{"id":100774,"date":"2023-07-10T08:45:46","date_gmt":"2023-07-10T06:45:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100774"},"modified":"2023-07-10T08:45:46","modified_gmt":"2023-07-10T06:45:46","slug":"hinweise-des-tages-4394","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100774","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100774#h01\">Wird der Ukraine-Krieg zum Verh&auml;ngnis f&uuml;r die EU?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100774#h02\">Vor Nato-Gipfel: Tiefe Risse im &bdquo;Werteb&uuml;ndnis&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100774#h03\">Streubombenlieferungen an die Ukraine: Zu viel Verst&auml;ndnis in Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100774#h04\">Pr&auml;sident Bulgariens verweigert Selenskij Waffenlieferungen und ruft zu Friedensverhandlungen auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100774#h05\">Der globale S&uuml;den stellt sich offen gegen den Westen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100774#h06\">Ukraine verzeichnet Rekord an W&auml;hrungsreserven<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100774#h07\">&laquo;European Sky Shield&raquo;: tr&uuml;gerische Lockrufe aus Berlin und Br&uuml;ssel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100774#h08\">Industriestrompreis: Habecks Offenbarungseid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100774#h09\">So teuer w&uuml;rden Heizen und Autofahren bei h&ouml;heren CO&#8322;-Preisen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100774#h10\">Der menschenfeindliche Kern des Heizungsgesetzes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100774#h11\">Hitze-Warnung: Warum Lauterbachs L&uuml;ft-Tipps gef&auml;hrlich sein k&ouml;nnten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100774#h12\">WHO verliert Datenhoheit an privat gesponsertes US-Institut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100774#h13\">Verm&ouml;gensgewinne der Multimilliard&auml;re und das Ende des Hungers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100774#h14\">Ampel will sich Maut-Millionen von Scheuer pers&ouml;nlich zur&uuml;ckholen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100774#h15\">Im Solidarit&auml;tsrausch<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wird der Ukraine-Krieg zum Verh&auml;ngnis f&uuml;r die EU?<\/strong><br>\nDie EU tr&auml;gt nicht nur eine Mitverantwortung an der sukzessiven Zerst&ouml;rung der Ukraine. Sie verfolgt zudem auch eine geradezu selbst-zerst&ouml;rerische Au&szlig;enpolitik.<br>\nIn Europa herrscht wieder der Wahnsinn des Krieges. Der Irrglaube, dass nur Waffen Sicherheit bringen k&ouml;nnen, hat erneut Hochsaison unter europ&auml;ischen Politikern, in europ&auml;ischen Denkfabriken und den Medien. Schlimmer noch, die gerade begonnene ukrainische Gegenoffensive soll nun eine milit&auml;rische Entscheidung bringen, die wir politisch nicht erreichen konnten &ndash; oder wollten. Als h&auml;tten wir nichts aus der Vergangenheit gelernt, werden in Europa wieder Menschenopfer am Altar angeblicher Entscheidungsschlachten dargebracht.<br>\nDamit &uuml;berlassen wir Europ&auml;er die Zukunft der Ukraine und Europas, ja, vielleicht sogar die der Welt, der Unberechenbarkeit, dem Rausch und der Brutalit&auml;t des Schlachtfeldes. Dabei bleibt v&ouml;llig unklar, welche &sbquo;Entscheidung&lsquo; mit der nun stattfindenden Intensivierung des Krieges &uuml;berhaupt erreicht werden k&ouml;nnte. Einen Frieden in Europa wird das sicherlich nicht bringen.<br>\nDenn dieser Krieg ist zunehmend ein Krieg zwischen Russland und der NATO geworden, indem Nuklearwaffen eine entscheidende Rolle in den milit&auml;rischen Kalkulationen spielen. Niemand kann sagen, wo bei einer derartigen &bdquo;Entscheidungsschlacht&ldquo; die roten Linien liegen, ab denen es zu einer nuklearen Eskalation kommen w&uuml;rde. Damit setzen wir nicht nur uns, sondern die Menschheit einer unkalkulierbaren Gefahr aus &ndash; und das f&uuml;r einen Konflikt, der eigentlich diplomatisch h&auml;tte gel&ouml;st werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/23-2023\/wird-der-ukraine-krieg-zum-verhangnis-fur-die-eu\/\">Michael von der Schulenburg in Makroskop<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Wird-der-Ukraine-Krieg-der-EU-zum-Verhaengnis-9210893.html%20\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Noch nicht m&uuml;de?<\/strong><br>\nNun, seid ihr noch nicht kriegsm&uuml;de? Ich muss euch das fragen, wie man kleine Kinder fragt, die sich noch nicht genug ausgetobt haben, weil genauso treibt ihr es in meinen Augen.<br>\nJetzt habt ihr das gro&szlig;e Abenteuer &raquo;Krieg&laquo; f&uuml;r euch entdeckt und wollt und wollt nicht aufh&ouml;ren. Ihr habt die Anleitung allzu eifrig von oben &uuml;bernommen. Taktiert herum wie mit Zinnsoldaten; als w&auml;re das ein Spiel, bei dem es vor allem ums Gewinnen geht und um ein vermeintlich &raquo;B&ouml;ses&laquo;, das ihr nat&uuml;rlich als die reine Antithese zu euch selbst erachtet &ndash; nur, dass an der feuerumkr&auml;nzten Front Menschen aus Fleisch und Blut sterben m&uuml;ssen, w&auml;hrend ihr euch ereifert.<br>\nAlso ehrlich, ich bin&rsquo;s: Kriegsm&uuml;de.<br>\nImmer schon gewesen und heute m&uuml;der denn je. Ist im Grunde nicht schlimm. Ist ja doch die beste M&uuml;digkeit ever.<br>\nWas w&auml;re auch das peinliche Gegenteil? Kriegsmunter? Energiegeladen und aufgeweckt hin zu den Waffen; die Waffen hoch, bis Blut und Blut ineinanderflie&szlig;en?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/noch-nicht-muede\/\">Andrea Zipko in Ossietzky<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Warum der Krieg weitergeht<\/strong><br>\nDie Ukraine wird zu einem milit&auml;rischen Vorposten der USA und der NATO ausgebaut. Moskau ist daher bereit, den Krieg noch Jahre fortzuf&uuml;hren. [&hellip;]<br>\nDrei Tage vor der S&ouml;ldnerrevolte hatte Putin am 21. Juni im Georgssaal des Kreml vor Absolventen der Akademien der Armee und der Sicherheitskr&auml;fte signalisiert, dass er keineswegs bereit ist, die von Russland kontrollierten Regionen im S&uuml;dosten der bisherigen Ukraine, nach russischem Verst&auml;ndnis durch Referenden im September 2022 der Russischen F&ouml;deration beigetreten, je wieder dem Kiewer Staat zu &uuml;bergeben. Das betrifft die Gebiete von Cherson, Saporoschje, Donezk und Lugansk. Diese Regionen, so Putin, h&auml;tten ihre &raquo;historische Wahl&laquo; getroffen. Daher verteidige Russland dort &raquo;seine Menschen, seine territoriale Integrit&auml;t&laquo;. Die &raquo;St&auml;rkung und die Entwicklung der Armee&laquo;, so Putin, bleibe daher &raquo;zweifellos unsere Priorit&auml;t&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/454356.ukraine-krieg-warum-der-krieg-weitergeht.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Vor Nato-Gipfel: Tiefe Risse im &bdquo;Werteb&uuml;ndnis&ldquo;<\/strong><br>\nDie USA schicken der Ukraine Streumunition. Gleichzeitig blockieren sie einen Nato-Beitritt des Landes. Damit bringen sie Generalsekret&auml;r Stoltenberg in eine unm&ouml;gliche Lage &ndash; und spalten sogar ihre engsten Verb&uuml;ndeten.<br>\nStoltenberg hatte sich noch vor kurzem GEGEN die Entsendung von Streumunition ausgesprochen. Er war sogar der Vater des sog. &bdquo;Oslo-&Uuml;bereinkommens&ldquo;, das ein weltweites Verbot des Streumunition herbeif&uuml;hren wollte!<br>\nDie USA sind der Konvention zwar nie beigetreten, die Ukraine auch nicht. Doch alle Unterzeichner &ndash; darunter Deutschland und Spanien, das derzeit den EU-Vorsitz hat &ndash; haben sich verpflichtet, die Nutzung von Streumunition zu &auml;chten.<br>\nNun mu&szlig; Stoltenberg die umstrittene Proliferation rechtfertigen &ndash; die Amerikaner bringen ihn in eine unm&ouml;gliche Lage! Und das wenige Tage, nachdem sie ihn &uuml;ber den Klee gelobt und zur Verl&auml;ngerung gedr&auml;ngt haben&hellip;<br>\nDoch nicht nur Stoltenberg hat ein Problem. Auf Kanzler Scholz und Pr&auml;sident Macron kommt auch einiger &Auml;rger zu. Und zwar nicht nur wegen der Streumunition &ndash; sondern auch und vor allem wegen des Nato-Beitritts der Ukraine.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/vor-nato-gipfel-tiefe-risse-im-wertebuendnis\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Streubombenlieferungen an die Ukraine: Zu viel Verst&auml;ndnis in Berlin<\/strong><br>\nDie Ank&uuml;ndigung der USA, Streubomben in die Ukraine zu liefern, ist stark umstritten. Die Zur&uuml;ckhaltung der Bundesregierung ist fehl am Platz.<br>\nNicht explodierte Sprengk&ouml;rper aus Streubomben, die die USA vor Jahrzehnten in Vietnam, Laos und Kambodscha und sp&auml;ter im Irakkrieg eingesetzt hatten, fordern nach wie vor j&auml;hrlich Hunderte Todes- und Verst&uuml;mmelungsopfer unter der Zivilbev&ouml;lkerung der betroffenen L&auml;nder. Humanit&auml;re Hilfsorganisationen rechnen mit bis zu weiteren 50 Jahren bis zur vollst&auml;ndigen R&auml;umung dieser Munition.<br>\nEine &auml;hnliche Gef&auml;hrdung droht der ukrainischen Zivilbev&ouml;lkerung. Verantwortlich daf&uuml;r ist in erster Linie die Streumunition, die die russischen Angreifer bereits Hunderte Male einsetzten. In deutlich geringerem Umfang haben aber auch die ukrainischen Verteidigungsstreitkr&auml;fte bereits Gebrauch von Streumunition gemacht. Die jetzt von der US-Administration geplante Lieferung von Streubomben an Kyjiw wird die Gef&auml;hrdung der ukrainischen Zivilbev&ouml;lkerung noch erh&ouml;hen.<br>\nBis zu 3,7 Millionen Streubomben mit jeweils rund 80 Sprengk&ouml;rpern k&ouml;nnte das Pentagon der Ukraine zur Verf&uuml;gung stellen. Die von US-Pr&auml;sident Joe Biden demonstrierte &bdquo;Zuversicht&ldquo;, von diesen insgesamt rund 300 Millionen Sprengk&ouml;pfen w&uuml;rden lediglich &bdquo;unter 2,35 Prozent&ldquo; Blindg&auml;nger bleiben, ist grob verharmlosend und irref&uuml;hrend. Der Rechnung nach w&auml;ren das noch immer knapp 7 Millionen nicht explodierte Sprengk&ouml;pfe. Au&szlig;erdem sind die &bdquo;2,35 Prozent&ldquo; das Ergebnis von Labortests.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Streubombenlieferungen-an-die-Ukraine\/!5943312\/\">taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Gro&szlig;z&uuml;giger Westen: Streubomben f&uuml;r die Ukraine.<\/strong><br>\nDie USA liefern Streumunition f&uuml;r K&auml;mpfe gegen Russland an die Ukraine? Dazu kann man von der Bundesregierung, Abteilung Politik, wunderbar gro&szlig;z&uuml;gige Worte h&ouml;ren. Man sei sich &raquo;sicher&laquo;, bekr&auml;ftigt ein Regierungssprecher, &raquo;unsere US-Freunde&laquo; h&auml;tten sich ihre Entscheidung &raquo;nicht leicht gemacht&laquo;. Au&szlig;erdem wolle Kiew die Munition ja auch nur &raquo;zur Befreiung des eigenen Territoriums&laquo; einsetzen. Das Oslo-&Uuml;bereinkommen sieht Ausnahmen f&uuml;r schweren Herzens getroffene Verst&ouml;&szlig;e, die auf eigenem Hoheitsgebiet begangen werden, nicht vor? Die USA und die Ukraine, hei&szlig;t es in Berlin, seien ihm ja auch nicht beigetreten. Und dass die Bundesregierung sich &raquo;mit gro&szlig;em Nachdruck&laquo; gegen Streumunition einsetzen w&uuml;rde, wenn verb&uuml;ndete Staaten sie einsetzen, um ein Ziel zu erreichen, das man teilt &ndash; das behauptet nicht einmal die Werte-PR aus dem Ausw&auml;rtigen Amt. (&hellip;)<br>\nOffen vor dem Einsatz von Streumunition gewarnt hat am Sonntag Kambodschas Regierungschef Hun Sen. In seinem Land seien &ndash; ein Folgeschaden des US-Kriegs gegen Vietnam &ndash; Zehntausende Zivilpersonen durch US-Streubomben verst&uuml;mmelt oder gar get&ouml;tet worden. Dies drohe auf lange Sicht nun auch der Ukraine. Hun Sens Warnung spricht B&auml;nde &ndash; dies &uuml;brigens auch, weil bisher f&uuml;r gew&ouml;hnlich europ&auml;ische Staaten Empfehlungen zu Kriegen in Entwicklungsl&auml;ndern gaben. Dass sich das umzukehren beginnt; dass der Premierminister Kambodschas die Staaten Europas vor Gefahren wie in seinem Land warnen kann, zeigt: Die Welt ger&auml;t in Bewegung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/454408.gro%C3%9Fz%C3%BCgiger-westen.html\">J&ouml;rg Kronauer in junge Welt<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>US-Think-Tank schl&auml;gt taktische Atomwaffen an die Ukraine vor<\/strong><br>\nDas American Enterprise Institute AEI schlug am 9. Juni 2023 vor, dass die USA der Ukraine taktische Atomwaffen zur Verf&uuml;gung stellen sollen, um Russland davon abzuschrecken, selber taktische Atomwaffen einzusetzen. Das Quincy Institute in Washington jedoch warnt, dies k&ouml;nne &laquo;leicht zu einem totalen Atomkrieg eskalieren&raquo;.<br>\nViele Think-Tanks wie das American Enterprise Institute (AEI) geben ihre Geldgeber h&ouml;chstens intransparent bekannt. Sie nennen sich &laquo;unabh&auml;ngig&raquo;, doch sie scheuen Transparenz. Das AEI wird von Unternehmen und Stiftungen finanziert, von denen einige Geld vom milit&auml;risch-industriellen Komplex erhalten. Es &uuml;berrascht deshalb nicht, dass das AEI den Vorschlag machte, der Ukraine taktische Atomwaffen zur Verf&uuml;gung zu stellen.<br>\nThink-Tanks und deren Experten haben einen grossen Einfluss auf die Medien. Die Geldgeber der Think-Tanks k&ouml;nnen deren Analysen und Kommentare beeinflussen. Doch selten machen Medien transparent, welche Interessengruppen die zitierten &laquo;unabh&auml;ngigen&raquo; Think-Tanks finanzieren.<br>\nDas Quincy Institute, welches &uuml;ber die US-Aussenpolitik forscht und publiziert, listet alle Spender auf, die mehr als 5000 Dollar zahlen. Unter den beitragenden Stiftungen sind nach eigenen Angaben keine, die Geld vom milit&auml;risch-industriellen Komplex erhalten. (&hellip;)<br>\nDas Quincy Institute hat in den elf Monaten vom 1. M&auml;rz 2022 bis 31. Januar 2023 untersucht, welche Think-Tanks die drei grossen US-Zeitungen &laquo;New York Times&raquo;, &laquo;Washington Post&raquo; und &laquo;Wall Street Journal&raquo; in ihren Berichten &uuml;ber die Ukraine am meisten als Quelle zitierten. Unter den 15 am meisten zitierten Think-Tanks befand sich lediglich die NGO &laquo;Human Rights Watch&raquo;, welche kein Geld vom milit&auml;risch-industriellen Komplex annimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/us-think-tank-schlaegt-taktische-atomwaffen-an-die-ukraine-vor\/\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Pr&auml;sident Bulgariens verweigert Selenskij Waffenlieferungen und ruft zu Friedensverhandlungen auf<\/strong><br>\nAm Donnerstag besuchte der ukrainische Pr&auml;sident Wladimir Selenskij Bulgarien und traf sich mit dem Pr&auml;sidenten des Landes Rumen Radew. Bei den Gespr&auml;chen ging es um Waffen- und Munitionslieferungen aus den Best&auml;nden des Landes und um Unterst&uuml;tzung der Ukraine f&uuml;r einen NATO-Beitritt. Selenskij reiste mit einer gro&szlig;en Regierungsdelegation an.<br>\nBei dem Treffen erkl&auml;rte Radew, dass das Land keine Waffen und Munition an die Ukraine liefern werde. Er begr&uuml;ndete seine Entscheidung mit seiner Verantwortung als Befehlshaber f&uuml;r die Verteidigungsf&auml;higkeit des Landes. Medien berichten &uuml;ber einen Streit zwischen den beiden Pr&auml;sidenten. Selenskij soll gefragt haben: &ldquo;Unterst&uuml;tzen Sie nicht die Lieferung von Waffen an die Ukraine, damit Ihre Armee nicht geschw&auml;cht wird, oder unterst&uuml;tzen Sie nicht die St&auml;rkung der Ukraine?&rdquo;<br>\nAuch kritisierte er Radew f&uuml;r seine Wortwahl, da dieser die Feindseligkeiten einen bewaffneten Konflikt und nicht Krieg nannte. Er sagte, dass milit&auml;rische Hilfe an die Ukraine der beste Weg sei, damit der Krieg nicht nach Bulgarien komme.<br>\nRussische Medien ver&ouml;ffentlichten einen Ausschnitt aus dem Redebeitrag des bulgarischen Pr&auml;sidenten. Er sa&szlig; gegen&uuml;ber Selenskij und sagte ihm Worte, die er vermutlich von keinem anderen Staatschef zu h&ouml;ren bekommt. Auf dem Video ist zu sehen, dass die Atmosph&auml;re bei den Gespr&auml;chen ziemlich nerv&ouml;s war. Radew sagte:<br>\n&ldquo;Ich glaube, dass die Ukraine ihren Platz in der EU hat, aber mein Appell ist folgender. Weil wir gerade jetzt das Wort &lsquo;Sieg, Sieg, Sieg&rsquo; h&ouml;ren &hellip; Ich verstehe, dass das f&uuml;r ein Land im Krieg das wichtigste Wort ist, doch wir w&uuml;rden auch gerne &ouml;fter das Wort &lsquo;Frieden&rsquo; h&ouml;ren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.live\/europa\/174612-praesident-bulgariens-verweigert-selenskij-waffenlieferungen-ruft-friedensverhandlungen-auf\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der globale S&uuml;den stellt sich offen gegen den Westen<\/strong><br>\nF&uuml;r den 17. und 18. Juli ist ein Gipfeltreffen Staats- und Regierungschefs von 33 L&auml;ndern der Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten (CELAC) mit ihren EU-Kollegen in Br&uuml;ssel geplant. Schon im Vorfeld hat die EU von den CELAC gleich zwei schallende Ohrfeigen bekommen, wie EURACTIV berichtet.<br>\nDie erste Ohrfeige betraf die Ukraine. Die EU hatte einen Vorschlag f&uuml;r die Gipfelerkl&auml;rung gemacht, der mehrere Abs&auml;tze zur Unterst&uuml;tzung der Ukraine enthielt. Allerdings h&auml;tten die lateinamerikanischen L&auml;nder &bdquo;alles &uuml;ber die Ukraine gestrichen&ldquo;, beschwerte sich ein EU-Diplomat, nachdem er den Gegenvorschlag gesehen hatte.<br>\nDie CELAC widersetzt sich der anti-russischen Politik des Westens und verweigert sogar Erkl&auml;rungen zur Unterst&uuml;tzung der Ukraine, was ein weiteres, sehr deutliches Zeichen daf&uuml;r ist, wie der Rest der Welt die Politik des kollektiven Westens einsch&auml;tzt.<br>\nDie zweite Ohrfeige war nicht minder schmerzhaft, denn sie zeigt, wie wenig die sch&ouml;nen Worte des Westens mit der Realit&auml;t zu tun haben, schlie&szlig;lich werden im Westen &ndash; ganz im Sinne der &bdquo;woken&ldquo; Kultur &ndash; zwar Denkm&auml;ler gest&uuml;rzt, die mit der Sklaverei und der Kolonialzeit zu tun haben, aber au&szlig;er sch&ouml;nen Worten bietet der Westen den von den Kolonialm&auml;chten ausgebeuteten L&auml;ndern nichts an. (&hellip;)<br>\nAnstatt das Global Gateway der EU, das wieder die &uuml;blichen Knebelvertr&auml;ge in Sachen Handel und Ausbeutung von Bodensch&auml;tzen beinhaltet, zu &bdquo;begr&uuml;&szlig;en&ldquo;, fordern diese Staaten Reparationen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2023\/der-globale-sueden-stellt-sich-offen-gegen-den-westen\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ukraine verzeichnet Rekord an W&auml;hrungsreserven<\/strong><br>\nDie Ukraine hatten inmitten des Krieges mit Russland die h&ouml;chsten W&auml;hrungsreserven seit der Unabh&auml;ngigkeit 1991 verzeichnet. Wie die Zentralbank in der Nacht zu Freitag mitteilte, verf&uuml;ge die Beh&ouml;rde &uuml;ber umgerechnet 35 Milliarden Euro. Allein im vergangenen Monat seien die Reserven erneut um 4,5 Prozent gestiegen. Demnach seien von der Europ&auml;ischen Union, den USA, dem Internationalen W&auml;hrungsfonds, der Weltbank und Finnland umgerechnet gut 3,9 Milliarden Euro eingegangen. Das vorherige Rekordhoch war im Mai 2011 registriert worden.<br>\nVon den ausl&auml;ndischen Geldgebern sei damit mehr &uuml;berwiesen worden, als das Land f&uuml;r das Bedienen von Auslandsschulden und zum St&uuml;tzen der Landesw&auml;hrung Hrywnja ben&ouml;tige. Die vorhandenen Reserven reichten aktuell, um f&uuml;r mehr als f&uuml;nf Monate die Importe des Landes zu finanzieren.<br>\nDer Westen hat der Ukraine seit dem russischen Angriff im Februar 2022 nach offiziellen Angaben finanzielle, milit&auml;rische und humanit&auml;re Hilfen im Gegenwert von mehr als 170 Milliarden Euro bereitgestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/454924.ukraine-verzeichnet-rekord-an-w%C3%A4hrungsreserven.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&laquo;European Sky Shield&raquo;: tr&uuml;gerische Lockrufe aus Berlin und Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nAm Treffen der Verteidigungsminister im DACH-Format (Deutschland, &Ouml;sterreich, Schweiz) von morgen Freitag und Samstag wollen sich die Gastgeberin Viola Amherd, die &ouml;sterreichische Bundesministerin f&uuml;r Landesverteidigung, Klaudia Tanner, und der deutsche Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius nicht nur &uuml;ber die sicherheitspolitische Lage in Europa und die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine austauschen, sondern auch die Zusammenarbeit in der &laquo;European Sky Shield&raquo;-Initiative f&uuml;r eine gemeinsame Luftverteidigung vereinbaren. Von konservativen Kreisen kam schon Kritik (1).<br>\nIm Krieg in der Ukraine hat Russland gezeigt, dass es auf den Gebieten der nichtnuklearen strategischen Waffen und der F&auml;higkeit zu Zugangsverhinderungs- und Gebietsverweigerung (A2\/D2) heute wahrscheinlich weltweit f&uuml;hrend ist. Die zahlreichen Eins&auml;tze, die Russland mit den dazugeh&ouml;renden Systemen in den letzten Monaten durchf&uuml;hrte, zementieren diese Stellung noch, denn sie verschafften den russischen Streitkr&auml;ften einen Erfahrungsvorsprung, den auch die gelegentlichen Eins&auml;tze westlicher Waffen wie beispielsweise der britischen &bdquo;Storm Shadow&ldquo; kaum so rasch wettmachen k&ouml;nnen (2). Nun will sich die Schweiz an der European Sky Shield Initiative (ESSI) beteiligen (3). Diese wurde auf Anregung von Bundeskanzler Olaf Scholz Ende August 2022 ins Leben gerufen. Im Rahmen des Projekts sollen L&uuml;cken und Schw&auml;chen bei der Bek&auml;mpfung von ballistischen Raketen, Drohnen und Marschflugk&ouml;rpern beseitigt werden. Es zielt auf den Aufbau eines besseren europ&auml;ischen Luftverteidigungssystems durch engere Zusammenarbeit bei Fr&uuml;hwarnung, sowie Beschaffung und Einsatz von bodengest&uuml;tzten Luftabwehrsystemen ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/european-sky-shield-truegerische-lockrufe-aus-berlin-und-bruessel\/\">Ralph Bosshard in Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Industriestrompreis: Habecks Offenbarungseid<\/strong><br>\nDie Industrie (&bdquo;der Standort Deutschland&ldquo;) ist in Gefahr. &bdquo;Man m&uuml;sste l&uuml;gen, wenn man sagt, man macht sich gar keine Sorgen&ldquo;, erkl&auml;rte Habeck. Aktuell befinde man sich in einer au&szlig;erordentlichen Konkurrenzsituation mit China und den USA und m&uuml;sse zus&auml;tzlich noch die Gasabh&auml;ngigkeit von Russland &uuml;berwinden.<br>\nChina &uuml;berholt gerade die deutsche Autoindustrie. Die USA werben deutsche Konzerne mit ihrem IRA ab. Und die Gasabh&auml;ngigkeit von Russland ist zwar pass&eacute; &ndash; doch nach dem Wegfall des &bdquo;billigen Gases aus Russland&ldquo; (Habeck) mu&szlig; die Industrie viel h&ouml;here Preise f&uuml;r Gas und Strom zahlen &ndash; offenbar viel zu hohe Preise.<br>\nDoch eine Reform des europ&auml;ischen Energiemarkts, der den Strompreis an Gas koppelt, kommt Habeck ebenso wenig in den Sinn wie eine Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen. Das Attentat auf Nordstream ist kein Thema. Der gr&uuml;ne Minister will auch nicht gegen die USA vorgehen, die mit dem IRA den Markt verzerren.<br>\nNein &ndash; er h&auml;lt an seinem umstrittenen Plan eines Industriestrompreises fest. Damit will er gro&szlig;e, energiefressende Industriekonzerne entlasten &ndash; sprich: staatlich subventionieren. F&uuml;r den Mittelstand reiche das Geld leider nicht, r&auml;umte Habeck bei &bdquo;Lanz&ldquo; ein. Doch das ist nicht das einzige Problem.<br>\nMit einem Dumpingpreis exklusiv f&uuml;r die deutsche Industrie legt Habeck die Axt an den europ&auml;ischen Binnenmarkt, der gleiche Bedingungen f&uuml;r alle herstellen soll. Auch der Strommarkt w&uuml;rde verzerrt. Die EU-Kommission h&auml;lt denn auch gar nichts von Habecks Pl&auml;nen.<br>\nEine Regulierung des Strompreises f&uuml;r Industriekunden sei &bdquo;nach dem EU-Energierecht ausdr&uuml;cklich verboten&ldquo;, hei&szlig;t es in einem Schreiben der Kommission, aus dem das &bdquo;Handelsblatt&ldquo; zitiert. Das war schon im Juni. Doch Habeck verfolgt seine Pl&auml;ne unbeirrt weiter.<br>\nOhne billigen Strom w&uuml;rden wir unsere Grundstoffindustrie verlieren, erkl&auml;rte er. Das war ein Offenbarungseid. Letztlich sagt Habeck nichts anderes, als dass seine Politik zu einer Deindustrialisierung f&uuml;hrt &ndash; und dass er dieses Problem auf dem R&uuml;cken der EU (und der deutschen Steuerzahler) l&ouml;sen will&hellip;<br>\nP. S. Und dann sagte Habeck noch: &bdquo;Ein bisschen Standort-Patriotismus w&uuml;rde ich mir auch w&uuml;nschen.&ldquo; Standort-Patriotismus&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/industriestrompreis-habecks-offenbarungseid\/%20\">Lost in Europe<\/a>\n<p>dazu: <strong>Produktion im Mai 2023: -0,2 % zum Vormonat<\/strong><br>\nDie reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorl&auml;ufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Mai 2023 gegen&uuml;ber April 2023 saison- und kalenderbereinigt um 0,2 % gesunken. F&uuml;r den April 2023 blieb es nach Revision der vorl&auml;ufigen Ergebnisse beim Anstieg der Produktion von 0,3 % gegen&uuml;ber M&auml;rz 2023 (vorl&auml;ufiger Wert: ebenfalls +0,3 %). Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion von M&auml;rz bis Mai um 0,2 % h&ouml;her als in den drei Monaten zuvor. (&hellip;)<br>\nIn den energieintensiven Industriezweigen ist die Produktion im Mai 2023 gegen&uuml;ber April 2023 saison- und kalenderbereinigt um 1,4 % gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2022 war die energieintensive Produktion im Mai 2023 um 12,4 % niedriger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2023\/07\/PD23_268_421.html%20\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Fit for 55 &ndash; aber nicht automatisch f&uuml;r den globalen Wettbewerb<\/strong><br>\nMit dem &ldquo;Green Deal&rdquo; verfolgt die Europ&auml;ische Kommission ein weitreichendes Programm f&uuml;r mehr Klima- und Umweltschutz in der EU. Zentrales Ziel, das auch von der deutschen Wirtschaft unterst&uuml;tzt wird, ist die Treibhausgasneutralit&auml;t bis zum Jahr 2050. Au&szlig;erdem verspricht die EU-Kommission, dass die Ziele und Vorgaben zugleich eine Wachstumsstrategie f&uuml;r europ&auml;ische und damit auch f&uuml;r deutsche Unternehmen sein werden. Doch zwei Jahre nach Vorlage des Ma&szlig;nahmenpaketes &ldquo;Fit for 55&rdquo; ger&auml;t die Wettbewerbsf&auml;higkeit des Wirtschaftsstandorts Europa statt dessen immer st&auml;rker unter Druck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dihk.de\/de\/aktuelles-und-presse\/tdw\/fit-for-55-aber-nicht-automatisch-fuer-den-globalen-wettbewerb-98700%20\">DIHK<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offensichtlich verf&uuml;gt dieser Lobbyverband &uuml;ber etwas mehr &ouml;konomische Kompetenz als die EU-Kommission und der fr&uuml;here Kinderbuchautor im Bundesministerium f&uuml;r Wirtschaft und Klimaschutz. Das Gerede von &bdquo;ein bisschen Standort-Patriotismus&ldquo; wird nicht ausreichen, um Europas bisher gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft in Schwung zu bekommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>So teuer w&uuml;rden Heizen und Autofahren bei h&ouml;heren CO&#8322;-Preisen<\/strong><br>\nDie CO&#8322;-Abgabe an sich ist nicht das Werk der Berliner Ampelkoalition, sondern das ihrer schwarz-roten Vorg&auml;ngerregierung unter Kanzlerin Angela Merkel. Diese hatte Anfang 2021 die Bepreisung von Kohlendioxid in Deutschland eingef&uuml;hrt, als Teil ihres Klimaschutzprogramms 2030. Dahinter steckte der Gedanke: Was klimasch&auml;dlich ist, soll teurer werden, um den CO&#8322;-Aussto&szlig; zu verringern. Zun&auml;chst nur ein bisschen teurer, dann deutlich teurer. (&hellip;)<br>\nNun aber will die Koalition offenbar zum urspr&uuml;nglichen Schema der Gro&szlig;en Koalition zur&uuml;ckkehren. Wohl auch, weil sie das Geld f&uuml;r ihren Klima- und Transitionsfonds braucht. Aus dem will sie unter anderem die deutlich erh&ouml;hten staatlichen Zusch&uuml;sse f&uuml;r klimafreundliche Heizungen finanzieren. (&hellip;)<br>\nUmgerechnet w&uuml;rde dies bedeuten, dass ein Liter Benzin sich um rund 13 Cent und Diesel um fast 15 Cent verteuern w&uuml;rde. Die Autofahrt M&uuml;nchen-Hamburg-M&uuml;nchen w&uuml;rde etwa 16 Euro mehr kosten. Die Beispielfamilie mit Gasheizung m&uuml;sste pro Jahr um die 275 Euro mehr zahlen, mit &Ouml;lheizung rund 325 Euro. (&hellip;)<br>\nRichtig teuer w&uuml;rde es dann mit CO&#8322;-Preisen von 200 bis 300 Euro. Diese halten Experten wie Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam-Instituts f&uuml;r Klimafolgenforschung, mittelfristig f&uuml;r erforderlich, um die europ&auml;ischen Klimaziele im Verkehrs- und Geb&auml;udebereich zu erreichen. M&ouml;gliche Alternativen w&auml;ren Verbote &ndash; oder das Rei&szlig;en der Ziele.<br>\nBei 200 Euro je Tonne m&uuml;sste eine Beispielfamilie mit Gasheizung fast tausend Euro im Jahr allein f&uuml;r CO&#8322; zahlen, plus Brennstoffkosten, Netzgeb&uuml;hren und sonstige Abgaben. Auf die &Ouml;lheizung w&uuml;rden CO&#8322;-Kosten von etwa 1160 Euro pro Jahr entfallen, auf die Autofahrt von Norden in den S&uuml;den rund 57 Euro.<br>\nBei 300 Euro w&auml;ren die Belastungen noch h&ouml;her: fast 1500 Euro f&uuml;r das Heizen mit fossilem Gas, 1750 Euro mit &Ouml;l, 85 Euro f&uuml;r Hamburg-M&uuml;nchen-Hamburg im Pkw. Bei diesen Kosten w&uuml;rden sich ein Elektroauto oder eine W&auml;rmepumpe schnell rentieren.<br>\nFraglich ist allerdings, ob sich die k&uuml;nftig verantwortlichen Politiker trauen, eine solche CO&#8322;-Bepreisung zuzulassen. Wenn sie schon jetzt, bei 45 Euro, des &raquo;Klimawuchers&laquo; bezichtigt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/so-teuer-wuerden-heizen-und-autofahren-bei-hoeheren-co-preisen-a-6ca52451-2fdc-496d-977a-95afad95601f%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Agora-Lobby kann sich freuen, dass deren Konzepte immer mehr umgesetzt werden. Im <a href=\"https:\/\/www.agora-energiewende.de\/ueber-uns\/rat-der-agora\/\">Rat der Agora<\/a> sind z.B. Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG BCE und partei&uuml;bergreifend MdBs von CDU\/CSU, FDP, Gr&uuml;ne und SPD. Im <a href=\"https:\/\/www.agora-energiewende.de\/ueber-uns\/eu-rat-der-agora\/\">EU-Rat der Agora<\/a> ist u.a. Sven Giegold, Staatssekret&auml;r im Bundesministerium f&uuml;r Wirtschaft und Klimaschutz. Bitte lesen Sie dazu auch:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95921\">Ein Land im W&auml;rmepumpenwahn <\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98229\">Nebenkriegsschauplatz Heizungsgesetz <\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99960\">Auf ins Heizchaos! Ampel verschlimmbessert Heizungsgesetz<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der menschenfeindliche Kern des Heizungsgesetzes<\/strong><br>\nWenn man dieses Gesetz liest, ist man froh, kein Haus und keine Wohnung zu besitzen. Man erkennt gewisse Z&uuml;ge, die schon aus der einstigen gro&szlig;en Errungenschaft der Gr&uuml;nen in der Regierung Schr&ouml;der, der Energieeinsparungsverordnung (EnEV), eine Katastrophe machten. Die EnEV gab vor, bei jeder gr&ouml;&szlig;eren Erhaltungsma&szlig;nahme, wie beispielsweise einer Fassadenerneuerung, die sich stetig versch&auml;rfenden Vorgaben einhalten zu m&uuml;ssen, also beispielsweise ein Mehrfamilienhaus nicht nur neu verputzen und streichen zu d&uuml;rfen, sondern gleichzeitig auch d&auml;mmen zu m&uuml;ssen. Die Kosten, die dadurch entstanden, waren aber zu hoch, um am Ende noch bezahlbare Mieten zu erhalten; weshalb damals bereits Wohngenossenschaften die Konsequenz zogen, Erhaltungsma&szlig;nahmen zu unterlassen und stattdessen die Geb&auml;ude eher abzunutzen und dann irgendwann neu zu bauen.<br>\nDas Geb&auml;udeenergiegesetz (GEG) beinhaltet den gleichen Grundfehler (wenn es denn ein Fehler ist) wie damals die EnEV. Die reale Situation realer Menschen wird schlicht nicht bedacht. In den meisten Regionen Deutschlands gibt es weder einen Spielraum, um die Mieten weiter nach oben zu treiben, noch haben Menschen, deren letztlich verf&uuml;gbares Einkommen noch weiter verringert w&uuml;rde, eine M&ouml;glichkeit, irgendwohin auszuweichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.me\/meinung\/174535-menschenfeindliche-kern-heizungsgesetzes\/\">Dagmar Henn in RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Frau Henn trifft den Nagel auf den Kopf.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Zwang zur Fernw&auml;rme und 3000 Euro j&auml;hrlich: &bdquo;Die verdienen Milliarden an uns&ldquo;<\/strong><br>\nAndreas Naumann besitzt ein Reihenhaus mit Fernw&auml;rmeanschluss in Berlin. Seine Bilanz: vernichtend. Die Deutschen und das Heizungsgesetz &ndash; Teil 8 unserer Serie. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r die hohen Kosten bei Fernw&auml;rmenetzen sieht Naumann auch die mangelnde Regulierung seitens der Politik verantwortlich. &bdquo;Die Energielobby sitzt den Politikern auf dem Scho&szlig;&ldquo;, sagt er prompt und begr&uuml;ndet weiter: &bdquo;Sie nutzen es schlichtweg aus, dass wir Kunden keine Alternative haben.&ldquo; Es klingt dramatisch, wenn Naumann von seinem Anliegen spricht, das anscheinend kein Einzelfall ist: &bdquo;Wir sind gefangen in diesem Vertrag.&ldquo;<br>\nIn der Verordnung &uuml;ber Allgemeine Bedingungen f&uuml;r die Versorgung mit Fernw&auml;rme (AVBFernw&auml;rmeV) steht zwar laut Naumann, dass der Anbieter nur die Kosten weitergeben darf, die er selbst hat &ndash; jedoch ist er sich sicher, dass es in der Realit&auml;t anders aussieht. &bdquo;Die Formel f&uuml;r die Berechnung des Arbeitspreises orientiert sich an der Preisentwicklung des Gaspreises am Weltmarkt, aber ich gehe davon aus, dass die Energieunternehmen auch langfristige Vertr&auml;ge mit ihren Versorgern haben und die Einkaufspreise deutlich darunter liegen&ldquo;, sagt Naumann und erg&auml;nzt: &bdquo;Wenn man auch privat schon heute wieder Gasvertr&auml;ge unter neun Cent abschlie&szlig;en kann, dann kann das die MVV auch.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/fernwaerme-die-verdienen-sich-dumm-und-daemlich-an-uns-li.364116\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hitze-Warnung: Warum Lauterbachs L&uuml;ft-Tipps gef&auml;hrlich sein k&ouml;nnten<\/strong><br>\nIn den kommenden Tagen wird es extrem hei&szlig;. Gesundheitsministerium und Wetterdienst haben Verhaltenstipps ausgegeben. Der Wetterexperte J&ouml;rg Kachelmann widerspricht, was den Wohnbereich angeht. [&hellip;]<br>\nWohnungen sollen nach M&ouml;glichkeit k&uuml;hl gehalten werden. Und bei diesem Thema wird es kontrovers. Das Ministerium betont:<br>\nVerschlossene und verschattete Fenster verhindern, dass sich R&auml;ume ungehindert erhitzen. Erst wenn es drau&szlig;en k&uuml;hler ist als in der Wohnung, ist L&uuml;ften zu empfehlen. Auch aktives K&uuml;hlen mit feuchten T&uuml;chern hilft.<br>\nQuelle: bundesgesundheitsministerium.de<br>\nKachelmann schreibt hingegen:<br>\nEs gibt bei uns wohl auch so viele Hitzetote, weil im Ergebnis h&auml;ufig zynisch aufgefordert wird, tags&uuml;ber Fenster zu schlie&szlig;en und wom&ouml;glich dazu noch feuchte T&uuml;cher aufzuh&auml;ngen. So entlastet man die Rentenkasse und schafft Wohnraum, aber es ist nicht das, was ich mir von einer f&uuml;rsorglichen Gemeinschaft erwarte.<br>\nJ&ouml;rg Kachelmann, Wetterexperte und Sachbuchautor in einem Beitrag f&uuml;r den Spiegel<br>\nIn einem &auml;lteren Blogbeitrag f&uuml;hrt Kachelmann aus, warum &ldquo;alles besser ist als das Elend, das Sie mit geschlossenen Fenstern produzieren&rdquo;: n&auml;mlich viel Feuchtigkeit und Kohlendioxid bei stehender Luft.<br>\nVor einigen Tagen hatte Kachelmann ver&auml;rgert auf den Hitze-Tipp reagiert, den der Leiter des Cottbusser Schlaflabors, Frank K&auml;&szlig;ner, im Rundfunk Berlin-Brandenburg verbreiten durfte &ndash; &ldquo;feuchte Vorh&auml;nge oder W&auml;sche im Schlafzimmer&rdquo; zur F&ouml;rderung des erholsamen Schlafs.<br>\nTats&auml;chlich ergab eine Versuchsreihe von Forschenden der Pennsylvania State University im vergangenen Jahr, dass die Hitzetoleranz von Menschen bei hoher Luftfeuchtigkeit schneller sinkt als bisher angenommen: Bei 100 Prozent Luftfeuchtigkeit liegt demnach der Grenzwert, ab dem es nicht nur f&uuml;r alte Menschen kritisch wird, schon bei 31 Grad Celsius &ndash; statt, wie zuvor angenommen, bei 35 Grad.<br>\nWenn W&auml;sche in kleinen, geschlossenen R&auml;umen getrocknet wird, ist das Erreichen einer solchen Luftfeuchtigkeit zumindest nicht ausgeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Hitze-Warnung-Warum-Lauterbachs-Lueft-Tipps-gefaehrlich-sein-koennten-9210704.html%20\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ein Bundesgesundheitsminister sollte die Bev&ouml;lkerung vor gesundheitlichen Gefahren sch&uuml;tzen. Aber Herr Lauterbach schl&auml;gt wie in der merk-w&uuml;rdigen Coronazeit Ma&szlig;nahmen vor, deren Nutzen mindestens fragw&uuml;rdig ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>WHO verliert Datenhoheit an privat gesponsertes US-Institut<\/strong><br>\nEin von der Gates-Stiftung bezahltes Institut hat die Publikation wichtiger, globaler Krankheitsdaten &uuml;bernommen. (2)<br>\nIm ersten Teil dieses Artikels ging es um massive Kritik an Sch&auml;tzungen des &laquo;Institute of Health Metrics and Evaluation&raquo; (IHME) bez&uuml;glich Covid-19. Wissenschaftler warfen dem IHME vor, unplausible Resultate geliefert zu haben. Der folgende zweite Teil beleuchtet die Hintergr&uuml;nde.<br>\nWer fr&uuml;her wissen wollte, wie viele Menschen mit HIV infiziert sind, welcher Anteil der Kinder in armen L&auml;ndern eine Schule besucht, wie hoch die Neugeborenensterblichkeit weltweit ist, wie viele Menschen an Malaria sterben, wie viele Lebensjahre das Rauchen kostet &ndash; dem lieferte die Weltgesundheitsorganisation WHO Antworten. Seit dem Ende des 2. Weltkriegs hatte sie den Auftrag, offizielle weltweite Gesundheitsdaten zu erheben.<br>\nWer heute Gesundheitsdaten zu verschiedenen L&auml;ndern braucht, dem liefert das &laquo;Institute for Health Metrics and Evaluation&raquo; (IHME) an der Universit&auml;t Washington Antworten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesundheit\/who-verliert-datenhoheit-an-privat-gesponsertes-us-institut\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Verm&ouml;gensgewinne der Multimilliard&auml;re und das Ende des Hungers<\/strong><br>\nVerm&ouml;genszuwachs der reichsten Menschen der Welt nimmt gigantische Ausma&szlig;e an. In diesem Licht erscheinen Hunger und Armut auf der Erde als leicht zu l&ouml;sende Probleme. Wenn man tr&auml;umen d&uuml;rfte. (&hellip;)<br>\nElon Musk bereitet sich mit einem Plus von 96,6 Milliarden US-Dollar und insgesamt 248 Milliarden US-Dollar auf seinen Konkurrenzk&auml;figkampf mit Mark Zuckerberg vor, der mit einem Gewinn von 58,9 Milliarden US-Dollar (insgesamt 107 Milliarden US-Dollar) fast schon erb&auml;rmlich dagegen aussieht. (&hellip;)<br>\nEin Gedankenspiel: Man stelle sich vor, was die 852 Milliarden US-Dollar, die ein paar Handvoll Menschen an Silvester 2022 noch nicht besa&szlig;en, und nun ihr Eigen nennen d&uuml;rfen, weltweit Gutes tun k&ouml;nnten.<br>\nBetrachtet man den Segen, den Milliarden Menschen dank diesen 852 Milliarden US-Dollar erleben k&ouml;nnten, offenbart dies noch eine weitere Dimension des gigantischen Reichtums und der damit zusammenh&auml;ngenden Ungleichheit.<br>\nWenn die 500 reichsten Menschen der Welt sich &ldquo;nur&rdquo; mit ihrem unvorstellbaren Reichtum begn&uuml;gen w&uuml;rden, den sie am Ende des letzten Jahres hatten und auf die neuen Verm&ouml;gensgewinne verzichten w&uuml;rden (was nun beileibe kein Aufruf zum asketischen Leben w&auml;re), k&ouml;nnte man das Elend der Welt im wahrsten Sinne des Wortes mit einem Federstrich beenden. Jetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Vermoegensgewinne-der-Multimilliardaere-und-das-Ende-des-Hungers-9209837.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>&laquo;Schandtaten grosser Konzerne werden kaum mehr geahndet&raquo;<\/strong><br>\nUr-Konsumentensch&uuml;tzer Ralph Nader warnt vor der &Uuml;bermacht von Konzernen wie Amazon oder der Pharma. Verbraucher w&uuml;rden geschr&ouml;pft. (&hellip;)<br>\nDie meisten Chefs von Riesenkonzernen sind trunken von ihrer eigenen Macht und schaden so wehrlosen Menschen. Diese CEOs glauben, dass sie mit allem davonkommen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen tun sie das auch. Strafrechtlich relevante Unternehmensverbrechen werden seit Obama &uuml;ber Trump bis Biden immer weniger h&auml;ufig verfolgt. Das Justizministerium geht am liebsten Vergleiche ein. Im Ministerium arbeiten Anw&auml;lte, die es auf lukrative Stellen in Anwaltskanzleien abgesehen haben, welche auf der Seite der grossen Konzerne stehen.<br>\nDie Medien sollten diese Wirtschaftskanzleien viel genauer unter die Lupe nehmen. Denn im Laufe der Jahrzehnte haben sie eine Mauer der Immunit&auml;t und Straffreiheit um ihre Konzernkunden und deren CEOs, die sich selbst bereichern, errichtet. Die CEOs der Konzerne verdienen heute im Durchschnitt pro Stunde 14&rsquo;000 Dollar, w&auml;hrend es ihre Angestellten mit Gl&uuml;ck auf 20 Dollar bringen. Diese Kluft zwischen den Reichsten und den Armen ist schlimmer als im Mittelalter.<br>\nBei den gesetzgebenden Abgeordneten des Kongresses finden diese Wirtschaftsanw&auml;lte ein offenes Ohr f&uuml;r Wahlkampfspenden ihrer Kundschaft und f&uuml;r ihre Vorarbeit beim Ausarbeiten von Gesetzesschlupfl&ouml;chern. Sie helfen dabei, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Konzerne oder Leute von Anwaltspartnern in hohe Positionen der Ministerien zu schleusen (siehe Servants of the Damned: Giant Law Firms, Donald Trump, and the Corruption of Justice by David Enrich, 2022).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/konzerne\/schandtaten-grosser-konzerne-werden-kaum-mehr-geahndet\/\">Ralph Nader in Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ampel will sich Maut-Millionen von Scheuer pers&ouml;nlich zur&uuml;ckholen<\/strong><br>\nDie von der CSU durchgeboxte Pkw-Maut scheiterte spektakul&auml;r &ndash; und kostet den Steuerzahler satte 243 Millionen Euro. Der Bund pr&uuml;ft nun eine Regressforderung gegen Ex-Verkehrsminister Scheuer. Welche Regelungen gibt es daf&uuml;r? (&hellip;)<br>\nBereits 2010 fragte die Gr&uuml;nen-Abgeordnete B&auml;rbel H&ouml;hn schriftlich den Bundestag: K&ouml;nnen Mitglieder der Bundesregierung auf Schadenersatz in Regress genommen werden? H&ouml;hn bezog ihre Anfrage konkret auf den Abschluss &ouml;ffentlich-rechtlicher Vertr&auml;ge im Namen der Bundesrepublik und m&ouml;gliche Grenzen einer Vertretungsvollmacht. Die Antwort damals lautete: &bdquo;Das Bundesministergesetz enth&auml;lt keine haftungsrechtliche Regelungen f&uuml;r Mitglieder der Bundesregierung.&ldquo;<br>\nDas B&uuml;rgerliche Gesetzbuch legt in Paragraf 839 zwar fest, dass ein Beamter, der mit Vorsatz oder zumindest fahrl&auml;ssig seine Amtspflicht gegen&uuml;ber Dritten verletzt, ihnen den entstehenden Schaden ersetzen muss. Dieser Paragraf muss nach Angaben der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags aber im Zusammenhang mit Grundgesetz-Artikel 34 gesehen werden. Demnach geht die Haftung auf den Staat &uuml;ber. Der hat dann die M&ouml;glichkeit, in F&auml;llen von Vorsatz oder grober Fahrl&auml;ssigkeit Regress bei seinem Beamten zu nehmen.<br>\nDiese M&ouml;glichkeit des Staats bed&uuml;rfe jedoch eines entsprechenden Gesetzes oder einer vertraglichen Grundlage, schrieb der Wissenschaftliche Dienst. Das Bundesministergesetz sehe eine solche R&uuml;ckgriffsm&ouml;glichkeit nicht vor. F&uuml;r die strafrechtliche Verantwortung von Amtstr&auml;gern w&uuml;rden dagegen andere Regeln gelten &ndash; doch dabei gehe es um Delikte wie Bestechlichkeit oder N&ouml;tigung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/es-geht-um-243-millionen-euro-ampel-will-sich-maut-millionen-von-andreas-scheuer-persoenlich-zurueckholen_id_198523136.html%20\">Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Pr&uuml;fung einer Regressforderung gegen den ehemaligen Verkehrsminister Scheuer d&uuml;rfte eher der medialen und politischen Ablenkung dienen. Wenn ein entsprechendes Gesetz geschaffen werden w&uuml;rde, k&ouml;nnten auch andere Bundesminister zur Verantwortung gezogen werden &ndash; beispielsweise f&uuml;r die negativen Folgen durch die politischen Corona-Ma&szlig;nahmen. Bitte lesen Sie dazu z.B. auch:<\/em><\/p>\n<ol type=\"A\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69409\">Andreas Scheuer: Bundesminister mit unbeschr&auml;nkter Haftung<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73756\">Schamlos, w&uuml;rdelos, ferngesteuert. Ein Prosit auf den Scheuer Andi! <\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54733\">Bescheuert. Ein Minister macht Vertr&auml;ge ohne Rechtssicherheit und sichert so die Profite von Investoren<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Im Solidarit&auml;tsrausch<\/strong><br>\nIn Krisen w&auml;chst die Solidarit&auml;t &ndash; das war zu Beginn der Pandemie und dem des Ukrainekrieges zu beobachten. Eigentlich eine gute Sache, aber massenpsychologisch gesehen hat die Krisensolidarit&auml;t auch dunkle Seiten, findet Philosoph Michael Andrick.<br>\nTrotz immer noch guter Kaufkraft herrscht im alten Westen nicht gerade Daseins-Euphorie. Abends schalten wir den Bildschirm ein, um nach zu viel Arbeit oder M&uuml;&szlig;iggang &bdquo;abzuschalten&ldquo;. Als Gesellschaft sind wir unzufrieden im &Uuml;berfluss, aber es f&auml;llt schwer, das auszudr&uuml;cken; es f&uuml;hlt sich undankbar an. Dennoch: Unerf&uuml;llte und ruhelose Menschen entwickeln Sehnsucht nach Sinn, nach haltgebender Gemeinschaft und nach einem Ventil f&uuml;r aufgestaute Aggressionen.<br>\nDer Begr&uuml;nder der Massenpsychologie Gustave LeBon nannte 1895 die unkoordinierte, aber allgegenw&auml;rtige Regungen unter der Oberfl&auml;che das &bdquo;unbewusste Wirken der Massen&ldquo;. Es findet ein Bed&uuml;rfnisstau statt, emotionaler Druck baut sich auf.<br>\nBricht in dieser Lage eine Krise aus, so kann das im Guten wie im B&ouml;sen gewaltige Wirkung entfalten. Der belgische Psychologe Mattias Desmet hat dies als Massenformierung beschrieben: Man nehme eine Gruppe von Menschen, die stark von Vereinzelung, Sinnarmut, Angst und latenter Aggression betroffen ist. Dieser Gruppe verk&uuml;nde man nun, dass eine Bedrohung eingetreten sei, deren &Uuml;berwindung entschiedenes gemeinschaftliches Handeln erfordere.<br>\nSofort f&uuml;hlen sich viele existenziell erleichtert und dankbar. Die Menschen werden &bdquo;von einem gemeinsamen Narrativ ergriffen, das sie in einem heroischen Kampf gegen ein Objekt der Angst vereint&ldquo;, erkl&auml;rt Desmet. Waren sie zuvor vereinzelt, sind sie nun Teil eines Kollektivs mit klarem Ziel; ihre &bdquo;frei flottierende Angst&ldquo; ist jetzt an ein Objekt gebunden, f&uuml;r oder gegen das man k&auml;mpfen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/massenpsychologie-solidaritaet-gemeinschaft-100.html\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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