{"id":1016,"date":"2006-01-10T17:34:41","date_gmt":"2006-01-10T15:34:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=1016"},"modified":"2016-02-21T10:42:43","modified_gmt":"2016-02-21T09:42:43","slug":"so-wird-unseren-studierenden-das-angebotsorientierte-wirtschaftsdogma-eingeblaut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1016","title":{"rendered":"So wird unseren Studierenden das angebotsorientierte Wirtschaftsdogma eingebl\u00e4ut"},"content":{"rendered":"<p>Hans-Werner Sinn predigt im &bdquo;Diskussionsforum 2005&ldquo; seines ifo-Institutes seine &ouml;konomische Weltsicht. Sebastian Gechert, ein Leser der NachDenkSeiten, der Volkswirtschaftsstudent ist, stellte uns seinen Disput mit &bdquo;Deutschlands bestem &Ouml;konomen&ldquo; (BILD) zur Verf&uuml;gung. Ein lesenswertes Beispiel daf&uuml;r, welcher Un-Sinn unseren Studierenden eingetrichtert wird.<br>\n<!--more--><br>\nDer nachfolgend wieder gegebene Disput ist ein wundersch&ouml;ner Beleg f&uuml;r die schlichten Annahmen und dogmatischen Unterstellungen, deren sich die herrschende angebotsorientierte &ouml;konomische Lehre bedient:<br>\nMan unterstelle als Grundannahme ein &bdquo;allgemeines Gleichgewicht einer Volkswirtschaft&ldquo;. Ein Ungleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt in Form von Arbeitslosigkeit ergibt sich dann, &bdquo;wenn die L&ouml;hne &uuml;ber ihrem marktr&auml;umenden Niveau sind.&ldquo; Man behaupte, dass es &bdquo;&uuml;berhaupt nicht klar&ldquo; sei, &bdquo;wie h&ouml;here L&ouml;hne auf die Nachfrage wirken&ldquo; und stelle apodiktisch fest, &bdquo;dass hohe L&ouml;hne Binnennachfrage schaffen, ist nicht richtig&ldquo;. Dagegen behaupte man umgekehrt, dass &bdquo;Umverteilung von Kaufkraft zu Lasten der Arbeitnehmer und zu Gunsten der Unternehmer zu Gunsten der Unternehmer&ldquo; zu mehr Investitionen f&uuml;hren, denn &bdquo;wenn Unternehmer sparen, investieren sie in der Regel&ldquo;. Und schlie&szlig;lich hilft dann der Glaube, dass das Angebot sich seine Nachfrage schafft. So einfach funktioniert diese &Ouml;konomie und die L&ouml;sung aller Probleme ist dann die Senkung der L&ouml;hne.<\/p><p>Von theoretische Einw&auml;nden oder Fakten des Studierenden l&auml;sst sich einer der meistzitierten Gralsh&uuml;ter der herrschenden &ouml;konomischen Glaubenslehre nicht beeindrucken. Er folgt dem Leitsatz aller Ideologen: Um so schlimmer f&uuml;r die Wirklichkeit, wenn sie meiner Theorie nicht entspricht. <\/p><p><strong>Eigene Beitr&auml;ge und Prof. Sinns Antworten im ifo-Diskussionsforum 2005<\/strong><\/p><p><em><strong>25.11.05 Gechert, Sebastian, Chemnitz, gseb@hrz.tu-chemnitz.de<\/strong><\/em><br>\nSehr geehrter Prof. Sinn, wenn ich mir die Freiheit erlauben darf Sie zu zitieren: &ldquo;[&hellip;]Die L&ouml;hne werden durch Angebot und Nachfrage bestimmt und fallen dementsprechend. Dann w&auml;chst die Besch&auml;ftigung, bis alle besch&auml;ftigt sind. Mit der Besch&auml;ftigung w&auml;chst die Produktion und im gleichen Umfang auch das Einkommen resp. die Kaufkraft. Die Deutschen sind reicher.[&hellip;]&rdquo; Sie haben hier die klassische Mikro&ouml;konomie sehr treffend beschrieben. Leider ist der Arbeitsmarkt aber kein G&uuml;termarkt. Wir haben es hier mit einem Kreislaufzusammenhang zu tun, wie er auf gesamtwirtschaftlichen M&auml;rkten vorherrscht. Eine Senkung der L&ouml;hne bis zum &ldquo;Marktgleichgewicht&rdquo; f&uuml;hrt zu geringerer Kaufkraft, die &ouml;ffentliche Debatte (wie auch Ihre B&uuml;cher) in diese Richtung sch&uuml;rt &Auml;ngste und sorgt somit f&uuml;r Kaufzur&uuml;ckhaltung. Die Vergangenheit zeigt auch, dass eine Reallohnsenkung, wie sie in den letzten Jahren bereits eingesetzt hat nicht dazu f&uuml;hrt, dass die Besch&auml;ftigung w&auml;chst &bdquo;[&hellip;]bis alle besch&auml;ftigt sind.[&hellip;]&ldquo; Das Gegenteil ist der Fall: Durch Lohnsenkung geht es den Menschen und der Volkswirtschaft schlechter, lediglich der Verteilungskampf wird weiter zugunsten der Herrschenden Klasse verschoben.<\/p><p><em><strong>Antwort Prof. Sinn:<\/strong><\/em><br>\nSehr geehrter Herr Gechert, Sie irren sich. Das Resultat, dass Lohnsenkungen die Nachfrage nach Arbeitskr&auml;ften erh&ouml;hen, ist auch insbesondere im allgemeinen Gleichgewicht einer Volkswirtschaft gegeben, und selbstverst&auml;ndlich ber&uuml;cksichtigt es die Kreislaufzusammenh&auml;nge. Dass eine Senkung der L&ouml;hne zu geringerer Kaufkraft f&uuml;hrt, wie Sie schreiben, ist nat&uuml;rlich nicht richtig. Sie f&uuml;hrt zu einer Umverteilung von Kaufkraft zu Lasten der Arbeitnehmer und zu Gunsten der Unternehmer, das ist alles. Die Frage ist allenfalls, ob die Unternehmer so viel mehr nachfragen, wie die Arbeitnehmer weniger nachfragen. Sie kann bejaht werden, denn die Lohnsenkung erh&ouml;ht die Rentabilit&auml;t der Investitionen, so dass die Unternehmer nicht nur mehr Geld haben, sondern es auch attraktiv finden, es f&uuml;r den Kauf von Investitionsg&uuml;tern auszugeben, um dadurch noch gr&ouml;&szlig;ere Gewinne zu machen. Richtig ist, dass es zu Umverteilungsgewinnen &ldquo;der herrschenden Klasse&rdquo; kommt, wie Sie sagen. Das liegt daran, dass die Arbeiter durch die ex-kommunistischen Niedrigl&ouml;hner Konkurrenz bekommen haben und die Unternehmer f&uuml;r ihr Kapital weltweit viel h&ouml;here Renditen bekommen. &Auml;ndern kann man das kaum, jedenfalls nicht durch eine Fortsetzung der Hochlohnpolitik in Deutschland. Die hohen Renditen auf den Weltkapitalm&auml;rkten sind von uns kaum beeinflussbar. Die Hochlohnpolitik f&uuml;hrt deshalb zu einer Fortsetzung der Kapitalflucht, die wir schon heute zu beklagen haben. Deutschland ist das Land mit der niedrigsten Nettoinvestitionsquote unter allen Industriel&auml;ndern, und zugleich hat es einen Rekord-Kapitalexport. Im &Uuml;brigen: die Reallohnsenkung der letzten Jahre ging mit einem Anstieg der realen Lohnkosten einher, und nur die sind f&uuml;r die Unternehmer relevant. Aber selbst, wenn die realen Lohnkosten gefallen w&auml;ren: Ein paar Jahre Zur&uuml;ckhaltung bei der Steigerung der L&ouml;hne kann nicht 30 Jahre exzessiver Steigerungen kompensieren, wie wir sie seit 1970 hatten. Deutschland hat nach D&auml;nemark mit 27,80 Euro die h&ouml;chsten Stundenlohnkosten f&uuml;r Industriearbeiter auf der ganzen Welt. Viele Gr&uuml;&szlig;e Ihr Hans-Werner Sinn <\/p><p><em><strong>28.11.2005 Gechert, Sebastian, Chemnitz, gseb@hrz.tu-chemnitz.de<\/strong><\/em><br>\n&ldquo;Die Frage ist allenfalls, ob die Unternehmer so viel mehr nachfragen, wie die Arbeitnehmer weniger nachfragen. Sie kann bejaht werden[&hellip;]&rdquo; Diese Aussage kann so nicht stehen bleiben, denn dann m&uuml;sste man bei Eink&uuml;nften aus Lohnarbeit von der selben Sparquote ausgehen, wie bei Hochverdienern. Dies wird in einfachen Rechenmodellen h&auml;ufig vorausgesetzt, ist aber falsch. Wenigverdiener sparen weniger an, als Besserverdiener, folglich ist der R&uuml;cklauf in den Wirtschaftskreislauf dort wesentlich gr&ouml;&szlig;er. Geringverdiener haben sogar z.T. negative Sparquoten, eine Steigerung dieser L&ouml;hne w&uuml;rde folglich in vollem Umfang in den Kreislauf zur&uuml;ckflie&szlig;en, was bei einer Zielsetzung &ldquo;gesellschaftliche Wohlfahrt&rdquo; nur gut sein kann. Dieses Ziel scheint f&uuml;r Sie aber nicht wichtig zu sein. &ldquo;[&hellip;]und zugleich hat es einen Rekord-Kapitalexport[&hellip;]&rdquo; Der Rekordkapitalexport geht mit unserem Rekordau&szlig;enbeitrag einher, schlie&szlig;lich m&uuml;ssen die exportierten Waren auch bezahlt werden. Dies ist eine saldenmechanische Notwendigkeit. &ldquo;Ein paar Jahre Zur&uuml;ckhaltung bei der Steigerung der L&ouml;hne kann nicht 30 Jahre exzessiver Steigerungen kompensieren, wie wir sie seit 1970 hatten.&rdquo; Die Lohnsteigerungen sind eine Errungenschaft unserer sozialen Marktwirtschaft. Sie gingen damals au&szlig;erdem mit einer gr&ouml;&szlig;eren Steigerung des BIP einher. Globalisierung gab es auch damals schon. &ldquo;Deutschland hat nach D&auml;nemark mit 27,80 Euro die h&ouml;chsten Stundenlohnkosten f&uuml;r Industriearbeiter auf der ganzen Welt.&rdquo; Die hohe Qualit&auml;t deutscher Produkte sollte auch dementsprechend entlohnt werden. Wozu sollte man auch in einen Konkurrenzkampf mit Billiglohnl&auml;ndern treten. Dies w&auml;re ein gesellschaftlicher R&uuml;ckschritt. Investitionen in Bildung und Forschung und nicht der derzeitige R&uuml;ckschritt auf allen Ebenen k&ouml;nnten uns dies auch weiter ersparen. Viele Gr&uuml;&szlig;e Sebastian Gechert <\/p><p><em><strong>Antwort Prof. Sinn:<\/strong><\/em><br>\nSehr geehrter Herr Gechert, Sie haben v&ouml;llig Recht, dass Unternehmer eine sehr viel h&ouml;here Sparquote haben. Der Punkt ist nur, dass nicht nur Konsum Nachfrage ist, sondern genauso Investitionen. Wenn Unternehmer sparen, investieren sie in der Regel. Statt ihrer Frau einen Pelzmantel zu kaufen, was Konsum w&auml;re, kaufen sie ihren Arbeitern ein neues Fabrikgeb&auml;ude oder eine neue Maschine. Mit freundlichem Gru&szlig; Ihr Hans-Werner Sinn<\/p><p><em><strong>29.11.05 Gechert, Sebastian, Chemnitz, gseb@hrz.tu-chemnitz.de<\/strong><\/em><br>\nSehr geehrter Prof. Sinn. Es ist richtig, dass die Unternehmer Zwecksparen betreiben m&uuml;ssen, um sp&auml;ter Investitionen t&auml;tigen zu k&ouml;nnen. Andererseits sieht man von diesen Investitionen recht wenig. Wie Sie bereits gesagt haben, ist die Nettoinvestitionsquote in Dtl. sehr niedrig. Dies liegt aber vor allem daran, dass die deutsche Produktionskapazit&auml;t nur zu ca. 80% ausgelastet ist. Warum sollte man dann noch mehr Maschinen\/Anlagen kaufen, wenn sowieso schon einige still liegen. Auf der anderen Seite fehlt es den Niedrigl&ouml;hnern und Arbeitslosen an den einfachsten Dingen. Dort lie&szlig;e sich sehr leicht eine Nachfragesteigerung erreichen. Die angebotsfreundliche Politik der letzten Jahre f&uuml;hrt also in die falsche Richtung. Steuersenkungen, verbesserte Abschreibungsm&ouml;glichkeiten usw. versickern zu gro&szlig;en Teilen in den Taschen der Teilhaber, die sich dann wirklich Pelzm&auml;ntel f&uuml;r ihre Frau kaufen.<\/p><p><em><strong>Antwort Prof. Sinn:<\/strong><\/em><br>\nSehr geehrter Herr Gechert, nein, es geht nicht um das Zwecksparen. Wenn ein Unternehmer investiert, spart er! Sparen und Investieren ist dann dasselbe. Die Ersparnis ist dann selbst unmittelbar Nachfrage. Nat&uuml;rlich kann auch ein Unternehmer sparen, indem er nicht investiert, sondern sein Geld am Kapitalmarkt anlegt. Aber dann kann jemand anderes die Ersparnis als Kredit aufnehmen und damit Investitionsg&uuml;ter kaufen. Die Investitionen sind sehr gering, weil die Lohnkosten sehr hoch sind. Das ist der Hauptgrund. Die Firmen verkaufen doch gut. Der Export l&auml;uft pr&auml;chtig. Nur investiert man zunehmend auch in ausl&auml;ndische Fabriken, die die Vorleistungen liefern. Mit freundlichem Gru&szlig; Ihr Hans-Werner Sinn<\/p><p><em><strong>08.12.2005 Gechert, Sebastian, Chemnitz, gseb@hrz.tu-chemnitz.de<\/strong><\/em><br>\nSehr geehrter Prof. Sinn, ich beziehe mich noch einmal auf meinen Beitrag vom 29.11. und Ihre Antwort darauf: Dass das Sparen gesamtwirtschaftlich dem Investieren spiegelbildlich entgegen steht, ist richtig. Jedoch trifft dies nur auf eine Betrachtung ex post (also im Nachhinein) zu. Bei der Planung der Unternehmer kann das keine Rolle spielen. Schlie&szlig;lich beschafft sich der B&auml;ckermeister keinen neuen Ofen, nur weil er sieht, dass auf der anderen Stra&szlig;enseite jemand sein Geld zur Bank schafft. Nein, die Investition dr&uuml;ckt sich hier in einer Bestandserh&ouml;hung am Ende der Wirtschaftsperiode aus. Der B&auml;cker h&auml;tte jetzt 3 Sack Mehl mehr auf Lager als im Vorjahr, weil die Leute das Geld lieber zur Bank geschafft haben, als sich noch ein paar Br&ouml;tchen mehr zu kaufen. Nur aus diesem Blickwinkel betrachtet, entspricht das Sparen dem Investieren!(Das Beispiel klingt zwar etwas belustigend, ist aber durchaus ernst zu nehmen). Somit kann Sparen auch keine unmittelbare Nachfrage sein. Sie ist h&ouml;chstens mittelbare Nachfrage , indem ein anderer das Geld als Kredit aufnimmt (wie Sie es richtig beschrieben haben). Noch etwas zum Thema L&ouml;hne: Wenn die Firmen so gut verkaufen, warum haben wir dann so ein angeblich gro&szlig;es Problem mit den Lohnkosten? Unterstellt man, dass die Unternehmer rational handeln, verkaufen sie zu h&ouml;heren Preisen, als ihre St&uuml;ckkosten. Wenn sie dann auch im Ausland gut verkaufen, scheinen diese Preise nicht zu hoch zu sein, um &ldquo;dem Druck der Globalisierung&rdquo; standhalten zu k&ouml;nnen. Und wenn man dann noch sieht, dass der deutsche Au&szlig;enbeitrag stark positiv ist (siehe Exporte und Importe in der Tabelle: http:\/\/www.destatis.de\/basis\/d\/vgr\/vgrtab1.php) muss diese Leistung auch trotz der &ldquo;teuren&rdquo; deutschen Arbeiter erwirtschaftet worden sein. Der Au&szlig;enhandel ist also stark trotz hoher Lohnkosten. Woran es fehlt, damit das Klagen aus allen M&uuml;ndern aufh&ouml;rt, ist die inl&auml;ndische Nachfrage. Und diese schw&auml;chelt, wenn die Inl&auml;nder weniger Geld durch sinkende L&ouml;hne, weniger Vertrauen in die Zukunft durch ungesicherte Arbeitspl&auml;tze und gr&ouml;&szlig;ere &Auml;ngste aufgrund der aktuellen Debatte um &ldquo;h&auml;rtere Einschnitte&rdquo; und &ldquo;radikale Reformen&rdquo; haben. Denn das d&auml;mpft die Nachfrage und erh&ouml;ht das Sparen. Dieses Sparen jedoch erzeugt keine Investition, wie wir sie uns w&uuml;nschen. Es f&uuml;hrt nur in einen Abw&auml;rtskreislauf. <\/p><p><em><strong>Antwort Prof. Sinn:<\/strong><\/em><br>\nSehr geehrter Herr Gechert, Sie haben bez&uuml;glich der L&auml;ger und der Ex-Post-Identit&auml;t nat&uuml;rlich Recht. Nur: Ein Teil der Ersparnis ist auch ex ante Nachfrage, n&auml;mlich die von den Unternehmen aus einbehaltenen Gewinnen finanzierten Investitionen. Unternehmensersparnis und Investition ist teilweise, nat&uuml;rlich nur teilweise, dasselbe. Bez&uuml;glich der anderen Argumente kann ich nur auf meine &ldquo;Basar-&Ouml;konomie&rdquo; verweisen. Danach vernichten hohe L&ouml;hne die arbeitsintensiven Sektoren zuerst, treiben Arbeit und Kapital in die kapitalintensiven Exportsektoren, senken dort die Preise und erh&ouml;hen so die Wertsch&ouml;pfung im Export. Zugleich spezialisieren sich die Firmen auf die kundennahen Endstufen der Produktion, was impliziert, dass die Exportmengen noch schneller steigen als die Wertsch&ouml;pfung im Export. Im &Uuml;brigen: Dass hohe L&ouml;hne Binnennachfrage schaffen, ist nicht richtig. Zwar mag der Konsum steigen, doch definitiv geht die Investitionsg&uuml;ternachfrage zur&uuml;ck. Wom&ouml;glich geht sogar der Konsum zur&uuml;ck, weil die Arbeitslosigkeit steigt und die Leute noch mehr Angst bekommen. Mit freundlichem Gru&szlig; Ihr Hans-Werner Sinn<\/p><p><em><strong>16.12.2005 Gechert, Sebastian, Chemnitz, gseb@hrz-tu-chemnitz.de<\/strong><\/em><br>\nSehr geehrter Prof. Sinn, Ihre Argumentation beruht darauf, dass Unternehmen aufgrund von erzielten Gewinnen investieren. Dazu w&auml;re es nat&uuml;rlich hilfreich, geringere L&ouml;hne zu bezahlen, um den Profit zu steigern. Tats&auml;chlich investieren Unternehmen aber in der Erwartung zuk&uuml;nftiger Gewinne: Bei einer Investitionsrechnung ist das Entscheidungskriterium, ob sich die Auszahlung irgendwann amortisiert. Danach wird entschieden, ob investiert wird, oder nicht. Und das h&auml;ngt entscheidend davon ab, ob die entsprechende Nachfrage beim Konsument der produzierten G&uuml;ter vorliegt, damit auch Gewinne eingefahren werden k&ouml;nnen. Eine starke Konsumentennachfrage erh&ouml;ht also auch die Bereitschaft zu investieren, denn so werden hohe Renditen erwartet. Das erreicht man aber nicht &uuml;ber Lohnsenkungen. Richtig ist, dass der Faktor Arbeit im Vergleich zum Faktor Kapital in Deutschland benachteiligt ist. Angesichts steigender Ungleichverteilung des Verm&ouml;gens in Deutschland kann man das aber nicht &auml;ndern, indem man am unteren Ende der Verteilungskurve etwas wegnimmt. Besser w&auml;re, den Faktor Kapital st&auml;rker zu belasten. Die deutsche Steuerquote ist eine der geringsten in Europa, vor allem was die Kapitalbesteuerung anbelangt. An dieser Schraube zu drehen, w&auml;re also durchaus m&ouml;glich. Das passt aber momentan nicht in die politische Landschaft, die auf Zur&uuml;ckdr&auml;ngung des Staates aus allen Bereichen abzielt. Die Steuersenkungen der letzten Jahre, besonders der Kapitalertragssteuer, haben jedoch offensichtlich nur zu Renditesteigerungen gef&uuml;hrt. Auf die Arbeitslosigkeit hatte dies keinen Einfluss. Ganz im Gegenteil, bei Jahreshauptversammlungen hei&szlig;t es gern: &ldquo;Wir haben dieses Jahr einen Rekordgewinn zu vermelden, das haben wir unseren starken Anstrengungen zu verdanken. Als Belohnung daf&uuml;r schicken wir 5000 unserer Angestellten in einen langen wohlverdienten Urlaub.&rdquo; Der &ldquo;Basar&ouml;konomie&rdquo;, wie Sie Deutschland beschreiben, wird man im &Uuml;brigen &uuml;ber niedrigere L&ouml;hne auch nicht Herr werden k&ouml;nnen. Denn dann werden die Deutschen noch weniger Endprodukte nachfragen k&ouml;nnen, was die Unternehmen noch weiter dazu zwingt, sich auf den Export zu spezialisieren. Ich m&ouml;chte mich trotz der unterschiedlichen Meinungen, die wir beide vertreten bei Ihnen bedanken, dass Sie die Zeit finden mit mir hier zu diskutieren. Freundliche Gr&uuml;&szlig;e sendet Sebastian Gechert <\/p><p><em><strong>Antwort Prof. Sinn:<\/strong><\/em><br>\nSehr geehrter Herr Gechert, vielen Dank f&uuml;r Ihre R&uuml;ckmeldung. Sie machen einen entscheidenden Fehler bei Ihrer Darlegung: Sie setzen Konsum mit Nachfrage gleich und sehen nicht, dass Investition genauso Nachfrage ist. Das laufende Sozialprodukt wird zum Aufessen verwendet und dazu, den Kapitalhaufen laufend zu vergr&ouml;&szlig;ern. Letzteres ist genauso Nachfrage wie ersteres. Was Sie zu den erwarteten Gewinnen in der Investitionsrechnung schreiben ist v&ouml;llig richtig. Nur m&uuml;ssen Sie bedenken, dass auch eine erwartete Steigerung der Investitionsg&uuml;ternachfrage die Investitionsg&uuml;ternachfrage erh&ouml;ht. Das ist das Akzelerationsprinzip. Wenn zum Beispiel die Bauindustrie mehr Nachfrage nach neuen Geb&auml;uden erwartet, wird sie mehr Baumaschinen kaufen. Dass die Nachfrage die Investitionen befl&uuml;gelt, hei&szlig;t nicht, dass man hohe L&ouml;hne br&auml;uchte. Hohe L&ouml;hne senken die Nachfrage nach Investitionsg&uuml;tern, was &uuml;ber den Akzelerationsmechanismus, den Sie beschreiben, einen weiteren negativen Einfluss auf die Investitionsg&uuml;ternachfrage hat. Kurzum, was ich sagen will: Es ist &uuml;berhaupt nicht klar, wie h&ouml;here L&ouml;hne auf die Nachfrage wirken und wie sie dann &uuml;ber das Akzelerationsprinzip die Investitionen ver&auml;ndern. Ich vermute, h&ouml;here L&ouml;hne erh&ouml;hen die Konsumg&uuml;ternachfrage weniger, als sie die Investitionsg&uuml;ternachfrage senken, so dass sich ein negativer Akzelerationseffekt &uuml;ber die Nachfrage auf die Investionen ergibt. Mit freundlichem Gru&szlig; Ihr Hans-Werner Sinn<\/p><p><em><strong>19.12.2005 Gechert, Sebastian, Chemnitz, gseb@hrz-tu-chemnitz.de<\/strong><\/em><br>\nSehr geehrter Prof. Sinn, nat&uuml;rlich ist Investitionsnachfrage auch Nachfrage, das ist mir bewusst. Um das klar zu stellen: Ich m&ouml;chte nicht die echten Unternehmer verteufeln, die stets ein hohes Risiko fahren und keinen festen Gehaltszettel am Ende des Monats erwarten d&uuml;rfen. Sie sollen f&uuml;r ihren Mut und ihr Engagement auch belohnt werden. Aber man schneidet sich als gesamte politische Klasse `Unternehmen` ins eigene Fleisch, wenn man die L&ouml;hne verringern will. Denn der Akzelerationseffekt ergibt sich ja aus der Produktionskette. Nehmen wir folgendes an: Wir haben in dieser Kette Unternehmen des Typs A, Unternehmen des Typs B und die Konsumenten C. Diese 3 sind die Akteure in dieser Volkswirtschaft. A sind Baufirmen, B sind Einzelhandelsketten. Die Konsumenten C sind Bauarbeiter, Ingenieure und Verk&auml;ufer, die bei A und B arbeiten und daf&uuml;r Lohn erhalten. Die C Fragen bei B Waren nach, B fragt bei A die Bauleistungen nach. Das ist ein geschlossener Prozess mit Investitionsnachfrage und Konsumg&uuml;ternachfrage. Wenn nun A die L&ouml;hne senkt, hat C weniger Geld und fragt daher weniger bei B nach. Dadurch hat auch B weniger Geld und kann von A weniger Geb&auml;ude bauen lassen. Die A haben zwar ihre Kosten gesenkt, erhalten aber gleichzeitig weniger Geld von den B. Das Resultat: A hat etwa gleich viel wie zuvor, B und C haben weniger. Was ich mit diesem zugegeben recht simplen Beispiel verdeutlichen will: Am Ende der Investitionsnachfragekette stehen immer Unternehmen B, die zwar Investitionen nachfragen, aber Konsumg&uuml;ter produzieren. Damit ist die gesamte Kette vom Ende her betrachtet von der Konsumg&uuml;ternachfrage abh&auml;ngig. Diese zu schw&auml;chen, indem man die L&ouml;hne senkt, wirkt sich indirekt wieder negativ auf die eigenen Erl&ouml;se aus, weil eben auch die Investitionsnachfrage sinkt. Aus einzelwirtschaftlicher Sicht eines Unternehmens A kann man das bestreiten, global gesehen ist es jedoch logisch. Diesen Zwiespalt zu bek&auml;mpfen, muss daher Aufgabe der Politik sein. Der Staat oder die EU haben die M&ouml;glichkeit das einzelwirtschaftliche Handeln so zu lenken, dass global das Beste f&uuml;r alle herauskommt. Diese Aufgabe hat man jedoch in den letzten 20 Jahren verschlafen. Wenn Sie sagen, dass der positive Effekt h&ouml;herer L&ouml;hne nicht bewiesen ist, dann m&ouml;chte ich Ihnen folgende Zahlen entgegen halten: In den 70er Jahren ging ein BIP Zuwachs von +118,6% mit einer Steigerung der Reall&ouml;hne von +20,5% einher. In den 80ern waren es: BIP +65,7% und L&ouml;hne +6,7%. In den 90ern: BIP +33,7%, L&ouml;hne &ndash;2,2%. Der Zusammenhang ist deutlich, die Lohnerh&ouml;hungen wirkten nicht sch&auml;dlich auf die gesamte Wohlfahrt. Ganz im Gegenteil. Nun mag man entgegenhalten, das w&auml;ren andere Zeiten gewesen. Das ist aber erstens kein Argument und zweitens ist die ganze Sache immer noch aktuell: Ostdeutschland m&uuml;sste angesichts der niedrigeren L&ouml;hne im Verh&auml;ltnis zum Westen boomen, wenn man Ihrer Argumentation folgt. Westdeutschland w&auml;chst aber st&auml;rker als der Osten, weil die Leute im Osten eine geringere Kaufkraft haben. Das mag zwar auch kein Beweis pro h&ouml;here L&ouml;hne sein. Alles in allem widerlegt es aber Ihre These, dass mit Lohnsenkungen alles ins Lot kommt. Das zeigen auch die Zahlen der 90er Jahre von oben. Fazit: Lohnsenkungen sind bereits geschehen und sie haben uns gesamtwirtschaftlich sogar schlechter gestellt. Diesen Weg weiter zu verfolgen kann keine L&ouml;sung sein. <\/p><p><em><strong>Antwort Prof. Sinn:<\/strong><\/em><br>\nSehr geehrter Herr Gechert, nein, so ist es nicht. Sie betrachten keine Investitionsg&uuml;ter, sondern industrielle Zwischenprodukte. Investitionsg&uuml;ter sind Fertigprodukte, also Teile der Endproduktion, die man &ldquo;auf einen Haufen&rdquo; legt. Sie dienen der Vergr&ouml;&szlig;erung des Kapitalstocks. Eine &Ouml;konomie kann unterschiedliche Anteile der Endproduktion in diesem Sinne investieren. Je gr&ouml;&szlig;er der Anteil ist, desto kleiner ist zun&auml;chst der Konsum, aber dennoch fehlt es nicht an Nachfrage, weil die Investitionsg&uuml;ter statt dessen nachgefragt werden. Je gr&ouml;&szlig;er der Investitionsanteil am Sozialprodukt ist, desto schneller w&auml;chst der Kapitalstock der Wirtschaft und damit auch das Sozialprodukt. Aus dem wachsenden Sozialprodukt kann auf Dauer ein kleinerer Anteil konsumiert werden, und doch wird der Konsum irgendwann h&ouml;her sein, als es sonst der Fall gewesen w&auml;re. Welcher Anteil des Sozialprodukts investiert wird, h&auml;ngt insbesondere vom Lohnniveau ab. Je h&ouml;her er ist, desto geringer ist die Investitionsquote. Also: Alternative Lohnniveaus sind mit einer Vollaussch&ouml;pfung der Produktion durch Nachfrage f&uuml;r Konsum und Investition gekennzeichnet, doch je h&ouml;her der Lohn, desto kleiner der Investitionsanteil, desto kleiner die Wachstumsrate der Wirtschaft. Mit freundlichem Gru&szlig; Ihr Hans-Werner Sinn<\/p><p><em><strong>22.12.2005 Gechert, Sebastian, Chemnitz, gseb@hrz.tu-chemnitz.de <\/strong><\/em><br>\nSehr geehrter Prof. Sinn, ich beziehe mich auf meinen Beitrag und Ihre Antwort vom 19.12.05. Bitte erkl&auml;ren Sie mir etwas genauer, warum Geb&auml;ude industrielle Zwischenprodukte sind und keine Investitionsg&uuml;ter. Lediglich ein Lebkuchenhaus k&ouml;nnte der Beschreibung &bdquo;industrielles Zwischenprodukt&ldquo; teilweise gerecht werden, echte Geb&auml;ude, wie Warenh&auml;user und Produktionshallen sind nat&uuml;rlich Investitionsg&uuml;ter. Wenn Ihnen das Beispiel nicht gef&auml;llt, dann k&ouml;nnen wir auch noch eine Produktionsstufe vorn angliedern, indem wir Maschinenbauunternehmen hinzuf&uuml;gen, die die Baumaschinen f&uuml;r unsere Baufirmen A produzieren. Das Ergebnis bleibt das gleiche: Am Ende der Kette werden in oder mit den Investitionsg&uuml;tern Konsumg&uuml;ter produziert. Die muss aber jemand kaufen k&ouml;nnen, sonst n&uuml;tzt die ganze Produktion nichts und die Investitionsg&uuml;ter werden gar nicht ben&ouml;tigt. Ich denke, das Problem bei Ihrer &Uuml;berlegung ist, dass Sie annehmen, es k&auml;me nur auf die Verteilung der Gesamtproduktivkr&auml;fte zwischen Investitions- und Konsumnachfrage an. Konsumg&uuml;ter sind sofort aufgegessen, Investition hingegen ist nachhaltig und schafft eine Grundlage f&uuml;r die Zukunft. Das ist auch richtig, jedoch nur die halbe Wahrheit, denn die &bdquo;[&hellip;]Vollaussch&ouml;pfung der Produktion durch Nachfrage f&uuml;r Konsum und Investition[&hellip;]&ldquo; ist eben leider nicht gegeben. Sonst h&auml;tten wir keine gesamtwirtschaftliche Kapazit&auml;tsauslastung von lediglich ca. 82%. Die Produktionsleistung als das Axiom zu nehmen ist die falsche Sichtweise, das Angebot schafft sich nicht seine Nachfrage. Man muss die Sache andersherum betrachten, Produktion geschieht nur, wenn Auftr&auml;ge (also Nachfrage) daf&uuml;r vorliegen, sowohl f&uuml;r Investitionsg&uuml;ter, als auch f&uuml;r Konsumg&uuml;ter. Je h&ouml;her beide Formen der Nachfrage sind, umso gr&ouml;&szlig;er die Auslastung der Produktionskapazit&auml;t und umso h&ouml;her dadurch der Hang zur Ausdehnung der Kapazit&auml;t, was sich wiederum in mehr Investitionsg&uuml;ternachfrage ausdr&uuml;ckt. Da es demnach nicht nur auf die Verteilung der Produktionsmittel zwischen Investitionsg&uuml;tern und Konsumg&uuml;tern ankommt und die Investitionsnachfrage wie bereits gezeigt positiv (und nicht negativ) von der Konsumnachfrage abh&auml;ngt, ist eine Schw&auml;chung der Konsumnachfrage &uuml;ber geringere L&ouml;hne sch&auml;dlich f&uuml;r die gesamte Nachfrage. Das f&uuml;hrt zu geringerer Produktion, weiterer Einschr&auml;nkung der Investitionsg&uuml;ternachfrage und damit h&ouml;herer Arbeitslosigkeit und schwachen Wachstumsraten. Die Analogie zur Situation in Deutschland ist unverkennbar. Dazu &uuml;brigens noch ein paar anschauliche Bilder: http:\/\/www.jjahnke.net\/2geschichten.html Es sei besonders auf Abb. 04054 verwiesen, die sinkende Reall&ouml;hne und &ndash;geh&auml;lter zeigt. Au&szlig;erdem Abb. 04055 mit stagnierenden Konsumausgaben seit 2000 und Abb. 04029 mit sinkenden Bruttoanlageinvestitionen im gleichen Zeitraum. Besinnliche Weihnachtstage und ein frohes Fest w&uuml;nscht Sebastian Gechert <\/p><p><em><strong>Antwort Prof. Sinn:<\/strong><\/em><br>\nSehr geehrter Herr Gechert, Sie weichen semantisch aus. Auch wenn letztlich das Wirtschaften dem Konsum gilt, kann eine Volkswirtschaft auf die Dauer, f&uuml;r alle Ewigkeit, einen gr&ouml;&szlig;eren Anteil ihrer Produktion f&uuml;r die laufende Erh&ouml;hung ihres Kapitalstocks verwenden. Wenn der Konsum in den n&auml;chsten Jahrzehnten hinreichend niedrig ist, kann er danach f&uuml;r alle Ewigkeit h&ouml;her sein, weil die Wirtschaft dauerhaft schneller w&auml;chst. Wenn die L&ouml;hne &uuml;ber ihrem marktr&auml;umenden Niveau sind, gibt es Arbeitslosigkeit, und der Anreiz f&uuml;r Investitionen f&auml;llt. In der Gegenwart und in der Zukunft ist die Produktion kleiner, als sie sein k&ouml;nnte. Aber die Nachfrage kann immer so klein sein wie die Produktion. Das gilt f&uuml;r die geschlossen Wirtschaft, und noch viel mehr f&uuml;r die offene. Je offener die Wirtschaft ist, desto mehr Kapital weicht ins Ausland aus. Da Sie mir nicht glauben, allerdings gro&szlig;es Interesse an dem Thema haben, muss ich sie bitten, ein Lehrbuch der Volkswirtschaftslehre zu diesen Themen zu konsultieren. Ich kann hier keine Privatvorlesung &uuml;ber VWL durchf&uuml;hren. Im &uuml;brigen: Nat&uuml;rlich sind Geb&auml;ude keine industriellen Zwischenprodukte, sondern Kapitalg&uuml;ter, die durch Investitionen entstanden sind. Als Investitionen bezeichnet man die Erh&ouml;hung des Kapitalbestandes der Wirtschaft. Frohe Weihnachten und alles Gute im neuen Jahr Ihr Hans-Werner Sinn<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hans-Werner Sinn predigt im &bdquo;Diskussionsforum 2005&ldquo; seines ifo-Institutes seine &ouml;konomische Weltsicht. Sebastian Gechert, ein Leser der NachDenkSeiten, der Volkswirtschaftsstudent ist, stellte uns seinen Disput mit &bdquo;Deutschlands bestem &Ouml;konomen&ldquo; (BILD) zur Verf&uuml;gung. Ein lesenswertes Beispiel daf&uuml;r, welcher Un-Sinn unseren Studierenden eingetrichtert wird.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[147,201,11,30],"tags":[290,319,424],"class_list":["post-1016","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-arbeitslosgigkeit","category-ideologiekritik","category-strategien-der-meinungsmache","category-wirtschaftspoliik-und-konjunktur","tag-binnennachfrage","tag-lohnentwicklung","tag-sinn-hans-werner"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1016","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1016"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1016\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31448,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1016\/revisions\/31448"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1016"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1016"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1016"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}