{"id":10063,"date":"2011-07-12T08:52:20","date_gmt":"2011-07-12T06:52:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10063"},"modified":"2011-07-12T08:52:20","modified_gmt":"2011-07-12T06:52:20","slug":"hinweise-des-tages-1422","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10063","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Eurokrise; Untersuchungshaft fu&#776;r Ex-Banker Rudolf Elmer verl&auml;ngert; Robert Misik &ndash; So entmachten wir die Rating-Kasperl!; Von Entwicklungsl&auml;ndern in die Pfanne gehauen; Ausgrenzung als Sozialtherapie; Kristina Schr&ouml;ders Familienpolitik &ndash; konsequent am Leben vorbei; Stuttgart 21; Nuclear Workers and Fukushima Residents at Risk: Cancer Expert on the Fukushima Situation; Aus der Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD) wird der gemeinsame Standortdialog; Loveparade war rechtswidrig; BND in Not &ndash; Baupl&auml;ne weg, Pornos gefunden; Sigmar Gabriels (Parallel-)Welt; Anti-Plagiat-Projekt: Doktorarbeiten der Politiker auf dem Pr&uuml;fstand; Unabh&auml;ngiges Forschungsinstitut f&uuml;r Internet und Gesellschaft startet mit vier Partnern; Gemeinsam in der Gosse; Das politische Buch: &ldquo;Winner-Take-All Politics&rdquo;<br>\nUS-Superreiche werden immer reicher &ndash; auf Kosten der Mittelklasse; Das L&uuml;genfernsehen; Zu guter Letzt: Arme Lobbyisten (MB\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Untersuchungshaft fu&#776;r Ex-Banker Rudolf Elmer verl&auml;ngert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Robert Misik &ndash; So entmachten wir die Rating-Kasperl!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Von Entwicklungsl&auml;ndern in die Pfanne gehauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Ausgrenzung als Sozialtherapie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Kristina Schr&ouml;ders Familienpolitik &ndash; konsequent am Leben vorbei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Nuclear Workers and Fukushima Residents at Risk: Cancer Expert on the Fukushima Situation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Aus der Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD) wird der gemeinsame Standortdialog<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Loveparade war rechtswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">BND in Not &ndash; Baupl&auml;ne weg &ndash; Pornos gefunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Sigmar Gabriels (Parallel-)Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Anti-Plagiat-Projekt: Doktorarbeiten der Politiker auf dem Pr&uuml;fstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Unabh&auml;ngiges Forschungsinstitut f&uuml;r Internet und Gesellschaft startet mit vier Partnern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Gemeinsam in der Gosse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Das politische Buch: &ldquo;Winner-Take-All Politics&ldquo; &ndash; US-Superreiche werden immer reicher &ndash; auf Kosten der Mittelklasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Das L&uuml;genfernsehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Zu guter Letzt: Arme Lobbyisten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=10063&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Es geht ans Eingemachte<\/strong><br>\nAm Beispiel Italiens wird sich zeigen, ob Europa bereit ist, den Euro zu verteidigen: Es reicht nicht, Rettungsschirme zu beschlie&szlig;en. Die L&auml;nder m&uuml;ssen ein Tabu brechen und Schulden gemeinsam meistern. [&hellip;]<br>\nEuropa sei bereit, die Euro-Zone zu verteidigen, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel nun erneut bekr&auml;ftigt. Mit Verlaub: Den Eindruck konnte man in den vergangenen Monaten nicht gewinnen. Im Gegensatz zu den USA gibt es hier am Ende des Streits eben nicht den rituellen Automatismus zur Einigung.<br>\nOb Europa tats&auml;chlich bereit ist, den Euro zu verteidigen, wird sich im Falle Italiens zeigen. Es reicht nicht, ein paar Sparpakete oder die Aufstockung des Rettungsschirms auf 1500 Mrd. Euro zu fordern. Wenn der Druck auf das Land zunimmt, m&uuml;sste Europa im Zweifel jenen Schritt wagen, der bisher als Tabu gilt: die Verschuldung und Schulden gemeinsam zu organisieren und zu meistern &ndash; in einer Fiskalunion mit Eurobonds. Oder die EU l&ouml;st das Problem an der Peripherie so z&uuml;gig, nachhaltig und entschlossen, dass die Angriffe auf ihren Kern gar nicht mehr kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:italien-es-geht-ans-eingemachte\/60077400.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>EZB ruft Finanzinstitute zu Hilfe<\/strong><br>\nWie das Handelsblatt aus Finanzkreisen erfuhr, will sich Notenbank-Chef Jean-Claude Trichet von einem renommierten Finanzinstitut Handlungsm&ouml;glichkeiten aufzeigen lassen, wie die Zentralbank bei einer Staatspleite im W&auml;hrungsraum reagieren soll, um Ansteckungsgefahren zu verhindern. Mehr als f&uuml;nf Finanzinstitute hat die Zentralbank in den vergangenen Tagen angeschrieben und gebeten, sich zu bewerben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/ezb-ruft-finanzinstitute-zu-hilfe\/4379288.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man kann sich vorstellen, welche Tipps die Banken der EZB geben. Bittet Europol etwa die &rsquo;Ndrangheta um Hilfe, wenn es darum geht, den Drogenhandel zu bek&auml;mpfen? Man sollte bei all dem nicht vergessen, dass die EZB hoheitliche Aufgaben wahrnimmt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Commerzbank fordert Umschuldung Griechenlands<\/strong><br>\nCommerzbank-Chef Martin Blessing hat sich f&uuml;r eine Umschuldung Griechenlands ausgesprochen. In einem Gastbeitrag f&uuml;r die F.A.Z. spricht er sich f&uuml;r einen Verzicht privater Gl&auml;ubiger auf R&uuml;ckzahlungs- und Zinsforderungen aus. Dieser Weg werde &bdquo;steinig, aber gangbar&ldquo;. [&hellip;]<br>\nEr rechnet damit, dass die privaten Gl&auml;ubiger Griechenlands, zu denen auch die Commerzbank z&auml;hlt, insgesamt einen Beitrag von mehr als 50 Milliarden Euro zu leisten h&auml;tten. Blessing schl&auml;gt vor, allen Gl&auml;ubigern anzubieten, ihre griechischen Staatspapiere mit einem 30-Prozent-Abschlag in 30 Jahre laufende Papiere mit einem Zinssatz von 3,5 Prozent zu tauschen. F&uuml;r diese Papiere solle die Eurogruppe garantieren. Das Modell m&uuml;sse so ausgestaltet werden, dass es auch als &bdquo;Blaupause f&uuml;r Portugal und &ndash; falls erforderlich &ndash; Irland&ldquo; dienen k&ouml;nne. &bdquo;Weitermachen wie bisher ist nicht m&ouml;glich&ldquo;, schreibt Blessing, der eine Ansteckung Italiens und Spaniens bef&uuml;rchtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/C30638\/schuldenkrise-commerzbank-fordert-umschuldung-griechenlands-30461488.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wenn man Blessings Konditionen einmal mit dem spitzen Bleistift nachrechnet, stellt man fest, dass der &bdquo;Beitrag&ldquo; der Banken eher ein goldener Fallschirm f&uuml;r die letzten Griechenland-Gl&auml;ubiger ist. Anleihen, wie z.B. die zehnj&auml;hrige Anleihe, die 2014 ausl&auml;uft, wir momentan an den M&auml;rkten mit einem Abschlag von fast 50% <a href=\"http:\/\/www.ariva.de\/GR0124024580\">gehandelt<\/a>. Wenn die Gl&auml;ubiger mit einem 30%-Abschlag davonk&auml;men und sich die verbleibenden 70% auch noch zu Premium-Eurobonds-Konditionen absichern lassen k&ouml;nnten, w&auml;re das keine bittere Pille, sondern ein s&uuml;&szlig;es Z&uuml;ckerle. F&uuml;r Griechenland w&auml;re dieser Vorschlag jedoch ein echter Lichtblick, wenn die Eurobonds-Konditionen denn auch tats&auml;chlich an die Griechen weitergegeben w&uuml;rden und der gesamte Spareffekt nicht durch ma&szlig;lose Strafaufschl&auml;ge seitens der Eurozone zunichte gemacht w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche Banken warnen vor Stresstest<\/strong><br>\nDeutsche Banken haben offenbar gro&szlig;e Angst vor einer detaillierten Ver&ouml;ffentlichung der Stresstest-Ergebnisse: Der Zentrale Kreditausschuss (ZKA) der f&uuml;nf deutschen Bankenverb&auml;nde hat einen Brief an die Europ&auml;ische Bankenaufsicht EBA aufgesetzt &ndash; verbunden mit einer eindringlichen Warnung. &ldquo;Sollte die Ver&ouml;ffentlichung in der geplanten Form erfolgen, bef&uuml;rchten wir, dass das in keinster Weise zur Vertrauensbildung beitr&auml;gt oder die M&auml;rkte beruhigt &ndash; genau das Gegenteil d&uuml;rfte der Fall sein&rdquo;, hei&szlig;t es in dem vom Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Bankenverbandes BdB, Michael Kemmer, unterzeichneten Schreiben.<br>\nDie Ergebnisse des Stresstests der 91 wichtigsten europ&auml;ischen Kreditinstitute sollen am kommenden Freitag ver&ouml;ffentlicht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,773689,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Schuldenkrise hat ernste Konsequenzen<\/strong><br>\nAn den Finanzm&auml;rkten machen sich Marktteilnehmer und Kommentatoren zunehmend Gedanken &uuml;ber die weiterreichenden Konsequenzen. Sie stellen vor allem fest, dass durch die prim&auml;r auf Zeitgewinn ausgerichtete Politik die Glaubw&uuml;rdigkeit europ&auml;ischer Institutionen stark leidet, besonders die der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) und der Regierungen nicht nur der Schuldner-, sondern auch der Gl&auml;ubigerl&auml;nder. Gabriel Stein von London Street Research beispielsweise meint, die EZB habe zwar in Bezug auf ihre Unabh&auml;ngigkeit hohe Anspr&uuml;che, sei aber die grosse Verliererin in der Krise. Immer wieder habe sie gesagt, &laquo;bis hierher und nicht weiter&raquo; &mdash; um anschliessend diese Haltung aufzugeben. Niels Jensen von Absolute Return Partners h&auml;lt es f&uuml;r eine unglaubliche Sache, dass die Gl&auml;ubigerl&auml;nder von der von ihnen geforderten Politik der Austerit&auml;t eine L&ouml;sung der Schuldenkrise erwarten. Tats&auml;chlich zerst&ouml;rten die Sparprogramme aber jede Chance, dass Schuldnerl&auml;nder durch Wirtschaftswachstum der Schuldenfalle entkommen k&ouml;nnen. Austerit&auml;t bremse Wachstum und Inflation und mache eine bereits schlechte Situation noch schlechter. Griechenland m&uuml;sste ein nominales Wirtschaftswachstum von fast 6% aufweisen, um die Verschuldungsquote zu stabilisieren &mdash; ein unerreichbares Ziel &ndash;, Irland rund 5% und Portugal fast 4%. Auch David Einhorn, Pr&auml;sident des Hedge-Fund Greenlight Capital und bekannt f&uuml;r Short-Positionen (z. B. bei Lehman Brothers), h&auml;lt wenig von dem eingeschlagenen Weg. In seiner Sicht wirkt die Austerit&auml;tspolitik kontraproduktiv, auch die erg&auml;nzend geforderte Privatisierung l&ouml;se die Insolvenz nicht. Derweil machen sich Gl&auml;ubiger heimlich aus dem Staub. Europ&auml;ische Banken und Versicherungen scheinen bereits substanzielle Teile ihrer Best&auml;nde an griechischen Anleihen verkauft zu haben. Als K&auml;ufer treten vor allem Hedge-Funds auf. Sie setzen darauf, dass die EZB &laquo;Defaults&raquo; von Schuldnerl&auml;ndern um jeden Preis verhindern werde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/die_schuldenkrise_hat_ernste_konsequenzen_1.11303334.html\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was hei&szlig;t hier, eine Politik der quantitativen Lockerung (quantitative easing) sei der S&uuml;ndenfall EZB. Schlie&szlig;lich befinden wir uns in einer ganz au&szlig;erordentlichen Finanzkrise, in der die EZB nichts anderes macht, als von der Geldpolitik der FED zu lernen, wenn auch die Dimensionen der quantitativen Lockerung der US-Notenbank nicht erreicht werden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Untersuchungshaft fu&#776;r Ex-Banker Rudolf Elmer verl&auml;ngert<\/strong><br>\nSeit 172 Tagen sitzt der ehemalige Julius-B&auml;r-Banker Rudolf Elmer wegen des Verdachts der wiederholten Verletzung des Schweizer Bankgeheimnisses im Bezirksgef&auml;ngnis Winterthur in Untersuchungshaft. Diese w&auml;re am 23. Juli abgelaufen. Nun zeigen aber die Recherchen der Zeitung &laquo;Der Sonntag&raquo;, dass Elmer noch l&auml;nger nicht freikommt. Ein Haftrichter habe diese Woche entschieden, dass die Untersuchungshaft bis zum 1. Oktober verl&auml;ngert wird, sagt Corinne Bouvard, Sprecherin der Oberstaatsanwaltschaft. [&hellip;]  Der ehemalige Kaderangestellte der Privatbank Julius B&auml;r sitzt seit dem 19. Januar in Untersuchungshaft. Seine Verhaftung erfolgte wenige Stunden, nachdem ihn das Bezirksgericht Zu&#776;rich wegen Verletzung des Bankgeheimnisses und N&ouml;tigung zu einer bedingten Geldstrafe von 7200 Franken verurteilt hatte. Zwei Tage zuvor hatte Elmer dem Gru&#776;nder der Enthu&#776;llungsplattform Wikileaks, Julian Assange, an einer Pressekonferenz in London zwei CDs mit Daten von mutmasslichen Bankkunden u&#776;bergeben, die Steuern hinterzogen haben sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sonntagonline.ch\/inhalt\/104\/\">Der Sonntag (Printausgabe)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das Vorgehen der Schweizer Justizbeh&ouml;rden ist ein handfester Skandal. Hintergrundinformationen dazu bieten die Artikel <a href=\"?p=9097\">&bdquo;Ein verh&auml;ngnisvoller Deal&ldquo;<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/34\/34023\/1.html\">&bdquo;Whistleblower vor Gericht &ndash; die Rudolf-Elmer-Story&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>dazu passend in der gleichen Ausgabe von &bdquo;Der Sonntag&ldquo;:<br>\n<strong>Strafverfahren gegen Kunden von Julius B&auml;r in Deutschland &ndash; Verfahren gegen Robert Schuler-Voith eingestellt<\/strong><br>\nDie Mu&#776;nchner Staatsanwaltschaft hat gegen mindestens zwei Kunden der Schweizer Privatbank Julius B&auml;r wegen Steuerbetrugs ein Verfahren er&ouml;ffnet. Sie stu&#776;tzt sich dabei auf vertrauliche Kundendaten, die ein fru&#776;herer Kaderangestellter von Julius B&auml;r, Rudolf Elmer, den Steuerbeh&ouml;rden zuspielte. [&hellip;] Einen der aufsehenerregendsten F&auml;lle, die Elmers Datensatz ausl&ouml;ste, hat die Staatsanwaltschaft im Mai ergebnislos eingestellt: Der Mu&#776;nchner Industrielle Robert Schuler-Voith war beschuldigt worden, u&#776;ber die Bank B&auml;r mehrere Millionen vor den Steuerbeh&ouml;rden versteckt zu haben. [&hellip;] &laquo;Es war keine Tat beweisbar&raquo;, sagt nun aber Sprecherin Barbara Stockinger dem &laquo;Sonntag&raquo;.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Robert Misik &ndash; So entmachten wir die Rating-Kasperl!<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1308680866883\/Videocast-von-Robert-Misik---Folge-189-So-entmachten-wir-die-Rating-Kasperl\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Von Entwicklungsl&auml;ndern in die Pfanne gehauen<\/strong><br>\nKlaus Ernst findet den UN-Bericht, der Deutschland arge soziale Schieflage attestiert, besch&auml;mend. Besch&auml;mend ist allerdings ebenfalls, wie sich manches deutsche Blatt dazu &auml;u&szlig;ert und versucht, den sozialen Standort Deutschland aufzupolieren. Geschenkt, dass der Stern den Experten des UN-Ausschusses, die aus Entwicklungsl&auml;ndern stammen, unterstellt, sie h&auml;tten diebische Freude daran, die Industrienationen in die Pfanne zu hauen. Denn erfahrungsgem&auml;&szlig; genie&szlig;en Experten in deutschen Leitmedien nur dann ordentliche Reputation, wenn sie aus dem rechtslastigen oder konservativen Lager stammen. Erschreckender ist da schon eher, mit welchen Ausreden der UN-Bericht abgeb&uuml;gelt wird. Dieser sei veraltet, aus der Mottenkiste gar, weil er bestimmte Entwicklungen der letzten Jahre nicht ber&uuml;cksichtigt hat. Und man fragt sich unwillk&uuml;rlich: Was hat sich f&uuml;r Hilfebed&uuml;rftige denn in der letzten Zeit so dramatisch ver&auml;ndert?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2011\/07\/von-entwicklungslandern-in-die-pfanne.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ausgrenzung als Sozialtherapie<\/strong><br>\nDie Mehrheit der Asylbewerber ist sozial inkompetent und nicht in der Lage, selbstverantwortlich in eigenen Wohnungen zu leben: Diese Ansicht jedenfalls vertritt der CDU-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern in einem Schreiben zur Heimunterbringung von Fl&uuml;chtlingen an den Schweriner Fl&uuml;chtlingsrat, das dieser jetzt auf seiner Homepage ver&ouml;ffentlichte. Auch eine passende &ldquo;Therapie&rdquo; hat die CDU f&uuml;r die angeblich verhaltensauff&auml;lligen Fl&uuml;chtlinge: die Unterbringung in einer Gemeinschaftsunterkunft, enge Flure und Mehrbettzimmer inklusive. &ldquo;Die Mehrheit der Asylbewerber hat Defizite hinsichtlich allgemeiner Regeln des Zusammenlebens. Viele zeigen Verhaltensauff&auml;lligkeiten (wie) mangelnde Konfliktf&auml;higkeit, niedrige Toleranzgrenze, ,Ellenbogenmentalit&auml;t&rsquo; und Defizite in den sozialen Kompetenzen (beim) Verhalten gegen&uuml;ber Mitmenschen, insbesondere Frauen und Kindern. [&hellip;] Durch die Unterbringung in Gemeinschaftsunterk&uuml;nften und die damit einhergehende Betreuung werden soziale Kompetenzen erworben.&rdquo; Die Unterbringung von Asylbewerbern in Gemeinschaftsunterk&uuml;nften ist oft teurer, als es Unterk&uuml;nfte in Privatwohnungen w&auml;ren. Warum dennoch an der Heimunterbringung festgehalten wird, zeigt eine Stellungnahme des brandenburgischen Landkreises Oberspreewald-Lausitz in einem Rechtsstreit um die Unterbringung von Fl&uuml;chtlingen von November 2007. Darin hei&szlig;t es, der Zweck der Unterbringung in Gemeinschaftsunterk&uuml;nften sei unter anderem, Asylbewerber und potenzielle Nachahmer abzuschrecken.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2011%2F07%2F11%2Fa0053&amp;cHash=dfab4df41f\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fluechtlingsrat-mv.de\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/antwort-cdu.pdf\">Fl&uuml;chtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e.V. [PDF &ndash; 345 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es fehlen mir die Worte, um mein Entsetzen und meine Trauer auszudr&uuml;cken, dass in deutschen Landen eine etablierte Volkspartei die Rede vom Untermenschen wiederbelebt. Wie seinerzeit die Brosch&uuml;re &ldquo;Der Untermensch&rdquo; 1941 die Bev&ouml;lkerung f&uuml;r den &Uuml;berfall auf die Sowjetunion mobilisieren wollte, soll hier der ungeliebte Asylant f&uuml;r den Wahlkampf instrumentalisiert werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kristina Schr&ouml;ders Familienpolitik &ndash; konsequent am Leben vorbei<\/strong><br>\nFamilienministerin Kristina Schr&ouml;der nimmt nicht wahr, was gesellschaftlich dringlich ist und was nicht. Was zu dicht an der Realit&auml;t und zu real ist, das &uuml;berl&auml;sst sie lieber anderen, meint die Publizistin Mely Kiyak.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/politischesfeuilleton\/1499630\/\">Deutschlandradio Kultur [Text]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2011\/07\/08\/drk_20110708_0723_abfcabb9.mp3\">Deutschlandradio Kultur [Audio, MP3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Ein sehr h&ouml;renswerter Kommentar. Aber bei der Berufung von Kristina Schr&ouml;der (damals noch K&ouml;hler) ging es ja auch nicht um berufliche Qualifikation oder Realit&auml;tssinn sondern darum, dass sie aus dem hessischen CDU-Landesverband kommt. Kurz davor trat Arbeitsminister Franz Josef Jung zur&uuml;ck; er ist Hesse und die Nachfolge musste aus Proporzgr&uuml;nden ebenfalls aus Hessen kommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Drohkulisse der Bahn br&ouml;ckelt<\/strong><br>\nDen Gegnern von Stuttgart 21 bleibt f&uuml;r ihren Versuch, das Milliardenprojekt zu stoppen, mehr Zeit als angenommen. Selbst wenn die Deutsche Bahn Ende dieses Monats Tunnelarbeiten im Gesamtwert von 750 Mio. Euro vergibt, wird vor Mitte 2012 nur ein Bruchteil dieser Summe f&auml;llig. Aus der FTD vorliegenden konzerninternen Unterlagen geht hervor, dass die &ldquo;Ausf&uuml;hrungsplanung&rdquo; der mit den Tunnelbauten beauftragten Firmen mehr als ein Jahr beansprucht &ndash; und dass in dieser Phase f&uuml;r das zentrale Bauwerk, den Fildertunnel, nur gut 60 Mio. Euro anfallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:stuttgart-21-drohkulisse-der-bahn-broeckelt\/60076987.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>S-21-Gegner sehen Kollaps<\/strong><br>\nDer Stresstest der Bahn zur Leistungsf&auml;higkeit von Stuttgart 21 samt Testat der Schweizer Firma sma soll am 21.Juli abgeschlossen sein. Die Stuttgart-21-Gegner haben am Montag ihre eigenen Schl&uuml;sse aus dem von der Bahn vorgelegten Fahrplan mit 49 Z&uuml;gen gezogen. Sie vergleichen den achtgleisigen Durchgangsbahnhof mit gro&szlig;en Bahnh&ouml;fen in der Republik.<br>\n&ldquo;Der neue Tiefbahnhof in Stuttgart funktioniert nur auf dem Papier&rdquo;, sagt Christoph Engelhardt. Der 45-j&auml;hrige Programmierer z&auml;hlt wie Klaus W&ouml;&szlig;ner und Professor Wolfgang Hesse zu einer Gruppe von Ingenieuren, die sich gegen den Neubau einsetzen. Die Bahn belege die Gleise in Stuttgart zur Spitzenstunde gleich 13 mal mit zwei Z&uuml;gen gleichzeitig. Au&szlig;erdem k&uuml;rze sie die Haltezeiten teils extrem. Neun Z&uuml;ge stoppten f&uuml;r weniger als drei Minuten, einer sogar nur f&uuml;r 66 Sekunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.stresstest-s-21-gegner-sehen-kollaps.236b1ec5-118c-43cd-875e-94c50a7c3e1e.html\">Stuttgarter Nachrichten<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Nuclear Workers and Fukushima Residents at Risk: Cancer Expert on the Fukushima Situation<\/strong><br>\nJapan&rsquo;s leading business journal Toyo Keizai has published an article by Kokkaido Cancer Center director Nishio Masamichi, a radiation treatment specialist. The piece, entitled &ldquo;The Problem of Radiation Exposure Countermeasures for the Fukushima Nuclear Accident: Concerns for the Present Situation&rdquo;, was published on June 27 and is consistent with the critical coverage of the Fukushima crisis that has appeared in independent weekly magazines, notably Shukan Kinyobi, which have taken a strong anti-nuclear stance since the March 11 earthquake-tsunami-meltdown, and have repeatedly focused on the dangers of radiation exposure while calling for far-reaching measures to protect those at risk.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/japanfocus.org\/events\/view\/100?utm_medium=twitter&amp;utm_source=twitterfeed\">Japan Focus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Aus der Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD) wird der gemeinsame Standortdialog<\/strong><br>\nNach acht erfolgreichen Jahren wird die Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD) in ein Dialogforum Finanzstandort Deutschland &uuml;berf&uuml;hrt. Das Dialogforum wird k&uuml;nftig unter der Federf&uuml;hrung der Verb&auml;nde der Versicherungswirtschaft und der Kreditwirtschaft arbeiten. Damit sollen die Strukturen und Abstimmungswege gestrafft und Doppelarbeiten vermieden werden. In der neuen Dialogstruktur werden politische Themen einen breiteren Raum einnehmen. &bdquo;Gerade jetzt, wo die L&ouml;sung der europ&auml;ischen Schuldenkrise gemeinsam bew&auml;ltigt werden muss, ist der Dialog zwischen den Entscheidungstr&auml;gern in Politik und Finanzwelt entscheidend&ldquo; sagte Heinrich Haasis, Pr&auml;sident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes und diesj&auml;hriger Lead-Initiator des Dialogforums. Denn die Finanz-, Wirtschafts- und Schuldenkrise markiere auch in der Finanzplatzf&ouml;rderung einen Paradigmenwechsel. Angesichts der viel st&auml;rker als bisher angenommenen Vernetzung und damit Verletzbarkeit der einzelnen Akteure des internationalen Finanzsystems habe sich das Verh&auml;ltnis der Finanzpl&auml;tze untereinander gewandelt. Eine gemeinsame und umfassende Reform der europ&auml;ischen und internationalen Finanzmarktarchitektur sei erforderlich, um auf einen nachhaltigeren Wachstumspfad zur&uuml;ckzufinden. Damit werde die Ausrichtung der Finanzplatzf&ouml;rderung zwangsl&auml;ufig politischer und europ&auml;ischer. Dem solle durch die neue Struktur Rechnung getragen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zka-online.de\/zka\/pressemitteilungen\/volltext\/backpid\/26\/article\/aus-der-initiative-finanzstandort-deutschland-ifd-wird-der-gemeinsame-standortdialog.html?tx_ttnews%5BpS%5D=1293836400&amp;tx_ttnews%5BpL%5D=1325372399&amp;tx_ttnews%5Barc%5D=1&amp;cHash=37a413cc7f\">Zentraler Kreditausschuss<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe dazu unseren <a href=\"?p=10041#h15\">Hinweis Nr. 15 von gestern<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Loveparade war rechtswidrig<\/strong><br>\nDie Staatsanwaltschaft Duisburg hat in ihrem mehr als 400 Seiten umfassenden Zwischenbericht zum Stand der Ermittlungen festgestellt, dass im Duisburger Rathaus gravierende Fehler begangen wurden. Den Bericht hat die Staatsanwaltschaft bereits im Januar erstellt. Er wird seitdem von der NRW-Landesregierung unter Verschluss gehalten. Unserer Zeitung liegt der Bericht vor. Von insgesamt 16 Beschuldigten, die die Staatsanwaltschaft f&uuml;r mitverantwortlich an der Katastrophe h&auml;lt, stammt nur einer aus den Reihen der Polizei, vier sind Besch&auml;ftigte des Veranstalters Rainer Schaller &ndash; doch alle &uuml;brigen elf Beschuldigten sind Beamte und Besch&auml;ftigte der Duisburger Stadtverwaltung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/niederrhein-nord\/duisburg\/nachrichten\/loveparade-war-rechtswidrig-1.1328617\">Rheinische Post<\/a>\n<p>dazu: <strong>Sauerland Erkl&auml;rung zur Loveparade: Moralische Verantwortung ohne Konsequenzen<\/strong><br>\nDuisburgs Oberb&uuml;rgermeister Adolf Sauerland hat heute vor Beginn der Ratssitzung eine pers&ouml;nliche Erkl&auml;rung zum Thema Loveparade vorgetragen. Sie soll vor allem einem Menschen nutzen: Sauerland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ruhrbarone.de\/sauerland-erklarung-moralische-verantwortung-ohne-konsequenzen\/\">Ruhrbarone<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>BND in Not &ndash; Baupl&auml;ne weg, Pornos gefunden<\/strong><br>\nEin Abteilungsleiter und Vertrauter von Beh&ouml;rdenchef Uhrlau soll seinen Dienstcomputer missbraucht haben. Zudem sind geheime Unterlagen verschwunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article13478980\/BND-in-Not-Bauplaene-weg-Pornos-gefunden.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Na super. Wenn es beim n&auml;chsten mal um Online-Durchsuchungen oder &auml;hnliche Pl&auml;ne zu Sicherheitsversch&auml;rfungen geht, kann jeder Kabarettist diese Pornonummer als Allzweckwaffe abschie&szlig;en. &Uuml;brigens ist es nicht nur BND-Mitarbeitern\/innen untersagt, Dienstcomputer f&uuml;r private Zwecke zu benutzen; das ist in so ziemlich jedem normalen Unternehmen betriebliche Praxis. Und das Surfen bei E-Bay oder Pornoseiten f&uuml;hrt zwangsweise zur fristlosen K&uuml;ndigung. Da k&ouml;nnen sich sowohl der hochrangige Nachrichtendienstler als auch die Welt das Geschwalle sparen, der betreffende Abteilungsleiter sei wohl nicht zu halten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sigmar Gabriels (Parallel-)Welt<\/strong><br>\nZufall, oder nicht? W&auml;hrend ich den Gastkommentar von SPD-Parteichef Sigmar Gabriel im Tagesspiegel, &ldquo;Es geht um die Wiederentdeckung der sozialen Gesellschaft&ldquo;, lese, h&ouml;re ich Bob Dylans &ldquo;Times &ndash; They Are a Changing&ldquo;. Gerade kr&auml;chst Dylan aus dem Lautsprecher: &ldquo;&hellip;you&rsquo;d better start swimming or you&rsquo;ll sink like a stone, for the times, they are a changing&hellip;&rdquo; Ich stelle mir vor, Gabriel hat seinen Gastkommentar nicht nur selbst geschrieben, sondern auch diesen Dylan-Song dazu im Hintergrund geh&ouml;rt. Wer wei&szlig;. Wenn ja, muss er ihn gr&uuml;ndlich missverstanden haben: statt beherzt loszuschwimmen ger&auml;t er m&auml;chtig ins Schwimmen &ndash; und der Leser mit ihm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/6416\/sigmar-gabriels-parallel-welt\">Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Anti-Plagiat-Projekt: Doktorarbeiten der Politiker auf dem Pr&uuml;fstand<\/strong><br>\nSchleppend laufen die Antworten der Bundestagsabgeordneten mit Doktortitel bei Prof. Uwe Kamenz ein. F&uuml;r ein Anti-Plagiat-Projekt hat er die 114 Abgeordneten vor zwei Wochen angeschrieben und gebeten, ihm die Arbeiten zuzuschicken und die Ver&ouml;ffentlichung zu erlauben. Trotzdem ist er zuversichtlich im Herbst ein knallhartes Ranking ver&ouml;ffentlichen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.recklinghaeuser-zeitung.de\/nachrichten\/region\/muenster\/Doktorarbeiten-der-Politiker-auf-dem-Pruefstand;art1331,508003\">Recklingh&auml;user Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Unabh&auml;ngiges Forschungsinstitut f&uuml;r Internet und Gesellschaft startet mit vier Partnern<\/strong>\n<ul>\n<li>Humboldt-Universit&auml;t zu Berlin, Universit&auml;t der K&uuml;nste Berlin und Wissenschaftszentrum Berlin f&uuml;r Sozialforschung als Gesellschafter<\/li>\n<li>Hamburger Hans-Bredow-Institut als Kooperationspartner<\/li>\n<li>Institut von Google initiiert und finanziert<\/li>\n<li>Mittelfristig sollen weitere Partner und F&ouml;rderer gewonnen werden<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Humboldt-Universit&auml;t zu Berlin (HU), die Universit&auml;t der K&uuml;nste Berlin (UdK) sowie das Wissenschaftszentrum Berlin f&uuml;r Sozialforschung (WZB) werden bis Herbst 2011 gemeinsam das Institut f&uuml;r Internet und Gesellschaft in Berlin gr&uuml;nden. Dies gaben die Pr&auml;sidenten der drei Berliner H&auml;user, Prof. Jan-Hendrik Olbertz, Prof. Martin Rennert und Prof. Jutta Allmendinger, heute bekannt. Das neue Institut wird von Google finanziert, ist aber in seiner wissenschaftlichen Arbeit und Organisation autonom.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wzb.eu\/de\/press-release\/unabhaengiges-forschungsinstitut-fuer-internet-und-gesellschaft-startet-mit-vier-partnern\">Wissenschaftszentrum Berlin f&uuml;r Sozialforschung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.W.:<\/strong> Eine auf den Menschen fokussierte Untersuchung klingt in diesem Zusammenhang wie eine drohende Verhei&szlig;ung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gemeinsam in der Gosse<\/strong><br>\nSeit Jahren sind Vorw&uuml;rfe gegen das Revolverblatt von Rupert Murdoch bekannt. Doch britische Politiker haben den Presse-Tycoon stets hofiert. Die Emp&ouml;rung richtet sich auch gegen sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/gemeinsam-in-der-gosse\/-\/1472602\/8655232\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Und wer verkehrt in Deutschland gesch&auml;ftlich und \/ oder privat mit Mitgliedern der Springer-Chefredaktionen und der Herausgeberfamilie? Und wie wirkt sich das auf Berichterstattung und Kommentierung der jeweiligen Regierungspolitik aus? Ein paar Beispiele ohne Anspruch auf Vollst&auml;ndigkeit. Bild-Chefredakteur war <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/2959\/trauzeugenjournalismus\/\">Trauzeuge bei Helmut Kohl<\/a>. Angela Merkel ist privat mit Friede Springer <a href=\"?p=8146\">befreundet<\/a>. Dazwischen hielt es der Bundeskanzler Schr&ouml;der f&uuml;r am einfachsten, <a href=\"?p=2354\">mit BILD und Glotze zu regieren<\/a>. Der Raubkopierer zu Guttenberg wollte sich von der BILD-Zeitung im <a href=\"?p=8427\">Amt retten lassen<\/a> und die BILD lie&szlig; sich gerne instrumentalisieren. Also m&uuml;ssen wir nicht nach Britannien schauen, wenn es um den fragw&uuml;rdigen Umgang von Regierungsmitgliedern mit einem f&uuml;hrenden Medienkonzern oder umgekehrt geht.<br>\n&Uuml;ber Abh&ouml;raktionen durch Redaktionen aus dem Springer-Verlag ist nichts bekannt und wir wollen auch im Ansatz nichts unterstellen. Aber die wahrheitswidrige und manipulative Umgang der BILD-Redaktion mit Themen und Personen wurde schon vor Jahrzehnten von <a href=\"http:\/\/www.guenter-wallraff.com\/tazmag6-02.html\">G&uuml;nter Wallraff alias Hans Esser<\/a> aufgedeckt. Und an die <a href=\"?p=9018\">Hetzkampagnen zu Griechenland<\/a> k&ouml;nnen Sie sich bestimmt auch noch erinnern. Also w&uuml;rden SIE irgend etwas ausschlie&szlig;en &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das politische Buch: &ldquo;Winner-Take-All Politics&rdquo;<\/strong><br>\nUS-Superreiche werden immer reicher &ndash; auf Kosten der Mittelklasse<br>\nSeit Ronald Reagans Amtszeit wird das Verm&ouml;gen der USA systematisch und massiv von unten nach oben umverteilt. Einen &ldquo;drei&szlig;igj&auml;hrigen Krieg&rdquo; nennen das die US-Politologen Jacob Hacker und Paul Pierson in ihrem wuchtigen, mythenzerst&ouml;renden Buch &ldquo;Winner-Take-All Politics&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/das-politische-buch-winner-take-all-politics-us-superreiche-werden-immer-reicher-auf-kosten-der-mittelklasse-1.1118614\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das Buch <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/1416588698\/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=nach-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=1416588698\">&bdquo;Winner-Take-All Politics: How Washington Made the Rich Richer&ndash;and Turned Its Back on the Middle Class&ldquo;<\/a> ist bei Simon &amp; Schuster erschienen und kostet als gebundene Ausgabe 19,99 Euro. Die <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fgp%2Foffer-listing%2F1416588701%3Fie%3DUTF8%26ref_%3Ddp_olp_new%26qid%3D1310383633%26sr%3D8-1%26condition%3Dnew%23&amp;site-redirect=de&amp;tag=nach-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454\">Taschenbuchausgabe<\/a> ist bei Amazon bereits ab 7,36 Euro erh&auml;ltlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das L&uuml;genfernsehen<\/strong><br>\nRamona Berndt war schon alles: keifende Mutter, lustlose Hartz-IV-Empf&auml;ngerin, Hauptsache laut. Nie aber durfte Ramona ihr wahres Leben spielen, denn das ist offenbar f&uuml;r die RTL-&ldquo;Realit&auml;ts-Sendung&rdquo; mit dem Titel &ldquo;Mitten im Leben&rdquo; zu langweilig. Sie schreit und w&uuml;tet wie ein Schauspieler nach Regieanweisungen. RTL erkl&auml;rt dazu auf Anfrage, es existiere &ldquo;kein detailliertes Dialog-Drehbuch, das vor Drehbeginn abgestimmt&rdquo; werde. Solche Geschichten haben Anja Reschke und ihr Team bei ihren Recherchen zum &ldquo;L&uuml;genfernsehen&rdquo; am laufenden Band gefunden: scheinbare Realit&auml;t entpuppt sich als Inszenierung. Manchmal kennzeichnen die Sender solche Flunkereien im Abspann, etwa als &ldquo;Scripted Reality&rdquo;, manchmal auch nicht. Die Formate haben Erfolg. Wenn &ldquo;Information&rdquo; im Privatfernsehen geschaut wird, dann ist es immer mehr solches Infotainment.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2011\/luegenfernsehen127.html\">Panorama (ARD-Mediathek)<\/a><br>\nFalls es dort gel&ouml;scht wird &ndash; Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=im3XYfO86Ao\">YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Arme Lobbyisten<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/thorsten-hild.bloggospace.de\/140797\/Arme-Lobbyisten-I\/\">Blog von Thorsten Hild &ndash; Teil 1<\/a><br>\nQuelle 2:  <a href=\"http:\/\/thorsten-hild.bloggospace.de\/140799\/Arme-Lobbyisten-II\/\">Blog von Thorsten Hild &ndash; Teil 2<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wir schlie&szlig;en uns der Bewertung an.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Eurokrise; Untersuchungshaft fu&#776;r Ex-Banker Rudolf Elmer verl&auml;ngert; Robert Misik &ndash; So entmachten wir die Rating-Kasperl!; Von Entwicklungsl&auml;ndern in die Pfanne gehauen; Ausgrenzung als Sozialtherapie; Kristina Schr&ouml;ders Familienpolitik &ndash; konsequent am Leben vorbei; Stuttgart 21; Nuclear Workers and Fukushima Residents at Risk: Cancer Expert on the Fukushima Situation; Aus der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10063\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10063","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10063","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10063"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10063\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10066,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10063\/revisions\/10066"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10063"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10063"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10063"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}