{"id":100603,"date":"2023-07-07T08:30:57","date_gmt":"2023-07-07T06:30:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100603"},"modified":"2023-07-07T07:27:31","modified_gmt":"2023-07-07T05:27:31","slug":"hinweise-des-tages-4393","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100603","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100603#h01\">Wird der Nato-Gipfel einen unendlichen Krieg in Europa er&ouml;ffnen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100603#h02\">Zu Friedensverhandlungen und der Rolle des Globalen S&uuml;dens: Nur Baerbock rafft es nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100603#h03\">Zeitenwende &ndash; Aufr&uuml;stung und Militarisierung in Deutschland <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100603#h04\">Berliner Verfassungsschutz im Kampfmodus: Extrem ist, gegen Krieg zu sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100603#h05\">Sinkende Energiepreise auf Erzeuger- und Verbraucherstufe &ndash; was sollte eine weiter anhaltende Inflation speisen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100603#h06\">Nicht so wichtig: &raquo;Heizungsgesetz&laquo; aufgeschoben.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100603#h07\">&bdquo;Ausnahmezustand&ldquo; &ndash; Tafeln fordern Hilfe von der Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100603#h08\">&ldquo;Sechs gro&szlig;e Probleme&rdquo; bei der Klinikreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100603#h09\">Dramatische Unterschiede: Gesetzliche Rente: So ungleich ist sie verteilt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100603#h10\">Jetzt kommt neue Bewegung in die Aufkl&auml;rung der &bdquo;Cum-Ex&ldquo;-Aff&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100603#h11\">Auf dem Weg zur Eigenst&auml;ndigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100603#h12\">Medien ist es egal: Hunderte Migranten h&auml;tte man retten k&ouml;nnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100603#h13\">Fukushima: Japan will radioaktiv kontaminiertes Wasser ins Meer leiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100603#h14\">Der 243-Millionen-Euro-Mann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100603#h15\">Zu guter Letzt: Bombastischer Kollateraleffekt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wird der Nato-Gipfel einen unendlichen Krieg in Europa er&ouml;ffnen?<\/strong><br>\nDer Druck w&auml;chst, der Ukraine in Vilnius eine Beitrittsperspektive zu geben. Hardliner und einige osteurop&auml;ische Staaten wollen ein klares Zeichen. Warum das keine gute Idee ist.<br>\nIn einem Artikel der New York Times wird erkl&auml;rt, dass auf Biden Druck ausge&uuml;bt wird, auf dem Nato-Gipfel in Vilnius am 11. und 12. Juli einen Zeitplan f&uuml;r die ukrainische Nato-Mitgliedschaft bekannt zu geben.<br>\nAngeblich ist Biden mit seiner Zur&uuml;ckhaltung bez&uuml;glich eines Zeitplans unter den Nato-Verb&uuml;ndeten &ldquo;isoliert&rdquo;, obwohl diese Behauptung durch den letzten Absatz des Artikels selbst widerlegt wird (jener Absatz also, von dem Noam Chomsky einmal sagte, man solle ihn zuerst lesen), in dem einger&auml;umt wird, dass &ldquo;andere leiser argumentieren&rdquo;, dass die Nato-Mitgliedschaft &ldquo;Putin mehr Anreize geben k&ouml;nnte, den Krieg fortzusetzen oder ihn zu eskalieren&rdquo;.<br>\nDa Moskau die Nato-Mitgliedschaft der Ukraine bereits als v&ouml;llig inakzeptabel und existenzielle Bedrohung bezeichnet hat &ndash; und ihre Verhinderung eines der russischen Hauptkriegsziele ist &ndash;, w&uuml;rde eine Erkl&auml;rung in Vilnius, wonach die Ukraine der Nato beitreten wird, wenn der Krieg zu Ende ist, effektiv daf&uuml;r sorgen, dass der Krieg f&uuml;r immer weitergeht.<br>\nDamit w&auml;re auch das zentrale Druckmittel des Westens zur Erreichung des Friedens, n&auml;mlich eine neutrale Ukraine, vom Tisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Wird-der-Nato-Gipfel-einen-unendlichen-Krieg-in-Europa-eroeffnen-9205939.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Die Debatte um &raquo;Sicherheitsgarantien&laquo; f&uuml;r die Ukraine<\/strong><br>\nDeutsche Denkfabriken dringen auf NATO-Beitritt der Ukraine und &raquo;Sicherheitsgarantien&laquo; durch eine europ&auml;ische Koalition der Willigen. Die Ukraine k&ouml;nne sich nuklear bewaffnen wollen.<br>\nDie zwei gr&ouml;&szlig;ten deutschen Denkfabriken auf dem Gebiet der Au&szlig;enpolitik dringen vor dem NATO-Gipfel in Vilnius auf die Aufnahme der Ukraine in das westliche Milit&auml;rb&uuml;ndnis. Zwar habe USA-Pr&auml;sident Joe Biden dem Schritt zumindest f&uuml;r die n&auml;here Zukunft eine Absage erteilt, hei&szlig;t es in aktuellen Stellungnahmen aus der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) und aus der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik (DGAP). Alternative &raquo;Sicherheitsgarantien&laquo; f&uuml;r Kiew seien jedoch entweder nicht ausreichend oder nicht w&uuml;nschenswert bzw. nicht realistisch. Die DGAP bringt die Bildung einer &raquo;Koalition der Willigen&laquo; aus europ&auml;ischen Staaten ins Gespr&auml;ch, die sich zu aktivem milit&auml;rischen Beistand f&uuml;r die Ukraine verpflichten. Dies d&uuml;rfe aber nur als &Uuml;bergangsl&ouml;sung bis zu einem formalen ukrainischen NATO-Beitritt gelten. In einer aktuellen Stellungnahme aus der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) zur derzeitigen Debatte &uuml;ber m&ouml;gliche &raquo;Sicherheitsgarantien&laquo; f&uuml;r die Ukraine hei&szlig;t es, jenseits einer formalen NATO-Mitgliedschaft gebe es lediglich zwei Optionen, die Kiew wirklich &raquo;Sicherheit&laquo; gew&auml;hrten. &raquo;Die erste&laquo; bestehe &raquo;in der Demilitarisierung Ru&szlig;lands&laquo;. Dazu sei &raquo;eine Reduzierung der Streitkr&auml;fte und der R&uuml;stungsindustrie&laquo; des Landes &raquo;auf ein Ma&szlig;&laquo; notwendig, das zur Verteidigung gen&uuml;ge, aber &raquo;keine Offensivoperationen&laquo; erlaube, erkl&auml;rt die SWP in einem Artikel unter der &Uuml;berschrift &raquo;Dauerhafte Sicherheit f&uuml;r die Ukraine&laquo; von 29. Juni.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1469725599487\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Krieg und Wahrheit &ndash; Der Westen h&auml;tte den Ukraine-Krieg vermeiden k&ouml;nnen<\/strong><br>\nGrunds&auml;tzlich muss gelten: Wer zuerst Gewalt anwendet, darf nicht ungestraft davonkommen. Wer geforderte und berechtigte Sicherheitszusagen verweigert, aber auch nicht. Dieser Beitrag ist der Versuch, der weitgehend emotional gef&uuml;hrten Meinungskampagne westlicher Parteien und Mehrheitsmedien einige bisher kaum bekannt gewordene Fakten entgegenzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/krieg-und-wahrheit-der-westen-haette-den-ukraine-krieg-vermeiden-koennen\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zu Friedensverhandlungen und der Rolle des Globalen S&uuml;dens: Nur Baerbock rafft es nicht<\/strong><br>\nKommt da Bewegung in die Diskussion um m&ouml;gliche Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine? In der vergangenen Woche war Narendra Modi derjenige, der die Debatte voranzutreiben suchte. Soeben erst zur&uuml;ck von seinem Staatsbesuch in den USA, rief der indische Premierminister Wladimir Putin an. Er berichtete dem russischen Pr&auml;sidenten &uuml;ber die Gespr&auml;che, die er in Washington gef&uuml;hrt hatte, und schob dann noch eines nach: dass &bdquo;der Ukraine-Konflikt&ldquo; beendet werden m&uuml;sse, und zwar mit &bdquo;Dialog und Diplomatie&ldquo;. Daran f&uuml;hre, betonte Modi, kein Weg vorbei. Lange Zeit waren es ausschlie&szlig;lich nichtwestliche Staaten, die sich &ouml;ffentlich f&uuml;r ein Ende der K&auml;mpfe in der Ukraine und f&uuml;r die Aufnahme von Friedensverhandlungen zwischen den beiden Kriegsparteien einsetzten. [&hellip;] Am 24. Juni fand in Kopenhagen ein erstes Treffen statt, auf dem die Ukraine und Gastgeber D&auml;nemark mit Repr&auml;sentanten der G7 sowie von f&uuml;nf Staaten des Globalen S&uuml;dens zusammenkamen, um Friedensverhandlungen anzusto&szlig;en; die f&uuml;nf Staaten des Globalen S&uuml;dens hatten alle bereits Vermittlungsversuche zwischen Moskau und Kiew unternommen. (&hellip;)<br>\nIn Kopenhagen diktierte nicht mehr der Westen den Gang der Dinge. Wollen die USA die K&auml;mpfe in der Ukraine zum Stillstand bringen, werden sie L&auml;nder des Globalen S&uuml;dens wohl als Vermittler akzeptieren m&uuml;ssen. Die Zeiten, in denen der Westen entweder eigene Kriege gewann oder in fremden Kriegen in Afrika, im Nahen und im Mittleren Osten, sofern er Interesse daran hatte, als Schiedsrichter auftrat, sind wom&ouml;glich vorbei. Der Aufstieg des S&uuml;dens hat begonnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/nur-baerbock-rafft-es-nicht-4781749\/\">J&ouml;rg Kronauer in unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Zeitenwende &ndash; Aufr&uuml;stung und Militarisierung in Deutschland <\/strong><br>\nDer Autor ist Ko-Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag, Herausgeber der Kasseler Schriften zur Friedenspolitik und arbeitet mit in der Berliner Friedenskoordination.<br>\nKein Thema bei Scholz, da&szlig; die NATO Anfang 2022 insgesamt 3,2 Millionen Soldaten unter Waffen hatte, Ru&szlig;land lediglich 900 000, davon in Europa 540 0002, w&auml;hrend es hier zwei Millionen NATO-Soldaten gibt. Somit sind knapp viermal so viele NATO-Soldaten in Europa wie russische. Bei schweren konventionellen Waffensystemen von Heer, Luftwaffe und Marine ist das Verh&auml;ltnis entsprechend. Scholz formulierte diese Sichtweise Mitte September auf einer Bundeswehrtagung so: Putin wolle &bdquo;Ru&szlig;land in Europa als imperiale Macht etablieren &ndash; und zwar mit den Landkarten des Zarenreichs oder der Sowjetunion im Kopf&ldquo;. Daraus schlu&szlig;folgert der Kanzler: &bdquo;Unsere Armee mu&szlig; zum Grundpfeiler konventioneller Verteidigung in Europa werden, zur am besten ausgestatteten Streitkraft in Europa!&ldquo; (&hellip;) F&uuml;r 2023 hat der Bundestag 50,1 Mrd. Euro f&uuml;r den Einzelplan 14 beschlossen, jedoch erstmals die Entnahme von 8,5 Mrd. Euro aus den Sonderschulden angek&uuml;ndigt, so da&szlig; nominal die deutschen Ausgaben zun&auml;chst auf 58,6 Mrd. Euro hochschnellen werden (+ 17 %). Aber schon Ende M&auml;rz bewilligte der Bundestag zus&auml;tzlich 1,3 Mrd. Euro f&uuml;r Waffen an die Ukraine und f&uuml;r Waffenersatz f&uuml;r die Bundeswehr, womit in diesem Jahr 60 Milliarden erreicht werden d&uuml;rften. Eine offizielle Sch&auml;tzung der NATO f&uuml;r die deutschen Ausgaben in diesem Jahr liegt noch nicht vor. Wenn er wieder um 7,3 Milliarden &uuml;ber dem nominellen Ansatz liegt, wie im Vorjahr, und davon ist auszugehen, kommen wir nach NATO-Kriterien auf 67 Mrd. in diesem Jahr. Wie hoch der prozentuale Anteil am BIP 2023 sein wird, h&auml;ngt nat&uuml;rlich von der H&ouml;he des BIP selbst ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rotfuchs.net\/pdf-archiv.html\">L&uuml;hr Henken in RotFuchs; Juni 2023 (Teil 1), Juli 2023 (Teil 2)<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Berliner Verfassungsschutz im Kampfmodus: Extrem ist, gegen Krieg zu sein<\/strong><br>\nDer Inlandsgeheimdienst hat nicht nur &ldquo;Putin-Freunde&rdquo; im Visier. In Berlin eckte sogar eine Gruppe mit einer Aktion gegen Gazprom an. Das sind die Hintergr&uuml;nde.<br>\nHeftige Kritik &uuml;bt Jan Hansen an dem Ende Juni ver&ouml;ffentlichten Berliner Verfassungsschutzbericht. &ldquo;Der Berliner Verfassungsschutz beobachtet ausgerechnet eine der wenigen Organisationen aus der Friedensbewegung, die sich vom Beginn der russischen Invasion an gegen den verbrecherischen Angriffskrieg stellt&rdquo;, moniert der Aktivist der Antimilitaristischen Aktion Berlin (Amab) gegen&uuml;ber der Tageszeitung Neues Deutschland.<br>\nDie Gruppe junger Antimilitaristen und Pazifisten hat wenige Tage nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine unter dem Motto &ldquo;Gaz Off&rdquo; eine Protestaktion vor der Gazprom-Dependance in Berlin-Kreuzberg organisiert. Sie forderten die Schlie&szlig;ung der damals noch funktionierenden Erdgas-Pipeline Nordstream 1 und den Stopp aller russischen Gaslieferungen als Alternative zu Waffenlieferungen.<br>\n&ldquo;Statt weiter aufzur&uuml;sten, m&uuml;ssen wir die Geldstr&ouml;me nach Russland stoppen, weil damit der Krieg in der Ukraine finanziert wird&rdquo;, hie&szlig; es im Amab-Aufruf. Stattdessen sollten Erneuerbare Energien ausgebaut und die Wirtschaft unabh&auml;ngig vom &Ouml;l und Gas werden.<br>\nDas sind doch T&ouml;ne, die man auch bei der Bundesregierung h&ouml;rt. Trotzdem ist die Protestaktion, die viel Zustimmung auch bei Anwohner:innen der Gazprom-Filiale fand, im aktuellen Berliner Verfassungsschutzbericht unter der Rubrik Linksextremismus aufgelistet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Berliner-Verfassungsschutz-im-Kampfmodus-Extrem-ist-gegen-Krieg-zu-sein-9209299.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sinkende Energiepreise auf Erzeuger- und Verbraucherstufe &ndash; was sollte eine weiter anhaltende Inflation speisen?<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident der Deutschen Bundesbank, Joachim Nagel, sagte am 5. Juli 2023 in einer Rede in Frankfurt, dass es hinsichtlich der Preisentwicklung in Deutschland f&uuml;r eine Entwarnung zu fr&uuml;h sei, &bdquo;[d]enn die Inflation hat insgesamt an Breite gewonnen&ldquo;. Und er f&uuml;gt hinzu: &bdquo;Laut unserer Juni-Projektion wird die Inflationsrate in Deutschland vorerst hoch bleiben. &Auml;hnliches ergibt die Juni-Projektion der EZB f&uuml;r den Euroraum.&ldquo;<br>\nDas steht in Kontrast zu den j&uuml;ngst von Eurostat ver&ouml;ffentlichten Zahlen zur europ&auml;ischen Preisentwicklung. In zwei gr&ouml;&szlig;eren L&auml;ndern der EWU ist laut dem Statistikamt der EU die Steigerungsrate der Verbraucherpreise inzwischen deutlich unter die von der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) angestrebte 2-Prozent-Marke gesunken: In Spanien und Belgien betrug diese Rate im Juni jeweils 1,6 Prozent. Gestern kam nun die Meldung hinzu, dass die Erzeugerpreise auf dem Inlandsmarkt, die auch nach Ansicht der EZB ein klassischer Vorl&auml;ufer vor den Verbraucherpreisen sind (wie hier gezeigt), im Mai gegen&uuml;ber April in allen L&auml;ndern der EWU bis auf Malta und Zypern absolut gesunken sind. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Erzeugerpreise im Durchschnitt der EWU jetzt auch erstmals wieder unter das Niveau des Vorjahres (Mai 2022) gefallen. Das gilt zwar noch nicht f&uuml;r die industriellen Erzeugerpreise ohne den Energiesektor, die noch um 3,4 Prozent h&ouml;her liegen als ein Jahr zuvor. Doch auch dieser Subindex ist seit zwei Monaten auf dem R&uuml;ckzug: Die Verlaufsraten gegen&uuml;ber dem jeweiligen Vormonat sind mit -0,2 und -0,4 Prozent bereits negativ. Wie man der &Uuml;berzeugung sein kann, die Inflation habe &bdquo;an Breite gewonnen&ldquo;, bleibt ein R&auml;tsel.<br>\nSpanien und Belgien haben in Sachen Beruhigung der Verbraucherpreisentwicklung eine Vorreiterrolle eingenommen, weil dort die Energiepreise am st&auml;rksten auf dem R&uuml;ckzug sind. Das l&auml;sst sich anhand der Unterindizes f&uuml;r Energie sowohl auf der Erzeuger- als auch auf der Verbraucherstufe im Vergleich zu den Gesamtindizes erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2023\/07\/06\/sinkende-energiepreise-auf-erzeuger-und-verbraucherstufe-was-sollte-eine-weiter-anhaltende-inflation-speisen\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Nicht so wichtig: &raquo;Heizungsgesetz&laquo; aufgeschoben.<\/strong><br>\nWarum wollten Robert Habeck und seine Partei das sogenannte Geb&auml;udeenergiegesetz im Schweinsgalopp durch den Bundestag jagen? Die Bundesregierung behauptete im Eilverfahren, das der CDU-Abgeordnete Thomas Heilmann angestrengt hatte, vor dem Bundesverfassungsgericht, sie wolle &raquo;Planungssicherheit&laquo; f&uuml;r Heizungsinstallateure und deren Kunden schaffen &ndash; bei einem Gesetz, das am 1. Januar 2024 in Kraft treten soll. Das hatte schon vorher niemanden &uuml;berzeugt. Die Richter antworteten mit dem erstaunlichen Satz: &raquo;Den Abgeordneten steht nicht nur das Recht zu, im Deutschen Bundestag abzustimmen, sondern auch das Recht zu beraten.&laquo; Wer h&auml;tte das vermutet? Leben die Bundesb&uuml;rger etwa in einer Autokratie? Wenn das Recht auf Parlamentsberatung angemahnt und erstritten werden muss, ist allein das eine Klatsche f&uuml;r die lautstark &raquo;regelbasierten&laquo; drei Regierungsparteien. Ihr politisches Prinzip ist allerdings Regellosigkeit, genauer: die Tendenz zum Rechtsnihilismus. Nach au&szlig;en wie nach innen. Endlose Kriege sind ein V&ouml;lkerrechtsbruch wie auch Wirtschaftssanktionen ohne UN-Entscheidung. Die EU erw&auml;gt gerade Verm&ouml;gensklau bei der russischen Staatsbank &ndash; einmalig in der Geschichte. Das Pfeifen aufs Recht wird bei den Regierenden lauter, das zustimmende rechte Echo l&auml;sst nicht auf sich warten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/454263.nicht-so-wichtig.html\">Arnold Sch&ouml;lzel in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&bdquo;Ausnahmezustand&ldquo; &ndash; Tafeln fordern Hilfe von der Politik<\/strong><br>\nDie Anzahl der Kunden habe sich an manchen Standorten fast verdoppelt. Zugleich sind die Lebensmittelspenden um die H&auml;lfte zur&uuml;ckgegangen. Die deutschen Tafeln kommen an ihre Grenzen. Und verzeichnen &bdquo;erschreckende&ldquo; Berichte.<br>\nDie Tafeln in Deutschland beklagen angesichts stark gestiegener Lebensmittelpreise einen &bdquo;Ausnahmezustand&ldquo; bei der Verteilung von Lebensmitteln f&uuml;r Bed&uuml;rftige. W&auml;hrend sich die Anzahl der Kunden an manchen Standorten &bdquo;fast verdoppelt&ldquo; habe, seien die Lebensmittelspenden &bdquo;teilweise um 50 Prozent zur&uuml;ckgegangen&ldquo;, sagte der Vorstandsvorsitzende des Tafel-Landesverbands Schleswig-Holstein und Hamburg, Frank Hildebrandt, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Mittwochsausgaben). Tafel-Bundeschefin Michaela Engelmeier forderte den Staat auf, &bdquo;das Existenzminimum&ldquo; der Menschen abzusichern.<br>\nEs gebe &bdquo;erschreckende&ldquo; Berichte von den Tafeln, sagte Engelmeier weiter. In Zeiten von &bdquo;Rekordinflation und Preisexplosion&ldquo; k&ouml;nnten sich viele Menschen &bdquo;nicht einmal mehr das Essen leisten&ldquo;.<br>\nBetroffen seien nicht nur Menschen, die B&uuml;rgergeld empfingen, sondern auch Millionen Geringverdiener und Rentner. Die Ehrenamtlichen der Tafeln, deren Zahl &bdquo;nahezu konstant&ldquo; geblieben sei, arbeiteten &bdquo;an der absoluten Belastungsgrenze &ndash; sowohl psychisch als auch k&ouml;rperlich&ldquo;, sagte Tafel-Sprecherin Anna Verres.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article246224936\/Ueberlastung-Ausnahmezustand-Tafeln-fordern-Hilfe-von-der-Politik.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&ldquo;Sechs gro&szlig;e Probleme&rdquo; bei der Klinikreform<\/strong><br>\nBundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) glaubt an einen Erfolg der elektronischen Patientenakte. &ldquo;Wir m&uuml;ssen bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen im Vergleich zu anderen L&auml;ndern deutlich aufholen. Deshalb machen wir jetzt richtig Tempo&rdquo;, sagte er am Donnerstag bei der Gesundheitsministertagung in Friedrichshafen. Bis 2025 sollten 80 Prozent aller Patienten eine elektronische Akte haben, in der alle Befunde und pers&ouml;nlichen Gesundheitsdaten zusammenlaufen.<br>\nGrundlagen f&uuml;r die Digitalisierung seien mehrere Gesetzesvorhaben, die derzeit innerhalb der Bundesregierung abgestimmt w&uuml;rden, sagte Lauterbach. Gro&szlig;es Gewicht h&auml;tten dabei Regeln zum Datenschutz. Die Gesundheitsministerkonferenz diskutierte am Mittwoch und Donnerstag &uuml;ber Weichenstellungen in Medizin, Pflege und Gesundheitswesen. Ein Beschluss h&auml;lt fest, dass die Patientenakte schnell benutzerfreundlicher werden m&uuml;sse. Auch m&uuml;sse es f&uuml;r Forscher m&ouml;glich werden, auf Daten aus den Akten zuzugreifen, wenn dies die Patienten erlauben. Derzeit haben nur sehr wenige eine elektronische Akte. (&hellip;)<br>\nBei der Klinikreform geht indessen weiterhin nichts voran. Lauterbach sprach von &ldquo;sechs gro&szlig;en Problemen&rdquo;, bei denen man sich nicht habe aufeinander zubewegen k&ouml;nne. Der SPD-Politiker nannte etwa die Forderung des Bundes nach mehr Transparenz, was die Qualit&auml;t der Kliniken angehe. Man befinde sich an einem Scheidepunkt, ob man die Reform &uuml;berhaupt wolle oder nicht, warnte Lauterbach. Falls diese scheitere, w&uuml;rden viele Kliniken in ganz Deutschland in die Insolvenz gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/klinikreform-lauterbach-bodensee-konferenz-patientenakte-1.6003724\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wie ein Pharmalobbyist dr&uuml;ckt der Bundesgesundheitsminister bei der elektronischen Patientenakte aufs Tempo. Das siebte und schwerwiegendste Problem hei&szlig;t Lauterbach, denn ohne ihn und seinen Einfluss auf die Gesundheitspolitik der vergangenen Jahre h&auml;tten die Kliniken viele Probleme nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Dramatische Unterschiede: Gesetzliche Rente: So ungleich ist sie verteilt<\/strong><br>\nWeniger Einkommen, weniger Rente: Bei den Altersbez&uuml;gen liegen Frauen aktuell noch deutlich hinter M&auml;nnern. Wie sehr, zeigen verschiedene Grafiken.<br>\nWas im Berufsleben beginnt, setzt sich im Alter fort: Frauen in Deutschland haben im Ruhestand deutlich geringere Eink&uuml;nfte als M&auml;nner. Die aktuellsten Zahlen dazu gibt es f&uuml;r das Jahr 2021. Sie zeigen: Mit Jahreseink&uuml;nften von 17.814 Euro brutto lagen Frauen im Alter ab 65 Jahren im Jahr 2021 deutlich hinter den gleichaltrigen M&auml;nnern, die auf 25.407 Euro kamen.<br>\nLaut dem Statistischen Bundesamt betrug das geschlechtsspezifische Einkommensgef&auml;lle, auch &ldquo;Gender Pension Gap&rdquo; genannt, damit 29,9 Prozent. Als wichtige Gr&uuml;nde f&uuml;r die L&uuml;cke gelten die h&ouml;here Teilzeitquote bei den Frauen, geringer bezahlte Jobs und h&auml;ufigere Auszeiten etwa zur Kinderbetreuung.<br>\nRente: Frauen beziehen oft Witwenrente<br>\nZu den Alterseink&uuml;nften z&auml;hlen Alters- und Hinterbliebenenrenten und -pensionen sowie Renten aus individueller privater Vorsorge. Rund 29 Prozent der erfassten Frauen erhielten Witwenrenten, also Zahlungen aus der Altersversorgung ihrer verstorbenen Partner. Lesen Sie hier, wie hoch diese Hinterbliebenenrente ausf&auml;llt.<br>\nW&uuml;rden diese Bez&uuml;ge bei der Betrachtung ausgenommen, w&uuml;rde die geschlechtsspezifische Rentenl&uuml;cke auf 42,6 Prozent wachsen. Bei den M&auml;nnern erhielt nur jeder 20. eine Hinterbliebenenrente.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/finanzen\/ratgeber\/altersvorsorge\/gesetzlicherente\/id_100203088\/rente-frauen-bekommen-dramatisch-weniger-als-maenner-grafik.html\">t-online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Schlimm genug. Der andere Riesenskandal wird anscheinend schon f&uuml;r selbstverst&auml;ndlich genommen und gar nicht mehr erw&auml;hnt: dass die H&ouml;he der gesetzlichen Renten f&uuml;r *alle*, auch f&uuml;r die M&auml;nner, indiskutabel niedrig ist. Ab 35 Versicherungsjahren im Durchschnitt 1.462, ab 45 Versicherungsjahren durchschnittlich 1.552 Euro im Monat f&uuml;r die M&auml;nner bei einem durchaus erf&uuml;llten Berufsleben sind schon *im Durchschnitt* nur etwa 1.300-1.400 Euro netto &ndash; deutlich &uuml;ber der &ldquo;offiziellen&rdquo; Armutsgrenze, aber auch nur wenig &uuml;ber dem soziokulturellen Existenzminimum. (In Gro&szlig;st&auml;dten mit den &uuml;blichen Mieten ist mit so wenig Geld h&ouml;chstens das physische &Uuml;berleben m&ouml;glich.) Die &uuml;bliche Karikatur eines Rentner-Luxuslebens mit Cabrio und Dauerkreuzfahrt auf Weltreise kann sich sowieso nur eine kleine Minderheit leisten, aber die &uuml;bergro&szlig;e Mehrheit der Menschen *mit einer guten Arbeitsbiographie* kommt gerade so &uuml;ber die Runden. Wenn man sich dann die Zahlen derjenigen mit nur teilweise Erwerbsbiographie, also auch der vielen Frauen anschaut, dann wird es tats&auml;chlich zappenduster und erreichen die allerwenigsten eine Rente oberhalb der Armutsgef&auml;hrdungsschwelle. Hier hilft nat&uuml;rlich der gute zynische FAZ-Tipp: vom vielen &uuml;bersch&uuml;ssigen Geld Aktien kaufen und private Altersvorsorge betreiben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Jetzt kommt neue Bewegung in die Aufkl&auml;rung der &bdquo;Cum-Ex&ldquo;-Aff&auml;re<\/strong><br>\nEin Jahr lang musste der Hamburger Untersuchungsausschuss zum &bdquo;Cum-Ex&ldquo;-Skandal auf Akten aus Nordrhein-Westfalen warten. Nach dem angek&uuml;ndigten R&uuml;cktritt des Leiters der Staatsanwaltschaft K&ouml;ln scheint nun alles rasant zu gehen. Erste Akten sind da.<br>\nNach langem Warten hat der Parlamentarische Untersuchungsausschuss (PUA) der Hamburgischen B&uuml;rgerschaft zur &bdquo;Cum-Ex&ldquo;-Aff&auml;re vom nordrhein-westf&auml;lischen Justizministerium Akten der Staatsanwaltschaft K&ouml;ln erhalten. &bdquo;Zwei elektronische Akten wurden heute bereits &uuml;bergeben und auch ein Verzeichnis, das alle Bestandteile der Akten auflistet&ldquo;, sagte der CDU-Obmann im Ausschuss, Richard Seelmaecker, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die in &bdquo;Cum-Ex&ldquo;-F&auml;llen federf&uuml;hrende Staatsanwaltschaft K&ouml;ln ermittelt auch im Zusammenhang mit der in den Skandal verstrickten Hamburger Warburg Bank.<br>\nSeelmaecker zeigte sich zufrieden. &bdquo;Die vier Vertreter des Ministers haben uns glaubhaft versichert, vollumf&auml;nglich zu kooperieren und uns alle Akten und Aktenbestandteile der Staatsanwaltschaft K&ouml;ln zur Verf&uuml;gung zu stellen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/hamburg\/article246241322\/Cum-Ex-Jetzt-kommt-neue-Bewegung-in-die-Aufklaerung.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Auf dem Weg zur Eigenst&auml;ndigkeit<\/strong><br>\nDie Bundeswehr muss fr&uuml;her als geplant ihren gescheiterten Einsatz in Mali einstellen und bis zum 31. Dezember aus dem westafrikanischen Land abgezogen sein. Dies ist die Konsequenz aus einem Beschluss des UN-Sicherheitsrats, der am Freitag das Mandat f&uuml;r die UN-Blauhelmtruppe MINUSMA nicht verl&auml;ngert hat. Der beschleunigte Abzug ist auch eine Niederlage f&uuml;r das Ausw&auml;rtige Amt; Ministerin Annalena Baerbock hatte urspr&uuml;nglich den Verbleib der Bundeswehr bis Ende Mai 2024 in Mali durchgesetzt, um dort Russland l&auml;nger entgegentreten zu k&ouml;nnen und w&auml;hrend der f&uuml;r Februar 2024 vorgesehenen Wahl noch &uuml;ber eine deutsche Pr&auml;senz im Land zu verf&uuml;gen. Den Abzug von MINUSMA hatten die in Bamako regierenden Milit&auml;rs gefordert; sie machen nun mit ihrem Versuch ernst, die Aufst&auml;nde im Land eigenst&auml;ndig zu besiegen &ndash; gest&uuml;tzt auf Waffenlieferungen vor allem aus Russland und China und mit Hilfe einer gewissen Anzahl russischer S&ouml;ldner. &Auml;hnlich geht das angrenzende Burkina Faso vor, dessen Regierung gleichfalls franz&ouml;sische Truppen aus dem Land geworfen hat, in ihrem Bem&uuml;hen um Eigenst&auml;ndigkeit aber ohne russische S&ouml;ldner auskommen will. Das Streben nach Unabh&auml;ngigkeit von den einstigen Kolonialm&auml;chten gewinnt an Fahrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9284\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Medien ist es egal: Hunderte Migranten h&auml;tte man retten k&ouml;nnen<\/strong><br>\nViele Berichte &uuml;ber das Wie und Warum des U-Boot-Ungl&uuml;cks &ndash; Kaum Berichte &uuml;ber das Wer und Warum der &uuml;ber 500 Ertrunkenen.<br>\nTrotz des h&ouml;chstwahrscheinlich vermeidbaren Ungl&uuml;cks mit &uuml;ber 500 toten Migrantinnen und Migranten vor der griechischen K&uuml;ste recherchierten Medien in der Schweiz und in Deutschland nicht, welches die Ursachen und die Verantwortlichen waren. Daf&uuml;r berichteten sie umfangreich &uuml;ber Hintergr&uuml;nde des U-Boot-Unfalls mit den f&uuml;nf verungl&uuml;ckten Milliard&auml;ren an Bord.<br>\nFast nur online informierten unsere grossen Medien einzig dar&uuml;ber, dass die Grenzschutzagentur Frontex kritisierte, dass die &laquo;griechischen Beh&ouml;rden trotz Aufforderung keine zus&auml;tzliche Luftunterst&uuml;tzung gew&auml;hrten&raquo;.<br>\nAnders als europ&auml;ische Medien beauftragte die &laquo;New York Times&raquo; ein ganzes Recherche-Team, um die Verantwortlichen des Bootungl&uuml;cks ausfindig zu machen. Unter dem Titel &laquo;Das Schiff, das die Welt nicht wollte &ndash; Griechische Regierung schickt ein Polizeiboot der K&uuml;stenwache statt Rettungskr&auml;fte&raquo; entlarvte die Zeitung zuerst am 1. Juli und erg&auml;nzt am 3. Juli Angaben griechischer Beh&ouml;rden als Ausreden und L&uuml;gen.<br>\n&Uuml;ber diese NYT-Recherche informierte von den grossen Medien in Europa erst heute, am 6. Juli, die NZZ ausf&uuml;hrlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/freiheit-recht\/menschenrechte\/medien-ist-es-egal-hunderte-migranten-haette-man-retten-koennen\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Fukushima: Japan will radioaktiv kontaminiertes Wasser ins Meer leiten<\/strong><br>\nEnergie und Klima &ndash; kompakt: Japans Nachbarn sind emp&ouml;rt &uuml;ber das Verhalten der Regierung in Tokio. Doch wie gef&auml;hrlich ist das mit Tritium verunreinigte K&uuml;hlwasser? Was bereitet Wissenschaftlern Sorgen?<br>\nDie japanische Regierung plant, gro&szlig;e Mengen radioaktiv kontaminiertes Wassers in den Pazifik abzulassen. Die britische Zeitung Guardian spricht von 1,3 Millionen Tonnen, also 1,3 Millionen Kubikmetern Wasser, das bereits gefiltert und damit f&uuml;r den Einlass ins Meer vorbereitet sei.<br>\nDas Wasser stammt aus den drei havarierten Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi, die am 11. M&auml;rz 2011 von einem schweren Erdbeben und einem nachfolgenden gewaltigen Tsunami zerst&ouml;rt wurden. Rund 20.000 Menschen wurden seinerzeit durch die Flutwelle get&ouml;tet und die Nachbarschaft des AKWs v&ouml;llig verw&uuml;stet.<br>\nIn den Reaktoren kam es zur Kernschmelze und zu Wasserstoffexplosionen, durch die radioaktives Material in der Nachbarschaft verteilt wurde. Mehr als Hunderttausend &Uuml;berlebende wurden aus den umliegenden Orten &ndash; teilweise bis zu 40 Kilometer vom AKW entfernt &ndash; evakuiert und k&ouml;nnen oder wollen zum Teil bis heute nicht zur&uuml;ckkehren.<br>\nDas Wasser, um das es aktuell geht, wurde meist in den drei Havaristen eingesetzt, um die zusammengeschmolzenen Reaktorkerne zu k&uuml;hlen. Dadurch ist es durch jede Menge radioaktives Spaltmaterial verunreinigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Fukushima-Japan-will-radioaktiv-kontaminiertes-Wasser-ins-Meer-leiten-9208744.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der 243-Millionen-Euro-Mann<\/strong><br>\nBRD muss Viertelmilliarde Euro Schadenersatz f&uuml;r gescheiterte Pkw-Maut zahlen. Hauptverantwortlicher Exminister plant Seitenwechsel.<br>\nEs w&auml;re ein kolossales Erbe, das Andreas Scheuer (CSU) f&uuml;r den Fall seines politischen R&uuml;ckzugs den B&uuml;rgern im Land hinterlie&szlig;e. Wie es hei&szlig;t, ist der &raquo;Andi&laquo; auf dem Sprung in die Wirtschaft, wo es mehr zu holen gibt als auf der Oppositionsbank im Bundestag. Ob es zeit seines Lebens noch zu 243 Millionen Euro reicht? Schau&rsquo;n mer mal. Wie am Mittwoch abend bekannt wurde, muss die BRD eben diese Summe an die verhinderten Betreiber der verkorksten Pkw-Maut entrichten. Dazu kommen Rechnungen f&uuml;r Anw&auml;lte und Berater sowie Gerichts- und Verfahrenskosten im Nachgang des mehrj&auml;hrigen Rechtsstreits. Alles in allem wird der Steuerzahler weit &uuml;ber 300 Millionen Euro berappen m&uuml;ssen &ndash; viel Geld f&uuml;r etwas, das nie mehr war als eine fixe Idee.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/454245.pkw-maut-der-243-millionen-euro-mann.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Bombastischer Kollateraleffekt<\/strong><br>\nDass (ausgerechnet) Joe Biden darauf besteht, (ausgerechnet) vonderLeyen als Chef&hellip; Pardon: Generalsekret&auml;rin der NATO zu platzieren, sagt eigentlich schon alles &uuml;ber die USA, die EU und die NATO aus, was man wissen muss.<br>\nWir m&ouml;chten dennoch etwas erg&auml;nzen: Der britische &ldquo;Spectator&rdquo; schrieb in einer Bewertung von Vdls politischer Laufbahn, sie habe eigentlich nichts als eine (breite) Spur der Verw&uuml;stung hinterlassen (trail of disaster).<br>\nNachdem diese weithin erprobte Hyperschallvernichtungswaffe nicht nur im Familien-, Arbeits-, Sozial- und Verteidigungsministerium, sondern auch in der EU-Kommission eindrucksvoll vorgef&uuml;hrt hat, wie man gewachsene Strukturen in k&uuml;rzester Zeit r&uuml;ckstandslos vernichtet, um sich dann unbehelligt aus dem Staub zu machen, halten wir es f&uuml;r &uuml;berf&auml;llig, ihr nun endlich auch die NATO auszuh&auml;ndigen.<br>\nBombastischer Kollateraleffekt: Wenn alle gegen vonderLeyen gef&uuml;hrten Verfahren entscheidungsreif sind, hat sie 3.358.000 aktive Soldaten, 738.400 Paramilit&auml;rische Einheiten und ein Budget von &uuml;ber 1.000 Milliarden zu ihrer Verteidigung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/MartinSonneborn\/status\/1676873755958685696%20\">Martin Sonneborn via Twitter<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em>Hinweis in eigener Sache: Aus organisatorischen Gr&uuml;nden m&uuml;ssen die Hinweise des Tages II heute leider entfallen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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