{"id":101020,"date":"2023-07-14T12:33:03","date_gmt":"2023-07-14T10:33:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101020"},"modified":"2023-07-14T12:33:03","modified_gmt":"2023-07-14T10:33:03","slug":"leserbriefe-zu-denkfabrik-swp-praesentiert-drei-optionen-fuer-dauerhafte-sicherheit-der-ukraine-demilitarisierung-russlands-aufbau-eines-atomwaffenarsenals-oder-nato-beitritt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101020","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eDenkfabrik SWP pr\u00e4sentiert drei Optionen f\u00fcr \u201edauerhafte Sicherheit der Ukraine\u201c: Demilitarisierung Russlands, Aufbau eines Atomwaffenarsenals oder NATO-Beitritt\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Florian Warweg thematisiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100878\">hier<\/a> die Analyse <a href=\"https:\/\/www.swp-berlin.org\/publikation\/dauerhafte-sicherheit-fuer-die-ukraine\">&bdquo;Dauerhafte Sicherheit f&uuml;r die Ukraine&ldquo;<\/a>, die die Denkfabrik &bdquo;Stiftung f&uuml;r Wissenschaft und Politik&ldquo; vor dem aktuellen NATO-Gipfel vorgelegt hatte. Die Denkfabrik, welche haupts&auml;chlich die Bundesregierung ber&auml;t, behauptet darin, dass lediglich drei Optionen &ndash; &bdquo;Demilitarisierung&ldquo;, &bdquo;Renuklearisierung&ldquo; oder &bdquo;NATO-Beitritt&ldquo; &ndash; die Sicherheit der Ukraine sicherstellen w&uuml;rden. Die Optionen seien, so Warweg, &bdquo;ein Offenbarungseid f&uuml;r den Geisteszustand des wichtigsten regierungsnahen Thinktanks der Bundesrepublik&ldquo;. Wir danken f&uuml;r die interessanten E-Mails. Hier nun eine Auswahl der Leserbriefe. <strong>Christian Reimann<\/strong> hat sie f&uuml;r Sie zusammengestellt.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Spontan fielen mir ein:<\/p><ul>\n<li>Der Morgenthau-Plan f&uuml;r Deutschland nach dem II. Weltkrieg<\/li>\n<li>Die Ordnung, die die USA dem Irak nach der Niederlage aufdr&uuml;ckten.<\/li>\n<\/ul><p>&nbsp;<br>\nHoffentlich lesen die anderen Nationen der Welt diese von deutscher Seite ausgedachten &Uuml;berlegungen gr&uuml;ndlich. Mich w&uuml;rde interessieren, wie man beispielsweise in China &uuml;ber diese Ungeheuerlichkeit denkt.<br>\n&nbsp;<br>\nW. M&uuml;ller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr gesch&auml;tzter Florian Warweg, <\/p><p>danke f&uuml;r die Info zu diesem &ldquo;Schriftst&uuml;ck&rdquo;! <\/p><p>Meiner Meinung nach dient dieses Schriftst&uuml;ck der Fortf&uuml;hrung der Aggression gegen Russland im Sinne der USA &ndash; mehr gibt es aus meiner Sicht nicht zu sagen! <\/p><p>Die deutsche Regierung und dieser merkw&uuml;rdige &ldquo;Thinktank&rdquo; &ndash; insbesondere die beiden Autorinnen\/&rdquo;Damen&rdquo; &ndash; sollten sich sch&auml;men! <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAndreas Rommel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Warweg,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihren engagierten und hervorragend analysierten Artikel zu den &bdquo;Erg&uuml;ssen&ldquo; der Denkfabrik SWP\/Frau Major vom 12.07.2023.<\/p><p>Ich habe mir erlaubt, diesen Artikel zum Anlass zu nehmen und Frau Major direkt anzuschreiben.<\/p><p>Ihnen alles Gute f&uuml;r Sie und die gesamte Redaktion und nochmals herzlichen Dank f&uuml;r Ihre Berichterstattungen\/Kommentare.<\/p><p>Ohne die NDS h&auml;tte man den Eindruck, man bef&auml;nde sich nur noch unter Wahnsinnigen und Kriegstreibern.<\/p><p>Ihr<br>\nHeinz Mayer<\/p><p>Mail an Frau Claudia Major&nbsp;: <\/p><p>Tja, Frau Major,<\/p><p>es ist schon so, wie das Sprichwort sagt :<br>\nJeder Topf findet seinen Deckel.<\/p><p>Und die d&uuml;mmste Regierung Europas findet ihre d&auml;mlichste Beraterin.<\/p><p>Ihre &bdquo;Analyse&ldquo; vor dem letzten NATO-Gipfel mit dem Titel &bdquo;Dauerhafte Sicherheit f&uuml;r die Ukraine&ldquo; sind, wie der beigef&uuml;gte Artikel zutreffend feststellt, ein Offenbarungseid f&uuml;r den Geisteszustand der &bdquo;Denkfabrik SWP&ldquo; sowie deren Autorinnen.<\/p><p>Wie Ihnen schon Herr Prof. August Prodetto (Inhaber eines Lehrstuhls an der Uni der Bundeswehr)&nbsp; anl&auml;sslich eines Ihrer uns&auml;glichen Redebeitr&auml;ge im DLF vom 31.01.2023 ins Stammbuch schrieb, sind Ihre Darlegungen nicht nur analytische Bankrotterkl&auml;rungen sondern auch gespickt von unwahren Behauptungen, abenteuerlichen Annahmen und daher in hohem Ma&szlig;e verantwortungslos und kriegstreiberisch.<\/p><p>Daran hat sich bis heute nichts ge&auml;ndert, wie dies durch die besagten &bdquo;Analysen&ldquo; &nbsp;unter Beweis gestellt wurde.<\/p><p>Deshalb herzlichen Gl&uuml;ckwunsch, Frau Major, Sie sind sich und Ihrer Linie treu geblieben &ndash; auch wenn sich immer mehr mit Grauen von der SWP und insbesondere deren Leiterin der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik abwenden und keine Ihrer Thesen beim letzten NATO-Gipfel auch nur ansatzweise eine Rolle gespielt haben.<\/p><p>Ich empfehle Ihnen daher dringend die Lekt&uuml;re des beigef&uuml;gten Artikels von Florian Warweg vom 12.Juli 2023 .<\/p><p>Und Ihnen pers&ouml;nlich w&uuml;rde ich einen Ressortwechsel zur Propagandaabteilung derjenigen Organisation empfehlen,&nbsp; auf deren Initiative die SWP gegr&uuml;ndet wurde, n&auml;mlich dem Bundesnachrichtendienst.<br>\n&nbsp;<br>\nEs gr&uuml;&szlig;t Sie und die &bdquo;Denkfabrik&ldquo;,<br>\nHeinz Mayer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Wer das alles erlebt hat, wei&szlig; was Warweg da pr&auml;sentiert! Adolf hat seinen Wahnsinn h&ouml;chstselbst beendet &ndash; aber nur den seinen! Dass es weitergeht, daf&uuml;r haben die USA\/GB gesorgt: Org. Gehlen &gt; BND &gt; Kiesinger &gt;Filbinger &ndash; die vielen anderen nicht unwesentlichen Randfiguren bleiben au&szlig;en vor. Man sollte in dieser Sache die org. WEF des Schwab nicht vergessen. Als traurig d&uuml;mmliche und menschenvernichtende Global Leaderin ist sie mit Schuld an unendlich vielen Toten (es verreckt sich ja immer noch): Annalena! Als Think-Tank-Wissenschaftlerinnen d&uuml;rfen zwei weibliche Wesen ihre Machovorstellungen &ldquo;pr&auml;sentieren&rdquo;, wie man den Russen zur Raison bringt. Da haut Strack-Z. die Hacken zusammen! Ganz bescheiden wagt sich auch der Roderich mal wieder nach vorne: Ran an den Russen! Aber der ist ja kein Wissenschaftler. Das kann nicht jeder werden. Wenn&rsquo;s sein darf aber JEDE! <\/p><p>Die beiden Charmeusen (bitte richtig lesen) vom SWP sind offensichtlich v&ouml;llig blind hinsichtlich des tats&auml;chlichen Kriegsverlaufes. Noch nicht einmal Roderich wird eine Demilitarisierung Russlands empfehlen &ndash; wem &uuml;brigens? Biden etwa? Sein Spiel d&uuml;rfte -Ukraine hin oder her- alsbald zu Ende sein. Die Transatlantiker haben ihre Denkfiliale in Washington und dort herrscht Staatsbankrott. Es bleibt denen nur die nukleare Karte. Oder sich restlos als Hegemon ins Nirwana zu verziehen. Nur abhauen wie aus Afghanistan\/Vietnam reicht nicht. Auch Abrams-Panzer brennen. Das hat sogar Stoltenberg begriffen. F&uuml;r Selenskyj gibt es nix in Vilnius. <\/p><p>Dieter M&uuml;nch (Dank f&uuml;r den glasklaren Artikel)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS, Lieber Florian Warweg, <\/p><p>ich musste wieder schmunzeln bei Ihrem Super Artikel !! <\/p><p>Der erste Gedanke, der mir durch den Kopf schoss:&nbsp; Gegen Wen soll sich die Sicherheitspolitik eigentlich noch richten, wenn Russland &ldquo;demilitarisiert&rdquo; w&auml;re? Wahrscheinlich Eisb&auml;ren und Yetis. Ist das die Logik beim SWP? <\/p><p>&Uuml;brigens f&auml;llt mir immer wieder auf, dass die gewaltt&auml;tigsten, absurdesten und reaktion&auml;rsten &Auml;u&szlig;erungen und &ldquo;angeblichen Analysen&rdquo; in Europa und Deutschland von Frauen stammen? Sicher, nicht jede Frau ist reaktion&auml;r, gewaltt&auml;tig oder hasserf&uuml;llt. Aber wenn es solche &Auml;u&szlig;erungen gibt, dann stammen sie fast immer von Frauen. Das f&auml;llt mir zumindest seit etwa 8 Jahren auf. Im innerrussischen Diskurs gibt es so etwas nicht. Russinnen, die eine &ouml;ffentliche Funktion inne haben, sind sehr gebildet, sehr gut ausgebildet, reagieren oder schreiben sehr professionell, rational und faktenorientiert! <\/p><p>Auch zieht sich durch die fast gesamte Politik der Bundesregierung eine &ldquo;Spur von politischen Bruchpilotinnen&rdquo;. Sehe ich da etwas irgendwie nicht richtig? Aber ich lass mich als heterosexueller Mann da gern aufkl&auml;ren. <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nvon unserem Leser R.O.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p><strong>Geschlossener Kreislauf: Think-Tanks, Talkshows und Meinungsumfragen<\/strong><\/p><p>Wie wird die Meinungsbildung der Bev&ouml;lkerung beeinflusst? Wie erfolgt eine ordentliche und tiefsch&uuml;rfende Politikberatung? F&uuml;r beides werden Think-Tanks gebraucht, also Expert*innen, die ihr ganzes professionelles Dasein damit zubringen, die Zeitl&auml;ufte zu analysieren und zu kommentieren, am besten in eigens zu diesem Zwecke gefertigten Studien. Damit diese aber nicht in irgendwelchen Hinterzimmern oder Papierk&ouml;rben nur ein verschattetes Dasein f&uuml;hren, m&uuml;ssen sie popularisiert und verbreitet werden. Das geschieht zum einen &uuml;ber unsere Medien, sehr gerne auch &uuml;ber die zahlreichen Talkshows bei den diversen Sendern. Dort sitzen dann diese Expert*innen und konfrontieren ihr Publikum wie die mitanwesenden Politiker*innen mit ihren gewonnenen Weisheiten. Regelm&auml;ssig muss dabei eine\/r der G&auml;ste als Punchingball f&uuml;r die Mehrheitsmeinung herhalten. Ob die Sender privat organisiert sind oder als &ouml;ffentlich-rechtliche in Erscheinung treten, ist ohne Belang, die Botschaften werden dadurch nicht beeinflusst. Interessant ist in diesem Zusammenhang nur, dass diese diversen Einrichtungen f&uuml;rs professionelle Nachdenken in hohem Ma&szlig;e abh&auml;ngig sind von Zusch&uuml;ssen zu ihrer Arbeit aus den Haushalten des Bundes und L&auml;nder. Daraus folgt: Die Regierungen halten sich Denkfabriken mit Expert*innen, die dort ihre (!) Meinung vertreten, und gesendet wird &uuml;ber Medien in privater oder &ouml;ffentlich-rechtlicher Hand, jedenfalls unter Kontrolle von Aufsichtsorganen, in den Politiker*innen keine unwichtige Rolle spielen. So wird Mehrheitsmeinung als Einheitsmeinung hergestellt, die dann &ndash; zur Best&auml;tigung &ndash; &uuml;ber Meinungsforschungsinstitute abgefragt werden kann. Ein geschlossener Kreislauf!<\/p><p>Ach ja, und wenn nichts mehr hilft, hilft der &bdquo;Faktencheck&ldquo;, notfalls ein unkorrekter! Wof&uuml;r braucht es Wahrheit und Wahrhaftigkeit, wenn es um &bdquo;h&ouml;here Werte&ldquo; geht? Das letzte Mittel sind Verg&uuml;tungen f&uuml;r geleistete Dienste an die Journalisten direkt, speziell des &Ouml;RR, die sich auftragsgem&auml;&szlig; &bdquo;erkenntlich&ldquo; zeigen, ihre Kenntnisse bzw. Bef&auml;higungen zur Verf&uuml;gung stellen, Programmauftrag oder Staatsferne hin oder her.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nDietrich Brauer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Warweg,<\/p><p>solche &bdquo;Bestellten Analyse-Papiere&ldquo; zeugen von hochgradiger &bdquo;K&auml;uflichkeit der Initiatoren\/Innen&ldquo;.<\/p><p>Finanziert wird die SWP gr&ouml;&szlig;tenteils vom Bundeskanzleramt &ndash; mit steigenden Betr&auml;gen. Aber auch die Deutsche Wirtschaft spendet kr&auml;ftig mit, soll sie doch von den Annahmen der Stiftung profitieren.<\/p><p>&bdquo;Treibende Kraft bei der SWP-Gr&uuml;ndung im Jahr 1962 war der damals 44j&auml;hrige Karl Ritter. Er entstammte, wie sein sp&auml;terer Stiftungskollege Albrecht Zunker 2007 schrieb, &raquo;dem protestantischen deutschen Bildungsb&uuml;rgertum&laquo;, &raquo;einer Familie von Kirchenm&auml;nnern und Professoren&laquo;. Ritter nahm als Wehrmachtssoldat am &Uuml;berfall auf Polen und am Krieg gegen die Sowjetunion teil. 1942 bis 1944 arbeitete er f&uuml;r Reinhard Gehlens Spionageabteilung &raquo;Fremde Heere Ost&laquo;. Seine F&auml;higkeiten in &raquo;Analyse und Auswertung&laquo; h&auml;tten ihm dort bald Anerkennung eingebracht, berichtete Zunker in dem Buch &raquo;Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Entwicklungsgeschichte einer Institution politikbezogener Forschung&laquo;. Er fuhr fort: &raquo;In diesen Monaten im Oberkommando entwickelten sich eine ganze Reihe von Bekanntschaften und Freundschaften, die f&uuml;r das weitere Leben Bestand hatten und haben.&laquo; Mehrere Mitgr&uuml;nder der SWP geh&ouml;rten dazu, auch der sp&auml;tere Bundespr&auml;sident Richard von Weizs&auml;cker, der bei der deutschen Industrie das Gr&uuml;ndungskapital f&uuml;r die Stiftung einwarb. Ritter habe eine Zeitlang bef&uuml;rchtet, seine Vergangenheit bei &raquo;Fremde Heere Ost&laquo; k&ouml;nne bekannt werden und ihm sowie der Stiftung Schaden zuf&uuml;gen, notierte Zunker. Ein Weltkriegskamerad habe sich deshalb an den ihm befreundeten Verlagsleiter des Spiegel gewandt und bei diesem &raquo;einen entsprechenden Sperrvermerk&laquo; f&uuml;r etwaige Recherchen in Sachen Ritter\/SWP erwirkt.&ldquo;<br>\n&nbsp;<br>\nWesentlich f&uuml;r die SWP ist aber,der BND gab Starthilfe&hellip;<br>\nUnd damit l&auml;sst sich erahnen, was bei solchen &bdquo;Fachanalysen meist herauskommt&ldquo;!<br>\n&Uuml;bernahme von Anglo- Amerikanischer Ideologie und Propaganda.<br>\n&nbsp;<br>\naus AG Friedensforschung von J&ouml;rg Kronauer ca. 2012, erfahren wir:<br>\n&bdquo;Ritter, der im Zweiten Weltkrieg f&uuml;r Gehlens &raquo;Fremde Heere Ost&laquo; erfolgreich &raquo;ausgewertet&laquo; hatte, kn&uuml;pfte schon bald an seine alte Arbeit an. Er landete bei Gehlens neuem Bundesnachrichtendienst (BND), wo er es bis 1959 zum Leiter der Unterabteilung &raquo;Politische Auswertung&laquo; brachte. Dann erhielt er die Genehmigung f&uuml;r ein Sabbatical in den USA, wo er verschiedene auf dem Feld der Au&szlig;enpolitik t&auml;tige Forschungsinstitute und Stiftungen kennenlernte. Vertreter des US-Establishments h&auml;tten sich damals beklagt, man m&uuml;sse in der Bundesrepublik immer gleich mit Ministerialbeamten sprechen, hielt Zunker fest; es gebe keine &raquo;Gespr&auml;chspartner im voroffiziellen Raum&laquo;. Es sei um Fachpersonal gegangen, das keine Funktion in den Ministerialb&uuml;rokratien habe und mit dem man bei Bedarf auch tastende, unverbindliche Sondierungsgespr&auml;che ohne politische Konsequenzen f&uuml;hren k&ouml;nne. Ritter bi&szlig; an, kehrte zur&uuml;ck nach Deutschland und trieb, organisatorisch und finanziell unterst&uuml;tzt von BND-F&uuml;hrungspersonal, die Gr&uuml;ndung der Stiftung Wissenschaft und Politik voran. Diese nahm 1962 ihren Sitz in Haus Eggenberg in Ebenhausen, einem Ortsteil von Sch&auml;ftlarn, ein. Um Ebenhausen zu erreichen, mu&szlig; man M&uuml;nchen in s&uuml;dlicher Richtung entlang der Isar verlassen; man durchquert zun&auml;chst Pullach, wo die BND-Zentrale ihren Sitz hat, und kommt nach wenigen Kilometern in Haus Eggenberg an.<\/p><p>1965, drei Jahre nach der Gr&uuml;ndung, schied Ritter aus dem BND aus. Das war m&ouml;glich, weil inzwischen Bundesregierung und Bundestag beschlossen hatten, die SWP offiziell zu &uuml;bernehmen und sie aus anderen Etatposten des Kanzleramts, nicht mehr aus demjenigen des BND, zu finanzieren. Zun&auml;chst war die Stiftung vor allem in Fragen von Abr&uuml;stung und R&uuml;stungskontrolle t&auml;tig. Fragen, die in der Zeit der Systemkonfrontation f&uuml;r die westliche Politik von h&ouml;chster Bedeutung waren. Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte weitete sie ihren T&auml;tigkeitsradius jedoch kontinuierlich aus. Im Zuge des Umzugs in ihre heutigen R&auml;umlichkeiten in Berlin-Wilmersdorf im Jahr 2001 konnte die Stiftung zwei weitere Institute &uuml;bernehmen: das &raquo;Bundesinstitut f&uuml;r ostwissenschaftliche und internationale Studien&laquo; (BIOst) und die gegenwartsbezogene Abteilung des &raquo;S&uuml;dost-Instituts&laquo; (SOI).&ldquo;<br>\n&nbsp;<br>\nUnd was wir von Frau Major leider nicht erfahren:<\/p><p>&bdquo;Das BIOst war 1961 in K&ouml;ln unter der Bezeichnung &raquo;Bundesinstitut zur Erforschung des Marxismus-Leninismus (Institut f&uuml;r Sowjetologie)&laquo; gegr&uuml;ndet worden. 1966 wurde sein Name in &raquo;Bundesinstitut f&uuml;r ostwissenschaftliche und internationale Studien&laquo; ge&auml;ndert. An den Planungen war der langj&auml;hrige Osteuropa-Spezialist Hans Koch ma&szlig;geblich beteiligt. Koch hatte schon im Ersten Weltkrieg Kontakte zu ukrainischen Milizen gekn&uuml;pft, ging 1934 als Institutsleiter an die Universit&auml;t K&ouml;nigsberg und k&uuml;mmerte sich im Zweiten Weltkrieg zun&auml;chst erneut um die Kontakte zu ukrainischen Nationalisten, bis er schlie&szlig;lich zum &raquo;Reichsministerium f&uuml;r die besetzten Ostgebiete&laquo; wechselte. Koch habe schon 1939 &raquo;betont, da&szlig; eigene Institutionen notwendig seien, um dem Kommunismus mit wissenschaftlichen Mitteln entgegenzutreten&laquo;, berichtet die Historikerin Corinna Unger in ihrer ausf&uuml;hrlichen Untersuchung &uuml;ber die bundesdeutsche Ostforschung (Ostforschung in Westdeutschland. Die Erforschung des europ&auml;ischen Ostens und die Deutsche Forschungsgemeinschaft, 1945&ndash;1975, Stuttgart 2007). <\/p><blockquote><p>\n&raquo;Diese Notwendigkeit&laquo; habe &raquo;seiner und der &Uuml;berzeugung vieler Kollegen zufolge nach Kriegsende&laquo; weiterbestanden &ndash; sogar &raquo;dringlicher denn je&laquo;.\n<\/p><\/blockquote><p>Weiter erfahren wir &bdquo;Die deutsche Regierung nahm sich in den 1950er Jahren des Anliegens an; das f&uuml;hrte 1961 zur Gr&uuml;ndung des Bundesinstituts. Aktiv beteiligt war ein zweiter Exmitarbeiter des &raquo;Reichsministeriums f&uuml;r die besetzten Ostgebiete&laquo;, Gerhard von Mende, der in dieser Funktion an einem Nachfolgetreffen der Wannsee-Konferenz teilgenommen hatte. Mende war vor allem f&uuml;r sein Vorhaben bekannt, die einzelnen Nationalit&auml;ten der Sowjetunion gegen Moskau aufzustacheln. Koch, der urspr&uuml;nglich Gr&uuml;ndungsdirektor des Bundesinstituts h&auml;tte werden sollen, starb 1959; Mende hingegen wurde tats&auml;chlich in das Direktorium berufen.&ldquo;<\/p><p>&bdquo;Die Kontinuit&auml;tslinien des S&uuml;dost-Instituts (SOI) reichen noch weiter zur&uuml;ck. Es wurde 1930 in M&uuml;nchen gegr&uuml;ndet, &raquo;zur Erforschung des deutschen Volkstums im S&uuml;den und S&uuml;dosten&laquo;, wie es heute beim Nachfolger seiner zweiten, nicht von der SWP &uuml;bernommenen Abteilung hei&szlig;t, dem &raquo;Institut f&uuml;r Ost- und S&uuml;dosteuropaforschung&laquo; (IOS) in Regensburg. Das SOI wurde 1943 der Abteilung VI G des Reichssicherheitshauptamtes unterstellt. Bereits 1941 hatte Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Fritz Valjavec ein Sonderkommando nach S&uuml;dosteuropa begleitet; vermutlich war er dort in den Massenmord an den J&uuml;dinnen und Juden involviert. Dessen ungeachtet konnte Valjavec 1951 die Neugr&uuml;ndung des SOI durchsetzen und dort 1955 ganz offiziell das Amt des Direktors &uuml;bernehmen. Er starb 1960. Die Tradition der deutschen S&uuml;dosteuropa-Politik blieb im SOI gewahrt.<\/p><p>Mit ihrem Umzug in die Hauptstadt Anfang 2001 und der &Uuml;bernahme des SOI und des BIOst hat die Stiftung, die einst mit Hilfe des BND gegr&uuml;ndet wurde, um Abr&uuml;stung und R&uuml;stungskontrolle zu bearbeiten, sich endg&uuml;ltig zu einem Think-Tank entwickelt &ndash; bereit, das deutsche Weltmachtstreben in jeder Hinsicht umfassend zu begleiten.&ldquo;<br>\n&nbsp;<br>\nVom Geist her ist beim SWP alles beim Alten geblieben, nur heute nach dem &Uuml;berfall Russlands auf die Ukraine kommt noch ein weiterer Gegner hinzu China.<br>\nDaneben werden Brasilien, Indien, Iran und S&uuml;dafrika als weitere Akteure genannt, die es zu beobachten und zu beeinflussen gilt.<br>\nDie Annahme der SWP, in der Ukraine bzw. durch die Ukraine w&uuml;rden Deutschen und Europ&auml;ische Interessen verteidigt, zeigt dies nur mehr die &Uuml;bernahme Anglo- Amerikanischer Denk- und Sichtweisen.<br>\n&nbsp;<br>\nEine Demilitarisierung Russlands w&auml;re eine Bombe schlechthin, die nach hinten losgeht.<br>\n&Auml;hnliches hatte die Entente-M&auml;chte mit Deutschland und seinen Verb&uuml;ndeten im 1 .Weltkrieg gemacht und Schiffbruch erlitten. Zwar spielten Atomwaffen damals keine Rolle, aber das Ziel bleibt das gleiche.<\/p><p>Die Zweite Option von Major &amp; Co. ist das Ende der Welt.<br>\nIsrael steht heute mehr denn je davor, einen Atomkrieg auszul&ouml;sen.<br>\nWie in der Ukraine sind dort Faschistoide Kreise an der Macht, die f&uuml;r einen Atomschlag gegen den Iran pl&auml;dieren.<br>\nDie USA sind zwar zu allem bereit, aber nicht lebensm&uuml;de und die Folgen eines Atomschlages w&auml;re das Ende des Staates Israel.<br>\n&nbsp;<br>\nUnd eine atomar-bewaffnete Ukraine, durch und durch faschistisch mit mafiosen Strukturen, w&uuml;rde diese ohne Skrupel gegen Russland und andere Nachbarn einsetzen oder als Erpressungsinstrument nutzen.<br>\nSoweit wird es aber nicht kommen, Russland und der NATO-Westen wird sich eine v&ouml;llige Zerst&ouml;rung der Ukraine nicht leisten k&ouml;nnen.<br>\n&nbsp;<br>\nZu viele Milliarden wurden in einen Sieg oder Abnutzungskrieg investiert.<br>\nUnd irgendwann muss der Tag der &bdquo;Rendite&ldquo; kommen.<br>\n&nbsp;<br>\nDer Wiederaufbau der Ukraine wird ein &bdquo;gewaltiges Konjunktur-Programm f&uuml;r die europ&auml;ische Industrie und Wirtschaft&ldquo; sein.<br>\nFrau von der Leyen bzw. die EU gab kurz nach Kriegsbeginn der Ukraine den Status eines EU-Beitrittskandidaten.<br>\nScholz &amp; Von der Leyen sprachen von einem &bdquo;Marshall-Plan f&uuml;r die Ukraine.<br>\nAlle Unterst&uuml;tzer der Ukraine versprechen sich &bdquo;gro&szlig;artige Gesch&auml;fte&ldquo;, eine regelrechte &bdquo;Goldgr&auml;berstimmung&ldquo; ist beim Westen ausgebrochen, wenn der Krieg beendet sein sollte.<br>\nDas der Westen inkl. USA dies aber nicht alleine finanziell schaffen ist allen klar.<\/p><p>Deshalb d&uuml;rfen auch Leute wie Larry Fink von BLACKROCK nicht fehlen.<br>\nHatte Fink doch in Davos erkl&auml;rt die &bdquo;Ukraine mit Kapital zu fluten&ldquo; und zu einem &bdquo;Leuchtfeuer der Hoffnung f&uuml;r die Kraft des Kapitalismus&ldquo; zu machen.<\/p><p>Selenskij ist bereit dazu und hat bereits das Arbeitsrecht schleifen lassen und tut alles f&uuml;r Investoren.<br>\n&nbsp;<br>\nAber letztlich sind es die Faktoren, Agrarwirtschaft, Bodensch&auml;tze und Billige Arbeitskr&auml;fte&nbsp; &ndash;&nbsp; noch billiger als in der BRD&nbsp; &ndash;&nbsp; die die Deutsche Wirtschaft gen Osten dr&auml;ngen l&auml;sst.<br>\nZudem ist bekannt, dass in der Ostukraine riesige Lithium- und Titan-Vorkommen entdeckt wurden.<br>\nEbenso Erdgas- und Erd&ouml;lvorkommen, die stets Begehrlichkeiten ausl&ouml;sen.<br>\nDie EU hat 2021 mit der Ukraine eine Partnerschaft diesbez&uuml;glich abgeschlossen.<br>\n&nbsp;<br>\nSomit begr&uuml;ndet sich der permanente Willen, Russland als politischen und wirtschaftlichen Faktor auszuschalten&hellip;what ever it takes !<br>\nNur was Frau Major und die SWP fabulieren wird sich als &bdquo;Gespinst von Ewiggestrigen&ldquo; herausstellen.<\/p><p>MfG<br>\nB. Schroeder<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Florian Warweg thematisiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100878\">hier<\/a> die Analyse <a href=\"https:\/\/www.swp-berlin.org\/publikation\/dauerhafte-sicherheit-fuer-die-ukraine\">&bdquo;Dauerhafte Sicherheit f&uuml;r die Ukraine&ldquo;<\/a>, die die Denkfabrik &bdquo;Stiftung f&uuml;r Wissenschaft und Politik&ldquo; vor dem aktuellen NATO-Gipfel vorgelegt hatte. 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