{"id":101770,"date":"2023-07-28T08:50:17","date_gmt":"2023-07-28T06:50:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101770"},"modified":"2023-07-28T14:05:24","modified_gmt":"2023-07-28T12:05:24","slug":"starke-mieterhoehungen-in-deutschen-grossstaedten-hintergruende-woher-kommen-die-hohen-mieten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101770","title":{"rendered":"Starke Mieterh\u00f6hungen in deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten \u2013 Hintergr\u00fcnde: Woher kommen die hohen Mieten?"},"content":{"rendered":"<p>Am 25.7.2023 ver&ouml;ffentlichte der US-amerikanische Immobilienspezialist JLL aktuelle Zahlen zur Mietpreisentwicklung in den acht deutschen Metropolen.[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101770#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Die Zahlen wurden von praktisch allen deutschen Leitmedien aufgegriffen: ZDF berichtete dar&uuml;ber unter dem Titel &bdquo;Studie: Mieten in Gro&szlig;st&auml;dten stark gestiegen&ldquo;[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101770#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>], Zeit Online: &bdquo;Angebotsmieten haben sich im ersten Halbjahr erneut verteuert&ldquo;.[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101770#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] ProSieben titelte: &bdquo;Mietpreise in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten explodieren: Kein Ende in Sicht&ldquo;.[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101770#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] Von <strong>Christian Krei&szlig;<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4345\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-101770-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230728-Starke-Mieterhoehungen-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230728-Starke-Mieterhoehungen-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230728-Starke-Mieterhoehungen-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230728-Starke-Mieterhoehungen-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=101770-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230728-Starke-Mieterhoehungen-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"230728-Starke-Mieterhoehungen-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Starke Mieterh&ouml;hungen<\/strong><\/p><p>Gem&auml;&szlig; der Studie haben sich die Mieten in Berlin, D&uuml;sseldorf, Frankfurt, Hamburg, K&ouml;ln, Leipzig, M&uuml;nchen und Stuttgart im ersten Halbjahr 2023 im Durchschnitt um 6,7% gegen&uuml;ber dem ersten Halbjahr 2022 erh&ouml;ht. Im ersten Halbjahr 2022 hatte der Preisanstieg nur 3,7% betragen, der Mietpreisanstieg hat sich also deutlich beschleunigt. Am st&auml;rksten waren die Mieterh&ouml;hungen in Berlin mit 16,7%, gefolgt von Leipzig mit 11,1%, w&auml;hrend die Mieten in Stuttgart um 1,3% gesunken sind.<\/p><p>Gegen&uuml;ber 2018 haben sich demnach die Mieten in Berlin um 50% erh&ouml;ht, in Leipzig um 29%, K&ouml;ln 28%, Hamburg um 21%, D&uuml;sseldorf 17%, M&uuml;nchen 16%, Frankfurt 11% und in Stuttgart um 7%. Im gleichen Zeitraum, vom 1. Quartal 2018 bis zum 1. Quartal 2023 hat sich das nominale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um 21,7% erh&ouml;ht[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>], die Nominall&ouml;hne sind um 14% gestiegen[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>], die Reall&ouml;hne um 4,8% gesunken.[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] F&uuml;r die meisten Bundesb&uuml;rger in den Metropolregionen ist Mietwohnen in den letzten f&uuml;nf Jahren also deutlich teurer geworden.<\/p><p>Als Hauptgrund f&uuml;r die sich beschleunigende Mieteninflation nennt JLL eine &bdquo;enorme Angebotsknappheit&ldquo; in den gro&szlig;en St&auml;dten, &bdquo;die sich durch den stockenden Wohnungsbau noch verst&auml;rken wird&ldquo;, da das Ziel der Bundesregierung, pro Jahr 400.000 Wohnungen fertigstellen zu lassen, &bdquo;nicht realisierbar&ldquo; sei. Im Gegenteil weise die &bdquo;deutlich sinkende Zahl an Baugenehmigungen&ldquo; darauf hin, dass man dieses Ziel &bdquo;auf l&auml;ngere Zeit&ldquo; nicht erreichen werde. &bdquo;Ein Ende der Mietanstiege ist daher nicht in Sicht&ldquo;, so JLL.[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]<\/p><p><strong>Woher kommen die hohen Mietbelastungen f&uuml;r die Haushalte?<\/strong><\/p><p>Worauf der gro&szlig;e b&ouml;rsennotierte US-Konzern naheliegenderweise nicht hinweist, ist, warum die Mieten, ganz unabh&auml;ngig von den derzeitigen Mietsteigerungen, ein so hohes Niveau haben.<\/p><p>Laut Statistischem Bundesamt gaben die etwa 20 Millionen Hauptmieterhaushalte 2022 in Deutschland durchschnittlich 27,8% ihres Haushaltsnettoeinkommens f&uuml;r die Kaltmiete aus.[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>] Also mehr als ein Viertel ihres monatlich verf&uuml;gbaren Geldes wird f&uuml;r Wohnen ausgegeben. Dazu kommen dann noch die Ausgaben f&uuml;r Heizung, warmes Wasser und Strom. Rund 1,5 Millionen Haushalte hatten eine Mietbelastung von &uuml;ber 50%, weitere 1,6 Millionen Haushalte eine Mietbelastung von 40 bis 50%. Also etwa jeder sechste Mieterhaushalt hatte eine Zahlungslast von &uuml;ber 40%. In Gro&szlig;st&auml;dten mit mehr als 100.000 Einwohnern war die Mietlast mit 28,9% h&ouml;her als in mittleren oder kleinen St&auml;dten.<\/p><p>Warum ist der Anteil der Mieten an den Haushaltsausgaben so hoch? Warum zahlen 20 Millionen Mieterhaushalte, also knapp die H&auml;lfte aller 40,9 Millionen Haushalte in Deutschland[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>], mehr als ein Viertel ihres monatlich verf&uuml;gbaren Geldes nur f&uuml;r die Kaltmiete? Die Beantwortung dieser Frage kann man sich gut anhand des Beispiels Vonovia ausrechnen. <\/p><p><strong>Beispiel Vonovia<\/strong><\/p><p>Vonovia ist das gr&ouml;&szlig;te deutsche Immobilienunternehmen, das Wohnungen vermietet. Es bewirtschaftet derzeit mit knapp 16.000 Besch&auml;ftigten 488.000 Wohnungen in Deutschland.[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] Die durchschnittliche Monatsmiete lag 2022 bei 7,49 Euro pro Quadratmeter, das waren 3,3% mehr als 2021. Die Umsatzerl&ouml;se aus Vermietung beliefen sich 2020 auf 3,07 Milliarden Euro[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>], 2021 auf 3,465 Milliarden Euro, 2022 waren es 4,725 Milliarden. Die Mieteinnahmen stellen den Gro&szlig;teil der liquidit&auml;tswirksamen regul&auml;ren Konzerneinnahmen dar.[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] Letztlich kommt langfristig betrachtet der gr&ouml;&szlig;te Teil aller liquidit&auml;tswirksamen Ums&auml;tze und Gewinne von Vonovia aus Mietzahlungen.<\/p><p>F&uuml;r das Jahr 2020 wurden 954 Millionen Euro Dividende ausgesch&uuml;ttet, f&uuml;r das Jahr 2021 1.289 Millionen und f&uuml;r 2022 676 Millionen Euro. Setzt man die Dividendenauszahlungen ins Verh&auml;ltnis zu den Mieteinnahmen, so stellt sich heraus, dass sie 2020 31% der Mieteinnahmen betrugen, 2021 37,2% und 2022 14,3%. 2020 wurden also 31% der Mieteinnahmen an die Aktion&auml;re ausgesch&uuml;ttet, 2021 37,2% und 2022 14,3%. Die zum gro&szlig;en Teil internationalen Aktion&auml;re wissen im Normalfall nicht, wo die Wohnungen sind, aus denen sie die Dividende beziehen. <\/p><p>Angenommen, Vonovia w&auml;re nicht eine b&ouml;rsennotierte Aktiengesellschaft, sondern eine Wohnungsgenossenschaft ohne Gewinnerzielungsabsicht und ohne Dividenden auszuzahlen, so h&auml;tten die Mieten der Vonovia-Miethaushalte 2020 um 31% niedriger sein k&ouml;nnen, 2021 h&auml;tten die Mieten um 37% und 2022 um 13% niedriger sein k&ouml;nnen.<\/p><p>&Uuml;ber die drei betrachteten Jahre hin h&auml;tten also die Mieten bei Wegfall der Dividendenauszahlungen im Durchschnitt um mehr als ein Viertel (27,5%) gesenkt werden k&ouml;nnen. Die Mieten h&auml;tten bei 5,44 Euro pro Quadratmeter liegen k&ouml;nnen statt bei 7,50 Euro. Anders ausgedr&uuml;ckt: Die Mieter leiteten im Durchschnitt dieser drei Jahre mehr als ein Viertel (27,5%) ihrer Mietzahlungen direkt an die Aktion&auml;re weiter, die daf&uuml;r nicht arbeiten m&uuml;ssen, die auch nicht wissen, wo die Wohnungen genau sind, und auch nicht wissen, wer darin wohnt, weil Dividendenzahlungen automatisch leistungs- und wissenslos &uuml;berwiesen werden. Die Mieter zahlten also beispielsweise statt einer Monatsmiete von 650 Euro 900 Euro, damit die Aktion&auml;re ihren Anteil abbekommen.<\/p><p>Dies sind alles Zahlen ohne Ber&uuml;cksichtigung von Steuern. Ber&uuml;cksichtigt man einen Gewinnsteuersatz von 30%, hei&szlig;t das, dass von den Mietern noch deutlich mehr Miete bezahlt werden muss, um die Dividende zu erm&ouml;glichen: Um einen Euro Dividende nach Steuern zu erm&ouml;glichen, m&uuml;ssen 1,4 Euro Gewinn vor Steuern erzielt werden.[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] Das bedeutet, dass die Mieter in Wirklichkeit einen noch deutlich h&ouml;heren Aufschlag f&uuml;r die Erm&ouml;glichung der Dividenden an die Gro&szlig;aktion&auml;re bezahlen mussten. Wenn die Wohnungen von Vonovia in der Hand einer Genossenschaft ohne Gewinnerzielungsabsicht w&auml;ren, k&ouml;nnten demnach die Mieten sofort um etwa 40% gesenkt werden. <\/p><p>Kurz: Die Mieter zahlen einen erheblichen Aufschlag, nur um die Dividenden zu erm&ouml;glichen. Statt einer Monatsmiete von 900 Euro w&auml;ren vermutlich deutlich unter 600 Euro Miete m&ouml;glich, wenn man den Transfer von den Mietern zu den Aktion&auml;ren beenden w&uuml;rde.[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]<\/p><p>Nun k&ouml;nnte man die Frage stellen: Warum m&uuml;ssen die Mieter einen derart hohen Aufschlag an die Gro&szlig;aktion&auml;re zahlen? Die Bewohner der Vonovia-Wohnungen sind im Durchschnitt Menschen mit wenig Verm&ouml;gen und vergleichsweise niedrigen Einkommen, die Aktion&auml;re von Vonovia im Normalfall sehr verm&ouml;gend und sehr einkommensstark. Warum findet hier tagt&auml;glich f&uuml;r das Grundlebensbed&uuml;rfnis Wohnen ein Transfer von den Armen zu den Reichen statt? Warum wird hier t&auml;glich ein Tribut, eine Abgabe entrichtet von den einkommensschwachen Mietern zu den einkommensstarken Vermieter-Aktion&auml;ren? <\/p><p>Denkt man diese Frage zu Ende, so ergibt sich als Ergebnis: Wir haben in Deutschland (und in den meisten anderen L&auml;ndern) gar kein Mietproblem, sondern ein Problem des Boden- und Immobilieneigentums. Dadurch, dass Boden und Immobilien sehr ungleich verteilt sind, ergibt sich der oben berechnete Mietaufschlag von &uuml;ber 40%. Denn dieses Tributsystem gilt nicht nur f&uuml;r Vonovia. Es gilt grunds&auml;tzlich f&uuml;r alle Mietverh&auml;ltnisse. Allerdings sind bei weitem nicht alle Vermieter so renditegierig wie b&ouml;rsennotierte Unternehmen. Vonovia muss aus den Mietern rausholen, &bdquo;was geht&ldquo;, sonst sinkt der Aktienkurs in den Keller. Dann wird der Vorstand durch die Gro&szlig;aktion&auml;re ausgewechselt gegen einen, der mehr aus den Mietern herausholen kann. Das sind die B&ouml;rsengesetze.<\/p><p><strong>Die Gretchenfrage: Die Bodenrenten<\/strong><\/p><p>Diese Fragen f&uuml;hren uns zu einem Grundproblem des deutschen (und internationalen) Immobilienmarktes. Ein gro&szlig;er Teil der Mieten stellt so genannte Rentenzahlungen dar: &bdquo;Bodenrenten sind leistungslose Eink&uuml;nfte, die sich aus den Vorteilen des Standorts bei Lage, Nutzungsintensit&auml;t und Qualit&auml;t ergeben&ldquo;[<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>], wie die Bodenspezialisten Dirk L&ouml;hr et al. 2021 schreiben. Bei Vonovia hei&szlig;t das konkret: Nachdem alle Arbeiten, alle Leistungen erbracht sind, Reparaturen, Wartungen usw. und alle Zinsen f&uuml;r die Kredite bezahlt sind, bleibt ein Nettogewinn &uuml;brig, der nichts mehr mit Leistung oder Arbeit zu tun hat, sondern der leistungslos dadurch entsteht, dass man im Grundbuch steht und die Hand aufhalten kann, andere zur Zahlung zwingen kann, weil die anderen Menschen einfach Boden brauchen, um leben zu k&ouml;nnen.<\/p><p>In Deutschland beliefen sich die Bodenertr&auml;ge 2017 auf etwa 400 Milliarden Euro[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>], die zum gro&szlig;en Teil Bodenrenten darstellen. Das ist erheblich mehr als der damalige Bundeshaushalt von etwa 330 Milliarden Euro.[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>] Es geht hier also nicht um &bdquo;peanuts&ldquo;, sondern um m&auml;chtige Geldtransfers von sehr vielen &auml;rmeren an sehr wenige sehr wohlhabende Menschen, die daf&uuml;r gezahlt werden, dass jemand im Grundbuch steht oder Aktien von Wohngesellschaften h&auml;lt &ndash; ohne irgendetwas daf&uuml;r zu arbeiten oder zu leisten.<\/p><p>Letztlich findet hier ein perfekter, ger&auml;uschlos funktionierender Transfer &bdquo;von Arbeit nach reich&ldquo;, von vielen zu sehr wenigen statt. Denn sowohl der Aktienbesitz wie der Besitz von Grund und Boden ist &auml;u&szlig;erst ungleich verteilt und sehr stark konzentriert bei einer recht kleinen Gruppe von sehr wohlhabenden Menschen.[<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>]<\/p><p><strong>Monopoly im Alltagsleben<\/strong><\/p><p>Da man f&uuml;r alles und jedes Grund und Boden braucht, zum Wohnen, Arbeiten, f&uuml;r Freizeit, Fortbewegung, Essengehen, Einkaufen usw., sind die Bodenrenten in Form von Mieten und Pachten garantiert. Sie stellen eine Knappheitsrente dar, f&uuml;r die man nichts tun muss &ndash; au&szlig;er im Grundbuch zu stehen. Es ist wie beim Monopoly-Spiel: Fast egal, auf welches Feld man kommt, man muss daf&uuml;r zahlen. Wenn man selber keine Stra&szlig;en und H&auml;user hat, wie das bei der Mehrheit der Menschen in Deutschland der Fall ist, zahlt man alles an die anderen. Hat man ein wenig Grundbesitz, bekommt man auch ein wenig Einnahmen ab. Hat man viele Stra&szlig;en und viele H&auml;user bzw. Hotels darauf, dann verdient man so richtig viel. Und diejenigen, die viele Immobilien haben, bekommen durch die Zahlungen der anderen immer noch mehr dazu. Und so ist es auch im wirklichen Leben, wie beispielsweise Zahlen aus den USA zeigen, wo sich der Bodenbesitz in den letzten 10 Jahren immer st&auml;rker bei den gr&ouml;&szlig;ten 100 Landeigent&uuml;mern konzentriert hat.[<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>]<\/p><p>Letztlich liegt der Grund f&uuml;r die permanent steigenden Bodenpreise und damit auch f&uuml;r die st&auml;ndig steigenden Mieten darin, dass Boden ein nicht vermehrbares, &bdquo;superiores Gut&ldquo; ist (ein Gut, das man bei steigendem Einkommen vermehrt nachfr&auml;gt). Bei offiziellem Wirtschaftswachstum steigt daher der Bodenpreis von ganz allein und automatisch st&auml;rker als die Wachstumsrate des nominalen Sozialproduktes &ndash; ohne dass man irgendetwas daf&uuml;r tun muss.<\/p><p>Die Zahlungen f&uuml;r die Bodenrenten flie&szlig;en nicht nur durch die Mieter, sondern auch durch jeden Produkt- und Dienstleistungskauf. So sind beispielsweise in jedem Produkt, das wir kaufen, Bodenrenten in Form von Mieten oder Pachten als Teil des Kaufpreises enthalten. Mit jedem Produkt, das wir kaufen, zahlen wir die Bodenbenutzung, die f&uuml;r seine Erstellung n&ouml;tig ist, mit, ob wir es wissen oder nicht und ob wir es wollen oder nicht.[<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>] Also auch die Familien, die in ihren eigenen vier W&auml;nden wohnen und keine Miete &uuml;berweisen, zahlen tagt&auml;glich Bodenrenten an die Bodeneigent&uuml;mer.<\/p><p><strong>John Maynard Keynes &uuml;ber &bdquo;funktionslose Investoren&ldquo;<\/strong><\/p><p>Die geschilderten leistungslosen oder Rentier-Einkommen kritisierte schon 1936 der ber&uuml;hmte Volkswirt John Maynard Keynes in seiner bahnbrechenden &bdquo;General Theory&ldquo; scharf. Er sieht in dem Rentier-Kapitalismus keinen Sinn und bezeichnet Investoren, die Renten-Einkommen beziehen, als &bdquo;funktionslose Investoren&ldquo; (&bdquo;functionless investors&ldquo;), also sinnlose Investoren, die keinen Beitrag zum Wohlergehen in der &Ouml;konomie leisten. Er spricht dabei explizit von solchen Eigent&uuml;mern, die Bodenrenten (in Form von Mieten oder Pachten) erhalten. Solche funktionslosen Investoren m&uuml;ssten laut Keynes verschwinden, weil sie keinen &ouml;konomischen Zweck erf&uuml;llen und d&uuml;rften nicht l&auml;nger einen Bonus erhalten.[<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>] Genau das tun aber letztlich die gro&szlig;en Aktion&auml;re von Vonovia und von allen anderen b&ouml;rsennotierten Aktienunternehmen sowie die gro&szlig;en Immobilieneigent&uuml;mer. Sie bekommen zu Lasten der Mieter permanent leistungslose Renteneinkommen, selbst ihre Urenkel. Wollen wir das? Ist das fair?<\/p><p>Der Pr&auml;sident des Deutschen Mieterbundes, Lukas Siebenkotten, sagte im Mai 2022: &bdquo;Am Ende zahlen alles die Mieterinnen und Mieter, das ist das&nbsp;Gesch&auml;ftsmodell von Vonovia und Co., [&hellip;] das Gesch&auml;ftsmodell b&ouml;rsennotierter Wohnungskonzerne sei unsozial und spekulativ&rdquo;.[<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>] Das trifft den Nagel auf den Kopf. Dieses &bdquo;Gesch&auml;ftsmodell&ldquo; ist asozial und unmoralisch. Es ist ein Tributsystem, das daf&uuml;r sorgt, dass die &auml;rmere H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung an die reichsten 10 Prozent, insbesondere an das oberste 1 Prozent st&auml;ndig leistungslose Einkommen schaufelt. Letztlich liegt hier eine strukturelle &Uuml;bervorteilung der weniger wohlhabenden Menschen vor zu Gunsten einer kleinen, sehr wohlhabenden Oberschicht, die dieses System durch geschickte und gutbezahlte Lobbyarbeit politisch und durch starken Kapitaleinfluss auf die gro&szlig;en Medienh&auml;user auch medial zu stabilisieren wei&szlig;.<\/p><p><strong>Ein L&ouml;sungsvorschlag<\/strong><\/p><p>Wenn wir unser Mietproblem l&ouml;sen wollen, sollten wir daher an die Frage der Bodenverteilung gehen. Man k&ouml;nnte beispielsweise ganz einfach eine progressive Bodenabgabe einf&uuml;hren: bis 3 Millionen Euro Marktwert an Grund- und Immobilienbesitz pro nat&uuml;rlicher Person keine Abgabe. Bis 10 Millionen 1% Abgabe pro Jahr. Bis 30 Millionen 2% Abgabe p.a. Bis 50 Millionen 3%. Ab 50 Millionen 4% pro Jahr. Eine &auml;hnliche progressive Abgabe k&ouml;nnte man f&uuml;r Unternehmen, die nicht betriebsnotwendiges Immobilienverm&ouml;gen vermieten, einf&uuml;hren. Die Eink&uuml;nfte k&ouml;nnte man f&uuml;r Transfers an die Mieter und f&uuml;r Neubauten von Wohnungen verwenden. Dadurch w&uuml;rden die Mieten erheblich und dauerhaft gesenkt werden. <\/p><p>Titelbild: iiinuthiii\/shutterstock.com<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.jll.de\/de\/presse\/Angebotsmieten-fuer-Berliner-und-Leipziger-Wohnungen-legen-zweistellig-zu\">jll.de\/de\/presse\/Angebotsmieten-fuer-Berliner-und-Leipziger-Wohnungen-legen-zweistellig-zu<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/wirtschaft\/studie-mietmarkt-mieten-metropolen-100.html\">zdf.de\/nachrichten\/wirtschaft\/studie-mietmarkt-mieten-metropolen-100.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2023-07\/angebotsmieten-erstes-halbjahr-2023?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F\">zeit.de\/wirtschaft\/2023-07\/angebotsmieten-erstes-halbjahr-2023?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.prosieben.de\/serien\/newstime\/news\/mietpreise-in-deutschen-grossstaedten-explodieren-kein-ende-in-sicht-311419\">prosieben.de\/serien\/newstime\/news\/mietpreise-in-deutschen-grossstaedten-explodieren-kein-ende-in-sicht-311419<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Wirtschaft\/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt\/Tabellen\/bruttoinlandsprodukt-viertel-jahr-bip.html\">destatis.de\/DE\/Themen\/Wirtschaft\/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt\/Tabellen\/bruttoinlandsprodukt-viertel-jahr-bip.html<\/a>, eigene Berechnung<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Arbeit\/Verdienste\/Realloehne-Nettoverdienste\/_inhalt.html#_xbht4jb9j\">destatis.de\/DE\/Themen\/Arbeit\/Verdienste\/Realloehne-Nettoverdienste\/_inhalt.html#_xbht4jb9j<\/a>, eigene Berechnung<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Arbeit\/Verdienste\/Realloehne-Nettoverdienste\/Tabellen\/liste-reallohnindex.html#134644\">destatis.de\/DE\/Themen\/Arbeit\/Verdienste\/Realloehne-Nettoverdienste\/Tabellen\/liste-reallohnindex.html#134644<\/a>, eigene Berechnung<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.jll.de\/de\/presse\/Angebotsmieten-fuer-Berliner-und-Leipziger-Wohnungen-legen-zweistellig-zu\">jll.de\/de\/presse\/Angebotsmieten-fuer-Berliner-und-Leipziger-Wohnungen-legen-zweistellig-zu<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2023\/03\/PD23_129_12_63.html#:~:text=WIESBADEN%20%E2%80%93%20Im%20Jahr%202022%20haben,verbrauchsunabh%C3%A4ngiger%20Betriebskosten)%20am%20Haushaltsnettoeinkommen%20an\">destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2023\/03\/PD23_129_12_63.html#:~:text=WIESBADEN%20%E2%80%93%20Im%20Jahr%202022%20haben,verbrauchsunabh%C3%A4ngiger%20Betriebskosten)%20am%20Haushaltsnettoeinkommen%20an<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Bevoelkerung\/Haushalte-Familien\/_inhalt.html\">destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Bevoelkerung\/Haushalte-Familien\/_inhalt.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Gesch&auml;ftsbericht 2022 Vonovia SE<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Gesch&auml;ftsbericht 2021 Vonovia SE<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Gesch&auml;ftsbericht 2020 Vonovia SE<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] 1,4 Euro Gewinn minus 30% Steuer (0,42 Euro) = 0.98 Euro Netto-Gewinn nach Steuern.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] 900 Euro Miete minus 40% = 540 Euro<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/content\/pdf\/10.1007\/s10273-021-2877-6.pdf\">link.springer.com\/content\/pdf\/10.1007\/s10273-021-2877-6.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/content\/pdf\/10.1007\/s10273-021-2877-6.pdf\">link.springer.com\/content\/pdf\/10.1007\/s10273-021-2877-6.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Monatsberichte\/2017\/02\/Inhalte\/Kapitel-3-Analysen\/3-5-Ausgaben-Einnahmen-Bundeshaushalt-2017.html\">bundesfinanzministerium.de\/Monatsberichte\/2017\/02\/Inhalte\/Kapitel-3-Analysen\/3-5-Ausgaben-Einnahmen-Bundeshaushalt-2017.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Vgl. Krei&szlig;, Mephisto-Prinzip, S. 42ff. Zur Verteilung von Grund und Boden in Deutschland gibt es m.W. keine belastbaren Zahlen. Die Bodenverteilung ist laut dem Spezialisten Dirk L&ouml;hr &bdquo;eines der bestgeh&uuml;teten Geheimnisse Deutschlands&ldquo;. In &Ouml;sterreich besitzen die 100 reichsten Familien 10 Prozent des Grund und Bodens (www.trend.at 5.7.2019), in den USA besitzen die 100 gr&ouml;&szlig;ten Bodeneigent&uuml;mer 40 Millionen acres Land, das entspricht etwa der Gr&ouml;&szlig;e Floridas. 10 Jahre zuvor waren es noch 30 Millionen acres gewesen (www.inequality.org 23.Sep.2019), der Multimilliard&auml;r Bill Gates ist laut &bdquo;Forbes&ldquo; vom 14.1.2021 der gr&ouml;&szlig;te Eigent&uuml;mer von Agrarland in den USA<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.inequality.org\">www.inequality.org<\/a> 23. Sep. 2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] Vgl. Krei&szlig;, Mephisto S.42ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] Keynes, John Maynard (1964, (Erstver&ouml;ffentlichung 1936)): The General Theory of Employment, Interest and Money, New York, S.376: &ldquo;I see, therefore, the rentier aspect of capitalism as a transitional phase [&hellip;] that the euthanasia of the rentier, of the functionless investor, will be nothing sudden [&hellip;] so that the functionless investor will no longer receive a bonus&rdquo;.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/verbraucher\/steigende-mieten-vonovia-inflation-101.html\">tagesschau.de\/wirtschaft\/verbraucher\/steigende-mieten-vonovia-inflation-101.html<\/a>, Mai 2022\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 25.7.2023 ver&ouml;ffentlichte der US-amerikanische Immobilienspezialist JLL aktuelle Zahlen zur Mietpreisentwicklung in den acht deutschen Metropolen.[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101770#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Die Zahlen wurden von praktisch allen deutschen Leitmedien aufgegriffen: ZDF berichtete dar&uuml;ber unter dem Titel &bdquo;Studie: Mieten in Gro&szlig;st&auml;dten stark gestiegen&ldquo;[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101770#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>], Zeit Online: &bdquo;Angebotsmieten haben sich im ersten Halbjahr erneut verteuert&ldquo;.[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101770#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] ProSieben titelte:<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101770\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":101771,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,165,132],"tags":[3239,1785,3403,2557],"class_list":["post-101770","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-innen-und-gesellschaftspolitik","category-ungleichheit-armut-reichtum","tag-dividende","tag-immobilienwirtschaft","tag-mietpreise","tag-vonovia"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Shutterstock_2094826540.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/101770","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=101770"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/101770\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":101821,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/101770\/revisions\/101821"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/101771"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=101770"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=101770"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=101770"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}