{"id":10116,"date":"2011-07-18T08:35:19","date_gmt":"2011-07-18T06:35:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10116"},"modified":"2011-07-18T08:35:19","modified_gmt":"2011-07-18T06:35:19","slug":"hinweise-des-tages-1426","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10116","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Acht europ&auml;ische Banken scheitern am Stresstest; Steuerabkommen mit Schweiz; Griechenland droht die Massenarmut; Stuttgart 21; &Auml;rzte diskriminieren Kassenpatienten systematisch; Geldgierige Wohlfahrt; Die Konzerne profitieren; Erneuter Zwischenfall in Japan: Reaktor abgeschaltet; Entwicklung und Perspektiven der Kommunalfinanzen in NRW; Waffengesch&auml;fte; ADAC startet Lobby-Verband f&uuml;r Menschen &uuml;ber 50; Mit der RAF hat das nichts zu tun; EU in der Schulden-Krise &ndash; Das Zeichen an der Wand; Links oder alternativlos; Wissenschaftsrat zur Studienplatzvergabe &ndash; Dialogorientiertes Verfahren unverzichtbar; Institutsgr&uuml;ndung in Berlin als Imagema&szlig;nahme f&uuml;r Google?; Nochmals Die traurige Hinerlassenschaft von Leo Kirch; Initiative Nachrichtenaufkl&auml;rung k&uuml;rt Top Ten der vernachl&auml;ssigten Themen; Putin kein Vorbild f&uuml;r Deutschland?; Spuk eines Sommers (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Acht europ&auml;ische Banken scheitern am Stresstest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Steuerabkommen mit Schweiz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Griechenland droht die Massenarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">&Auml;rzte diskriminieren Kassenpatienten systematisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Geldgierige Wohlfahrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Die Konzerne profitieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Erneuter Zwischenfall in Japan: Reaktor abgeschaltet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Entwicklung und Perspektiven der Kommunalfinanzen in NRW<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Waffengesch&auml;fte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">ADAC startet Lobby-Verband f&uuml;r Menschen &uuml;ber 50<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Mit der RAF hat das nichts zu tun<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">EU in der Schulden-Krise &ndash; Das Zeichen an der Wand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Links oder alternativlos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Wissenschaftsrat zur Studienplatzvergabe &ndash; Dialogorientiertes Verfahren unverzichtbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Institutsgr&uuml;ndung in Berlin als Imagema&szlig;nahme f&uuml;r Google?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Nochmals Die traurige Hinerlassenschaft von Leo Kirch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Initiative Nachrichtenaufkl&auml;rung k&uuml;rt Top Ten der vernachl&auml;ssigten Themen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Putin kein Vorbild f&uuml;r Deutschland?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Spuk eines Sommers<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=10116&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Acht europ&auml;ische Banken scheitern am Stresstest<\/strong><br>\nDie EU-Bankenaufsicht l&auml;sst acht Institute durchfallen &ndash; darunter kein deutsches. Finanzminister Sch&auml;uble sieht ein positives Signal, doch Banken kritisieren den Test.<br>\nIm zweiten europaweiten Stresstest f&uuml;r Banken sind insgesamt acht Institute durchgefallen. F&uuml;nf der Geldh&auml;user kommen aus Spanien, zwei aus Griechenland, eines aus &Ouml;sterreich. Das teilte die europ&auml;ische Bankenaufsicht EBA mit. Weitere 16 Geldh&auml;user schafften den Test nur knapp. Die gescheiterten Banken brauchen nun frisches Kapital in H&ouml;he von 2,5 Milliarden Euro.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2011-07\/banken-stresstest-ergebnis\">ZEIT<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/stress-test.eba.europa.eu\/pdf\/EBA_ST_2011_Summary_Report_v6.pdf\">European Banking Authority &ndash; 2011 EU-Wide Stress Test &ndash; Aggregate Report [PDF &ndash; 1.3 MB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/stress-test.eba.europa.eu\/\">Die Einzelergebnisse auf den Seiten der EBA<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Steuerabkommen mit Schweiz &ndash; Deutschland freut sich auf zehn Milliarden Euro<\/strong><br>\nVon dem angestrebten Steuerabkommen mit der Schweiz verspricht sich das Bundesfinanzministerium laut einem Medienbericht zufolge Einnahmen von etwa zehn Milliarden Euro. Das Ministerium rechne mit einer Abschlagszahlung f&uuml;r deutsche Altverm&ouml;gen in dieser H&ouml;he.<br>\nWegen der deutschen Verj&auml;hrungsregeln kommt der deutsche Fiskus dabei laut &ldquo;Spiegel&rdquo; nur noch an Schwarzgeld heran, das in den vergangenen zehn Jahren unversteuert neu in die Schweiz gebracht wurde oder an unversteuerte Ertr&auml;ge von Schwarzgeld, das schon l&auml;nger in der Schweiz liegt. Je nach Anlagedauer und Zeitraum solle auf dieses Geld ein Steuersatz von 20 bis 30 Prozent f&auml;llig werden, hie&szlig; es dem Bericht zufolge im Bundesfinanzministerium. [&hellip;]<br>\nEine Einigung wurde laut &ldquo;Spiegel&rdquo; mittlerweile auch dar&uuml;ber erzielt, dass auf Ertr&auml;ge deutschen Kapitals in der Schweiz k&uuml;nftig eine Abgeltungssteuer von 26 Prozent f&auml;llig werde. Das entspricht dem in Deutschland geltenden Prozentsatz. Zudem m&uuml;sse die Schweiz k&uuml;nftig den deutschen Beh&ouml;rden einfacher Amtshilfe leisten &ndash; allerdings nur in etwa 500 F&auml;llen pro Jahr. Nach deutscher Lesart solle in diesen F&auml;llen k&uuml;nftig allein der Name des Verd&auml;chtigen reichen, um zu erfahren, ob er ein Konto in der Schweiz hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/deutschland\/Deutschland-freut-sich-auf-zehn-Milliarden-Euro_aid_1014560.html\">Rheinische Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Darstellung der Rheinischen Post (bzw. der AFP, die als Quelle zitiert wird) ist stark verk&uuml;rzt. Siehe hierzu: <a href=\"?p=9097\">Ein verh&auml;ngnisvoller Deal<\/a>.<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Um die Interessen der Schweizer Banken zu wahren, soll eine Abgeltungssteuer in H&ouml;he von 25% eingef&uuml;hrt werden, die auch r&uuml;ckwirkend gilt. Wenn sich die Schweizer Banken an die Gesetze halten, ziehen sie ihren deutschen Kunden diese 25% Abgeltungssteuer auf Zinsgewinne ab und &uuml;berweisen sie anonymisiert an den deutschen Fiskus. Der deutsche Fiskus erh&auml;lt das Geld, wei&szlig; aber nicht, von wem es stammt. Aufgrund dieses offensichtlichen Informationsdefizits w&auml;re dann jedes Schweizer Konto legal &ndash; ob nun tats&auml;chlich Steuern abgef&uuml;hrt werden oder nicht. Und was, wenn die Banken sich nicht an die Gesetze halten?&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>dazu: <strong>USA vs. Schweiz &ndash; Verhandlungen &uuml;ber Steuerstreit abgebrochen<\/strong><br>\nDie Schweizer Banken werden den Steuerstreit mit den USA wohl nicht mit einer Vergleichszahlung beilegen k&ouml;nnen. Verhandlungen dar&uuml;ber haben die US-Beh&ouml;rden einem Zeitungsbericht zufolge abgebrochen. Das Justizministerium fordert die Namen mutma&szlig;licher Steuerfl&uuml;chtlinge ein &ndash; und versch&auml;rft die Ermittlungen gegen einzelne Finanzh&auml;user.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/steuerstreit-mit-der-schweiz-usa-brechen-gespraeche-ab-1.1121236\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung FS:<\/strong> Die Deutschen (Sch&auml;uble) haben dagegen eine regelrechte Luftnummer als <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/schweiz-will-kein-fluchtgeld-mehr\/3400638.html\">Vergleich mit der Schweiz<\/a> verhandelt. So wird auf Millionen hinterzogener Steuern in deutscher Gro&szlig;mut verzichtet. Keine Kavallerie! Nur ein paar blinde Platzpatronen! Die <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/steuerabkommen-deutschland-schweiz-das-klitzekleine-geheimnis-1.1016878\">SZ berichtete<\/a> dar&uuml;ber: &ldquo;Der ausl&auml;ndische Anleger &ndash; also auch der Steuers&uuml;nder &ndash; bleibt anonym, das zust&auml;ndige Finanzamt erf&auml;hrt auch in Zukunft nicht, wie viel Geld bei welcher Schweizer Bank liegt.&rdquo; Keine Namen und mit einem einzigen Mausklick ist das Geld schnell auf schweizer Niederlassungen in Asien transferiert, dort besteht &ndash; wie Mitarbeiter von Finanzbeh&ouml;rden berichteten &ndash; kein Abkommen mit Deutschland. <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/schweiz-will-kein-fluchtgeld-mehr\/3400638.html\">Handelsblatt<\/a>: &ldquo;Ein Verd&auml;chtiger muss eindeutig identifiziert werden&rdquo;, bevor es Amtshilfe der Schweiz geben k&ouml;nne, sagte Tanja Kocher, Sprecherin des Schweizer Finanzdepartements. Diese Informationen d&uuml;rften nicht aus bei Schweizer Banken gestohlenen Datensammlungen stammen.&rdquo; Der Schweizer Bankenverband SBA nannte die Vereinbarung einen &ldquo;Meilenstein&rdquo; sowie &ldquo;fair und ausgewogen&rdquo;. Na klar, gro&szlig;e Steuerhinterzieher sind immer fair zu behandeln.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Griechenland droht die Massenarmut<\/strong><br>\nGriechenland spart &ndash; und die Zahl der Menschen, die in bitterer Armut leben, w&auml;chst dramatisch. Zu Tausenden str&ouml;men die Hungrigen zu Essensausgaben, suchen im M&uuml;ll nach Brauchbarem. Neben der finanziellen Pleite droht dem Land nun der soziale Bankrott.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,772787,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Stuttgart-L&uuml;ge<\/strong><br>\nLange war es nur ein starker Verdacht, nun liegen die Beweise auf dem Tisch: Die Deutsche Bahn hat die &Ouml;ffentlichkeit und den Bundestag &uuml;ber die wahren Kosten von Stuttgart 21 und der zugeh&ouml;rigen ICE-Piste systematisch belogen.<br>\nAnders kann man es nicht bezeichnen, wenn bewusst und absichtlich &uuml;ber viele Jahre hinweg milliardenteure Mehrkosten verschwiegen werden.<br>\nBund und Bahn haben lange darauf gepocht, das Vorhaben sei von allem Gremien bis hin zum Bundestag beschlossen worden und damit demokratisch legitimiert. Genau daran aber gibt es nun berechtigte Zweifel. Die Bahnmanager wussten, dass das Projekt sehr viel teurer wird &ndash; und lie&szlig;en die Volksvertreter mit voller Absicht dar&uuml;ber im Unklaren. Von demokratischer Legitimation kann da keine Rede mehr sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/die-stuttgart-luege\/-\/1472602\/8675922\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Suchtrupp des gr&uuml;nen Verkehrsministers wird f&uuml;ndig<\/strong><br>\nVerkehrsminister Hermann hat nach Amtsantritt ein Juristenteam beauftragt, nach Dokumenten zu suchen, die die Glaubw&uuml;rdigkeit der Bahn in Sachen Stuttgart 21 zu ersch&uuml;ttern. Es wurde f&uuml;ndig: In internen Papieren finden sich Andeutungen auf die phantasievolle Buchhaltung des Unternehmens &ndash; und Hinweise darauf, dass Schwarz-Gelb die h&ouml;heren Kosten zumindest erahnt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/dokumente-zu-stuttgart-es-ist-mit-deutlich-hoeheren-kosten-zu-rechnen-1.1120903\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Bahn pr&uuml;ft rechtliche Schritte gegen Gr&uuml;n-Rot<\/strong><br>\nDer Streit um Stuttgart 21 geht in die n&auml;chste Runde: Die Bahn pr&uuml;ft wegen der Behinderung des Bahnprojekts rechtliche Schritte gegen die baden-w&uuml;rttembergische Landesregierung. Im Mittelpunkt der Kritik: Gr&uuml;nen-Verkehrsminister Hermann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/stuttgart-21\/stuttgart-21-bahn-prueft-rechtliche-schritte-gegen-gruen-rot_aid_646566.html\">Focus<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&Auml;rzte diskriminieren Kassenpatienten systematisch<\/strong><br>\nGesetzlich Versicherte warten 71 Tage auf einen Termin beim Facharzt, Privatpatienten 19: Eine Studie zeigt nach SPIEGEL-Informationen, wie Mediziner Kassenpatienten systematisch benachteiligen. Aus Sicht der &Auml;rzte ist das durchaus sinnvoll &ndash; so verdienen sie mehr Geld.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,774882,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Geldgierige Wohlfahrt<\/strong><br>\nDie Inklusion geht um in diesem Land. Inklusion, das Fremdwort der UNO: Es soll Menschen, die dauerhaft an k&ouml;rperlichen, geistigen oder psychischen Handicaps leiden, ein selbstverst&auml;ndliches Miteinander mit anderen Menschen garantieren: gleiche Chancen, gleiche Rechte, gleiche Teilhabe.<br>\nEine plurale Gesellschaft der menschlichen Vielfalt. Sozialministerin Ursula von der Leyen hat daf&uuml;r einen nationalen Aktionsplan ins Leben gerufen, um diesem Ziel vordergr&uuml;ndig ein St&uuml;ck n&auml;her zu kommen. Tats&auml;chlich aber geht der Trend in Deutschland hin zu immer mehr Exklusion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/geldgierige-wohlfahrt\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Konzerne profitieren<\/strong><br>\nNach Fukushima b&ouml;te sich die Chance einer Wende hin zur dezentralen Energieversorgung. Doch stattdessen n&uuml;tzen die neuen Gesetze vor allem den gro&szlig;en Energieunternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1128-gastkommentar2\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Erneuter Zwischenfall in Japan: Reaktor abgeschaltet<\/strong><br>\nIn Japan ist einer der vier Bl&ouml;cke des Kernkraftwerks Ohi abgeschaltet worden. Dem von Atomenergie abh&auml;ngigen Land drohen weitere Lieferengp&auml;sse.<br>\nIn Japan drohen wegen der zeitweiligen Abschaltung eines Atomkraftwerks weitere Stromengp&auml;sse. Wegen eines Druckabfalls im Notk&uuml;hlsystem sei einer der vier Bl&ouml;cke des Kernkraftwerks Ohi in Fukui an der Westk&uuml;ste Japans vom Netz genommen worden, teilten der Betreiber, die Kansai Electric Power Co, und die &ouml;rtlichen Beh&ouml;rden am Samstag mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/erneuter-zwischenfall-in-japan-reaktor-abgeschaltet\/4401266.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Entwicklung und Perspektiven der Kommunalfinanzen in NRW<\/strong><br>\nDie vorliegende Studie hat gezeigt, dass die Kommunen in Deutschland im Allgemeinen und die Gemeindeebene in Nordrhein-Westfalen im Besonderen eine sehr zur&uuml;ckhaltende Ausgabenentwicklung aufweisen &ndash; dies gilt speziell f&uuml;r die Investitionen. Zwar hatte sich die finanzielle Lage der Gemeinden im Zuge der wirtschaftlichen Belebung in den Jahren 2006 und 2007 etwas entspannt. Allerdings ist diese Phase mittlerweile Vergangenheit, denn im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise haben die Kommunen betr&auml;chtliche Defizite zu verzeichnen:<br>\nDer Deutsche St&auml;dte- und Gemeindebund rechnet bis 2013 mit Finanzierungsdefiziten in H&ouml;he von mehr als 12 Mrd. Euro pro Jahr (vgl. Deutscher St&auml;dte- und Gemeindebund 2010: 5). Nicht zuletzt deshalb d&uuml;rfte der beschlossene Ausbau der Kleinkinderbetreuung tats&auml;chlich ernsthaft gef&auml;hrdet sein&hellip;<br>\nIn diesem Zusammenhang halten wir auch das letztlich propagierte Leitbild vom &raquo;schlanken Staat&laquo; f&uuml;r nicht begr&uuml;ndbar: So sollten viele Bereiche wie z.B. der Bildungssektor aus verteilungs- und wachstumspolitischen Gesichtspunkten nicht &uuml;ber den Markt organisiert werden. Ein kostenfrei und &uuml;ber eine progressive Besteuerung finanziertes, angemessen ausgestattetes Bildungssystem (von der Vorschule bis zur Hochschule) ist eine wesentliche Voraussetzung f&uuml;r gleichm&auml;&szlig;ig verteilte Berufs- und damit auch Einkommenschancen &ndash; und es legt &uuml;ber eine breit und gut ausgebildete Bev&ouml;lkerung die wesentliche Grundlage f&uuml;r Innovation und Wachstum.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/110717_verdi-Studie_Kommunalfinanzen_NRW_2010.pdf\">Studie im Auftrag von ver.di NRW, Landesfachbereich Gemeinden [PDF &ndash; 1.3 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Waffengesch&auml;fte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Israels Haltung zum Panzergesch&auml;ft &ndash; Von Zustimmung ist keine Rede<\/strong><br>\nBeim Panzergesch&auml;ft mit Saudi-Arabien versteckt sich die Bundesregierung hinter Israel, f&uuml;hrende Politiker verweisen auf das Interesse des Staates. Verschiedene Kontakte von Abgeordneten zeigen nun: Von Zustimmung kann keine Rede sein.<br>\nDie Sicherheit Israels ist in der deutschen Politik das Argument, vor dem alle anderen Argumente verblassen. Es war also schweres Gesch&uuml;tz, das die Union in der Debatte um die deutschen Leopard-Panzer f&uuml;r Saudi-Arabien auffuhr: &bdquo;Es ist f&uuml;r uns ganz entscheidend, dass wir die Sicherheit Israels gew&auml;hrleisten. Israel w&uuml;nscht diese Panzerlieferungen nicht nur, es unterst&uuml;tzt sie ausdr&uuml;cklich&ldquo; &ndash; dies waren die Worte, mit denen der Unionsabgeordnete Roderich Kiesewetter im Bundestag um Verst&auml;ndnis f&uuml;r die schwierige Interessenabw&auml;gung der Bundesregierung warb. [&hellip;]<br>\nUm sich selbst ein Bild zu verschaffen, nutzten einige Abgeordnete ihre Kontakte nach Israel. Karl-Georg Wellmann etwa, Obmann der Unionsfraktion f&uuml;r Au&szlig;enpolitik und ein erkl&auml;rter Gegner des Panzergesch&auml;fts, kontaktierte den stellvertretenden Au&szlig;enminister Danny Ayalon. &bdquo;Von Zustimmung kann keine Rede sein&ldquo;, bilanziert Wellmann das Gespr&auml;ch. Zwar sehe sich Israel durch die Panzerlieferung nicht milit&auml;risch bedroht. Zugleich habe Ayalon aber Zweifel ge&auml;u&szlig;ert, wie klug es sei, Panzer in ein Krisen- und Umbruchgebiet zu liefern, noch dazu in ein Land, von dem nicht auszuschlie&szlig;en sei, dass eines Tages radikale Islamisten an die Macht kommen k&ouml;nnten.<br>\n&Auml;hnlich soll sich auch der israelische Botschafter in Berlin Yoram Ben-Zeev ge&auml;u&szlig;ert haben. Israel habe das Gesch&auml;ft nicht gewollt, ihm aber auch nicht widersprochen. Das klingt nicht nach &bdquo;ausdr&uuml;cklicher Unterst&uuml;tzung&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/C30923\/israels-haltung-zum-panzergeschaeft-von-zustimmung-ist-keine-rede-30465921.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Panzerlieferung an Saudis: Ex-Innenminister Baum kritisiert Westerwelle<\/strong><br>\nAu&szlig;enminister Westerwelle wird auch von Parteikollegen wegen des mutma&szlig;lichen Panzergesch&auml;fts mit Saudi-Arabien kritisiert. Ex-Innenminister Baum wirft Westerwelle die Preisgabe liberaler Prinzipien vor<br>\nDer fr&uuml;here Bundesinnenminister Gerhart Baum hat Au&szlig;enminister Guido Westerwelle (beide FDP) wegen des mutma&szlig;lichen Panzergesch&auml;fts mit Saudi-Arabien die Preisgabe liberaler Prinzipien vorgeworfen. In den 70er- und 80er-Jahren seien die damaligen FDP-Au&szlig;enminister immer strikt gegen solche Lieferungen an die Saudis gewesen, obwohl die Lage der Menschenrechte damals noch nicht so im Interesse der &Ouml;ffentlichkeit gestanden habe wie heute, sagte Baum am Donnerstag &bdquo;Spiegel Online&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/ex-innenminister-baum-kritisiert-westerwelle\/4396148.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Lieferung von 24 Panzerhaubitzen an Emirat Katar genehmigt<\/strong><br>\nDeutschland ist bereit, neben Panzern des Typs Leopard 2 weitere schwere Kampftechnik in den Nahen Osten zu liefern. Nach Informationen von &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; beschloss die Bundesregierung bereits im Sommer 2009 die Lieferung von 24 Panzerhaubitzen 2000 an das Emirat Katar. Dabei handelt es sich um selbstfahrende gepanzerte Artilleriegesch&uuml;tze des Kalibers 155 Millimeter mit einer Geschossreichweite bis zu 56 Kilometer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinerumschau.com\/news.php?id=25168&amp;title=Zeitung%3A+Lieferung+von+24+Panzerhaubitzen+an+Emirat+Katar+genehmigt&amp;storyid=1310882316197\">Berliner Umschau<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Der Kunde ist K&ouml;nig&laquo;<\/strong><br>\nEinsatz der Bundespolizei in Saudi-Arabien praktisch unter Kommando des R&uuml;stungskonzerns EADS. Vermittlung rechtsstaatlicher Prinzipien aus Ausbildungsprogramm gestrichen.<br>\nBundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) h&auml;lt am Einsatz der Bundespolizei in Saudi-Arabien fest: &raquo;Ich finde, da&szlig; es da keinen Grund gibt, das in irgendeiner Weise zu kritisieren oder in Frage zu stellen&laquo;, erkl&auml;rte er am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Auf zahlreiche Medienberichte, nach denen die Bundespolizei bei ihrer T&auml;tigkeit in Saudi-Arabien auf die Vermittlung rechtsstaatlicher Grunds&auml;tze verzichte und als Dienstleister des R&uuml;stungskonzerns EADS fungiere, ging Friedrich nicht ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/07-16\/048.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>ADAC startet Lobby-Verband f&uuml;r Menschen &uuml;ber 50<\/strong><br>\nDeutschland wird immer &auml;lter, die Jungen werden zur Minderheit. Nun will einer der m&auml;chtigsten Lobbyisten, der ADAC, eine Interessensvertretung f&uuml;r Menschen von 50 Plus anschieben. Die gro&szlig;en deutschen Sozialverb&auml;nde bekommen damit Konkurrenz&hellip;<br>\nSo will die GND will die Defizite der Pflegeversicherung offensiv ansprechen: Die sei allenfalls &bdquo;Teilkasko&ldquo;.<br>\nDie &Auml;lteren in Deutschland, darunter sind alleine 20 Millionen Rentner, sind nicht generell arm. Keine Altersgruppe unternimmt so viele Reisen wie die 50- bis 70-j&auml;hrigen. Jeder dritte Euro, der in Deutschland f&uuml;r den Konsum ausgegeben wird, stammt aus ihren Geldbeuteln. Der Anteil wird bald auf 40 Prozent steigen, glaubt das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung. Und: Noch nie hat eine Generation so viel Geld vererbt wie die heutigen &Auml;lteren.<br>\nDennoch sind wesentliche Finanzierungsfragen ungel&ouml;st, die mit der alternden Gesellschaft zusammenh&auml;ngen. Hier ist die Politik gefordert, schnelle L&ouml;sungen zu finden.<br>\nDie Pflege. Die Ausgaben der Pflegeversicherung steigen im Zeitraum 2003 bis 2050 von 17,3 Milliarden auf 33 Milliarden Euro. Die Einnahmen sinken von 16,7 Milliarden auf 12 Milliarden Euro.<br>\nDie Rente. Zwischen 2005 und 2050 klettern die Ausgaben von 235 Milliarden Euro auf rund 585 Milliarden. Schon 2035 k&ouml;nnte das System nicht mehr funktionieren.<br>\nDie gesetzlichen Krankenkassen. Ihre Ausgaben wachsen von 140 Milliarden Euro (2004) auf 170 Milliarden im Jahr 2040.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/nachrichten\/politik\/ADAC-startet-Lobby-Verband-fuer-Menschen-ueber-50-id4549354.html\">Der Westen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.B.:<\/strong> Angeblich geht es um Lobbyarbeit f&uuml;r die Generation 50plus. In Wahrheit will sich der Versicherungskonzern ADAC eine kostenlose &ldquo;Dr&uuml;cker Kolonne&rdquo; aufbauen und seine Produkte verkaufen. Clevere PR und cleveres Marketing. Der Sozialstaat kann sich lohnen&hellip;..<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Mit der RAF hat das nichts zu tun<\/strong><br>\nKonservative Krawallpolitiker warnen vor einem neuen Terrorismus von links. Der Staatsschutz h&auml;lt solche Warnungen f&uuml;r &ldquo;Stimmungsmache&rdquo;.<br>\nTrotz brennender Autos und Anschl&auml;gen auf die Polizei: Verfassungsschutz und der Berliner Staatsschutz widersprechen konservativen Innenpolitikern, die vor einem neuen Linksterrorismus warnen. &ldquo;Was wir momentan beobachten, hat mit der RAF nichts zu tun&rdquo;, sagt der f&uuml;r Links- und Rechtsextremismus zust&auml;ndige Dezernatsleiter des Berliner Staatsschutzes, Stefan Redlich, der sonntaz. &ldquo;Wer das herbeiredet, betreibt reine Stimmungsmache.&rdquo;<br>\nDer Staatssch&uuml;tzer wendet sich damit sehr deutlich gegen den nieders&auml;chsischen Innenminister Uwe Sch&uuml;nemann (CDU), der die Szene an der &ldquo;Schwelle zu einem neuen Linksterrorismus&rdquo; sieht und darauf verweist, dass auch die RAF einmal mit Brandanschl&auml;gen begonnen habe. Auch der Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) teilt diese Einsch&auml;tzung: &ldquo;Ich denke, wenn der Trend so anh&auml;lt, muss man wohl die Besorgnis haben, dass er Recht hat.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/mit-der-raf-hat-das-nichts-zu-tun\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>EU in der Schulden-Krise &ndash; Das Zeichen an der Wand<\/strong><br>\nIn den vergangenen Monaten ist die Europ&auml;ische Union nicht &bdquo;immer enger&ldquo; geworden, wie es in ihren Vertr&auml;gen als Ziel proklamiert wird. In der Krise werden die Fundamente der EU ausgeh&ouml;hlt &ndash; wirtschaftliche Unterschiede wachsen, Ressentiments bl&uuml;hen. Das ist gef&auml;hrlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/C30638\/eu-in-der-schulden-krise-das-zeichen-an-der-wand-30465902.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Links oder alternativlos<\/strong><br>\nEine sehr gute Analyse zur Situation der Partei &ldquo;Die Linke&rdquo; liefert Wolfgang Lieb auf den Nachdenkseiten. Leider zieht er die falschen Schl&uuml;sse daraus und &uuml;berfordert die einzige Oppositionspartei im Deutschen Bundestag, als m&uuml;sse sie ein Heilsbringer werden.<br>\nEs wird deutlich, dass die Linke ihrem Parteiprogramm zuviel zutraut und doch auf einem vortheoretischen Niveau bleibt. Letzteres ist nichts Schlechtes f&uuml;r ein Parteiprogramm. Wenn es aber im Grunde Gott und die Welt programmatisch erfassen will, ist dies ein Manko. Man m&uuml;sste sich hier wohl entscheiden, ob es eine konsistente Theorie werden soll, aus der sich alle Positionen ableiten lassen oder sich bescheidener gibt und weniger Festlegungen trifft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=9231\">Feynsinn<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich habe gerade nicht gefordert oder erwartet, dass DIE LINKE ein &ldquo;Heilsbringer&rdquo; werde oder dass sie &ldquo;Gott und die Welt programmatisch erfassen&rdquo; m&uuml;sse. Das hielte ich sogar f&uuml;r gef&auml;hrlich. Ich halte vielmehr genau das f&uuml;r problematisch, dass einer undifferenzierten und pauschalen Kapitalismuskritik unvermittelt ein alternatives Wirtschafts- und Gesellschaftssystem gegen&uuml;ber gestellt wird, in dem sich alle Probleme auf wunderbare Weise von selbst l&ouml;sen (sollen).<br>\nIch habe schon in meiner <a href=\"?p=4874\">Kritik am 1. Entwurf angemerkt<\/a>, dass ich es f&uuml;r dogmatisch halte, von einer &ldquo;konsistenten Theorie&rdquo; alle Positionen ableiten zu wollen. Ich halte gerade nichts, von solcher Subsumtionsdogmatik, die jede Oberfl&auml;chenerscheinung unter ein theoretisches Konstrukt zu zwingen versucht.<br>\nAber ich w&uuml;rde mir im Sinne der Glaubw&uuml;rdigkeit und auch der Vermittlungsm&ouml;glichkeit w&uuml;nschen, dass wenn man schon ein &ldquo;alternatives System&rdquo; anstrebt, wenigstens dessen Strukturen nachvollziehbar und rational fassbar w&auml;ren.<br>\nIch habe kritisiert, dass es eben nicht ausreiche, nur eine Vielzahl von moralisch durchaus hochstehender Forderungen an das Wirtschaften zu richten. Um die Menschen f&uuml;r eine Alternative zu gewinnen, m&uuml;sste man ihnen auch (wenigstens in Umrissen) erkl&auml;ren, wie eine &Ouml;konomie funktionieren k&ouml;nnte, die diese Forderungen tendenziell erf&uuml;llen k&ouml;nnte.<br>\nWenigstens &ndash; und da stimme ich feynsinn zu &ndash; sollte man erwarten, dass im Sinne einer &ldquo;Kritischen Theorie&rdquo; eine &ldquo;kritische Auseinandersetzung mit den althergebrachten Theorien&rdquo; gef&uuml;hrt wird, &ldquo;aus der sich wenigstens die Konturen eines neuen Funktionsmodells erkennen lie&szlig;en&rdquo;.<br>\nGanz anders als feynsinn sehe ich, dass die LINKE eher zuviele &ldquo;Ziele der Geschichte&rdquo; anstrebt, allerdings die Wege zu diesen Zielen (noch) nicht so erkennbar sind, dass es ausreichend viele Menschen wagen w&uuml;rden, diese Wege auch zu betreten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wissenschaftsrat zur Studienplatzvergabe &ndash; Dialogorientiertes Verfahren unverzichtbar<\/strong><br>\nDie Startverschiebung des Dialogorientierten Serviceverfahrens zur Studienplatzvergabe ist f&uuml;r Studienbewerberinnen und &ndash;bewerber sowie f&uuml;r die Hochschulen mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Der Wissenschaftsrat beobachtet diese auf technische Schwierigkeiten zur&uuml;ckzuf&uuml;hrende Entwicklung mit Sorge. In stark nachgefragten Studieng&auml;ngen drohen Studienpl&auml;tze unbesetzt zu bleiben, obwohl gerade in diesem Jahr erneut ein Studienanf&auml;ngerrekord erwartet wird.<br>\nDeshalb muss jetzt kurzfristig eine pragmatische Zwischenl&ouml;sung gefunden werden. Ab dem kommenden Jahr allerdings ist eine funktionierende bundesweite Koordination der Studienbewerbungen unverzichtbar.<br>\n&bdquo;Studienpl&auml;tze sind wertvoll&ldquo;, betont der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Wolfgang Marquardt. &bdquo;Wir k&ouml;nnen es uns nicht leisten, talentierte junge Menschen vor den Toren der Hochschulen zu lassen, auch wenn die Zulassung kompliziert ist.&ldquo; Im Wintersemester 2010\/11 konnten nach Angaben der Kultusministerkonferenz wegen einer fehlenden Abstimmung der lokalen Zulassungsverfahren rund 17.000 Studienpl&auml;tze nicht besetzt werden, dies waren 5 Prozent der Studienpl&auml;tze in zulassungsbeschr&auml;nkten Studieng&auml;ngen. Bezogen auf die Gesamtzahl der Studienanf&auml;ngerinnen und &ndash;anf&auml;nger in allen Studieng&auml;ngen waren dies rund 3 Prozent.<br>\nGegenw&auml;rtig liegt das Hauptproblem in der Kommunikation der zentralen Software mit den lokalen Systemen an den Hochschulen. Zudem sind Fragen der Finanzierung nach Auslaufen der Anschubfinanzierung durch den Bund zwischen L&auml;ndern und Hochschulen ungekl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news432589\">idw<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es sind keineswegs nur &bdquo;technische Schwierigkeiten&ldquo; dass auch im kommenden Wintersemester ein Zulassungschaos herrschen wird und trotz einer erheblichen Zunahme der Studienbewerber (doppelte Abitursjahrg&auml;nge, Aufhebung der Wehrpflicht) wiederum tausende von Studienpl&auml;tze unbesetzt bleiben d&uuml;rften. Es ist die politische Folge davon, dass ein ziemlich gut funktionierendes zentrales Zulassungssystem mit der ZVS zerst&ouml;rt worden ist, ohne dass eine alternative L&ouml;sung ohne die ZVS auch nur in Sicht war. Es ist die politische Folge der F&ouml;deralismusreform, dass die L&auml;nder und durch die &bdquo;entstaatlichten&ldquo; Universit&auml;ten in jedem Land und an den meisten Unis unterschiedliche Zulassungsverfahren eingef&uuml;hrt und unkompatible Verwaltungs-Software eingef&uuml;hrt worden sind. Bei der Entwicklung einer dialogorientierten Software hat es nicht nur gravierende handwerkliche Fehler gegeben, die L&auml;nder als Gesellschafter des Hochschulinformationssystems (HIS), das die neue Software entwickeln sollten, haben es vers&auml;umt entsprechenden Druck zu machen. Und der Stiftungsrat der neuen Zulassungsinstanz hat es vers&auml;umt, diese mit ausreichend Geld auszustatten, dass entsprechend qualifiziertes Personal eingestellt oder gehalten werden konnte. Nach wie vor ist die Finanzierung sowohl der neuen Zulassungsinstanz als auch die Bereitschaft der Hochschulen das neue Verfahren mit zu finanzieren v&ouml;llig offen. Es steht zu bef&uuml;rchten, dass das vielger&uuml;hmte dialogorientierte Zulassungsverfahren auch noch l&auml;ngere Zeit nicht funktionieren wird &ndash; zu Lasten studierwilliger junger Menschen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Institutsgr&uuml;ndung in Berlin als Imagema&szlig;nahme f&uuml;r Google?<\/strong><br>\nDas Unternehmen Google sponsort der Berliner Humboldt-Universit&auml;t (HU) das Institut &lsquo;Internet und Gesellschaft&rsquo;. Nicht nur Fachleute fragen nun: Warum ist es so weit gekommen, dass ein interessierter Konzern diese gesellschaftlich eminent wichtige Forschungsrichtung anschieben muss? Wie steht es in Deutschland um die Erforschung der Wechselwirkung von Internet und Gesellschaft? Und: Was bezweckt Google mit dieser Spende wirklich?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-1244-google_ifig.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Nochmals <a href=\"?p=10107\">Die traurige Hinerlassenschaft von Leo Kirch<\/a><\/strong><br>\nZu Wolfgang Clements medienpolitischen Aktivit&auml;ten beim Aufbau des Privatfernsehens in NRW merkt Peter Kleinert von der <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/\">Neuen Rheinischen Zeitung<\/a> an:\n<blockquote><p>Einig waren sich die Konkurrenten aber in einem: Als 1987 bei der Vorbereitung der Lizenzierung von SAT.1 und RTL in NRW eine Gruppe von politisch engagierten Dokumentarfilmern f&uuml;r das kommerziell unabh&auml;ngige &ldquo;Fernsehfenster KANAL 4&rdquo; ebenfalls eine Sendelizenz beantragte, zeigte ihr die Landesregierung des von Clement beratenen Ministerpr&auml;sidenten Johannes Rau erstmal den Vogel. Auf den Hinweis, sie w&uuml;rden dann eben beim Landesverfassungsgericht klagen, weil die Privaten in anderen Bundesl&auml;ndern l&auml;ngst bewiesen h&auml;tten, dass sie &ldquo;auch in NRW die Kultur des Landes nicht angemessen darstellen w&uuml;rden&rdquo;, was das Landesrundfunkgesetz verlange, lenkten sie ein (1). KANAL 4 erhielt ab Sendebeginn von SAT.1 und RTL im Herbst 1988 einmal pro Woche Sendezeiten auf deren Frequenzen und musste, weil dessen GmbH auf Werbeeinnahmen verzichtete, von diesen auch daf&uuml;r bezahlt werden. Begonnen wurde das KANAL 4-Programm auf RTL mit dem Film &ldquo;G&uuml;nter Wallraff &ndash; Ganz unten&rdquo;, der am 1. Mai 1986 im ARD-Programm trotz eines g&uuml;ltigen Vertrages nicht gesendet werden durfte, nachdem sich der Thyssen-Konzern &uuml;ber eine REPORT-Sendung mit Filmausschnitten und einer Ank&uuml;ndigung des 102 Minuten-Films im Herbst 1985 emp&ouml;rt hatte.<br>\nAls die Lizenzen von SAT.1, RTL und KANAL 4 nach zehn Jahren abgelaufen waren, teilte die Landesrundfunkanstalt des inzwischen zum Ministerpr&auml;sidenten aufgestiegenen Wolfgang Clement den unbequemen KANAL 4-Betreibern mit, sie d&uuml;rften nach 1998 nicht mehr senden, weil ihre Lizenz nicht verl&auml;ngert w&uuml;rde. Eine Klage beim Landesverfassungsgericht, die der Filmemacher und KANAL 4-Gr&uuml;ndungsgesellschafter Peter Kleinert daraufhin der GmbH erneut vorschlug, lehnte dessen Mehrheit ab. Man wolle es &ldquo;lieber im Guten versuchen&rdquo;. Kleinert stieg daraufhin aus und ver&ouml;ffentlichte seine Begr&uuml;ndung in einem &ldquo;offenen Abschiedbrief&rdquo; bei epd-Medien. Er sollte mit seiner Voraussage Recht behalten. Clement, Kirch und Bertelsmann lie&szlig;en KANAL 4 mit einer Reihe angeforderter teurer &ldquo;Probesendungen&rdquo; voll gegen die Wand laufen.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Initiative Nachrichtenaufkl&auml;rung k&uuml;rt Top Ten der vernachl&auml;ssigten Themen<\/strong><br>\n&Uuml;ber Banken-Rettungsschirme liest man auf allen Titelseiten, aber wer kontrolliert eigentlich die Verteilung der Milliarden? Das Spitzen-Thema auf der diesj&auml;hrigen Liste der vernachl&auml;ssigten Nachrichten ist die mangelnde Transparenz des Sonderfonds f&uuml;r Finanzmarktstabilisierung (Soffin).<br>\nNach Ansicht der INA werden auch in diesem Jahr wieder wichtige Themen von den deutschen Medien nicht oder zu wenig aufgegriffen. Heute w&auml;hlte die Jury der INA in Dortmund die Rangliste der wichtigsten von den Medien vernachl&auml;ssigten Themen und Nachrichten im Jahr 2011. Die zehn Top-Themen im Einzelnen:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derblindefleck.de\/index.php\/2011\/07\/15\/vorgestellt-top-themen-2011\/#more-1368\">Initiative Nachrichtenaufkl&auml;rung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Putin kein Vorbild f&uuml;r Deutschland?<\/strong><br>\nBeim Streit um den Quadriga-Preis geht es weniger um Menschenrechte, sondern um den Streit zwischen Atlantikern und Anh&auml;ngern eines B&uuml;ndnisses mit Russland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/150156\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Spuk eines Sommers<\/strong><br>\nDie Gespr&auml;che &uuml;ber Frauenfu&szlig;ball bleiben verkrampft. Daran hat sich auch w&auml;hrend der Weltmeisterschaft nichts ge&auml;ndert. Die sportliche Seite wurde in die Watte des Wohlwollens gebettet. [&hellip;]<br>\nDies alles aber durfte in den Tagen, in denen die deutsche Mannschaft noch auf dem Weg ins Finale war, nur hinter vorgehaltener Hand gesagt werden. Eine Watte des Wohlwollens lag &uuml;ber der sportlichen Seite der WM. Die, die sie ausbreiteten, ahnen nicht, wie beleidigend g&ouml;nnerhaftes Lob in Wirklichkeit ist. In diesem Ton gehalten war zum Beispiel die Beobachtung, es gebe eine Entwicklung zum Besseren. Das ist, als wollte jemand f&uuml;r ein Klavierkonzert werben und auf den Hinweis, der Pianist verspiele sich doch so oft, erwidern: Aber nicht mehr so oft wie fr&uuml;her.<br>\nDie Diskussion &uuml;ber Frauenfu&szlig;ball in Deutschland ist seit jeher verkrampft. Es wird so getan, als gebe es beispielsweise ein Recht auf Gleichbehandlung bei den TV-Sendezeiten und als entlarve sich in der Kritik nur mal wieder der Macho. Mangelt es den Fu&szlig;ballerinnen also in erster Linie an Unterst&uuml;tzung von M&auml;nnerseite? Mitnichten. Der Abstand zwischen tats&auml;chlicher Publikumsresonanz im Alltag und der Promotion &ndash; durch Verbandsfunktion&auml;re und &ouml;ffentlich-rechtliche Fernsehanstalten &ndash; ist nirgends auch nur ann&auml;hernd so gro&szlig; wie beim Frauenfu&szlig;ball. [&hellip;]<br>\nWarum die Eventisierung sportlicher Ereignisse gleich welcher Art in Deutschland besser funktioniert als anderswo, w&auml;re einer besonderen Betrachtung wert. Das Publikum hierzulande, das lehrt die Erfahrung, feiert gern, und wenn es nichts zu feiern gibt, feiert es sich selbst. Der Trend begann bei der Leichtathletik-WM in Stuttgart 1993, und ein Ende ist nicht in Sicht.<br>\nMit dem Abpfiff des Finales am Sonntag platzt die Aufmerksamkeitsblase des Jahres 2011. Es werden keine idiotischen Fragen mehr gestellt wie die, wann gemischte Mannschaften kommen oder ob die Sportschau die Ligaspiele der Frauen zeigen muss. Der Sommerspuk ist vorbei, bald beginnt wieder die Bundesliga. Durchschnittliche Besucherzahl pro Partie in der vergangenen Saison: 836. Es waren keine b&ouml;sen M&auml;chte im Spiel. Es kamen einfach nicht mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/spuk-eines-sommers\/-\/1472602\/8676212\/-\/index.htm\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Acht europ&auml;ische Banken scheitern am Stresstest; Steuerabkommen mit Schweiz; Griechenland droht die Massenarmut; Stuttgart 21; &Auml;rzte diskriminieren Kassenpatienten systematisch; Geldgierige Wohlfahrt; Die Konzerne profitieren; Erneuter Zwischenfall in Japan: Reaktor abgeschaltet; Entwicklung und Perspektiven der Kommunalfinanzen in NRW; Waffengesch&auml;fte; ADAC startet Lobby-Verband f&uuml;r Menschen &uuml;ber 50; Mit der RAF hat<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10116\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10116","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10116","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10116"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10116\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10119,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10116\/revisions\/10119"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10116"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10116"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10116"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}