{"id":101700,"date":"2023-07-27T08:34:47","date_gmt":"2023-07-27T06:34:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101700"},"modified":"2023-07-27T08:35:44","modified_gmt":"2023-07-27T06:35:44","slug":"hinweise-des-tages-4407","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101700","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101700#h01\">Der Krieg macht die Ukraine zum Vasallenstaat des Westens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101700#h02\">G&ouml;ring-Eckardt &uuml;ber Ostdeutschland &ndash; &bdquo;Die B&ouml;sartigkeit hat zugenommen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101700#h03\">Gewinner der Sanktionen: Russland-Importe von chinesischen Autos um 543 Prozent gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101700#h04\">Nachbarn der Ukraine wollen weiterhin kein Dumping-Getreide<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101700#h05\">14 Euro tun not<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101700#h06\">Jugend ohne Zukunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101700#h07\">Apotheken, Pharmaindustrie und das Milliardengesch&auml;ft mit Krebskranken: Phantastische Preise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101700#h08\">Wasserstoff: Das ist geplant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101700#h09\">Dominanz-Krise des Globalen Westen als Epochen-Bruch &ndash; Michael Klundt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101700#h10\">US-Strategie f&uuml;r das Nato-B&uuml;ndnis ist gescheitert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101700#h11\">Streit um Einfluss und Rohstoffe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101700#h12\">Lithium und Krieg &ndash; ein toxischer Mix<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101700#h13\">Ein Segen f&uuml;r den Westen? Taliban verbieten Mohnanbau in Afghanistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101700#h14\">&raquo;Ein Verbrechen mu&szlig; verurteilt werden&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101700#h15\">Schweden steigt zum sch&auml;rfsten China-Hardliner in der EU auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101700#h16\">Schwimmen mit dem Strom &ndash; Linken-Chefin Wissler im Interview<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101700#h17\">Personalrochaden bei den Linken: Rackete ins Nirgendwo<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der Krieg macht die Ukraine zum Vasallenstaat des Westens<\/strong><br>\nDie Ukraine k&auml;mpft f&uuml;r Unabh&auml;ngigkeit. Doch die Gl&auml;ubiger diktieren den Ausverkauf der Heimat. Oligarchen und Konzerne profitieren.<br>\nDer Westen hilft der Ukraine nicht selbstlos. Der Weltw&auml;hrungsfonds IWF, Investmentkonzerne wie Vanguard und andere Gl&auml;ubiger sorgen f&uuml;r Landverk&auml;ufe, Privatisierungen und sozialen Abbau. Die Bev&ouml;lkerung hat dazu nichts zu sagen. Das von Konzernen und Regierungsgeldern unabh&auml;ngige Oakland Institute in Kalifornien hat dazu im M&auml;rz 2023 einen grossen dokumentierten Report ver&ouml;ffentlicht. Er tr&auml;gt den Titel &laquo;Krieg und Diebstahl &ndash; die Inbesitznahme von landwirtschaftlichen Fl&auml;chen in der Ukraine&raquo;. Grosse Medien haben &uuml;ber diesen Bericht nicht informiert. Infosperber hat die Zusammenfassung &uuml;bersetzt und verlinkt auf den ausf&uuml;hrlichen Original-Report (auf Englisch).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/landwirtschaft\/der-krieg-macht-die-ukraine-zum-vasallenstaat-des-westens\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>G&ouml;ring-Eckardt &uuml;ber Ostdeutschland &ndash; &bdquo;Die B&ouml;sartigkeit hat zugenommen&ldquo;<\/strong><br>\nZehn Tage lang radelte Katrin G&ouml;ring-Eckardt durch Ostdeutschland. Der Gr&uuml;nen-Politikerin schlug dabei Hass entgegen &ndash; aber nicht nur. Ein Gespr&auml;ch.<br>\ntaz: Frau G&ouml;ring-Eckardt, Sie haben am Wochenende eine zehnt&auml;gige Demokratietour durch Ostdeutschland beendet. Was haben Sie mitgenommen?<br>\nKatrin G&ouml;ring-Eckardt: Vor allen Dingen viele positive Eindr&uuml;cke von Menschen, die sich engagieren, im Unternehmen oder in der Sozialstation, im Kulturprojekt oder im Kommunalparlament. So viele verteidigen unsere Demokratie, jeden Tag. Aber sie bekommen zu wenig Aufmerksamkeit. Gesehen werden die, die laut sind und dagegen.<br>\nWas noch?<br>\nDas Zweite ist, dass es schon sehr viel Sorge um die Demokratie gibt. Einige meinen, dass wir an einem Kipppunkt stehen und dass ganze Landstriche in Ostdeutschland nur wahrgenommen werden, wenn es um die Feinde der Demokratie geht.<br>\nHaben Sie selbst eine Zuspitzung des gesellschaftlichen Klimas wahrgenommen?<br>\nJa, es ist schon sch&auml;rfer geworden. Mehr Menschen, die wahrscheinlich schon vorher rassistische oder antisemitische Einstellungen hatten, sind jetzt auch bereit, entsprechend zu handeln &ndash; und sie nehmen f&uuml;r sich in Anspruch, dass sie die Mehrheit seien. Das sind sie aber nicht. Und die B&ouml;sartigkeit hat zugenommen.<br>\nDie B&ouml;sartigkeit?<br>\nJa, zum Beispiel bei einer Demonstration gegen mich in Dessau. Das war keine spontane Kritik von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern. Das war eine gezielte Mobilisierung, die Dia&shy;log verhindern sollte, auf Telegram wurde in rechten Verschw&ouml;rungskreisen dazu aufgerufen.<br>\nIst das wirklich neu?<br>\nVor ein paar Jahren haben mich Menschen aus der Anonymit&auml;t des Internets beleidigt, in Dessau haben sie mich von Angesicht zu Angesicht beschimpft: &bdquo;gr&uuml;ner Abfall&ldquo; und &Auml;hnliches. Da ist eine B&ouml;sartigkeit sp&uuml;rbar, die gab es vorher so nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Goering-Eckardt-ueber-Ostdeutschland\/!5951292\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar unseres Lesers J.A.:<\/strong> Typische T&auml;ter-Opfer-Umkehr. G&ouml;ring-Eckardt hat w&auml;hrend der Rot-Gr&uuml;nen Regierungszeit (2002 bis 2005) als Gr&uuml;nen-Fraktionsvorsitzende (zusammen mit Krista Sager) die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Katrin_G%C3%B6ring-Eckardt#Agenda_2010_und_Hartz_IV\">Agenda 2010 und Hartz IV<\/a> eindringlich bef&uuml;rwortet und gnadenlos vorangetrieben, auch gegen ihre ehemaligen DDR-Mitmenschen. Der Hass, der ihr jetzt entgegenschl&auml;gt, ist deshalb wohlverdient &ndash; mich wundert, dass tats&auml;chlich noch jemand &uuml;berhaupt mit ihr spricht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gewinner der Sanktionen: Russland-Importe von chinesischen Autos um 543 Prozent gestiegen<\/strong><br>\nChinesische Autohersteller f&uuml;llen in Russland schnell die L&uuml;cke. Nach Angaben der Beh&ouml;rden liegt deren Anteil an russischen Autoimporten bereits bei &uuml;ber 70 Prozent. [&hellip;]<br>\nNun zeigt es sich deutlich, wie die chinesischen Hersteller davon profitieren. Wie die neuesten Statistiken der chinesischen Zollbeh&ouml;rden zeigen, sind die Exporte von chinesischen Personenkraftwagen aus China nach Russland im ersten Halbjahr 2023 auf 4,6 Milliarden US-Dollar gestiegen. Das ist um 543 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2022. Damals hatten die Chinesen noch Autos im Wert von 715 Millionen US-Dollar nach Russland eingef&uuml;hrt. Allein im Juni 2023 beliefen sich die chinesischen Auto-Lieferungen nach Russland auf 1,03 Milliarden US-Dollar, was der h&ouml;chste Wert seit Jahresbeginn ist.<br>\nNach R&uuml;ckzug der westlichen Konzerne: Russland nun gr&ouml;&szlig;ter Exportmarkt f&uuml;r chinesische Autos<br>\nNach Angaben der Zollbeh&ouml;rden exportierte China in den ersten Monaten des Jahres insgesamt rund 325.800 Autos nach Russland: Das ist f&uuml;nfmal mehr als im Vorjahreszeitraum. Die chinesische Association der Autohersteller (CAAM) hatte fr&uuml;her mitgeteilt, dass Russland somit zum gr&ouml;&szlig;ten Exportmarkt f&uuml;r chinesische Autos geworden sei, gefolgt von Mexico. &Uuml;ber die Entwicklung berichtet unter anderem das russische Gesch&auml;ftsportal RBC. Die beliebtesten chinesischen Automarken in Russland sind Chery Tiggo, Haval und Geely. Die meistverkauften Autos sind Verbrenner und Hydride, aber auch Elektroautos aus China gewinnen in Russland zunehmend Anerkennung. [&hellip;]<br>\nLaut einer fr&uuml;heren Einsch&auml;tzung der Unternehmensberatung Alix Partners werden die chinesischen Autohersteller dieses Jahr auch zum ersten Mal Exportweltmeister. Schon im ersten Quartal dieses Jahres hatte China demnach mit 1,07 Millionen exportierten Autos Japan mit 954.000 Autos &uuml;berholt, gefolgt von Deutschland (840.000), S&uuml;dkorea (750.000) und Mexiko (741.000).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/china-profitiert-von-sanktionen-russland-importe-von-chinesischen-autos-um-543-prozent-gestiegen-li.373171\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Nachbarn der Ukraine wollen weiterhin kein Dumping-Getreide<\/strong><br>\nDie Ukraine protestiert dagegen, dass die Nachbarl&auml;nder weiterhin nicht das angeblich f&uuml;r die L&auml;nder des S&uuml;dens bestimmte Getreide auf ihren M&auml;rkten sehen wollen. Das Importverbot soll verl&auml;ngert werden. Pr&auml;sident Selenskyj wird nerv&ouml;s, denn die US-amerikanischen Konzerne und die Oligarchen, denen der Grund und Boden in der Ukraine zum gr&ouml;&szlig;ten Teil geh&ouml;rt, wollen Taten von ihm sehen.<br>\nDie Nachbarl&auml;nder der Ukraine Bulgarien, Ungarn, Polen, Rum&auml;nien und die Slowakei beantragten bei der EU-Kommission eine Verl&auml;ngerung des Importverbots f&uuml;r ukrainisches Getreide, Mais und andere Feldfr&uuml;chte. Das derzeit g&uuml;ltige Importverbot l&auml;uft am 15. September aus. Die meisten dieser L&auml;nder waren im Fr&uuml;hjahr mit heftigen Protesten ihrer eigenen Landwirte konfrontiert. Es stellte sich heraus, dass ukrainische Getreidelieferungen per Bahn oder LKW, die f&uuml;r den Transit durch diese L&auml;nder bestimmt waren, in den Nachbarl&auml;ndern illegal verkauft wurden und mit Dumpingpreisen den Markt &uuml;berschwemmten. Die Slowakei stoppte die Lieferungen auch noch aus einem anderen Grund: das urspr&uuml;nglich f&uuml;r den Weitertransport nach Afrika bestimmte Getreide war pestizidverseucht und damit gesundheitssch&auml;dlich. Ganz besonders Polen, aber auch andere L&auml;nder waren mit heftigen Protesten der Bauern konfrontiert, in Polen musste der Landwirtschaftsminister zur&uuml;cktreten, ehe dann die Grenze zun&auml;chst ohne Koordination mit der EU-Kommission f&uuml;r ukrainische landwirtschaftliche Erzeugnisse geschlossen wurde. Transitlieferungen durch die genannten L&auml;nder m&uuml;ssen seither plombiert werden, und die Durchfuhr wird strenger kontrolliert. Der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj zeigt sich ob der geplanten Verl&auml;ngerung des Importverbots wieder einmal aufs H&ouml;chste erregt, weil er scheinbar noch immer nicht verstanden hat, wie die EU funktioniert. In Polen und in der Slowakei stehen Wahlen bevor, Bulgarien hat nach mehreren Wahlg&auml;ngen mit Ach und Krach eine Regierung zustande gebracht und Ungarn hat auch keine Freude, wenn der Markt mit ukrainischem Dumpinggetreide &uuml;berschwemmt wird. Selenskyj gibt damit auch offen zu, dass es sich beim &bdquo;H&auml;ngenbleiben&ldquo; der Lieferungen f&uuml;r arme L&auml;nder in den unmittelbaren Nachbarl&auml;ndern der Ukraine um ein Gesch&auml;ftsmodell handelte. Seine Krokodilstr&auml;nen f&uuml;r die hungernden Menschen in Afrika sind nur f&uuml;rs Fernsehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitungderarbeit.at\/international\/nachbarn-der-ukraine-wollen-weiterhin-kein-dumping-getreide\/\">Zeitung der Arbeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>14 Euro tun not<\/strong><br>\nJeder vierte Erwerbst&auml;tige in Deutschland verdient weniger als 14 Euro pro Stunde. Diskussion um h&ouml;heren Mindestlohn.<br>\nFast ein Viertel aller Erwerbst&auml;tigen (23,35 Prozent) wird hierzulande mit einem Arbeitsentgelt von unter 14 Euro abgespeist. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamts f&uuml;r den Monat April hervor, die die Bundestagsfraktion Die Linke bei der Bundesregierung abgefragt hat. In absoluten Zahlen: 9,28 Millionen von insgesamt 39,8 Millionen Besch&auml;ftigten erhalten pro Stunde kaum mehr als den derzeit geltenden Mindestlohn von zw&ouml;lf Euro. 15 Prozent oder rund sechs Millionen Erwerbst&auml;tige kommen nicht &uuml;ber diese Verdienstuntergrenze hinaus. (&hellip;) Nach Angaben der Wiesbadener Beh&ouml;rde liegt das durchschnittliche Bruttoverdienst der Werkt&auml;tigen bei 24,77 Euro, was einem Monatseinkommen von 4.105 Euro entspricht. Davon k&ouml;nnen Millionen Menschen allerdings nur tr&auml;umen. Zumal die Hochpreisphase bei Lebensmitteln, Mieten und Energie ihre ohnehin knappen Bez&uuml;ge noch drastisch entwertet hat. Angesichts dessen werden die Rufe nach einer Anhebung des Mindestlohns auf 14 Euro lauter. Dagegen hatte die sogenannte Mindestlohnkommission Ende Juni empfohlen, den Satz in zwei Schritten auf zun&auml;chst 12,41 Euro im kommenden Jahr und 2025 auf 12,82 Euro anzuheben. Der Vorschlag, den die Bundesregierung absehbar umsetzen wird, markiere einen &raquo;dramatischen Reallohnverlust&laquo;, beklagte Bartsch. &raquo;Das niedrige Lohnniveau wird uns auch bei der Rente auf die F&uuml;&szlig;e fallen. Es droht millionenfache Altersarmut.&laquo; (&hellip;) Die Beschlussfassung der Kommission erfolgte gegen das Votum der in dem Gremium sitzenden Gewerkschaftsvertreter und sorgt auch innerhalb der Koalition f&uuml;r Diskussionen. In Reaktion darauf hatte Anfang Juli SPD-Chef Lars Klingbeil angek&uuml;ndigt, sich f&uuml;r eine rasche Umsetzung der europ&auml;ischen Mindestlohnrichtlinie zu Jahresanfang 2024 einsetzen zu wollen. Nach dieser Vorgabe m&uuml;sste die Lohnuntergrenze bei 60 Prozent des mittleren Einkommens des jeweiligen Mitgliedslands eingezogen werden. F&uuml;r die BRD entspr&auml;che dies derzeit einem Wert zwischen 13,50 und 14 Euro. F&uuml;r eine Anpassung w&auml;re es h&ouml;chste Zeit, meint auch Bartsch von Die Linke. Eine Aufstockung sei &raquo;jetzt notwendig, auch als Inflationsausgleich&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/455638.verarmung-14-euro-tun-not.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Jeder vierte Deutsche arbeitet auf Mindestlohnniveau<\/strong><br>\nJeder vierte Erwerbst&auml;tige in Deutschland verdient nur knapp &uuml;ber dem Mindestlohnniveau. Das geht aus einer Antwort des Statistischen Bundesamtes auf eine Anfrage der Linkspartei hervor. Demnach verdienten im April rund 9,3 der insgesamt 40 Millionen Besch&auml;ftigten weniger als 14 Euro brutto in der Stunde. 15 Prozent erhielten den Mindestlohn, der aktuell 12 Euro betr&auml;gt.<br>\nDer Co-Vorsitzende Bundestagsfraktion der Linken, Dietmar Bartsch, sagte gegen&uuml;ber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, dass das Lohnniveau in Deutschland deutlich zu niedrig sei. Auch als Inflationsausgleich w&auml;ren jetzt 14 Euro Mindestlohn n&ouml;tig.<br>\nDie Mindestlohn-Kommission hatte zuletzt empfohlen, den Mindestlohn in zwei Stufen zu erh&ouml;hen: 2024 um 41 Cent auf 12,41 Euro und 2025 um weitere 41 Cent auf 12,82 Euro. Bartsch nannte diese Erh&ouml;hung einen &ldquo;dramatischen Reallohnverlust&rdquo;.  Durch das niedrige Lohnniveau verliere die Rentenkasse bereits heute viele Milliarden Euro und es drohe millionenfache Altersarmut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.me\/inland\/176211-jeder-vierte-deutsche-arbeitet-auf\/\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Jugend ohne Zukunft<\/strong><br>\nJedes vierte Kind in der BRD ist arm. Ampelkoalition priorisiert Aufr&uuml;stung und sagt Kindergrundsicherung faktisch ab.<br>\n(&hellip;) Danach gilt als &raquo;armutsgef&auml;hrdet&laquo; (&hellip;), wer &uuml;ber weniger als sechzig Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbev&ouml;lkerung verf&uuml;gt. F&uuml;r Alleinlebende lag der Schwellenwert in der BRD im vergangenen Jahr bei 1.250 Euro netto monatlich, f&uuml;r zwei Erwachsene mit zwei Kindern im Alter unter 14 Jahren bei 2.625 Euro. Nach diesem Ma&szlig;stab ist die Situation in der BRD im Europ&auml;ischen Vergleich besonders gravierend: In zwei Dritteln aller EU-Staaten ist die Kinderarmut niedriger. Laut Statistikern war in Slowenien mit 10,3 Prozent, in Tschechien mit 13,4 Prozent und in D&auml;nemark mit 13,8 Prozent die &raquo;Armutsgef&auml;hrdung&laquo; bei Kindern am niedrigsten. Am h&ouml;chsten fielen die Werte mit 41,5 Prozent in Rum&auml;nien, 33,9 Prozent in Bulgarien und 32,2 Prozent in Spanien aus. In absoluten Zahlen waren im Jahr 2022 rund 20 Millionen Kinder und Jugendliche EU-weit arm. W&uuml;rde in der BRD ab kommendem Jahr eine Kindergrundsicherung eingef&uuml;hrt, die diesen Namen verdient, k&ouml;nnte die Armut unter Minderj&auml;hrigen reduziert werden. Doch Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) will nur zwei Milliarden Euro daf&uuml;r bereitstellen &ndash; viel zu wenig, um den Betroffenen ernsthaft zu helfen, wie Sozialverb&auml;nde und Gewerkschaften seit Wochen unisono kritisieren. W&auml;hrend Familienministerin Elisabeth Paus (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen) sich inzwischen von ihrer urspr&uuml;nglichen &ndash; ohnehin zu niedrigen &ndash; Forderung von zw&ouml;lf Milliarden Euro verabschiedet hat, erkl&auml;rte Armutsforscher Christoph Butterwegge im Gespr&auml;ch mit dieser Zeitung bereits im April, dass mehr als 20 Milliarden Euro n&ouml;tig w&auml;ren, um Kinderarmut wirksam zu bek&auml;mpfen. 20 Milliarden Euro &ndash; das ist exakt die Summe, die Verteidigungsminister Boris Pistorius nun allein f&uuml;r neue Artillerie- und Panzermunition bei Rheinmetall und Co. ausgeben will, wie er am Montag dem Spiegel erkl&auml;rte. Die &Auml;u&szlig;erung des kriegsfreudigen Ministers unterstreicht erneut eindr&uuml;cklich die Priorit&auml;ten der Ampelkoalition: Da stehen Aufr&uuml;stung und Krieg &ndash; insbesondere zum Leidwesen der armen Kinder in diesem Land &ndash; deutlich vor Bem&uuml;hungen f&uuml;r Armutsbek&auml;mpfung, Bildung und Frieden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/455619.kinderarmut-jugend-ohne-zukunft.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Apotheken, Pharmaindustrie und das Milliardengesch&auml;ft mit Krebskranken: Phantastische Preise<\/strong><br>\nDie Krankenkassen lie&szlig;en sich wohl bei den Preisverhandlungen mit den Apotheken jahrelang &uuml;ber den Tisch ziehen. Das f&uuml;hrte dazu, dass Apotheker zum Teil Betr&auml;ge bis zum Vierfachen des Einkaufspreises abrechnen konnten &ndash; was einem Zusatzverdienst von bis zu 1.000 Euro pro Infusion entspricht. Klar, dass dieses lukrative Gesch&auml;ft einige &bdquo;gesch&auml;ftst&uuml;chtige&ldquo; Apotheker dazu gebracht hat, sich darauf zu spezialisieren und Infusionen mit Krebsmedikamenten in gro&szlig;en Reinraumlabors mit vielen Mitarbeitern herstellen zu lassen. Dabei ist es dann auch zu nicht ganz legalen Absprachen mit &Auml;rzten in Krebspraxen gekommen, die ihre Infusionen ausschlie&szlig;lich bei solchen Apotheken herstellen lassen und im Gegenzug an den Zusatzgewinnen beteiligt werden. Besonders gesch&auml;ftst&uuml;chtige Apotheker haben sich direkt in private Krankenh&auml;user eingekauft, die wiederum ambulante Krebspraxen &ndash; sogenannte Medizinische Versorgungszentren (MVZ) &ndash; zur Behandlung von Krebspatienten betreiben d&uuml;rfen. Dort sind &Auml;rzte angestellt, die &ndash; ganz legal &ndash; die Infusionen f&uuml;r ihre Krebspatienten ausschlie&szlig;lich bei &bdquo;ihren kooperierenden Apotheken&ldquo; bestellen. (&hellip;) Es ist gut, dass es solche Rechercheteams von &ouml;ffentlich-rechtlichen Sendern und gro&szlig;en Zeitungen gibt, die mit Entsetzen &bdquo;&Uuml;ber ein krankes Milliardengesch&auml;ft&ldquo; dieser Apotheken berichten. Doch was sie nicht sehen und vielleicht auch gar nicht sehen wollen ist, dass es sich bei diesem Beispiel nur um die f&uuml;r sie sichtbare Spitze eines Eisbergs handelt. (&hellip;) Da geht es nicht &bdquo;nur&ldquo; um ein paar Milliarden Euro &uuml;ber mehrere Jahre, sondern um zig Milliarden pro Jahr, die von den Krankenkassen abkassiert werden. Die pharmakritische Fachzeitschrift &bdquo;arznei-telegramm&ldquo; berichtete erst vor Kurzem: &bdquo;Neue patentgesch&uuml;tzte Arzneimittel sind innerhalb von zehn Jahren im Durchschnitt pro Packung 57-fach teurer geworden, von 902 Euro auf 51.200 Euro, vor allem durch die Vielzahl neuer Onkologika&ldquo; &ndash; das sind Krebsmedikamente. Die Pharmafirmen begr&uuml;nden ihre Phantasiepreise immer wieder mit den vermeintlich hohen Kosten f&uuml;r Forschung und Entwicklung. Doch unabh&auml;ngige kritische Preisberechnungen belegen immer wieder, dass dies vorgeschoben ist und nicht der Wirklichkeit entspricht. Deshalb argumentieren die Pharmamonopole nun h&auml;ufiger mit dem Nutzen ihrer Pr&auml;parate f&uuml;r die Volkswirtschaft insgesamt: verbesserte Lebensqualit&auml;t, Verringerung von Krankheitstagen und Krankenhaustagen sowie weiterer Gesundheitskosten. Man stelle sich vor, was man bei Anwendung dieses Arguments f&uuml;r gesunde Lebensmittel oder die Mitgliedschaft in einem Sportverein zahlen m&uuml;sste. Solange Apotheken in privater Hand sind und kapitalistischen Prinzipien unterliegen und solange Pharmamonopole den Arzneimittelmarkt beherrschen, werden mit unserer Gesundheit und unseren Krankheiten weiter &bdquo;kranke Milliardengesch&auml;fte&ldquo; gemacht. Es braucht &ouml;ffentlichen Druck, um staatliche Regelungen zur Einschr&auml;nkung dieser Profite durchzusetzen. Das aktuelle Beispiel belegt, dass dies wahrscheinlicher gelingt, wenn es um mittelst&auml;ndische Unternehmen wie Apotheken geht. Bei international agierenden Pharmakonzernen wird die Sache schwieriger. Grunds&auml;tzlich sollte Gesundheit und Krankheit keine Ware sein, sondern ein &ouml;ffentliches Gut, und daher geh&ouml;rt das Gesundheitswesen auch in &ouml;ffentliche Hand.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/phantastische-preise-4782295\/\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wasserstoff: Das ist geplant<\/strong><br>\nUm Klimaneutralit&auml;t zu erreichen, setzt die Bundesregierung auf Wasserstoff. Das Kabinett hat heute die &uuml;berarbeitete nationale Strategie dazu beschlossen. Darum geht es. (&hellip;)<br>\nBereits 2020 hat die damalige Bundesregierung einen Handlungsrahmen formuliert, die &ldquo;Nationale Wasserstoffstrategie&rdquo; (NWS). Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, hat die Ampel-Koalition jetzt eine Fortschreibung erarbeitet. Sie soll an diesem Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedet werden. Ein &Uuml;berblick: (&hellip;)<br>\nWeil bei der Verbrennung mit Sauerstoff schlicht Wasser, also H2O, entsteht und kein klimasch&auml;dliches Kohlendioxid (CO2) wie bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Wird Wasserstoff klimafreundlich hergestellt, soll er dabei helfen, den Aussto&szlig; von CO2 deutlich zu verringern, im Idealfall sogar bis auf null. (&hellip;)<br>\nMit &Ouml;kostrom hergestellter Wasserstoff soll zum einen als chemischer Rohstoff eingesetzt werden. Als Grundstoff f&uuml;r die chemische Industrie wird Wasserstoff schon lange verwendet, etwa zur Herstellung von Ammoniak, einer Ausgangsbasis f&uuml;r D&uuml;ngemittel. In der Stahlindustrie etwa soll &Ouml;ko-Wasserstoff k&uuml;nftig eine zentrale Funktion &uuml;bernehmen: Wo bei der Herstellung von Roheisen bislang Kohle dem Eisenerz den Sauerstoff entzieht, soll k&uuml;nftig Wasserstoff ran.<br>\nZum anderen soll er als Energietr&auml;ger und damit auch als Energiespeicher dienen. In einigen Jahren soll er etwa als Brennstoff in modernen Gaskraftwerken zur Stromerzeugung verwendet werden. Sie sollen zum Einsatz kommen, wenn nicht gen&uuml;gend erneuerbarer Strom etwa aus Wind- und Sonnenenergie zur Verf&uuml;gung steht. In Brennstoffzellen wird Wasserstoff schon l&auml;nger zur Stromerzeugung eingesetzt. Gelagert werden soll Wasserstoff etwa in fr&uuml;heren Erdgasspeichern. (&hellip;)<br>\nDer Wasserstoff soll vorzugsweise mit Hilfe von erneuerbarem Strom in sogenannten Elektrolyseverfahren hergestellt werden. Dabei zerlegt Strom Wassermolek&uuml;le in seine Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff. (&hellip;)<br>\nIn Deutschland sollen viele Elektrolyseanlagen gebaut werden, die vor allem gr&uuml;nen Wasserstoff produzieren. Ging die bisherige NWS noch von f&uuml;nf Gigawatt heimischer Elektrolysekapazit&auml;t im Jahr 2030 aus, sollen es laut Entwurf jetzt mindestens zehn Gigawatt sein. Um diese Menge zu erzeugen, br&auml;uchte es Berechnungen zufolge etwa 1.000 Elektrolyseanlagen.<br>\nDer von diesen Anlagen produzierte Wasserstoff reicht jedoch voraussichtlich nicht aus, um den Bedarf zu decken. So geht der Entwurf davon aus, dass 2030 rund 50 bis 70 Prozent des verbrauchten Wasserstoffs importiert werden m&uuml;ssen. Der Wasserstoff soll dabei vor allem in Ammoniak gebunden per Schiff nach Deutschland kommen, nach 2030 dann auch &uuml;ber Pipelines.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/wasserstoff-strategie-deutschland-kabinett-100.html\">ZDF<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Regierung will Produktion von Wasserstoff verdoppeln<\/strong><br>\nDas Kabinett hat neue Ziele f&uuml;r den Einsatz von Wasserstoff definiert. Sie sollen der Industrie helfen, klimaneutral zu werden. Neben einer deutlich h&ouml;heren Produktion ist der Aufbau eines Kernnetzes vorgesehen. (&hellip;)<br>\n&raquo;Bis 2030 werden Wasserstoff und seine Derivate insbesondere bei Anwendungen in der Industrie, bei schweren Nutzfahrzeugen sowie zunehmend im Luft- und Schiffsverkehr eingesetzt&laquo;, hei&szlig;t es in dem Strategiepapier. Weil Deutschland aber bei Weitem nicht genug eigenen Wasserstoff herstellen kann, soll eine weitere Strategie zum Import folgen. Der Gesamtbedarf wird 2030 auf 95 bis 130 Terawattstunden beziffert. Das entspricht rund drei Prozent des j&auml;hrlichen Prim&auml;renergieverbrauchs. Ziel sei eine zuverl&auml;ssige Versorgung Deutschlands mit gr&uuml;nem Wasserstoff.<br>\nBis zum Jahr 2027 beziehungsweise 2028 soll ein Startnetz mit mehr als 1800 Kilometern umgestellter und neu gebauter Wasserstoffleitungen entstehen. Europaweit sollen rund 4500 Kilometer hinzukommen. Bis 2030 sollen dann alle gro&szlig;en Erzeugungs-, Import- und Speicherzentren mit relevanten Abnehmern verbunden werden.<br>\nDie bisherige Wasserstoffstrategie stammt vom Juni 2020, also noch von der Gro&szlig;en Koalition. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 plant die jetzige Ampelregierung aus SPD, Gr&uuml;nen und FDP jedoch ein schnelleres Ende der Abh&auml;ngigkeit von fossilen Energien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/wasserstoff-strategie-fuer-deutschlabd-kabinett-erhoeht-ziele-fuer-erzeugung-a-a8cc7beb-bf90-4a80-97d2-80d35f88edc1\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch bei diesem Beschluss der Ampelkoalition prallen gr&uuml;ne Absichten und Pl&auml;ne auf die physikalische und &ouml;konomische Realit&auml;t. Diese Strategie ist nicht schl&uuml;ssig, denn die Herstellung von Wasserstoff ist energieintensiv und als Energie (z.B. Strom) teuer.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Dominanz-Krise des Globalen Westen als Epochen-Bruch &ndash; Michael Klundt<\/strong><br>\nImmer h&auml;ufiger haben immer mehr Menschen, Staaten und Regierungen in der Welt den Eindruck, der sog. globale Westen mache sich die Welt, wie sie ihm gef&auml;llt &ndash; und ignoriere dabei, dass gro&szlig;e Teile des globalen S&uuml;dens das anders sehen. Schon der fr&uuml;here US-Pr&auml;sident George W. Bush wollte 2022 seiner ganzen Abscheu gegen einen Angriffskrieg Ausdruck verleihen. Doch statt &ldquo;Ukraine&rdquo; sagte er peinlicherweise &ldquo;Irak&rdquo; (&ldquo;a wholly unjustified and brutal invasion of iraq&hellip;&auml;h ukraine&rdquo;) und erinnerte die Zuh&ouml;rer somit an seine glorreichsten Heldentaten <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=gshqwGbeLzY\">im Nahen und Mittleren Osten<\/a>. Mit hunderttausenden v.a. muslimischen und arabischen Toten von Libyen und Somalia &uuml;ber Syrien und Irak bis nach Afghanistan und Pakistan erreichte der &bdquo;Krieg gegen den Terror&ldquo; durch direkte Aggressionen, Besatzungsregime und tagt&auml;gliche Drohnen-Gewalt &ndash; mit deutscher Ramstein-Hilfe &ndash; eine unfassbar hohe Opferzahl in der jeweiligen Zivilbev&ouml;lkerung, ohne dass auch nur ein deutscher Regierungspolitiker die Verletzung des V&ouml;lkerrechts bem&auml;ngelte oder auch nur ein Strafgerichtshof dar&uuml;ber zu ermitteln begann. Der Journalist Julian Assange sitzt indes seit Jahren in einem englischen Gef&auml;ngnis, weil er einige US-Kriegsverbrechen bekannt gemacht hat. Die Verbrecher, die Auftraggeber und ihre Komplizen verzeihen ihm das nicht. Sie wollen vor aller Welt an ihm ein Exempel statuieren und sitzen zu Gericht &uuml;ber denjenigen, der ihre Verbrechen an die Welt&ouml;ffentlichkeit gebracht hat. Nun droht ihm als Australier die Auslieferung von Gro&szlig;britannien in die USA, w&auml;hrend die meisten &bdquo;wertewestlichen&ldquo; Politiker\/innen schweigen oder wegschauen und damit die Demokratie und das V&ouml;lkerrecht verraten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/politeknik.de\/p13635\/\">PoliTeknik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>US-Strategie f&uuml;r das Nato-B&uuml;ndnis ist gescheitert<\/strong><br>\nDie Kriegsressourcen der Ukraine sind ersch&ouml;pft. Der Westen kann sie nicht schnell genug wieder auff&uuml;llen. Was folgt daraus?<br>\nDie seit Langem erwartete Gegenoffensive der Ukraine &ndash; ihr Versuch, den Kreml zur Kapitulation zu zwingen, indem sie die russischen Streitkr&auml;fte aus dem Donbass und der Krim vertreibt &ndash; scheitert an den massiven Verteidigungsanlagen Russlands, der gro&szlig;en Zahl aufgestockter Truppen und der zunehmenden Beherrschung des Luftraums in der N&auml;he der Frontlinien des Krieges.<br>\nDer Ukraine gehen Soldaten, Artilleriegeschosse und Luftabwehrraketen schnell aus, und der Westen kann nicht gen&uuml;gend Truppen ausbilden oder Waffen herstellen, um dieses d&uuml;stere Bild in absehbarer Zeit zu &auml;ndern.<br>\nAuch die USA k&ouml;nnen ihre milit&auml;rischen Best&auml;nde nicht weiter abbauen, ohne ihre F&auml;higkeit zur Bew&auml;ltigung einer m&ouml;glichen Krise mit China zu gef&auml;hrden. Infolgedessen erscheint die Strategie der Nato zur Beendigung des Krieges, die vom Erfolg der Gegenoffensive abh&auml;ngt, zunehmend weltfremd. [&hellip;]<br>\nMit dem Fall der Berliner Mauer verlagerte sich jedoch der Schwerpunkt der amerikanischen Au&szlig;enpolitik: Anstatt den Aufstieg eines rivalisierenden Hegemons, der Europa beherrschen k&ouml;nnte, zu verhindern, streben die Vereinigten Staaten nun danach, die Supermacht des Kontinents zu werden.<br>\nSie wollen ganz Osteuropa in ein amerikanisches Protektorat verwandeln. [&hellip;] Die Chance, ein solches Europa Putin oder einem m&ouml;glichen Nachfolger aufzudr&auml;ngen, schwinden mit jedem Tag, an dem die Gegenoffensive der Ukraine ins Stocken ger&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/US-Strategie-fuer-das-Nato-Buendnis-ist-gescheitert-9224295.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Streit um Einfluss und Rohstoffe<\/strong><br>\nKeine Einigung bei Mercosur-Abkommen. 45 Milliarden Euro f&uuml;r Zur&uuml;ckdr&auml;ngung Chinas.<br>\nDass es zu keinem Durchbruch bei der Ratifizierung des Mercosur-Abkommens kommen w&uuml;rde, war bereits zuvor absehbar gewesen. Zu vehement hatten vor allem Brasiliens Pr&auml;sident Luiz In&aacute;cio Lula da Silva und sein argentinischer Amtskollege Alberto Fern&aacute;ndez bei einem Treffen Anfang Juli klargemacht, dass sie den Vertrag in seiner jetzigen Form nicht akzeptieren w&uuml;rden. Seit 2019 steht lediglich die Ratifizierung des Abkommens aus. Frankreich und &Ouml;sterreich lehnten dies jedoch auf EU-Seite ab. Paris beispielsweise st&ouml;rt sich vor allem an m&ouml;glichen Nachteilen f&uuml;r den europ&auml;ischen Landwirtschaftssektor. Eine Zusatzerkl&auml;rung sollte daher Abhilfe schaffen. Diese wird wiederum auch aufgrund &raquo;strikterer Umweltstandards&laquo; von Argentinien und Brasilien abgelehnt. Beim Gipfel in Br&uuml;ssel machte Lula klar, sein Land wolle &raquo;eine gerechte Handelsbeziehung&laquo;. Zudem erkl&auml;rte Brasiliens Pr&auml;sident: &raquo;Der Schutz der Umwelt kann keine Ausrede f&uuml;r Protektionismus sein&laquo; &ndash; ein deutlicher Seitenhieb auf die Positionen Frankreichs und &Ouml;sterreichs. In Br&uuml;ssel unterbreitete die EU laut ihrem Au&szlig;enbeauftragten Josep Borrell einen Vorschlag zu Umweltfragen, die Mercosur-Staaten antworteten mit einem Gegenvorschlag. Beide sollen nun die Grundlage f&uuml;r weitere Diskussionen &uuml;ber das Abkommen bilden. Vor allem EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen zeigte sich auf der Pressekonferenz am Dienstag abend optimistisch und erkl&auml;rte, sie hoffe auf eine Ratifizierung bis Ende des Jahres. Der Argentinier Fern&aacute;ndez bremste die Hoffnung mit der Bemerkung, eine Einigung setze voraus, dass alle Beteiligten gew&ouml;nnen und zufrieden seien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/455216.geopolitik-streit-um-einfluss-und-rohstoffe.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Lithium und Krieg &ndash; ein toxischer Mix<\/strong><br>\nDer EU-Lateinamerika-Gipfel ist mit einem Eklat zu Ende gegangen. Die Schuld liege bei &bdquo;Russlands Verb&uuml;ndeten&ldquo;, hei&szlig;t es. Doch das greift zu kurz.<br>\nDie G&auml;ste aus Lateinamerika wollten keine Gipfel-Erkl&auml;rung unterschreiben, in der Russland f&uuml;r seinen &bdquo;Angriffskrieg&ldquo; gegen die Ukraine verantwortlich gemacht wurde.<br>\nMoskau nahestehende L&auml;nder wie Nicaragua, Venezuela und Kuba setzten durch, dass der Text keine explizite Verurteilung des Krieges enth&auml;lt und Russland nicht einmal erw&auml;hnt wird.<br>\nDies ist eine schwere Niederlage f&uuml;r die EU, die der ganzen Welt weismachen will, die Ukraine sei das wichtigste &ndash; und Russland das schlimmste &ndash; Land der Welt.<br>\nDiese Niederlage hat sie sich jedoch selbst zuzuschreiben &ndash; und nicht Moskau, das angeblich im Hintergrund die F&auml;den gezogen und Venezuela oder Nicaragua manipuliert haben soll.<br>\nDenn ein Lateinamerika-Gipfel ist nunmal kein Ukraine-Gipfel und auch kein Weltgericht &uuml;ber Russland. Europas Diplomaten haben sich verrannt und das Thema verfehlt.<br>\nErschwerend kommt hinzu, dass die EU an Lateinamerika derzeit vor allem eins interessiert: Rohstoffe. Lithium und Kupfer werden f&uuml;r den &bdquo;European Green Deal&ldquo; gebraucht.<br>\nVon der Leyens fixe Idee<br>\nDer Auftritt von Kommissionspr&auml;sidentin von der Leyen bei ihrem Besuch in Brasilien, Argentinien, Kolumbien und Mexiko vor einem Monat habe die letzten Zweifel daran ausger&auml;umt, schreibt die &bdquo;taz&ldquo;.<br>\nDas ist den G&auml;sten nat&uuml;rlich nicht verborgen geblieben. Sie wollen nicht als billige Rohstoff-Lieferanten herhalten und sich dann auch noch von der EU &uuml;ber den Krieg in Europa belehren lassen.<br>\nLithium und Krieg &ndash; das war der toxische Mix, der den Gipfel scheitern lie&szlig;. Ob es der EU eine Lehre sein wird? Wohl kaum. Kanzler Scholz sprach von einem &bdquo;gro&szlig;en Fortschritt&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/lithium-und-ukraine-ein-toxischer-mix\/\">lost in europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ein Segen f&uuml;r den Westen? Taliban verbieten Mohnanbau in Afghanistan<\/strong><br>\nProbleme in der Lieferkette: In Deutschland droht ein Mangel an Opium und Heroin. Grund: Taliban gehen bislang mit Erfolg gegen Mohnanbau vor. So ver&auml;ndert sich der Drogenhandel.<br>\nDer Geist des Opium- und Heroinmangels ist wieder aus der Flasche entwichen, in die ihn die westliche Invasion Afghanistans glaubte, verbannen zu k&ouml;nnen. Im Jahr 2000 war ein erstes Mohnanbauverbot der Taliban gescheitert. Die westlich gef&uuml;hrten Streitkr&auml;fte verfolgten nach der Invasion eine andere Strategie. Sie wollten die Bauern davon &uuml;berzeugen, statt Schlafmohn zum Beispiel Safran anzubauen, konnten aber die Vermarktung nicht sicherstellen.<br>\nUnd so forcierten die Taliban im Untergrund wieder den Mohnanbau, um mit dem Drogenverkauf den Kauf von Waffen zu finanzieren. Der Mohnanbau wurde so zu einem Mittel, die USA und ihre Verb&uuml;ndeten wieder aus dem Land zu vertreiben. [&hellip;]<br>\nDas Drogenverbot in Afghanistan wird sich voraussichtlich 2024, sp&auml;testens 2025 auf den europ&auml;ischen Markt auswirken. Die Europ&auml;ische Beobachtungsstelle f&uuml;r Drogen und Drogensucht (EMCDDA) empfiehlt ihren Mitgliedsstaaten im Europ&auml;ischen Drogenbericht, sich auf m&ouml;gliche Engp&auml;sse durch die Unterbrechung der Lieferkette vorzubereiten und das Angebot an Substitutions- und Entzugsprogrammen zu erh&ouml;hen.<br>\nIn Europa sind etwa eine Million Menschen von Heroin oder anderen Opioiden abh&auml;ngig, etwa 500.000 Drogenabh&auml;ngige befinden sich in Behandlung. Wenn die europ&auml;ischen Staaten nicht in der Lage sind, den Heroinabh&auml;ngigen bei Engp&auml;ssen einen Ausweg zu bieten, besteht die Gefahr, dass sie auf Alternativen wie Fentanyl ausweichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Ein-Segen-fuer-den-Westen-Taliban-verbieten-Mohnanbau-in-Afghanistan-9224670.html\">Christoph Jehle auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&raquo;Ein Verbrechen mu&szlig; verurteilt werden&laquo;<\/strong><br>\n&raquo;Gipfel der V&ouml;lker&laquo; in Br&uuml;ssel: Internationales Tribunal gegen USA wegen Blockade Kubas angek&uuml;ndigt.<br>\nDie USA kommen wegen ihrer seit mehr als 60 Jahren gegen das kubanische Volk verh&auml;ngten Blockade auf die Anklagebank. Am Montag k&uuml;ndigten Vertreter juristischer, politischer, sozialer und gewerkschaftlicher Organisationen im Rahmen des &raquo;Gipfels der V&ouml;lker&laquo; in Br&uuml;ssel ein internationales Tribunal gegen die v&ouml;lkerrechtswidrige Blockade der USA an. Die Verhandlung soll am 16. und 17. November 2023 in der belgischen Hauptstadt, zugleich Hauptsitz der Europ&auml;ischen Union, stattfinden. &raquo;Das Tribunal soll diese illegale und unmenschliche Politik anprangern und die Antiblockadebewegung in Europa und den USA st&auml;rken. Wir sind zuversichtlich, da&szlig; diese Aktion dazu beitragen wird, der Verteidigung der demokratischen Rechte, der Souver&auml;nit&auml;t und der Freiheit der V&ouml;lker mehr Geh&ouml;r zu verschaffen&laquo;, hei&szlig;t es im Aufruf zum Tribunal, der unter anderem von der Internationalen Vereinigung demokratischer Juristen, der Linksfraktion im EU-Parlament (&hellip;), der Partei der Europ&auml;ischen Linken, mehreren europ&auml;ischen Gewerkschaften, der Nationalen Anwaltsvereinigung (&hellip;) der USA sowie europ&auml;ischen und US-amerikanischen Kuba-Solidarit&auml;tsorganisationen unterzeichnet wurde. Dem Aufruf zufolge soll das Tribunal die USA f&uuml;r ihre Verbrechen gegen das kubanische Volk vor der Welt&ouml;ffentlichkeit anklagen. (&hellip;) Seit 1992 hat die Generalversammlung der Organisation der Vereinten Nationen bereits 30 Resolutionen verabschiedet, in denen die sofortige Beendigung der einseitigen Strafma&szlig;nahmen gefordert wurde. Doch die aufeinanderfolgenden Regierungen in Washington haben die Sanktionen gegen Kuba &ndash; entgegen den Forderungen der internationalen Staatengemeinschaft &ndash; nicht nur aufrechterhalten, sondern sie bis heute st&auml;ndig versch&auml;rft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1464813140688\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Schweden steigt zum sch&auml;rfsten China-Hardliner in der EU auf<\/strong><br>\n200 Jahre neutral und gegen Atomwaffen, jetzt auf dem Weg in die Nato. Nun nimmt Schweden sogar aggressivste Haltung gegen&uuml;ber Beijing ein, so Foreign Policy. &Uuml;ber ein Sicherheitspapier, Falken und die globalen Folgen.<br>\nErleichtert wurde die Entscheidung des t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdo&#287;an auf dem Nato-Gipfel in Vilnius vor zwei Wochen im Westen aufgenommen, als er gr&uuml;nes Licht gab f&uuml;r den Beitritt Schwedens in das Milit&auml;rb&uuml;ndnis.<br>\nEs mag nach der Invasion Russlands in die Ukraine verst&auml;ndlich sein, auch angesichts der historischen Konflikte mit Russland, dass Schweden unter den Mantel der Nato aufgenommen werden m&ouml;chte. Aber es ist, wie von vielen Seiten argumentiert wird, unsinnig zu glauben, dass damit Schweden sicherer wird, ganz zu schweigen von Europa und der Welt.<br>\nWas tats&auml;chlich stattfindet, ist einer Neuausrichtung und Versch&auml;rfung der europ&auml;ischen (Un)sicherheitspolitik, angetrieben von den geopolitischen Interessen der Vereinigten Staaten von Amerika.<br>\nDas l&auml;sst sich an Schweden besonders gut ablesen. Das Land hat eine 200 Jahre alte Tradition der Blockfreiheit, der Priorit&auml;t der Diplomatie in Krisen, einer Antihaltung gegen Waffenexporte und atomare Aufr&uuml;stung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Schweden-steigt-zum-schaerfsten-China-Hardliner-in-der-EU-auf-9226537.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Schwimmen mit dem Strom &ndash; Linken-Chefin Wissler im Interview<\/strong><br>\nAn die L&ouml;sungskompetenz der Partei &ldquo;Die Linke&rdquo; glauben nur wenige Bundesb&uuml;rger. Die Partei d&uuml;mpelt im Umfragetief vor sich hin. Dass sie das aus guten Gr&uuml;nden tut, beweist Parteivorsitzende Janine Wissler im ARD-Sommerinterview. Die Partei macht Politik aus dem Elfenbeinturm.<br>\nObwohl die Ampel-Koalition hoffnungslos zerstritten ist, gelingt es der Partei &ldquo;Die Linke&rdquo; nicht, daraus Profit zu schlagen. In den Umfragen d&uuml;mpelt sie seit der letzten Bundestagswahl unterhalb der F&uuml;nfprozenth&uuml;rde vor sich hin.<br>\nIn einem Interview mit der ARD wird deutlich, dass sich daran auch in n&auml;chster Zukunft wenig &auml;ndern wird. Die Linke hat keinen Biss, keine Vision, kein tragf&auml;higes Konzept f&uuml;r Deutschland und Europa. Im Gegenteil, die Partei arbeitet gegen die Interessen ihrer eigenen W&auml;hlerschaft und zielt ganz offenkundig mehr auf eine m&ouml;gliche Koalitionsf&auml;higkeit als auf die Umsetzung echter linker Politik. Die Linke, das wird aus dem deutlich, was Wissler sagt, verfolgt eine Politik der gesellschaftlichen Spaltung. Interessen werden gegeneinander ausgespielt. Die Linke ist immer weniger eine linke Partei.<br>\nWissler macht in dem Interview alles falsch, was man falsch machen kann. Sie ist nicht um gesellschaftlichen Ausgleich besorgt, sondern um die Umsetzung einer Agenda. Sie redet an den Problemen ihrer W&auml;hlerklientel vorbei, statt sich um Verstehen zu bem&uuml;hen und nach echten L&ouml;sungen zu suchen. Im Zweifelsfall haut sie mit der Faschismuskeule auf jene verbliebenen W&auml;hler der Linken, die sich der woken Gro&szlig;stadtagenda verweigern und treibt sie so in Richtung AfD.<br>\nGanz deutlich wird das am Themenfeld Klimawandel sowie am Thema Fl&uuml;chtlinge und Zuwanderung. Im politischen Windschatten der Gr&uuml;nen &uuml;bernimmt Wissler diese Themen nahezu eins zu eins und gibt ihnen ein &auml;hnliches programmatisches Gewicht. Der gesellschaftliche Zusammenhalt wird dem Klima und der Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen untergeordnet. Irgendwie muss dies sozial vertr&auml;glich gestaltet werden, irgendwie m&uuml;ssen auch Fl&uuml;chtlingsursachen bek&auml;mpft werden, meint Wissler &ndash; wie das zu schaffen ist, das sagt sie nicht. Zumindest nicht konkret. Sie drischt Phrasen.<br>\nSo will sie diejenigen, die im Privatjet von Hamburg nach Sylt fliegen, zur Kasse bitten, ebenso die Eigent&uuml;mer von gro&szlig;en Jachten. Damit sind wir der L&ouml;sung der zentralen Probleme dieser Zeit doch einen gro&szlig;en Schritt n&auml;her gekommen, m&ouml;chte man an dieser Stelle des Interviews sarkastisch einwerfen. In der Logik verbleibt sie in dem von den Gr&uuml;nen abgesteckten Rahmen. Wenn man in Deutschland verzichtet und verbietet, rettet man das globale Klima. Das ist bei den Gr&uuml;nen absurd, und wenn es eine Politikerin der Linken sagt, wird es nicht sinnvoller. Reiche tragen f&uuml;r den Klimawandel eine gr&ouml;&szlig;ere Schuld als Arme, und m&uuml;ssen daher mehr daf&uuml;r bezahlen &ndash; das ist die einzige Reminiszenz, die an linkes Klassenbewusstsein erinnert. Sie ist obendrein in ihrer Absurdit&auml;t auch noch v&ouml;llig verungl&uuml;ckt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.me\/meinung\/176223-schwimmen-mit-strom-linken-chefin\/\">Gert Ewen Ungar auf RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Personalrochaden bei den Linken: Rackete ins Nirgendwo<\/strong><br>\nDie Neosozialisten m&ouml;chten einen Neustart ohne Wagenknecht. Stattdessen sollen bei der Europawahl neue Personalien die Rettung bringen. Warum der Erfolg dieser Strategie fraglich ist.<br>\nSeit Tagen ist das Verh&auml;ltnis zwischen AfD und CDU wieder das beherrschende Sommerlochthema. Dar&uuml;ber kann sich vor allem die AFD freuen. F&uuml;r kurze Zeit hat es aber tats&auml;chlich auch die Linkspartei in die Schlagzeilen geschafft &ndash; obwohl viele Kommentatoren sie l&auml;ngst abgeschrieben haben. Sie gehen davon aus, dass eine Linke ohne Sahra Wagenknecht keine Chance mehr hat, wiedergew&auml;hlt zu werden.<br>\nNun aber b&auml;umt sich die Partei noch einmal auf und schickt Carola Rackete ins Rennen um ein EU-Mandat. Rackete ist eine langj&auml;hrige Aktivistin f&uuml;r Fl&uuml;chtlingsrechte und Klimagerechtigkeit, die mit daf&uuml;r verantwortlich war, dass der damalige rechtskonservative italienische Innenminister Matteo Salvini mit seinen Pl&auml;nen zur Wiederwahl scheiterte. Rackete hat in au&szlig;erparlamentarischen Bewegungen einen guten Namen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Personalrochaden-bei-den-Linken-Rackete-ins-Nirgendwo-9227193.html\">Peter Nowak auf Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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