{"id":101226,"date":"2023-07-18T08:38:27","date_gmt":"2023-07-18T06:38:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101226"},"modified":"2023-07-18T08:38:27","modified_gmt":"2023-07-18T06:38:27","slug":"hinweise-des-tages-4400","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101226","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101226#h01\">Demokratischer Trumpismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101226#h02\">Auch EU gibt letzten Anschein von Souver&auml;nit&auml;t auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101226#h03\">Der unges&uuml;hnte Chemiekrieg gegen Serbien: Wer verurteilt endlich die Nato?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101226#h04\">Keine Strategie: Die Welt sch&uuml;ttelt den Kopf &uuml;ber Olaf Scholz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101226#h05\">Das BRICS-B&uuml;ndnis als Alternative<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101226#h06\">Baerbock verlangt von Putin Verl&auml;ngerung des Getreideabkommens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101226#h07\">Heimatfrontspaltung: Ukraine-Krieg und Koalition.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101226#h08\">Solidarit&auml;t mit Besserverdienenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101226#h09\">Tod vor Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101226#h10\">Gewinner der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101226#h11\">USA trieben Kuba und Iran mit Sanktionen ins feindliche Lager<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101226#h12\">Menschrechtsaktivist Abdulkarim Sadi: Dschenin wurde zu einem Ort der Verw&uuml;stung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101226#h13\">Wieder deutlich mehr Kinderarbeit &ndash; in den USA!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101226#h14\">Wer hat, kriegt noch mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101226#h15\">&bdquo;Arroganz der Macht&ldquo;: Habecks Staatssekret&auml;r schl&auml;gt Kapital aus Steuer-Millionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101226#h16\">Publikumsverachtung &ndash; wie das Fernsehen mit seinen Zuschauern umgeht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Demokratischer Trumpismus<\/strong><br>\nMit dem Amtsantritt des demokratischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten Joe Biden im Jahr 2021 wurde dieses autorit&auml;re Politik-Verst&auml;ndnis zum Regierungsprogramm. Jetzt kam es zu einem B&uuml;ndnis von Regierung und Plattformbetreibern, um gegen kritische Stimmen vorzugehen. Sie setzten das um, was man Bidens Vorg&auml;nger immer vorwarf: Die gezielte Manipulation der &Ouml;ffentlichkeit, um die eigene Agenda durchzusetzen. Der Trumpismus kam ironischerweise erst mit Biden zur Vollendung.<br>\nTwitter hatte zwar nie ein funktionierendes Gesch&auml;ftsmodell, aber wurde f&uuml;r den demokratischen Trumpismus zur wichtigsten Waffe. Die Plattform hatte seit ihrer Gr&uuml;ndung eine herausragende Bedeutung f&uuml;r den politischen Diskurs bekommen. Als einer der ersten hatte das Donald Trump begriffen, der das soziale Netzwerk f&uuml;r die direkte Ansprache der W&auml;hler nutzte, ohne noch auf die klassischen Medien angewiesen zu sein.<br>\nSo wurde die &Uuml;bernahme von Twitter durch Elon Musk im Jahr 2022 zum politischen Schlachtfeld, das den Milliard&auml;r viel Geld kostete, anstatt etwas einzubringen. Die anschlie&szlig;ende Ver&ouml;ffentlichung der &bdquo;Twitter Files&ldquo; wurde zu einer Dokumentation &uuml;ber die Praxis des demokratischen Trumpismus. Dazu geh&ouml;rte der Umgang mit den drei Initiatoren der Barrington Declaration, wo die heute weitgehend unumstrittene Aussage von Kulldorff, Impfungen seien nicht f&uuml;r jede Altersgruppe notwendig, als irref&uuml;hrend klassifiziert wurden.<br>\nSolche Hinweise hat in dieser Zeit wahrscheinlich jeder Leser erlebt. Sie schufen ein politisches Klima der Einsch&uuml;chterung, wo selbst bis dahin harmlose Fachbegriffe wie &bdquo;Herdenimmunit&auml;t&ldquo; und &bdquo;Durchseuchung&ldquo; in das R&auml;derwerk ideologischer Glaubenskrieger gerieten.<br>\nMit dem Trumpismus in ihren beiden Spielarten zerlegte sich die Gesellschaft in feindliche Lager. Selbst eine unpolitische Infektionskrankheit mutierte zur politischen Virologie, wo es nur noch um die Markierung und den Ausschluss des politischen Gegners ging. Der demokratische Trumpismus hatte nach dem Ausbruch der Pandemie deren politisches und agitatorisches Potential erkannt, um die f&uuml;r ihn unbegreiflichen Niederlagen gegen den Rechtspopulismus auszub&uuml;geln.<br>\nMit wissenschaftlichen Erkenntnissen &uuml;ber die Pandemie hatte das nichts zu tun, ansonsten h&auml;tte man wohl eher den vermeintlichen Epidemiologen Karl Lauterbach statt eines tats&auml;chlichen Epidemiologen wie Kulldorff das Etikett &bdquo;irref&uuml;hrend&ldquo; anheften m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dersandwirt.de\/demokratischer-trumpismus\/\">Frank L&uuml;bberding auf Der Sandwirt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Auch EU gibt letzten Anschein von Souver&auml;nit&auml;t auf<\/strong><br>\nWie um den derzeit vieldiskutierten Vasallenstatus Europas zu unterstreichen, hat die EU-Wettbewerbskommissarin entschieden, eine Amerikanerin mit guten Beziehungen zu Apple und Amazon zur neuen Chefvolkswirtin zu machen. Das passt bestens in die erkl&auml;rte US-Strategie, die Europ&auml;er als Hilfstruppen im Kampf mit China um die IT-Vorherrschaft zu requirieren und das Regulierungsumfeld daf&uuml;r passend zu machen.<br>\nDie Entscheidung der EU-Wettbewerbskommissarin, die US-Amerikanerin Fiona Scott Morton, die viele Jahre als Beraterin von Apple und Amazon gearbeitet hat, zu ihrer Chef&ouml;konomin zu machen, hat im EU-Parlament und bei franz&ouml;sischen Politikern wie deren Regierung, scharfe Proteste hervorgerufen. Die deutsche Politik blieb bezeichnenderweise still. Auch die Deutschen Medien blieben v&ouml;llig stumm, bis ein Protestbrief aus dem EU-Parlament an die Kommission &ouml;ffentlich wurde.<br>\nEines der schwierigsten und wichtigsten laufenden und k&uuml;nftigen Themen der EU-Wettbewerbspolitik ist der Umgang mit den amerikanischen Plattform- und IT-Giganten, die monopol&auml;hnliche Stellungen haben und sich nicht an europ&auml;ische Gesetze, insbesondere zum Datenschutz halten und hier fast keine Steuern zahlen.<br>\nDie Berufung von Scott Morton kommt in diesem Umfeld einem Vasallentreuschwur der EU gegen&uuml;ber den USA gleich, alles zu tun, um der Leitmacht in ihrem Abwehrkampf gegen China um die IT-Vorherrschaft auf der Welt zu helfen.<br>\nDen Hintergrund habe ich in einem l&auml;ngeren St&uuml;ck Ende Juni erl&auml;utert, insbesondere, dass es sich dabei um ein Ziel allerh&ouml;chsten Ranges f&uuml;r die US-Regierung handelt und deshalb unbedingte Treue und Unterst&uuml;tzung von den &bdquo;Verb&uuml;ndeten&ldquo; eingefordert wird. (&hellip;)<br>\nMein Fazit von Ende Juni gilt weiterhin:<br>\n&bdquo;Die Machtverh&auml;ltnisse sind so, dass die EU und erst recht Deutschland sich an diesen wenig aussichtsreich erscheinenden Kampf der USA um die Bewahrung ihrer globalen Dominanz beteiligen m&uuml;ssen. Aber je willf&auml;hriger das geschieht, und je weniger das &ouml;ffentlich diskutiert und kritisiert wird, desto r&uuml;cksichtsloser wird das auch gegen unsere Interessen vorangetrieben werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/new\/scott-morton-als-eu-chefoekonomin\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p>dazu: <strong>Der Tod der Idee (EU)<\/strong><br>\nGerade hat die EU-Kommission die US-Amerikanerin Fiona Scott Morton zur Chef&ouml;konomin ihrer Generaldirektion Wettbewerb ernannt. Damit wird die Regulierung der digitalen M&auml;rkte einer mit Interessenskonflikten &uuml;berladenen Lobbyistin der Big-Tech-Konzerne &uuml;bertragen. Morton war nicht nur f&uuml;r das us-amerikanische Justizministerium, sondern auch f&uuml;r mehrere oligopolistische US-Digitalkonzerne t&auml;tig (Apple, Amazon, Microsoft), deren Beratung ihr mehrere Millionen Dollar eingebracht hat. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r das Auswahl- und Einstellungsverfahren der Europ&auml;ischen Kommission gilt f&uuml;r Hohe Beamte die folgende Vorschrift (&bdquo;Senior Officials Policy&ldquo;): &ldquo;Bei der Einstellung sind dem Organ die Dienste von Beamten zu sichern, die auf m&ouml;glichst breiter geographischer Grundlage unter den Staatsangeh&ouml;rigen der Mitgliedstaaten ausgew&auml;hlt werden.&ldquo; Dass es unter den 450 Millionen zur Auswahl stehenden EU-B&uuml;rgern, einige davon mit ausgefuchstem Fachwissen (Candy Crush, Level 1789), keinen Tinder-Match gegeben haben soll, das, mit Verlaub, glauben wir der Kommission einfach nicht. Bei ausnahmslos allen bisherigen Ausschreibungen zum &bdquo;Chief Competition Economist&ldquo;, auch bei der letzten von 2018 (COM\/2018\/10383), war die EU-Staatsb&uuml;rgerschaft als allererste Zulassungsvoraussetzung vermerkt. Im diesj&auml;hrigen (im Februar er&ouml;ffneten) Verfahren (COM\/2023\/10427) ist sie &ndash; bei nahezu wortgleicher &Uuml;bernahme aller anderen Textbausteine &ndash; wie durch Zauberhand verschwunden.<br>\nEs k&ouml;nnte der Verdacht entstehen, so mehrere NGOs um Lobby Control schon im Mai, dass dieses Einstellungsverfahren speziell darauf zugeschnitten wurde, eine ganz bestimmte Bewerberin aus dem Nicht-EU-Raum zu beg&uuml;nstigen. Wir m&ouml;chten h&ouml;flich widersprechen, denn der Sachverhalt geht &uuml;ber den reinen Verdacht nat&uuml;rlich l&auml;ngst hinaus.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/MartinSonneborn\/status\/1680894018610253824\">Martin Sonneborn via Twitter<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/martinsonneborn.de\/der-tod-der-idee-eu\/\">Martin Sonneborn<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der unges&uuml;hnte Chemiekrieg gegen Serbien: Wer verurteilt endlich die Nato?<\/strong><br>\nIst mit dem endg&uuml;ltigen Urteil gegen den bosnisch-serbischen Armeechef Ratko Mladi&#263; die Aufarbeitung der Kriegsverbrechen in Jugoslawien wirklich abgeschlossen?<br>\nAchtundsiebzig Tage lang bombardierte die Nato 1999 ohne Uno-Mandat serbische Krankenh&auml;user, Schulen, Wasserwerke und Chemiebetriebe. Dieser erste Angriffskrieg mit deutscher Beteiligung seit 1945 f&uuml;hrte zu einer &ouml;kologischen und humanen Katastrophe. Doch Kirchen, Umweltverb&auml;nde und B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen schweigen bis heute.<br>\nAm 24. M&auml;rz 1999 begann die Nato ihren Luftkrieg gegen Serbien. Ausgerechnet der gr&uuml;ne Au&szlig;enminister Joschka Fischer heizte mit seinem Kollegen Rudolf Scharping die Kriegsstimmung an. Um &bdquo;ethnische S&auml;uberungen&ldquo;, weitere &bdquo;Vertreibungen&ldquo; und eine &bdquo;humanit&auml;re Katastrophe&ldquo; zu verhindern, sei es dringend n&ouml;tig einzugreifen. Diese Behauptungen sind l&auml;ngst widerlegt, wie Oberstleutnant a.D. Jochen Scholz, ehemaliger Referent beim Generalinspekteur der Bundeswehr im Verteidigungsministerium schon vielfach best&auml;tigte. In den Lageberichten des Amtes f&uuml;r Nachrichtenwesen der Bundeswehr f&uuml;r die Parlamentsabgeordneten war bis zum letzten Tag vor dem Angriff immer nur von einem blutigen B&uuml;rgerkrieg zwischen UCK-Soldaten und der serbischen Armee die Rede.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/der-ungesuehnte-chemiekrieg-gegen-serbien-wer-verurteilt-endlich-die-nato-li.165044\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Keine Strategie: Die Welt sch&uuml;ttelt den Kopf &uuml;ber Olaf Scholz<\/strong><br>\nMit der China-Strategie hat Olaf Scholz alle br&uuml;skiert. Nun r&auml;tseln die F&uuml;hrungen in Peking und Washington: Was will der Mann?<br>\nDie China-Strategie zeigt das ganze Dilemma, in das sich Deutschland gebracht hat: Einerseits versucht die Bundesregierung, China gegen&uuml;ber weiter freundlich zu sein, um den gr&ouml;&szlig;ten Handelspartner nicht zu verprellen. Zum anderen werden einige Menschrechtsthemen angeschnitten, um den transatlantischen Freunden gerecht zu werden. Beide Anliegen sind gescheitert, Partner und Rivalen sch&uuml;tteln den Kopf &uuml;ber die Orientierungslosigkeit von Bundeskanzler Olaf Scholz.<br>\nChinas Reaktion, nachzulesen in den chinesischen Staatsmedien, zeigt, dass Peking sich nicht f&uuml;r dumm verkaufen lassen will. Einhellig stellen chinesische Analysten und Experten fest, dass die vermeintlich feinsinnige Unterscheidung zwischen &bdquo;de-risking&ldquo; und &bdquo;de-coupling&ldquo; eine Wortklauberei ist. Das offizielle Peking reagierte auf das Papier mit einem diplomatischen Sto&szlig;seufzer: Man hoffe, dass Berlin seine Beziehungen zu China auf der Grundlage einer rationalen Politik gestalten werde.<br>\n(&hellip;)<br>\nDie Lage f&uuml;r Deutschland ist verfahren: Die Bundesregierung erkennt nicht, was deutsche Interessen sind, und kann diese folglich auch nirgends durchsetzen. Es fehlt ihr der realistische Blick auf sich selbst. Und so l&auml;uft dieses Land Gefahr, zwischen den Bl&ouml;cken aufgerieben zu werden. Das Lavieren von heute ist der Totentanz von morgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/olaf-scholz-und-die-china-strategie-die-welt-schuettelt-den-kopf-ueber-den-bundeskanzler-li.369894\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Das BRICS-B&uuml;ndnis als Alternative<\/strong><br>\nVor dem heute beginnenden Gipfel der EU mit Lateinamerika bem&uuml;hen sich mehrere dortige Staaten um ein Gegengewicht zum Westen und bauen ihre Zusammenarbeit mit dem BRICS-B&uuml;ndnis aus. Berlin und Br&uuml;ssel wollen den Gipfel nutzen, um st&auml;rkeren Zugriff auf Rohstoffe f&uuml;r die Energiewende zu erlangen, &uuml;ber die Lateinamerika in gro&szlig;en Mengen verf&uuml;gt. Zudem versuchen sie, den lateinamerikanischen Zusammenschluss CELAC gegen Russland in Stellung zu bringen. Die CELAC, die sich gegen die Anma&szlig;ungen der EU seit Wochen entschlossen zur Wehr setzt, hat in den vergangenen Tagen die Forderung nach einer Bitte um Entschuldigung f&uuml;r die Verbrechen der Kolonialzeit und nach Entsch&auml;digung auf die Tagesordnung gesetzt; allerdings gilt als schwer vorstellbar, dass die EU sich darauf einl&auml;sst. Auf der Suche nach einem Gegengewicht gegen den Druck der EU und des Westens ist Argentinien um eine Mitgliedschaft im BRICS-B&uuml;ndnis bem&uuml;ht, dessen Wirtschaftsleistung inzwischen diejenige der G7 &uuml;bertrifft; Uruguay ist der BRICS-Bank beigetreten, Honduras strebt es an. K&uuml;rzlich hat der Au&szlig;enminister der Demokratischen Republik Kongo gefordert, die BRICS sollten &bdquo;eine neue internationale Ordnung schaffen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9299\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Vorw&auml;rts zur Entdollarisierung<\/strong><br>\nBRICS-Staaten werden von US-Dollar immer unabh&auml;ngiger &ndash; ob mit oder ohne eigene W&auml;hrung.<br>\nNach von der Russischen Botschaft in Kenia gestreuten Informationen wollen die bisherigen BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und S&uuml;dafrika eine eigene, durch Gold sowie andere Rohstoffe wie Silber oder seltene Erden gedeckte W&auml;hrung einf&uuml;hren. 41 Staaten h&auml;tten bereits ihr Interesse an einer solchen W&auml;hrung bekundet, deren offizielle Ank&uuml;ndigung w&auml;hrend des f&uuml;r den 15. August anberaumten BRICS-Gipfels in S&uuml;dafrika erfolgen werde. Die Schaffung einer eigenen W&auml;hrung w&uuml;rde aus Sicht der BRICS-Staaten den internationalen Handel erleichtern, vor allem aber den globalen S&uuml;den von der damit enorm geschw&auml;chten Leitw&auml;hrung US-Dollar unabh&auml;ngiger machen und die Herausbildung einer multipolaren Weltordnung weiter bef&ouml;rdern. (&hellip;) Dass es unter den BRICS-Staaten unterschiedliche Haltungen zur Schaffung einer gemeinsamen Kernw&auml;hrung gibt, ist bekannt. Als lauteste Verfechter der Idee gelten der brasilianische Pr&auml;sident Luiz In&aacute;cio Lula da Silva und Vertreter Russlands. S&uuml;dafrika &auml;u&szlig;ert sich deutlich zur&uuml;ckhaltender. Die Notwendigkeit, sich vom US-Dollar und auch vom US-amerikanisch kontrollierten SWIFT-System unabh&auml;ngiger zu machen, ist aber im globalen S&uuml;den unumstritten. Dort leidet man schon seit langem am R&uuml;ckgang seiner Dollar-Reserven. Aber auch die Sanktionspolitik insbesondere der USA, die sich seit Jahrzehnten als imperialistisches Herrschaftsinstrument besonders gegen L&auml;nder des globalen S&uuml;dens richtet, hat diese &Uuml;berzeugung anwachsen lassen. Als Konsequenz hat der Handel in anderen W&auml;hrungen erheblich zugenommen, allen voran in chinesischen Yuan.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/454973.aufstieg-des-globalen-s%C3%BCdens-vorw%C3%A4rts-zur-entdollarisierung.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Baerbock verlangt von Putin Verl&auml;ngerung des Getreideabkommens<\/strong><br>\nAu&szlig;enministerin Annalena Baerbock hat Russlands Pr&auml;sidenten Wladimir Putin dazu aufgefordert, einer Verl&auml;ngerung des Abkommens zur Ausfuhr von ukrainischem Getreide zuzustimmen. &raquo;Unterlassen Sie es, Hunger als Waffe einzusetzen&laquo;, sagte sie am Rande ihres Besuchs bei den Vereinten Nationen in New York.<br>\nDer Kremlherrscher zeige einmal mehr, dass er in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht einmal auf die Schw&auml;chsten R&uuml;cksicht nehme, so Baerbock. Zugleich hob die Au&szlig;enministerin die Bem&uuml;hungen der EU hervor, ukrainisches Getreide auch auf dem Landweg auszuf&uuml;hren. Am Ausbau dieser alternativen Route m&uuml;ssten die Europ&auml;er festhalten. (&hellip;)<br>\nBaerbock bem&uuml;hte sich, die russischen Vorw&uuml;rfe zu entkr&auml;ften, wonach die Sanktionen des Westens Schuld seien an ausbleibenden russischen Getreidelieferungen, etwa nach Afrika und in den Nahen Osten. &raquo;Von Anfang an&laquo; sei Russlands Export von Lebensmitteln und Medikamenten von den Sanktionen ausgenommen gewesen.<br>\nBaerbock nimmt am Montag in New York an einem Festakt zum 25. Jahrestag der Gr&uuml;ndung des Internationalen Strafgerichtshofs teil. Sie will sich f&uuml;r eine &Uuml;berarbeitung des R&ouml;mischen Statuts als rechtliche Grundlage des Gerichtshofes einsetzen. (&hellip;)<br>\nRusslands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe eine Strafverfolgungsl&uuml;cke im Regelwerk offenbart, ist Baerbock &uuml;berzeugt. Zwar kann das Weltstrafgericht gegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gehen die Menschlichkeit und V&ouml;lkermord ermitteln. Aber es ist kaum imstande, die Aggression eines Staates gegen einen anderen zu ahnden &ndash; daf&uuml;r setzt sich Baerbock in New York ein.<br>\n&raquo;Ausgerechnet bei dem Urverbrechen &ndash; dem Angriffskrieg&laquo;, weise das V&ouml;lkerstrafrecht eine L&uuml;cke auf, so Baerbock, sodass die Urheber von Angriffskriegen nicht daf&uuml;r angeklagt werden k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ukraine-annalena-baerbock-verlangt-von-wladimir-putin-verlaengerung-des-getreideabkommens-a-a15426d9-9658-49a5-8edd-ba53c7ec8fcc\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> &ldquo;Spiegel&rdquo; ist bereits oftmals durch eine eigenwillige und fragw&uuml;rdige Berichterstattung aufgefallen. Mit keinem Wort wird die russische Perspektive zum Getreideabkommen dargestellt. Stattdessen wird &uuml;ber Frau Baerbock und ihren Einsatz berichtet, um (angebliche) L&uuml;cken im V&ouml;lkerstrafrecht zu schlie&szlig;en. Es wird jedoch nicht darauf hingewiesen, dass die USA die meisten Angriffskriege begonnen haben. Au&szlig;erdem wird nicht einmal erw&auml;hnt, ob Frau Baerbock sich als derzeit amtierende Bundesau&szlig;enministerin daf&uuml;r einsetzt, dass s&auml;mtliche US-Pr&auml;sidenten, die Angriffskriege befohlen haben, deshalb angeklagt werden und sich daf&uuml;r vor Gericht verantworten m&uuml;ssen.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Kreml erkl&auml;rt Getreideabkommen f&uuml;r beendet<\/strong><br>\nKremlsprecher Dmitri Peskow hat am Montag erkl&auml;rt, dass Moskau das Abkommen zur Ausfuhr von Getreide aus der Ukraine &uuml;ber das Schwarze Meer gestoppt hat. Jener Teil des Abkommens, der Russland betreffe, sei nicht erf&uuml;llt worden. Er sagte:<br>\n&ldquo;Die Schwarzmeer-Initiative ist ab heute nicht mehr in Kraft. Wie der Pr&auml;sident der Russischen F&ouml;deration bereits sagte, l&auml;uft die Frist am 17. Juli ab. Leider ist der Teil dieser Vereinbarungen, der Russland betrifft, bisher nicht erf&uuml;llt worden. Daher werden sie beendet.&rdquo;<br>\nSobald dieser Teil des Abkommens erf&uuml;llt werde, werde Moskau unverz&uuml;glich &ldquo;zur Umsetzung dieses Abkommens zur&uuml;ckkehren&rdquo;. Gleichzeitig verneinte Peskow die Frage, ob die Explosion auf der Krim-Br&uuml;cke Folgen auf den Getreidedeal haben k&ouml;nnte.<br>\nWie die Agentur RIA Nowosti mit Verweis auf das russische Au&szlig;enministerium berichtet, hat Moskau am Montag die T&uuml;rkei und die Ukraine sowie das UN-Sekretariat &uuml;ber seine Einw&auml;nde gegen die Verl&auml;ngerung des Getreideabkommens informiert.<br>\nWladimir Putin hatte bereits vergangene Woche gewarnt, dass Moskau seine Teilnahme am Getreidehandel aussetzen k&ouml;nnte.<br>\nDie Frist f&uuml;r die Verl&auml;ngerung des Getreidedeals l&auml;uft am 17. Juli ab. Die Initiative, die unter UN-Schirmherrschaft zwischen Russland und der T&uuml;rkei sowie der Ukraine und der T&uuml;rkei unterzeichnet wurde, wird alle drei Monate automatisch verl&auml;ngert, sofern nicht eine der Parteien ihren Ausstieg erkl&auml;rt. Russlands Au&szlig;enminister Sergei Lawrow wies mehrmals darau fhin, dass der russische Teil des Abkommens nicht erf&uuml;llt werde, w&auml;hrend der Export ukrainischer Lebensmittel sichergestellt sei. Au&szlig;erdem soll das Getreide aus der Ukraine nicht in die &auml;rmsten L&auml;nder, sondern haupts&auml;chlich in den Westen gehen, hie&szlig; es aus Moskau.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.me\/international\/175434-kreml-erklaert-getreideabkommen-fuer-beendet\/\">RT DE<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Das Getreideabkommen l&auml;uft am 17. Juli aus<\/strong><br>\nDie EU hat die Rosselskhosbank (russische Landwirtschaftsbank) vom internationalen Zahlungssystem SWIFT abgeschnitten, weshalb es f&uuml;r andere Staaten nun schwierig geworden ist, Getreide und andere Lebensmittel in Russland zu kaufen. Laut dem Getreideabkommen m&uuml;sste die EU diese Sanktion aufheben, aber die EU denkt gar nicht daran.<br>\nStattdessen hat die EU vorgeschlagen, die Bank k&ouml;nnte eine Tochtergesellschaft gr&uuml;nden und die EU w&uuml;rde dann pr&uuml;fen, ob diese Tochtergesellschaft vielleicht an das SWIFT angeschlossen werden k&ouml;nnte. Darauf hat Russland geantwortet, dass es dieses Prozedere ohne eine klare Zusage der EU nicht beginnen wird, zumal es einfacher w&auml;re, die vorhandene Bank wieder an das SWIFT anzuschlie&szlig;en. (&hellip;)<br>\nMan muss nicht viel Fantasie haben, um sich vorzustellen, wie die westlichen Medien reagieren werden, wenn Russland einer weiteren Verl&auml;ngerung des Getreideabkommens nicht zustimmt. Die westlichen Medien w&uuml;rden die Kampagne vom Sommer 2022 wiederholen und Russland wieder beschuldigen, den weltweiten Hunger als Waffe einzusetzen. (&hellip;)<br>\nSchon im M&auml;rz 2023 hat der russische Pr&auml;sident Putin in seiner Rede auf der parlamentarischen Konferenz Russland-Afrika betont, dass Moskau auf dem &bdquo;Paketcharakter&ldquo; des Abkommens bestehe, &bdquo;vor allem im Interesse der afrikanischen und anderer Entwicklungsl&auml;nder&ldquo;. Das bedeutet, dass Russland es nicht mehr akzeptieren will, dass nur der Teil des Getreideabkommens umgesetzt wird, der die Ukraine betrifft, w&auml;hrend der Teil des Abkommens, der Russland betrifft, vom Westen nicht umgesetzt wird.<br>\nPutin versicherte in seiner Rede jedoch auch, dass Moskau f&uuml;r den Fall, dass es sich entschlie&szlig;en sollte, das Getreideabkommen nicht zu verl&auml;ngern, bereit sei, &bdquo;die gesamte Menge, die in der Vergangenheit in die besonders bed&uuml;rftigen L&auml;nder Afrikas geliefert wurde, von Russland aus kostenlos an diese L&auml;nder zu liefern.&ldquo;<br>\nIm Klartext: Wenn es sein muss, wird Russland sein Getreide an diese L&auml;nder verschenken, damit sie genug Lebensmittel haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2023\/das-getreideabkommen-laeuft-am-17-juli-aus\/\">Anti-Spiegel<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>&bdquo;Putin nimmt die &Auml;rmsten der Armen in Geiselhaft&ldquo;<\/strong><br>\nDeutsche Politiker verurteilen die Aussetzung des Getreideabkommens durch Moskau. Landwirtschaftsminister &Ouml;zdemir wirft Putin vor, Hunger als Waffe einzusetzen. (&hellip;)<br>\nLandwirtschaftsminister Cem &Ouml;zdemir (Gr&uuml;ne) sagte: &bdquo;Es muss ein Ende haben, dass Hunger als Waffe eingesetzt wird, Putin nimmt die &Auml;rmsten der Armen auf dieser Welt in Geiselhaft f&uuml;r seine grauenhafte Kriegstreiberei.&ldquo;<br>\nDie Ministerin f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit, Svenja Schulze (SPD), sagte, die &Auml;u&szlig;erung des Kreml-Sprechers zu einem &bdquo;de facto-Ende&ldquo; der Lieferungen zeige &bdquo;einmal mehr, dass Putin der Hunger auf der Welt und die Sorgen der Entwicklungsl&auml;nder letztlich egal sind. Das ukrainische Getreide k&ouml;nnte helfen, die Weltmarktpreise zu d&auml;mpfen und so den Hunger zu bek&auml;mpfen.&ldquo; Aus der Erpressbarkeit k&ouml;nne man heraus, so die Ministerin, &bdquo;wenn Entwicklungsl&auml;nder wieder mehr selber anbauen statt sich auf Weltmarkt-Weizen zu verlassen.&ldquo; Deutschland unterst&uuml;tze das seit Kriegsausbruch &bdquo;massiv&ldquo;. Zudem k&ouml;nne die Ukraine mit Hilfe der EU &bdquo;bereits deutlich mehr Getreide als fr&uuml;her &uuml;ber den Landweg exportieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/kritik-aus-deutschland-an-ende-von-getreideabkommen-19039803.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und siehe da, auch Mitglieder der Bundesregierung wiederholen &ndash; unterst&uuml;tzt von zahlreichen Medien (z.B. auch <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/dpa\/baerbock-an-putin-stoppen-sie-den-einsatz-von-getreide-als-waffe\/29263168.html\">Baerbock an Putin: Stoppen Sie den Einsatz von Getreide als Waffe<\/a>) &ndash; den Vorwurf, Russland setze Hunger als Waffe ein. Quod erat demonstrandum.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Heimatfrontspaltung: Ukraine-Krieg und Koalition.<\/strong><br>\nAuf dem NATO-Gipfel in Vilnius holte sich Kiew einige politische Ohrfeigen. Das Bestehen darauf, eine Einladung in den Pakt zu erhalten, soll Joseph Biden mit einem &raquo;Basta&laquo; beendet haben. Der britische Verteidigungsminister Ben Wallace konterte die Waffenbestelllisten aus Kiew mit der Bemerkung, er sei doch nicht Amazon. Beim Wettrennen des Westens, wer die meisten Waffen gegen Russland liefert, gab es zwar Zulagen &ndash; Streubomben aus Washington und 700 Millionen Euro aus Berlin zus&auml;tzlich, von wo bis 2027 insgesamt R&uuml;stungsg&uuml;ter f&uuml;r 17 Milliarden Euro kommen sollen &ndash; bei entsprechender K&uuml;rzung der Kindergrundsicherung. Von Selenskij und Co. ist dazu in Endlosschleife zu h&ouml;ren: &raquo;Das reicht alles nicht.&laquo; Das ist nach Ansicht zum Beispiel f&uuml;hrender US-Milit&auml;rs sogar richtig: Seit Herbst 2022 erkl&auml;ren sie, dass der Ukraine-Krieg von keiner Seite gewonnen werden kann, sondern steckenbleibt. Der j&uuml;ngste Beleg daf&uuml;r scheint die wochenlang mit medialem Tamtam im Westen angek&uuml;ndigte &raquo;Gegenoffensive&laquo; der Streitkr&auml;fte Kiews zu sein: Sie findet nicht statt oder nur als gro&szlig;m&auml;ulige Propaganda. (&hellip;) Berlin reagiert auf die Lage &ndash; Kiew politisch vertr&ouml;sten, bei den R&uuml;stungslieferungen so viel drauflegen, dass es nicht zum Eklat kommt &ndash; nicht mehr einheitlich. Das war am Wochenende zu besichtigen. (&hellip;) Der Riss in der Koalition spiegelt die Spaltung der deutschen Heimatfront wider. Baerbock h&ouml;rte im s&auml;chsischen B&auml;renstein laut Tagesspiegel am Sonntag nicht nur gellende Pfiffe, sondern sah auch Plakate mit &raquo;Gr&uuml;ne an die Ostfront&laquo; und &raquo;Keine Panzerlieferungen&laquo;. Alles AfD? Wer eine Baerbock Krieg f&uuml;hren l&auml;sst, braucht sich um rechte Wahlsiege nicht mehr zu sorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/455000.heimatfrontspaltung.html\">Arnold Sch&ouml;lzel in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Solidarit&auml;t mit Besserverdienenden<\/strong><br>\nDie geplante Herabsetzung der Einkommensgrenze f&uuml;r das Elterngeld hat eine Welle der Anteilnahme ausgel&ouml;st. Wieso erfahren Topverdiener mehr Solidarit&auml;t als Mindestlohnempf&auml;nger? [&hellip;]<br>\nJe h&auml;ufiger und intensiver die Medien &uuml;ber ein bestimmtes Thema berichten, umso eher wird es als Problem wahrgenommen. So betrachtet ist es kein Wunder, dass die geplante Streichung des Elterngeldes f&uuml;r Paare mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen ab 150.000 Euro so hohe Wellen schl&auml;gt. Doch warum berichten die Medien so intensiv &uuml;ber dieses Thema? An der Zahl der Betroffenen kann es kaum liegen, wie ein Vergleich mit der eher sp&auml;rlichen Berichterstattung &uuml;ber die k&uuml;rzlich beschlossene Erh&ouml;hung des Mindestlohns von 12 Euro auf l&auml;cherliche 12,41 Euro zum 1. Januar 2024 zeigt. Rund 5,8 Millionen Jobs in Deutschland werden nur mit dem Mindestlohn bezahlt. Die Absenkung der Einkommensgrenze f&uuml;r das Elterngeld von 300.000 Euro auf 150.000 Euro soll ebenfalls zum 1. Januar 2024 in Kraft treten, und sie gilt nur f&uuml;r die ab diesem Zeitpunkt geborenen Kinder. Nach Sch&auml;tzung des Bundesfamilienministeriums werden davon rund 60.000 Familien betroffen sein.<br>\nDoch w&auml;hrend die Reallohnk&uuml;rzung f&uuml;r die Mindestlohnbezieher nach kurzer Zeit wieder in der medialen Versenkung verschwand, ist das Elterngeld-Thema auf dem besten Weg, der Klimaapokalypse und dem Ukrainekrieg den Rang abzulaufen. Daf&uuml;r muss es einen Grund geben.<br>\nWerden junge Familien k&uuml;nftig in Not und Elend gest&uuml;rzt? Wohl kaum, zumal die Einkommensgrenze sich auf das zu versteuernde Einkommen bezieht. Das Bruttoeinkommen der Betroffenen wird meist eher bei 180.000 Euro liegen. Unter Bezug auf diese Zahl sagte die Journalistin Julia Friedrichs am vergangenen Sonntag in der ARD-Talkshow &bdquo;Anne Will&ldquo;, es handele sich hier nicht um &bdquo;die Mitte der Gesellschaft&ldquo;, sondern die zwei Prozent Topverdiener. Solche Menschen k&ouml;nnten froh sein, &bdquo;dass sie den Staat nicht brauchen, um ihr Leben so leben zu k&ouml;nnen, wie sie wollen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/solidaritaet-mit-besserverdienenden\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Tod vor Rente<\/strong><br>\nBericht: Sterberisiko steigt bei l&auml;ngerer Lebensarbeitszeit, Geringverdiener besonders betroffen. Die Linke kritisiert &raquo;zynische&laquo; Debatte um Altersruhe.<br>\nEs ist belegt: Altwerden ist eine Klassenfrage, eine Frage des Einkommens und &raquo;sozialen Status&laquo;. Kurzum, wer l&auml;nger malocht, stirbt fr&uuml;her, besonders Niedrigl&ouml;hner, berichtete die gewerkschaftsnahe Hans-B&ouml;ckler-Stiftung (HBS) am Sonnabend in einem Beitrag ihres Magazins Mitbestimmung. Konkret: &raquo;Ein Jahr Arbeit zus&auml;tzlich erh&ouml;ht das Sterberisiko zwischen 60 und 69 Jahren um 4,2 Prozentpunkte&laquo;, so die HBS-Autoren gest&uuml;tzt auf Studien eines Forscherteams der Unis Barcelona und Mannheim. Anders ausgedr&uuml;ckt: Wer k&ouml;rperlich hart schuftet oder stumpfsinnige Jobs verrichtet, riskiert, von seiner Rente gar nichts zu sehen. Konservative und Kapitalbosse rechtfertigen einen sp&auml;teren Ruhestand mit h&ouml;herer Lebenserwartung. Erfolgreich. Bis 2031 steigt das gesetzliche Renteneinstiegsalter hierzulande auf 67 Jahre. CDU-Politiker Jens Spahn setzte k&uuml;rzlich noch eins drauf, will die Rente mit 63 ganz abschaffen &ndash; angeblich wegen Fachkr&auml;ftemangels. Vertreter von Industriellenklubs flankieren solcherlei Attacken auf Erwerbst&auml;tige. (&hellip;) &raquo;Zu viele Menschen sind weit davon entfernt, Arbeitsbedingungen zu haben, die sie bis zum jetzigen Renteneintrittsalter bringen&laquo;, sagte Johanna Wenckebach, Arbeitsrechtlerin und Direktorin des Hugo-Sinzheimer-Instituts der HBS, am Sonntag zu jW. Jobsituationen zu verbessern w&auml;re der richtige Ansatz in Zeiten des demographischen Wandels. Das wei&szlig; auch Klaus-Dieter Gleitze. Vorst&ouml;&szlig;e &agrave; la Spahn vertieften die Spaltung der Gesellschaft &raquo;und sind, wenn sie durchkommen, pure Rentenk&uuml;rzung&laquo;, betonte der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Landesarmutskonferenz Niedersachsen gleichentags im jW-Gespr&auml;ch. (&hellip;) Nie zuvor lebten so viele Rentner in diesem Land von Grundsicherung wie heute, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe am Sonntag unter Berufung auf unver&ouml;ffentlichte Daten des Statistischen Bundesamtes. Demnach waren im ersten Quartal des Jahres 684.000 Rentenbezieher auf das Existenzminimum angewiesen &ndash; 90.000 mehr als im Vorjahr. &raquo;Zynisch&laquo; sei die Debatte um Rente ab 70, befand Pascal Meiser (Die Linke) am Sonntag gegen&uuml;ber jW. &raquo;Malochen bis zum Umfallen also&laquo;, so der gewerkschaftspolitische Sprecher seiner Bundestagsfraktion weiter. Merksatz: Blo&szlig; nicht schwer und monoton ackern, blo&szlig; nicht schlecht und nur gelegentlich verdienen, dann wird&rsquo;s was mit ausk&ouml;mmlicher Altersruhe. Vielleicht. Nur, wer schafft das schon im Klassenstaat?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/454962.sozialpolitik-tod-vor-rente.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gewinner der Krise<\/strong><br>\nDeutsches Kapital auf Raubzug in Griechenland. W&auml;hrend der Finanzkrise zwang das deutsche Kapital die griechische Bev&ouml;lkerung in die Knie. Die Auswirkungen sp&uuml;ren die Menschen bis heute.<br>\nIm Mai 2010 bat der sozialdemokratische griechische Ministerpr&auml;sident Giorgos (Andrea) Papandreou die Institutionen der Europ&auml;ischen Union um Hilfe. Das Land versank in Schulden, die vor allem sein Vorg&auml;nger Kostas Karamanlis, damals auch Anf&uuml;hrer der b&uuml;rgerlich-rechten Partei Nea Dimokratia (ND), angeh&auml;uft hatte. Papandreou wie Karamanlis sind Spr&ouml;&szlig;linge dreier Unternehmer- und Politikerdynastien, die nicht nur &uuml;ber Jahrzehnte die griechische Gesellschaft beherrschten, sondern aus ihrem nahezu ausschlie&szlig;lich auf die Eroberung politischer Macht ausgerichteten Dasein ein &auml;u&szlig;erst lukratives Gesch&auml;ftsmodell machten. Zu den Karamanlis und Papandreous hatten sich in den sechziger Jahren die Mitsotakis gesellt, die gegenw&auml;rtig den Ministerpr&auml;sidenten Kyriakos Mitsotakis und seit 2019 den B&uuml;rgermeister der Hauptstadt Athen Kostas Bakogiannis stellen. Seine Mutter Dora Bakogiannis ist die Schwester des Premierministers, sie war ebenfalls B&uuml;rgermeisterin von Athen sowie Kulturministerin und Au&szlig;enministerin.<br>\nDiese einleitende Bemerkung ist insofern wichtig, als die genannten Clans, wie sie auch in Griechenland genannt werden, mit Beginn der sogenannten Schuldenkrise selbstverst&auml;ndlich die Erz&auml;hlung dar&uuml;ber kontrollierten, was die Krise verursacht haben sollte. Als die &raquo;Troika&laquo; &ndash; Europ&auml;ische Zentralbank (EBZ), Europ&auml;ische Kommission und Internationaler W&auml;hrungsfonds (IWF) &ndash; im Fr&uuml;hjahr 2010 ihre Arbeit aufnahm und fortan &uuml;ber den griechischen Staatshaushalt bestimmte, wurde das Volk zum Schuldigen des finanzpolitischen Desasters erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1404058877369\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>USA trieben Kuba und Iran mit Sanktionen ins feindliche Lager<\/strong><br>\nHeute halte man an den Sanktionen fest, weil diese L&auml;nder mit den Feinden kooperieren, sagt Politologie-Professor Peter Beinart.<br>\nDie Biden-Administration hat k&uuml;rzlich zwei d&uuml;stere Ank&uuml;ndigungen gemacht: Der Iran hilft bei der Herstellung von Drohnen f&uuml;r Russland und China betreibt eine Spionagebasis in Kuba. Washingtons einflussreiches &laquo;Center for a New American Security&raquo; hat eine neue &laquo;Achse der Autorit&auml;ren&raquo; ausgemacht, welche die US-Interessen von Ostasien bis in die Karibik und Osteuropa bis zum Persischen Golf bedrohe. &laquo;Amerikas Feinde b&uuml;ndeln ihre Kr&auml;fte&raquo;: Das sei die klare Botschaft hinter diesen &Auml;usserungen, kommentiert der Politikwissenschaftler Peter Beinart in der &laquo;New York Times&raquo; vom 3. Juli.<br>\nBeinart ist Professor f&uuml;r Journalismus und Politikwissenschaft an der &laquo;Newmark School of Journalism&raquo; an der &laquo;City University of New York&raquo;.<br>\nMit der &laquo;Achse der Autorit&auml;ren&raquo; werde impliziert, dass das, was die Regierungen Russlands, Chinas, Irans und Kubas verbinde, ihre gemeinsame Abneigung gegen die Demokratie sei. Dies bilde ein ansprechendes Narrativ f&uuml;r Washingtons aussenpolitische Zirkel, die Amerikas geopolitische K&auml;mpfe gerne als &laquo;Wettstreit zwischen Freiheit und Tyrannei&raquo; darstellten. (&hellip;)<br>\nEs gebe aber ein Problem, moniert Peter Beinart. Noch vor wenigen Jahren h&auml;tten die Regierungen Kubas und Irans engere Beziehungen zu Washington angestrebt, obwohl damals beide gleich autorit&auml;r regiert wurden wie heute. Sie h&auml;tten sich eben nicht aus Hass auf die Demokratie in Richtung Russland und China bewegt, sondern weil die Vereinigten Staaten ihre Ann&auml;herungsversuche verschm&auml;ht und sie dadurch in die Arme der Feinde getrieben h&auml;tten.<br>\nSowohl unter Donald Trump als auch unter Pr&auml;sident Biden habe Washington dazu beigetragen, genau die antiamerikanischen Partnerschaften zu schaffen, die es jetzt beklage, und genau dasselbe h&auml;tten die USA schon w&auml;hrend des Kalten Krieges getan.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/usa-trieben-kuba-und-iran-mit-sanktionen-ins-feindliche-lager\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Menschrechtsaktivist Abdulkarim Sadi: Dschenin wurde zu einem Ort der Verw&uuml;stung<\/strong><br>\nSeit mehr als einem Jahrzehnt arbeitet der Psychologe Abdulkarim Sadi als Human Rights Researcher im Norden der Westbank f&uuml;r die israelische Menschenrechtsorganisation B&rsquo;Tselem. Derzeit f&auml;hrt er jeden Tag von Tulkarem, seinem Wohnort, &uuml;ber 50 Kilometer nach Dschenin in das dortige Fl&uuml;chtlingslager, um f&uuml;r seinen Arbeitgeber und die United Nations Relief and Work Agency (UNRWA) Sch&auml;den aufzunehmen und mit den Einwohnern zu sprechen. Im Lager leben fast 24.000 Menschen, davon 7.148 Kinder.<br>\nder Freitag: Was war beim Einsatz der israelischen Armee Anfang des Monats anders als bei vorherigen Aktionen dieser Art?<br>\nAbdulkarim Sadi: Seit mehr als zwei Jahren dringen israelische Milit&auml;rs regelm&auml;&szlig;ig in dieses Lager ein, um es zu durchsuchen. Normalerweise begann das mit Under-Cover-Einheiten in Autos oder Lastwagen mit pal&auml;stinensischen Kennzeichen, gefolgt von Jeeps der Armee, um die Sicherheit der Soldaten zu gew&auml;hrleisten.<br>\nWie war es diesmal?<br>\nGanz anders. Es wurde eine Operation gestartet, die Premier Benjamin Netanjahu &bdquo;House and Garden&ldquo; genannt hatte. Sie begann damit, dass der Einsatz in israelischen Medien in arabischer Sprache angek&uuml;ndigt wurde. Alles geschah mitten in der Nacht. Zun&auml;chst wurden die Zufahrtsstra&szlig;en zum Camp und die Hauptstra&szlig;en &ndash; insgesamt 3,9 Kilometer lang &ndash; von Bulldozern bis zu einer Tiefe von einem Meter aufgerissen. Damit wurde das Lager vom Rest der Stadt getrennt, der Transport in Krankenh&auml;user f&uuml;r Verletzte erschwert und das Leitungssystem f&uuml;r Abwasser, Wasser sowie Elektrizit&auml;t zerst&ouml;rt. Im gesamten Lager brannte kein Licht mehr. Es war schwer f&uuml;r die Menschen, sich in Sicherheit zu bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgang-sreter\/menschrechtsaktivist-abdulkarim-sadi-dschenin-wurde-zu-einem-ort-der-verwuestung\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wieder deutlich mehr Kinderarbeit &ndash; in den USA!<\/strong><br>\nW&auml;hrend sich die USA nach au&szlig;en immer noch als &laquo;Traumland&raquo; verkaufen, wo man &laquo;vom Tellerw&auml;scher zum Milliard&auml;r&raquo; aufsteigen kann, ist die dortige soziale Realit&auml;t eine ganz andere. Der bekannte Historiker und Buchautor Steve Fraser hat es so formuliert: &laquo;Die R&uuml;ckkehr der Kinderarbeit ist das j&uuml;ngste Zeichen des US-amerikanischen Niedergangs.&raquo; Globalbridge.ch hat seinen j&uuml;ngsten Bericht zum Thema Kinderarbeit &uuml;bersetzt. (&hellip;)<br>\nIm Jahr 1904 wurde ein Nationales Komitee zum Kampf gegen Kinderarbeit gegr&uuml;ndet. Jahrelang setzte es sich daf&uuml;r ein, dass die Staaten die Kinderarbeit verbieten oder zumindest einschr&auml;nken sollten. Dessen Siege waren jedoch oft nur Pyrrhussiege, denn die erlassenen Gesetze waren stets schwach, enthielten Dutzende von Ausnahmen und wurden nur unzureichend durchgesetzt. Schlie&szlig;lich wurde 1916 ein Bundesgesetz verabschiedet, das die Kinderarbeit &uuml;berall verbot. Im Jahr 1918 jedoch erkl&auml;rte der Oberste Gerichtshof dieses Gesetz wieder f&uuml;r verfassungswidrig.<br>\nErst in den 1930er Jahren, nach der Gro&szlig;en Depression, begann sich die Lage zu verbessern. Angesichts der damaligen wirtschaftlichen Verw&uuml;stung k&ouml;nnte man annehmen, dass billige Kinderarbeit sehr gefragt gewesen w&auml;re. Da die Arbeitspl&auml;tze jedoch so knapp waren, bekamen Erwachsene, vor allem M&auml;nner, den Vorrang und &uuml;bernahmen Arbeiten, die fr&uuml;her den Kindern vorbehalten waren. In denselben Jahren wurden in der Industrie immer komplexere Maschinen eingesetzt, die sich f&uuml;r j&uuml;ngere Kinder als zu kompliziert erwiesen. Gleichzeitig stieg das Alter der Schulpflicht stetig an, was die Zahl der verf&uuml;gbaren Kinderarbeiter noch weiter einschr&auml;nkte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/wieder-deutlich-mehr-kinderarbeit-in-den-usa\/\">Steve Fraser in Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wer hat, kriegt noch mehr<\/strong><br>\nDas Bundeskabinett genehmigt sich einen &uuml;ppigen Inflationsausgleich. Kritik daran kommt vom Sozialverband VdK.<br>\nGeldsegen f&uuml;r die Mitglieder der Bundesregierung: Kanzler Olaf Scholz (SPD) und alle Minister erhalten eine steuerfreie Inflationspr&auml;mie in H&ouml;he von 3.000 Euro. Damit werde die Tarifeinigung im &ouml;ffentlichen Dienst &raquo;wirkungsgleich und systemgerecht&laquo; auf die Bundesbeamten &uuml;bertragen, erkl&auml;rte dazu Regierungssprecher Steffen Hebestreit laut Handelsblatt vom Freitag. Tags zuvor hatte das Kabinett &uuml;ber den &uuml;ppigen Zuschlag f&uuml;r die Bestverdiener befunden. Demnach wollen Kanzler Olaf Scholz und zehn der Bundesminister das Geld spenden. Verteidigungsminister Boris Pistorius, Kanzleramtsminister Wolfgang Schmidt, Gesundheitsminister Karl Lauterbach (alle SPD) sowie Verkehrsminister Volker Wissing, Finanzminister Christian Lindner und Justizminister Marco Buschmann (alle FDP) hatten sich bis Freitag noch nicht zum Umgang mit dem Extrageld ge&auml;u&szlig;ert. &raquo;Irritiert&laquo; zeigte sich der Sozialverband VdK, dass sich die Bundesregierung mit der Zustimmung zum &raquo;Gesetz zur Anpassung der Bundesbesoldung und -versorgung&laquo; die 3.000 Euro steuerfreie Inflationspr&auml;mie genehmigt h&auml;tte. Mit diesem Beschluss verspiele die Politik weiteres Vertrauen, so VdK-Pr&auml;sidentin Verena Bentele. &raquo;Es ist ein fatales Signal an die Bev&ouml;lkerung, wenn die Bundesregierung Inflationspr&auml;mien erh&auml;lt, w&auml;hrend andere Gruppen, etwa arme Familien oder Rentnerinnen und Rentner, vergebens auf einen Ausgleich der gestiegenen Kosten warten.&laquo; Die Kabinettsmitglieder ben&ouml;tigten die Pr&auml;mie finanziell nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/454982.regierung-als-selbstbedienungsladen-wer-hat-kriegt-noch-mehr.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&bdquo;Arroganz der Macht&ldquo;: Habecks Staatssekret&auml;r schl&auml;gt Kapital aus Steuer-Millionen<\/strong><br>\nRobert Habecks Wirtschaftsministerium f&ouml;rderte Start-up-Unternehmen, an denen der f&uuml;r Start-ups zust&auml;ndige Staatssekret&auml;r der Beh&ouml;rde, Udo Philipp, direkt oder indirekt beteiligt ist. Dieser sieht darin kein Problem. Die Opposition schon. Selbst Ampel-Mitglieder kritisieren das Ministerium.<br>\nAls sich Udo Philipp weigert, vor Kurzem vor dem Wirtschaftsausschuss des Bundestags auszusagen, ver&auml;rgert er selbst Mitglieder der Ampel-Koalition. Gegen Philipp, in Robert Habecks Wirtschaftsministerium als Staatssekret&auml;r f&uuml;r Start-ups verantwortlich, stehen erneut Interessenskonflikt-Vorw&uuml;rfe im Raum. Doch Philipp meint, es sei alles gesagt. &bdquo;Respektlos&ldquo;, findet das SPD-Obmann Bernd Westphal laut ARD. FDP-Obmann Reinhard Houben meint, Philipp t&auml;te sich mit der Absage keinen Gefallen.<br>\nIn einem Streit um &ndash; nach aktuellem Stand &ndash; Kleinigkeiten, irritiert das Verhalten des Wirtschaftsministeriums Kritiker mehr als die eigentlichen Vorw&uuml;rfe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/habecks-staatssekretaer-investiert-in-start-ups-denen-sein-ministerium-millionen-zuschiesst_id_198913438.html\">Focus Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Publikumsverachtung &ndash; wie das Fernsehen mit seinen Zuschauern umgeht<\/strong><br>\nDer &ouml;ffentlichrechtliche Rundfunk in Deutschland hat sich verselbst&auml;ndigt. Er ist teuer, politisch einseitig und produziert immer mehr vom immer Gleichen. Dieses Biest ist nicht mehr zu z&auml;hmen. [&hellip;]<br>\nDie Probleme des &ouml;ffentlichrechtlichen Rundfunks liegen ganz woanders und viel tiefer. Diese Organisation von Rundfunk und Fernsehen ist an sich heikel, wenn nicht dubios. Das beginnt schon beim Namen &ouml;ffentlichrechtlich. Das Konstrukt ist ein Etikettenschwindel. Statt &ouml;ffentlich ist es voller Mauscheleien, Tricksereien und undurchsichtig, was die Besetzung von Posten und R&auml;ten anbelangt. Rechtlich? Eher rechthaberisch, fragw&uuml;rdig, zweifelhaft.<br>\nStiege ein Engel dieser Tage vom Himmel herab und erblickte die deutsche Radio- und Fernsehlandschaft, was s&auml;he er da? Ein mit 8,4 Milliarden Euro Geb&uuml;hren am Laufen gehaltenes Gebilde mit einem breiten Angebot f&uuml;r jedermann. Eine Art television&auml;res Galeria Kaufhof. Alles im Angebot, jederzeit verf&uuml;gbar, vieles nicht zeitgem&auml;ss. Das allm&auml;chtige deutsche Bundesverfassungsgericht zwingt &ndash; Pech f&uuml;r die Besch&auml;ftigten von Galeria Kaufhof &ndash; niemanden, bei ihnen einzukaufen. W&auml;re es anders, h&auml;tten diese &uuml;berhaupt kein Problem, und der Konzern k&ouml;nnte weitermachen wie bisher. Hingegen sch&uuml;tzt das Verfassungsgericht den Geb&uuml;hrenrundfunk und damit dessen Mitarbeiter. Denen kann es v&ouml;llig egal sein, was sie senden. Ihr Arbeitsplatz ist sicher. Wie die Rente.<br>\nJeder Kaufmann weiss: Wer mit einem Produkt auf dem Markt Erfolg haben will, muss h&ouml;flich und freundlich sein. Und genau hier offenbart sich ein Hauptproblem dieses Systems: die Publikumsverachtung von vielen Mitarbeitern. Etliche wollen gar nicht freundlich sein, sie scheren sich nicht um W&uuml;nsche und Erwartungen der Konsumenten. Aus Umfragen ist bekannt: 70, eher 80 Prozent der Zuschauer lehnen, wie auch die Gesellschaft f&uuml;r deutsche Sprache, das Gendern rundweg ab. Sie empfinden diesen falschen Neusprech als Zumutung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/publikumsverachtung-wie-das-fernsehen-mit-seinen-zuschauern-umgeht-ld.1741128\">Hans-Hermann Tiedje in der NZZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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