{"id":101282,"date":"2023-07-19T08:41:00","date_gmt":"2023-07-19T06:41:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101282"},"modified":"2023-07-19T08:41:00","modified_gmt":"2023-07-19T06:41:00","slug":"hinweise-des-tages-4401","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101282","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101282#h01\">Meister der Doppelmoral<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101282#h02\">V&ouml;lkerrechtsbruch ist V&ouml;lkerrechtsbruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101282#h03\">Deutsche China-Strategie: Zwischen Gr&ouml;&szlig;enwahn und kolonialem Phantomschmerz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101282#h04\">Die USA sind nicht mehr in der Lage, eine mafi&ouml;se, auf Regeln basierende Ordnung&rdquo; aufrechtzuerhalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101282#h05\">Teurer Lebensabend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101282#h06\">Albanien will das deutsche Gesundheitswesen nicht mehr finanzieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101282#h07\">Klima, Krise, Krieg: Der Konsens br&ouml;ckelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101282#h08\">Zwischen Party und Elend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101282#h09\">Ab in die W&uuml;ste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101282#h10\">Krankenschwestern in Texas und Kansas streiken f&uuml;r ihren ersten Vertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101282#h11\">Sinkende Grundwasserspiegel: Trockenheit bedroht Wasser-W&auml;rmepumpen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101282#h12\">Jan Marsalek meldet sich mit einer Botschaft beim Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101282#h13\">Lobby attackiert Journalist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101282#h14\">Letzte Generation mit Klima-Protesten im ganzen Land &ndash; wie &ldquo;rechtsstaatlich&rdquo; geht der Staat vor?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101282#h15\">Unter keinen Umst&auml;nden werden wir arme L&auml;nder f&uuml;r Klimasch&auml;den zu entsch&auml;digen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Meister der Doppelmoral<\/strong><br>\nDie Bundesregierung erhebt schwere Vorw&uuml;rfe gegen Russland wegen der Aussetzung des Getreidedeals mit der Ukraine. Dass Moskau sich seit Wochenbeginn nicht mehr an das Abkommen halte, das ukrainische Getreideexporte &uuml;ber das Schwarze Meer erm&ouml;glicht hat, zeige, dass Pr&auml;sident Wladimir Putin &bdquo;erneut Hunger als Waffe gegen die ganze Welt&ldquo; einsetze, erkl&auml;rte Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock am Montag. Zwar gef&auml;hrden ausbleibende Getreidelieferungen aus der Ukraine &ndash; wie schon die kriegsbedingten Einbr&uuml;che bei der ukrainischen Ernte &ndash; die ohnehin prek&auml;re Versorgung insbesondere &auml;rmerer L&auml;nder mit Nahrungsmitteln zus&auml;tzlich. Das gilt allerdings auch f&uuml;r die Sanktionen des Westens, die Getreide- und D&uuml;ngemittelexporte aus Russland behindern &ndash; zu Lasten des Globalen S&uuml;dens. Die EU ist zwar ohne weiteres f&auml;hig, russische Ausfuhren zu erm&ouml;glichen, die sie selbst ben&ouml;tigt &ndash; etwa Kernbrennstoffe und Nickel &ndash;, unterl&auml;sst dies aber bei denjenigen russischen Exporten, die &auml;rmere Staaten dringend brauchen. Im vergangenen Jahr kauften die EU-Staaten, im Sanktionsrausch auf russisches Pipelinegas verzichtend, L&auml;ndern wie Pakistan Fl&uuml;ssiggas weg und trieben sie damit in bittere Krisen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9301\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu: <strong>&raquo;Hunger als Waffe&laquo;<\/strong><br>\nDie gr&uuml;ne deutsche Au&szlig;enministerin hat den russischen Pr&auml;sidenten am Montag vor laufenden Kameras aufgefordert: &raquo;Unterlassen Sie es, Hunger als Waffe einzusetzen!&laquo;<br>\nFrau Baerbock bezog sich damit auf das am Montag ausgelaufene Schwarzmeer-Abkommen vom 22. Juli 2022, das die ungehinderte, jedoch kontrollierte Passage von Schiffen mit ukrainischen und russischen Handelsg&uuml;tern durch das Schwarze Meer regelte. Ziel der Vereinbarung war in erster Linie die Ausfuhr von Agrar-Produkten.<br>\nNach der &uuml;blichen Lesart in den weitgehend gleichgeschalteten Medien des &raquo;Werte-Westens&laquo; wird die Vereinbarung, die unter Vermittlung der UNO und der T&uuml;rkei durch Vertreter Ru&szlig;lands und der Ukraine unterzeichnet worden war, allerdings lediglich &raquo;Getreideabkommen&laquo; genannt, eine &raquo;f&uuml;r die weltweite Nahrungsmittelversorgung bedeutende Vereinbarung&laquo; (ARD-Tagesschau vom 17.7.23, 20 Uhr). Das Narrativ lautet, es gehe um die Ausfuhr ukrainischen Getreides, mit dem die Hungerkrise in den &auml;rmeren L&auml;ndern bek&auml;mpft werden soll.<br>\nTats&auml;chlich regelt das Abkommen die Passage ukrainischer und russischer Exporte, die f&uuml;r die Nahrungsmittelversorgung und die Landwirtschaft von Bedeutung sind. Darin eingeschlossen waren auch Transporte russischer D&uuml;ngemittel &ndash; Ru&szlig;land ist weltweit der gr&ouml;&szlig;te Produzent &ndash; &uuml;ber das Schwarze Meer. Laut der Vereinbarung sollten diese Exporte &raquo;durch die Aufhebung von Sanktionen erleichtert werden&laquo; (Tagesschau vom 22.7.2022). Das ist jedoch nicht geschehen. Russische Exporte werden weiterhin durch Sanktionen behindert, wodurch Zahlungsverkehr, Versicherungen und Logistik weitgehend unm&ouml;glich gemacht werden. Fehlende D&uuml;ngemittel sind eine der Ursachen f&uuml;r die wachsende Hungerkrise in der Welt. Frau Baerbock sollte sich also fragen lassen, WER hier den Hunger als Waffe einsetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1437230052643\/0\">Uli Brockmeyer in Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Ukraine-Krieg &uuml;berschattet Lateinamerika-Gipfel<\/strong><br>\nDer Lateinamerika-Gipfel in Br&uuml;ssel wird vom Ukraine-Krieg &uuml;berschattet. Brasilien, Nicaragua und Kuba widersetzen sich den EU-W&uuml;nschen nach einer Verurteilung Russlands.<br>\nSchon im Vorfeld des zweit&auml;gigen Treffens hatten die G&auml;ste aus Lateinamerika und der Karibik sich geweigert, eine von der EU vorbereitete Erkl&auml;rung zum Ukraine-Krieg abzusegnen.<br>\nZu Beginn des Gipfels erkl&auml;rte dann Brasilien, dass der Krieg zwar ein wichtiges Thema sei, man sich aber auf die bilateralen Beziehungen konzentrieren wolle &ndash; etwa das Mercosur-Freihandelsabkommen.<br>\nDer Mercosur-Deal wird aber erst f&uuml;r das Jahresende erwartet. Und so r&uuml;ckte dann doch wieder der Krieg in den Fokus &ndash; mit dem Angriff der Ukraine auf die Krim-Br&uuml;cke und dem russischen Stopp des Getreidedeals.<br>\nDie EUrop&auml;er wollen die j&uuml;ngste Eskalation nutzen, um ihren G&auml;sten doch noch eine Verurteilung Russlands abzuringen. Dem widersetzen sich jedoch vor allem Nicaragua und Kuba.<br>\nErgebnis: Am Montag gab es keine Einigung auf eine gemeinsame Erkl&auml;rung, daf&uuml;r aber viel b&ouml;ses Blut. Einige Diplomaten beschuldigten Nicaragua und Kuba, von Moskau &bdquo;ferngesteuert&ldquo; zu sein.<br>\nUmgekehrt hei&szlig;t es bei den G&auml;sten, die EUrop&auml;er wollten der ganzen Welt ihre Sicht auf die Ukraine und Russland aufdr&auml;ngen &ndash; und ihre eigene koloniale Vergangenheit vergessen machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/ukraine-krieg-ueberschattet-lateinamerika-gipfel\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>V&ouml;lkerrechtsbruch ist V&ouml;lkerrechtsbruch<\/strong><br>\nDer Kommentar des Bundeskanzlers kam so lapidar daher, dass er leicht &uuml;berh&ouml;rt werden konnte. Nach der Ank&uuml;ndigung der USA, der Ukraine Streumunition zur Verf&uuml;gung zu stellen, lie&szlig; Bundeskanzler Olaf Scholz verlauten, er wolle dies nicht bewerten, es handle sich um eine souver&auml;ne Entscheidung der USA.<br>\nMit diesem einen Satz stellt der Bundeskanzler einen zentralen Punkt der internationalen Streubomben-Konvention in Frage, die 2010 in Kraft trat. Raushalten ist n&auml;mlich nicht vorgesehen in diesem f&uuml;r Deutschland als Unterzeichnerstaat verbindlichen Abkommen.<br>\nIn dem v&ouml;lkerrechtlichen Vertrag hei&szlig;t es, einsehbar auf der Website des Ausw&auml;rtiges Amts: &bdquo;Jeder Vertragsstaat notifiziert den Regierungen aller Staaten, die nicht Vertragsparteien dieses &Uuml;bereinkommens sind, seine Verpflichtungen aus diesem &Uuml;bereinkommen, f&ouml;rdert die Normen, die darin niedergelegt sind, und bem&uuml;ht sich nach besten Kr&auml;ften, Staaten, die nicht Vertragsparteien dieses &Uuml;bereinkommens sind, vom Einsatz von Streumunition abzubringen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.medico.de\/blog\/voelkerrechtsbruch-ist-voelkerrechtsbruch-19150\">medico<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutsche China-Strategie: Zwischen Gr&ouml;&szlig;enwahn und kolonialem Phantomschmerz<\/strong><br>\nDas heutige China ist nicht mehr das Land von 1905, aus dem man sich mit deutschen Kanonenbooten ein St&uuml;ck herausrei&szlig;en konnte. Mehr als hundert Jahre m&uuml;ssten eigentlich reichen, um den Unterschied zu erkennen. Aber alte Vorurteile sitzen oft tief. (&hellip;)<br>\nMit einem realistischen Blick hat es das Papier nicht so, das zeigt sich auch bei der Darstellung vermeintlicher eigener St&auml;rken:<br>\n&ldquo;Ein gest&auml;rkter und krisenfester Binnenmarkt, ein exzellentes Bildungs- und Wissenschaftssystem, ein funktionierendes System der Fachkr&auml;ftesicherung, ein innovationsfreundliches Umfeld mit Investitionen in Forschung und Entwicklung, eine leistungsf&auml;hige Infrastruktur und effiziente Ver&shy;waltung werden uns auf die Zukunft vorbereiten &ndash; nicht nur im wirtschaftlichen Wettbewerb mit China.&rdquo;<br>\nDie meisten Deutschen w&uuml;rden auf diese Beschreibung mit der sofortigen Bitte um Zusendung der Adresse reagieren. &ldquo;Ein exzellentes Bildungs- und Wissenschaftssystem&rdquo;. &ldquo;Leistungsf&auml;hige Infrastruktur&rdquo;. Man soll nicht sagen, die Autoren im Ausw&auml;rtigen Amt bes&auml;&szlig;en keinen Humor. Auf jeden Fall haben sie die Deutsche Bahn in den letzten zwanzig Jahren nicht benutzt.<br>\nDiese Wahrnehmung ist nat&uuml;rlich in Bezug auf China genauso verzerrt. Denn das ist keine Selbstbeschreibung:<br>\n&ldquo;Unerw&uuml;nschte Meinungen werden zensiert, Kritikerinnen und Kritiker werden verfolgt, der Zugang zum freien Internet und vielen internationalen Medien ist gesperrt, eine freie Berichterstattung findet nicht statt.&rdquo;<br>\nManchmal wird es wirklich heiter:<br>\n&ldquo;Wir streben an, den Schutz, die F&ouml;rderung und die Beteiligung von Frauen als Querschnittsthema in unseren Beziehungen zu China zu verankern.&rdquo;<br>\nSchon 2018 wurde gemeldet, dass der Anteil von Frauen in F&uuml;hrungspositionen in China bei 38 Prozent liegt &#8210; Deutschland schafft gerade mal 29,2 Prozent. Wer sollte also wem gegen&uuml;ber die &ldquo;Beteiligung von Frauen&rdquo; f&ouml;rdern?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.me\/meinung\/175491-deutsche-china-strategie-zwischen-groessenwahn\/\">Dagmar Henn in RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101090#h04\">Deutschland gibt sich erstmals eine umfassende China-Strategie<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Sack Kartoffeln<\/strong><br>\nWas China angeht, gen&uuml;gt eine Zahl: 2022 setzte die Bundesrepublik 1,564 Billionen Euro im Au&szlig;enhandel um, fast 300 Milliarden Euro davon entfielen auf die Volksrepublik, das war eine Steigerung von 21 Prozent im Vergleich zu 2021. Mit den USA wurden 2022 mehr als 250 Milliarden umgesetzt. Industrieverb&auml;nde, Autokonzerne oder BASF waren also froh, als am Donnerstag das urspr&uuml;nglich f&uuml;r Februar angek&uuml;ndigte Dokument ver&ouml;ffentlicht wurde. Die Moralfraktion der deutschen Au&szlig;enpolitik war proportional dazu unzufrieden. Eine Tibetinitiative, die f&uuml;r die Wiederrichtung der Sklavenhalterei des Dalai Lamas eintritt, klagte, Olaf Scholz habe &raquo;die China-Strategie weichgesp&uuml;lt&laquo;. (&hellip;)<br>\nDas deutsche Papier enth&auml;lt sich scharfer T&ouml;ne. Man spricht sanft, der dicke Kn&uuml;ppel, der bei eingefleischten Herrenv&ouml;lkern stets dabei ist, taucht nur als Schatten auf. Der Tenor lautet: Wir m&ouml;gen euch nicht, k&ouml;nnen euch aber vorl&auml;ufig nicht so &uuml;berfallen, wie wir es gewohnt sind. Zur Rechtfertigung f&uuml;rs Windelweiche werden die globalen Probleme herangezogen, bei deren L&ouml;sung die Volksrepublik mithelfen soll. Im Politb&uuml;rokratensprech: Statt &raquo;Entkopplung&laquo;, die ohnehin nicht stattfindet &ndash; siehe Au&szlig;enhandelsstatistik &ndash;, sollen die Risiken im Handel mit der &ouml;konomischen Weltmacht vermindert werden. Ist nicht ganz einfach, wenn mehr als 90 Prozent der seltenen Metalle und zwei Drittel aller Mobiltelefone in der Bundesrepublik von dort bezogen werden. Wer keinen Klartext sprechen mag, der eiert. Also m&auml;andert das Papier zwischen &raquo;illegalem Wildtierhandel&laquo; und Quantencomputing, bei dem die hiesigen Strategen doch zu gern im Fernen Osten etwas abgucken m&ouml;chten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/454734.sack-kartoffeln.html\">Arnold Sch&ouml;lzel in junge Welt<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Chinesischer Aussenminister dr&auml;ngt Deutschland zur Formulierung einer rationalen, pragmatischen China-Politik<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nDas chinesische Au&szlig;enministerium kritisierte am Freitag die deutsche &ldquo;China-Strategie&rdquo; und erkl&auml;rte, es sei kontraproduktiv und riskant, &ldquo;De-Risking&rdquo; und &ldquo;Verringerung der Abh&auml;ngigkeit&rdquo; als Vorwand f&uuml;r Wettbewerb, Protektionismus und die Politisierung der normalen Zusammenarbeit mit einem &uuml;berdehnten nationalen Sicherheitskonzept zu nutzen.<br>\nAnalysten und Branchenkenner wiesen auch darauf hin, dass &ldquo;De-Risking&rdquo; der bilateralen Zusammenarbeit sicher nicht f&ouml;rderlich ist. Die Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland ist eine Win-Win-Situation und sollte nicht behindert werden.<br>\nDeutschland hat am Donnerstag seine erste umfassende &ldquo;China-Strategie&rdquo; verabschiedet, in der China gleichzeitig als Partner, Konkurrent und Systemrivale gesehen wird. [&hellip;]<br>\nDas chinesische Au&szlig;enministerium erkl&auml;rte daraufhin am Freitag, dass das Ziehen von Grenzen auf der Grundlage von Werten und Ideologien und das Eintreten f&uuml;r den Wettbewerb zwischen Systemen, Interessen und Werten dem aktuellen globalen Trend zuwiderlaufe und die Spaltung der Welt nur versch&auml;rfen werde. [&hellip;]<br>\nViele der Herausforderungen und Probleme, mit denen Deutschland heute konfrontiert ist, sind nicht von China verursacht worden, erkl&auml;rte die chinesische Botschaft in Deutschland in einer am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Erkl&auml;rung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.globaltimes.cn\/page\/202307\/1294393.shtml\">Global Times<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die USA sind nicht mehr in der Lage, eine mafi&ouml;se, auf Regeln basierende Ordnung&rdquo; aufrechtzuerhalten<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nWas genau ist die regelbasierte Ordnung, der am h&auml;ufigsten verwendete Begriff in der US-Diplomatie? Er wurde nie genau definiert, bis ein k&uuml;rzlich aufgetauchter Tweet sein wahres mafi&ouml;ses Wesen enth&uuml;llte.<br>\nNury Vittachi, ein in Sri Lanka geborener und in Hongkong lebender, erfahrener Journalist, hat am Montag 10 Definitionen der regelbasierten Ordnung niedergeschrieben, darunter: Die USA regieren die Welt; die USA machen alle Regeln; niemand kann wissen, was die Regeln sind, sondern nur, dass es sie gibt; die USA sind f&uuml;r die Flexibilit&auml;t zust&auml;ndig, die durch die Nichtexistenz der Regeln entsteht; alternative Regeln des Regierens, die erfolgreich funktionieren (vgl. China, Singapur), m&uuml;ssen immer als &ldquo;Autoritarismus&rdquo; verspottet werden; die unfaire globale Dominanz der 13-prozentigen westlichen Minderheit (vgl. Totalitarismus) muss immer als &ldquo;Demokratie&rdquo; bezeichnet werden.<br>\nZumindest zwei Punkte lassen sich aus den Definitionen herauslesen. Erstens wei&szlig; au&szlig;er den USA niemand, was die regelbasierte Ordnung ist und wie sie formuliert wird. Washington hat es bewusst vermieden, eine detaillierte Erkl&auml;rung abzugeben, da vage Regeln den USA mehr Spielraum bieten, sie nach eigenem Gutd&uuml;nken auszulegen. Zweitens haben die &uuml;berm&auml;&szlig;ig egozentrischen hegemonialen Praktiken der USA seit langem Unzufriedenheit unter vielen L&auml;ndern und Einzelpersonen weltweit hervorgerufen. Diese weit verbreitete Unzufriedenheit hat sich an diesem Tweet entz&uuml;ndet, der viel Zuspruch und unterst&uuml;tzende Kommentare erhielt. [&hellip;]<br>\nDie regelbasierte Ordnung unterdr&uuml;ckt alles, was die Hegemonie der USA in Frage stellt, wie etwa den Aufstieg Chinas. Folglich glauben die USA, dass es &ldquo;gerecht&rdquo; ist, einseitige Sanktionen oder Exportkontrollen gegen China zu verh&auml;ngen. Als China jedoch eigene Ausfuhrkontrollvorschriften f&uuml;r Gallium und Germanium einf&uuml;hrte, warf Karin Jean-Pierre, eine Sprecherin des Wei&szlig;en Hauses, China vor, &uuml;ber die Wirtschaft Druck auszu&uuml;ben, und unterstellte ihm, dies sei kein faires Spiel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.globaltimes.cn\/page\/202307\/1294153.shtml\">Global Times<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Lawrow: USA versuchen, nukleare Strukturen in Asien zu schaffen<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nAustralien, Neuseeland, Japan und S&uuml;dkorea sind L&auml;nder, in denen Washington und die NATO Atomwaffen stationieren wollen, so der russische Diplomat. [&hellip;]<br>\nW&auml;hrend des Treffens zwischen Russland und den L&auml;ndern des Verbandes S&uuml;dostasiatischer Nationen (ASEAN), das in der indonesischen Hauptstadt Jakarta stattfindet, stellte Lawrow fest, dass Washington und die Organisation des Nordatlantikvertrags (NATO) beabsichtigen, nukleare Infrastrukturen in verb&uuml;ndeten L&auml;ndern zu errichten, die keine Atomwaffen besitzen. [&hellip;]<br>\nLawrow erw&auml;hnte auch, dass Japan und S&uuml;dkorea Washington entgegengekommen seien, indem sie den US-Milit&auml;rst&uuml;tzpunkten auf ihrem Territorium erlaubt h&auml;tten, Atomwaffen zu beherbergen.<br>\n&ldquo;Jetzt versucht die NATO, ihre milit&auml;rische Infrastruktur in diese Region zu verlegen, einschlie&szlig;lich der L&auml;nder, die zur Teilnahme an den Gipfeltreffen in Madrid und Vilnius eingeladen waren, n&auml;mlich Australien, Neuseeland, Japan und S&uuml;dkorea. Die beiden letztgenannten L&auml;nder haben signalisiert, dass sie nichts dagegen h&auml;tten, US-Atomwaffen zu stationieren oder ihre eigenen zu besitzen&rdquo;, sagte Lawrow.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telesurenglish.net\/news\/US-Seeks-to-Establish-Nuclear-Structures-in-Asia-Lavrov-20230713-0013.html\">Telesur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Teurer Lebensabend<\/strong><br>\nKosten f&uuml;r Unterbringung in Pflegeeinrichtungen steigen weiter. Dividenden von Aktion&auml;ren privater Seniorenheime kein Thema.<br>\nDie Zuzahlungen f&uuml;r die Unterbringung in Pflegeheimen steigen rasant: Nach einer Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (VDEK) lagen sie am 1. Juli im Bundesdurchschnitt bei 2.548 Euro monatlich &ndash; wohlgemerkt nicht die Gesamtkosten, sondern der Anteil, den die im Heim untergebrachten Pflegebed&uuml;rftigen und ihre Angeh&ouml;rigen aufbringen m&uuml;ssen. Der Anstieg zum Vorjahresmonat betrug 348 Euro. Der Teil f&uuml;r Unterkunft und Verpflegung lag im Schnitt bei 888 Euro, nach 814 Euro vor einem Jahr. Je nach Bundesland sind die Unterschiede erheblich. So kostet die Pflege in Baden-W&uuml;rttemberg im ersten Jahr eines Heimaufenthaltes durchschnittlich 2.913 Euro monatlich, in Sachsen-Anhalt 1.994 Euro. Obwohl die Bundesregierung zwischenzeitlich &raquo;Entlastungszuschl&auml;ge&laquo; einf&uuml;hrte, konnte der Preisanstieg nicht gebremst werden. Der VDEK nennt als Hauptursachen f&uuml;r die erh&ouml;hte Belastung steigende L&ouml;hne der Pflegekr&auml;fte sowie h&ouml;here Kosten f&uuml;r Unterkunft und Verpflegung. Unerw&auml;hnt bleibt, dass Pflegeheime seit vielen Jahren zum gro&szlig;en Teil in privater Hand sind und satte Gewinne abwerfen. Dass die Betreiber, oft &raquo;Seniorenresidenzen&laquo; oder &raquo;Seniorenstifte&laquo;, in Zeiten der Inflation ihre Profiterwartung einschr&auml;nken w&uuml;rden, kann als unrealistisch betrachtet werden. Die Pflegeversicherung tr&auml;gt nur einen Teil der Kosten f&uuml;r Pflege und Betreuung. Komplett selbst zahlen die Bewohner der Einrichtungen die Aufwendungen f&uuml;r Unterbringung, Verpflegung und n&ouml;tige Investitionen. Die aus Steuergeld aufgebrachten Entlastungszuschl&auml;ge mindern die durchschnittlichen Gesamtzuzahlungen lediglich um 62 Euro. Allein f&uuml;r die Pflegekosten m&uuml;ssen Heimbewohner inzwischen selbst im Durchschnitt 1.245 Euro im Monat aufbringen. Kostenmindernd soll ein Zuschlag wirken, den die Pflegekasse seit 2022 zahlt und der mit jedem Jahr der Aufenthaltsdauer in der Einrichtung steigt. Im ersten Jahr der Unterbringung werden die Pflegekosten um f&uuml;nf Prozent, im zweiten um 25, im dritten um 45, ab dem vierten Jahr um 70 Prozent reduziert. Ab dem 1. Januar 2024 werden diese Werte nach dem Ende Mai verabschiedeten &raquo;Pflegeunterst&uuml;tzungs- und -entlastungsgesetz&laquo; (PUEG) auf 15 Prozent im ersten, 30 im zweiten, 50 im dritten und 75 Prozent ab dem vierten Jahr im Heim steigen. Da allerdings viele Pflegebed&uuml;rftige erst hochbetagt in solche Einrichtungen umziehen, erreichen nicht viele mehrere Jahre im Heim.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/455079.zuzahlungen-im-alter-teurer-lebensabend.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Albanien will das deutsche Gesundheitswesen nicht mehr finanzieren<\/strong><br>\nDeutschland ist das Traumziel vieler &Auml;rzte vom Westbalkan. Albanien schiebt dem Exodus nun einen Riegel vor. Denn er gef&auml;hrdet das eigene Gesundheitssystem. [&hellip;]<br>\nUm die Abwanderung nach Deutschland zu stoppen, die zu gravierenden Engp&auml;ssen in der angeschlagenen Gesundheitsversorgung des Landes f&uuml;hrt, hat der albanische Ministerpr&auml;sident nun nachgelegt.<br>\nSeit voriger Woche ber&auml;t das Parlament ein Gesetz, nach dem ausgebildete &Auml;rzte ihr Diplom erst ausgeh&auml;ndigt bekommen, wenn sie 5 Jahre lang am heimischen Patienten gearbeitet haben. Das soll eine fr&uuml;hzeitige Abwanderung unterbinden. Das Gesetz soll am 20. Juli im Eilverfahren beschlossen werden, berichten lokale Medien. Dass Rama die Stimmen daf&uuml;r bekommt, bezweifelt niemand.<br>\nDas albanische Volk zahle keine Steuern f&uuml;r die Ausbildung von &Auml;rzten, die &bdquo;am ersten Tag nach dem Examen abreisen&ldquo;, begr&uuml;ndete Rama die &Auml;nderung. Die Regel betrifft auch jene, die schon Medizin studieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitung.faz.net\/faz\/wirtschaft\/2023-07-11\/f1948bc6db602291f6b2a1adfda4d989\/\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Klima, Krise, Krieg: Der Konsens br&ouml;ckelt<\/strong><br>\nIn Br&uuml;ssel beginnt langsam aber sicher die Sommerpause. Sie steht im Zeichen von Klima, Krise und Krieg. Die Bilanz der letzten Monate sieht nicht toll aus: Der Konsens br&ouml;ckelt auf allen Ebenen.<br>\nDer EU-Gipfel konnte sich nicht auf eine Erkl&auml;rung zur Migrationspolitik einigen. Die Fl&uuml;chtlingskrise spitzt sich immer mehr zu.<br>\nDer Nato-Gipfel konnte sich nicht auf einen Fahrplan f&uuml;r den Ukraine-Beitritt einigen. Die EUrop&auml;er zogen nicht an einem Strang, der Krieg in Europa eskaliert immer weiter. Das Europaparlament konnte sich nicht auf eine Position zum Naturschutz einigen (es hat schlie&szlig;lich den Standpunkt des Rats &uuml;bernommen und ihn noch mehr verw&auml;ssert). Die EU-Finanzminister k&ouml;nnen sich nicht auf eine Reform des Stabilit&auml;tspakts einigen. Nun streiten sie auch &uuml;ber eine Aufstockung des Budgets &ndash; der EU geht das Geld aus.<br>\nAuch in den EU-L&auml;ndern br&ouml;ckelt der Konsens. Nach Italien, Schweden, Finnland und Griechenland k&ouml;nnte bald auch noch Spanien von Rechten regiert werden. Das Ganze spielt sich vor dem Hintergrund von Rezession und Inflation ab. Viele EUrop&auml;er m&uuml;ssen ihr Geld zusammenhalten; sie k&ouml;nnen sich keinen Urlaub leisten. Doch davon redet man in Br&uuml;ssel nicht so gern, schon gar nicht vor der Sommerpause. Hier wird sogar noch das endlose Gemetzel in der Ukraine als Erfolg verkauft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/klima-krise-krieg-der-konsens-broeckelt\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zwischen Party und Elend<\/strong><br>\nLibanon: Vielerorts ist die Stimmung trotz mehrfacher Krisen gut. Gleichzeitig grassiert Armut, insbesondere Gefl&uuml;chtete sind betroffen.<br>\nDie Flugzeuge sind voll, das Tourismusministerium erwartet mehr als zwei Millionen Besucher in diesem Sommer im Libanon. Mehr kamen nur im Sommer 2018, als 2,8 Millionen gez&auml;hlt wurden. Das war kurz vor der schweren Finanzkrise, die im Oktober 2018 Dreiviertel der Libanesen in Armut st&uuml;rzte und um ihre Ersparnisse brachte. Die Weltbank spricht von der schwersten Finanzkrise eines Landes in mehr als 100 Jahren, doch irgendwie geht das Leben im Libanon weiter. Imad Salamey, Politikwissenschaftler an der Amerikanischen Universit&auml;t in Beirut, vermutet gegen&uuml;ber der Tageszeitung L&rsquo;Orient-Le Jour, dass die Menschen nicht mit einem bewaffneten Konflikt mit Israel rechneten. Die von China vermittelte Vers&ouml;hnung zwischen Iran und Saudi-Arabien verspreche mehr Stabilit&auml;t in der Region. &raquo;Wir erleben eine Phase der Deeskalation&laquo;, so Salamey. Das beruhige die Libanesen im Ausland, die ihre Familien in der Heimat besuchen wollten. Viele sparen das ganze Jahr &uuml;ber, um den Sommer mit ihren Angeh&ouml;rigen im Libanon zu verbringen, das Tourismusministerium rechnet mit Einnahmen von mehr als zehn Milliarden US-Dollar durch die Besucher. Die Stimmung in Restaurants, Hotels und am Strand ist ausgelassen, die famili&auml;re Wiedersehensfreude ist gro&szlig;. Doch nicht alle haben das Gl&uuml;ck, von wohlhabenden Angeh&ouml;rigen aus dem Ausland besucht zu werden. Viele wissen vor Geldnot oft nicht mehr weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/455084.nahost-zwischen-party-und-elend.html%20\">Karin Leukefeld in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ab in die W&uuml;ste<\/strong><br>\nDie EU belohnt die Deportation von Fl&uuml;chtlingen durch tunesische Beh&ouml;rden in die W&uuml;ste und sagt Tunis Finanzhilfen im Wert von weit mehr als einer Milliarde Euro zu. Dies ist das Ergebnis eines Treffens von EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen sowie den Ministerpr&auml;sidentinnen Italiens, Giorgia Meloni, und der Niederlande, Mark Rutte, mit Tunesiens Pr&auml;sident Ka&iuml;s Sa&iuml;ed am Sonntag in Tunis. Laut einer &Uuml;bereinkunft, die beide Seiten unterzeichneten, stellt Br&uuml;ssel Tunis unter anderem 105 Millionen Euro zur Fl&uuml;chtlingsabwehr sowie Kredite von 900 Millionen Euro zur Verf&uuml;gung, wenn Tunesien als Gegenleistung Fl&uuml;chtlinge aus Europa fernh&auml;lt. W&auml;hrend die EU und die tunesische Regierung in den vergangenen Wochen das Papier erarbeiteten, das Br&uuml;ssel zufolge als Grundlage f&uuml;r eine &bdquo;umfassende strategische Partnerschaft&ldquo; dienen soll, deportierten die tunesischen Beh&ouml;rden mehrere hundert Fl&uuml;chtlinge in ein W&uuml;stengebiet und setzten sie dort schutzlos aus. Die EU reagiert mit der Zusage der Finanzhilfen und macht sich damit, wie Amnesty International konstatiert, zur &bdquo;Komplizin&ldquo; bei k&uuml;nftigen Verbrechen. Weitere Abkommen mit nordafrikanischen Staaten sollen folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9300\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Krankenschwestern in Texas und Kansas streiken f&uuml;r ihren ersten Vertrag<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nBei nassem Wetter in Wichita, Kansas, und sengender Hitze in Austin, Texas, traten am 27. Juni Hunderte von Krankenschwestern und -pflegern in einem eint&auml;gigen Streik f&uuml;r sichere Personalausstattung und Patientensicherheit in den Ausstand. Fast 2.000 Krankenschwestern, die von National Nurses United (NNU) vertreten werden, legten die Arbeit nieder.<br>\nSie versuchen, das Unternehmen zu Verhandlungen zu bewegen, nachdem sie im letzten Jahr an den drei bestreikten Standorten Gewerkschaftswahlen gewonnen hatten: Die beiden Standorte von Ascension in Wichita und das gro&szlig;e Ascension Seton Medical Center in Austin, wo 900 Krankenschwestern arbeiten&hellip; &ldquo;Wir wissen, dass Ascension das Geld hat, um in die Krankenh&auml;user und die Patientenversorgung zu investieren, und sie entscheiden sich, das nicht zu tun&rdquo;.<br>\nAscension wird wie ein gewinnorientiertes Unternehmen gef&uuml;hrt, obwohl es eigentlich gemeinn&uuml;tzig sein sollte&rdquo;, sagte Marvin Ruckle, Krankenpfleger an Christi St. Joseph in Wichita, der seit 1989 f&uuml;r Ascension arbeitet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/popularresistance.org\/nurses-in-texas-and-kansas-strike-for-first-contract\/\">Popular Resistance<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Medizinisches Personal in S&uuml;dkorea bereitet sich auf landesweiten Streik vor<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nDie koreanische Gewerkschaft der Besch&auml;ftigten im Gesundheitswesen und in der medizinischen Versorgung bereitet sich auf einen landesweiten Streik ab dem 13. Juli vor, da die Regierung weiterhin Beschwerden &uuml;ber die Personalausstattung und die Bezahlung ignoriert.<br>\nDie Gewerkschaft rechnet damit, dass sich rund 45.000 Besch&auml;ftigte des Gesundheitswesens in 145 Betrieben an dem Streik beteiligen werden.<br>\nDie Korean Health and Medical Workers&rsquo; Union (KHMU) hat f&uuml;r Donnerstag, den 13. Juli, einen landesweiten Streik angek&uuml;ndigt, falls die Regierung nicht auf ihre Forderungen eingeht. [&hellip;]<br>\nDie KHMU hat sieben Forderungen an die Regierung aufgestellt, die sie erf&uuml;llen muss. Die wichtigsten davon sind die Aufstockung des medizinischen und pflegerischen Personals und die Gew&auml;hrleistung einer angemessenen Entsch&auml;digung f&uuml;r die Besch&auml;ftigten im Gesundheitswesen, die w&auml;hrend der COVID-19-Pandemie ihr Leben riskiert haben. Dar&uuml;ber hinaus fordert die Gewerkschaft die Festschreibung eines Verh&auml;ltnisses von 1:5 zwischen Krankenschwestern und Patienten sowie einen konkreten Arbeitsplan f&uuml;r die Gesundheitseinrichtungen, die zuvor als COVID-19-Zentren genutzt wurden.<br>\nSollte bis Donnerstag keine Einigung erzielt werden, werden die Besch&auml;ftigten des Gesundheitswesens zum ersten Mal seit 2004 streiken, als sie sich f&uuml;r eine 5-Tage-Woche einsetzten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/popularresistance.org\/health-workers-in-south-korea-prepare-for-nationwide-strike\/\">Popular Resistance<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sinkende Grundwasserspiegel: Trockenheit bedroht Wasser-W&auml;rmepumpen<\/strong><br>\nDie W&auml;rmepumpe ist ein zentrales Element der Energiewende. Doch die zunehmende Trockenheit k&ouml;nnte einen besonderen Typ von W&auml;rmepumpen unbrauchbar machen.<br>\nHeizungsinstallateur Michael M&ouml;nner aus M&uuml;nchen wollte seinen Firmensitz zum Musterbeispiel f&uuml;r Energieeffizienz machen. Vor 13 Jahren lie&szlig; er dort eine Wasser-Wasser-W&auml;rmepumpe installieren. Anders als W&auml;rmepumpen, die mit Hilfe der Umgebungsluft heizen, nutzen diese Ger&auml;te W&auml;rme aus dem Grundwasser; sie gelten als besonders effizient.<br>\nM&ouml;ller bohrte damals rund 15 Meter tief. Doch im vergangenen Winter fiel die Pumpe pl&ouml;tzlich aus &ndash; und damit auch seine Heizung. Wo vorher Grundwasser war, sei &ldquo;jetzt gar nichts mehr da&rdquo;. Der Pegel sei um fast zwei Meter abgesunken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/technologie\/grundwasser-waermepumpen-100.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Jan Marsalek meldet sich mit einer Botschaft beim Gericht<\/strong><br>\nNach dem Zusammenbruch von Wirecard gelang dem Ex-Vorstand Jan Marsalek eine spektakul&auml;re Flucht. Seitdem wurde spekuliert, ob er &uuml;berhaupt noch lebt. Jetzt hat er &uuml;ber seinen Anwalt eine Erkl&auml;rung abgegeben. Darin &auml;u&szlig;ert er sich zum Prozessverlauf &ndash; und belastet einen Ex-Kollegen.<br>\nSeit einigen Monaten bereits wird am Landgericht M&uuml;nchen I in Sachen Wirecard verhandelt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen Vorstandschef Markus Braun sowie zwei weiteren F&uuml;hrungskr&auml;ften unter anderem bandenm&auml;&szlig;igen Betrug vor.<br>\nEine Person aber fehlt: der mutma&szlig;liche Hauptt&auml;ter Jan Marsalek. Seit aufflog, dass Wirecards Treuhandkonten, auf denen zuletzt zwei Milliarden Euro gelegen haben sollten, gar nicht existierten und das Unternehmen daraufhin zusammenbrach, ist Marsalek auf der Flucht. Nun hat er sich &uuml;ber seinen Verteidiger schriftlich an das Landgericht M&uuml;nchen gewendet und zum Verfahrensverlauf Stellung genommen. [&hellip;]<br>\nNach Informationen der WirtschaftsWoche ist Marsalek in dem Schriftst&uuml;ck nicht konkret auf gegen ihn erhobene Vorw&uuml;rfe eingegangen. Allerdings hat er sich wohl zum Drittpartnergesch&auml;ft des Unternehmens ge&auml;u&szlig;ert und soll zu verstehen gegeben haben, dass dieses &ndash; anders als von der Staatsanwaltschaft behauptet &ndash; sehr wohl existierte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/dienstleister\/paukenschlag-im-wirecard-prozess-jan-marsalek-meldet-sich-mit-einer-botschaft-beim-gericht\/29264990.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Lobby attackiert Journalist<\/strong><br>\nAugsburger Friedensfest: Veranstaltung zum Rechtsruck in Israel mit Vorwurf Antisemitismus gecancelt.<br>\nAus Angst vor Auseinandersetzungen mit der eigenen Geschichte k&ouml;nnen bundesdeutsche Beh&ouml;rden und Kommunen nicht zwischen Antisemitismus und Kritik am israelischen Staat unterscheiden. Leichter ist es, pr&auml;ventiv mit der Antisemitismuskeule um sich zu schlagen und hart gegen vermeintlichen &raquo;importierten Antisemitismus&laquo; und &raquo;Antisemitismus von links&laquo; vorzugehen. Im Rahmen des Augsburger Friedensfestes war am 25. Juli ein Vortrag zum Thema &raquo;Rechtsruck in Israel: Gibt es noch Chancen f&uuml;r den Friedensprozess?&laquo; geplant. Halten sollte ihn junge Welt-Autor Jakob Reimann. Doch dazu wird es nicht kommen. Grund daf&uuml;r ist eine Hetzkampagne gegen Reimann, die die Augsburger Friedensinitiative zum &raquo;Verschieben&laquo; des Vortrags bis sp&auml;testens zum 15. Oktober veranlasste. [&hellip;]<br>\nImmer wieder komme es zu solchen Cancelling-F&auml;llen f&uuml;r Meinungen, die von Menschenrechtsorganisationen genauso vertreten w&uuml;rden. &raquo;Die mediale Hysterie, die die Ank&uuml;ndigung meines Vortrags ausgel&ouml;st hat, zeigt einmal mehr die Unm&ouml;glichkeit auf, in diesem Land eine vern&uuml;nftige Debatte zum Nahostkonflikt zu f&uuml;hren&laquo;, &auml;u&szlig;erte sich Reimann am Donnerstag im jW-Gespr&auml;ch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/454714.kampagne-lobby-attackiert-journalist.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Letzte Generation mit Klima-Protesten im ganzen Land &ndash; wie &ldquo;rechtsstaatlich&rdquo; geht der Staat vor?<\/strong><br>\nSeit geraumer Zeit wird die Klimabewegung &bdquo;Letzte Generation&ldquo; f&uuml;r ihre Protestaktionen nicht nur medial als &bdquo;terroristisch&ldquo; und &bdquo;kriminell&ldquo; bezeichnet, sondern f&uuml;r ihren Aktivismus auch mit hohen Strafen belegt. Nun wurde in Berlin erstmals versucht, ein Mitglied der Organisation in einem Schnellverfahren abzuurteilen. Dies scheiterte noch an der mangelnden Beweislage. Was sich aber immer deutlicher abzeichnet, ist die &ouml;ffentliche Untergrabung der hochgepriesenen &bdquo;Rechtsstaatlichkeit&ldquo; durch politisch motivierte und politisch gef&uuml;hrte Strafverfahren. [&hellip;]<br>\nDass die Strategie der letzten Generation kaum daf&uuml;r geeignet ist, einen Zusammenschluss der Arbeiter:innen herbeizuf&uuml;hren, damit sie sich gemeinsam gegen das zerst&ouml;rerische kapitalistische System richten, ist bereits bei Perspektive dargelegt worden.<br>\nZugleich l&auml;sst sich daran, wie der b&uuml;rgerliche Staat in Deutschland zunehmend auch mit harmlosen Klimaaktivist:innen umgeht, ansehnlich aufzeigen, wie realit&auml;tsfern der b&uuml;rgerliche Mythos vom &bdquo;Rechtsstaat&ldquo; tats&auml;chlich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/perspektive-online.net\/2023\/07\/letzte-generation-mit-klima-protesten-im-ganzen-land-wie-rechtsstaatlich-geht-der-staat-vor\/\">Perspektive<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Unter keinen Umst&auml;nden werden wir arme L&auml;nder f&uuml;r Klimasch&auml;den zu entsch&auml;digen<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nJohn Kerry, der Klimabeauftragte von US-Pr&auml;sident Joe Biden, machte bei einer Anh&ouml;rung im Kongress deutlich, dass Washington nicht die Absicht hat, verarmte L&auml;nder f&uuml;r die Zerst&ouml;rung zu entsch&auml;digen, die der durch fossile Brennstoffe verursachte Klimanotstand angerichtet hat, obwohl es eine &uuml;berragende Rolle bei seiner Entstehung spielt und ihn weiter beschleunigt.<br>\nW&auml;hrend des COP27-Gipfels der Vereinten Nationen, der letztes Jahr in &Auml;gypten stattfand, einigten sich die Delegierten auf die Einrichtung eines Fonds f&uuml;r Sch&auml;den und Verluste&rdquo;, &uuml;ber den die reichen L&auml;nder den armen L&auml;ndern finanzielle Mittel zur Verf&uuml;gung stellen k&ouml;nnen, um zur Deckung der eskalierenden Kosten extremer Wetterkatastrophen beizutragen, die aufgrund der ungebremsten Verschmutzung durch Treibhausgase (THG) immer h&auml;ufiger und intensiver werden. Obwohl die Entwicklungsl&auml;nder und die niedrig gelegenen L&auml;nder am wenigsten f&uuml;r die Verursachung der Klimakrise verantwortlich sind, leiden sie unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig stark unter den t&ouml;dlichen Folgen und bleiben am anf&auml;lligsten f&uuml;r zuk&uuml;nftige Auswirkungen.<br>\nAuf die Frage des Abgeordneten Brian Mast (R-Fla.), Vorsitzender des Unterausschusses f&uuml;r ausw&auml;rtige Angelegenheiten des Repr&auml;sentantenhauses, ob die USA Gelder f&uuml;r f&ouml;rderungsw&uuml;rdige L&auml;nder bereitstellen w&uuml;rden, die von immer h&auml;ufigeren und schwereren D&uuml;rren, St&uuml;rmen, &Uuml;berschwemmungen und anderen durch den Klimawandel verursachten Katastrophen betroffen sind, wies Kerry diese Idee entschieden zur&uuml;ck.<br>\n&ldquo;Nein, unter keinen Umst&auml;nden&rdquo;, sagte Kerry.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/popularresistance.org\/under-no-circumstances-will-us-pay-poor-nations-for-climate-damages\/\">Popular Resistance<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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