{"id":101827,"date":"2023-07-30T09:00:30","date_gmt":"2023-07-30T07:00:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101827"},"modified":"2023-07-28T15:07:14","modified_gmt":"2023-07-28T13:07:14","slug":"hinweise-der-woche-318","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101827","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101827#h01\">Ukraine: Wenn Kriegsursachen als Kriegsfolgen bezeichnet werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101827#h02\">Noam Chomsky &uuml;ber den gef&auml;hrlichsten Punkt in der Geschichte der Menschheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101827#h03\">G&auml;be es einen &ouml;konomischen L&uuml;gendetektor &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101827#h04\">Im Putschg&uuml;rtel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101827#h05\">G&ouml;ring-Eckardt &uuml;ber Ostdeutschland &ndash; &bdquo;Die B&ouml;sartigkeit hat zugenommen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101827#h06\">Steuertricks kosten Deutschland 26 Milliarden Dollar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101827#h07\">Noch vier Jahre Krieg?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101827#h08\">Denn sie wissen nicht, was Krieg bedeutet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101827#h09\">Anzeichen f&uuml;r ein Endspiel in der Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101827#h10\">Zwingt mich nicht, AfD zu w&auml;hlen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine: Wenn Kriegsursachen als Kriegsfolgen bezeichnet werden<\/strong><br>\n&laquo;Der Krieg macht die Ukraine zum Vasallenstaat des Westens&raquo;, so titelte gestern die Online-Plattform &laquo;Infosperber.ch&raquo;. Diese Aussage ist falsch. Es ist genau umgekehrt: Der russische Angriff erfolgte, weil die Ukraine seit dem Putsch auf dem Maidan im Jahr 2014 zu einem Vasallenstaat des Westens, insbesondere zu einem Vasallenstaat der USA und Gro&szlig;britanniens geworden war. Die politische, wirtschaftliche und milit&auml;rische Vereinnahmung der Ukraine durch den russlandfeindlichen Westen war die Ursache des Kriegsausbruchs.<br>\nInfosperber, genauer gesagt der Pr&auml;sident der dahinter stehenden &laquo;Schweizerischen Stiftung f&uuml;r Unabh&auml;ngigen Journalismus&raquo; SSUI und jetzige publizistische Leiter von Infosperber, Urs Gasche, verkauft in seinem neusten Artikel die in der Ukraine seit vielen Jahren betriebene Reform der Landwirtschaft vom Kleinbauerntum in eine neoliberale Landwirtschaft der Gro&szlig;betriebe und des Gro&szlig;grundbesitzes &ndash; die er zu Recht hart kritisiert! &ndash; als Folge des jetzigen Krieges, f&uuml;r den er in anderen Kommentaren Putin die alleinige Schuld zuschreibt. Seine Headline impliziert damit die Aussage, schuld an der katastrophalen Landwirtschaftsreform sei Putin &ndash; nicht zuletzt bei jenen Leserinnen und Lesern, die in der Hetze des Tages vor allem die Headlines, nicht aber lange Texte lesen. Deshalb die notwendige Richtigstellung: Gerade weil die Ukraine unter ihren Pr&auml;sidenten Petro Poroshenko und Wolodymyr Selenskyj zum US-Vasallen verkommen ist, hat Putin milit&auml;risch eingegriffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/ukraine-wenn-kriegsursachen-als-kriegsfolgen-bezeichnet-werden\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Noam Chomsky &uuml;ber den gef&auml;hrlichsten Punkt in der Geschichte der Menschheit<\/strong><br>\nChomsky sagt: Die atomaren Risiken wurden durch den US-Triumphalismus verst&auml;rkt. Insbesondere die Klimakrise braucht Kooperation mit China. Und was hat die neoliberale Ungleichheit mit dem Erstarken der Rechten zu tun? Teil 1<br>\nWir leben in einer Welt, die mit existenziellen Bedrohungen konfrontiert ist, w&auml;hrend extreme Ungleichheit unsere Gesellschaften auseinanderrei&szlig;t und die Demokratie einen starken R&uuml;ckgang erlebt. Die USA wollen ihre globale Hegemonie aufrechterhalten, obwohl internationale Zusammenarbeit dringend erforderlich ist, um die zahlreichen Herausforderungen unseres Planeten zu bew&auml;ltigen.<br>\nIm Interview erkl&auml;rt Noam Chomsky, einer der einflussreichsten lebenden Intellektuellen, warum wir uns am gef&auml;hrlichsten Punkt der Menschheitsgeschichte befinden und sich Nationalismus, Rassismus und Extremismus heute &uuml;berall auf der Welt wieder erheben. Das Interview wird von dem Politikwissenschaftler C.J. Polychroniou gef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Noam-Chomsky-ueber-den-gefaehrlichsten-Punkt-in-der-Geschichte-der-Menschheit-9223540.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>G&auml;be es einen &ouml;konomischen L&uuml;gendetektor &hellip;<\/strong><br>\nEin Viertel der Besch&auml;ftigten verdienen Armutsl&ouml;hne unterhalb der europ&auml;ischen Mindestlohnrichtlinie. Energie war vor Corona und dem Ukraine-Krieg f&uuml;r die deutsche Wirtschaft billig, und die Export&uuml;bersch&uuml;sse waren zuvor stetig hoch.<br>\nRichtiger w&auml;re jedoch zu sagen, dass die UNZUREICHENDEN &ouml;ffentlichen Investitionen, etwa in eine dezentralere Energieversorgung, und die hohe Exportabh&auml;ngigkeit die deutsche Wirtschaft anf&auml;lliger f&uuml;r Schocks gemacht haben.<br>\nDie Ampel behauptet, die aktuelle Rezession habe nichts mit der K&uuml;rzungspolitik zu tun, da diese noch nicht einmal greife. Richtig ist: Die Rezession ist auch Ausdruck des Wirtschaftskrieges und der gestiegenen Energiepreise.<br>\nIch habe die Wirksamkeit mancher Sanktionen fr&uuml;hzeitig angezweifelt und die Auswirkungen auf die &ouml;konomische Stimmung und die Investitionsbereitschaft betont. In einer Rezession die Staatsausgaben zu k&uuml;rzen bedeutet, dass dem Privatsektor Einnahmen entzogen werden. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/FabioDeMasi\/status\/1684836833799106560\">Fabio Di Masi via Twitter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Im Putschg&uuml;rtel<\/strong><br>\nMit der Macht&uuml;bernahme der Milit&auml;rs ist dem Westen der letzte verl&auml;ssliche Partner in der Sahelzone weggebrochen. Tausende internationale Soldaten sind in Niger stationiert, auch Kr&auml;fte der Bundeswehr. Was wird nun aus ihnen? [&hellip;]<br>\nDer neue Partner sollte Niger sein. 2021 wurde bei der ersten friedlichen, demokratischen Macht&uuml;bergabe seit der Unabh&auml;ngigkeit mit Pr&auml;sident Bazoum ein vermeintlich verl&auml;sslicher Mann an die Spitze gew&auml;hlt. Im Gegensatz zu anderen L&auml;ndern der Region hielt Bazoum am B&uuml;ndnis mit Frankreich und den USA fest. [&hellip;]<br>\n&raquo;Bazoum war die einzige Hoffnung des Westens in der Sahelzone. Frankreich, die USA und die EU haben einen Gro&szlig;teil ihrer Ressourcen in der Region eingesetzt, um Niger und seine Sicherheitskr&auml;fte zu st&auml;rken&laquo;, sagte Ulf Laessing , Leiter des Sahel-Programms der deutschen Konrad-Adenauer-Stiftung. Der Putsch, bef&uuml;rchtet er, k&ouml;nne Russland erm&ouml;glichen, seinen Einfluss in der Sahel weiter auszubauen.<br>\nNoch Ende Mai hatte es in einem internen Sahel-Strategie-Papier der deutschen Regierung, das dem SPIEGEL vorliegt, gehei&szlig;en: &raquo;Die Bundesregierung zielt mit ihrem Engagement darauf ab, vergleichsweise stabile Staaten zu st&auml;rken und das Potenzial von Demokratien in der Region sichtbar zu machen. Insbesondere in Niger wird die Bundesregierung ihr Engagement daher ausbauen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/putsch-in-niger-die-zukunft-westlicher-anti-terror-missionen-ist-ungewiss-a-64300fc2-4253-42c0-a5aa-4480c10e4477\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wir sind die Besten! Voll des Altruismus. Uns geht es um Demokratie und die Bek&auml;mpfung des Terrorismus. Dass Niger zuf&auml;llig auch einer der weltgr&ouml;&szlig;ten Uranproduzenten ist und Frankreichs AKWs vom nigrischen Uran abh&auml;ngig sind, ist nicht nur dem SPIEGEL keinen Satz wert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>G&ouml;ring-Eckardt &uuml;ber Ostdeutschland &ndash; &bdquo;Die B&ouml;sartigkeit hat zugenommen&ldquo;<\/strong><br>\nZehn Tage lang radelte Katrin G&ouml;ring-Eckardt durch Ostdeutschland. Der Gr&uuml;nen-Politikerin schlug dabei Hass entgegen &ndash; aber nicht nur. Ein Gespr&auml;ch.<br>\ntaz: Frau G&ouml;ring-Eckardt, Sie haben am Wochenende eine zehnt&auml;gige Demokratietour durch Ostdeutschland beendet. Was haben Sie mitgenommen?<br>\nKatrin G&ouml;ring-Eckardt: Vor allen Dingen viele positive Eindr&uuml;cke von Menschen, die sich engagieren, im Unternehmen oder in der Sozialstation, im Kulturprojekt oder im Kommunalparlament. So viele verteidigen unsere Demokratie, jeden Tag. Aber sie bekommen zu wenig Aufmerksamkeit. Gesehen werden die, die laut sind und dagegen.<br>\nWas noch?<br>\nDas Zweite ist, dass es schon sehr viel Sorge um die Demokratie gibt. Einige meinen, dass wir an einem Kipppunkt stehen und dass ganze Landstriche in Ostdeutschland nur wahrgenommen werden, wenn es um die Feinde der Demokratie geht.<br>\nHaben Sie selbst eine Zuspitzung des gesellschaftlichen Klimas wahrgenommen?<br>\nJa, es ist schon sch&auml;rfer geworden. Mehr Menschen, die wahrscheinlich schon vorher rassistische oder antisemitische Einstellungen hatten, sind jetzt auch bereit, entsprechend zu handeln &ndash; und sie nehmen f&uuml;r sich in Anspruch, dass sie die Mehrheit seien. Das sind sie aber nicht. Und die B&ouml;sartigkeit hat zugenommen.<br>\nDie B&ouml;sartigkeit?<br>\nJa, zum Beispiel bei einer Demonstration gegen mich in Dessau. Das war keine spontane Kritik von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern. Das war eine gezielte Mobilisierung, die Dialog verhindern sollte, auf Telegram wurde in rechten Verschw&ouml;rungskreisen dazu aufgerufen.<br>\nIst das wirklich neu?<br>\nVor ein paar Jahren haben mich Menschen aus der Anonymit&auml;t des Internets beleidigt, in Dessau haben sie mich von Angesicht zu Angesicht beschimpft: &bdquo;gr&uuml;ner Abfall&ldquo; und &Auml;hnliches. Da ist eine B&ouml;sartigkeit sp&uuml;rbar, die gab es vorher so nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Goering-Eckardt-ueber-Ostdeutschland\/!5951292\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Typische T&auml;ter-Opfer-Umkehr. G&ouml;ring-Eckardt hat w&auml;hrend der Rot-Gr&uuml;nen Regierungszeit (2002 bis 2005) als Gr&uuml;nen-Fraktionsvorsitzende (zusammen mit Krista Sager) die Agenda 2010 und Hartz IV eindringlich bef&uuml;rwortet und gnadenlos vorangetrieben, auch gegen ihre ehemaligen DDR-Mitmenschen. Der Hass, der ihr jetzt entgegenschl&auml;gt, ist deshalb wohlverdient &ndash; mich wundert, dass tats&auml;chlich noch jemand &uuml;berhaupt mit ihr spricht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Steuertricks kosten Deutschland 26 Milliarden Dollar<\/strong><br>\nSuperreiche und Konzerne wissen, wie sie clever Geld verschieben. St&auml;rker als die Bundesrepublik leiden unter Steuerflucht jedoch andere L&auml;nder.<br>\nDer Kampf der Regierungen gegen Steuerflucht ist nicht so erfolgreich wie gedacht &ndash; das ist zumindest die Botschaft des Jahresberichts des &ldquo;Tax Justice Network&rdquo;. Die britische Nichtregierungsorganisation fordert strengere Steuergesetze f&uuml;r Konzerne und Verm&ouml;gende. Weltweit versuchen zwar derzeit 138 Staaten in einer historischen Reform, Steuertricks international zu erschweren. Das Tax Justice Network h&auml;lt dieses Vorgehen aber f&uuml;r viel zu lasch. Gerade &auml;rmere L&auml;nder w&uuml;rden trotz der internationalen Beschl&uuml;sse in den kommenden Jahren weiter viel Geld an Steueroasen verlieren, warnt die Organisation.<br>\nF&uuml;r die Bundesrepublik beziffert das Tax Justice Network den Schaden durch Steuertricks im Vorjahr auf 26 Milliarden Dollar. Um die Zahlen f&uuml;r alle L&auml;nder weltweit vergleichbar zu machen, sind die Angaben in Dollar. 26 Milliarden Dollar sind nicht nichts, aber gro&szlig;e Spr&uuml;nge sind damit auch nicht zu machen. H&auml;tte der deutsche Staat es geschafft, ausnahmslos alle Steuertricks zu unterbinden, w&auml;ren die gesamten Einnahmen des Staats um rund ein Prozent gestiegen.<br>\nAm st&auml;rksten treffen dem Tax Justice Network zufolge Steuertricks von Konzernen die deutsche Staatskasse, 16 Milliarden Dollar gehen darauf zur&uuml;ck. Die restlichen zehn Milliarden entgehen dem Staat demnach durch versteckte Ersparnisse von Superreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/steuern-unternehmen-vermoegen-1.6061025\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>World to lose $4.7 trillion to tax havens over next decade unless UN tax convention adopted, countries warned<\/strong><br>\nCountries are on course to lose nearly US$5 trillion in tax to multinational corporations and wealthy individuals using tax havens to underpay tax over the next 10 years, the Tax Justice Network warns. The future losses of public money would be equivalent to losing a year of worldwide spending on public health. Campaigners are urging countries to vote this winter in favour of beginning negotiations on a UN tax convention at the UN General Assembly to avert the astronomic losses.<br>\n&ldquo;Countries have a choice to make at the UN this year end. Forfeit our future now by staying the course, or democratise global tax rules so we can hold on to the public money we need for the challenges ahead,&rdquo; said Alex Cobham, chief executive at the Tax Justice Network.<br>\nThe State of Tax Justice 2023 published today by the Tax Justice Network reports that countries around the world are losing US$472 billion in tax a year to global tax abuse.1 Of this annual loss, US$301 billion is lost to multinational corporations shifting profit into tax havens and US$171 billion is lost to wealthy individuals hiding wealth offshore.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taxjustice.net\/press\/world-to-lose-4-7-trillion-to-tax-havens-over-next-decade-unless-un-tax-convention-adopted-countries-warned\/\">Tax Justice Network<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Noch vier Jahre Krieg?<\/strong><br>\n&ldquo;Aus Sicht der EU r&uuml;ckt ein Frieden in der Ukraine in immer weitere Ferne. Der Au&szlig;enbeauftragte Borrell macht schon milit&auml;rische Pl&auml;ne f&uuml;r vier weitere Kriegsjahre.<br>\nBorrell sprach bei einem EU-Au&szlig;enministertreffen in Br&uuml;ssel von Milit&auml;rhilfen in H&ouml;he von &bdquo;bis zu f&uuml;nf Milliarden Euro im Jahr f&uuml;r die n&auml;chsten vier Jahre&ldquo;.<br>\nBei den neuen Hilfen gehe es um ein &bdquo;stabiles Instrument&ldquo;, um die Ukraine nicht nur monatsweise milit&auml;risch zu unterst&uuml;tzen, sondern &uuml;ber mehrere Jahre hinweg.<br>\nDas Geld soll weiter aus der sog. Friedensfazilit&auml;t kommen, die die EU seit Kriegsbeginn zweckentfremdet als Kriegskasse nutzt. Urspr&uuml;nglich enthielt sie nur insgesamt 5,6 Mrd. Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/borrell-plant-militaerhilfe-fuer-vier-weitere-kriegsjahre\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Denn sie wissen nicht, was Krieg bedeutet<\/strong><br>\nUkraine-Krieg: Wie viel Brutalit&auml;t und H&auml;rten sind der &Ouml;ffentlichkeit zuzumuten? &Uuml;ber einen blinden Fleck in der Debatte. Ein Einwurf.<br>\nAlle schreiben und reden vom Ukraine-Krieg, aber es gibt einen blinden Fleck: Die gro&szlig;e &Ouml;ffentlichkeit bleibt weitgehend von Brutalit&auml;ten verschont. Bilder, die Grausamkeiten in ihrer Entsetzlichkeit dokumentieren, bleiben Sparten-Kan&auml;len &uuml;berlassen.<br>\nUnd sp&auml;rlich, wenn sie &uuml;berhaupt in Debatten auftauchen, sind Aussagen und Texte, die Handlungen, die im Krieg begangen werden, und deren dramatische Folgen f&uuml;r Freunde, Liebende und Angeh&ouml;rige in einer Weise schildern, dass mit ihnen nicht einfach umgegangen werden kann.<br>\nHei&szlig;t, dass sie nicht als &ldquo;Kollateralsch&auml;den&rdquo; des Kriegs verbucht werden k&ouml;nnen, ins statistische Nichts entlassen. Weil sie emotional derart aufr&uuml;hren, dass sie Vernunft au&szlig;er Kraft setzen, da sie dem Schmerz nicht gerecht werden kann. Die Vernunft kommt da nicht mit, Rationalit&auml;t kann diese Tragik nicht aufl&ouml;sen.<br>\nSeltene Ausnahmen sind Dokumentationen von Brutalit&auml;ten, die zu den Vorw&uuml;rfen passen, die eine Kriegspartei als besonders &uuml;bel und grausam herausstellen. Um Missverst&auml;ndnissen vorzubeugen: Es geht in diesem Beitrag nicht um Schuldfragen. Sondern darum, wie viel Kriegswirklichkeit der &Ouml;ffentlichkeit zugemutet werden kann.<br>\nDas ist offene Frage, deren Antworten sich in einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung ab- und ausarbeiten m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Denn-sie-wissen-nicht-was-Krieg-bedeutet-9224810.html\">Thomas Pany auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Anzeichen f&uuml;r ein Endspiel in der Ukraine<\/strong><br>\nDas Problem mit dem Krieg in der Ukraine ist, dass es sich dabei um eine reine Augenwischerei gehandelt hat. Die russischen Ziele der &ldquo;Entmilitarisierung&rdquo; und &ldquo;Entnazifizierung&rdquo; der Ukraine haben einen surrealen Anstrich bekommen.<br>\nDas westliche Narrativ, dass es sich um einen Krieg zwischen Russland und der Ukraine handelt, bei dem das westf&auml;lische Prinzip der nationalen Souver&auml;nit&auml;t im Mittelpunkt steht, hat sich nach und nach abgenutzt und eine Leere hinterlassen.<br>\nHeute setzt sich die Erkenntnis durch, dass der Krieg in Wirklichkeit zwischen Russland und der NATO stattfindet und dass die Ukraine seit 2014 kein souver&auml;nes Land mehr ist, als die CIA und andere westliche Agenturen &ndash; Deutschland, das Vereinigte K&ouml;nigreich, Frankreich, Schweden usw. &ndash; ein Marionettenregime in Kiew installiert haben.<br>\nDer Nebel des Krieges lichtet sich und die Kampflinien werden sichtbar. Auf ma&szlig;geblicher Ebene beginnt eine offene Diskussion &uuml;ber das Endspiel.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.indianpunchline.com\/glimpses-of-an-endgame-in-ukraine\/\">M.K. Bhadrakumar<\/a><br>\nQuelle 2 (deutsche &Uuml;bersetzung): <a href=\"https:\/\/seniora.org\/politik-wirtschaft\/anzeichen-fuer-ein-endspiel-in-der-ukraine\">Seniora.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zwingt mich nicht, AfD zu w&auml;hlen<\/strong><br>\nChristian Lindner sagt, keiner sei gezwungen, AfD zu w&auml;hlen. Richtig. Aber deshalb seine Stimme der Linken geben? Hubert Aiwanger und Sahra Wagenknecht w&auml;ren das richtige, weil ungleiche Duo f&uuml;r eine echte Alternative. [&hellip;]<br>\nEine sichtbare Erweiterung des personellen Angebotes, das auch in den Stra&szlig;encaf&eacute;s der deutschen Metropolen und in den Redaktionen der bundesdeutschen Medien verfangen k&ouml;nnte, er&ouml;ffnet Chancen, die gerade jene begr&uuml;&szlig;en m&uuml;ssten, die den Aufstieg der AfD jetzt bremsen wollen. Es k&ouml;nnte sich f&uuml;r Wagenknecht und die Freien W&auml;hler gleicherma&szlig;en lohnen, sich mal einander genauer anzuschauen.<br>\nDer Berliner Ableger ist Vorreiter bei der strategischen Ausrichtung als demokratische Alternative zur AfD mit glaubhaft deutlicher Abgrenzung gegen&uuml;ber inakzeptablen Ressentiments und rassistischer Hetze; mit wertebasierter Offenheit gegen&uuml;ber anderen Meinungen, Bekenntnissen und Lebensentw&uuml;rfen, ohne aber Toleranz als kaschierendes Feigenblatt zu missbrauchen f&uuml;r eine fatalistische Bequemlichkeit an der Grenze zur Feigheit gegen&uuml;ber Feinden der Freiheit.<br>\nAiwanger h&auml;lt die AfD in Bayern im Zaum. Wagenknecht rollt die Republik von Berlin aus auf. Zwei, die auf den ersten Blick so gar nicht zueinander passen m&ouml;gen, k&ouml;nnten in Kombination zu einem &uuml;berzeugenden Demokratiestabilisierungsprojekt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www-cicero-de.cdn.ampproject.org\/c\/s\/www.cicero.de\/innenpolitik\/sahra-wagenknecht-und-hubert-aiwanger-afd-demokratie-wahlen-partei?amp\">Stefan Gr&uuml;ll auf Cicero<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101827\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-101827","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/101827","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=101827"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/101827\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":101830,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/101827\/revisions\/101830"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=101827"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=101827"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=101827"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}