{"id":100909,"date":"2023-07-13T09:00:37","date_gmt":"2023-07-13T07:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100909"},"modified":"2023-07-13T09:48:39","modified_gmt":"2023-07-13T07:48:39","slug":"streumunition-ueber-aussenpolitischem-minenfeld-zur-strafanzeige-gegen-den-bundespraesidenten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100909","title":{"rendered":"Streumunition \u00fcber au\u00dfenpolitischem Minenfeld \u2013 zur Strafanzeige gegen den Bundespr\u00e4sidenten"},"content":{"rendered":"<p>Am 10. Juli 2023 erstattete der Bonner Diplom-Mathematiker <strong>Wolf G&ouml;hring<\/strong> Strafanzeige gegen den Bundespr&auml;sidenten Dr. Frank-Walter Steinmeier. Der Grund: Der Bundespr&auml;sident, so G&ouml;hring, habe mutma&szlig;lich gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz versto&szlig;en. Im <em>Sommerinterview des ZDF<\/em>, das am 9. Juli ausgestrahlt wurde, hatte Herr Steinmeier n&auml;mlich mit Blick auf die Entscheidung Washingtons, Streumunition an die Ukraine zu liefern, erkl&auml;rt, man k&ouml;nne &bdquo;in der gegenw&auml;rtigen Situation den USA nicht in den Arm fallen&rdquo;. Nach einer kurzen Vorbemerkung unseres Autors <strong>Rainer Werning<\/strong> folgt der vollst&auml;ndige Wortlaut der Strafanzeige G&ouml;hrings gegen den Bundespr&auml;sidenten.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Vorabnotiz<\/strong><\/p><p>Der Einsatz von Streumunition, die mittlerweile von weit &uuml;ber einhundert Staaten &ndash; <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/20\/066\/2006681.pdf\">darunter auch die Bundesrepublik Deutschland<\/a> &ndash; ge&auml;chtet ist, f&uuml;hrt dazu, dass in gro&szlig;fl&auml;chigen Gebieten auf Dauer das Betreten aufgrund explosionsf&auml;higer R&uuml;ckst&auml;nde mit hoher Gefahr f&uuml;r Leben und Gesundheit von Menschen verbunden ist. Zuv&ouml;rderst ist die Zivilbev&ouml;lkerung mitsamt landwirtschaftlich genutzten Fl&auml;chen vom Einsatz dieser perfiden Waffe betroffen. Sch&auml;tzungen der Organisation <em>Handicap International<\/em> zufolge sind 98 Prozent der von den Auswirkungen von Streubomben betroffenen Menschen Zivilpersonen und darunter 27 Prozent Kinder. Als das bis heute am st&auml;rksten betroffene Land gilt Laos, wo die USA auf dem H&ouml;hepunkt ihres Aggressionskrieges gegen Vietnam, Kambodscha und Laos Ende der 1960er\/Anfang der 1970er Jahre einen &bdquo;geheimen Krieg&ldquo; f&uuml;hrten.<\/p><p>Es verwundert daher nicht, dass ausgerechnet Kambodschas Regierungschef Hun Sen angesichts der eigenen leidhaften Erfahrungen mit Streubomben als erster Staatschef nachdr&uuml;cklich vor deren Einsatz in der Ukraine warnte:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Aus Mitgef&uuml;hl mit dem ukrainischen Volk rufe ich den US-Pr&auml;sidenten als Lieferanten und den ukrainischen Pr&auml;sidenten (Wolodymyr Selenskyj) als den Empf&auml;nger auf, Streubomben in dem Krieg nicht zu verwenden, weil die wahren Opfer die Ukrainer sein werden.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Zu den Nichtunterzeichnern des sogenannten <em>Oslo-&Uuml;bereinkommens zur &Auml;chtung von Streumunition <\/em>(2008)<em> <\/em>z&auml;hlen u.a. die USA, die Ukraine und Russland. Letzteres beziehungsweise die fr&uuml;here Sowjetunion setzte ebenfalls Streumunition w&auml;hrend der beiden Tschetschenienkriege (1994-96 und 1999-2009) sowie im Zuge der Afghanistaninvasion (1979-89) ein. Und laut <em>Human Rights Watch<\/em> sollen sowohl Russland als auch die Ukraine im laufenden Krieg in unterschiedlichem Ausma&szlig; bereits selbst Streumunition eingesetzt haben. (<a href=\"https:\/\/www.hrw.org\/news\/2023\/05\/29\/cluster-munition-use-russia-ukraine-war\">Cluster Munition Use in Russia-Ukraine War | Human Rights Watch (hrw.org)<\/a> &amp; <a href=\"https:\/\/www.hrw.org\/de\/news\/2023\/07\/10\/ukraine-zivile-todesopfer-durch-streumunition\">Ukraine: Zivile Todesopfer durch Streumunition | Human Rights Watch (hrw.org)<\/a><\/p><p>Die nunmehrige Entscheidung von US-Pr&auml;sident Joe Biden, Streumunition (worunter sich seit den Tagen des Vietnamkrieges, der in Vietnam selbst der &bdquo;Amerikanische Krieg&ldquo; genannt wird, auch sogenannte <em>&bdquo;daisy cutters&ldquo; &ndash; &bdquo;G&auml;nsebl&uuml;mchenschneider&ldquo;<\/em> &ndash; mit verheerender Wirkung befinden) an die Ukraine zu liefern, kommentiert beispielsweise der US-amerikanische Historiker und Publizist Daniel Larison wie folgt:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Mit dieser Entscheidung setzen sich die USA auch dem Vorwurf der Heuchelei aus. US-Beamte haben den russischen Einsatz dieser Waffen verurteilt und hervorgehoben, dass diese auf dem Schlachtfeld nichts zu suchen haben. Jetzt aber erkl&auml;rt die Regierung, dass sie dort sehr wohl etwas zu suchen haben. Die Lieferung von Streumunition an die Ukraine macht die fr&uuml;heren Erkl&auml;rungen der Regierung zum Gesp&ouml;tt und schafft weitere politische Probleme f&uuml;r ihre Bem&uuml;hungen, Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine zu gewinnen. Viele Staaten in Lateinamerika, Afrika und Asien sind dem Vertrag &uuml;ber das Verbot des Einsatzes, der Weitergabe und der Lagerung von Streumunition beigetreten. Nun haben sie einen Grund mehr, die Appelle der USA zur Verteidigung der &sbquo;regelbasierten Ordnung&lsquo; als hei&szlig;e Luft abzutun. Die Entscheidung wird wahrscheinlich einige unserer Verb&uuml;ndeten in Europa in Verlegenheit bringen und ver&auml;rgern, da die meisten NATO-Mitglieder dem Vertrag ebenfalls beigetreten sind.&ldquo; (<a href=\"https:\/\/daniellarison.substack.com\/p\/bidens-cluster-munitions-blunder\">&ldquo;Biden&rsquo;s Cluster Munitions Blunder&rdquo;<\/a> &ndash; siehe dazu auch folgende Texte: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100835\">&ldquo;Steinmeier war schon vor den Streubomben der Pr&auml;sident der doppelten Standards&rdquo;<\/a> &amp; <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Steinmeier-zur-Streumunition-Was-interessiert-ihn-seine-Moral-von-gestern-9213291.html\">&ldquo;Steinmeier zur Streumunition: Was interessiert ihn seine Moral von gestern?&rdquo;&rdquo;<\/a> sowie <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/freiheit-recht\/menschenrechte\/streubomben-fuer-die-ukraine-missachten-humanitaeres-voelkerrecht\/\">&ldquo;Streubomben f&uuml;r die Ukraine missachten humanit&auml;res V&ouml;lkerrecht&rdquo;<\/a>)\n<\/p><\/blockquote><p>Schon einmal in der j&uuml;ngeren Geschichte der Bundesrepublik wurde ein offensichtlich &bdquo;unbedachtes Wort&ldquo; dem obersten Staatsrepr&auml;sentanten zum Verh&auml;ngnis. Erinnert sei an ein Interview, das Herr Dr. Horst K&ouml;hler dem <em>Deutschlandradio Kultur<\/em> am 22. Mai 2010 gab, als sich der Bundespr&auml;sident auf dem R&uuml;ckflug nach einer Afghanistanvisite befand. W&ouml;rtlich &auml;u&szlig;erte sich Herr K&ouml;hler damals wie folgt:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Meine Einsch&auml;tzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Gr&ouml;&szlig;e mit dieser Au&szlig;enhandelsorientierung und damit auch Au&szlig;enhandelsabh&auml;ngigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch milit&auml;rischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilit&auml;ten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zur&uuml;ckschlagen negativ durch Handel, Arbeitspl&auml;tze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden, und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Die Pr&auml;senz der Bundeswehr in Afghanistan wurde lange Zeit als &bdquo;Polizeiaktion&ldquo;, &bdquo;Einsatz&ldquo; u.&auml;. sch&ouml;ngeredet, wenngleich es sich am Hindukusch um einen Krieg handelte, wie wir sp&auml;testens seit nunmehr zwei Jahren wissen. Versprochen wurde der &Ouml;ffentlichkeit eine schonungslose Aufkl&auml;rung dieses letztlich gigantischen Fiaskos unter dem Oberkommando der USA, was allerdings bis dato aussteht! K&ouml;hlers ungeschminkte Worte wurden ihm rasch zum Verh&auml;ngnis. Unzeremoniell trat er von der politischen B&uuml;hne ab, wenngleich heute mit Blick auf die sogenannte Region <em>Indo-Pazifik<\/em> kein Hehl daraus gemacht wird, dass auch dort die Bundesrepublik mitsamt ihren &bdquo;westlichen Verb&uuml;ndeten&ldquo; knallhart f&uuml;r wirtschaftliche Interessen und &bdquo;freie Schifffahrtrechte&ldquo; Flagge (und Flotten) zeigt.<\/p><p>Unabh&auml;ngig davon, welche Konsequenzen die von Wolf G&ouml;hring erstattete Strafanzeige gegen den Bundespr&auml;sidenten hat, stellt sich alerten Zeitgenossen im Zeichen einer vielbeschworenen &bdquo;Zeitenwende&ldquo; die besorgte Frage, welche Verzwergungsprozesse sich da in puncto bundesrepublikanischer Au&szlig;enpolitik und Diplomatie noch entfalten, um &bdquo;Russland zu ruinieren&ldquo;. Der Bundespr&auml;sident, der pikanterweise das inkriminierte Gesetz zur &Auml;chtung von Streumunition selbst unterzeichnete und es &bdquo;als Meilenstein der konventionellen R&uuml;stungskontrolle&ldquo; bezeichnet hatte, ist mit seiner Haltung vis-&agrave;-vis Washington den USA jedenfalls mehr um den Hals als in &bdquo;den Arm gefallen&ldquo;. <strong>Rainer Werning<\/strong><\/p><p>Titelbild: ZDF<\/p><p><strong>Anhang: Die Strafanzeige von Herrn G&ouml;hring im Wortlaut<\/strong><\/p><p>An die<br>\nStaatsanwaltschaft Bonn<\/p><p>Strafanzeige gegen den Bundespr&auml;sidenten Dr. Frank Walter Steinmeier<\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren!<\/p><p>Hiermit erstatte ich Strafanzeige gegen den Bundespr&auml;sidenten Dr. Frank Walter Steinmeier  wegen eines vermuteten Versto&szlig;es gegen &sect; 20a (Strafvorschriften gegen Antipersonenminen und Streumunition), Abs. 1, Nummer 3 in Verbindung mit Nummer 1 Kriegswaffenkontrollgesetz. <\/p><p>Hiernach gilt:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;(1) Mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu f&uuml;nf Jahren wird bestraft, wer <\/p>\n<p>1. entgegen &sect; 18a Antipersonenminen oder Streumunition einsetzt, entwickelt, herstellt, mit ihnen Handel treibt, von einem anderen erwirbt oder einem anderen &uuml;berl&auml;&szlig;t, einf&uuml;hrt, ausf&uuml;hrt, durch das Bundesgebiet durchf&uuml;hrt oder sonst in das Bundesgebiet oder aus dem Bundesgebiet verbringt oder sonst die tats&auml;chliche Gewalt &uuml;ber sie aus&uuml;bt, insbesondere sie transportiert, lagert oder zur&uuml;ckbeh&auml;lt, <\/p>\n<p>2. einen anderen zu einer in Nummer 1 bezeichneten Handlung verleitet oder <\/p>\n<p>3. eine in Nummer 1 bezeichnete Handlung f&ouml;rdert.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Dr. Steinmeier hat im breit ver&ouml;ffentlichten &bdquo;Sommerinterview des ZDF&ldquo; am 9. Juli 2023 im Hinblick auf die US-Entscheidung, Streumunition an die Ukraine zu liefern, erkl&auml;rt, man k&ouml;nne &ldquo;in der gegenw&auml;rtigen Situation den USA nicht in den Arm fallen&rdquo;. Mit dieser Bemerkung hat er meiner Meinung nach die &bdquo;Durchf&uuml;hrung von Streumunition durch das Bundesgebiet&ldquo;, n&auml;mlich den Transport von US-Streumunition gef&ouml;rdert. Mit seiner Bemerkung werden aus meiner Sicht Amtstr&auml;ger beim Zoll, bei der Polizei und im Rechtswesen, die f&uuml;r die Einhaltung  der Bestimmungen des Kriegswaffenkontrollgesetzes aus &sect; 18a und &sect; 20a zu sorgen haben, dazu aufgerufen, die USA ungehindert gew&auml;hren zu lassen, also auch nicht nachzufragen und wegzuschauen, wenn sie illegal Streumunition f&uuml;r die Ukraine durch das Bundesgebiet (nach Polen und dann zur Ukraine) transportieren oder transportieren wollen.<\/p><p>Dieser Transportweg ist keine blo&szlig;e Mutma&szlig;ung. Deutschland hat in mehreren Man&ouml;vern, z.B. bei Defender 2020 und zuletzt in besonderem Ma&szlig;e bei Defender 2023 gezeigt, dass es in jeder Hinsicht als Transitland f&uuml;r Waffentransporte geeignet ist. Es sind zahlreiche weitere europ&auml;ische Staaten der Konvention gegen Streumunition beigetreten. Mit den Unterzeichnerstaaten D&auml;nemark, Schweden und Norwegen d&uuml;rfte die Passage zur Ostsee (und somit nach Polen) rechtlich verwehrt sein, ebenso der &Uuml;berflug. Im S&uuml;den grenzt nur Rum&auml;nien als Nicht-Unterzeichnerstaat an die Ukraine. Bulgarien und Ungarn haben unterzeichnet. Ein Schiffstransport von Streumunition durch den Bosporus d&uuml;rfte wegen des Vertrags von Montrieux verwehrt sein. Ob die T&uuml;rkei &Uuml;berflugrechte zum Lufttransport nach Rum&auml;nien gew&auml;hren w&uuml;rde, d&uuml;rfte mehr als fraglich sein, auch wenn sie die Konvention nicht unterzeichnet hat.<\/p><p>Es ist daher f&uuml;r die USA von gr&ouml;&szlig;tem Interesse, die der Ukraine zugesagte Streumunition baldm&ouml;glich, unhinterfragt und ohne rechtliche Hindernisse durch das deutsche Bundesgebiet nach Polen und von dort zur Ukraine transportieren zu k&ouml;nnen. <\/p><p>Dr. Steinmeiers Bemerkung muss als &ouml;ffentliche Mahnung angesehen werden, den USA entgegen dem deutschen Kriegswaffenkontrollgesetz keine rechtlichen Hindernisse f&uuml;r den Transport von Streumunition durch das Bundesgebiet in den Weg zu legen. Dies auch im Gegensatz zu Artikel II Absatz 1 des Abkommens vom 19. Juni 1951 zwischen den Parteien des Nordatlantikvertrags &uuml;ber die Rechtsstellung ihrer Truppen (NATO-Truppenstatut), welcher die Entsendestaaten verpflichtet, das Recht des Aufnahmestaates, also das deutsche Kriegswaffenkontrollgesetz zu achten. <\/p><p>Dr. Steinmeier ist rechtlich zu gut beschlagen und beraten, als dass ich seine Bemerkung als fahrl&auml;ssigen Ausrutscher werten k&ouml;nnte, sondern ich muss sie als bewusst vorgebracht ansehen, um den Transport von US-Streumunition durch das Bundesgebiet zu f&ouml;rdern, zumal Dr. Steinmeier auch bemerkte, dass die Ukraine diese Waffen ben&ouml;tige.<\/p><p>Gem&auml;&szlig; Artikel 59 Grundgesetz vertritt der Bundespr&auml;sident &bdquo;den Bund v&ouml;lkerrechtlich&ldquo;., d.h. er ist unter anderem vollst&auml;ndig an die f&uuml;r den Bund geltenden v&ouml;lkerrechtlichen Bestimmungen gebunden. Dazu geh&ouml;rt auch das Abkommen zur &Auml;chtung von Streumunition, das vom Bundestag als &ldquo;Gesetz zu dem &Uuml;bereinkommen vom 30. Mai 2008 &uuml;ber Streumunition&rdquo; beschlossen wurde (Bundesgesetzblatt Jahrgang 2009, Teil II, Nr. 17 ) und die Ratifikation des Abkommens durch die Bundesrepublik Deutschland abschloss. Die Ratifikationsurkunde ist (neben denen weiterer 110 Staaten) gem&auml;&szlig; Abkommen bei den Vereinten Nationen hinterlegt als Ausweis gegen&uuml;ber diesen Nationen und dem Generalsekret&auml;r der Vereinten Nationen daf&uuml;r, dass Deutschland als Rechtsstaat im Innern die Regeln dieses Abkommens zum Humanit&auml;ren V&ouml;lkerrecht ohne Wenn und Aber umsetzen wird, wie es in der Gesetzesverk&uuml;ndung vom 6. Juni 2009 vorgesehen ist. Ein Vorbehalt, dass man gegebenfalls den USA &bdquo;nicht in den Arm fallen&ldquo; d&uuml;rfe, ist darin nicht niedergeschrieben. Dr. Steinmeiers &Auml;u&szlig;erung ist meiner Meinung nach auch unter diesem Gesichtspunkt ein Versto&szlig; gegen &sect; 20a, Abs (1), Nummer 3 in Verbindung mit Nummer 1 Kriegswaffenkontrollgesetz.<\/p><p>Ich bitte Sie daher, im Sinne dieser Strafanzeige zu ermitteln. Sollten Sie nicht zust&auml;ndig sein, so bitte ich Sie, die Anzeige an die zust&auml;ndige Stelle weiter zu leiten. <\/p><p>Ich bitte Sie, mir den Eingang zu best&auml;tigen und mir das Aktenzeichen mitzuteilen. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 10. Juli 2023 erstattete der Bonner Diplom-Mathematiker <strong>Wolf G&ouml;hring<\/strong> Strafanzeige gegen den Bundespr&auml;sidenten Dr. Frank-Walter Steinmeier. Der Grund: Der Bundespr&auml;sident, so G&ouml;hring, habe mutma&szlig;lich gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz versto&szlig;en. Im <em>Sommerinterview des ZDF<\/em>, das am 9. Juli ausgestrahlt wurde, hatte Herr Steinmeier n&auml;mlich mit Blick auf die Entscheidung Washingtons, Streumunition an die Ukraine zu liefern,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100909\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":100910,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[172,96,126,171],"tags":[930,259,252,2967,260,1556,1703,2360],"class_list":["post-100909","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aufruestung","category-bundespraesident","category-erosion-der-demokratie","category-militaereinsaetzekriege","tag-justiz","tag-russland","tag-steinmeier-frank-walter","tag-streumunition","tag-ukraine","tag-usa","tag-voelkerrecht","tag-zivile-opfer"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/bd-schausten-steinmeier-1021280x720-1.jpeg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/100909","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=100909"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/100909\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":100913,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/100909\/revisions\/100913"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/100910"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=100909"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=100909"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=100909"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}