{"id":101028,"date":"2023-07-15T11:45:25","date_gmt":"2023-07-15T09:45:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101028"},"modified":"2023-07-14T19:19:58","modified_gmt":"2023-07-14T17:19:58","slug":"stimmen-aus-lateinamerika-das-maerchen-von-den-elektroautos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101028","title":{"rendered":"Stimmen aus Lateinamerika: Das M\u00e4rchen von den Elektroautos"},"content":{"rendered":"<p>Europa verf&uuml;gt nicht &uuml;ber die Komponenten, die in Elektroautos verwendet werden und die einen der Schl&uuml;ssel zur Nachhaltigkeit des umweltfreundlichen Verkehrs darstellen. Von den verwendeten Rohstoffen sind 90 Prozent des Lithiums in drei Regionen konzentriert (Australien, S&uuml;damerika und China); 70 Prozent des Kobalts befinden sich in der Demokratischen Republik Kongo; Europa produziert auch kein Aluminium mehr, w&auml;hrend China bei den seltenen Erden dominiert und mehr als 75 Prozent der Lithium-Ionen-Batteriezellen weltweit herstellt. Wie gut w&auml;re es, von der Abh&auml;ngigkeit von billiger russischer Energie, f&uuml;r die es ein Gesch&auml;ftsmodell gab, zu einer Abh&auml;ngigkeit von chinesischen Autos, Komponenten und Ersatzteilen &uuml;berzugehen? Schauen wir uns das mal genauer an. Von <strong>Alejandro Marc&oacute; del Pont<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDie Ersetzung von Verbrennungsmotoren durch Elektro- und Hybridmotoren, Biokraftstoffe usw. hat mehrere Unzul&auml;nglichkeiten. Eine der wichtigsten besteht darin, dass wir &uuml;ber schadstofffreie Autos sprechen und nicht &uuml;ber den Verkehr im Allgemeinen und den &ouml;ffentlichen Verkehr im Besonderen mit erneuerbaren Energien, was die Idee erschreckend individualistisch macht. Es ist eine Sache, dass ein Auto emissionsfrei ist, sobald es f&auml;hrt, und eine ganz andere, von den Stahl-, Lithium-, Glas-, Aluminium- oder Batterieherstellern zu verlangen, dass sie bei der Produktion ihrer Komponenten kein CO2 erzeugen, was extrem kompliziert ist, denn die Umweltauswirkungen liegen in der Produktion, dem Aufladen oder dem Austausch, es sei denn, sie verschmutzen ein anderes Land.<\/p><p>Aber eins nach dem anderen. Die Geschwindigkeit, mit der die Produktion und der Verkauf dieser Autos zunehmen, geht nicht mit dem Preis einher. Die Preise f&uuml;r Elektroautos sinken nicht, obwohl ihre Verk&auml;ufe in allen Segmenten steigen, oder sie steigen nicht so schnell wie sie sollten. Das Beratungsunternehmen Jato Dynamics hat einen Bericht ver&ouml;ffentlicht, in dem die Preise f&uuml;r Elektroautos auf den drei wichtigsten M&auml;rkten der Welt verglichen werden. Die Unterschiede zwischen Europa, den Vereinigten Staaten und China sind handgreiflich. W&auml;hrend der Durchschnittspreis in Europa gestiegen ist, ist in China das Gegenteil der Fall.<\/p><p>Nach Angaben dieses Beratungsunternehmens ist der Durchschnittspreis f&uuml;r Elektrofahrzeuge zwischen 2015 und 2022 in Europa von 48.942 auf 55.821 Euro und in den USA von 53.038 auf 63.864 Euro gestiegen, und sowohl Krieg als auch Energieknappheit haben die Kosten weiter in die H&ouml;he getrieben. In China hingegen ist der Trend genau umgekehrt: von 66.819 auf 31.829 Euro.<\/p><p>Neben dem durch diese Zahlen aufgezeigten Trend gibt es ein noch beunruhigenderes Problem. Elektrofahrzeuge sind immer noch viel teurer als ihre benzinbetriebenen Pendants, eine weitere Komponente der Wiederbeschaffungskosten in der &Uuml;bergangsphase: 27 Prozent mehr in Europa und 43 Prozent mehr in den USA. Auch hier ist die Bilanz in China umgekehrt, wo Elektrofahrzeuge bereits 33 Prozent billiger sind als Verbrennungsfahrzeuge.<\/p><p>Und als ob das nicht genug w&auml;re, verursacht die Produktion eines Elektroautos entgegen der landl&auml;ufigen Meinung fast doppelt so viel Schadstoffe wie die eines normalen Autos. Einer der ersten Autokonzerne, der sich entschlossen hat, in den kommenden Jahren vollst&auml;ndig auf Elektrofahrzeuge umzusteigen, ist Volvo. Der schwedische Automobilhersteller, dessen Eigent&uuml;mer die&nbsp;chinesische Geely-Gruppe ist, hat angek&uuml;ndigt, dass ab 2030 alle von ihm produzierten Modelle zu 100 Prozent elektrisch sein werden. Volvo beschloss, einen&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.volvocars.com\/images\/v\/-\/media\/Market-Assets\/INTL\/Applications\/DotCom\/PDF\/C40\/Volvo-C40-Recharge-LCA-report.pdf\">Bericht<\/a>&nbsp;zu erstellen, in dem die CO2-Bilanz von elektrisch betriebenen Fahrzeugen und Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren, die mit f&uuml;nf Prozent Ethanol betrieben werden, von der Herstellung bis zu einer Fahrleistung von 200.000 Kilometern verglichen wird.<\/p><p>Die Herstellung eines hundertprozentigen Elektroautos verursacht fast 70 Prozent mehr CO2-Emissionen als die Herstellung desselben Automodells mit Verbrennungsmotor. Und wenn man die Rohstoffproduktion und die Herstellung von Batterien nicht miteinbezieht, ist die Verschmutzung in einem der beiden Bereiche fast 30 Prozent h&ouml;her als im anderen. Dies ist darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass in Elektroautos bestimmte Materialien wie Aluminium in einem h&ouml;heren Anteil verwendet werden. Mit anderen Worten, die Idee der Nichtverschmutzung gilt f&uuml;r Europa, nicht f&uuml;r China. In Europa werden nur sechs Prozent der Batterien in 17 Fabriken hergestellt, die sich mit dieser Arbeit befassen.<\/p><p>Das zweitbeliebteste Herkunftsland der im letzten Jahr in Europa zugelassenen reinen Elektroautos war China. Insgesamt wurden von den 1,2 Millionen in Europa zugelassenen Elektroautos mehr als 222.000 Einheiten in China hergestellt. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle diese Autos ein chinesisches Abzeichen trugen. Tats&auml;chlich stellte der asiatische Riese im Jahr 2022 18,7 Prozent der in Europa verkauften Elektroautos her und droht bereits, Deutschland zu entthronen. 52 Prozent der Tesla-Zulassungen in Europa entfallen auf in China hergestellte Modelle. Tats&auml;chlich wurde Tesla zum gr&ouml;&szlig;ten Importeur von in China hergestellten Elektroautos und &uuml;berholte Marken wie Dacia, MG und Polestar, BMW, die alle in China hergestellt werden.<\/p><p>Die Kosten f&uuml;r den Betrieb eines Elektroautos variieren je nach Marke, Modell, Reichweite und Land. Am g&uuml;nstigsten sind sie in den Niederlanden, am teuersten in D&auml;nemark. Die &ouml;ffentlichen Ladestationen werden ebenfalls eine Herausforderung sein, da sie die Nachfrage in ganz Europa decken m&uuml;ssen. Derzeit gibt es in Europa 2,9 Millionen Ladestationen, bis 2030 werden 7&nbsp;Millionen ben&ouml;tigt. &Auml;hnliches gilt f&uuml;r die USA und China, wo die Zahl der Ladestationen bis 2030 von 100.000 auf 1.200.000 bzw. von 1.150.000 auf 5.000.000 steigen m&uuml;ssen.<\/p><p>Die Batterien sind ein echtes Problem, sowohl in Bezug auf die Produktion, die Kosten f&uuml;r den Ersatz und&nbsp;das Recycling als auch auf die Umweltprobleme bei &Uuml;beralterung und Entsorgung. Genau wie ein Mobiltelefon haben hundertprozentige Elektroautos Lithium-Ionen-Batterien, die Energie speichern und wieder aufladen k&ouml;nnen, wenn sie verbraucht ist. Das Problem entsteht, wenn diese Batterien so stark beansprucht werden, dass sie keine ausreichende Reichweite mehr bieten. Die gro&szlig;en und schweren Batterien stellen eine eindeutige Gefahr f&uuml;r die Umwelt dar, weshalb das Recycling in der Branche zu einer Priorit&auml;t geworden ist. Von der Gewinnung der f&uuml;r ihre Herstellung erforderlichen&nbsp;<a href=\"https:\/\/motor.elpais.com\/coches-electricos\/habra-materiales-suficientes-para-fabricar-tantos-coches-electricos\/\">Rohstoffe<\/a>&nbsp;bis hin zum&nbsp;<a href=\"https:\/\/motor.elpais.com\/tecnologia\/se-pueden-reciclar-las-baterias-de-los-coches-electricos\/\">Recycling<\/a>&nbsp;am Ende ihrer Nutzungsdauer erzeugen Batterien eine Reihe von Schadstoffen, die nicht ignoriert werden k&ouml;nnen.<\/p><p>Der Austausch einer Batterie ist extrem teuer. F&uuml;r ein Auto mit einer Reichweite von 250 Kilometern kostet er fast ein weiteres Auto und steigt je nach Reichweite. Die Idee ist die Einf&uuml;hrung eines &bdquo;Passes&rdquo;, der jede Batterie von der Herstellung bis zum Recycling identifiziert, einschlie&szlig;lich der gesamten Produktionskette, angefangen bei der Beschaffung der Materialien, aus denen die Batterie besteht. F&uuml;r das Inkrafttreten dieser Verordnung gibt es bereits ein Datum. Ab 2027 m&uuml;ssen alle Batterien, die in der EU auf den Markt gebracht werden, hinsichtlich ihres Kohlenstoff-Fu&szlig;abdrucks zertifiziert sein, und solche, die nicht zertifiziert sind oder die Grenzwerte &uuml;berschreiten, d&uuml;rfen nicht mehr verkauft werden.<\/p><p>All diese Probleme k&ouml;nnten &ndash; ausreichende Recyclingkapazit&auml;ten vorausgesetzt &ndash; die Energiewende weiter verz&ouml;gern, da sie sich direkt auf den Preis der Batterien auswirken, der ein Schl&uuml;sselfaktor f&uuml;r ihre Demokratisierung ist: Seit letztem Jahr sind die Batteriepreise um mehr als sieben Prozent gestiegen. Mit 151 US-Dollar pro Kilowattstunde liegen die Kosten f&uuml;r Batterien immer noch weit &uuml;ber 100 Dollar\/kWh &ndash; ein&nbsp;<a href=\"https:\/\/motor.elpais.com\/coches-electricos\/ex30-el-volvo-electrico-que-promete-un-precio-sin-competencia\/\">Preis<\/a>, der als notwendiger Wendepunkt angesehen wird, damit Elektroautos mit konventionellen Autos mithalten k&ouml;nnen und f&uuml;r die Mehrheit zug&auml;nglich werden. Dieses Ziel hoffte die Autoindustrie bis 2024 zu erreichen, es k&ouml;nnte sich aber angesichts der neuen Schwierigkeiten um zwei weitere Jahre verz&ouml;gern und die Kosten werden von den Verbrauchern zu tragen sein.<\/p><p>Volkswagen investiert seit 2018 in China und hat drei Fabriken f&uuml;r die Produktion von 40 Elektromodellen geplant; das dritte Werk in&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.cocheglobal.com\/industria\/volkswagen-construye-tercera-fabrica-coches-electricos-china_475939_102.html\">Anhui<\/a> wird in der zweiten H&auml;lfte des Jahres 2023 in Betrieb genommen. Das Werk mit einer Fl&auml;che von 500.000 Quadratmetern wird zu den bereits in Betrieb befindlichen Werken in Anting und Foshan hinzukommen. Bis 2025 will die Volkswagen Group China j&auml;hrlich bis zu 1,5 Millionen elektrifizierte Fahrzeuge ausliefern.<\/p><p>Dies ist zwar eine Strategie, die mit der Globalisierung zusammenh&auml;ngt, aber angesichts des Krieges und der Energieknappheit wird sich der Volkswagen-Konzern mit seinen geplanten Batteriefabriken f&uuml;r Elektroautos in Europa Zeit lassen. Er hat die Europ&auml;ische Union (EU) sogar direkt vorgewarnt, dass er seine Pl&auml;ne zum Bau einer neuen Batteriefabrik in Osteuropa verschoben hat. Der Konzern k&ouml;nnte einer Fabrik in den USA den Vorzug geben, wo er &uuml;ber die gesamte Laufzeit des Werks bis zu zehn Milliarden Dollar an Zusch&uuml;ssen und Subventionen erhalten w&uuml;rde.<\/p><p>Der US Inflation Reduction Act (IRA) mit 369 Milliarden Dollar an Subventionen f&uuml;r die sogenannten gr&uuml;nen Industrien zieht immer mehr Unternehmen aus allen Teilen sowohl Asiens als auch des Westens an, wie etwa Tesla, das&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.motorpasion.com\/industria\/tesla-abraza-proteccionismo-da-prioridad-a-su-fabrica-baterias-ee-uu-berlin\">beschlossen<\/a>&nbsp;hat, seine Produktionskapazit&auml;ten in Berlin zugunsten von US-Fabriken zu reduzieren. Hier kommen mehrere Probleme zusammen: Energiemangel, Rohstoffkosten, Steueranreize f&uuml;r Investitionen und Subventionen f&uuml;r den Kauf von Elektrofahrzeugen f&uuml;r die Verbraucher.<\/p><p>Umfragen zeigen, dass junge Menschen keine Autos besitzen wollen. 30&nbsp;Prozent der jungen deutschen Stadtbewohner sind nicht am Besitz eines Autos interessiert, weil sie es nicht brauchen &ndash; ihnen reichen gute &ouml;ffentliche Verkehrsmittel. Die Realit&auml;t ist, dass Autos und Motorr&auml;der 90 Prozent ihrer Nutzungszeit nicht bewegt werden. Carsharer wollen nur f&uuml;r das bezahlen, was sie tats&auml;chlich nutzen, und sch&auml;tzen es, dass sie keine gro&szlig;en Ausgaben f&uuml;r den Kauf eines Fahrzeugs t&auml;tigen m&uuml;ssen und nicht an langfristige Ausgaben f&uuml;r Lizenzen, Versicherung und Wartung gebunden sind. Au&szlig;erdem handelt es sich bei den gemieteten Fahrzeugen h&auml;ufig um Elektrofahrzeuge oder elektrifizierte Fahrzeuge der neuesten Generation, die als nachhaltiger wahrgenommen werden.<\/p><p>Der Verkehr macht etwa f&uuml;nf Prozent des BIP der EU aus und besch&auml;ftigt mehr als zehn Millionen Menschen in Europa, sodass das Verkehrssystem f&uuml;r europ&auml;ische Unternehmen und globale Lieferketten von entscheidender Bedeutung ist. Gleichzeitig verursacht der Verkehr bestimmte Kosten: Treibhausgasemissionen und Schadstoffe, L&auml;rm, Staus und Verkehrsunf&auml;lle. Die Europ&auml;ische Kommission hat eine Reihe von Vorschl&auml;gen zur Verringerung der Netto-Treibhausgasemissionen des &ouml;ffentlichen Verkehrs und des Verkehrs im Allgemeinen angenommen, die nichts mit den Zielvorgaben f&uuml;r die individuellen Autos zu tun haben.<\/p><p>Zur Laxheit der Ma&szlig;nahmen f&uuml;r den Verkehr im Allgemeinen kommt noch die Abstimmung im Europ&auml;ischen Parlament im Februar hinzu, die nicht so durchschlagend ausfiel, wie es sich die Verfechter des Gesetzespakets aus Br&uuml;ssel erhofft hatten. Dabei wurde der Plan, die Herstellung und den Verkauf von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren ab 2035 schrittweise einzustellen, mit 340 Ja-Stimmen, aber 279 Nein-Stimmen und 21 Enthaltungen angenommen.<\/p><p>Die Unzul&auml;nglichkeit dieser Substitution l&ouml;ste in einigen L&auml;ndern Zweifel aus, sodass das Gesetz gelockert wurde, wenn bis 2050 synthetische Kraftstoffe oder Elektrokraftstoffe verwendet werden, was die Verbraucher teuer zu stehen kommt, denn e-Fuel ist 70 Prozent teurer als Benzin. 90 Prozent der verkauften Autos werden mit Verbrennungsmotoren angetrieben; und laut Daten macht die Automobilindustrie etwa f&uuml;nf Prozent der Wirtschaft in Deutschland und 8,5 Prozent in Italien aus, die zusammen 40 Prozent der direkten Arbeitspl&auml;tze in der Branche stellen, das hei&szlig;t etwa 3,5 Millionen Besch&auml;ftigte, elf Prozent aller Arbeitspl&auml;tze in Europa, mit einer offensichtlichen Abh&auml;ngigkeit von der Herstellung von Autos mit Verbrennungsmotoren, wodurch ein gro&szlig;er Teil der direkten und indirekten Arbeitspl&auml;tze in der Branche wegfallen w&uuml;rde.<\/p><p>Die Tatsache, dass weniger Umweltverschmutzung angestrebt wird, ist aus wirtschaftlicher Sicht ein zentrales Thema. Das Problem ist, dass sich die Gesch&auml;ftsgrundlage f&uuml;r die Energiesubstitution auf der Grundlage billiger, nicht erneuerbarer russischer Energie ge&auml;ndert hat. In der Zwischenzeit sind die Speichertechniken komplex und die Absicherung der Diskontinuit&auml;t der erneuerbaren Energieerzeugung (Solarenergie funktioniert, wenn die Sonne scheint und nat&uuml;rlich nicht in der Nacht, Windenergie, wenn der Wind weht) st&uuml;tzt sich auf fossile Energie, ebenso wie die Erzeugung erneuerbarer Energien.<\/p><p>All diese Unzul&auml;nglichkeiten gehen zu Lasten des Verbrauchers, der durch Inflation, steigende Energiepreise und Lohneinbu&szlig;en jeden Tag weiter geschr&ouml;pft wird. Es scheint keine gro&szlig;e Rolle zu spielen, ob in anderen L&auml;ndern &ouml;kologische Katastrophen angerichtet werden oder nicht. Die Kriegsstruktur verbraucht fossile Energie, der Krieg hat zu einem erh&ouml;hten Verbrauch von Kohle, Atomenergie usw. gef&uuml;hrt. Die zunehmende Inflation und die steigenden Kosten sowie die sich abzeichnende Rezession scheinen nicht dazu beizutragen, eine rasche Energiesubstitution zu f&ouml;rdern.<\/p><p>H&ouml;here Energiekosten k&ouml;nnen angesichts der Deindustrialisierung Europas zu einer weiteren Flexibilisierung der Arbeit f&uuml;hren. Der Verlust von Arbeitspl&auml;tzen aufgrund des Gedankens, die Umweltverschmutzung durch Transportmittel zu verringern, die aus China importiert werden m&uuml;ssen, mehr Ersatzteile, Zubeh&ouml;r, Batterien usw. sind nicht mit dem europ&auml;ischen Lebensstandard in naher Zukunft vereinbar.<\/p><p><em>Alejandro Marc&oacute; del Pont aus Argentinien ist &Ouml;konom und Herausgeber des Blogs El T&aacute;bano Economista<\/em><\/p><p>&Uuml;bersetzung: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/264885\/das-maerchen-von-den-elektroautos\">Roland H&auml;berle<\/a>, Amerika21<\/p><p>Titelbild: Shutterstock \/ buffaloboy<\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100512\">Chile: Die neokoloniale Seite der Energiewende<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99069\">Stimmen aus Lateinamerika: Ver&auml;ndert die Sozialpolitik die Denkweise der Menschen?<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96941\">Stimmen aus Lateinamerika: Die &bdquo;Geapolitik&rdquo; des guten Lebens als Gegenmodell zur westlichen &bdquo;Geopolitik&ldquo;<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/30962f7a03f5476c8bb0f98942b4de09\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Europa verf&uuml;gt nicht &uuml;ber die Komponenten, die in Elektroautos verwendet werden und die einen der Schl&uuml;ssel zur Nachhaltigkeit des umweltfreundlichen Verkehrs darstellen. Von den verwendeten Rohstoffen sind 90 Prozent des Lithiums in drei Regionen konzentriert (Australien, S&uuml;damerika und China); 70 Prozent des Kobalts befinden sich in der Demokratischen Republik Kongo; Europa produziert auch kein Aluminium<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101028\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":101029,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[141,164,178],"tags":[1565,379,2126,3205,2099,2182,3360,2276,1177,1371],"class_list":["post-101028","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-arbeitsmarkt-und-arbeitsmarktpolitik","category-energiewende","category-ressourcen","tag-automobilindustrie","tag-china","tag-elektromobilitaet","tag-energiepreise","tag-energiespeicher","tag-erneuerbare-energie","tag-europaeische-union","tag-globalisierung","tag-rezession","tag-volkswagen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/shutterstock_1668063934.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/101028","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=101028"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/101028\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":101114,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/101028\/revisions\/101114"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/101029"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=101028"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=101028"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=101028"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}