{"id":101767,"date":"2023-07-28T08:35:34","date_gmt":"2023-07-28T06:35:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101767"},"modified":"2023-07-28T08:24:44","modified_gmt":"2023-07-28T06:24:44","slug":"hinweise-des-tages-4408","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101767","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101767#h01\">Im Putschg&uuml;rtel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101767#h02\">Ukraine: Wenn Kriegsursachen als Kriegsfolgen bezeichnet werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101767#h03\">&Ouml;lmultis machen weiter Milliardengewinne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101767#h04\">Sabotage missgl&uuml;ckt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101767#h05\">Experte: &bdquo;Kein Durchbruch&ldquo; &ndash; Ist die ukrainische Gegenoffensive ein Flop?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101767#h06\">Drei Faktoren halfen durch die Coronakrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101767#h07\">US-Milliarden verhelfen Israel in Richtung Gottesstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101767#h08\">Die Welt wird nicht zum &raquo;Globus der NATO&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101767#h09\">In diesem Krieg gibt es nur Aggressoren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101767#h10\">USA und Australien starten gr&ouml;&szlig;te gemeinsame Milit&auml;r&uuml;bung aller Zeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101767#h11\">Auf der Reise nach Nirgendwo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101767#h12\">Kritik vom &bdquo;Was tun&ldquo;-Koordinierungskreis an dem &bdquo;Putsch von oben&ldquo; zur <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101767#h13\">&bdquo;Respektvoll streiten!&ldquo; &ndash; Konstruktive Vorschl&auml;ge f&uuml;r ein zerrissenes Land<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101767#h14\">Wo wir den Hebel ansetzen sollen, um das bestehende System zu knacken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101767#h15\">Das Allerletzte: Sergei Gerasimow &ndash; Kriegstagebuch aus Charkiw<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Im Putschg&uuml;rtel<\/strong><br>\nMit der Macht&uuml;bernahme der Milit&auml;rs ist dem Westen der letzte verl&auml;ssliche Partner in der Sahelzone weggebrochen. Tausende internationale Soldaten sind in Niger stationiert, auch Kr&auml;fte der Bundeswehr. Was wird nun aus ihnen? [&hellip;]<br>\nDer neue Partner sollte Niger sein. 2021 wurde bei der ersten friedlichen, demokratischen Macht&uuml;bergabe seit der Unabh&auml;ngigkeit mit Pr&auml;sident Bazoum ein vermeintlich verl&auml;sslicher Mann an die Spitze gew&auml;hlt. Im Gegensatz zu anderen L&auml;ndern der Region hielt Bazoum am B&uuml;ndnis mit Frankreich und den USA fest. [&hellip;]<br>\n&raquo;Bazoum war die einzige Hoffnung des Westens in der Sahelzone. Frankreich, die USA und die EU haben einen Gro&szlig;teil ihrer Ressourcen in der Region eingesetzt, um Niger und seine Sicherheitskr&auml;fte zu st&auml;rken&laquo;, sagte Ulf Laessing , Leiter des Sahel-Programms der deutschen Konrad-Adenauer-Stiftung. Der Putsch, bef&uuml;rchtet er, k&ouml;nne Russland erm&ouml;glichen, seinen Einfluss in der Sahel weiter auszubauen.<br>\nNoch Ende Mai hatte es in einem internen Sahel-Strategie-Papier der deutschen Regierung, das dem SPIEGEL vorliegt, gehei&szlig;en: &raquo;Die Bundesregierung zielt mit ihrem Engagement darauf ab, vergleichsweise stabile Staaten zu st&auml;rken und das Potenzial von Demokratien in der Region sichtbar zu machen. Insbesondere in Niger wird die Bundesregierung ihr Engagement daher ausbauen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/putsch-in-niger-die-zukunft-westlicher-anti-terror-missionen-ist-ungewiss-a-64300fc2-4253-42c0-a5aa-4480c10e4477\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wir sind die Besten! Voll des Altruismus. Uns geht es um Demokratie und die Bek&auml;mpfung des Terrorismus. Dass Niger zuf&auml;llig auch einer der weltgr&ouml;&szlig;ten Uranproduzenten ist und Frankreichs AKWs <a href=\"https:\/\/oec.world\/en\/profile\/bilateral-product\/uranium-and-thorium-ore\/reporter\/fra\">vom nigrischen Uran abh&auml;ngig sind<\/a>, ist nicht nur dem SPIEGEL keinen Satz wert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ukraine: Wenn Kriegsursachen als Kriegsfolgen bezeichnet werden<\/strong><br>\n&laquo;Der Krieg macht die Ukraine zum Vasallenstaat des Westens&raquo;, so titelte gestern die Online-Plattform &laquo;Infosperber.ch&raquo;. Diese Aussage ist falsch. Es ist genau umgekehrt: Der russische Angriff erfolgte, weil die Ukraine seit dem Putsch auf dem Maidan im Jahr 2014 zu einem Vasallenstaat des Westens, insbesondere zu einem Vasallenstaat der USA und Gro&szlig;britanniens geworden war. Die politische, wirtschaftliche und milit&auml;rische Vereinnahmung der Ukraine durch den russlandfeindlichen Westen war die Ursache des Kriegsausbruchs.<br>\nInfosperber, genauer gesagt der Pr&auml;sident der dahinter stehenden &laquo;Schweizerischen Stiftung f&uuml;r Unabh&auml;ngigen Journalismus&raquo; SSUI und jetzige publizistische Leiter von Infosperber, Urs Gasche, verkauft in seinem neusten Artikel die in der Ukraine seit vielen Jahren betriebene Reform der Landwirtschaft vom Kleinbauerntum in eine neoliberale Landwirtschaft der Gro&szlig;betriebe und des Gro&szlig;grundbesitzes &ndash; die er zu Recht hart kritisiert! &ndash; als Folge des jetzigen Krieges, f&uuml;r den er in anderen Kommentaren Putin die alleinige Schuld zuschreibt. Seine Headline impliziert damit die Aussage, schuld an der katastrophalen Landwirtschaftsreform sei Putin &ndash; nicht zuletzt bei jenen Leserinnen und Lesern, die in der Hetze des Tages vor allem die Headlines, nicht aber lange Texte lesen. Deshalb die notwendige Richtigstellung: Gerade weil die Ukraine unter ihren Pr&auml;sidenten Petro Poroshenko und Wolodymyr Selenskyj zum US-Vasallen verkommen ist, hat Putin milit&auml;risch eingegriffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/ukraine-wenn-kriegsursachen-als-kriegsfolgen-bezeichnet-werden\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&Ouml;lmultis machen weiter Milliardengewinne<\/strong><br>\nTotalenergies und Shell mit fetten Profiten im zweiten Quartal. Klimakrise eskaliert.<br>\nTrotz eskalierender Klimakrise laufen die Gesch&auml;fte f&uuml;r einen der gr&ouml;&szlig;ten CO2-Emittenten in Europa weiterhin pr&auml;chtig. Der franz&ouml;sische &Ouml;lmulti Totalenergies hat im abgelaufenen zweiten Quartal 4,1 Milliarden US-Dollar Profit erwirtschaftet, wie der Konzern am Donnerstag in Courbevoie mitteilte. Zur gro&szlig;en Freude der Aktion&auml;re k&uuml;ndigte das Management an, die Zwischendividende zu erh&ouml;hen sowie weitere Aktien zur&uuml;ckkaufen zu wollen. An der B&ouml;rse lagen die Papiere von Totalenergies am Vormittag rund 0,5 Prozent im Plus. Auch der &Ouml;lkonzern Shell pr&auml;sentierte am Donnerstag seine Quartalszahlen, und auch hier konnten sich die Aktion&auml;re &uuml;ber einen kr&auml;ftigen Nettogewinn von 3,13 Milliarden US-Dollar in den vergangenen drei Monaten freuen. Das britische Unternehmen k&uuml;ndigte ebenfalls ein neues Aktienr&uuml;ckkaufprogramm an. Dass die Energieriesen trotz zuletzt etwas gesunkener &Ouml;l- und Gaspreise weiter im Geld schwimmen, liegt in erster Linie daran, dass sie wieder verst&auml;rkt auf das Gesch&auml;ft mit fossilen Brennstoffen setzen. Den urspr&uuml;nglich verk&uuml;ndeten Plan, die &Ouml;lf&ouml;rderung jedes Jahr sukzessive um ein bis zwei Prozent zu drosseln, hat Shell beispielsweise laut Euronews k&uuml;rzlich aufgegeben. Am Dienstag hat Totalenergies zudem im Rahmen des Projekts East African Crude Oil Pipeline (EACOP) im ostafrikanischen Uganda mit Bohrungen nach Erd&ouml;l begonnen. Umweltsch&uuml;tzer kritisieren das Vorhaben, mit dem &Ouml;l von Feldern in der N&auml;he des Albertsees im Westen Ugandas durch Tansania bis zum Indischen Ozean gebracht und dann verschifft werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/455689.erderw%C3%A4rmung-%C3%B6lmultis-machen-weiter-milliardengewinne.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sabotage missgl&uuml;ckt<\/strong><br>\nRussland-Afrika-Gipfel mit zahlreichen Vertretern des Kontinents: Kostenloses Getreide f&uuml;r &auml;rmste Staaten, Kooperation soll ausgeweitet werden.<br>\nRussland wird den &auml;rmsten Staaten Afrikas als Ersatz f&uuml;r ausfallende Importe aus der Ukraine kostenlos Getreide liefern. Das k&uuml;ndigte Pr&auml;sident Wladimir Putin am Donnerstag auf dem zweiten Russland-Afrika-Gipfel in Sankt Petersburg an. Demnach sollen unter anderem Mali, Burkina Faso und Somalia je bis zu 50.000 Tonnen russisches Getreide erhalten. Zudem sollen die kommerziellen russischen Getreideexporte nach Afrika ausgeweitet werden. Mit der Ma&szlig;nahme reagiert Moskau auf ernsten Unmut auf dem Kontinent &uuml;ber seinen Ausstieg aus dem Getreidedeal mit Kiew und auf die zunehmende Sorge dar&uuml;ber, dass der Weltmarktpreis f&uuml;r Getreide seit Beginn der russischen Angriffe auf ukrainische H&auml;fen drastisch in die H&ouml;he geschnellt ist. Das belastet alle afrikanischen Staaten schwer, auch wenn nur einige von ihnen gr&ouml;&szlig;ere Mengen Getreide aus der Ukraine bezogen. In anderen Branchen soll die Wirtschaftskooperation ebenfalls ausgeweitet werden. So will Moskau den Staaten Afrikas nicht nur Agrarg&uuml;ter liefern, sondern auch Technologien zum Ausbau ihrer eigenen landwirtschaftlichen Produktion. Russische Firmen sollen zudem den Aufbau der Fl&uuml;ssigerdgasinfrastruktur in Afrika unterst&uuml;tzen. Um den Handel trotz der Sanktionen des Westens abwickeln zu k&ouml;nnen, drang Putin darauf, m&ouml;glichst in nichtwestlichen W&auml;hrungen zu bezahlen, &raquo;einschlie&szlig;lich des Rubels&laquo;. Zudem m&uuml;ssten Alternativen zum westlichen SWIFT-System genutzt werden, etwa das russische SPFS.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/455688.aufstieg-des-globalen-s%C3%BCdens-sabotage-missgl%C3%BCckt.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Experte: &bdquo;Kein Durchbruch&ldquo; &ndash; Ist die ukrainische Gegenoffensive ein Flop?<\/strong><br>\nEin ehemaliger britischer Offizier analysiert im Telegraph die Gegenoffensive in der Ukraine. War der Westen zu optimistisch?<br>\nAls Anfang Juni die Ukraine ihre Gegenoffensive startete, herrschte im Westen gro&szlig;er Optimismus. Mittlerweile sind fast zwei Monate vergangen und die ukrainische Regierung selbst musste die Ziele der Offensive &uuml;berdenken. Einem Bericht von Richard Kemp zufolge, pensionierter Offizier der britischen Armee, hat der Krieg bislang keinen &bdquo;bedeutenden Durchbruch&ldquo; erlebt.<br>\n&bdquo;Es lohnt sich zu fragen, ob die Gegenoffensive der Ukraine jemals erfolgreich sein kann&ldquo;, schreibt Kemp in der britischen Tageszeitung Telegraph. Der 64-J&auml;hrige analysiert die Siege der Ukraine in Charkiw und Cherson im vorigen Herbst. &bdquo;Damals r&uuml;ckten die Streitkr&auml;fte Kiews gegen einen sich zur&uuml;ckziehenden Feind vor, der sich entfernte, um Truppen neu zu verteilen und Raum gegen Zeit zu tauschen&ldquo;, so Kemp. Die Russen h&auml;tten dann ihre Streitkr&auml;fte mobilisiert und ausgedehnte Verteidigungslinien gegraben, die es ihnen erm&ouml;glicht h&auml;tten, die Situation zu kontrollieren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/ukraine-krieg-experte-offizier-richard-kemp-kein-durchbruch-ist-die-ukrainische-gegenoffensive-ein-flop-li.372215\">Berliner Zeitung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.telegraph.co.uk\/news\/2023\/07\/21\/ukraines-counter-offensive-is-failing-with-no-easy-fixes\/\">Ukraine&rsquo;s counter-offensive is failing, with no easy fixes &ndash; The Telegraph<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Drei Faktoren halfen durch die Coronakrise<\/strong><br>\nGute Beziehungen in der Familie, finanzielle Sicherheit und die F&auml;higkeit zu Optimismus &ndash; vor allem diese drei Faktoren haben laut Bev&ouml;lkerungsforschern den Menschen in Deutschland bei der Bew&auml;ltigung der Coronakrise geholfen. (&hellip;) Dem Ergebnis zufolge kamen Paare und Eltern im Schnitt zufriedener durch die Pandemie als andere Gruppen &ndash; auch dann, wenn sie durch Kita- oder Schulschlie&szlig;ungen st&auml;rker betroffen waren. &ldquo;Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig stabile Paar- und Familienbeziehungen im Allgemeinen und f&uuml;r die Lebenszufriedenheit der Menschen unter Stressbedingungen im Besonderen sind&rdquo;, erkl&auml;rte Mitautorin Inga La&szlig;. &ldquo;Familie zu haben, und dabei vor allem eine gute Beziehungsqualit&auml;t in der Partnerschaft und zu den Kindern, war in der Pandemie zentral f&uuml;r das Wohlbefinden.&rdquo;  Familienpolitik sei deswegen in Krisenzeiten besonders wichtig. Dies umfasse verl&auml;ssliche, ganzt&auml;gige Kita- und Schulbetreuung, niederschwellige psychosoziale Beratungsangebote f&uuml;r Kinder und Jugendliche sowie familienfreundliche Arbeitspl&auml;tze. Als zweiten Aspekt f&uuml;r die Lebenszufriedenheit sehen die Studienautoren eine finanzielle Sicherheit. F&uuml;r Menschen, die bereits vor der Pandemie mit finanziellen Einschr&auml;nkungen leben mussten, versch&auml;rfte sich die Situation durch Corona. &ldquo;Etwa ein Drittel der Menschen im mittleren Alter hatte ernsthafte finanzielle Sorgen in der Pandemie&rdquo;, hie&szlig; es. Job-Unsicherheiten sowie Sorgen mit Blick auf den Lohn oder weitere Entwicklungsm&ouml;glichkeiten waren mit psychischem Stress verbunden. (&hellip;) Insgesamt sei laut den Studienautoren die durchschnittliche Lebenszufriedenheit in der Corona-Pandemie deutlich gesunken. Sie sei insbesondere im Fr&uuml;hjahr 2021, als weitreichende Ma&szlig;nahmen zur Kontaktbeschr&auml;nkung das Leben pr&auml;gten, sehr niedrig gewesen. Bis Herbst 2021 habe sich dieser Wert zwar erholt, die durchschnittliche Lebenszufriedenheit habe aber noch unter dem Vor-Corona-Niveau gelegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gesellschaft\/bevoelkerungsforscher-krisenbewaeltigung-100.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>US-Milliarden verhelfen Israel in Richtung Gottesstaat<\/strong><br>\nRegierung hebelt die Justiz aus &ndash; Siedlungspolitik verhindert Zweistaatenl&ouml;sung. Zaghaft regt sich jetzt Widerstand gegen US-Hilfe.<br>\n&laquo;Ist es tats&auml;chlich im Interesse der USA, Israel jedes Jahr die enorme Summe von 3,8 Milliarden Dollar an Hilfsgeldern zu zahlen?&raquo; Das fragt &laquo;New York-Times&raquo;-Kolumnist Nicholas Kristof in einem Leitartikel vom 25. Juli.<br>\nDas Thema sei in den USA bisher weitgehend tabu. Es gehe ihm auch nicht um ein abruptes Ende der US-Hilfe, sondern um ein &laquo;langsames Auslaufenlassen&raquo;. Denn Israels Sicherheit d&uuml;rfe keinesfalls gef&auml;hrdet werden, schreibt Kristof.<br>\nSeine Argumente:<br>\n&laquo;Wir sollten Premierminister Benjamin Netanyahu h&auml;rter anfassen, weil er jede Aussicht auf eine Zweistaatenl&ouml;sung zerst&ouml;rt, und weil er &ndash; in den Worten des fr&uuml;heren Premierministers Ehud Barak &ndash; &lsaquo;entschlossen ist, Israel zu einer korrupten und rassistischen Diktatur zu degradieren, welche die Gesellschaft zersetzen wird&rsaquo;.&raquo;<br>\n&laquo;Heute ist Israel pro Kopf reicher als Japan und einige europ&auml;ische L&auml;nder.&raquo;<br>\n&laquo;Es besteht keine Gefahr mehr, dass Nachbarn in Israel einmarschieren [&hellip;] Israel exportierte letztes Jahr fast ein Viertel aller Waffen in arabische Staaten.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/us-milliarden-verhelfen-israel-in-richtung-gottesstaat\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Welt wird nicht zum &raquo;Globus der NATO&laquo;<\/strong><br>\nRu&szlig;land und China weisen Feindzuschreibungen des westlichen Milit&auml;rpakts deutlich zur&uuml;ck und bekr&auml;ftigen Kooperation.<br>\nDie NATO hat auf ihrem Gipfel in Vilnius Ru&szlig;land und China als die beiden gro&szlig;en Feinde des Milit&auml;rpakts markiert. 90 Punkte umfa&szlig;t die Abschlu&szlig;erkl&auml;rung aus Litauen, die Russische F&ouml;deration und die Volksrepublik finden darin in etwa ebenso oft namentliche Erw&auml;hnung. Neben dem offiziellen Gipfel-Kommuniqu&eacute; der Staats- und Regierungschefs wurde an die Presse lanciert, da&szlig; sich die NATO f&uuml;r den &raquo;Fall der F&auml;lle&laquo; (dpa) vorbereite und in mehr als 4.000 Seiten umfassenden Geheimdokumenten konkrete milit&auml;rische Einsatzma&szlig;nahmen an Land, in der Luft und zur See sowie im Cyber- und Weltraum ausgearbeitet habe. &raquo;Die Russische F&ouml;deration ist die gr&ouml;&szlig;te und unmittelbarste Bedrohung f&uuml;r die Sicherheit der Verb&uuml;ndeten und f&uuml;r den Frieden und die Stabilit&auml;t im euroatlantischen Raum&laquo;, hei&szlig;t es im NATO-Papier w&ouml;rtlich, gefolgt von der Feststellung: &raquo;Die von der Volksrepublik China erkl&auml;rten Ziele und ihre Politik des Zwangs stellen unsere Interessen, unsere Sicherheit und unsere Werte vor Herausforderungen.&laquo; China setze ein &raquo;breites Spektrum an politischen, wirtschaftlichen und milit&auml;rischen Instrumenten&laquo; ein, &raquo;um seinen weltweiten Fu&szlig;abdruck zu vergr&ouml;&szlig;ern und seine Macht zu projizieren, w&auml;hrend es zu seiner Strategie, seinen Absichten und seinem milit&auml;rischen Kr&auml;fteaufwuchs undurchsichtig bleibt&laquo;. China versuche, &raquo;Schl&uuml;sselbereiche der Technologie- und Industriesektoren, kritische Infrastruktur sowie strategisches Material und Lieferketten unter seine Kontrolle zu bringen&laquo;. Schlimmer noch, konstatiert die NATO: &raquo;Die immer enger werdende strategische Partnerschaft zwischen China und Ru&szlig;land sowie deren sich gegenseitig verst&auml;rkenden Versuche, die regelbasierte internationale Ordnung zu unterh&ouml;hlen, laufen unseren Werten und Interessen zuwider.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1414067262483\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>In diesem Krieg gibt es nur Aggressoren<\/strong><br>\nKriege werden seit &uuml;ber 50 Jahren nicht mehr offiziell erkl&auml;rt und auch kaum noch mit Vertrag beendet. Man praktiziert Waffeng&auml;nge und Zerst&ouml;rungen als seien es selbstverst&auml;ndliche Bestandteile von Politik. Da waren selbst die &bdquo;Kabinettskriege&ldquo; des 18. und 19.Jahrhunderts zivilisierter. Auch der Krieg in der Ukraine ist &ndash; aus Sicht eines Akteurs &ndash; nur eine &bdquo;Spezialoperation&ldquo;. V&ouml;lkerrechtlich gibt es zwar einen Aggressor und einen Verteidiger, denn der Krieg findet auf dem Territorium der Ukraine statt. Trotzdem sind nur Aggressoren zu erkennen, wenn man genauer hinschaut.<br>\nDie ukrainischen und befreundeten westlichen Regierungen haben seit 2014 v&ouml;lkerrechtlich vereinbarte demokratische Entscheidungen f&uuml;r mehr Autonomie in der Ostukraine (&bdquo;Minsk&ldquo;) verhindert und statt dessen gewaltsame Behinderungen der dortigen russischsprachigen Bev&ouml;lkerung durchgesetzt. Das waren keine milit&auml;rischen, aber massive zivile Angriffe. Auf diese Provokation haben Teile des ukrainischen Milit&auml;rs mit einseitiger Autonomieerkl&auml;rung f&uuml;r den Donbass reagiert und diese milit&auml;risch durchzusetzen versucht &ndash; mit mehr oder weniger verdeckter Hilfe durch den Kreml. Damit begann die milit&auml;rische Auseinandersetzung, auf die Kiew seinerseits massiv milit&auml;risch reagiert hat. Es folgten acht Jahre lang bewaffnete Auseinandersetzungen, die man nicht als B&uuml;rgerkrieg bezeichnen kann, weil sie zwischen Teilen des ukrainischen Milit&auml;rs stattfanden, unterst&uuml;tzt von Waffenhilfe aus Russland einerseits und finanzieller amerikanischer Hilfe andererseits. Nach dem Beginn der russischen &bdquo;Spezialoperation&ldquo; 2022 hat Kiew dann zwar zuerst einer Verhandlungsl&ouml;sung zugestimmt, diese Zustimmung aber auf Druck seiner westlichen Verb&uuml;ndeten wieder zur&uuml;ckgezogen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.demokratie-ist-schoen.de\/zwischenrufe\/\">Christian Fischer<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>USA und Australien starten gr&ouml;&szlig;te gemeinsame Milit&auml;r&uuml;bung aller Zeiten<\/strong><br>\nAn der diesj&auml;hrigen Talisman Sabre-&Uuml;bung nahmen 11 weitere Nationen und &uuml;ber 30.000 Milit&auml;rangeh&ouml;rige teil<br>\nDie USA und Australien haben am Freitag die bisher gr&ouml;&szlig;te &Uuml;bung ihrer Talisman-S&auml;bel begonnen, da sich die USA zunehmend darauf konzentrieren, im asiatisch-pazifischen Raum Allianzen gegen China aufzubauen.<br>\nDer Talisman-S&auml;bel wurde 2005 als zweij&auml;hrliche &Uuml;bung zwischen den USA und Australien ins Leben gerufen. An der diesj&auml;hrigen &Uuml;bung nehmen Teilnehmer aus 11 weiteren L&auml;ndern und &uuml;ber 30.000 Milit&auml;rangeh&ouml;rige teil.<br>\nUS-Marineminister Carlos Del Toro sprach bei der Er&ouml;ffnungszeremonie am Freitag und sagte, die massiven &Uuml;bungen seien eine Warnung an China. &ldquo;Die wichtigste Botschaft, die China aus dieser &Uuml;bung und allem, was unsere Verb&uuml;ndeten und Partner gemeinsam tun, mitnehmen kann, ist, dass wir durch die Grundwerte, die zwischen unseren vielen Nationen bestehen, extrem verbunden sind&rdquo;, sagte er auf einem Marinest&uuml;tzpunkt in Sydney.<br>\nIn einer symbolischen Geste, die die wachsenden milit&auml;rischen Beziehungen zwischen den USA und Australien demonstrieren soll, haben die USA am Samstag in Sydney ein Marineschiff, die USS Canberra, ein K&uuml;stenkampfschiff der Independence-Klasse, in Dienst gestellt. Es war das erste Mal, dass die USA ein Schiff der US-Marine in einem ausl&auml;ndischen Hafen in Dienst stellten.<br>\nDel Toro hatte zuvor erkl&auml;rt, dass die US-Marine die Absicht hat, Australien im Rahmen des AUKUS-Milit&auml;rpakts, der zwischen den USA und ihren Verb&uuml;ndeten in der Region geschlossen wurde, zu einem vollwertigen U-Boot-Drehkreuz zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/news.antiwar.com\/2023\/07\/23\/us-australia-launch-largest-ever-joint-military-exercise\/\">Antiwar<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Auf der Reise nach Nirgendwo<\/strong><br>\nDie Linkspartei setzt neuerdings auf &bdquo;&ouml;kologischen Klassenkampf&ldquo;. Daf&uuml;r bekommt sie viel Beifall von Gr&uuml;nen-nahen Medien, doch welche W&auml;hlerschichten will sie damit ansprechen?<br>\nNun will die Linkspartei also mit der Klimaaktivistin und fr&uuml;heren Seenotretterin Carola Rackete als Spitzenkandidatin bei der Europawahl im Juni 2024 durchstarten. Viele werden es zun&auml;chst f&uuml;r einen versp&auml;teten Aprilscherz gehalten haben. Doch die Parteif&uuml;hrung der Linken meint es ernst. Ist es Selbstmord aus Angst vor dem Tod? Oder glaubt die Parteispitze wirklich, die Linkspartei k&ouml;nne, indem sie noch gr&uuml;ner wird als die Gr&uuml;nen, so viele gutsituierte hippe M&ouml;chtegern-Kosmopoliten f&uuml;r sich gewinnen, dass sie dem drohenden Untergang entgehen kann?<br>\nAus der Gr&uuml;nen-nahen Presse erntet sie f&uuml;r diese Personalentscheidung erwartungsgem&auml;&szlig; viel Lob. Als &bdquo;Hoffnungsschimmer&ldquo; f&uuml;r die Linkspartei bezeichnete Pascal Beucker in der taz die Nominierung Racketes. Die linksliberale &ouml;sterreichische Tageszeitung &bdquo;Der Standard&ldquo; konstatierte, Rackete habe der Linkspartei &bdquo;etwas gebracht, was in letzter Zeit Mangelware war: Aufmerksamkeit und freundliche Schlagzeilen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/gesellschaft\/auf-der-reise-nach-nirgendwo\/\">Hans-Dieter Rievele auf Overton<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kritik vom &bdquo;Was tun&ldquo;-Koordinierungskreis an dem &bdquo;Putsch von oben&ldquo; zur Kandidatenpr&auml;sentation zur EU-Wahl durch die Parteif&uuml;hrung<\/strong><br>\nDie Vorsitzenden der Partei Die Linke haben am 17.07.2023 ohne Absprache mit den zust&auml;ndigen Parteigremien ihre Spitzenkandidat\/innen f&uuml;r die Wahl zum EU-Parlament im kommenden Jahr der &Ouml;ffentlichkeit pr&auml;sentiert. Das selbsternannte Team &ndash; bestehend aus dem Parteivorsitzenden Martin Schirdewan, der Klima- und Fl&uuml;chtlingsaktivistin Carola Rackete, der MEP &Ouml;zlem Demirel und dem Sozialmediziner Gerhard Trabert &ndash; schafft Fakten. Der Bundesauschuss der Partei, in dessen Kompetenzbereich der Vorschlag f&uuml;r die Aufstellung einer Europaliste f&auml;llt, wurde faktisch kaltgestellt. Diesem bleibt nur noch die Wahl zwischen der Absegnung dieser putschartigen Aktion oder einen Eklat zu riskieren. Dasselbe gilt f&uuml;r den Bundesparteitag, der abschlie&szlig;end &uuml;ber die Liste der Kandidierenden zu entscheiden h&auml;tte. Es handelt sich um einen &bdquo;Putsch von oben&ldquo;. Mit der eigenm&auml;chtigen und satzungswidrigen &bdquo;Installierung&ldquo; des &bdquo;Spitzenteams wird bewusst und absichtlich der Konflikt bis zur endg&uuml;ltigen Bruchlinie hin versch&auml;rft &ndash; die drohende Spaltung der Partei wird faktisch von der Parteif&uuml;hrung vollzogen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/nodef20.eu\/web\/2023\/07\/26\/was-tun-newsletter-03-2023\/\">Was tun?! Netzwerk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&bdquo;Respektvoll streiten!&ldquo; &ndash; Konstruktive Vorschl&auml;ge f&uuml;r ein zerrissenes Land<\/strong><br>\nEin Buch der, aktuell wieder sehr unter medialen Beschuss geratenen, ehemaligen Moskaukorrespondentin Gabriele Krone-Schmalz hat sich sich, obwohl in den Leitmedien kaum besprochen, zum heimlichen Bestseller entwickelt. &bdquo;Respekt geht anders&ldquo; ist ein leidenschaftliches Pl&auml;doyer f&uuml;r eine zivilisierte Streitkultur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.russlandkontrovers.com\/respektvoll-streiten-konstruktive-vorschlaege-fuer-ein-zerrissenes-land\">Leo Ensel auf Russlandkontrovers<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wo wir den Hebel ansetzen sollen, um das bestehende System zu knacken<\/strong><br>\nHubert Thurnhofer hat auf ethos.at eine sehr freundliche Rezension zum ersten (gr&ouml;&szlig;eren) Teil meines Buches &bdquo;Endspiel des Kapitalismus&ldquo; und eine sehr kritische zum zweiten Teil geschrieben, in dem es darum geht, wie wir uns die Macht von den Kapitalisten zur&uuml;ckholen. Ich will auf die Kritik antworten, weil sie eine Frage stellt, die viele Menschen umtreibt, die mit den Zust&auml;nden unzufrieden sind: &bdquo;Wo wir den Hebel ansetzen sollen, um das bestehende System zu knacken&ldquo;. (&hellip;)<br>\nThurnhofer zitiert meinen wichtigen Satz aus dem Vorwort der Taschenbuchausgabe, tut diesen aber als &bdquo;locker formulierte Behauptung&ldquo; ab (Fettung im Original):<br>\n&bdquo;Schon im Vorwort zur Taschenbuchausgabe schreibt H&auml;ring: &bdquo;ohne dass eine Mehrheit vom Glauben an das System und die Alternativlosigkeit des Kapitalismus abf&auml;llt, wird es keinen grundlegenden Wandel geben.&bdquo;<br>\nDer Satz ist durchaus mit Bedacht formuliert. Der Kapitalismus konnte sich nur durchsetzen und kann sich nur halten, weil eine gro&szlig;e Mehrheit seine Pr&auml;missen akzeptiert und ihn &ndash; bei allen erkennbaren Problemen &ndash; als bestes oder gar als alternativloses System betrachtet. Das wurde im Lauf der Jahrhunderte durch sehr viel Propaganda und Repression alternativer Ideen und Modelle erreicht. Das l&auml;sst sich nicht innerhalb weniger Jahre ausradieren.<br>\nMan kann zwar eine Revolution versuchen und die M&auml;chtigen des alten Systems durch die eines neuen Systems ersetzen. Aber selbst wenn diese gelingen sollte, droht &ndash; wenn die Revolution&auml;re und die Bev&ouml;lkerung im alten Denken und F&uuml;hlen verhaftet sind &ndash; nur eine neue Form der Repression. Die Geschichte liefert in dieser Hinsicht vor allem abschreckende Beispiele.<br>\nDie erfolgversprechendere und erstrebenswertere Variante ist die, bei der das alte System den R&uuml;ckhalt in der Bev&ouml;lkerung verliert, ohne den es nicht auskommt. Das findet bereits statt, zum Beispiel in der vielbeklagten Leistungsverweigerung durch die Generation Z, der Work-Live-Balance wichtiger ist als Karriere, oder bei den vielen, die sich gesellschaftlich engagieren oder aus dem System aussteigen. Auch die Klimaschutzbewegung geh&ouml;rt dazu.<br>\nIch werte die vielen Anzeichen von Chaos, Desorientierung und (scheinbarer) Dekadenz als kr&auml;ftige Indizien, dass der Niedergang des Systems in vollem Gange ist.<br>\nDer Hebel ist daher das falsche Werkzeug, um das System zu &bdquo;knacken&ldquo;. Sich abwenden ist wirksamer. Gegen Hebel kann man sich wehren und dabei noch st&auml;rker werden. Gegen Liebesentzug und Teilnahmslosigkeit nicht. Daran kann sich jeder nach seiner Art und Vorliebe beteiligen, wobei es durchaus nicht f&uuml;r alle ohne Kampf und Widerstand abgeht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/buchtipps\/thurnhofer-rezension\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut &bdquo;Endspiel des Kapitalismus&ldquo; &ndash; der Journalist und Blogger Norbert H&auml;ring hat sein <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80960\">&bdquo;bisher wichtigstes und bestes&ldquo; Buch geschrieben<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Sergei Gerasimow &ndash; Kriegstagebuch aus Charkiw<\/strong><br>\nDie russischen Sch&uuml;tzengr&auml;ben versinken im M&uuml;ll, bei den Ukrainern dagegen herrscht Ordnung &ndash; das zeigt den Unterschied zwischen Besetzern und Besetzten<br>\nEs gibt ein Sprichwort des russischen Schriftstellers Bulgakow: &laquo;Der Skandal findet nicht auf den Toiletten, sondern in den K&ouml;pfen der Menschen statt.&raquo; Damals schien sich der Zustand der russischen Toiletten durch den B&uuml;rgerkrieg und andere Zeitkatastrophen erkl&auml;ren und rechtfertigen zu lassen. In Wirklichkeit lag der Grund der Sauerei in der Mentalit&auml;t der Menschen, die es vorzogen, an der Toilette vorbei zu urinieren.<br>\nVielleicht bin ich hier voreingenommen und nicht ganz objektiv, aber ich habe nie so viel M&uuml;ll in ukrainischen Sch&uuml;tzengr&auml;ben gesehen. Als ich einmal einen verlassenen Kontrollpunkt betrat, der aus mehreren Reihen von Betonbl&ouml;cken bestand, war ich &uuml;berrascht &uuml;ber die perfekte Sauberkeit und Ordnung. Die Soldaten hatten diesen Ort in aller Eile verlassen, aber weder Sch&uuml;sseln noch Tassen noch Flaschen waren verstreut oder zerbrochen zur&uuml;ckgeblieben. Das ist der Unterschied zwischen Besetzten und Besetzern. &hellip;<br>\nVerlassene russische Stellungen sehen erwartungsgem&auml;ss wie eine einzige grosse Schutthalde aus.<br>\n&Uuml;berreste von zerbrochenen Holzkisten, aber auch Minen und Granaten liegen einfach verstreut herum. Die Gr&auml;ben sind so verm&uuml;llt, dass ich mir kaum vorstellen kann, wie sich die Russen dort &uuml;berhaupt noch frei bewegen konnten. Es liegen schichtweise in einem wilden Durcheinander zerrissene Kleiderreste, S&auml;cke, St&uuml;cke farbiger Plastikfolie, grosse und kleine Schachteln mit Patronen und Granaten, Dosen und Plastikflaschen herum.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/sergei-gerasimow-kriegstagebuch-aus-charkiw-teil-4236-ld.1744038?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Ich m&ouml;chte noch einmal auf diesen Text verweisen. Dieser ist von einem rassistischen Hass auf Russen durchzogen, der einem schaudern l&auml;sst, doch daran st&ouml;rt sich niemand, Der Text steht zwar in der konservativen NZZ, h&auml;tte aber vermutlich auch problemlos in der Zeit, der S&uuml;ddeutschen oder dem Tagesspiegel publiziert werden k&ouml;nnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-101767","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/101767","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=101767"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/101767\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":101769,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/101767\/revisions\/101769"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=101767"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=101767"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=101767"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}