{"id":10135,"date":"2011-07-20T09:07:30","date_gmt":"2011-07-20T07:07:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10135"},"modified":"2011-07-20T10:10:20","modified_gmt":"2011-07-20T08:10:20","slug":"hinweise-des-tages-1428","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10135","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Normalverdiener k&ouml;nnen sich weniger leisten als im Jahr 2000; Ulrike Herrmann: Der Crash wird geleugnet; Nachtrag zu unserem gestrigen Hinweis #3; ZEW: Konjunkturerwartungen wegen Schuldenkrise gesunken; Anleger fl&uuml;chten in Gold &ndash; Metall der Angst; Arbeitgeberverband lehnt Steuersenkungen ab; Dringend notwendig: Internationaler Gerichtshof f&uuml;r Globale Finanzverbrechen; &ldquo;Es kommt offenbar vor, dass Studien nicht publiziert werden&rdquo;; Altenpflege; Die meisten neuen Jobs gehen an Leiharbeiter; Diakonisches Werk W&uuml;rttemberg: Armut und Reichtum; Klinikum Offenbach: Ver.di warnt vor Verkauf; Gr&uuml;nes vergessen machen; NRW &ndash; Schulministerium und Bertelsmann Stiftung besiegeln Kooperation zur Lehrerfortbildung; Macht und Massenmedien &ndash; Der britische Umsturz; Fragen an den Autor: W. Hetzer &bdquo;Finanzmafia&ldquo;; Rezension: St&eacute;phane Hessel, Engagiert Euch!; So teuer wie m&ouml;glich &ndash; Der letzte Kampf der Atomindustrie (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Normalverdiener k&ouml;nnen sich weniger leisten als im Jahr 2000<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Ulrike Herrmann: Der Crash wird geleugnet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Nachtrag zu unserem gestrigen Hinweis #3<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">ZEW: Konjunkturerwartungen wegen Schuldenkrise gesunken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Anleger fl&uuml;chten in Gold &ndash; Metall der Angst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Arbeitgeberverband lehnt Steuersenkungen ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Dringend notwendig: Internationaler Gerichtshof f&uuml;r Globale Finanzverbrechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">&ldquo;Es kommt offenbar vor, dass Studien nicht publiziert werden&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Altenpflege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Die meisten neuen Jobs gehen an Leiharbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Diakonisches Werk W&uuml;rttemberg: Armut und Reichtum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Klinikum Offenbach: Ver.di warnt vor Verkauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Gr&uuml;nes vergessen machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">NRW &ndash; Schulministerium und Bertelsmann Stiftung besiegeln Kooperation zur Lehrerfortbildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Macht und Massenmedien &ndash; Der britische Umsturz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Fragen an den Autor: W. Hetzer &bdquo;Finanzmafia&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Rezension: St&eacute;phane Hessel, Engagiert Euch!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">So teuer wie m&ouml;glich &ndash; Der letzte Kampf der Atomindustrie<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=10135&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Normalverdiener k&ouml;nnen sich weniger leisten als im Jahr 2000<\/strong><br>\nEs ist ein ern&uuml;chterndes Ergebnis: Deutschland ist zwar in den vergangenen zehn Jahren deutlich wettbewerbsf&auml;higer geworden, aber der Preis f&uuml;r die Besch&auml;ftigten ist hoch. Laut einer Studie haben fast alle Arbeitnehmer seit dem Jahr 2000 massiv an Kaufkraft eingeb&uuml;&szlig;t &ndash; teilweise bis zu 22 Prozent. [&hellip;]<br>\nDie Spaltung zeigt sich nicht nur im aktuellen Aufschwung, sondern auch bei einer Betrachtung des vergangenen Jahrzehnts: Dem Gro&szlig;teil der Arbeitnehmer blieb im vergangenen Jahr weniger vom Gehalt als noch 2000. Von einer h&ouml;heren Kaufkraft konnten dagegen Topverdiener profitieren. Das zeigen Daten des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), die der Forscher Markus Grabka am Dienstag pr&auml;sentierte. Demnach verzeichnen die unteren f&uuml;nf Einkommensgruppen die st&auml;rksten Einbu&szlig;en. Im Durchschnitt aller Einkommensgruppen liegt das Minus zwischen 2000 und 2010 bei 2,5 Prozent, in den unteren f&uuml;nf Gruppen dagegen zwischen f&uuml;nf und 22 Prozent.<br>\nLaut Grabka ist die untere Mittelschicht von der negativen Entwicklung am st&auml;rksten betroffen. &ldquo;Das liegt vor allem an der wachsenden Zahl atypischer Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse.&rdquo; Dazu z&auml;hlen neben Leiharbeit auch befristete und geringf&uuml;gige Stellen sowie Teilzeitjobs, in denen die Arbeitszeit unter 20 Stunden pro Woche liegt. Die Zahl dieser Stellen stieg 2010 in Deutschland auf 7,84 Millionen. Von den 322.000 Jobs, die 2010 geschaffen wurden, waren laut Statistischem Bundesamt 182.000 Leiharbeiter-Stellen &ndash; also 57 Prozent. Die Zahl der Leiharbeiter stieg auf insgesamt 742.000 und erreichte damit einen neuen Rekord.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,775232,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Na sowas m&ouml;chte man ausrufen, dass der Spiegel auch schon darauf kommt. Recht viel deutlicher l&auml;sst sich auf das hier betriebene Lohndumping wohl nicht hinweisen. Die Folgen f&uuml;r Deutschland und Europa d&uuml;rften inzwischen hinl&auml;nglich bekannt sein. Unverst&auml;ndlich die etwas d&uuml;mmliche Einleitung des Artikels, die versucht das Aufschwungsm&auml;rchen zu kolportieren, sich aber im ersten Satz gleich selber widerspricht.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es mag ganz interessant sein, auf Heller und Pfennig ausgerechnet zu bekommen, dass die meisten Arbeitnehmer in den letzten 10 Jahren an Realeinkommen verloren haben, nur ist die grunds&auml;tzliche Tendenz schon seit Jahren bekannt. Die NachdenkSeiten haben immer wieder auf Meldungen zum Reallohnverlust, zum Anstieg der Gewinne und Verm&ouml;genseinkommen, zum Anstieg des Niedriglohnsektors, die Zuhnahme an Leiharbeit hingewiesen. Diese Meldungen, wie z.B. die <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2011\/07\/PD11__270__132,templateId=renderPrint.psml\">gestrige Meldung des statistischen Bundesamtes<\/a> zur Bedeutung der Zeitarbeit im gegenw&auml;rtigen &ldquo;Besch&auml;tigungszuwachs&rdquo;, standen den Journalisten dieses Landes schon immer zur Verf&uuml;gung.<br>\nDer Skandal im Skandal ist, dass diese Entwicklung nicht skandalisiert wird. Sie ist heute eine Schlagzeile und morgen vergessen. Selbst die Gewerkschaften schw&auml;cheln, wie oft haben sie schon einen hei&szlig;en Herbst angek&uuml;ndigt und nichts ist passiert. Auch die jetzt wieder einmal diskutierten Sofortma&szlig;nahnem wie gesetzlicher Mindestlohn, Gleichbezahlung von Leiharbeitern und Stammbelegschaft und R&uuml;ckkehr zur parit&auml;tischen Beteiligung bei der gesetzlichen Krankenversicherung sind jedem informierten B&uuml;rger, der Politik, den Gewerkschaften und der Presse schon l&auml;ngst gel&auml;ufig. Wann endlich wird gehandelt? Wann w&auml;hlt der B&uuml;rger endlich die Parteien ab, die den Lebensstandard so vieler bedrohen zugunsten einiger weniger? Wann wagen die Gewerschaften endlich einmal den politischen Kampf, nachdem sie sich tarifpolitisch ganz offensichtlich jahrelang &uuml;ber den Tisch ziehen lie&szlig;en? Wann endlich realisieren die Medien, wohin eine polarisierte Gesellschaft f&uuml;hrt? &ndash; Und kommt ja nicht mit den L&ouml;hnen in Peking, oder der Ungleichverteilung in Brasilien oder den USA.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Schwache Lohnentwicklung &ndash; Kalkulierte Kehrseite des Aufschwungs<\/strong><br>\nDas Ausland staunt wieder, wenn es auf Deutschland blickt. Einen &ldquo;Hafen in Europas Sturm&rdquo; hat das &ldquo;Wall Street Journal&rdquo; ausgemacht, vor allem f&uuml;r verunsicherte Investoren. [&hellip;]<br>\nDoch diese St&auml;rke hat ihren Preis: Deutschland gewinnt an Wettbewerbsf&auml;higkeit, w&auml;hrend Arbeitnehmer mit sinkenden Reall&ouml;hnen zu k&auml;mpfen haben, vor allem solche mit geringen Einkommen. Sich &uuml;ber die neuen Zahlen des Statistischen Bundesamts und die Berechnungen des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) zu wundern w&auml;re allerdings vermessen. Diese Kehrseite des Booms war kalkuliert.<br>\nDer wachsende Niedriglohnsektor ist nicht einfach entstanden, er wurde geschaffen. Deutschland erf&auml;hrt im Guten wie im Schlechten die Folgen der Hartz-Reformen. Sie sind Folgen einer bewussten politischen Entscheidung: Als Deutschland rund f&uuml;nf Millionen Arbeitslose z&auml;hlte, war es ein breiter Konsens, dass eine schlecht bezahlte Arbeit besser ist als gar keine. Das ist volkswirtschaftlich gesehen berechtigt. [&hellip;]<br>\nSinkende Reall&ouml;hne sind inzwischen ein Charakteristikum der deutschen Wirtschaft, schwache Binnennachfrage bei starkem Export eingeschlossen. Vieles deutet darauf hin, dass die Arbeitsmarktreformen &uuml;berreizt wurden. Offenbar geht die geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung &ndash; mit der Arbeitslose leichter im Jobleben Fu&szlig; fassen sollten &ndash; zum Teil zu Lasten bislang gut bezahlter Vollzeitstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:schwache-lohnentwicklung-kalkulierte-kehrseite-des-aufschwungs\/60081186.html\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Auch wenn die Kernaussage des Artikels zynisch und technokratisch klingt, trifft sie jedoch mitten ins Schwarze. Die miserable Lohnentwicklung war und ist kein Unfall, sondern eine Entwicklung, die mit Vorsatz herbeigef&uuml;hrt wurde. Ansonsten liegt der FTD-Leitartikler jedoch meilenweit daneben:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Es gab zwar einen &bdquo;breiten Konsens&ldquo; in der Politik, aber ganz sicher keinen Konsens in der Bev&ouml;lkerung, dass Deutschland einen Niedriglohnsektor br&auml;uchte.<\/em><\/li>\n<li><em>Gerade f&uuml;r ein Land mit einem sehr aktiven Au&szlig;enhandel ist es sehr riskant, die Binnennachfrage zu vernachl&auml;ssigen. Die Aussage, dass die Schaffung des Niedriglohnsektors &bdquo;volkswirtschaftlich gesehen berechtigt&ldquo; gewesen sei, ist schlichtweg falsch.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Hier durfte mal wieder ein Neoklassiker diese haneb&uuml;chene Theorie in Reinstform ausbreiten: niedrigere L&ouml;hne f&uuml;hrt zu mehr Arbeitspl&auml;tzen.<br>\nDa&szlig; das nicht einmal oberfl&auml;chlich stimmt &ndash; die Anzahl der Arbeitsstunden 2011 liegt unter der von 2000 -, scheint nicht zu st&ouml;ren. Umso schlimmer f&uuml;r die Wirklichkeit, wenn sie mit der Theorie nicht &uuml;bereinstimmt! Aber wenigstens ist der Artikel klar und deutlich und ehrlich &uuml;ber die Absichten der Hartz-&ldquo;Reformen&rdquo;.<br>\nV&ouml;llig unlogisch und widerspr&uuml;chlich die letzte Passage mit dem Vorschlag die Sozialabgaben zu senken, ohne &ldquo;das Einkommen von Konsumenten zu schw&auml;chen, die Sozialkassen leiden zu lassen und Millionen Arbeitnehmer auf Kosten der Steuerzahler in die Altersarmut zu entlassen&rdquo;. Genau das ist bzw. w&auml;re doch das Resultat einer Senkung der Sozialabgaben. Die Neoklassiker verheddern sich im Gestr&uuml;pp ihres eigenen Geschw&auml;tzes.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann: Der Crash wird geleugnet<\/strong><br>\nSehr merkw&uuml;rdig: Fast alle griechischen Banken haben den europaweiten Stresstest bestanden. Offiziell sind sie also gesund. Dabei stehen sie vor der Pleite, wie niemand besser wei&szlig; als die Griechen selbst. Seit Monaten ziehen sie ihr Erspartes ab und verlagern es ins Ausland. Der Stresstest ist ein Witz, weil er die Finanzm&auml;rkte &ldquo;beruhigen&rdquo; soll. Damit steht vorher fest, was hinterher herauskommt: Es m&uuml;ssen ein paar Banken durchfallen, damit der Test realistisch wirkt &ndash; aber es d&uuml;rfen nicht zu viele sein, weil die Investoren sonst in Panik gerieten. Daher wurde zum Beispiel angenommen, dass die Aktienkurse nur um maximal 15 Prozent einbrechen. Das ist l&auml;cherlich. Nach der Pleite von Lehman Brothers verloren die B&ouml;rsen mehr als die H&auml;lfte ihres Werts. Noch lustiger ist es bei den Staatsanleihen: W&auml;hrend Griechenland auf den Bankrott zusteuert, kommt die Pleite eines Eurolandes beim Stresstest nicht vor.<br>\nUnfreiwillig verr&auml;t der Stresstest, wie schlecht es um die Banken stehen muss, wenn sie nur in einer gesch&ouml;nten Wirklichkeit &uuml;berlebensf&auml;hig sind. Daraus folgt: Ein zweiter Crash ist jederzeit m&ouml;glich, bei der die Banken erneut Steuermilliarden ben&ouml;tigen. Was dagegen hilft? Bestimmt kein weiterer Stresstest, der &ldquo;strenger&rdquo; ausf&auml;llt. Stattdessen m&uuml;ssten alle Banken ihr Eigenkapital deutlich erh&ouml;hen, um Verlusten vorzubeugen. Diese Idee ist nicht neu, wird aber von den Instituten hartn&auml;ckig bek&auml;mpft. Die Banken wollen weiterhin wie Hedgefonds agieren und mit fremdem Geld den eigenen Gewinn mehren. Das Risiko tr&auml;gt ja der Steuerzahler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2011%2F07%2F18%2Fa0085&amp;cHash=364c3a4298\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Nachtrag zu unserem <a href=\"?p=10123#h03\">gestrigen Hinweis #3<\/a><\/strong><br>\n<blockquote><p>Liebe Nachdenkseiten,<\/p>\n<p>heute, am 19.07, hatten sie in den &ldquo;Hinweisen des Tages&rdquo; einen Link zu einem kritischen Beitrag auf n-tv &uuml;ber den angeblichen Fachkr&auml;ftemangel angegeben.<\/p>\n<p>Wie irrsinnig in Deutschland Debatten gef&uuml;hrt werden kann man gerade an diesem Link nachverfolgen. Der Text legt einleuchtend und, wie ich dachte, f&uuml;r jeden verst&auml;ndlich da, warum die Debatte &uuml;ber den Fachkr&auml;ftemangel eine Scheindebatte ist. So verst&auml;ndlich, wie ich dachte, ist der Artikel aber dann doch nicht, jedenfalls nicht f&uuml;r den durchschnittlichen n-tv-Reporter. Denn genau unter dem letzten Satz des  Artikels (&ldquo;Mit Fachkr&auml;ftemangel hat das aber nichts zu tun&rdquo; !) ist ein Video eingebettet, dass &ldquo;Deutschland braucht Fachkr&auml;fte &ndash; Eine Million freie Stellen&rdquo; betitelt ist und, unter anderem mit dem lieben Herrn Hund als Zeugen, sich einen Dreck schert &uuml;ber den Inhalt des Artikels dar&uuml;ber.<br>\nAnscheinend wird man im Privatfernsehen nur noch eingestellt, wenn man schizophren ist!<br>\nIch frage mich immer mehr, wie man diesen ganzen Quatsch ertragen soll, ohne dauerhaft in hysterische Lach- oder Schreianf&auml;lle zu verfallen!<\/p>\n<p>Beste Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nC.M.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>ZEW: Konjunkturerwartungen wegen Schuldenkrise gesunken<\/strong><br>\nAngesichts der Schuldenkrise im Euro-Raum haben sich die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten eingetr&uuml;bt. Das Zentrum f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung teilte in Mannheim mit, der entsprechende Index sei zum f&uuml;nften Mal in Folge gesunken &ndash; und zwar von minus 9 auf minus 15,1 Z&auml;hler. F&uuml;r den Indikator befragt das ZEW monatlich etwa 300 Analysten und institutionelle Anleger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/nachrichten\/201107191800\/3\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Anleger fl&uuml;chten in Gold &ndash; Metall der Angst<\/strong><br>\nGriechenland, Italien, USA: Jede noch so skurrile Wendung in den Schuldenkrisen der Welt wird als Argument benutzt, in Gold zu investieren &ndash; der Preis pro Feinunze durchbricht erstmals 1600 Dollar. Und die Propagandisten des Edelmetalls sch&uuml;ren zus&auml;tzlich Weltuntergangsstimmung. Warum der neue Goldrausch an den Finanzm&auml;rkten so gef&auml;hrlich ist. [&hellip;]<br>\nN&uuml;chtern betrachtet hat die Gold-Hausse alle Anzeichen einer Spekulationsblase. Sie wird irgendwann platzen und viele Menschen werden viel Geld dabei verlieren. Wohl wahr, auf dieses Platzen warten die Experten schon lange, und bislang ist gut gefahren, wer sich auf die Irrationalit&auml;t des Marktes einstellte und bei der Hausse mitmachte. Mittlerweise gibt es jedoch auch sehr gute politische und gesellschaftliche Gr&uuml;nde, auf das Ende der Goldspekulation zu hoffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/anleger-fluechten-in-gold-metall-der-angst-1.1122147\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wie sagte doch der alte B&ouml;rsen-Grandseigneur Andr&eacute; Kostolany? Wenn Dir die Schuhputzer Aktientips geben ist es h&ouml;chste Zeit aus dem Markt auszusteigen. Wenn &ndash; wie gestern geschehen &ndash; sogar schon das Pro7-&bdquo;Wissensmagazin&ldquo; Galileo und die <a href=\"http:\/\/paper.meedia.de\/titelgallery_drupal\/bigview.php?url=http%3A\/\/paper.meedia.de\/titelgallery_drupal\/%3Fq%3Dgallery\/%26g2_view%3Dcore.DownloadItem%26g2_itemId%3D167401\">BILD<\/a> kr&auml;ftig die Werbetrommel f&uuml;r Gold drehen, kann man getrost davon ausgehen, dass die gro&szlig;en Spieler schon dabei sind, auf fallende Kurse zu wetten. Leider kl&auml;ren die Medien ihre Leser\/Zuschauer nicht auf, dass Gold keine sicherer Anlage, sondern ein hochvolatiles Spekulationsobjekt ist. Wer beispielsweise im Januar 1980 f&uuml;r 873 US$\/Unze gekauft hat, hat binnen weniger Wochen mehr als die H&auml;lfte seines Einsatzes verloren.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/110720_Historical_price_of_gold.gif\" alt=\"Historische Goldpreisentwicklung\" title=\"Historische Goldpreisentwicklung\"> <\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Paul Krugman &ndash; The Glenn Beck \/ DeBeers Connection<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2011\/07\/19\/the-glenn-beck-debeers-connection\/\">New York Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeitgeberverband lehnt Steuersenkungen ab<\/strong><br>\nDie FDP fordert Steuerentlastung, Gesamtmetall warnt dagegen vor Haushaltsrisiken angesichts der Schuldenkrise.<br>\nDer haushaltspolitische Sprecher der CDU\/CSU-Fraktion, Norbert Barthle, sieht nur wenig Spielraum f&uuml;r Steuersenkungen. Es w&auml;re schon viel erreicht, wenn es gelinge, den stark progressiv steigenden Steuertarif etwas zu bereinigen, sagte der CDU-Politiker der &bdquo;Passauer Neuen Presse&ldquo;. Der Pr&auml;sident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, sprach sich gegen die Senkung von Steuern oder Sozialabgaben aus. [&hellip;]<br>\nKannegiesser sagte der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo;, die Etats von Bund, L&auml;ndern und Gemeinden seien noch lange nicht konsolidiert. Au&szlig;erdem wisse niemand, welche Risiken durch die Schuldenkrise noch zu erwarten seien. Als Unternehmer k&ouml;nne er sich auch nicht &bdquo;bis aufs Hemd ausziehen, finanziell gesehen, nach dem Motto: Wenn die Risiken eintreten, m&uuml;ssen wir weitersehen&ldquo;.<br>\nAuch von den Pl&auml;nen, Sozialabgaben zu senken, halte er wenig. &bdquo;Ich bin dagegen, sie heute zu senken und morgen wieder zu erh&ouml;hen&ldquo;, sagte Kannegiesser. Das seien &bdquo;konjunkturpolitische Wanderd&uuml;nen&ldquo;. Deutschland brauche auch hier Verl&auml;sslichkeit und Stabilit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article13494648\/Arbeitgeberverband-lehnt-Steuersenkungen-ab.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Wenn sogar die FDP-nahen Arbeitgeberverb&auml;nde &ndash; v&ouml;llig zu Recht und mit sehr guten Argumenten &ndash; gegen Steuersenkungen protestieren, dann m&uuml;ssten doch bei der Ein-Themen-Partei alle Warnglocken bimmeln. Aber weit gefehlt. Soviel zum Thema &ldquo;die FDP mu&szlig; sich breiter aufstellen&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Dringend notwendig: Internationaler Gerichtshof f&uuml;r Globale Finanzverbrechen<\/strong><br>\nDie Finanzkrise hat uns in vollem Ma&szlig;e getroffen, durch sie droht die Wirtschaft zusammenzubrechen. Die Krise destabilisiert inzwischen die finanzielle Zukunft ganzer Nationen. Festzustellen ist: Wir befinden uns in einem Wirtschaftskrieg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.newropeans-magazine.org\/content\/view\/12361\/1\/lang,english\/\">Newrop Mag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&ldquo;Es kommt offenbar vor, dass Studien nicht publiziert werden&rdquo;<\/strong><br>\nStandesvertreter antwortet auf massive Kritik an medizinischer Forschung<br>\nDer Pr&auml;sident der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften, Karl Heinz Rahn, will den Einfluss der Firmen-Sponsoren auf die Publikation von medizinischen Studien einschr&auml;nken. Medizinische Studien von Firmen und &ouml;ffentlichen Instituten gemeinsam finanzieren zu lassen, h&auml;lt er f&uuml;r einen Teil der L&ouml;sung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/thema\/1503500\/\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung T.M.:<\/strong> Im Ansatz richtig, aber halbherzig: &Ouml;ffentliche Institute m&uuml;ssen angemessen finanziell ausgestattet werden, die Verteilungsfrage stellt sich auch hier.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Altenpflege<\/strong><br>\nEnde des Jahres 2009 arbeiteten in Deutschland 268.891 Personen in 12.026 Pflegediensten und 621.392 Personen in 11.634 Pflegeheimen. Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17\/6222) auf eine Kleine Anfrage (17\/6025) der Fraktion Die Linke zur Altenpflege mit. Zum gleichen Zeitpunkt seien 555.000 Pflegebed&uuml;rftige zu Hause durch ambulante Pflegedienste und 717.000 in Pflegeheimen betreut worden. Keine Angaben liegen der Regierung laut eigenem Bekunden &uuml;ber die verschiedenen Regelungen zur Altenpflegeausbildung und ihre Finanzierung in den Bundesl&auml;ndern vor. Die Umsetzung des Altenpflegegesetzes des Bundes liege in der Kompetenz der L&auml;nder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2011_07\/2011_303\/07.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die meisten neuen Jobs gehen an Leiharbeiter<\/strong><br>\nDer Aufschwung kommt am Arbeitsmarkt an. Die Mehrzahl der neuen Stellen erhalten aber Menschen mit befristeten Arbeitsvertr&auml;gen.<br>\nDer gr&ouml;&szlig;te Teil neuer Arbeitspl&auml;tze ist im vergangenen Jahr durch Leiharbeit entstanden. Von den 322.000 neuen Jobs waren 182.000 &ndash; also 57 Prozent &ndash; Leiharbeiter-Stellen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article13494938\/Die-meisten-neuen-Jobs-gehen-an-Leiharbeiter.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> So langsam sollte es selbst dem unkritischsten Leser auffallen, dass in letzter Zeit in den Medien s&auml;mtliche Fakten, die den viel zitierten Aufschwung in Frage stellen, durch einen selbstaffirmativen Hinweis auf den Aufschwung eingeleitet werden. Solche Selbstaffirmationen kennt man im medialen Bereich eigentlich eher aus den Wochenschauen des Dritten Reichs oder der Aktuellen Kamera der DDR.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Diakonisches Werk W&uuml;rttemberg: Armut und Reichtum<\/strong><br>\nEin Powerpoint-Vortrag mit Erl&auml;uterungen<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.diakonie-wuerttemberg.de\/fileadmin\/Medien\/pdf\/erlaeuterung_folien.pdf\">Diakonisches Werk W&uuml;rttemberg [PDF &ndash; 80 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"upload\/ppt\/110720_Hinweise_Staiger_Armut_und_Reichtum_Juni_2011.ppt\">Powerpoint Folien [PPT &ndash; 5.7 MB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"upload\/pdf\/110720_Hinweise_Staiger_Armut_und_Reichtum_Juni_2011.pdf\">Powerpoint Folien als PDF [PDF &ndash; 4 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Klinikum Offenbach: Ver.di warnt vor Verkauf<\/strong><br>\nDie Gewerkschaft ver.di hat vor der Privatisierung kommunaler Kliniken im Rhein-Main-Gebiet gewarnt. &raquo;Die Gesundheitsversorgung ist eine &ouml;ffentliche Aufgabe und kann nicht nach Profitgesichtspunkten organisiert sein&laquo;, erkl&auml;rte Georg Schulze-Ziehaus, Leiter des Fachbereichs Gesundheit im ver.di-Landesbezirk Hessen, am Montag gegen&uuml;ber junge Welt. Anla&szlig; waren &Auml;u&szlig;erungen des Stadtk&auml;mmerers von Offenbach, Michael Beseler, der einen Verkauf des &ouml;rtlichen Krankenhauses nicht ausgeschlossen hatte. Hintergrund ist dessen anhaltende finanzielle Schieflage, die auch durch Verzichtsleistungen der Besch&auml;ftigten in den vergangenen Jahren nicht beseitigt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/07-19\/032.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es gilt leider immer noch in der Haushaltspolitik des Bundes, der Kommunen von Berlin bis nach Athen &uuml;ber Br&uuml;ssel: Was k&uuml;mmern die langfristigen Kosten der Privatisierung in Form von schlechterer und teurer Versorgung der Bev&ouml;lkerung, wenn man sich die Kosten &ouml;ffentlicher Aufgabe kurzfristig entledigen kann. Nat&uuml;rlich jubelt die Privatwirtschaft ob der Profite in neuen Wirtschaftsfeldern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gr&uuml;nes vergessen machen<\/strong><br>\nUnter der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung ist Deutschland zum viertgr&ouml;&szlig;ten R&uuml;stungsexporteur verkommen, Waffen gingen nach Saudi-Arabien. Eine Replik auf Volker Beck<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1128-gruenes-vergessen-machen\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>NRW &ndash; Schulministerium und Bertelsmann Stiftung besiegeln Kooperation zur Lehrerfortbildung<\/strong><br>\nFortbildungsoffensive f&uuml;r individuelle F&ouml;rderung geht an den Start<br>\nDer Schl&uuml;ssel, um allen Kindern und Jugendlichen mit ihren unterschiedlichen Potenzialen gerecht zu werden, besteht in der individuellen F&ouml;rderung. Lehrkr&auml;fte dabei zu unterst&uuml;tzen, genau dies im Unterricht zuverwirklichen, ist eine Aufgabe von Staat und Gesellschaft. Das nordrheinwestf&auml;lische Ministerium f&uuml;r Schule und Weiterbildung und die Bertelsmann Stiftung haben sich deshalb f&uuml;r eine St&auml;rkung der Lehrerfortbildung zusammengetan und heute in D&uuml;sseldorf einen gemeinsamen Vertrag unterzeichnet.<br>\nSchulministerin Sylvia L&ouml;hrmann: &ldquo;Die Bildungskonferenz hat empfohlen, eine Fortbildungsoffensive f&uuml;r Lehrkr&auml;fte zu starten. Zusammen mit der Bertelsmann Stiftung wollen wir diesenWeg gehen und das Fortbildungsangebot f&uuml;r Unterrichtsentwicklung fokussiert auf individuelle F&ouml;rderung weiterentwickeln.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/pm\/79560\/schulministerium-und-bertelsmann-stiftung-besiegeln-kooperation-zur-lehrerfortbildung\/\">Bildungsklick<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da kann die Bildungsgewerkschaft GEW noch sehr eine Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung ablehnen, das NRW-Schulministerium bezieht diese Stiftung mit ihrer Wettbewerbsideologie in der Bildung nun auch noch vertraglich in die Lehrerfortbildung ein. Man kann sich ausmalen, wie die Evaluationitis als Instrument zur Verbesserung der Unterrichtsqualit&auml;t in die Lehrerfortbildung eingehen wird, wie, statt auf die Urteilskraft der P&auml;dagogen zu bauen, nunmehr gemessen und gerankt wird. (Und zwar nach den Kriterien der Bertelsmann Stiftung.) Da Wettbewerb und Konkurrenz zur Grundphilosophie der Bertelsmann Stiftung  f&uuml;r die Steigerung von Qualit&auml;t auch in der Bildung geh&ouml;ren (z.B. die Ideologie der &bdquo;Selbst&auml;ndigen Schule&ldquo;), werden diese Steuerungsprinzipien nun auch noch in der Lehrerfortbildung verankert.<br>\nMan fragt sich, warum gerade die Bertelsmann Stiftung mit ihrer eindeutigen Mission nun in besonderem Ma&szlig;e gerade in der Lehrerfortbildung Einfluss nehmen k&ouml;nnen soll, statt z.B. einer Konferenz aus Lehrern, Wissenschaftlern, Eltern und Schultr&auml;gern &ndash; also aller am Schulwesen Beteiligten.  Wieder einmal haben diejenigen das Sagen, die die n&ouml;tigen finanziellen Mittel haben, solche Projekte durchzuf&uuml;hren. Die Lehrerfortbildung wird in NRW von nun an ein Public- Private-Partnership-Projekt. Wie hei&szlig;t es doch so treffend: Bertelsmann macht Schule.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Macht und Massenmedien &ndash; Der britische Umsturz<\/strong><br>\nEngland wirkt in diesen Tagen wie befreit von einer Besatzungsmacht. Es ist, als h&auml;tten in den letzten Jahren nicht Blair, Brown und Cameron regiert, sondern Murdoch, Murdoch und Murdoch. Wie m&auml;chtig sind Massenmedien wirklich?<br>\nKein revolution&auml;rer Vergleich ist zu gro&szlig; in diesen Tagen. Ein Kommentar im &bdquo;Guardian&ldquo; verglich den Mut britischer Politiker, sich pl&ouml;tzlich gegen Rupert Murdoch zu Wort zu melden, mit den vorher unerh&ouml;rten, unvorstellbaren Buh-Rufen, die dem rum&auml;nischen Diktator Nicolae Ceauescu aus einer Menschenmenge entgegenschallten und den Anfang seines Endes bedeuteten. Eine Art &bdquo;britischer Fr&uuml;hling&ldquo; sei unterwegs, kommentierte David Carr, der Medienkolumnist der &bdquo;New York Times&ldquo;, &bdquo;Demokratie ist ausgebrochen in Gro&szlig;britannien&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/C31013\/macht-und-massenmedien-der-britische-umsturz-30465937.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der Sturz Murdochs erinnert an die griechische Sage von Ikarus, der der Sonne zu nah kam und dessen Fl&uuml;gel von Wachs zusammengehalten wurden. &bdquo;Gut&ldquo;, dass Liz Mohn und Friede Springer hitzebest&auml;ndige Flugger&auml;te haben.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Verfilzung von Massenmedien und Politik muss auch immer vor dem Hintergrund der Verflechtung von Politik und Wirtschaft gesehen werden. Wenn die Murdoch-Medien z.B. versuchen den amerikanischen Pr&auml;sidenten bei der Verbesserung der Krankenversicherung in das Abseits zu stellen, so ist das eben auch ein Einsatz im Interesse der Versicherungswirtschaft und der Pharmakonzerne. Die Problematik wird durch die ungeheuren Konzentrationsprozesse in der Medienlandschaft  nicht gerade kleiner.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>News of the World- Aff&auml;re: Schlammschlacht um Scotland Yard<\/strong><br>\nEs ist l&auml;ngst nicht mehr nur ein Skandal um illegale Recherchepraktiken bei der mittlerweile eingestellten Sonntagszeitung News of the World (NoW). Es ist auch nicht mehr nur ein Skandal um die partei&uuml;bergreifende N&auml;he des britischen politischen Establishments zum Medientycoon Rupert Murdoch und seinem Zeitungs- und TV-Imperium. Es wird zu einem Imagekrieg und zu einer Aff&auml;re &uuml;ber m&ouml;gliche Korruption auf h&ouml;chster Ebene bei der Polizei. Der R&uuml;cktritt des Londoner Polizeichefs Paul Stephenson am sp&auml;ten Sonntagnachmittag war zeitlich kalkuliert, um Premierminister David Cameron in maximale N&ouml;te zu bringen. In seiner R&uuml;cktrittserkl&auml;rung verglich er sich und seine Besch&auml;ftigung des ehemaligen NoW-Vizechefredakteurs Neill Wallis mit Cameron und dessen Besch&auml;ftigung des ehemaligen NoW-Chefredakteurs Andy Coulson. Kommentatoren witterten darin eine implizite R&uuml;cktrittsforderung an Cameron. &ndash; Die Labour-Opposition versucht, aus der Aff&auml;re politisches Kapital zu schlagen, aber sie kommt bei der Sache selbst nicht gut weg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2011%2F07%2F19%2Fa0075&amp;cHash=cb11dda12f\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Fragen an den Autor: W. Hetzer &bdquo;Finanzmafia&ldquo;<\/strong><br>\nDr. Wolfgang Hetzer, &ldquo;Finanzmafia. Wieso Banker und Banditen ohne Strafen davonkommen&rdquo;. Warum werden Leute, die Milliardensch&auml;den angerichtet haben, nicht zur Verantwortung gezogen? Ist das ganze System korrupt oder Organisierte Kriminalit&auml;t?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/pcast.sr-online.de\/play\/fragen\/2011-07-18_hetzer17072011.mp3\">SR2 [MP3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wolfgang Hetzers Buch <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3938060700\/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=nach-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3938060700\">&bdquo;Finanzmafia&ldquo;<\/a> ist bei Westend erschienen und kostet 19,95.<\/em><\/p>\n<p>Siehe auch: <a href=\"?p=8643\">Rezension: Wolfgang Hetzer, &bdquo;Finanzmafia &ndash; Wie Banken und Banditen unsere Demokratie gef&auml;hrden&ldquo;<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Rezension: St&eacute;phane Hessel, Engagiert Euch!<\/strong><br>\nMit Nachdruck ruft Hessel jetzt &ndash; im Nachfolgewerk &ldquo;Engagiert Euch&rdquo; &ndash; zum friedlichen Widerstand gegen Ungerechtigkeiten in unserer Welt auf, beklagt die Macht des Finanzkapitalismus, prangert die Lage der Menschenrechte an und warnt vor der &ouml;kologischen Zerst&ouml;rung unseres Planeten. Gleichzeitig appelliert er an die Leser: Habt keine Angst, euch f&uuml;r ein hoch gestecktes Ziel einzusetzen! Kommt heraus aus eurer Gleichg&uuml;ltigkeit, mischt euch ein.<br>\nWir m&uuml;ssen vor allem daran glauben, dass unser pers&ouml;nliches Engagement die Welt ver&auml;ndern kann, sagt Stephane Hessel im Gespr&auml;ch mit Gilles Vanderpooten.<br>\nWie der Protest gegen Raubbau und Umweltzerst&ouml;rung konkret aussehen k&ouml;nnte, dar&uuml;ber l&auml;sst uns Hessel im Unklaren. &Uuml;berhaupt liefert das in Buchform erschienene Interview nur wenig Konkretes. Wer detaillierte Handlungsanweisungen zum zivilen Ungehorsam erwartet, wird entt&auml;uscht. &ldquo;Engagiert Euch&rdquo; ist vielmehr eine interessante Gedankensammlung, die zum Nachdenken animiert, nicht mehr und nicht weniger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/oe1.orf.at\/artikel\/281288\">ORF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>So teuer wie m&ouml;glich &ndash; Der letzte Kampf der Atomindustrie<\/strong><br>\nAls die schwarz-gelbe Regierung unter Bundeskanzlerin Angela Merkel im vergangenen Jahr die Laufzeitverl&auml;ngerung f&uuml;r die deutschen Atomkraftwerke durchgesetzt hatte, dachte Bundesumweltminister Norbert R&ouml;ttgen &uuml;ber seinen R&uuml;cktritt nach. R&ouml;tttgen r&auml;umt dies in der ARD Dokumentation &ldquo;So teuer wie m&ouml;glich &ndash; der letzte Kampf der Atomindustrie&rdquo; ein, zu sehen am Mittwoch, 20. Juli, um 23.30 Uhr im Ersten. Er selbst sei skeptisch gegen&uuml;ber der Laufzeitverl&auml;ngerung f&uuml;r die AKWS gewesen. &ldquo;Das war eine Erfahrung von Lobbyismus und wirtschaftlicher Interessenvertretung&rdquo;, erinnert sich R&ouml;ttgen. &ldquo;Sehr deutlich, sehr massiv und sehr finanzstark. Ich bin dann aber auch sehr schnell zu dem Ergebnis gekommen&rdquo;, so R&ouml;ttgen, &ldquo;dass man nicht den Einsatz f&uuml;r eine ganz wichtige Frage immer mit dem Amt verbinden darf.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/unternehmen\/presse\/pressemitteilungen\/pressemeldungndr8591.html\">NDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Dokumentation wird am Mittwoch, den 20. Juli, zur zuschauerfreundlichen Zeit 23:30 in der ARD ausgestrahlt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Normalverdiener k&ouml;nnen sich weniger leisten als im Jahr 2000; Ulrike Herrmann: Der Crash wird geleugnet; Nachtrag zu unserem gestrigen Hinweis #3; ZEW: Konjunkturerwartungen wegen Schuldenkrise gesunken; Anleger fl&uuml;chten in Gold &ndash; Metall der Angst; Arbeitgeberverband lehnt Steuersenkungen ab; Dringend notwendig: Internationaler Gerichtshof f&uuml;r Globale Finanzverbrechen; &ldquo;Es kommt offenbar vor,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10135\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10135","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10135","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10135"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10135\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10148,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10135\/revisions\/10148"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10135"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10135"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10135"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}