{"id":101066,"date":"2023-07-16T09:00:21","date_gmt":"2023-07-16T07:00:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101066"},"modified":"2023-07-14T13:18:19","modified_gmt":"2023-07-14T11:18:19","slug":"hinweise-der-woche-316","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101066","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101066#h01\">Die Entzauberung des Wolodymyr S. (und seiner Fans)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101066#h02\">Wird der Ukraine-Krieg zum Verh&auml;ngnis f&uuml;r die EU?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101066#h03\">Streubombenlieferungen an die Ukraine: Zu viel Verst&auml;ndnis in Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101066#h04\">Ultimative Feinderkl&auml;rung: NATO-Positionierung gegen China. <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101066#h05\">Der eskalierte Diskurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101066#h06\">Unter Vormundschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101066#h07\">Vor der sozialpolitischen Zeitenwende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101066#h08\">Experte zum UN-Hungerbericht: &bdquo;Es ist genug zu essen da&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101066#h09\">Im Solidarit&auml;tsrausch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101066#h10\">Corona-Expertenrat &ndash; Arzt zieht erneut vor Gericht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Entzauberung des Wolodymyr S. (und seiner Fans)<\/strong><br>\nErst wollte er den sofortigen Nato-Beitritt, dann wenigstens einen schnellen. Doch nach dem Gipfel-Beschlu&szlig; in Vilnius steht Wolodymyr Selenskyj mit leeren H&auml;nden da.<br>\nBisher schien ihm alles zu gelingen. Selenskyj wurde in Washington, London und Br&uuml;ssel wie ein Held gefeiert, die Medien lagen ihm zu F&uuml;ssen, die Experten plapperten seine Parolen nach.<br>\nBis zuletzt forderten C. Major &amp; Co., die Ukraine m&uuml;sse in die Nato aufgenommen werden. Wenigstens brauche es verbindliche Garantien. Alles andere sei &bdquo;absurd&bdquo;, so Selenskyj bei seiner Ankunft in Vilnius.<br>\nUnd nun das: &bdquo;Wir werden in der Lage sein, die Ukraine zu einem B&uuml;ndnisbeitritt einzuladen, wenn die Verb&uuml;ndeten sich einig und Voraussetzungen erf&uuml;llt sind&ldquo;, hei&szlig;t es in der Gipfelerkl&auml;rung.<br>\nDas ist eigentlich noch weniger als in Bukarest 2008. Denn zu den Voraussetzungen z&auml;hlt nun auch die Demokratisierung &ndash; und alles, was sich die Verb&uuml;ndeten sonst noch so einfallen lassen.<br>\nSelenskyj steht mit leeren H&auml;nden da, sein Zauber wirkt nicht mehr. Zu oft hat er versucht, die Nato direkt in den Krieg mit Russland zu ziehen, zu wenig hat er sich in die Karten schauen lassen. Nicht mal die CIA blickt durch.<br>\nAm Ende hat er zu hoch gepokert &ndash; und gedroht, er werde erst nach Vilnius kommen, wenn die USA und Deutschland den Weg frei machen. Doch US-Pr&auml;sident Biden und Kanzler Scholz blieben standhaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/die-entzauberung-des-wolodymyr-s-und-seiner-fans\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p>dazu: <strong>Der Gipfel von Vilnius<\/strong><br>\nMit neuen Aufr&uuml;stungsverpflichtungen und der Einigung auf konkrete Operationspl&auml;ne f&uuml;r einen m&ouml;glichen Krieg gegen Russland ist am gestrigen Mittwoch der NATO-Gipfel in Vilnius zu Ende gegangen. Beschlossen wurden unter anderem drei Teilpl&auml;ne, die das milit&auml;rische Vorgehen im Kriegsfall getrennt nach drei Regionen skizzieren: einer f&uuml;r den Nordatlantik, ein zweiter f&uuml;r Deutschland und die Ostsee plus Anrainer, ein dritter f&uuml;r S&uuml;deuropa und das Schwarze Meer. Um ausreichend Waffen bereitstellen zu k&ouml;nnen, hat die NATO f&uuml;r die Milit&auml;rhaushalte der Mitgliedstaaten eine Schwelle von zwei Prozent der Wirtschaftsleistung als Mindestbetrag beschlossen; schon im vergangenen Jahr nahmen die Wehretats der europ&auml;ischen NATO-Staaten und Kanadas um 8,3 Prozent zu. Gewaltige Summen sollen auch weiterhin in die Aufr&uuml;stung der Ukraine gesteckt werden: Sicherheitsgarantien, die die G7-Staaten Kiew gestern zusagten, sehen die fortgesetzte Bewaffnung des Landes im gro&szlig;en Stil vor. Sie enthalten zudem umfassende Hilfe zum Wiederaufbau. Eine feste Beitrittszusage von der NATO, die der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj gefordert hatte, erhielt Kiew nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9295\">German Foreign Policy <\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Welch ein Gl&uuml;ck, dass die USA in der Nato das Sagen haben<\/strong><br>\nAllen voran die Polen und Balten fordern, die Ukraine schnellstens in die Nato aufzunehmen. Das aber w&uuml;rde die Wahrscheinlichkeit eines umfassenden Krieges in Dimensionen ziehen, die jedem halbwegs politisch Vern&uuml;nftigen den Angstschwei&szlig; auf die Stirn treiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article246339878\/Nato-Welch-ein-Glueck-dass-die-USA-in-der-Nato-das-Sagen-haben.html%20\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es ist verr&uuml;ckt, dass die transatlantisch-konservative WELT hier strikt vor einer (kurzfristigen) NATO-Mitgliedschaft der Ukraine warnt und die angeblich linke (tats&auml;chlich olivgr&uuml;ne) taz das Land auch um den Preis eines Atomkriegs <a href=\"https:\/\/taz.de\/Nato-Gipfel-in-Vilnius\/!5943642\/\">am liebsten sofort in der NATO h&auml;tte<\/a> &ndash; wir leben in seltsamen Zeiten.<\/em><\/p>\n<p>und: <strong>Nato-Mitgliedschaft der Ukraine ist der Zombie, der nicht sterben will<\/strong><br>\nWieder kein Veto von Deutschland und Frankreich in Vilnius. Der Nato-Beitritt schwebt weiter &uuml;ber Europas Sicherheit. Warum das B&uuml;ndnis nicht f&auml;hig ist, einen Schlussstrich zu ziehen.<br>\nDie Regierungen der USA, Deutschlands und Frankreichs setzen die bisherige Nato-Politik gegen&uuml;ber der Ukraine in einer etwas versch&auml;rften Version fort. Sie versprechen Kiew die Nato-Mitgliedschaft zu einem unbestimmten Zeitpunkt in der Zukunft und verpflichten das Milit&auml;rb&uuml;ndnis gleichzeitig zu noch umfangreicheren und dauerhaften Waffenlieferungen an die Ukraine.<br>\nDas wird als &ldquo;israelische Option&rdquo; bezeichnet &ndash; die Ukraine als schwer bewaffneter und stark nationalistisch gepr&auml;gter Milit&auml;rstaat, der in der Lage ist, Russland aus eigener Kraft zu schlagen, aber ohne ein formelles B&uuml;ndnis mit dem Westen. [&hellip;]<br>\nDa die Biden-Regierung und alle wichtigen Nato-Regierungen wiederholt erkl&auml;rt haben, dass sie weder jetzt noch in Zukunft die Absicht haben, aus eigener Entscheidung in einen Krieg mit Russland zu ziehen, und da auch in einer Mehrheit der Nato-Staaten die &Ouml;ffentlichkeit diesen Kurs ablehnt, ist es unverst&auml;ndlich, warum eine Nato-Mitgliedschaft jetzt oder in Zukunft &uuml;berhaupt zur Debatte steht.<br>\nWas bedeutet schlie&szlig;lich die Nato-Mitgliedschaft, wenn nicht die Verpflichtung, f&uuml;r die Verteidigung anderer Mitglieder zu k&auml;mpfen?<br>\nEs ist jedoch die fatale Heuchelei der Nato-Politik und -Rhetorik, seit die Regierung von George W. Bush (mit enthusiastischer Unterst&uuml;tzung Gro&szlig;britanniens, Polens und der Nato-F&uuml;hrung) vor dem Bukarester Gipfel im April 2008 erstmals einen sofortigen Aktionsplan f&uuml;r die Nato-Mitgliedschaft der Ukraine und Georgiens forderte.<br>\nTrotz wiederholter Warnungen von Diplomaten und Experten (einschlie&szlig;lich des damaligen US-Botschafters in Moskau und heutigen CIA-Direktors William Burns), dass dies sehr wahrscheinlich zu einem Konflikt mit Russland f&uuml;hren w&uuml;rde, wurde diese Perspektive er&ouml;ffnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Nato-Mitgliedschaft-der-Ukraine-ist-der-Zombie-der-nicht-sterben-will-9215351.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wird der Ukraine-Krieg zum Verh&auml;ngnis f&uuml;r die EU?<\/strong><br>\nDie EU tr&auml;gt nicht nur eine Mitverantwortung an der sukzessiven Zerst&ouml;rung der Ukraine. Sie verfolgt zudem auch eine geradezu selbst-zerst&ouml;rerische Au&szlig;enpolitik.<br>\nIn Europa herrscht wieder der Wahnsinn des Krieges. Der Irrglaube, dass nur Waffen Sicherheit bringen k&ouml;nnen, hat erneut Hochsaison unter europ&auml;ischen Politikern, in europ&auml;ischen Denkfabriken und den Medien. Schlimmer noch, die gerade begonnene ukrainische Gegenoffensive soll nun eine milit&auml;rische Entscheidung bringen, die wir politisch nicht erreichen konnten &ndash; oder wollten. Als h&auml;tten wir nichts aus der Vergangenheit gelernt, werden in Europa wieder Menschenopfer am Altar angeblicher Entscheidungsschlachten dargebracht.<br>\nDamit &uuml;berlassen wir Europ&auml;er die Zukunft der Ukraine und Europas, ja, vielleicht sogar die der Welt, der Unberechenbarkeit, dem Rausch und der Brutalit&auml;t des Schlachtfeldes. Dabei bleibt v&ouml;llig unklar, welche &sbquo;Entscheidung&lsquo; mit der nun stattfindenden Intensivierung des Krieges &uuml;berhaupt erreicht werden k&ouml;nnte. Einen Frieden in Europa wird das sicherlich nicht bringen.<br>\nDenn dieser Krieg ist zunehmend ein Krieg zwischen Russland und der NATO geworden, indem Nuklearwaffen eine entscheidende Rolle in den milit&auml;rischen Kalkulationen spielen. Niemand kann sagen, wo bei einer derartigen &bdquo;Entscheidungsschlacht&ldquo; die roten Linien liegen, ab denen es zu einer nuklearen Eskalation kommen w&uuml;rde. Damit setzen wir nicht nur uns, sondern die Menschheit einer unkalkulierbaren Gefahr aus &ndash; und das f&uuml;r einen Konflikt, der eigentlich diplomatisch h&auml;tte gel&ouml;st werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/23-2023\/wird-der-ukraine-krieg-zum-verhangnis-fur-die-eu\/\">Michael von der Schulenburg in Makroskop<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Wird-der-Ukraine-Krieg-der-EU-zum-Verhaengnis-9210893.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Noch nicht m&uuml;de?<\/strong><br>\nNun, seid ihr noch nicht kriegsm&uuml;de? Ich muss euch das fragen, wie man kleine Kinder fragt, die sich noch nicht genug ausgetobt haben, weil genauso treibt ihr es in meinen Augen.<br>\nJetzt habt ihr das gro&szlig;e Abenteuer &raquo;Krieg&laquo; f&uuml;r euch entdeckt und wollt und wollt nicht aufh&ouml;ren. Ihr habt die Anleitung allzu eifrig von oben &uuml;bernommen. Taktiert herum wie mit Zinnsoldaten; als w&auml;re das ein Spiel, bei dem es vor allem ums Gewinnen geht und um ein vermeintlich &raquo;B&ouml;ses&laquo;, das ihr nat&uuml;rlich als die reine Antithese zu euch selbst erachtet &ndash; nur, dass an der feuerumkr&auml;nzten Front Menschen aus Fleisch und Blut sterben m&uuml;ssen, w&auml;hrend ihr euch ereifert.<br>\nAlso ehrlich, ich bin&rsquo;s: Kriegsm&uuml;de.<br>\nImmer schon gewesen und heute m&uuml;der denn je. Ist im Grunde nicht schlimm. Ist ja doch die beste M&uuml;digkeit ever.<br>\nWas w&auml;re auch das peinliche Gegenteil? Kriegsmunter? Energiegeladen und aufgeweckt hin zu den Waffen; die Waffen hoch, bis Blut und Blut ineinanderflie&szlig;en?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/noch-nicht-muede\/\">Andrea Zipko in Ossietzky<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>&laquo;European Sky Shield&raquo;: tr&uuml;gerische Lockrufe aus Berlin und Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nAm Treffen der Verteidigungsminister im DACH-Format (Deutschland, &Ouml;sterreich, Schweiz) von morgen Freitag und Samstag wollen sich die Gastgeberin Viola Amherd, die &ouml;sterreichische Bundesministerin f&uuml;r Landesverteidigung, Klaudia Tanner, und der deutsche Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius nicht nur &uuml;ber die sicherheitspolitische Lage in Europa und die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine austauschen, sondern auch die Zusammenarbeit in der &laquo;European Sky Shield&raquo;-Initiative f&uuml;r eine gemeinsame Luftverteidigung vereinbaren. Von konservativen Kreisen kam schon Kritik (1).<br>\nIm Krieg in der Ukraine hat Russland gezeigt, dass es auf den Gebieten der nichtnuklearen strategischen Waffen und der F&auml;higkeit zu Zugangsverhinderungs- und Gebietsverweigerung (A2\/D2) heute wahrscheinlich weltweit f&uuml;hrend ist. Die zahlreichen Eins&auml;tze, die Russland mit den dazugeh&ouml;renden Systemen in den letzten Monaten durchf&uuml;hrte, zementieren diese Stellung noch, denn sie verschafften den russischen Streitkr&auml;ften einen Erfahrungsvorsprung, den auch die gelegentlichen Eins&auml;tze westlicher Waffen wie beispielsweise der britischen &bdquo;Storm Shadow&ldquo; kaum so rasch wettmachen k&ouml;nnen (2). Nun will sich die Schweiz an der European Sky Shield Initiative (ESSI) beteiligen (3). Diese wurde auf Anregung von Bundeskanzler Olaf Scholz Ende August 2022 ins Leben gerufen. Im Rahmen des Projekts sollen L&uuml;cken und Schw&auml;chen bei der Bek&auml;mpfung von ballistischen Raketen, Drohnen und Marschflugk&ouml;rpern beseitigt werden. Es zielt auf den Aufbau eines besseren europ&auml;ischen Luftverteidigungssystems durch engere Zusammenarbeit bei Fr&uuml;hwarnung, sowie Beschaffung und Einsatz von bodengest&uuml;tzten Luftabwehrsystemen ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/european-sky-shield-truegerische-lockrufe-aus-berlin-und-bruessel\/\">Ralph Bosshard in Globalbridge<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Streubombenlieferungen an die Ukraine: Zu viel Verst&auml;ndnis in Berlin<\/strong><br>\nDie Ank&uuml;ndigung der USA, Streubomben in die Ukraine zu liefern, ist stark umstritten. Die Zur&uuml;ckhaltung der Bundesregierung ist fehl am Platz.<br>\nNicht explodierte Sprengk&ouml;rper aus Streubomben, die die USA vor Jahrzehnten in Vietnam, Laos und Kambodscha und sp&auml;ter im Irakkrieg eingesetzt hatten, fordern nach wie vor j&auml;hrlich Hunderte Todes- und Verst&uuml;mmelungsopfer unter der Zivilbev&ouml;lkerung der betroffenen L&auml;nder. Humanit&auml;re Hilfsorganisationen rechnen mit bis zu weiteren 50 Jahren bis zur vollst&auml;ndigen R&auml;umung dieser Munition.<br>\nEine &auml;hnliche Gef&auml;hrdung droht der ukrainischen Zivilbev&ouml;lkerung. Verantwortlich daf&uuml;r ist in erster Linie die Streumunition, die die russischen Angreifer bereits Hunderte Male einsetzten. In deutlich geringerem Umfang haben aber auch die ukrainischen Verteidigungsstreitkr&auml;fte bereits Gebrauch von Streumunition gemacht. Die jetzt von der US-Administration geplante Lieferung von Streubomben an Kyjiw wird die Gef&auml;hrdung der ukrainischen Zivilbev&ouml;lkerung noch erh&ouml;hen.<br>\nBis zu 3,7 Millionen Streubomben mit jeweils rund 80 Sprengk&ouml;rpern k&ouml;nnte das Pentagon der Ukraine zur Verf&uuml;gung stellen. Die von US-Pr&auml;sident Joe Biden demonstrierte &bdquo;Zuversicht&ldquo;, von diesen insgesamt rund 300 Millionen Sprengk&ouml;pfen w&uuml;rden lediglich &bdquo;unter 2,35 Prozent&ldquo; Blindg&auml;nger bleiben, ist grob verharmlosend und irref&uuml;hrend. Der Rechnung nach w&auml;ren das noch immer knapp 7 Millionen nicht explodierte Sprengk&ouml;pfe. Au&szlig;erdem sind die &bdquo;2,35 Prozent&ldquo; das Ergebnis von Labortests.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Streubombenlieferungen-an-die-Ukraine\/!5943312\/\">taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Streubomben f&uuml;r die Ukraine missachten humanit&auml;res V&ouml;lkerrecht<\/strong><br>\nDie Beschwichtigungen der USA und der Ukraine sind grob verharmlosend und irref&uuml;hrend. Das zeigt die Geschichte der Streubomben.<br>\nNicht explodierte Sprengk&ouml;rper oder &laquo;Blindg&auml;nger&raquo; aus Streubomben, welche die USA vor &uuml;ber f&uuml;nfzig Jahren in Vietnam, Laos und Kambodscha sowie vor zwanzig Jahren im Irakkrieg eingesetzt hatten, fordern noch heute j&auml;hrlich hunderte Todes- und Verst&uuml;mmelungsopfer unter der Zivilbev&ouml;lkerung der betroffenen L&auml;nder.<br>\nHumanit&auml;re Hilfsorganisationen wie Handicap International, die sich bei der R&auml;umung dieser Munition engagieren, rechnen mit bis zu weiteren f&uuml;nfzig Jahren bis zu ihrer vollst&auml;ndigen Beseitigung. Eine &auml;hnliche, m&ouml;glicherweise jahrzehntelange Gef&auml;hrdung droht der ukrainischen Zivilbev&ouml;lkerung.<br>\nVerantwortlich daf&uuml;r ist zun&auml;chst die Streumunition, welche die russischen Angreifer seit Kriegsbeginn in hunderten wohldokumentieren F&auml;llen, aber auch die ukrainischen Verteidigungsstreitkr&auml;fte in bisher noch deutlich geringerem Umfang einsetzten. Die jetzt von der Biden-Administration geplante Lieferung von Streubomben an Kiew wird die ukranische Zivilbev&ouml;lkerung noch st&auml;rker gef&auml;hrden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/freiheit-recht\/menschenrechte\/streubomben-fuer-die-ukraine-missachten-humanitaeres-voelkerrecht\/\">Infosperber<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Keine Streumunition f&uuml;r Niemand&hellip;oder?<\/strong><br>\nKleiner R&uuml;ckblick:  Am 1. August 2010 ist der v&ouml;lkerrechtliche Vertrag &uuml;ber ein Verbot des Einsatzes, der Herstellung und der Weitergabe von bestimmten Typen von konventioneller Streumunition  &ndash; das sogenannte Oslo-&Uuml;bereinkommen &ndash; in Kraft getreten.<br>\nUnd nun der Blick in die Gegenwart: Hm, Oslo-Was-f&uuml;r-ein-&Uuml;bereinkommen? Nun gut. Die #Ukraine bekommt jetzt jedenfalls Streumunition. Toll&hellip;<br>\nAu&szlig;erdem: Eine Art der Streubombe wird in #Deutschland abgeschafft und die Buddies Robert #Habeck und Christian #Lindner haben ein Buch geschrieben.<br>\nViel Spa&szlig; und gute Unterhaltung!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=BGfAYcxWwSQ\">K&uuml;ppersbusch TV via YouTube<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ultimative Feinderkl&auml;rung: NATO-Positionierung gegen China. <\/strong><br>\nWeder das Bekenntnis zur Intensivierung des Stellvertreterkrieges der NATO gegen Russland, noch die Blockade diplomatischer Initiativen der Ukraine und das &uuml;berbordende Hofieren des t&uuml;rkischen Staatspr&auml;sidenten waren das Bemerkenswerteste des Gipfels in Litauen, sondern die Kampfansage der Milit&auml;rallianz an China. Was mit dem NATO-Gipfel im vergangenen Jahr durch die Markierung Chinas als &raquo;systemischer Rivale&laquo; begonnen hatte, wurde in Vilnius drastisch zugespitzt, ganz als w&auml;re ein kommender Krieg gegen Beijing die neue Agenda. China wird in der Abschlusserkl&auml;rung des Gipfels als Herausforderung f&uuml;r die Interessen der NATO beschrieben. Die Volksrepublik &raquo;strebt danach, die regelbasierte internationale Ordnung umzust&uuml;rzen&laquo;, hei&szlig;t es wie in einer ultimativen Feinderkl&auml;rung. In der Folge werden durch die NATO China detaillierte Vorschriften gemacht, wie es sein Verh&auml;ltnis zu Russland auszugestalten habe. Sprache und Duktus der NATO-Erkl&auml;rung gegen&uuml;ber China erinnern an die Zeit der ungleichen Vertr&auml;ge in der &Auml;ra des Kolonialismus. (&hellip;)<br>\nChina ist f&uuml;r die NATO der Hauptfeind, den es niederzuwerfen gilt. Dabei globalisiert sich der Milit&auml;rpakt und schmiedet in Asien neue Allianzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/454660.ultimative-feinderkl%C3%A4rung.html\">Sevim Dagdelen in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der eskalierte Diskurs<\/strong><br>\nBesatzer gibt&rsquo;s nur im Donbass, niemals auch in Pal&auml;stina: Reaktionen auf Interview bei Jung &amp; naiv zeigen &raquo;Unm&ouml;glichkeit der deutschen Nahostdebatte&laquo;.<br>\nSeit zwei Wochen sind deutsche Medien in heller Aufregung, insbesondere digitale. Der Grund: Es gibt ein gutes Interview zum Thema Israel\/Pal&auml;stina. Muriel Asseburg von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) stand f&uuml;r zweieinhalb Stunden beim Internetportal Jung &amp; naiv dem Journalisten Tilo Jung Rede und Antwort zum Nahostkonflikt. Die sachlichen Aussagen der Wissenschaftlerin brachten ihr Verleumdungen und pers&ouml;nliche Beleidigungen der &uuml;belsten Sorte ein, von bekannten Internettrollen, aber auch von meinungsmachenden Feuilletonisten und der israelischen Botschaft. Die SWP ist ein mehrheitlich staatlich finanzierter, regierungsnaher Thinktank. Die Mitarbeiter sind Berater unter anderem von Bundestag und Regierung. Das staatstragende Profil l&auml;sst keine radikalen Aussagen zu, auch nicht von Muriel Asseburg, was selbstredend ihre Fachkompetenz in keiner Weise schm&auml;lert. Vom Interview bei Jung &amp; naiv rief besonders jener Teil einen hysterischen Aufschrei hervor, der zwei herausragende Themenfelder auf vermeintlich unzul&auml;ssige Weise miteinander verkn&uuml;pfte: Israel und den Ukraine-Krieg. Die Politologin verglich hier n&uuml;chtern Russlands Besatzung von Teilen der Ukraine mit der israelischen Besatzung des Westjordanlands. Bei allen Unterschieden ist das V&ouml;lkerrecht in dieser Hinsicht in beiden F&auml;llen eindeutig: Es handelt sich jeweils um eine illegale Besatzung. Doch durch den Zirkus um das Asseburg-Interview zog sich einmal mehr eine Grundkonstante des medialen Israel-Diskurses in Deutschland: die Unf&auml;higkeit, zwischen Vergleichen und Gleichsetzen zu unterscheiden. (&hellip;) Diese uns&auml;glichen Reaktionen auf ein vernunftgeleitetes Interview best&auml;tigten einmal mehr die Zuspitzung im deutschen Israel-Diskurs: Zu sagen was ist, muss bek&auml;mpft werden. Und umso brutaler die Gewalt der radikalisierten israelischen Regierung in Pal&auml;stina, desto erbitterter wird ihr Vorgehen von den &uuml;blichen Verd&auml;chtigen im bundesdeutschen Bl&auml;tterwald verteidigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/454687.debattenhoheit-der-eskalierte-diskurs.html\">Jakob Reimann in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Unter Vormundschaft<\/strong><br>\nDeutsche Politiker ruinieren im Einvernehmen mit den USA das eigene Land.<br>\nDie USA schaffen nach dem Prinzip &bdquo;teile und herrsche&ldquo; seit Jahrzehnten zerst&ouml;rte und zerst&uuml;ckelte L&auml;nder: Korea, Vietnam, Zypern, Jugoslawien, Libyen, Irak, Syrien &#8213; um nur einige zu nennen. Deutschland ist ein ganz spezieller Fall, seit 1945 nach der bedingungslosen Kapitulation in der Hand der USA. Wie w&uuml;rde Deutschland, wie w&uuml;rde Europa heute dastehen, wenn es zu dem von Michail Gorbatschow und Wladimir Putin vorgeschlagenen &bdquo;europ&auml;ischen Haus&ldquo; gekommen w&auml;re, einem gemeinsamen Wirtschaftsraum von Wladiwostok bis Lissabon? Aber das haben die USA verhindert. Und es ist auch nicht gelungen, das Chaos und die Konfusion in Deutschland zu verhindern. Die Bev&ouml;lkerung ist tief gespalten, indoktriniert und aufgehetzt &#8213; ein absurdes Theater.<br>\nDer Verrat deutscher Interessen<br>\nDer Vizekanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck ist dabei, die deutsche Wirtschaft zu ruinieren. Nach seinem Antrittsbesuch in Washington im M&auml;rz 2022 erkl&auml;rte er, Deutschland sei Kriegspartei und m&uuml;sse &bdquo;dienend f&uuml;hren&ldquo;. Mitte Juni 2023 stellte er dann klar:<br>\n&bdquo;W&uuml;rde das russische Gas nicht in dem Ma&szlig;e, wie es noch immer durch die Ukraine flie&szlig;t, nach Osteuropa kommen, gilt, was europ&auml;isch verabredet wurde: Bevor die Leute dort frieren, m&uuml;ssten wir unsere Industrie drosseln oder gar abschalten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/unter-vormundschaft\">Wolfgang Bittner auf manova<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Zum Demokratieverst&auml;ndnis der Bundesregierung: Autorit&auml;re Gurkentruppe<\/strong><br>\nMit ihren ewigen Streitereien, den st&uuml;mperhaften Gesetzesvorlagen und dem ged&auml;chtnislosen Kanzler hat sich die Ampel-Koalition eine glaubw&uuml;rdige Aura der Dusseligkeit geschaffen. Das sollte jedoch nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass diese Regierung ein reaktion&auml;res Programm abspult und es &ndash; aller Tollpatschigkeit zum Trotz &ndash; erfolgreich vorantreibt. Dabei l&auml;sst das Kriegskabinett keinen Zweifel an seiner Devise: Durchregieren! Obwohl es in den wesentlichen Fragen des Krieges und des Sozialabbaus keine nennenswerte Opposition im Bundestag gibt, wird verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig offen am sch&ouml;nen Schein der b&uuml;rgerlichen Demokratie ger&uuml;ttelt, werden parlamentarische Kontrollm&ouml;glichkeiten St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck eingeschr&auml;nkt. Einen vorl&auml;ufigen H&ouml;hepunkt erreichte dieses Vorgehen in der vergangenen Woche, als die Regierungsmehrheit die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zum Cum-Ex-Skandal um die Hamburger Warburg Bank ablehnte. Der Ausschuss sollte sich auf Antrag der CDU auch mit den Erinnerungsl&uuml;cken von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) besch&auml;ftigen. (&hellip;)<br>\nWie mehrere Medien berichteten, ist es das erste Mal in der Geschichte des Bundestags, dass sich eine Regierung dar&uuml;ber hinwegsetzt. Mit dem &bdquo;Heizungsgesetz&ldquo; leistete sich die Ampel kurz darauf eine weitere Premiere: Das Bundesverfassungsgericht stoppte das Gesetzgebungsverfahren vorerst. Monatelang hatten die Koalition&auml;re versucht, das dilettantisch erarbeitete Gesetz zu reparieren. Dann sollte es innerhalb k&uuml;rzester Zeit durchs Parlament gepeitscht werden. Dass sich in diesen F&auml;llen ausgerechnet die CDU als Retterin der Demokratie aufspielt, grenzt an Scharlatanerie. Geh&ouml;rte sie doch der Gro&szlig;en Koalition an, die w&auml;hrend der Pandemie haupts&auml;chlich mit Verordnungen regierte und die Umgehung parlamentarischer Verfahren auch in den L&auml;ndern und Kommunen zur Regel machte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/autoritaere-gurkentruppe-4781880\/\">unsere zeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Vor der sozialpolitischen Zeitenwende<\/strong><br>\nDer au&szlig;en-, energie- und milit&auml;rpolitischen Zeitenwende, die Bundeskanzler Olaf Scholz nach Beginn des Ukrainekrieges erkl&auml;rt hat, folgt eine sozialpolitische Zeitenwende. Denn Hochr&uuml;stung f&uuml;hrt zur K&uuml;rzung der Leistungen f&uuml;r Bed&uuml;rftige.<br>\nDer Ukrainekrieg, das Kohle- und &Ouml;lembargo der EU gegen&uuml;ber Russland sowie der R&uuml;ckgang der Gasimporte haben die Preise f&uuml;r Kraftstoffe und Haushaltsenergie im Fr&uuml;hjahr 2022 rasant steigen lassen. Verst&auml;rkt wurde die Energiepreisexplosion durch die Bem&uuml;hungen der Bundesregierung, Deutschland baldm&ouml;glichst vom russischen Gas unabh&auml;ngig zu machen. Sanktionen, die den Armen hier mehr schadeten als den Oligarchen dort, waren jedoch kontraproduktiv.<br>\nIn der &Ouml;ffentlichkeit herrschte entweder Ratlosigkeit oder Unsicherheit, wie mit der Energiekrise und dem Problem galoppierender Preise umzugehen war. Die unsoziale Sto&szlig;richtung der Diskussion hatte Altbundespr&auml;sident Joachim Gauck mit seiner Empfehlung vorgegeben, &bdquo;f&uuml;r die Freiheit&ldquo; zu frieren. Als fr&uuml;herer Pfarrer predigte Gauck seinen Mitb&uuml;rgern Verzicht, obwohl er selbst bis ans Lebensende jeden Monat &uuml;ber 20.000 Euro an &bdquo;Ehrensold&ldquo; bekommt &ndash; dazu kostenlos ein B&uuml;ro, eine Sekret&auml;rin und einen Dienstwagen samt Chauffeur im Rahmen der nachwirkenden Amtsausstattung.<br>\nOffenbar mangelt es den politisch Verantwortlichen hierzulande an sozialer Sensibilit&auml;t, von Solidarit&auml;t mit den Armen gar nicht zu reden. Auch das Beispiel der mehrt&auml;gigen Hochzeitssause von Christian Lindner auf Sylt im Juli 2022 zeigte, wie schlecht es um die &ouml;ffentliche Moral in unserem Land bestellt ist: hatte der Bundesfinanzminister und FDP-Vorsitzende seine Mitb&uuml;rger doch erst wenige Tage zuvor auf &bdquo;f&uuml;nf Jahre der Knappheit&ldquo; eingestimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/24-2023\/vor-der-sozialpolitischen-zeitenwende\/\">Christoph Butterwegge auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Experte zum UN-Hungerbericht: &bdquo;Es ist genug zu essen da&ldquo;<\/strong><br>\nNach neuesten Zahlen leiden eine dreiviertel Milliarde Menschen an Unterern&auml;hrung. Afrika m&uuml;sse unterst&uuml;tzt werden, Nahrungsmittel einzulagern, sagt ein Experte.<br>\ntaz: Herr Mar&iacute;, die Zahl der Hungernden ist im Jahr 2022 trotz des Kriegs in der Ukraine und der deshalb h&ouml;heren Getreidepreise nicht gestiegen. Das ist doch eine gute Nachricht, oder?<br>\nFrancisco Mar&iacute;: Das zeigt nur, dass die Effekte des Kriegs nicht weltweit, sondern auf bestimmten Kontinenten waren. Nicht alle L&auml;nder sind so abh&auml;ngig von Weizen aus der Ukraine. In den asiatischen L&auml;ndern wird mehr Reis verwendet. Sie sind im Kampf gegen den Hunger vorangekommen, sodass die Gesamtzahlen sich ausbalancieren. Afrika hat es aber besonders stark getroffen. Das Auseinanderdriften der Ern&auml;hrungssituation innerhalb der Welt hat sich wohl versch&auml;rft, man ist nicht wieder auf dem Niveau vor der Pandemie. 735 Millionen Hungernde sind immer noch viel zu viel.<br>\nWas ist die wichtigste Ma&szlig;nahme, um die Zahlen zu senken?<br>\nVon Hunger bedrohte L&auml;nder etwa in Afrika k&ouml;nnten Preise und Mengen regional regulieren, wenn sie Lebensmittel f&uuml;r Krisenzeiten einlagern. Wenn in einer Region Hunger entsteht aufgrund beispielsweise von D&uuml;rren, k&ouml;nnten Nahrungsmittel aus Silos dort oder in der Nachbarregion geliefert werden. Die Industriel&auml;nder m&uuml;ssen afrikanische Staaten st&auml;rker dabei unterst&uuml;tzen, so einen Krisenreaktionsmechanismus aufzubauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Experte-zum-UN-Hungerbericht\/!5943664\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Im Solidarit&auml;tsrausch<\/strong><br>\nIn Krisen w&auml;chst die Solidarit&auml;t &ndash; das war zu Beginn der Pandemie und dem des Ukrainekrieges zu beobachten. Eigentlich eine gute Sache, aber massenpsychologisch gesehen hat die Krisensolidarit&auml;t auch dunkle Seiten, findet Philosoph Michael Andrick.<br>\nTrotz immer noch guter Kaufkraft herrscht im alten Westen nicht gerade Daseins-Euphorie. Abends schalten wir den Bildschirm ein, um nach zu viel Arbeit oder M&uuml;&szlig;iggang &bdquo;abzuschalten&ldquo;. Als Gesellschaft sind wir unzufrieden im &Uuml;berfluss, aber es f&auml;llt schwer, das auszudr&uuml;cken; es f&uuml;hlt sich undankbar an. Dennoch: Unerf&uuml;llte und ruhelose Menschen entwickeln Sehnsucht nach Sinn, nach haltgebender Gemeinschaft und nach einem Ventil f&uuml;r aufgestaute Aggressionen.<br>\nDer Begr&uuml;nder der Massenpsychologie Gustave LeBon nannte 1895 die unkoordinierte, aber allgegenw&auml;rtige Regungen unter der Oberfl&auml;che das &bdquo;unbewusste Wirken der Massen&ldquo;. Es findet ein Bed&uuml;rfnisstau statt, emotionaler Druck baut sich auf.<br>\nBricht in dieser Lage eine Krise aus, so kann das im Guten wie im B&ouml;sen gewaltige Wirkung entfalten. Der belgische Psychologe Mattias Desmet hat dies als Massenformierung beschrieben: Man nehme eine Gruppe von Menschen, die stark von Vereinzelung, Sinnarmut, Angst und latenter Aggression betroffen ist. Dieser Gruppe verk&uuml;nde man nun, dass eine Bedrohung eingetreten sei, deren &Uuml;berwindung entschiedenes gemeinschaftliches Handeln erfordere.<br>\nSofort f&uuml;hlen sich viele existenziell erleichtert und dankbar. Die Menschen werden &bdquo;von einem gemeinsamen Narrativ ergriffen, das sie in einem heroischen Kampf gegen ein Objekt der Angst vereint&ldquo;, erkl&auml;rt Desmet. Waren sie zuvor vereinzelt, sind sie nun Teil eines Kollektivs mit klarem Ziel; ihre &bdquo;frei flottierende Angst&ldquo; ist jetzt an ein Objekt gebunden, f&uuml;r oder gegen das man k&auml;mpfen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/massenpsychologie-solidaritaet-gemeinschaft-100.html\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Corona-Expertenrat &ndash; Arzt zieht erneut vor Gericht<\/strong><br>\nEin Arzt hat die Geheimprotokolle des Corona-Expertenrates freigeklagt. Im Interview erkl&auml;rt er jetzt, was er mit seiner neuen Klage gegen die Regierung erreichen will. [&hellip;]<br>\nHerr Haffner, Sie sind Facharzt f&uuml;r Allgemeinmedizin und haben auf die Herausgabe der Protokolle des Corona-Expertenrates geklagt. Warum?<br>\nCH: Weil die &Ouml;ffentlichkeit ein Recht hat zu erfahren, auf welcher Basis, welchen wissenschaftlichen Annahmen oder auch welchen Studien sich die Corona-Politik der Bundesregierung begr&uuml;ndet und begr&uuml;ndet hat. Es ist dabei v&ouml;llig egal, wie man zu den einzelnen Ma&szlig;nahmen oder auch der Gef&auml;hrlichkeit des Virus steht. Es wurden Grundrechte eingeschr&auml;nkt und das Leben von Millionen Menschen auf links gedreht. Da sollte man das Recht haben zu erfahren, auf welcher Grundlage all das geschah.<br>\nIch finde es &uuml;brigens &uuml;beraus bedenklich, dass hierf&uuml;r erst geklagt werden muss. Es w&auml;re eigentlich der Job der Bundesregierung, das von sich aus zu machen, dass das politische Agieren der letzten Jahre erkl&auml;rt und begr&uuml;ndet wird. Allein schon, dass die Protokolle geheim gehalten wurden und nicht von Anfang an oder sp&auml;testens nach den jeweiligen Beschl&uuml;ssen &ouml;ffentlich zug&auml;nglich waren, halte ich f&uuml;r einen Skandal. Die Bundesregierung verweigert sich bisher einer Aufkl&auml;rung. Erst der Druck der &Ouml;ffentlichkeit, den wir jetzt durch die Ver&ouml;ffentlichung der Protokolle aufbauen, k&ouml;nnte eine Aufarbeitung der Corona-Zeit einleiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nordkurier.de\/politik\/corona-expertenrat-arzt-zieht-erneut-vor-gericht-1750073%20\">Nordkurier<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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