handelte. Damit unterzeichnete er sein Todesurteil.<\/p><p>Im Februar 2003 verkaufte Saddam Hussein drei Milliarden Barrel Roh&ouml;l f&uuml;r einen Betrag von &uuml;ber 25 Milliarden Euro. Dieser Verkauf erfolgte in Euro und nicht in US-Dollar. Einen Monat sp&auml;ter marschierten die USA in den Irak ein. Die genauen Zahlen sind nicht bekannt, aber die Zahl der Opfer wird auf eine Million gesch&auml;tzt, von denen jeder Zweite minderj&auml;hrig war. Ganz zu schweigen von den zus&auml;tzlichen Hunderttausenden, die in den folgenden Jahren infolge der v&ouml;lligen Zerst&ouml;rung der sozialen und wirtschaftlichen Infrastruktur des Landes starben.<\/p><p>Auch in Libyen kam es 2009 zu einem Krieg um den Dollar. Muammar al-Gaddafi, zu dieser Zeit Pr&auml;sident der Afrikanischen Union, schlug dem gesamten afrikanischen Kontinent eine echte W&auml;hrungsrevolution vor: Er wollte sich der <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/libyen-warum-gaddafi-beseitigt-wurde\/\">Dominanz des US-Dollars entziehen<\/a> und eine afrikanische W&auml;hrungsunion gr&uuml;nden. Mit ihr w&auml;ren die Exporte von &Ouml;l und anderen nat&uuml;rlichen Ressourcen des Kontinents nicht in Dollar bezahlt worden, sondern in einer neuen W&auml;hrung, die er Gold-Dinar nennen w&uuml;rde. Auch er hatte sein Todesurteil unterschrieben.<\/p><p>H&auml;tte Burkina Faso, das reich an Gold ist, aber keine nachgewiesenen Kohlenwasserstoffreserven hat, solche Erkl&auml;rungen abgegeben, h&auml;tte es keinen Krieg gegeben. Da aber der Irak und Libyen Energiem&auml;chte mit gigantischen Reserven waren, stellten sie eine existentielle Gefahr f&uuml;r die US-Wirtschaft dar. Beide F&uuml;hrer hatten offen angek&uuml;ndigt, dass sie den US-Dollar loswerden wollten. Es waren auch zwei L&auml;nder, bei denen die USA im Falle einer Aggression keine negativen Folgen zu bef&uuml;rchten hatten. Daher mussten sie vernichtet werden. Und das wurde unverz&uuml;glich getan.<\/p><p>Mit Moskau war das nicht m&ouml;glich. Russland ist nicht der Iran, der Irak oder Libyen. Mit Russland konnten die USA nur indirekt agieren.<\/p><p><strong>Aber was hat der Krieg zwischen der Ukraine und Moskau mit dem US-Dollar zu tun?<\/strong><\/p><p>Moskau hat den US-Dollar auf der internationalen B&uuml;hne wirklich bedroht, und damit auch die gesamte US-Wirtschaft dahinter. Seit Putins Amtsantritt, lange vor 2021 und sogar noch vor dem antirussischen Staatsstreich in der Ukraine 2014, hat Russland, eine f&uuml;hrende Energiemacht, den Prozess der Liquidierung von in Dollar notierten US-Anleihen eingeleitet. Innerhalb von f&uuml;nf Jahren, von 2010 bis 2015, halbierte Russland die Anzahl der US-Anleihen, die es besa&szlig;. W&auml;hrend es fr&uuml;her zu den gr&ouml;&szlig;ten Haltern der Welt geh&ouml;rte, besitzt es heute kaum noch welche.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p><p>Parallel dazu begann auch die Russische F&ouml;deration, sich allm&auml;hlich vom Petrodollar-System zu trennen, indem sie Handelsabkommen abschloss, bei denen eine Zahlung in Landesw&auml;hrung vereinbart war, angefangen mit China. Es wurde damit begonnen, gro&szlig;e Mengen an Energieprodukten in chinesischen Yuan und russischen Rubel zu bezahlen.<\/p><p>Das waren die Anf&auml;nge der Anf&auml;nge des neuen Krieges, den wir seit Februar 2022 kennen.<\/p><blockquote><p>\n<strong>&bdquo;Der Wert des Dollars wird nur durch die Notenpresse und die milit&auml;rische Dominanz der USA gest&uuml;tzt.&ldquo;<\/strong>\n<\/p><\/blockquote><p>Parallel dazu gibt es eine <a href=\"https:\/\/www.portail-ie.fr\/univers\/blockchain-data-et-ia\/2023\/guerre-des-monnaies-la-dedollarisation-sino-russe-partie-1-2\/\">inoffizielle Vereinbarung zwischen Russland und China, ihre Aktionen gegen die USA zu synchronisieren<\/a>. Auf diese Weise entledigt sich China ebenfalls und schrittweise der US-Schulden. Im Jahr 2015 hielt China US-Staatsanleihen im Wert von &uuml;ber 1,270 Billionen Dollar. Heute sind es rund 950 Milliarden &ndash; der niedrigste Stand seit &uuml;ber zehn Jahren.<\/p><p>China wird als gr&ouml;&szlig;ter Gegner der USA bezeichnet, aber es ist die Russische F&ouml;deration, die den Prozess der Befreiung der Welt vom Petrodollar eingeleitet hat.<\/p><p>Mit dem Ausbruch der, wie ich es nenne, aktiven Phase des seit fast zehn Jahren andauernden Krieges im Februar 2022 dr&auml;ngen Russland und China im Tandem &ndash; diesmal offiziell, da die Masken gefallen sind &ndash; die Zentralbanken in aller Welt dazu, die Sinnhaftigkeit ihrer Best&auml;nde an US-Staatsanleihen und damit ihrer Investitionen in die US-Wirtschaft zu &uuml;berdenken.<\/p><p>Der US-Dollar ist eine W&auml;hrung ohne Gegenwert[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]. Es gibt nichts dahinter. Es gibt nichts Greifbares. Der heutige Wert des US-Dollars hat zum gr&ouml;&szlig;ten Teil nichts mit realen Verm&ouml;genswerten zu tun, die ihn absichern sollten. Sein Wert wird nur durch die Gelddruckmaschine und die milit&auml;rische Dominanz der USA gest&uuml;tzt, eine Dominanz, die es erm&ouml;glicht, alle Unzufriedenen zu unterdr&uuml;cken.<\/p><p><strong>H&auml;tte der Euro, was offenbar von niemandem gef&ouml;rdert wird, angesichts der Entdollarisierung eine Alternative zum Dollar sein k&ouml;nnen?<\/strong><\/p><p>Man sollte das Gewicht und die potenzielle Rolle des Euro nicht untersch&auml;tzen. In der Vergangenheit wollte zum Beispiel Saddam Hussein sein &Ouml;l nicht in Dollar, sondern in Euro verkaufen. Und das war, wie erw&auml;hnt, auch der Hauptgrund f&uuml;r den Irakkrieg und die Hinrichtung Saddam Husseins. Der Euro kann, oder besser gesagt k&ouml;nnte, eine wichtigere Rolle spielen, als er es heute tut. Ich glaube jedoch nicht im Mindesten, dass dies geschehen wird &ndash; ganz einfach deshalb, weil die europ&auml;ische Politik zutiefst dem Willen der USA unterworfen ist.<\/p><p>Die USA werden niemals zulassen, dass die W&auml;hrung ihrer Vasallen sie gef&auml;hrdet. Und in Anbetracht der Mittelm&auml;&szlig;igkeit der Verantwortlichen oder, besser gesagt, der Verantwortungslosen in Europa wie der Mehrheit seiner Staatschefs haben die Amerikaner und ihre W&auml;hrung vom Euro wirklich nichts zu bef&uuml;rchten. Die Initiativen der europ&auml;ischen Staats- und Regierungschefs sind in den meisten F&auml;llen so anti-europ&auml;isch und anti-national, dass sie eher wie Honorarkonsuln der USA auf dem alten Kontinent wirken.<\/p><p>Und als ob das nicht schon genug w&auml;re, wird praktisch morgen &ndash; im Jahr 2025 &ndash; die Pr&auml;sidentschaft des Rates der Europ&auml;ischen Union an Polen gehen. Polen ist ein direkter Agent, quasi ein Angestellter, der USA in der EU. Die Polen werden die F&uuml;hrung der EU von Ungarn &uuml;bernehmen und alles tun, um die kleinsten souver&auml;nen Errungenschaften der ungarischen Rebellen zunichtezumachen. Sie haben bereits angek&uuml;ndigt, dass ihre oberste Priorit&auml;t die St&auml;rkung der &bdquo;Zusammenarbeit&ldquo; der EU mit den USA sein wird. In den kommenden Jahren werden die sehr bescheidenen Reste der europ&auml;ischen Autonomie &ndash; milit&auml;risch und wirtschaftlich &ndash; noch weiter abgebaut werden und nur noch symbolischen Charakter haben.<\/p><blockquote><p>\n<strong>&bdquo;Auf der internationalen B&uuml;hne haben die Beamten in Br&uuml;ssel kein politisches Gewicht und spielen nur eine Statistenrolle.&ldquo;<\/strong>\n<\/p><\/blockquote><p>Nicht umsonst erkennt keine Macht der Welt, einschlie&szlig;lich der USA und noch mehr Russland und China, die EU als ernsthaften Gespr&auml;chspartner an und bevorzugt es, nur auf der Ebene der einzelnen Mitgliedstaaten zu verhandeln. Auf der internationalen B&uuml;hne haben die Beamten in Br&uuml;ssel kein politisches Gewicht und spielen nur eine Statistenrolle.<\/p><p>Aber ich glaube nicht an das schlimmste Szenario, dass die europ&auml;ische W&auml;hrung verschwindet. Denn das Schiff des Euro ist bereits viel zu weit aufs Meer hinausgefahren und hat keinen Treibstoff mehr, um zur&uuml;ckzukehren, ohne die Volkswirtschaften der Mitgliedsl&auml;nder zu versenken. Aber abgesehen davon bin ich mehr als ein Euroskeptiker. Nicht, dass ich gegen die Vereinigung der westlichen L&auml;nder um ein europ&auml;isches Zentrum herum w&auml;re, weit gefehlt: Die Geschichte der Menschheit zeigt, dass alles auf die Vereinigung &auml;hnlicher Kr&auml;fte hinausl&auml;uft, die die gleiche Sicht der Dinge, &auml;hnliche Werte und Ziele haben.<\/p><p>Das Ideal des Projektes ist eine Sache; die Realit&auml;t sieht anders aus. Wenn man die &bdquo;Degeneration&ldquo; des urspr&uuml;nglich sch&ouml;nen europ&auml;ischen Projekts in den letzten Jahrzehnten und vor allem seit 2004 beobachtet, kann man nicht mehr ignorieren, dass die Europ&auml;ische Union zu einer Art dysfunktionaler Hydra geworden ist, bei der jeder Kopf seine eigenen Vorstellungen hat. Es ist am&uuml;sant zu sehen, dass Russland es allein geschafft hat, dass sie enger zusammenr&uuml;cken. Angst, Hass und Phobie haben sie mehr als der ganze Rest des europ&auml;ischen Projektes zusammengeschwei&szlig;t.<\/p><p><strong>Wie geht es der russischen Wirtschaft angesichts der vom Westen eingef&uuml;hrten Sanktionen?<\/strong><\/p><p>Die kurz- und mittelfristigen Auswirkungen der westlichen Sanktionen auf die russische Wirtschaft sind relativ gering. F&uuml;r den Lebensstandard einer gro&szlig;en Mehrheit der Bev&ouml;lkerung sind sie schlichtweg nicht existent. Dennoch sollte man nicht naiv sein, denn auf lange Sicht wird es nat&uuml;rlich bestimmte Wirtschaftsbereiche geben, die bis zu einem gewissen Grad leiden werden. Das Ausma&szlig; wird von einer Vielzahl von Variablen abh&auml;ngen.<\/p><p>Wenn wir &uuml;ber die Folgen der westlichen Sanktionen gegen Russland sprechen, d&uuml;rfen wir den eigentlichen Sinn der Sanktionen nicht aus den Augen verlieren. In jedem Gesch&auml;ftsplan sind die Investitionen, aber auch die Renditeerwartungen innerhalb des gegebenen Zeitrahmens genau definiert. Die erste gute Frage, die man sich stellen sollte, lautet: Haben die Sanktionen ihre Ziele innerhalb des vorgesehenen Zeitrahmens und der eingesetzten Mittel erreicht?<\/p><p>Die Fakten sind bekannt, auch wenn sie von den Urhebern der Sanktionen sorgf&auml;ltig heruntergespielt und verzerrt werden, um das Gesicht zu wahren: Das Ziel, das mit den Sanktionen verfolgt wurde, war der Zusammenbruch der Wirtschaft der Russischen F&ouml;deration, der zu einer Kapitulation Russlands im Ukrainekonflikt h&auml;tte f&uuml;hren sollen. Das Ergebnis dieses Unterfangens ist ein v&ouml;lliger Fehlschlag. Es hat keinerlei Zusammenbruch gegeben. Es gibt heute keinen Zusammenbruch, und es wird auch morgen keinen Zusammenbruch geben. Dar&uuml;ber zu reden ist reines, von der Realit&auml;t abgekoppeltes Wunschdenken.<\/p><p>Die Sanktionen mit den gr&ouml;&szlig;ten Erfolgsaussichten wurden gleich zu Beginn der Konfrontation verh&auml;ngt. Vor allem die der zweiten und dritten Welle zielten auf die Grundfesten des russischen Finanzsystems ab, auf die M&ouml;glichkeiten &ouml;ffentlicher und privater Akteure, sich auf den globalen Finanzm&auml;rkten Kapital zu beschaffen, sowie auf die Abkopplung Hunderter russischer Banken vom Swift-System, darunter auch &bdquo;systemrelevante&ldquo; Banken. Diese Sanktionen waren Teil des urspr&uuml;nglichen &bdquo;Gesch&auml;ftsplans&ldquo; und wurden als v&ouml;llig ausreichend erachtet, um das vorab festgelegte Ziel des Zusammenbruchs der russischen Wirtschaft innerhalb eines Zeitraums von weniger als zw&ouml;lf Monaten zu erreichen. Alle sp&auml;teren und zuk&uuml;nftigen Sanktionswellen sind nicht im Mindesten so gef&auml;hrlich f&uuml;r die wirtschaftliche und finanzielle Stabilit&auml;t Russlands, nichts weiter als ziemlich chaotisches Gestikulieren, das auf das Scheitern des urspr&uuml;nglichen westlichen Plans zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist.<\/p><blockquote><p>\n<strong>&bdquo;Sanktionen haben keine Chance, die Fortsetzung der russischen Milit&auml;roperationen in der Ukraine zu stoppen&ldquo;<\/strong>\n<\/p><\/blockquote><p>Sind die Folgen dieser Aktionen langfristig sch&auml;dlich f&uuml;r das Land? Die Antwort lautet: Nein. Ich m&ouml;chte Sie daran erinnern, dass Russland nicht erst seit 2022, sondern bereits seit 2014 Ziel erheblicher Sanktionen des Westens ist. Von diesen &bdquo;urspr&uuml;nglichen&ldquo; Sanktionen ist in der &bdquo;atlantischen&ldquo; Propaganda keine Rede mehr, und das aus gutem Grund. Nicht nur, dass die russische Wirtschaft trotz Barack Obamas Jubelarien &ndash; &bdquo;Die russische Wirtschaft ist am Boden&ldquo;, als der Kurs der russischen W&auml;hrung stark, aber nur einmalig fiel &ndash; in keiner Weise ersch&uuml;ttert wurde, die Sanktionen wirkten sogar als Katalysator und st&auml;rkten die Souver&auml;nit&auml;t der russischen Wirtschaft erheblich.<\/p><p>Die &Auml;u&szlig;erungen von Bruno Le Maire vom 1. M&auml;rz 2022 &uuml;ber die bevorstehende Vernichtung der russischen Wirtschaft m&uuml;ssen nicht kommentiert werden[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]. Sie sind noch l&auml;cherlicher als die von Obama und zeigen einmal mehr nur den eklatanten Dilettantismus dieses Herrn.<\/p><p>Die Natur verabscheut das Vakuum. In L&auml;ndern, die wenig in die internationale Kooperation eingebunden sind, k&ouml;nnen Embargos das k&uuml;nstlich geschaffene Vakuum aufrechterhalten; das funktioniert nicht im Falle von Gro&szlig;m&auml;chten, deren Volkswirtschaften niemals langfristig in Isolation gehalten werden k&ouml;nnen. Es werden immer Alternativen auf nationaler und internationaler Ebene geschaffen.<\/p><p>Die infolge von Sanktionen zur&uuml;ckgehenden Lebensmittelimporte f&uuml;hrten zu einem Wachstum und einer Konsolidierung des russischen Agrar- und Ern&auml;hrungssektors, und zwar in einem bedeutenden Ausma&szlig;. In nur wenigen Jahren hat sich Russland von einem gro&szlig;en Importeur von Agrar- und Ern&auml;hrungsg&uuml;tern zu einem Exporteur entwickelt. Andere Sektoren sind dabei, unabh&auml;ngig zu werden und werden nach dem Ende der russisch-westlichen Feindseligkeiten f&uuml;r die europ&auml;ische Wirtschaft nahezu unzug&auml;nglich sein.<\/p><p>Energie- und R&uuml;stungsunternehmen umgehen die Sanktionen m&uuml;helos, indem sie sich einfach weigern, den US-Dollar bei internationalen Transaktionen zu verwenden, und stattdessen die russische W&auml;hrung und die W&auml;hrung des Partnerlandes verwenden. Dies beschleunigt gleichzeitig den Prozess der Entdollarisierung der Welt, dieser W&auml;hrung, die hochgradig toxisch geworden ist.<\/p><p>Im Finanzsektor antizipierte die Zentralbank der Russischen F&ouml;deration bereits 2015 das Risiko, eines Tages von dem vom Westen kontrollierten internationalen Bankennachrichtensystem SWIFT abgeschnitten zu werden, und schuf ihr eigenes &Uuml;bertragungssystem, das SPFS, sowie ihr eigenes Zahlungssystem f&uuml;r Bankkarten, MIR. Beide Systeme sind international nutzbar und bereits mit dem chinesischen Bankensystem Chinese Union Pay verkn&uuml;pft. Weitere L&auml;nder werden sich SPFS anschlie&szlig;en. Das gro&szlig;e Instrument der st&auml;ndigen Drohungen und Erpressungen des von den USA angef&uuml;hrten Lagers gegen&uuml;ber dem Rest der Welt, von ihrem SWIFT abgeschnitten zu werden, wird nicht mehr als schicksalhaft und existenziell gef&auml;hrlich angesehen.<\/p><p>Gleichzeitig diskutieren wir heute sehr ernsthaft nicht nur &uuml;ber die Schaffung einer neuen gemeinsamen W&auml;hrung der BRICS-L&auml;nder, sondern auch &uuml;ber eine digitale W&auml;hrung: den digitalen Rubel. Diese W&auml;hrung wird ein hervorragendes zus&auml;tzliches Mittel sein, um sich des Zwangs illegaler Sanktionen zu entledigen, da sie ohne die Dienste von Banken genutzt werden kann, die ihrerseits bef&uuml;rchten k&ouml;nnten, Gegenstand westlicher Anfeindungen zu werden.<\/p><p><strong>Ihrer Meinung nach hat der Westen also mehr zu bef&uuml;rchten, insbesondere den Bumerangeffekt seiner eigenen Sanktionen?<\/strong><\/p><p>Wenn die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen zerst&ouml;rt werden, wird sich dies dramatisch auf die deutsche Wirtschaft auswirken. Die energieintensive deutsche Industrie ist bereits in gro&szlig;en Schwierigkeiten, da ihre Produktionskosten einfach explodiert sind und ihre direkten au&szlig;ereurop&auml;ischen Konkurrenten, angefangen bei den USA, nicht die Probleme haben, die sich die Deutschen gerade selbst geschaffen haben.<\/p><p>In der Europ&auml;ischen Union, die eigentlich das zweite gro&szlig;e Kollateralziel der US-amerikanischen Anti-Russland-Sanktionen ist, wurden die meisten gemeinschaftlichen Projekte in den Bereichen Wissenschaft, Technologie und Energie bereits nach unten korrigiert. Mittelfristig werden die Gesamtverluste aller EU-L&auml;nder aufgrund der Sanktionen gegen Moskau auf mehrere Hundert Milliarden Euro gesch&auml;tzt.<\/p><p>Was die bereits angesprochenen Beschr&auml;nkungen der Lebensmittelimporte nach Russland angeht, so darf man nicht vergessen, dass die europ&auml;ischen Landwirte in Russland jedes Jahr Milliarden Euro verlieren und auf lange Sicht weitere zweistellige Milliardenbetr&auml;ge verlieren werden, da der russische Markt f&uuml;r sie auf sehr lange Sicht verschlossen bleiben wird. Und selbst in ferner Zukunft, wenn die russischen Beschr&auml;nkungen aufgehoben werden, werden die Marktanteile, die sie zur&uuml;ckerobern k&ouml;nnen, im Vergleich zu fr&uuml;her l&auml;cherlich gering sein.<\/p><p>Was den Tourismus angeht, so zahlt in Europa vor allem Frankreich die Rechnung. Es gibt keinen Tourismus mehr zwischen Russland und Frankreich. Wenn Sie sich in der s&uuml;dfranz&ouml;sischen Hotel- und Tourismusbranche umh&ouml;ren, ist das f&uuml;r sie eine Katastrophe ebenso wie f&uuml;r den Immobiliensektor. In den letzten 30 Jahren waren russische Kunden bedeutend f&uuml;r den Umsatz. Die Massenmedien verschweigen diese Tatsache sehr sorgf&auml;ltig.<\/p><p>Was den Energiesektor angeht, so lohnt es sich nicht einmal, dar&uuml;ber zu sprechen. Wir alle kennen das Ausma&szlig; der Katastrophe. Die Katastrophe wird so gut es geht durch gigantische staatliche Ausgleichszahlungen verschleiert, die die ohnehin schon &uuml;bergro&szlig;e Staatsverschuldung noch weiter erh&ouml;hen und die mit Sicherheit nicht zur&uuml;ckgezahlt werden wird.<\/p><blockquote><p>\n<strong>&bdquo;In der Wirtschaft wie im Gesch&auml;ftsleben dreht sich alles um Alternativen. Und Russland hat Alternativen, die die L&auml;nder der Europ&auml;ischen Union nicht haben und auch nicht haben werden.&ldquo;<\/strong>\n<\/p><\/blockquote><p>Ab heute sind es die USA, die nicht nur die Produktionskosten der energieintensiven Industrien regulieren, sondern auch die Entscheidung &uuml;ber den Preis eines Baguettes oder die Heizkostenrechnung f&uuml;r die Haushalte treffen werden. Und wer glaubt, dass die Amerikaner ihren Vasallenkonkurrenten, den Europ&auml;ern, Geschenke machen werden, der sollte seine schlechte Angewohnheit, zu tr&auml;umen, aufgeben, das wird nicht passieren&hellip;<\/p><p>Generell haben und werden alle, die dem US-amerikanischen Plan gefolgt sind, negative Auswirkungen auf ihre Wirtschaft zu sp&uuml;ren bekommen &ndash; in weitaus schlimmerem Umfang, als dies in Russland in den kommenden Jahren der Fall sein wird. Denn in der Wirtschaft wie im Gesch&auml;ftsleben ist alles eine Frage von Alternativen. Und Russland verf&uuml;gt &uuml;ber Alternativen, die die L&auml;nder der Europ&auml;ischen Union nicht haben und nicht haben werden.<\/p><p>Damit sich die Situation vor allem in Frankreich &auml;ndert, muss sich die franz&ouml;sische Au&szlig;enpolitik radikal &auml;ndern. Doch angesichts der Propaganda, die von den Mainstream-Medien auf sehr eindringliche Weise verbreitet wird, und der Konditionierung der franz&ouml;sischen W&auml;hlerschaft ist klar, dass selbst die k&uuml;nftigen Wahlen im Jahr 2027 keine Chance haben, jemanden an die Macht zu bringen, der eine deutliche Verbesserung der Beziehungen zu Russland erm&ouml;glichen w&uuml;rde.<\/p><p><strong>F&uuml;r Sie sind die Sanktionsz&uuml;ge (derzeit der 11.) nicht mehr effektiv?<\/strong><\/p><p>Die gesamte Bandbreite ernsthafter Sanktionen, die das atlantische Lager kontrollieren kann, ist bereits ausgesch&ouml;pft.<\/p><p>Eine der wichtigsten Sanktionen, die eingef&uuml;hrt wurden, war die gegen russisches &Ouml;l. Was ist das Ergebnis? Russland verkaufte im ersten Quartal 2023 noch mehr &Ouml;l als vor Beginn des Krieges in der Ukraine.<\/p><p>Auch das Embargo gegen russisches Gold funktioniert nicht. Und dieses Mal bedauere ich es sogar. Denn morgen wird Gold eine viel gr&ouml;&szlig;ere Rolle in der Weltwirtschaft spielen als heute. Anstelle der russischen Regierung h&auml;tte ich die russischen Goldexporte stark eingeschr&auml;nkt, und das schon seit einiger Zeit. Man muss wissen, dass sich die nationalen Goldreserven in den USA und Deutschland seit dem Jahr 2000 kaum ver&auml;ndert haben &ndash; in Frankreich sind sie sogar stark zur&uuml;ckgegangen &ndash;, w&auml;hrend sie in Russland im selben Zeitraum um das Sechsfache gestiegen sind. Es ist jedoch wichtig, sie weiter zu erh&ouml;hen.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]<\/p><p>An ernsthaften Sanktionen bleiben nur solche, die &uuml;ber Erpressung und Drohungen gegen Russlands Partner verh&auml;ngt werden. Da es sich dabei jedoch jedes Mal um strategische oder sogar lebenswichtige Interessen der Zielstaaten handelt, sind die Erfolgsaussichten nahe null.<\/p><p>Nun spricht man von Sanktionen gegen die Kernenergie. Diese Pl&auml;ne sind v&ouml;llig unrealistisch. Was die Verantwortlichen oder besser gesagt die Verantwortungslosen in der europ&auml;ischen Politik wollen, wird niemals funktionieren. Die B&uuml;rokraten in Br&uuml;ssel verlangen von Ungarn, das in hohem Ma&szlig;e von russischen Kernbrennstoffen abh&auml;ngig ist, dass es auf diese verzichtet.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] Dabei stammt fast die H&auml;lfte der Energie des Landes aus Kernkraftwerken, die von den Russen gebaut wurden. Und jetzt werden dort neue Kernkraftwerke gebaut, um die Energieunabh&auml;ngigkeit der Ungarn zu erh&ouml;hen. Wenn ich h&ouml;re, wie von der Leyen Orban auffordert, sich das abzuschminken&hellip; Die Verluste f&uuml;r das ungarische Volk w&auml;ren erheblich. Wenn sie sich Br&uuml;ssel beugen, w&uuml;rden sie die Zeit um 30 Jahre zur&uuml;ckdrehen. Und es ist reines Wunschdenken, sich vorzustellen, dass die ungarische Regierung so verr&uuml;ckt w&auml;re, das zu tun.<\/p><p>Josep Borrell (Chefdiplomat der EU) sprach auch &uuml;ber Sanktionen gegen Indien und russische &Ouml;lprodukte, die dort raffiniert werden. Die Einf&uuml;hrung solcher Sanktionen w&auml;re reiner Wahnsinn und w&uuml;rde Europa sehr teuer zu stehen kommen, da Indien &uuml;ber eine Vielzahl von Hebeln verf&uuml;gt, um Vergeltungsma&szlig;nahmen gegen die europ&auml;ische Wirtschaft zu ergreifen.<\/p><p><em>Anmerkung der Redaktion: Hinweise auf deutsche Artikel im Text sowie Fu&szlig;noten stammen vom &Uuml;bersetzer.<\/em><\/p><p>Titelbild: Shutterstock \/ Pla2na<\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99646\">Stimmen aus der Ukraine: Die derzeitige Hauptkonfrontation findet zwischen Trans-Spekulanten und Vertretern einer staatlich-politischen Weltordnung statt<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100370\">Auf geht&rsquo;s! Tschaikowsky, Tolstoi und Co. ausmerzen!<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94418\">Stimmen aus der Ukraine: Den Krieg sofort beenden und an den Verhandlungstisch setzen!<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/bbce8a7c57254e8caaad777af8ac0888\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Die Bedeutung, die der Dollar als gr&ouml;&szlig;te Handels- und Reservew&auml;hrung f&uuml;r die USA hat, beschrieb z.B. die <em>SZ<\/em> 2018 kurz und knackig mit: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/us-staatsanleihen-russland-1.4061854\">Die Macht der USA basiert jedoch auf der Macht des Dollars.<\/a>&ldquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Nach der angesprochenen Halbierung reduzierte Russland v.a. im Fr&uuml;hjahr 2018 massiv seine US-Anleihen, vermutlich auch wegen der Sanktionspolitik (siehe z.B. <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/geldanlage\/us-glaeubiger-russische-investoren-stossen-us-staatsanleihen-ab\/22814330.html\">hier<\/a>).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Im Original &bdquo;Monnaie de singe&ldquo;, w&ouml;rtlich Affenw&auml;hrung. Der Ausdruck bezeichnete urspr&uuml;nglich eine Art Naturalienzahlung. Heute bedeutet er, eine nicht in Geld konvertierbare W&auml;hrung zu verwenden oder gar &bdquo;nicht zu zahlen&ldquo;. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Le Maire ist Minister f&uuml;r Wirtschaft und Finanzen. Er hat sich &auml;hnlich wie Baerbock ge&auml;u&szlig;ert.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Die BRICS-Staaten diskutieren &uuml;ber eine neue Handelsw&auml;hrung, die (teilweise) durch Rohstoffe abgesichert werden soll. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Frankreich bezieht ebenfalls <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/frankreich-atomkraft-uran-russland-100.html\">Uran aus Russland<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Innerhalb von f&uuml;nf Jahren, von 2010 bis 2015, halbierte Russland die Anzahl seiner US-Schatzanleihen. Vorwand f&uuml;r den Ausbruch des Krieges, den wir heute in der Ukraine kennen? Dies ist der zweite Teil des Interviews mit <strong>Oleg Nesterenko<\/strong>, Pr&auml;sident des Europ&auml;ischen Industrie- und Handelszentrums, das der Publikation <a href=\"https:\/\/eclaireur.substack.com\/p\/la-guerre-en-ukraine-cest-la-guerre\"><em>L&rsquo;Eclaireur des Alpes<\/em><\/a> gew&auml;hrt wurde. Den ersten Teil<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100483\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":100484,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,209,20,171,30],"tags":[283,2640,259,307,260,1556],"class_list":["post-100483","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-interviews","category-landerberichte","category-militaereinsaetzekriege","category-wirtschaftspoliik-und-konjunktur","tag-finanzmaerkte","tag-leitwaehrung","tag-russland","tag-sanktionen","tag-ukraine","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/shutterstock_2172212413.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/100483","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=100483"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/100483\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":101205,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/100483\/revisions\/101205"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/100484"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=100483"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=100483"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=100483"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}