{"id":10182,"date":"2011-07-21T19:12:58","date_gmt":"2011-07-21T17:12:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10182"},"modified":"2014-09-09T11:09:24","modified_gmt":"2014-09-09T09:09:24","slug":"spiegel-online-mit-einer-wirklichen-lachnummer-der-analyse-von-promi-halbwissen-zur-euro-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10182","title":{"rendered":"Spiegel online mit einer wirklichen Lachnummer, der Analyse von \u201ePromi-Halbwissen zur Euro-Krise\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Eines muss man der Redaktion von Spiegel online zugestehen: Sie h&ouml;ren manchmal das Gras wachsen. Also haben sie sensibel wahrgenommen, dass im Rest der kritischen &Ouml;ffentlichkeit immer mehr erkannt wird, wie unaufkl&auml;rerisch und voll gepumpt mit Vor- und Fehlurteilen Spiegel und Spiegel online die Finanzkrise begleiten. Also hat sich die Redaktion an das Prinzip &bdquo;Haltet den Dieb erinnert&ldquo; und anderen, Politikern und Schauspielern Halbwissen vorgeworfen und deren angebliches <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,775324,00.html\">Halbwissen analysiert<\/a>. Wir haben diese Texte von Spiegel online kommentiert. Albrecht M&uuml;ller.<br>\n<!--more--><br>\nDabei zitieren wir Original die Texte der Opfer von Spiegel online und immer unter der Einleitung &bdquo;Fakt ist:&ldquo; die Bewertung von Spiegel online.<\/p><p>&Uuml;brigens f&auml;llt auf, dass Spiegel online dieses Projekt auch nutzt, um ihre Lieblinge auf der Regierungsseite zu schonen und das Milieu Links von Schwarz-gelb zu attackieren. Einer unserer Leser hat ausgerechnet: 25 % regierungsnahe Person stehen 75 % der anderen Seite gegen&uuml;ber.<\/p><p><strong>Wenn Sie unsere Kommentierung hilfreich finden, dann verbreiten Sie doch bitte diese Kurzdokumentation unter Spiegel- und Spiegel online-Lesern. In diesem Bereich gibt es einen unendlichen Bedarf an Aufkl&auml;rung.<\/strong><\/p><ol>\n<li><strong>Angela Merkel:<\/strong> &ldquo;Wir k&ouml;nnen nicht eine W&auml;hrung haben, und der eine kriegt ganz viel Urlaub und der andere ganz wenig. Das geht auf Dauer auch nicht zusammen.&rdquo;\n<p><strong>Fakt ist:<\/strong> Arbeitnehmer in s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;ndern machen nicht mehr Urlaub als deutsche. So liegt etwa Griechenland mit durchschnittlich 23 bezahlten Urlaubstagen pro Jahr unter dem europ&auml;ischen Durchschnitt. Deutschland belegt mit 30 Urlaubstagen dagegen einen Spitzenplatz. Au&szlig;erdem hat die Anzahl der Urlaubstage herzlich wenig mit dem Auseinanderdriften der wirtschaftlichen Entwicklung in den Euro-L&auml;ndern zu tun.<\/p>\n<p><strong>Kommentar AM:<\/strong> Gegen diese Kritik an Angela Merkel ist nichts einzuwenden. Auch in einem gemeinsamen W&auml;hrungsraum sind die Menschen in den verschiedenen Teilen nicht gezwungen, ihre Gewohnheiten anzugleichen. Das galt auch schon in DM-Zeiten. Die katholischen Landesteile hatten mehr Feiertage, die K&ouml;lner nehmen nicht alles so bierernst wie die Ostwestfalen &ndash; im Zweifel verdienen sie ein bisschen weniger, als sie k&ouml;nnten. Auch in einem Euro-Raum Europa kann es verschiedene Sitten und Gebr&auml;uche geben. Zum Beispiel auch den Wunsch eines Volkes, mit 60 in Rente zu gehen. Oder den Wunsch einen ausgepr&auml;gten &ouml;ffentlichen Sektor zur Versorgung mit G&uuml;tern f&uuml;r die Daseinsvorsorge.<\/p><\/li>\n<li><strong>Sigmar Gabriel:<\/strong> &ldquo;Diese Bewertungen von europ&auml;ischen Mitgliedstaaten durch US-Rating-Agenturen sind h&ouml;chst fragw&uuml;rdig. Sie spekulieren heute gegen Griechenland, morgen gegen Spanien, jetzt gegen Italien.&rdquo;\n<p><strong>Fakt ist:<\/strong> Rating-Agenturen geben nur Bewertungen &uuml;ber die Kreditw&uuml;rdigkeit von Staaten und Unternehmen ab. Sie spekulieren nicht mit Staatspapieren. Das k&ouml;nnen nur die Anleger &ndash; und von denen machen es weniger als allgemein vermutet.<\/p>\n<p><strong>Kommentar AM:<\/strong> Hier ist Gabriel bewusst missverstanden worden. Ihm kam es ja nicht auf die Behauptung an, dass die Rating-Agenturen spekulieren, sondern darauf, dass auf der Basis ihrer Ratings Spekulationen angeheizt werden. Der letzte Satz der SPON-Bewertung soll eine Beruhigungspille sein. &Uuml;brigens ohne Beleg. Dass Spekulation stattfindet, ist ja wohl nicht zu bezweifeln. Und dass es offensichtlich gen&uuml;gend so genannte &bdquo;Anleger&ldquo; gibt &ndash; einen Begriff den man in G&auml;nsef&uuml;&szlig;chen setzen sollte, was Spiegel online selbstverst&auml;ndlich nicht tut -, um die Zinsbelastung kleinerer L&auml;nder hoch zu treiben, dadurch dass gegen ihre Staatspapiere spekuliert wird.  Fazit: Eine rund um oberfl&auml;chliche und den Rating-Agenturen zugetane Anmerkung von Spiegel online. Zum Problem der Rating-Agenturen siehe auch den <a href=\"?p=10067\">Beitrag von Werner R&uuml;gemer<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><strong>J&uuml;rgen Trittin:<\/strong> &ldquo;Wenn Weidmann gemeinsame Euro-Anleihen als zu teuer ablehnt, liegt er v&ouml;llig falsch. Die h&ouml;heren Zinsen f&uuml;r Euro-Bonds muss man mit den Kosten f&uuml;r die Rettungsschirme gegenrechnen. Dann sieht jeder, dass Euro-Bonds g&uuml;nstiger sind.&rdquo;\n<p><strong>Fakt ist:<\/strong> Ob gemeinsame Anleihen der Euro-Staaten f&uuml;r Deutschland wirklich g&uuml;nstiger sind, ist offen. Bislang haben die Rettungsschirme die Bundesregierung kein Geld gekostet. Dass das nicht so bleiben wird, ist absehbar. Die H&ouml;he der Kosten aber l&auml;sst sich derzeit nur sch&auml;tzen &ndash; genauso wie der m&ouml;gliche Zinssatz von Euro-Bonds.<\/p>\n<p><strong>Kommentar AM:<\/strong> Das fundamentale Anliegen &ndash; die Ausschaltung der Spekulation bei der &ouml;ffentlichen Finanzierung in einem gemeinsamen W&auml;hrungsraum &ndash; wird ausgeklammert. Es ist n&auml;mlich &uuml;berhaupt nicht einzusehen, dass auf Dauer hoch spekulative &bdquo;M&auml;rkte&ldquo; &uuml;ber die Kosten der Finanzierung &ouml;ffentlicher Ausgaben entscheiden. Dabei ist es wegen des Interessenzusammenhangs ziemlich egal, ob die 15 %, 12 % oder 10 % Zinsen von den griechischen Steuerzahlern oder von den Deutschen gezahlt werden. Wir kommen als deutsche Steuerzahler dann glimpflich davon, wenn wir den Griechen die Chance geben, die R&uuml;ckzahlung ihrer Schulden zu erarbeiten. Das wird immer schwieriger, wenn die Zinslast immer h&ouml;her wird. Insofern sind wir aus diesen realen Gr&uuml;nden auch interessiert an einer m&ouml;glichst preiswerten Finanzierung der &ouml;ffentlichen Ausgaben und der daf&uuml;r zur Zeit aufgenommenen Gelder, auch in Griechenland. Mit Euro-Bonds wird es billiger als bisher. Und mit direkter Finanzierung der &ouml;ffentlichen Ausgaben durch die Europ&auml;ische Zentralbank sowieso. Siehe dazu den <a href=\"?p=9857\">Beitrag von Jens Berger<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><strong>Sahra Wagenknecht:<\/strong> &ldquo;Diese Staatsschulden entstehen ja nicht dadurch, dass die Ausgaben so hoch sind.&rdquo;\n<p><strong>Fakt ist:<\/strong> Eine Regierung, die mehr ausgibt als sie einnimmt, muss Schulden machen. Die L&uuml;cke kann sie durch h&ouml;here Steuern schlie&szlig;en. Wenn das Haushaltsdefizit allerdings zu gro&szlig; ist, wird kaum eine Regierung um K&uuml;rzungen bei den Ausgaben umherkommen.<\/p>\n<p><strong>Kommentar AM:<\/strong> Hier gibt Spiegel online das &uuml;bliche Promi-Halbwissen wieder. Ausgabenk&uuml;rzungen f&uuml;hren zur Reduzierung von Haushaltsdefiziten, das ist der g&auml;ngige Kinderglaube. Diese halbwissenden Promis in Politik, Medien und Wissenschaft haben aber noch nicht einmal begriffen, dass f&uuml;r einen Staat nicht unbedingt gilt, was f&uuml;r das einzelne Wirtschaftssubjekt gilt. Die Sparabsicht reicht nicht zum Sparerfolg. Das konnten wir bei uns sehen, das konnten wir in den Neunzigern in den USA sehen, das k&ouml;nnen wir jetzt in Griechenland sehen. Wenn die Konjunktur kaputt gespart wird, dann wird trotz ehrenwertem Sparwillen am Ende weniger gespart als wenn die Konjunktur und damit Steuereinnahmen bef&ouml;rdert worden w&auml;ren.<br>\nBei uns ist &uuml;brigens durch die Regierungen Kohl und Schr&ouml;der und ihre st&auml;ndigen Steuersenkungen zu Gunsten der Wirtschaft und der Bessergestellten bewiesen worden, dass Staatsschulden vor allem auch durch Steuersenkungen entstehen. Nicht allein, aber auch damit. Der beste Beleg f&uuml;r die Richtigkeit der Aussage von Sahra Wagenknecht sind die unendlichen Milliarden f&uuml;r den Bankenrettungsschirm. Diese Milliarden, die die Verschuldung des Staates bei uns unglaublich angeheizt hat, sind ja keine normalen Staatsausgaben.<\/p><\/li>\n<li><strong>Andrea Nahles:<\/strong> &ldquo;Wir sollten &uuml;berlegen, ob man Vorkehrungen schafft, die es erlauben, L&auml;nder, die sich unter einem Rettungsschirm befinden, vor&uuml;bergehend aus dem Bewertungssystem der Agenturen zu nehmen.&rdquo;\n<p><strong>Fakt ist:<\/strong> Europ&auml;ische Politiker werden den US-Rating-Agenturen kaum verbieten k&ouml;nnen, sich Urteile &uuml;ber L&auml;nder zu bilden. Sie k&ouml;nnten h&ouml;chstens beschlie&szlig;en, die Ratings bei ihren Entscheidungen zu ignorieren. Doch das k&ouml;nnte die Verunsicherung der Anleger eher vergr&ouml;&szlig;eren als verringern.<\/p>\n<p><strong>Kommentar AM:<\/strong> Bei Spiegel online wieder die &uuml;bliche Fixierung auf die M&auml;rkte und die Anleger, im &uuml;brigen teilweise ja auch bei Andrea Nahles. Peter Bofinger, Mitglied des Sachverst&auml;ndigenrates, hat die sachlich richtige Position in der S&uuml;ddeutschen Zeitung vom vergangenen Wochenende klar formuliert: &bdquo;In der Hand von neurotischen Investoren.&ldquo; Deshalb m&uuml;sse sich die Politik &bdquo;dringend aus der Abh&auml;ngigkeit von den Finanzm&auml;rkten l&ouml;sen.&ldquo; <\/p>\n<p>W&ouml;rtlich zum Thema Griechenland und Italien: <\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Wenn die Mitgliedsl&auml;nder des Euroraums weiterhin auf sich allein gestellt ihre Finanzierung &uuml;ber die Finanzm&auml;rkte sichern m&uuml;ssen, liegt die Zukunft der W&auml;hrungsunion und damit zugleich die der europ&auml;ischen Integration in den H&auml;nden kurzsichtiger, hoch neurotischer Investoren. Setzt sich der Teufelskreis im Falle Italiens fort, w&auml;re das Schicksal des Euro besiegelt. Die Abh&auml;ngigkeit von M&auml;rkten und Ratingagenturen ist die entscheidende Erkl&auml;rung daf&uuml;r, dass es der Politik so schwer f&auml;llt, eine vern&uuml;nftige L&ouml;sung f&uuml;r Griechenland zu finden.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Und weiter: <\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;&Auml;hnlich wie bei der Finanzkrise im Herbst 2008 ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, bei dem die Politik die Initiative des Handelns gegen&uuml;ber den Finanzm&auml;rkten zur&uuml;ckgewinnen muss. Das ist nur zu erreichen, wenn man die Mitgliedsl&auml;nder aus der unberechenbareren Abh&auml;ngigkeit von privaten Investoren und Ratingagenturen befreit.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Erkenntnisse der &bdquo;halbwissenden&ldquo; Spiegel online-Redaktion sind meilenweit von den Erkenntnissen Bofingers entfernt. Man merkt in jeder Zeile, dass Spiegel und Spiegel online eng mit der Finanzwirtschaft zusammenh&auml;ngen und deren besonders lukrative Gesch&auml;ftsfelder &ndash; Spekulation und Investmentbanking &ndash; hochhalten.<\/p><\/li>\n<li><strong>Frank Sch&auml;ffler<\/strong>, langj&auml;hriger Berater des Finanzdienstleisters MLP (1997-2010) und FDP-Finanzpolitiker, zur Frage, worin eine Altersvorsorge in Zeiten der Euro-Krise bestehen k&ouml;nnte.: &ldquo;Gold, Grundbesitz und in der Freundschaft zu einem Landwirt.&rdquo;\n<p><strong>Fakt ist:<\/strong> Europa leidet unter einer Schuldenkrise &ndash; so wie die USA und Japan auch. Dass einer der gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftsr&auml;ume der Welt komplett zusammenbricht, bis auf Gold und Immobilien alle Verm&ouml;gen ihren Wert verlieren und es in Zukunft weder Brot und Butter noch Eier zu kaufen gibt, ist allerdings extrem unwahrscheinlich.<\/p>\n<p><strong>Kommentar AM:<\/strong> Die Einlassung des FDP-Finanzpolitiker ist eine Zumutung. Aber die Anmerkung von Spiegel online ist dies nicht minder. Das von Spiegel online hier wie auch sonst und von vielen anderen gebrauchte Wort &bdquo;Schuldenkrise&ldquo; ist der Prototyp von Halbwissen. Wir haben eine Krise, die durch folgendes gekennzeichnet ist: konjunkturelle Schw&auml;che und Arbeitslosigkeit in vielen Volkswirtschaften, v&ouml;lliges Versagen der Makro&ouml;konomie, Auseinanderentwickeln der Wettbewerbsf&auml;higkeit der einzelnen Staaten in der Eurozone, bedingt durch divergierende Entwicklung der Lohnst&uuml;ckkosten, Deregulierung und Ausdehnung der Kapitalm&auml;rkte mit neuen Finanzprodukten und unfassbarer Spekulation, Orientierung der unternehmerischen Politik am Shareholder Value, Rettung der Spekulanten durch die Politik, dadurch und durch das Versagen der makro&ouml;konomischen Politik weiter bedingte Verschuldung der Staaten, etc. &ndash; Die Staatsverschuldung war jedenfalls nicht der Anfang. Schon deshalb macht es keinen Sinn, von &bdquo;Schuldenkrise&ldquo; zu sprechen.<\/p><\/li>\n<li><strong>Hermes Hodolides<\/strong>, griechischer Wirt aus der &ldquo;Lindenstra&szlig;e&rdquo;, &uuml;ber die Geldfl&uuml;sse in seiner Heimat: &ldquo;Das Geld, was wir jetzt kassieren, das geht nicht an griechische Taschen, das geht gleich an die Zinsen, bei uns bleibt nichts haften.&rdquo;\n<p><strong>Fakt ist:<\/strong> Mit den Krediten der Euro-L&auml;nder und des Internationalen W&auml;hrungsfonds werden nicht nur die Zinsen Griechenlands bezahlt. Auch staatliche Leistungen werden damit finanziert.<\/p>\n<p><strong>Kommentar AM:<\/strong> Nun gut, wenn es so ist. Aber Halbwissen kann man dem Wirt aus der Lindenstra&szlig;e deshalb nicht vorwerfen. Das ist kleinlich und l&auml;cherlich.<\/p><\/li>\n<li><strong>Alexis Passadakis<\/strong>, Attac-Aktivist und Politikwissenschaftler, &uuml;ber die Zukunft der Geldpolitik:<br>\n&ldquo;Verschuldete Staaten sollten ihre Gelder in Zukunft ohne Umwege &uuml;ber die Banken direkt von der EZB bekommen. Dann werden die Rating-Agenturen au&szlig;en vor gelassen.&rdquo;\n<p><strong>Fakt ist:<\/strong> Banken sind im Wirtschaftssystem dazu da, Risiken zu bewerten und unter Umst&auml;nden auch einzugehen. W&uuml;rde die Europ&auml;ische Zentralbank den Staaten direkt Geld leihen, w&uuml;rde sie alle Risiken alleine schultern. Zudem beruft sich die EZB bislang selbst auf Ratings.<\/p>\n<p><strong>Kommentar AM:<\/strong> Es ist schleierhaft, wie man angesichts eines Bankenrettungsschirmes allein in Deutschland von rund 480 Milliarden &euro; und angesichts der Tatsache, dass alleine an die M&uuml;nchner  HRE mindestens schon 80 Milliarden geflossen sind und der Staat die Commerzbank mit 18,2 Milliarden und die Industrie Kreditbank mit ungef&auml;hr 10 Milliarden retten musste, niederschreiben kann, Banken seien im Wirtschaftssystem dazu da, Risiken zu bewerten und auch einzugehen. Im &uuml;brigen hat die &Ouml;ffentlichkeit zur Rettung der Banken schon mehr geschultert, als sie zur Absicherung der Europ&auml;ischen Zentralbank je schultern m&uuml;sste. Der letzte Satz &ndash; zudem beruft sich die EZB bislang selbst auf Ratings &ndash; zeigt die D&uuml;mmlichkeit der Analyse von Spiegel online.<\/p><\/li>\n<\/ol><p>Wahrscheinlich hat Spiegel online den Auftrag f&uuml;r diese Dokumentation von einer PR Agentur bekommen, die im Auftrag der Ratingagenturen und Investmentbanken arbeitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eines muss man der Redaktion von Spiegel online zugestehen: Sie h&ouml;ren manchmal das Gras wachsen. Also haben sie sensibel wahrgenommen, dass im Rest der kritischen &Ouml;ffentlichkeit immer mehr erkannt wird, wie unaufkl&auml;rerisch und voll gepumpt mit Vor- und Fehlurteilen Spiegel und Spiegel online die Finanzkrise begleiten. Also hat sich die Redaktion an das Prinzip &bdquo;Haltet<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10182\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[139,50,183],"tags":[671,1032,473,420,325],"class_list":["post-10182","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-euro-und-eurokrise","category-finanzkrise","category-medienkritik","tag-eurobonds","tag-gold","tag-ratingagenturen","tag-spiegel","tag-staatsschulden"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10182","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10182"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10182\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23182,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10182\/revisions\/23182"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10182"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10182"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10182"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}