{"id":10110,"date":"2011-07-15T16:39:05","date_gmt":"2011-07-15T14:39:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10110"},"modified":"2011-07-15T16:39:05","modified_gmt":"2011-07-15T14:39:05","slug":"hinweise-des-tages-ii-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10110","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Joseph E. Stiglitz &ndash; Stoppt die rechten Krisentreiber; Deutsche Bank; Eurokrise; J. Bradford DeLong &ndash; Gest&auml;ndnisse eines Deregulierers; SGB II-Eingliederungsmittel werden drastisch gek&uuml;rzt; Arbeitsmarktpolitischer Aufruf; Belgische Gewerkschaften k&auml;mpfen gegen deutsche Niedrigl&ouml;hne; Ver.di: Telekom unterdr&uuml;ckt Gewerkschaften in den USA; Die Russen kommen. Konsequenz der Energiewende; Neue Rohstoffpolitik; Tokaimura 1999 &ndash; Lehrst&uuml;ck ohne Folgen; Faires Label, unfaire Praktiken; Die Revolution entt&auml;uscht ihre Kinder; Spionage in guter Mission; Die Schweinedoktrin; Lerne, soviel du kannst! Helfen wird es trotzdem nicht; Ein Online-Journalist enth&uuml;llt, wie Newsseiten ihre Texte prominent platzieren; Von &ldquo;S&uuml;ddeutsche&rdquo; bis ARD: Deutschlands Medienjournalismus mutiert zur Propaganda; Abwehrbereit; Das Allerletzte: Freiburger werden ab 6 Uhr aus dem Bett geklingelt (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Joseph E. Stiglitz &ndash; Stoppt die rechten Krisentreiber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Deutsche Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">J. Bradford DeLong &ndash; Gest&auml;ndnisse eines Deregulierers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">SGB II-Eingliederungsmittel werden drastisch gek&uuml;rzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Arbeitsmarktpolitischer Aufruf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Belgische Gewerkschaften k&auml;mpfen gegen deutsche Niedrigl&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Ver.di: Telekom unterdr&uuml;ckt Gewerkschaften in den USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Die Russen kommen. Konsequenz der Energiewende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Neue Rohstoffpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Tokaimura 1999 &ndash; Lehrst&uuml;ck ohne Folgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Faires Label, unfaire Praktiken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Die Revolution entt&auml;uscht ihre Kinder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Spionage in guter Mission<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Die Schweinedoktrin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Lerne, soviel du kannst! Helfen wird es trotzdem nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Ein Online-Journalist enth&uuml;llt, wie Newsseiten ihre Texte prominent platzieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Von &ldquo;S&uuml;ddeutsche&rdquo; bis ARD: Deutschlands Medienjournalismus mutiert zur Propaganda<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Abwehrbereit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Das Allerletzte: Freiburger werden ab 6 Uhr aus dem Bett geklingelt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=10110&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Joseph E. Stiglitz &ndash; Stoppt die rechten Krisentreiber<\/strong><br>\nSteuergeschenke f&uuml;r Reiche, Investitionsk&uuml;rzungen und Sparpakete setzen die wirtschaftliche Zukunft der USA und Europas aufs Spiel. Dabei gibt es eine Alternative.<br>\nEs ist gerade mal ein paar Jahre her, dass eine schlagkr&auml;ftige Ideologie die Welt an den Rand des Ruins brachte: der Glaube an freie und uneingeschr&auml;nkte M&auml;rkte. Und selbst in seiner Bl&uuml;tezeit vom Anfang der 80er-Jahre bis 2007 machte der deregulierte Kapitalismus amerikanischen Stils im reichsten Land der Welt nur die Allerreichsten reicher.<br>\nDie meisten Amerikaner mussten im Laufe des 30 Jahre w&auml;hrenden Aufstiegs dieser Ideologie mit ansehen, wie ihr Einkommen Jahr f&uuml;r Jahr fiel oder stagnierte. Zudem war das Produktionswachstum in den USA nicht nachhaltig. Da ein so gro&szlig;er Teil des US-Volkseinkommens an so wenige ging, war das Wachstum nur durch einen immer st&auml;rker auf Pump finanzierten Konsum aufrechtzuerhalten.<br>\nIch geh&ouml;rte zu jenen, die hofften, die Finanzkrise w&uuml;rde die Amerikaner und andere lehren, dass wir mehr Gleichheit, eine st&auml;rkere Regulierung und ein besseres Gleichgewicht zwischen Markt und Staat brauchen. Das ist leider nicht passiert. Im Gegenteil: Wieder einmal wird die Weltwirtschaft oder zumindest die Wirtschaft Europas und Amerikas, wo diese Ideen weiter gedeihen, vom Wiedererstarken einer rechtsgerichteten Wirtschaftslehre bedroht. Sie ist wie immer angetrieben durch Ideologie und Partikularinteressen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:top-oekonomen-joseph-e-stiglitz-stoppt-die-rechten-krisentreiber\/60077043.html\">FTD<\/a>\n<p>dazu: <strong>Obama stellt Ultimatum<\/strong><br>\nWieder konnten sich Demokraten und Republikaner nicht auf eine L&ouml;sung einigen. Nun geht der amerikanische Pr&auml;sident in die Offensive. Um den drohenden Zahlungsausfall doch noch zu verhindern, stellt er den Republikanern ein Ultimatum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/S31325\/schuldenstreit-in-amerika-obama-stellt-ultimatum-30465012.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutsche Bank<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Helmut Schmidt &ndash; Das Geldhaus<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank ist keine deutsche Bank mehr. Und das ist Merkels Problem. [&hellip;]<br>\nTrotz ihres angestammten Namens ist allerdings die Deutsche Bank im Laufe der letzten zwanzig Jahre eine internationale Bank geworden. Einerseits sitzt die Mehrheit ihrer Aktion&auml;re im Ausland, andererseits werden mindestens achtzig Prozent ihrer Gewinne im globalen Investmentbanking gemacht. Und zwar nicht in Frankfurt, sondern in London &ndash; und an der Spitze dieses Investmentbanking steht mit Anshu Jain kein Deutscher, sondern ein Inder. An der Spitze der Deutschen Bank steht mit Josef Ackermann auch kein Deutscher, sondern ein Schweizer. [&hellip;]<br>\nIch teile die Menschheit deshalb gern in drei Kategorien ein. Die erste Kategorie, das sind die normalen Menschen. Wir alle haben sicher als Jungs mal &Auml;pfel geklaut, aber dann sind wir doch anst&auml;ndige Kerle geworden. Normale Menschen also, das sind vielleicht 98 Prozent. Zweite Kategorie, das sind die mit einer kriminellen Ader. Die geh&ouml;ren vor Gericht, und wenn sie schuldig gesprochen sind, dann geh&ouml;ren sie ins Gef&auml;ngnis. Und die dritte Kategorie sind Investmentbanker und Fondsmanager.<br>\nDabei ist das Wort Investmentbanker nur ein Synonym f&uuml;r den Typus Finanzmanager, der uns alle, fast die ganze Welt, in die Schei&szlig;e geritten hat und jetzt schon wieder dabei ist, alles wieder genauso zu machen, wie er es bis zum Jahre 2007 gemacht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/29\/01-Deutsche-Bank\/komplettansicht\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>Dexia verklagt die Deutsche Bank<\/strong><br>\nDer US-Hypothekenskandal wird f&uuml;r die Deutsche Bank zu einem gr&ouml;&szlig;eren Problem: Die franz&ouml;sisch-belgische Finanzgruppe Dexia wirft dem Geldhaus Betrug vor &ndash; und zieht vor Gericht. Die Frankfurter widersprechen. [&hellip;]<br>\nLaut der Klageschrift hatte die Deutsche Bank   Hypothekenpapiere an Dexia verkauft, obwohl sie gewusst habe, dass die darin enthaltenen Hauskredite von schlechter Qualit&auml;t gewesen seien. Die Deutsche Bank habe sogar gegen den US-H&auml;usermarkt gewettet und damit noch davon profitiert, dass die Hypothekenpapiere floppten, die sie zuvor an Dexia und andere verkauft habe. Dexia ben&ouml;tigte Staatshilfe w&auml;hrend der Finanzkrise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,774573,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wie Hedgefonds gegen S&uuml;deuropa wetten<\/strong><br>\nEndspiel um den Euro. Europas Politiker k&auml;mpfen um die Gemeinschaftsw&auml;hrung und darum, einen Finanzcrash zu vermeiden. Immer gr&ouml;&szlig;ere Eurol&auml;nder stehen im Fokus von Banken und Hedgefonds. &Uuml;berall verzweifelte Versuche, die Lage zu beruhigen. Universit&auml;t Erfurt, Seminar zur Finanzmarktpolitik. Prof. Helge Peukert diskutiert mit seinen Studenten schon lange nicht mehr, ob uns ein n&auml;chster Crash bevorsteht, sondern nur noch, wann er kommt. Denn die gef&auml;hrlichsten Brandbeschleuniger der letzten Krise hat die Politik noch immer nicht entsch&auml;rft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2011\/0714\/eurokrise.php5\">WDR Monitor<\/a><\/li>\n<li><strong>Selbst wenn Griechenland eisern spart &ndash; es spart langsam<\/strong><br>\nIn einem am Donnerstag im aktuellen Monatsbericht der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) ver&ouml;ffentlichten Szenario der Notenbank sinkt die Schuldenquote des Landes selbst bei konsequenten Sparbem&uuml;hungen bis zum Jahr 2020 nur auf 127 Prozent. Damit w&uuml;rde die Schuldenlast gemessen an der Wirtschaftsleistung noch immer mehr als doppelt so hoch liegen wie im Maastricht-Vertrag erlaubt. &laquo;Ob diese Verringerung erreicht werden kann, h&auml;ngt massgeblich von der Bereitschaft und F&auml;higkeit der Regierung ab, an der Haushaltskonsolidierung festzuhalten und die Strukturreformen sowie das Privatisierungsprogramm vollst&auml;ndig umzusetzen.&raquo; Es gehe darum, &laquo;&uuml;ber den Horizont des laufenden Programms hinaus eine ehrgeizige Reformpolitik zu betreiben&raquo;. &laquo;Eine l&auml;ngere Phase, in der eine konsequente Haushaltsdisziplin verfolgt und umfangreiche Strukturreformen durchgef&uuml;hrt werden, liegt im Bereich des M&ouml;glichen und ist nicht ohne Beispiel in Europa&raquo;, heisst es in dem EZB-Bericht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/selbst_wenn_griechenland_eisern_spart__es_spart_langsam_1.11388199.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ich zitiere einfach einmal Joseph Stiglitz: &ldquo;Griechenland und andere stecken in der Krise. Doch die verschriebene Medizin besteht blo&szlig; aus veralteten Sparpaketen und Privatisierungen, die jene L&auml;nder, die sie umsetzen, nur noch &auml;rmer und schw&auml;cher zur&uuml;cklassen als vorher. Diese Medizin ist in Ostasien, Lateinamerika und anderswo gescheitert und wird auch jetzt in Europa scheitern. In Irland, Lettland und Griechenland ist sie es schon.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie Griechenland zu retten ist &ndash; Ein Problem, vier Modelle<\/strong><br>\nDie Staatschefs der Eurozone k&ouml;nnen sich nicht einigen, wie Griechenland zu retten ist. Diskutiert werden vier Ideen, wie der Privatsektor beteiligt werden k&ouml;nnte. [&hellip;]<br>\nErstens: Der Privatsektor wird &uuml;berhaupt nicht beteiligt. Diese Linie verfolgt vor allem die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB). Denn sie bef&uuml;rchtet eine &ldquo;Ansteckungsgefahr&rdquo;, wenn Banken und Versicherungen herangezogen werden: Die Risikoaufschl&auml;ge k&ouml;nnten auch f&uuml;r andere Euro-L&auml;nder steigen. [&hellip;]<br>\nZweitens: Deutschland beharrt dennoch auf einem Beitrag der Banken und Versicherungen. [&hellip;] Allerdings haben die Ratingagenturen signalisiert, dass sie diese L&ouml;sung als &ldquo;begrenzten Zahlungsausfall&rdquo; werten w&uuml;rden. Damit ist diese Idee in den Hintergrund geraten.<br>\nDrittens: Vom internationalen Bankenverband IIF stammt der Vorschlag, dass Griechenland seine Staatsanleihen zu Marktpreisen zur&uuml;ckkaufen soll. Denn die Papiere notieren teilweise nur noch bei 50 Prozent ihres Nominalwertes, weil die Investoren mit einer griechischen Staatspleite rechnen. Das Geld f&uuml;r diese R&uuml;ckkaufaktion w&uuml;rde Griechenland als Kredit gew&auml;hrt &ndash; vom europ&auml;ischen Rettungsschirm. [&hellip;]<br>\nViertens: Commerzbank-Chef Martin Blessing hat daher in dieser Woche einen radikalen Vorschlag unterbreitet. Den Gl&auml;ubigern w&uuml;rde angeboten, ihre griechischen Staatsanleihen in Papiere umzutauschen, die mit einer Garantie aller Euro-L&auml;nder versehen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/ein-problem-vier-modelle\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich l&auml;sst sich diese Liste verl&auml;ngern bis hin zur &Uuml;bernahme der Schulden durch die st&auml;rksten Eurostaaten. Italien au&szlig;en vor, sind das nur einige Prozent des Euro-BIP.<br>\nMit der Auflage von Eurobonds w&uuml;rde sich die Spekulation nicht mehr gegen einzelne Staaten richten k&ouml;nnen. Und Wetten gegen den global wirtschaftlich st&auml;rksten W&auml;hrungsraum kann man vergessen.<br>\nDie EZB k&ouml;nnte sich dem Beispiel der FED anschlie&szlig;en, und wieder Staatsanleihen aufkaufen. Sie w&uuml;rde damit auf lange Sicht Wetten auf eine Abw&auml;rtsbewegung austrocknen. usw.<br>\nEs versteht sich von selbst, dass all diese Ma&szlig;nahmen Eingriffe in das Regelwerk der W&auml;hrungsunion und der EU  erfordern. Am wichtigsten w&auml;re dabei eine gescheite Regional- und Strukturpolitik der EU, welche die peripheren Volkswirtschafte in punkto Wettbewerbsf&auml;higkeit auf Augenh&ouml;he mit dem industriellen Kern bringen w&uuml;rde. Nat&uuml;rlich w&uuml;rde eine Neuordnung der Koh&auml;sionspolitik st&auml;rkere Transfer- und Kontrollelemente beinhalten m&uuml;ssen. Auch musste die Neuaufnahmen von Mitgliedern in die W&auml;hrungsunion an ihre wirtschaftliche Leistungsf&auml;higkeit gebunden werden und nicht auf punktgenaues, kurzfristiges Erreichen der Maastrichtkriterien &ndash; siehe Estland.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>J. Bradford DeLong &ndash; Gest&auml;ndnisse eines Deregulierers<\/strong><br>\nDie Liberalisierung des US-Finanzmarkts Ende des vergangenen Jahrhunderts hatte viele Anh&auml;nger, ist aber gescheitert. Bemerkenswert, wie wenig wir daraus gelernt haben. M&ouml;glicherweise m&uuml;ssen wir sogar zum sehr viel st&auml;rker reglementierten Finanzsystem der ersten Generation aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zur&uuml;ckkehren. Der damalige Aufbau hat, soweit wir es aus makro&ouml;konomischer Sicht erkennen k&ouml;nnen, dem industriellen Kern gutgetan. Und mit Sicherheit wissen wir, dass unser jetziges System nicht funktioniert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:top-oekonomen-j-bradford-de-long-gestaendnisse-eines-deregulierers\/60074193.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>SGB II-Eingliederungsmittel werden drastisch gek&uuml;rzt<\/strong><br>\nDen &uuml;ber 400 Jobcentern sollen im Haushaltsjahr 2012 nur noch 3,78 Milliarden Euro f&uuml;r SGB II-&bdquo;Leistungen zur Eingliederung in Arbeit&ldquo; (Hartz IV) zugewiesen werden &ndash; 18,9 Prozent (880 Millionen Euro) weniger als f&uuml;r das Haushaltsjahr 2011 und insgesamt 40,5 Prozent (etwa 2,57 Milliarden Euro) weniger als f&uuml;r das Haushaltsjahr 2010. Das geht aus dem von der Bundesregierung am 6. Juli 2011 beschlossenen Entwurf des Bundeshaushalts 2012 hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.biaj.de\/\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeitsmarktpolitischer Aufruf<\/strong><br>\n30 namhafte Pers&ouml;nlichkeiten und renommierte Fachleute der deutschen Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik aus Gewerkschaften, Sozialverb&auml;nden und Hochschulen fordern in einem gemeinsamen Aufruf die Bundesregierung zur arbeitsmarktpolitischen Umkehr auf.<br>\nSie fordern\n<ul>\n<li>eine R&uuml;cknahme der Sparbeschl&uuml;sse in der Besch&auml;ftigungsf&ouml;rderung,<\/li>\n<li>mehr Handlungsspielr&auml;ume f&uuml;r die Jobcenter vor Ort,<\/li>\n<li>mehr sinnvolle Besch&auml;ftigungsangebote f&uuml;r schwer vermittelbare Langzeitarbeitslose und<\/li>\n<li>die rechtliche und finanzielle Absicherung der Institutionen, die vor Ort die Leistungen f&uuml;r diese Personen erbringen, so etwa Besch&auml;ftigungsunternehmen oder Fortbildungseinrichtungen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Sparbeschl&uuml;sse und die anstehende &bdquo;Instrumentenreform&ldquo; bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik f&uuml;hren zu einer immer st&auml;rkeren und immer einseitigeren Konzentration auf lediglich gut vermittelbare Arbeitslose. Gleichzeitig werden die Hilfen f&uuml;r diejenigen, die auf absehbare Zeit ohne realistische Chance auf eine Vermittlung sind, abgebaut oder erschwert. Die Konsequenz ist eine fatale Zweiteilung des Arbeitsmarktes. Langzeitarbeitslose und schwer Vermittelbare werden dabei zunehmend &bdquo;auf der Strecke&ldquo; bleiben, wenn kein Kurswechsel eingeschlagen wird, darunter auch viele benachteiligte Jugendliche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arbeitsmarktpolitik-fuer-alle.de\/\">Deutscher Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband &ndash; Gesamtverband e. V.<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Belgische Gewerkschaften k&auml;mpfen gegen deutsche Niedrigl&ouml;hne<\/strong><br>\nDie christliche belgische Gewerkschaft (CSC) ruft Belgiens Arbeiter zur Solidarit&auml;t mit den Besch&auml;ftigten in der Bundesrepublik auf. Denn bessere L&ouml;hne in Deutschland w&uuml;rde zugleich den Druck auf dem belgischen Arbeitsmarkt verringern.<br>\nDeutsche Gewerkschafter staunten nicht schlecht, als sie bei der Demonstration des Europ&auml;ischen Gewerkschaftsbundes Ende Juni in Luxemburg einer gro&szlig;en Schar belgischer Kollegen begegneten. &raquo;Das deutsche Jobwunder &ndash; Ich verdiene 4,81 Euro in der Stunde&laquo; stand schwarz-rot-gold auf ihren T-Shirts und Plakaten. Unter der Parole &raquo;Helft Heinrich&laquo; demonstrieren die belgischen Gewerkschafter gegen deutsche Hungerl&ouml;hne. &raquo;Lasst Europa nicht dem deutschen Beispiel folgen&laquo;, lautet die klare Botschaft der Belgier.<br>\n&raquo;Heinrich&laquo; &ndash; das ist f&uuml;r den christlichen belgischen Gewerkschaftsbund CSC der deutsche Niedrigl&ouml;hner, dessen Arbeitseinkommen nicht zum &Uuml;berleben reicht. Und Heinrich hat in dieser Kampagne Leidensgenossen in Westeuropa. So etwa die traurig und ermattet wirkende franz&ouml;sische Hel&egrave;ne, die dank der &raquo;Rentenreform&laquo; von Staatspr&auml;sident Nicolas Sarkozy zwei Jahre l&auml;nger arbeiten muss. Oder den jungen Henry aus England, der Architekt werden will, jedoch die 11 000 Euro Studiengeb&uuml;hren im Jahr nicht aufbringen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/202123.helft-heinrich.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Ironisch, dass in Belgien die christliche Gewerkschaft sich f&uuml;r bessere Arbeitsbedingungen einsetzt, w&auml;hrend es in Deutschland die &ldquo;christlichen&rdquo; Gewerkschaften sind, die das genaue Gegenteil erm&ouml;glichen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ver.di: Telekom unterdr&uuml;ckt Gewerkschaften in den USA<\/strong><br>\nKurz vor dem geplanten Verkauf macht T-Mobile USA der Deutschen Telekom noch einmal kr&auml;ftig &Auml;rger. Gewerkschafter prangern eine aggressiv gewerkschaftsfeindliche Unternehmenspolitik der Telekom-Tochter an. Sie haben jetzt Beschwerde bei der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) eingelegt. &ldquo;Irgendwann muss die Notbremse gezogen werden&rdquo;, sagte Ver.di-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schr&ouml;der gestern in Bonn. &ldquo;Und die ziehen wir jetzt.&rdquo; In ihrer Beschwerde werfen die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di und die US-Gewerkschaft Communications Workers of America (CWA) der deutschen Telekom vor, gegen die OECD-Leits&auml;tze f&uuml;r multinationale Unternehmen zu versto&szlig;en. Dort ist festgelegt, dass Konzerne das Recht ihrer Mitarbeiter auf den Beitritt zu Gewerkschaften und Betriebsr&auml;ten ihrer Wahl zu respektieren haben. Genau das sei jedoch bei T-Mobile USA nicht der Fall. &ldquo;Seit Aufnahme des Gesch&auml;ftsbetriebs hat T-Mobile USA unmissverst&auml;ndlich zum Ausdruck gebracht, dass das Unternehmen gewerkschaftsfrei bleiben wolle&rdquo;, schreiben die Gewerkschaften in ihrer Beschwerde. So seien F&uuml;hrungskr&auml;fte angewiesen worden, &ldquo;Bem&uuml;hungen um eine gewerkschaftliche Organisierung der Mitarbeiter entschieden entgegenzuwirken und diese zu behindern&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2011%2F07%2F13%2Fa0091&amp;cHash=7624aa8b93\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben bereits in anderen F&auml;llen darauf <a href=\"?p=8817\">hingewiesen<\/a>, dass unsere Konzerne, sobald sie das Land verlassen, sich wenig um die in Deutschland geltenden Standards scheren.<br>\nDeutlich wird dadurch, dass Arbeitnehmerrechte nie selbst verst&auml;ndlich sind, sondern einer andauernden Aufmerksamkeit der arbeitenden Bev&ouml;lkerung bed&uuml;rfen. Der Kapitalismus unserer Tage lebt nun einmal von der schlichten Vorstellung, dass eine Ber&uuml;cksichtigung von Arbeitnehmerinteressen oder auch Umweltgefahren nur Kosten darstellen, die den Profit einschr&auml;nken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Russen kommen. Konsequenz der Energiewende<\/strong><br>\nDeutschland gr&ouml;&szlig;ter Stromproduzent RWE zieht Konsequenzen aus der Energiewende und verb&uuml;ndet sich mit dem russischen Konzern Gazprom. Das ist legitim.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article13487583\/Die-Russen-kommen-Konsequenz-der-Energiewende.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das schafft auch nur die WELT. Mit der Rhetorik des Kalten Krieges werden mittels des Ausstiegs aus der Atomkraft alte &Auml;ngste vor der Abh&auml;ngigkeit vor &bdquo;dem Russen&ldquo; geweckt. Nat&uuml;rlich wird mit keinem Wort erw&auml;hnt, dass &bdquo;der Russe&ldquo; sich sogar zu Zeiten des Kalten Krieges als &auml;u&szlig;erst zuverl&auml;ssiger Energielieferant erwiesen hat. Es stellt sich hier auch die Frage, warum ein russischer Staatskonzern als Anteilseigner eines privatisierten deutschen Energieoligopolisten ein Problem darstellen soll, w&auml;hrend man sein Tafelsilber ansonsten mit Vorliebe an Hedge-Fonds und Private-Equity-Fonds verscherbelt. Im Zweifelsfalle ist Moskau sicherlich berechenbarer und verl&auml;sslicher als die renditeorientierten Heuschrecken aus den Weltfinanzzentren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Neue Rohstoffpolitik &ndash; wie die Bundesregierung eine Diktatur in Afrika aufwertet<\/strong><br>\nDurch die Fu&szlig;ball-Weltmeisterschaft der Frauen ist &Auml;quatorial-Guinea in den Blickpunkt der Welt&ouml;ffentlichkeit geraten. Bislang war der Mini-Staat an der S&uuml;dwestk&uuml;ste Afrikas vor allem Gesch&auml;ftsleuten aus der Energie- und Baubranche bekannt &ndash; und Experten in Sachen Menschenrechte und Korruption.<br>\nEs geht um &Ouml;l und eine Diktatur, die nach offiziellen Berichten der Vereinten Nationen zu den schlimmsten Unterdr&uuml;cker-Regimen in der Welt z&auml;hlt. Die Bundesrepublik hat voriges Jahr eine Botschaft in dem Land er&ouml;ffnet und die Wirtschaftskontakte intensiviert -trotz aller Meldungen &uuml;ber Terror, Folter und Hinrichtungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2011\/0714\/guinea.php5\">WDR Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Tokaimura 1999 &ndash; Lehrst&uuml;ck ohne Folgen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=eSPg3soHzTg\">YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3868813152\/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=nach-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3868813152\">83 Tage: Der langsame Strahlentod des Atomarbeiters Hisashi Ouchi<\/a> ist im Redline-Verlag erschienen und kostet 14,99 Euro.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.K.:<\/strong> Tragisch, dass es solche Berichte gibt und dass diese Art der Dokumentation sein muss, um manch einen wachzur&uuml;tteln.<br>\nEigentlich sollte der gut informierte, empathiebegabte Mensch mittels blossem Verstand und Menschenliebe einer solchen Technik den R&uuml;cken kehren, zumal Alternativen bestehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Faires Label, unfaire Praktiken<\/strong><br>\nCorsicana ist die gr&ouml;&szlig;te Bioananasfarm Costa Ricas mit Fair-Trade-Zertifizierung. Gewerkschaften klagen dennoch &uuml;ber miserable Arbeitsbedingungen. Doch Grundlegendes scheint sich nicht ge&auml;ndert zu haben, wie die neuerlichen Beschwerden der Arbeiter belegen. &ldquo;Wir Gewerkschaftler werden &uuml;bergangen, wenn es zus&auml;tzliche Arbeiten zu verteilen gibt, erhalten aber nur den Mindestlohn. Von den Fair-Trade-Zuschl&auml;gen kommt bei uns nichts an, und auf dem Feld gibt es weder einen schattigen Unterstand noch sanit&auml;re Anlagen&rdquo;, kritisiert William Ortega. Der 34-j&auml;hrige Erntearbeiter aus Nicaragua lebt seit 16 Jahren in Costa Rica, arbeitet seit zehn Jahren auf der Plantage Corsicana und k&uuml;ndigt nur nicht, weil er f&uuml;rchtet, dann nie wieder Arbeit in der Region zu bekommen. &ldquo;Es kursieren schwarze Listen&rdquo;, behauptet er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2011%2F07%2F15%2Fa0081&amp;cHash=ea023e144c\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Revolution entt&auml;uscht ihre Kinder<\/strong><br>\n&Auml;gypten tritt auf der Stelle: Das Milit&auml;r, das die &Auml;gypter scheinbar vor dem schie&szlig;w&uuml;tigen Machthaber Mubarak gerettet hat, wurde nie in Frage gestellt. Nun verhindern die Gener&auml;le einen Umbruch, der den Namen demokratisch verdient h&auml;tte. Schuld daran ist auch der Westen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/arabischer-fruehling-die-revolution-enttaeuscht-ihre-kinder-1.1120440\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Spionage in guter Mission<\/strong><br>\nWie Handydaten-Schn&uuml;ffelei uns helfen kann<br>\nMobilfunkdaten sind ein wahrer Schatz: Sie enth&uuml;llen unsere Gewohnheiten, unsere Freunde und sie verraten, wie und wo wir uns bewegen. Forscher wollen das Telefonverhalten jetzt sogar nutzen, um Katastrophen zu erkennen &ndash; und zwar noch bevor die ersten Notrufe eingehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/0,1518,771085,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers N.B.:<\/strong> Der Artikel ist unkritisch und im Fazit lobend &uuml;ber die Ausl&ouml;schung unser pers&ouml;nlichen Freiheit.<br>\nEs steht nicht zur Debatte ob es auch Risiken gibt. Der Artikel ist so aufgebaut das er den meisten den Eindruck vermitteln soll, das es egal ist. Es wird ja eh schon gemacht und es dient unserem Schutz. Ich bin regelrecht ver&auml;rgert dar&uuml;ber das man sich nicht einmal mehr M&uuml;he gibt uns f&uuml;r bl&ouml;d zu verkaufen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Schweinedoktrin<\/strong><br>\nWie die Schweine in Orwells Farm der Tiere traut Europas Elite ihren B&uuml;rgern kaum etwas zu. Wenn es nicht zu einer demokratischen Revolution kommt, drohen Chaos und Zerfall des Staatenbunds [&hellip;]<br>\nEuropas selbstgef&auml;llige politische Elite kann sich f&uuml;r solche Man&ouml;ver selbst auf die Schulter klopfen. Ihr Motto ist gleich dem der Schweine in Orwells &ldquo;Farm der Tiere&rdquo;: &ldquo;Nat&uuml;rlich w&uuml;rden wir euch gerne eure eigenen Entscheidungen treffen lassen, aber nehmen wir mal an, ihr trefft die falschen Entscheidungen, wo w&uuml;rden wir dann stehen?&rdquo; Die Politik bekommt die gew&uuml;nschten Wahlergebnisse, die W&auml;hler sind lediglich Schweine am Trog.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1310511309783\/Europa-am-Scheideweg-Die-Schweinedoktrin\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Lerne, soviel du kannst! Helfen wird es trotzdem nicht<\/strong><br>\nLerne lebenslang! In dieser Proklamation ist die Rede von N&uuml;tzlichkeiten und Notwendigkeiten, von Programmen und Planungen, von Instrumentarien und deren Wirksamkeiten. Emotionslos und mit ernstem Unterton wird proklamiert, dass lebenslanges Lernen unumg&auml;nglich sei: zur beruflichen Weiterentwicklung, zur Senkung von Besch&auml;ftigungslosigkeit, zur Sicherstellung von Wohlstand und Fortschritt etc. Mit passend interpretierten Datenmaterialien wird dies unterf&uuml;ttert und so regelm&auml;&szlig;ig in &Auml;u&szlig;erungen von politischen Entscheidungstr&auml;gerInnen, Interessensvertretungen und Unternehmensf&uuml;hrungen propagiert, dass kaum noch Zweifel an der Realit&auml;t aufkommen. Genauere Betrachtungen zeigen jedoch damit verbundene Illusionen, T&auml;uschungen und Fiktionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/26746\">Linksnet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Ein Online-Journalist enth&uuml;llt, wie Newsseiten ihre Texte prominent platzieren<\/strong><br>\nUm sicherzustellen, dass Google den Text bei m&ouml;glichst vielen Suchabfragen m&ouml;glichst prominent platziert, stellt AOL seinen Autoren das &ldquo;Blogsmith Demand Tool&rdquo; bereit. Damit k&ouml;nnen sie verfolgen, welche Themen im Netz gerade besonders gefragt ist. Auf diese fahrenden Z&uuml;ge sollen die Schreiber aufspringen und m&ouml;glichst sogar zwei dieser popul&auml;ren Themen in einer Story kombinieren&hellip;<br>\nDie Masse gibt die Schlagworte vor, und der Autor reiht sich brav ein und schreibt, was von ihm erwartet wird. Thematisch drehen sich die Nachrichten dann im Kreis. &Auml;hnliche Mechanismen gibt es auch hierzulande. Auf deutschen Nachrichten-Websites bestehen 80 Prozent aller Artikel aus demselben Agenturmaterial.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2011\/0713\/medien\/0048\/index.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Von &ldquo;S&uuml;ddeutsche&rdquo; bis ARD: Deutschlands Medienjournalismus mutiert zur Propaganda<\/strong><br>\nWer in Deutschland ein wenig Medienkunde in den Medienkonsum einbringt, der ist einiges gew&ouml;hnt. Er ist abgeh&auml;rtet. Solch eine dicke Haut gegen Tendenz-&rdquo;Journalismus&rdquo;, falsche Fakten, verdrehte Darstellungen und v&ouml;llige Realit&auml;tsferne scheint eine gute Pr&auml;paration gegen das, was vor der T&uuml;r steht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.indiskretionehrensache.de\/2011\/07\/von-suddeutsche-bis-ard-deutschlands-medienjournalismus-mutiert-zur-propaganda\/\">Indiskretion Ehrensache<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Abwehrbereit<\/strong><br>\nBild plant eine Enth&uuml;llungsserie &uuml;ber die ARD &ndash; die mit Beitr&auml;gen &uuml;ber Bild kontern will. Das macht die ARD nerv&ouml;s&hellip;<br>\nDer Anlass f&uuml;r das pl&ouml;tzliche Interesse an Medienjournalismus bei der ARD ist eine geplante Bild-Serie &uuml;ber die &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, an der seit geraumer Zeit eine ganze Task Force aus Bild-Leuten arbeitet.<br>\nAcht Verlage, darunter M. DuMont Schauberg, in dem diese Zeitung erscheint, haben vor einigen Wochen Klage gegen die mit Geb&uuml;hren finanzierte, aber kostenlos zum Download angebotene &bdquo;Tagesschau&ldquo;-App, eine Anwendung f&uuml;r mobile Ger&auml;te, eingereicht. Den Zeitungsh&auml;usern ist die App zu textlastig, sie sehen sie f&uuml;r geeignet an, den Verlagen ein Zukunftsgesch&auml;ft mit kostenpflichtigen Apps zu verwehren.<br>\nZu einem Sprachrohr der Verlage hat sich Springer-Vorstandschef Mathias D&ouml;pfner gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/medien\/abwehrbereit\/-\/1473342\/8670496\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die FR geh&ouml;rt dem M. DuMont Schauberg Verlag und dieser Verlag geh&ouml;rt zu den Kl&auml;gern gegen die ARD. Die FR ist also Partei. Warum soll sich eigentlich die ARD nicht gegen Kampagnen der BILD wappnen d&uuml;rfen? Warum soll die ARD nicht den Journalismus der Printverlagsh&auml;user kritisieren d&uuml;rfen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Freiburger werden ab 6 Uhr aus dem Bett geklingelt<\/strong><br>\nF&uuml;r die gute Sache werden n&auml;chsten Montag B&uuml;rger im Freiburger Stadtteil Weingarten aus dem Bett geklingelt. Ab 6 Uhr will die Landeszentrale f&uuml;r politische Bildung dort f&uuml;r die Demokratie werben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.badische-zeitung.de\/bildungsueberfall-freiburger-werden-ab-5-uhr-aus-dem-bett-geklingelt\">Badische Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser R.H.:<\/strong> In dem <a href=\"upload\/pdf\/milchmannversiona.pdf\">Programm zu der Aktion [PDF &ndash; 790 KB]<\/a> wird auch erkl&auml;rt, warum gerade in Weingarten: Weil hier viele Nichtw&auml;hler oder W&auml;hler der Republikaner und der Linken sind. Die Aktion tr&auml;gt den Titel &ldquo;Wenn der Milchmann zweimal klingelt&rdquo;, und soll zeigen, wie gut es uns doch geht, wenn morgens nicht die Gestapo oder Stasi vor der T&uuml;r steht.<br>\nKurz gesagt: Wer nicht w&auml;hlt oder Linkspartei w&auml;hlt oder in einer Gegend mit geringem Einkommen wohnt, muss damit rechnen, Besuch von der Landeszentrale f&uuml;r politische Bildung zu bekommen, nat&uuml;rlich alles nur im Spass &hellip;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Joseph E. Stiglitz &ndash; Stoppt die rechten Krisentreiber; Deutsche Bank; Eurokrise; J. Bradford DeLong &ndash; Gest&auml;ndnisse eines Deregulierers; SGB II-Eingliederungsmittel werden drastisch gek&uuml;rzt; Arbeitsmarktpolitischer Aufruf; Belgische Gewerkschaften k&auml;mpfen gegen deutsche Niedrigl&ouml;hne; Ver.di: Telekom unterdr&uuml;ckt Gewerkschaften in den USA; Die Russen kommen. Konsequenz der Energiewende; Neue Rohstoffpolitik; Tokaimura 1999 &ndash;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10110\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10110","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10110","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10110"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10110\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10114,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10110\/revisions\/10114"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10110"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10110"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10110"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}