{"id":102073,"date":"2023-08-06T09:00:08","date_gmt":"2023-08-06T07:00:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102073"},"modified":"2023-08-04T13:15:51","modified_gmt":"2023-08-04T11:15:51","slug":"hinweise-der-woche-319","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102073","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102073#h01\">Urteil: Bundespressekonferenz muss Journalist Florian Warweg Zugang gew&auml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102073#h02\">Habecks Industriepolitik hat mehr Moral als Verstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102073#h03\">Martin Sonneborn: Globaler S&uuml;den will nicht mehr vom Westen ausgepl&uuml;ndert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102073#h04\">Russland vermittelt in Konflikt abseits der Ukraine: &ldquo;Jeder Tag k&ouml;nnte f&uuml;r uns der letzte sein&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102073#h05\">Getreideabkommen: Russland will nicht l&auml;nger hinnehmen, dass Versprechen gebrochen werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102073#h06\">Ukraine: Wenn nur Russen im Krieg sterben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102073#h07\">Bei Verfehlen von Temperaturziel: Klimarat-Chef hadert mit Untergangszenarien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102073#h08\">Das Szientismus-Paradox<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102073#h09\">Der Sport als Politikum: Cui bono?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102073#h10\">Im Osten sp&uuml;rt man sofort, wenn der Staat nach unserer Freiheit greift<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Urteil: Bundespressekonferenz muss Journalist Florian Warweg Zugang gew&auml;hren<\/strong><br>\nDer Verein der Bundespressekonferenz, wo Kanzler und Minister &ouml;ffentlich befragt werden, wollte einen Journalisten &bdquo;alternativer Medien&ldquo; ausschlie&szlig;en. Doch das geht nicht. [&hellip;]<br>\nDass Warweg trotzdem Zugang zu den Pressekonferenzen erhalten soll, begr&uuml;ndet das Landgericht mit Artikel 5 des Grundgesetzes, der auch die Pressefreiheit sch&uuml;tzt. Weiterhin handle es sich bei den Pressekonferenzen des Vereins um &bdquo;eine st&auml;ndige, regelm&auml;&szlig;ige Einrichtung&ldquo;. Somit nutze die Bundesregierung den Verein &bdquo;und die von ihm zur Verf&uuml;gung gestellte &Ouml;rtlichkeit, um die ihnen obliegende &Ouml;ffentlichkeitsarbeit&ldquo; mit den Veranstaltungen durchzuf&uuml;hren.<br>\nBedeutet: Kanzleramt und Ministerien lagern ihre &Ouml;ffentlichkeitsarbeit gewisserma&szlig;en in das Geb&auml;ude der Bundespressekonferenz aus. Allerdings f&uuml;hre der Schutz aus Artikel 5 des Grundgesetzes dazu, &bdquo;dass der Staat, der der Presse gegen&uuml;ber Leistungen gew&auml;hrt, verpflichtet ist, diese allen Bewerbern gegen&uuml;ber zug&auml;nglich zu machen&ldquo;. Die Mitglieder des Vereins d&uuml;rften nicht bevorzugt behandelt werden, hei&szlig;t es. Weiterhin wirke sich die Verpflichtung des Staates &bdquo;aber auch auf den die &Ouml;rtlichkeit zur Verf&uuml;gung stellenden privaten Anbieter aus&ldquo;, also auf den Verein Bundespressekonferenz.<br>\nFrage des Fragerechts ist nicht eindeutig gekl&auml;rt<br>\nEr muss Warweg demnach &bdquo;wie einem Mitglied&ldquo; Zugang gew&auml;hren und teilnehmen lassen. Ob das auch das Fragerecht betrifft, wird in dem Urteil nicht genauer ausgef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/urteil-bundespressekonferenz-muss-journalist-florian-warweg-zugang-gewaehren-li.364360\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Online-Portal Nachdenkseiten erzwingt Zugang zur Bundespressekonferenz<\/strong><br>\nBerliner Landgericht erteilt Aussperrung von Parlamentskorrespondenten deutliche Absage. Bundespressekonferenz hat gegen Grundgesetz versto&szlig;en. Was das Urteil bedeutet.<br>\nDie Bundespressekonferenz hat im Rechtsstreit mit dem Online-Portal Nachdenkseiten.de vor dem Landgericht Berlin eine empfindliche Niederlage erlitten und muss einem Vertreter dieser Redaktion Zugang zu ihren Pressekonferenzen gew&auml;hren. Der private Verein &ldquo;Bundespresskonferenz&rdquo; wollte dem Nachdenkseiten-Redakteur Florian Warweg Zugang zu den regelm&auml;&szlig;ig ausgerichteten Pressekonferenzen verweigern.<br>\nDem erteilte das Gericht (Az.: 4 O 29\/23) nun eine deutliche Absage: Zwar sei der eingetragene Verein &ldquo;Bundespressekonferenz&rdquo; nicht verpflichtet, Warweg die beantragte Mitgliedschaft zu gew&auml;hren. Dem Journalisten sei dennoch vollumf&auml;nglich Zugang zu den Pressekonferenzen zu erm&ouml;glichen, schreibt das Gericht in der Urteilsbegr&uuml;ndung, die Telepolis vorliegt. Zuerst hatten die Nachdenkseiten selbst &uuml;ber das Urteil zu ihren Gunsten berichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Online-Portal-Nachdenkseiten-erzwingt-Zugang-zur-Bundespressekonferenz-9230366.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Sieg f&uuml;r NachDenkSeiten: BPK muss Florian Warweg Zugang zu den Regierungspressekonferenzen gew&auml;hren<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101868\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Habecks Industriepolitik hat mehr Moral als Verstand<\/strong><br>\nDeutschlands Wirtschaft schrumpft nicht mehr &ndash; jetzt stagniert sie. Um die Krise zu &uuml;berwinden, br&auml;uchte es beherzte Industriepolitik. Stattdessen folgt das gr&uuml;ne Wirtschaftsministerium marktliberalen Konzepten und riskiert damit eine Deindustrialisieung. [&hellip;]<br>\nDie gr&uuml;ne Wirtschaftspolitik ist derweil gepr&auml;gt von zwei gef&auml;hrlichen Glaubenss&auml;tzen, die den perfekten Cocktail f&uuml;r eine elit&auml;re, realit&auml;tsferne und unsoziale Klima- und Industriepolitik liefern: Erstens muss f&uuml;r sie Energie so teuer wie m&ouml;glich sein, damit es Anreize gibt, sie zu sparen oder auf (vermeintlich) sauberere Alternativen umzusteigen &ndash; auch wenn diese noch gar nicht zur Gen&uuml;ge verf&uuml;gbar sind. Zweitens setzen die Gr&uuml;nen weitgehend auf den freien Markt und Freihandel und sind sehr zur&uuml;ckhaltend, oft skeptisch, was gro&szlig;e staatliche Investitionen angeht. Vielmehr setzt die gr&uuml;ne Industriepolitik darauf, den Rahmen sowie Anreize zu schaffen, um privates Kapital f&uuml;r die Transformation zu mobilisieren, Stichwort &raquo;transformatorische Angebotspolitik&laquo;.<br>\nDiese Strategie reicht schlichtweg nicht aus, um die aktuellen Herausforderungen zu bew&auml;ltigen. Es br&auml;uchte vielmehr eine planerische Industriepolitik f&uuml;r Klima und Besch&auml;ftigung, in der der Staat notwendigerweise eine aktivere Rolle einnehmen muss. So zeigt sich die markliberale Strategie bisher auch au&szlig;erordentlich erfolglos: Laut einer aktuellen Untersuchung des Kiel Instituts f&uuml;r Weltwirtschaft (IfW) f&auml;llt Deutschland bei den Investitionen seit Jahren zur&uuml;ck und droht nun Schlusslicht zu werden.<br>\nAnstatt Energiepreise immer teurer zu machen (auch durch den Emissionshandel) und zugleich den Industriestrompreis zu subventionieren, w&auml;re es sinnvoller, direkt die Umstellung der Industrieanlagen auf klimafreundlichere Produktionstechniken zu subventionieren. Das Wirtschaftsministerium hat zwar die ersten F&ouml;rderungen f&uuml;r den Umbau in der Stahlindustrie freigegeben, jedoch wird hier das n&auml;chste Manko der gr&uuml;nen Wirtschafts- und Industriepolitik deutlich: Wenn &ouml;ffentliches Geld flie&szlig;t, dann oftmals ohne dass die &ouml;ffentliche Hand an sp&auml;teren Profiten beteiligt wird, geschweige denn mehr Mitsprache erh&auml;lt. Stattdessen br&auml;uchte es &ouml;ffentliche Industriestiftungen mit starken Mitspracherechten f&uuml;r die Besch&auml;ftigen und die Regionen.<br>\nMan kann es nicht anders sagen: Die Gr&uuml;nen vergessen bei ihren Konzepten regelm&auml;&szlig;ig, was diese konkret f&uuml;r ganz normale Leute bedeuten. Das zeigt sich nicht nur bei der letztlich gescheiterten Gasumlage oder beim derzeit geplanten unsozialen Heizungsgesetz, sondern eben auch bei der Industriepolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/habecks-industriepolitik-hat-mehr-moral-als-verstand-rezession-stagnation-klima-wirtschaftsminister-energiepreise-deindustrialisierung-christian-leye\/\">Jacobin<\/a>\n<p>dazu: <strong>Die Ampel schaut tatenlos zu, wie sich der &ouml;konomische Abstieg beschleunigt<\/strong><br>\nDeutschland ist wieder der kranke Mann Europas. In der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung schl&auml;gt sich das nicht nieder. Das kann nicht so bleiben.<br>\nDer Schritt ist dem Familienunternehmer Hans-Helmuth Schmidt nicht leichtgefallen. Rund 35 Jahre lang hat Schmidt den Farb- und Lackhersteller CWS erfolgreich in f&uuml;nfter Generation gef&uuml;hrt. Im Herbst vergangenen Jahres entschied er sich zum Verkauf. Sein mittelst&auml;ndisches Chemieunternehmen mit 400 Besch&auml;ftigten in Nordrhein-Westfalen ver&auml;u&szlig;erte er an einen japanischen Konzern. Wenn Familienunternehmen ihren Besitzer wechseln, gibt es meist mehrere Gr&uuml;nde. Ein Motiv beschreibt Schmidt so: Als Mittelst&auml;ndler habe er immer weniger Chancen gesehen. Die wuchernde B&uuml;rokratie vor allem aus der EU habe das Familienunternehmen gel&auml;hmt. Gro&szlig;konzerne k&ouml;nnten damit anders umgehen.<br>\nViele Familienunternehmen fragen sich: Lohnt es sich noch, Unternehmerin oder Unternehmer zu sein? Die meisten von ihnen bejahen zwar unver&auml;ndert diese Frage. Und es gilt: Bei Familienunternehmen besteht selten Verkaufsmentalit&auml;t. Dass der Heizungsbauer Viessmann von einem US-Konzern &uuml;bernommen wird, hat aber aufhorchen lassen. Viessmann zeigt: Deutsche Familienunternehmen sind f&uuml;r ausl&auml;ndische Investoren hochattraktiv, der Standort Deutschland jedoch immer weniger. L&auml;ngst sind es nicht nur energieintensive Unternehmen, die Teile ihrer Produktion ins Ausland verlagern. Ablesbar ist das daran, dass der Anteil des verarbeitenden Gewerbes an der Wertsch&ouml;pfung in Deutschland seit Jahren sinkt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/politik\/konjunktur\/standort-deutschland-die-ampel-schaut-tatenlos-zu-wie-sich-der-oekonomische-abstieg-beschleunigt\/29284220.html\">WirtschaftsWoche<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&bdquo;Schwerer Abschwung&ldquo;: Wirtschaftskrise in Deutschland nimmt Fahrt auf<\/strong><br>\nDie Krise in Deutschland spitzt sich zu: Schlechte Zahlen kommen von Maschinenbau und Arbeitsmarkt. &Ouml;konom Heiner Flassbeck warnt vor gro&szlig;em wirtschaftlichen Schaden.<br>\nDie Prophezeiung des IWF scheint sich zu bewahrheiten: Der Internationale W&auml;hrungsfonds prognostiziert Deutschland als einzigem Mitglied der G7 einen konjunkturellen Abstieg bis zum Jahresende. Am Dienstag wurde der Trend offiziell best&auml;tigt.<br>\nBesonders der Auftragseinbruch in einer der Kernbranchen sollte der Bundesregierung weitere Kopfschmerzen bereiten. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Bestellungen bei den deutschen Maschinenbauunternehmen um 15 Prozent eingebrochen. Die Luft werde langsam d&uuml;nn, sagte der Chefvolkswirt des Verbandes deutscher Maschinenbauer (VDMA), Ralph Wiechers. &bdquo;Eine Trendwende ist bisher nicht in Sicht.&ldquo; Die Branche bekomme die z&ouml;gerliche Investitionsneigung in praktisch allen Absatzregionen nun voll zu sp&uuml;ren. Als Hauptgrund f&uuml;r den Abschwung nannte Wiechers die gestiegenen Leitzinsen. Denn hierdurch w&uuml;rden Kredite verteuert und dementsprechend weniger nachgefragt.<br>\n&bdquo;Die Zentralbanken m&uuml;ssen die Zinsen senken &ndash; das ist das Mindeste&ldquo;, sagt der &Ouml;konom Heiner Flassbeck der Berliner Zeitung. Die konjunkturelle Lage sei &auml;hnlich wie in den 1970ern zu Zeiten der &Ouml;lkrise. &bdquo;Wir haben einen globalen Nachfrager&uuml;ckgang.&ldquo; L&auml;nder wie Saudi-Arabien h&auml;tten von der hohen &Ouml;l- und Gasnachfrage profitiert. Nun sei es wichtig, dass Investitionen und Konsum in den anderen Teilen der Welt angekurbelt w&uuml;rden. Wenn die Bundesregierung und die EZB Kurs hielten, drohe ein schwerer &ouml;konomischer Schaden: &bdquo;Die Kombination aus Nachfrageschock und hohen Zinsen f&uuml;hrt in Deutschland wahrscheinlich zu einem schweren Abschwung&ldquo;, erkl&auml;rt Flassbeck, der fr&uuml;her Staatssekret&auml;r im Bundesfinanzministerium und Chefvolkswirt der Konferenz der Vereinten Nationen f&uuml;r Handel und Entwicklung (UNCTAD) war. &bdquo;Eine sanfte Landung, wie es die EZB vorsieht, wird es dann nicht geben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/rezession-arbeitsmarkt-maschinenbau-oekonom-heiner-flassbeck-dgb-wirtschaftskrise-in-deutschland-nimmt-fahrt-auf-schwerer-abschwung-li.374763\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Steigende Preise: Wie sich Spekulanten die Taschen f&uuml;llen<\/strong><br>\nAngebot und Nachfrage bestimmen immer weniger die Preisentwicklung. Der Anteil der Spekulation w&auml;chst, sagt die &Ouml;konomin Friederike Spiecker. Das sind die Gr&uuml;nde.<br>\nMenschen mit niedrigen Einkommen m&uuml;ssen einen erheblich h&ouml;heren Anteil ihres Einkommens f&uuml;r den Grundbedarf aufwenden als Besserverdienende. So machten in Deutschland im Jahr 2021 bei Haushalten mit einem monatlichen Nettoeinkommen von unter 1.250 Euro die Ausgaben f&uuml;r Nahrungsmittel fast ein F&uuml;nftel ihrer gesamten Konsumausgaben aus.<br>\nIn der Gruppe der Haushalte mit mindestens 5.000 Euro monatlichem Nettoeinkommen lag dieser Anteil bei weniger als einem Siebtel &ndash; und das bei einer wesentlich h&ouml;heren Sparquote. Noch gr&ouml;&szlig;er sind die Anteilsunterschiede bei den Ausgaben zwischen Arm und Reich im Bereich Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung. Auf ihn entfielen bei der untersten Einkommensgruppe der Haushalte 2021 &ndash; also noch vor der Energiepreiskrise &ndash; die H&auml;lfte ihrer Ausgaben, bei der reichsten Gruppe weniger als ein Drittel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Steigende-Preise-Wie-sich-Spekulanten-die-Taschen-fuellen-9230014.html\">Friederike Spiecker auf Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Martin Sonneborn: Globaler S&uuml;den will nicht mehr vom Westen ausgepl&uuml;ndert werden<\/strong><br>\nIn Niger geht es auch darum, dass die Afrikaner dem Rohstoffraub und der &Uuml;bervorteilung durch mafi&ouml;se Handelsvertr&auml;ge mit dem Westen ein Ende setzen wollen<br>\nIn Frankreich gibt es keine einzige aktive Goldmine. Dennoch besitzt dieser (ehemals) verbrecherische Kolonialstaat mit 2436 Tonnen die viertgr&ouml;&szlig;ten Goldreserven der Welt.<br>\nDie (ehemals) franz&ouml;sische Kolonie Mali besitzt genau 0,0 Tonnen Gold, obwohl es mehrere Dutzend Minen (darunter 14 offizielle) im Land hat, in denen pro Jahr ganze 70 Tonnen davon abgebaut werden. [&hellip;]<br>\nFrankreich hat im Zuge der &bdquo;Dekolonisierung&ldquo; der 1960er-Jahre seine vormaligen Kolonien zwar in die formale Unabh&auml;ngigkeit entlassen, hinterlie&szlig; ihnen allerdings Staats- und Rechtsordnungen, die &ndash; wie in der Kolonialzeit &ndash; darauf ausgelegt waren, die Bev&ouml;lkerung einerseits mit m&ouml;glichst geringem Aufwand zu kontrollieren und andererseits so viele Rohstoffe zu exportieren als irgend m&ouml;glich. Nicht genug, dass Frankreich sich &uuml;ber den sogenannten Kolonialpakt in Fran&ccedil;afrique weiterhin das Vorkaufsrecht auf alle nat&uuml;rlichen Ressourcen und den privilegierten Zugriff auf Staatsauftr&auml;ge gesichert hat, es zwingt den Staaten seither ebenso seine irrwitzige Kolonialw&auml;hrung CFA-Franc auf, die jede autonome Geld-, Wirtschafts- oder Sozialpolitik der (formal souver&auml;nen) Staaten nachhaltig verunm&ouml;glicht. Die vierzehn CFA-Staaten sind nicht nur durch einen festen Wechselkurs, der allein von den Nachfahren franz&ouml;sischer Kolonialmessieurs bestimmt wird, an den Euro gekettet, (was ihnen 1994 eine 50-prozentige Abwertung einbrachte), sondern haben auch jeden Zugriff auf 85 Prozent ihrer W&auml;hrungsreserven verloren, die sie gezwungenerma&szlig;en bei der Agence France Tr&eacute;sor hinterlegen m&uuml;ssen.<br>\nAlle CFA-Staaten sind in hohem Ma&szlig;e rohstoffreich und nicht weniger hoch verschuldet. Burkina Faso, Mali und Niger geh&ouml;ren trotz ihrer immensen Bodensch&auml;tze zu den &auml;rmsten L&auml;ndern der Welt. &bdquo;Meine Generation versteht das nicht&ldquo;, sagt der 35-j&auml;hrige Staatschef Burkina Fasos, Ibrahim Traor&eacute;. &bdquo;Wie kann Afrika, das &uuml;ber so viel Reichtum verf&uuml;gt, zum &auml;rmsten Kontinent der Welt geworden sein?&ldquo;<br>\nGanz einfach, sagt der US-amerikanische Politikwissenschaftler Michael Parenti. Arme L&auml;nder sind nicht &bdquo;unterentwickelt&ldquo;, sondern &bdquo;&uuml;berausgebeutet&ldquo; (&bdquo;not underdeveloped but overexploited&ldquo;).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/martin-sonneborn-globaler-sueden-will-nicht-mehr-vom-westen-ausgepluendert-werden-li.375484\">Martin Sonneborn und Claudia Latour in der Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Putsch in Niger &ndash; dem Westen geht es nicht um Demokratie, sondern um Rohstoffe und Fl&uuml;chtlingsabwehr<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101985\">NachDenkSeiten<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Der Putsch in Niger ist ein Schlag ins Kontor der deutschen Afrika-Politik<\/strong><br>\nNoch haben sich die wohl k&uuml;nftig regierenden Milit&auml;rs nicht dazu ge&auml;u&szlig;ert, wie und ob sie den Abzug der MINUSMA-Mission und damit der Bundeswehr aus Mali unterst&uuml;tzen. Ein auf mehr Souver&auml;nit&auml;t bedachter Kurs zeichnet sich ab<br>\nDer Staatsstreich in Niger, dessen Folgen noch nicht absehbar sind, h&auml;tte den &bdquo;einzigen demokratischen Staat, den es im Sahel noch gibt&ldquo; getroffen. So lauten die offiziellen Stellungnahmen hierzulande, erg&auml;nzt um das zerknirschte Eingest&auml;ndnis, dass man sich hinsichtlich &bdquo;der Stabilit&auml;t von Niger get&auml;uscht&ldquo; habe.<br>\nDas verwundert schon, weil das Land seit seiner 1960 von Frankreich errungenen Unabh&auml;ngigkeit eine lebhafte Putschvergangenheit hat und die Phasen, in denen das westliche Demokratiemodell implantiert war, f&uuml;r die Nigrer keine Verbesserungen bewirkten. Im Gegenteil, die zu gro&szlig;en Teilen noch archaischen Lebensverh&auml;ltnisse haben sich eher verschlechtert, weil sich die R&auml;ume, wo sie fr&uuml;her, zumindest &ouml;kologisch korrekt herrschten, enorm verkleinert haben. Und das bei stark gewachsener Bev&ouml;lkerung.<br>\nSeit 1995 protestieren die nigrischen Tuareg gegen den Raub ihres Weidelands, das durch Konzessionen f&uuml;r den Uranabbau zugunsten Frankreichs verloren ging und aufgrund der damit einhergehenden &ouml;kologischen Zerst&ouml;rungen wom&ouml;glich nie mehr nutzbar wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/sabine-kebir\/die-rebellierenden-militaers-in-niamey-verbitten-sich-eingriffe-aus-dem-ausland\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Milit&auml;rputsch in Niger: R&uuml;ckschlag f&uuml;r Green Berets der USA<\/strong><br>\nDer Westen verliere einen Freund in der Sahelzone, heisst es. Von den milit&auml;rischen Aspekten h&ouml;rt man in den Medien wenig.<br>\nAm 4. Oktober 2017 starben vier US-Elitesoldaten im S&uuml;dwesten von Niger nahe beim Weiler Tongo Tongo in einem Gefecht mit radikalislamischen Kombattanten. Auch vier Armeesoldaten aus Niger fielen in dem Gefecht. Es gab ausserdem zehn Verwundete auf Seiten der amerikanisch-nigrischen Patrouille.  Als franz&ouml;sische Mirage-Kampfjets und Helikopter zur Unterst&uuml;tzung kamen, hatten sich die Angreifer auf ihren Motorr&auml;dern aus dem Staub gemacht. Aus dem Sahara-Staub.<br>\n&Uuml;ber die Eins&auml;tze der US-Armee in Afrika war in USA wenig bekannt. Die Regierung hatte kaum Ausk&uuml;nfte gegeben &uuml;ber die milit&auml;rische Pr&auml;senz in Afrika. Deshalb verursachte der Vorfall eine gewisse Irritation. Die &laquo;New York Times&raquo; begann zu recherchieren und publizierte im Februar 2018 eine Reportage unter dem Titel &laquo;Ein endloser Krieg: Warum vier US-Soldaten in einer entfernten afrikanischen W&uuml;ste starben&raquo;. Der Ausdruck &laquo;ein endloser Krieg&raquo; war ein Zitat von Senator Lindsay Graham (R) vom Streitkr&auml;fte-Komitee des US-Senats. Lindsay sagte 2017 nach einem Treffen mit dem Verteidigungsdepartement: &laquo;Ich wusste nicht, dass wir tausend Soldaten in Niger haben. Wir wissen nicht genau, wo &uuml;berall auf der Welt wir Milit&auml;r haben und was wir da tun.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/militaerputsch-in-niger-rueckschlag-fuer-green-berets-der-usa\/\">Infosperber<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Wer h&auml;tte es gedacht: In Niger ist eine US-Drohnenbasis. In den Medien kein Wort. Ein Gl&uuml;ck, dass wir den AfD-Parteitag haben, so kann eine neue Sau durch das Mediendorf zur Ablenkung getrieben werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Russland vermittelt in Konflikt abseits der Ukraine: &ldquo;Jeder Tag k&ouml;nnte f&uuml;r uns der letzte sein&rdquo;<\/strong><br>\nDie Region Bergkarabach ist seit sieben Monaten isoliert. Nun blockieren aserbaidschanische Soldaten sogar Hilfslieferungen in das Gebiet &ndash; es droht eine Katastrophe. [&hellip;]<br>\nAuch die EU scheint sich kaum f&uuml;r die Lage in Bergkarabach zu interessieren. Am Mittwoch ver&ouml;ffentlichte Josep Borrell, der hohe Vertreter der Europ&auml;ischen Union f&uuml;r Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik, ein kurzes Statement. &ldquo;Die Europ&auml;ische Union ist sehr besorgt&rdquo;, hei&szlig;t es darin in Bezug auf die angespannte Lage in Bergkarabach. Allerdings begr&uuml;&szlig;t die EU dem Statement Borrells zufolge die Bereitschaft Aserbaidschans, humanit&auml;re Hilfe nach Bergkarabach zu schicken. Man wolle diesbez&uuml;glich verhandeln.<br>\nKommentieren wollen EU-Stellen die Situation in Bergkarabach auf Anfrage von t-online allerdings nicht. Es gibt sogar eine EU-Mission, die in Armenien die Einhaltung der international akzeptierten Grenzen beobachtet. Auf Anfrage f&uuml;hlt man sich dort allerdings weder f&uuml;r das Bergkarabach noch f&uuml;r den laut internationalem Recht zu Armenien geh&ouml;renden Latschin-Korridor zust&auml;ndig.<br>\nSargsyan &auml;rgert die Ignoranz gegen&uuml;ber ihrem Volk. &ldquo;Seitdem die Europ&auml;ische Union einen Gas-Deal mit Aserbaidschan abgeschlossen hat, existieren wir f&uuml;r sie &uuml;berhaupt nicht mehr&rdquo;, sagt die Journalistin. &ldquo;Gas ist f&uuml;r den Westen wichtiger als unsere Leben.&rdquo; Im Jahr 2022 hatte die Europ&auml;ische Union einen Vertrag mit Aserbaidschan abgeschlossen. Bis 2027 soll sich die Menge von Gaslieferungen aus der Autokratie am Kaspischen Meer verdoppeln. Ziel des Deals war, die Abh&auml;ngigkeit Europas von russischem Gas zu verringern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/internationale-politik\/id_100215088\/voelkermord-in-bergkarabach-droht-wie-der-westen-die-gefahr-ignoriert.html\">t-online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Getreideabkommen: Russland will nicht l&auml;nger hinnehmen, dass Versprechen gebrochen werden<\/strong><br>\nSeit dem vorl&auml;ufigen Scheitern des Getreideabkommens drohen sich im Schwarzen Meer die Kriegsparteien gegenseitig, dass Schiffe als feindliche Objekte angesehen und beschossen werden<br>\nZum dritten und damit zum vorerst letzten Mal wurde das Getreideabkommen im Mai verl&auml;ngert. Vergangene Woche jedoch lie&szlig; Moskau die von der T&uuml;rkei und der UNO vermittelte &Uuml;bereinkunft auslaufen. Die bef&uuml;rchteten Folgen sind steigende Getreidepreise auf dem Weltmarkt, denn Russland und die Ukraine lieferten vor dem Krieg fast ein Viertel der globalen Getreideausfuhren. Die Russische F&ouml;deration ist zudem gr&ouml;&szlig;ter Exporteur von D&uuml;ngemitteln. Gleichzeitig droht sich die Lage im Schwarzen Meer zuzuspitzen, da beide Kriegsparteien mit v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffen auf die zivile Schifffahrt drohen. [&hellip;]<br>\nRussland geht es um dreierlei: Es will die Ukraine f&uuml;r den j&uuml;ngsten Drohnenangriff auf die Br&uuml;cke von Kertsch bestrafen. Pr&auml;sident Putin sprach danach von &bdquo;Vergeltung&ldquo;, wozu man wohl die Luftangriffe auf ukrainische Hafenst&auml;dte rechnen muss. Dann soll Kiew finanziell gesch&auml;digt werden, da es die Einnahmen aus dem Getreideexport dringend braucht. Zwar geht ein geringerer Teil dieses Transfers per Schiff, Zug und Lkw westw&auml;rts, aber Polen und andere EU-L&auml;nder in Osteuropa haben nach massiven Protesten der eigenen Agrarlobby einen Importstopp f&uuml;r ukrainisches Getreide verh&auml;ngt und erlauben allein den Transit. Schlie&szlig;lich will Moskau die westliche Sanktionsfront aufbrechen und &ndash; falls dies nicht gelingt &ndash; den Westen f&uuml;r die Folgen verantwortlich machen. Ob dieses Kalk&uuml;l aufgeht, ist fraglich. Die USA haben Kiew bereits ein humanit&auml;res und landwirtschaftliches Unterst&uuml;tzungspaket von 750 Millionen Dollar zugesichert. Auch muss sich noch erweisen, ob afrikanische Staaten, die dringend auf bezahlbares Getreide angewiesen sind, das russische Vorgehen goutieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/hans-georg-ehrhart\/getreidedeal-russland-will-nicht-hinnehmen-dass-versprechen-gebrochen-werden\">der Freitag<\/a>\n<p>dazu: <strong>Vereinbarungen gebrochen, Vertrauen verspielt &ndash; Wie sich der Kreml vom Westen betrogen f&uuml;hlt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101916\">NachDenkSeiten<\/a><\/p>\n<\/li><li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ukraine: Wenn nur Russen im Krieg sterben<\/strong><br>\nAlle Kriegsparteien benutzen Opferzahlen f&uuml;r ihre Propaganda. Neue Todeszahlen zum Ukraine-Krieg zeigen, wie gef&auml;hrlich es ist, wenn Medien Unangenehmes ausblenden. &Uuml;ber ein R&auml;tsel und seine L&ouml;sung.<br>\nDer klassische &ldquo;Nebel des Krieges&rdquo; wirkt auch im Ukraine-Krieg. Vieles, was auf dem Schlachtfeld passiert, bleibt vage, unverifiziert und spekulativ. Die Kriegsparteien nutzen das f&uuml;r sich, um Informationen, die f&uuml;r sie n&uuml;tzlich sind, m&ouml;glichst breit in die &Ouml;ffentlichkeit zu tragen.<br>\nOpferzahlen stehen im Zentrum jeder Kriegspropaganda. Denn mit ihnen l&auml;sst sich Stimmung machen. Man kann die Brutalit&auml;t des gegnerischen Aggressors damit anprangern, aber auch seine milit&auml;rische Schw&auml;che akzentuieren, je nachdem. Zudem werden die Opfer von Kriegsoperationen der eigenen Seite meist relativiert, um ihren grausamen Effekt zu verschleiern.<br>\nUm nur ein Beispiel zu nehmen: Als die USA Afghanistan und den Irak &uuml;berfielen, spielten westliche Medien deren Opferzahlen herunter. Analysen haben die extremen Falschdarstellungen, Manipulationen und das Verschweigen wissenschaftlicher Opferzahlen durch den Guardian, BBC, Zeit, Spiegel oder New York Times offengelegt.<br>\nDas Verschweigen hatte Folgen. In Gro&szlig;britannien wurde 2013 eine Umfrage durchgef&uuml;hrt zu den Opferzahlen. Dabei kam heraus, dass etwa 60 Prozent der Briten glaubten, dass weniger als 10.000 Iraker durch den Krieg starben, 44 Prozent glaubten, es seien weniger als 5000.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Ukraine-Wenn-nur-Russen-im-Krieg-sterben-9229595.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Ukraine&rsquo;s plan if Russia assassinates Zelenskyy<\/strong><br>\nA Russian assassination would deprive Ukraine&rsquo;s war effort of one of its most valuable assets.<br>\nWhen Volodymyr Zelenskyy was asked whether he was worried by Russian attempts to kill him, he answered he couldn&rsquo;t afford to be.<br>\n&ldquo;If I were thinking about it constantly, I would just shut myself down, very much like Putin now who doesn&rsquo;t leave his bunker,&rdquo; the Ukrainian leader said in an interview with CNN last month. &ldquo;Of course, my bodyguards should think how to prevent this from happening, and this is their task. I don&rsquo;t think about it.&rdquo;<br>\nWhile it&rsquo;s a question Zelenskyy understandably isn&rsquo;t eager to contemplate, it&rsquo;s also one his supporters at home and abroad can&rsquo;t afford to ignore. Ever since he rebuffed an evacuation offer by telling his would-be American rescuers &ldquo;I need ammunition, not a ride,&rdquo; the Ukrainian president has played a key role in mustering international support for the fight against Russia.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.politico.eu\/article\/ukraines-plan-volodymyr-zelenskyy-dies-russia-war\/%20\">Politico<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Selenskij: Der letzte Akt wird bereits geschrieben<\/strong><br>\nMan schafft es wirklich, gleichzeitig den Pr&auml;sidentendarsteller Selenskij in den Himmel zu loben und seine Ersetzung zu debattieren. Das zeigt ein Artikel in der Zeitschrift Politico. Logisch &ndash; wer braucht noch den Hauptdarsteller, wenn die Serie abgesetzt ist?<br>\nWenn ich Selenskij w&auml;re, bek&auml;me ich es langsam wirklich mit der Angst zu tun. Denn am ersten August ver&ouml;ffentlichte Politico einen Artikel mit der &Uuml;berschrift &ldquo;Der Plan der Ukraine, wenn Russland Selenskij ermordet.&rdquo; Das klingt unschuldig, und selbstverst&auml;ndlich wird Russland zum (vorerst imaginierten) Schuldigen erkl&auml;rt. In Wirklichkeit er&ouml;ffnet dieser Text aber eine Diskussion dar&uuml;ber, welche Folgen es h&auml;tte, wenn der Westen Selenskij entsorgen w&uuml;rde.<br>\nDenn nat&uuml;rlich ist es reine Heuchelei, wenn erkl&auml;rt wird, ein Ende Selenskijs w&uuml;rde &ldquo;die Kriegsanstrengungen der Ukraine einer ihrer gr&ouml;&szlig;ten Sch&auml;tze berauben&rdquo;. Schlie&szlig;lich ist Selenskij selbst in der westlichen Presse ein Held mit Verfallsdatum.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.me\/meinung\/176804-selenksij-letzte-akt-wird-bereits\/\">Dagmar Henn auf RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bei Verfehlen von Temperaturziel: Klimarat-Chef hadert mit Untergangszenarien<\/strong><br>\nDer neue Vorsitzende des Weltklimarates h&auml;lt nichts von Untergangsszenarien. Die Welt werde beim Verfehlen des 1,5-Grad-Ziels nicht untergehen &ndash; aber sie werde gef&auml;hrlicher.<br>\nDer neue Chef des Weltklimarates warnt vor &uuml;bertriebenen Bef&uuml;rchtungen bei einem Verfehlen des 1,5 Grad-Ziels. &ldquo;Dieses Temperaturziel ist unglaublich symboltr&auml;chtig&rdquo;, sagte der Brite Jim Skea dem &ldquo;Spiegel&rdquo;. &ldquo;Trotzdem sollten wir nicht verzweifeln, wenn die Welt die 1,5 Grad &uuml;berschreitet.&rdquo; Die Welt werde dann nicht untergehen. Er f&uuml;gte hinzu:\n<blockquote><p>\nEs wird jedoch eine gef&auml;hrlichere Welt sein.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>&ldquo;Die L&auml;nder werden mit vielen Problemen k&auml;mpfen, es wird soziale Spannungen geben&rdquo;, warnt Skea. Nach dem Klimaziel soll die Erderw&auml;rmung auf 1,5 Grad Celsius bis 2100 begrenzt werden, gemessen an vorindustriellen Durchschnittstemperaturen.<br>\nWenn man &ldquo;st&auml;ndig nur die Botschaft aussendet, dass wir alle dem Untergang geweiht sind, dann l&auml;hmt das die Menschen und h&auml;lt sie davon ab, die n&ouml;tigen Ma&szlig;nahmen zu ergreifen, um mit dem Klimawandel fertig zu werden&rdquo;, sagte Skea der dpa.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/panorama\/un-klimarat-ipcc-skea-klimaziel-untergangsszenarien-100.html\">ZDF<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das Szientismus-Paradox<\/strong><br>\nNicht nur die Wissenschaft, auch &bdquo;die Politik&ldquo; geht erhebliche Risiken ein, wenn sie sich in der beschriebenen Weise der Wissenschaft bedient. Schon die Auswahl der Personen, die man heranzieht, ist kein einfaches Unterfangen: Sucht man wissenschaftlich t&auml;tige Forscher oder Fachexperten, sucht man Erkenntnisgewinn (ergebnisoffen) oder fachliche Standards (normativ), und welche Disziplinen sind wichtig?<br>\nWie einseitig die Auswahl im Fall Corona geschehen ist, darf als bekannt gelten: Physik 2, Virologie 2, Epidemiologie (Modellierer) 1, Veterin&auml;rmedizin 1, Informatik 1, Psychologie 1 (Expertenrat Bundeskanzleramt). Nicht dabei: klinische Infektiologen, Krankenhaushygiene und infection control, Kinder&auml;rzte, P&auml;dagogen, Soziologen, &Ouml;konomen, Politologen, um nur einige zu nennen. Die Folge: Tunnelblick auf eine kleine Auswahl naturwissenschaftlicher Fachgebiete, obwohl bei der Bedeutung der Corona-Epidemie eine breit aufgestellte und n&uuml;chtern-sachliche Beurteilung des gesamten Problemkreises Pflicht gewesen w&auml;re.<br>\nBei der Klima-Problematik, ein &auml;hnliches Schwergewicht in der gegenw&auml;rtigen Krisenlandschaft, das gleiche Bild. Follow the Science hei&szlig;t hier 1,5&deg;C-Ziel, aber wie man das erreichen will, welche Folgen eine solch gewaltige soziale Intervention national und weltweit nach sich zieht, hierzu gibt es weder erkennbar integrierte Expertise noch einen demokratisch gef&uuml;hrten Disput. Es wird z.B. keineswegs diskutiert, ob eine De-Industrialisierung von Europa und Deutschland hinsichtlich des Innovationsbedarfs, der f&uuml;r die Beherrschung der Klimakrise notwendig sein wird, wirklich von Vorteil ist &ndash; wer sich hierzu kritisch &auml;u&szlig;ert, wird auch in diesem Feld sofort mit dem Attribut &bdquo;Wissenschaftsleugner&ldquo; oder &bdquo;rechtsextrem&ldquo; gebrandmarkt und aus dem Diskurs ausgeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/corona-klima-wissenschaft-szientismus-schrappe\">Matthias Schrappe im Cicero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Sport als Politikum: Cui bono?<\/strong><br>\nBei der Fecht-Weltmeisterschaft in Mailand verweigerte die ukrainische S&auml;belfechterin Olga Charlan nach ihrem Sieg der Gegnerin den im Regelwerk vorgeschriebenen Handschlag &ndash; weil diese aus Russland kommt. Zun&auml;chst wurde die Ukrainerin daf&uuml;r disqualifiziert, jedoch wurde die Suspendierung schon kurz darauf wieder aufgehoben. Daf&uuml;r &auml;nderte der Fecht-Weltverband FIE sogar die Regeln und erkl&auml;rte den Handschlag nicht mehr f&uuml;r verpflichtend. Obendrauf erhielt Charlan vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eine Startplatzgarantie f&uuml;r die Olympischen Spiele 2024 in Paris, und zwar unabh&auml;ngig davon, ob sich die 32-J&auml;hrige sportlich daf&uuml;r qualifizieren kann. Willkommen in der sch&ouml;nen neuen Welt des Sports! [&hellip;]<br>\nDer Ausschluss Russlands vom internationalen Sport d&uuml;rfte vor allem den USA in die Karten spielen, schlie&szlig;lich ist dies eine der Methoden, mit denen die Vereinigten Staaten Russland in die Knie zwingen wollen. Wer jetzt &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo; ruft, sollte Strategiepapiere f&uuml;hrender amerikanischer Think Tanks lesen. Beispielsweise steht im Papier der RAND Corporation mit dem vielsagenden Titel &bdquo;Overextending and Unbalancing Russia&ldquo; aus dem Jahr 2019: &bdquo;Russlands Image im Ausland zu sch&auml;digen, hei&szlig;t, seine Position und seinen Einfluss zu schw&auml;chen und damit die Bestrebungen des Regimes zu sabotieren, Russland zu seinem einstigen Glanz zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Weitere Sanktionen, die Entfernung Russlands aus Nicht-UN-Foren und der Boykott von solchen Veranstaltungen wie Weltmeisterschaften w&auml;ren Ma&szlig;nahmen, die von westlichen Staaten implementiert werden und Russlands Image sch&auml;digen k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/welt\/der-sport-als-politikum-cui-bono\/%20\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Im Osten sp&uuml;rt man sofort, wenn der Staat nach unserer Freiheit greift<\/strong><br>\nIn Ostdeutschland existiert ein besonderes Gesp&uuml;r f&uuml;r Einschr&auml;nkungen durch den Staat. Dort wei&szlig; man: Auch noch so wohlmeinende Experimente f&uuml;hren nie zum Guten. [&hellip;]<br>\nWie in vielen linken wie rechten Ideologien und Utopien wird Freiheit zunehmend wieder Idealen, zuk&uuml;nftigen Zielen oder moralischen &Uuml;berh&ouml;hungen untergeordnet, die uns alle attrahieren und &uuml;berformen sollen. Die Idee, dass die Menschheit nur so gerettet werden k&ouml;nne, ist die Nebelkerze, die die Sicht auf die M&ouml;glichkeit des Desasters versperrt, das durch solche Ideen wahrscheinlicher wird, n&auml;mlich eine postdemokratische Gesellschaft allumfassender Staatstechnokratie.<br>\nTechnokraten-Elite mit willigen Helfern in den Medien<br>\nEine solche Sozialwelt ist dadurch gekennzeichnet, dass eine technokratische Elite mehr und mehr bestimmt, was zu tun sei und damit in den Medien wie in der Bev&ouml;lkerung durchaus Helfer findet. Diese achteten w&auml;hrend der Corona-Zeit vor allem auf die Abstandsgebote, das Maske-Tragen und beteiligten sich am ideologisch aufgeladenen Impfdruck. Wer diese Verhaltenserwartungen kritisierte, etwa wissenschaftliche Studien heranzog, die alternative Perspektiven erm&ouml;glichten, konnte mit Verurteilung oder sozialer Ausgrenzung rechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/fuer-westdeutsche-war-freiheit-nicht-besonderes-fuer-die-ostdeutschen-war-sie-alles-li.374264\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin S.B.:<\/strong> &bdquo;Frieren f&uuml;r die Freiheit&ldquo; war so ein Spruch, mit dem wir in die Entbehrung gezwungen werden sollten, die uns weniger Freiheit bietet als wir sie vorher hatten. Wir sollen in allen Lebensbereichen &bdquo;transformiert&ldquo; werden, also nach dem Willen der politischen Richtung umgepolt. Medien werden eingeschr&auml;nkt, wer nicht regierungskonform ist, wird gemobbt und kann seinen Job, seine wirtschaftliche Existenz verlieren. Die Wende wird sicherlich aus dem Osten kommen, und das sage ich als &bdquo;Wessi&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102073\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-102073","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/102073","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=102073"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/102073\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":102076,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/102073\/revisions\/102076"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=102073"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=102073"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=102073"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}