{"id":101327,"date":"2023-07-20T14:00:49","date_gmt":"2023-07-20T12:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101327"},"modified":"2023-07-20T14:46:21","modified_gmt":"2023-07-20T12:46:21","slug":"leserbriefe-zu-vortrag-von-florian-warweg-bei-attac-dortmund-medien-vierte-gewalt-oder-meinungsmacher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101327","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eVortrag von Florian Warweg bei Attac Dortmund: \u201eMedien: Vierte Gewalt oder Meinungsmacher?\u201c\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Am 17. Juli war unser Redakteur Florian Warweg vom globalisierungskritischen Netzwerk Attac Dortmund eingeladen worden, &uuml;ber den aktuellen Zustand der bundesdeutschen Medien zu sprechen. Er belegt in seinem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101250\">Vortrag<\/a> anhand der aktuellen Berichterstattung in Deutschland zum Ukraine-Krieg, wie extrem einseitig diese derzeit gemacht wird. Er zeigt darauf aufbauend mit R&uuml;ckgriff auf Pierre Bourdieu und Noam Chomsky die derzeit wirkm&auml;chtigsten Manipulations-, Einfluss- sowie Repressionsmechanismen im bundesdeutschen Medienraum auf. Wir danken f&uuml;r die interessanten Zuschriften, die <strong>Ala Goldbrunner<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt hat.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte NDS-Redaktion,<br>\n&nbsp;<br>\nvielen herzlichen Dank f&uuml;r Ihre gestrige Ver&ouml;ffentlichung von Florian Warwegs Vortrag bei ATTAC. Meine zustimmende Begeisterung erreichte ihren H&ouml;hepunkt, als ich las, dass er sich auch auf das Buch von Noam Chomsky und Edward Herman &ldquo;Manufacturing Consent&rdquo;, auf Deutsch &ldquo;Konsensfabrik&rdquo;, bezogen hatte, siehe unten.<br>\n&nbsp;<br>\n&ldquo;Ich pers&ouml;nlich&rdquo; wurde erst im Zusammenhang mit den Ereignissen von &ldquo;9\/11&rdquo; 2001 auf die verdienstvolle Aufkl&auml;rungsarbeit dieser beiden US-Wissenschaftler aufmerksam, die sich in ihren jeweiligen urspr&uuml;nglichen Fachgebieten hervorragend erg&auml;nzen &ndash; Edward Herman bspw. als Wirtschaftswissenschaftler. So las ich 2005 (?) bei &ldquo;Dissident Voice&rdquo; noch, dass die Ver&ouml;ffentlichung zumindest eines der Werke der beiden, das die US-Au&szlig;enpolitik seit den &rsquo;50ern betrifft, in den USA verboten wurde.<\/p><p>Dank Internet kann man heutzutage jedoch trotz aller mittlerweile noch so ausgefeilten US-PR-Manipulation, gewisserma&szlig;en als &ldquo;Kollateralschaden&rdquo; der &ldquo;Bill of Rights&rdquo;, in der die Freiheit des t&uuml;chtigen Individuums und ihres Rechts auf &ldquo;Prosperity&rdquo; im Vordergrund steht, auch &ldquo;t&uuml;chtige&rdquo; kritische Aufkl&auml;rungsarbeit finden. &ndash; Nicht zu vergessen seien die mittlerweile verstorbenen US-Historiker Howard Zinn und William Blum und viele andere.<br>\n&nbsp;<br>\nEs sind nat&uuml;rlich nicht nur ehrliche US-Intellektuelle, die ihre Spuren im &ldquo;Netz&rdquo; hinterlassen haben, aber deren Insider-Kenntnisse erscheinen mir im aktuellen Machtkampf der Systeme als f&uuml;r &ldquo;US-Vasallen&rdquo; wie uns besonders hilfreich zu sein.<br>\n&nbsp;<br>\nMit nochmaligem Dank an Florian Warweg<br>\nund die NDS-Redaktion<br>\nund herzlich-solidarischen Gr&uuml;&szlig;en<br>\n&nbsp;<br>\nJohanna Michel-Br&uuml;ning<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r diesen guten Artikel!&nbsp;<\/p><p>Ich m&ouml;chte eine Erg&auml;nzung beisteuern zur Manipulation von Nachrichten durch die deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo;. Deren Niveau ist inzwischen derma&szlig;en schlecht geworden, da&szlig; man von bestimmten Formulierungen direkt auf bewu&szlig;te Fehlinformationen, also L&uuml;gen schlie&szlig;en kann. Und nein, ich mache mir nicht das Schlagwort der &ldquo;L&uuml;genpresse&rdquo; zu eigen. Aber wer <strong>wissentlich<\/strong> die Unwahrheit sagt, der l&uuml;gt nunmal.&nbsp;<\/p><p>Und leider ist das nicht erst seit der Eskalation des Ukrainekrieges so. Inzwischen kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von der h&auml;ufig benutzten Floskel &ldquo;A und B beschuldigen sich gegenseitig&rdquo; darauf schlie&szlig;en, da&szlig; die in einem solchen Zusammenhang genannte Tat (bspw. der Beschu&szlig; des AKW in Saporoshie) auf das Konto der vom &ldquo;Westen&rdquo; und den deutschen Medien unterst&uuml;tzten Seite geht. Und da&szlig; dieser Umstand in den Redaktionen auch sehr wohl bekannt ist. Denn w&auml;re es anders, und beispielsweise Russland k&ouml;nnte der Tat mit einiger Wahrscheinlichkeit beschuldigt werden, dann w&uuml;rde nichts die Redakteure und &ldquo;Journalisten&rdquo; davon abhalten, genau dies auch zu schreiben.&nbsp;<\/p><p>&Auml;hnliches war auch schon im Syrienkrieg zu beobachten. Die Meldungen in unseren Medien dar&uuml;ber stammten bis zur medialen Etablierung der &ldquo;Wei&szlig;helme&rdquo; oft genug von der h&ouml;chst dubiosen Sekund&auml;rquelle mit dem seri&ouml;s klingenden Namen &ldquo;Syrische Beobachtungsstelle f&uuml;r Menschenrechte&rdquo;. Dahinter verbarg sich ein einzelner Mann namens Osama Suleiman, der Betreiber eines Bekleidungsgesch&auml;ftes im britischen Coventry war, und die &ldquo;Organisation&rdquo; von zu Hause aus betrieb. Diese Arbeit bestand schlicht darin, da&szlig; er Informationen von ihm genehmen\/vertrauten Leuten in Syrien (meist aus dem Lager der &ldquo;Rebellen&rdquo;) sammelte und 1:1 weiter verbreitete. Im Grunde also ein schlichter Blogger mit einer betont gegen die Regierung Assad gerichteten Einstellung.&nbsp;<\/p><p>Um von der offensichtlichen Einseitigkeit und Zweifelhaftigkeit dieser &ldquo;Quelle&rdquo; abzulenken, gingen die deutschen Medien nach kurzer Zeit dazu &uuml;ber, den meisten Meldungen aus dieser Quelle eine halbherzige Distanzierungsfloskel hinzuzuf&uuml;gen. Sie lautete immer und bei fast allen Medien w&ouml;rtlich identisch:&nbsp;<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Die Informationen der Beobachtungsstelle &hellip; lassen sich nicht unabh&auml;ngig &uuml;berpr&uuml;fen&hellip;&rdquo;&nbsp;\n<\/p><\/blockquote><p>meist gefolgt von dem Nachsatz <em>&ldquo;&hellip;haben sich in der Vergangenheit jedoch meist als korrekt erwiesen.&rdquo;<\/em><\/p><p>Diese Satzkonstruktion ist inhaltlicher Nonsens! Denn entweder, ich kann Informationen pr&uuml;fen, dann brauche ich diesen relativierenden Zusatz nicht, sondern kann die Meldung problemlos mit Quellenangabe ver&ouml;ffentlichen. Oder ich kann sie nicht pr&uuml;fen. Dann k&ouml;nnen sich die Informationen aber auch weder als korrekt noch falsch erweisen.&nbsp;<\/p><p>Ein inhaltsleeres Konstrukt zum &Uuml;berspielen der Tatsache, da&szlig; man bewu&szlig;t unseri&ouml;se, weil nicht &uuml;berpr&uuml;fte Tatsachenbehauptungen einer Kriegspartei zu Nachrichten macht, und damit wissentlich gegen wichtigste journalistische Grunds&auml;tze verst&ouml;&szlig;t, nur weil der transportierte Inhalt zum gew&uuml;nschten Narrativ pa&szlig;t. Und das ohne die Version der Gegenseite zu erw&auml;hnen. Und nein &ldquo;XYZ bestreitet die Vorw&uuml;rfe&rdquo; reicht da eben nicht.&nbsp;<br>\nSo arbeiten Propagandisten!&nbsp;<\/p><p>Gru&szlig;, Ole<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Radaktion,<\/p><p>Als erstes , besten Dank f&uuml;r eure sehr wichtige Berichterstattung , ihr geh&ouml;rt zu den wenigen die sich nicht vom unglaublich verlogenen Umfeld beeindrucken lassen .<br>\nIch habe , seit dem Vietnamkrieg bis heute die Kriege vor allem der USA verfolgt ( damals noch als Bewunderer der USA ). 2022, etwa 3-4 Monate nach dem Einmarsch der Russen in die Ukraine, verstand ich weder die &nbsp;Zeitungsberichte noch die TV-Sender &nbsp;SRF, ARD ,ORF&nbsp; nicht mehr. Da ich die Geschichte seit Gorbatschow ab 1985, was Russland und Europa betrifft, immer verfolgt hatte, war f&uuml;r mich ganz klar, weshalb Russland in die Ukraine einmarschiert ist. Nach der Besetzung der Krim 2014 durch Russland, um zu verhindern, dass nach dem Sturz vom Russland-freundlichen Pr&auml;sidenten der Ukraine der russische Marinest&uuml;tzpunkt ein NATO-St&uuml;tzpunkt wurde, dadurch der Traum der USA vom NATO-St&uuml;tzpunkt am Schwarzen Meer ausgetr&auml;umt war, ist klar geworden, dass es wohl weiter eskalieren werde. Russland hat seit 2014 zuschauen m&uuml;ssen wie die Ukraine von der NATO aufger&uuml;stet wurde. Ich dachte mir auch, dass jeder, der die Zeit von 1985 bis 2014 selbst erlebt hatte, das auch so gesehen h&auml;tte. Aber der grosse Teil der Bev&ouml;lkerung glaubt den Politikern, dass Russland der Aggressor ist. Weil sie die Ursache nicht interessiert .<br>\nVor allem verstehe ich nicht, wie deutsche Politiker, die die Rede von Putin 2001 vor dem deutschen Bundestag selbst miterlebt haben, so hinterh&auml;ltig reagieren, man kann es einfach nicht glauben, genau wie das Herr Warweg in seinem Vortrag erkl&auml;rt .<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;ssen,<br>\nJ.Blumer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Die subtile und offene L&uuml;genpropaganda der ARD, ZDF und der gesamten manipulierenden deutschen-westlichen Medienlandschaft und der blinden US-Vasallen &ndash; Regierungen in Europa haben schon immer lange Tradition und kurze Beine, nicht erst seit heute und gestern, sondern schon w&auml;hrend der gesamten &nbsp;77 Jahre des Kalten Krieges gegen die Sowjetunion und seit 1990-1991 gegen Russland, gegen China und gegen den Rest der Welt!<br>\nEin Weltb&uuml;ger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 17. 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