{"id":102124,"date":"2023-08-07T11:52:09","date_gmt":"2023-08-07T09:52:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102124"},"modified":"2023-08-07T11:52:09","modified_gmt":"2023-08-07T09:52:09","slug":"leserbriefe-zu-die-afd-debatte-hilft-den-etablierten-parteien-hier-funktioniert-der-wippschaukeleffekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102124","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eDie AfD-Debatte hilft den etablierten Parteien. Hier funktioniert der Wippschaukeleffekt\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101970\">In diesem Beitrag<\/a> wird darauf hingewiesen, dass mit &bdquo;der durchaus gerechtfertigten kritischen Debatte um die rechte Partei der Nebeneffekt verbunden&ldquo; sei, dass &bdquo;die etablierten Parteien in freundlichem Licht erscheinen, ohne dass &uuml;ber sie und ihren Zustand geb&uuml;hrend kritisch geredet&ldquo; werde. Albrecht M&uuml;ller nennt diese Manipulationsmethode den Wippschaukeleffekt. Das wird am Beispiel der FDP, der Gr&uuml;nen, der CDU und auch der SPD demonstriert. Die Kenntnis der Manipulationsmethoden helfe dabei, nicht zu Fehleinsch&auml;tzungen zu kommen. Wir haben hierzu interessante Leserbriefe erhalten. Hier nun eine Auswahl, die von <strong>Christian Reimann<\/strong> zusammengestellt worden ist.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<br>\nLiebes NDS Team,<\/p><p>Erst einmal herzlichen Dank f&uuml;r den interessanten Beitrag auch bez&uuml;glich der Defizite der anderen Parteien.<\/p><p>Was ich durch viele Diskussionen mit meinem recht gro&szlig;en Bekanntenkreis zu dem Thema geh&ouml;rt habe ist, dass wir eine Regierung haben, bei der immer mehr das Gef&uuml;hl entsteht, sie ist nicht f&uuml;r Deutschland t&auml;tig, sondern vorrangig f&uuml;r<\/p><ol>\n<li>die USA<\/li>\n<li>Die Ukraine<\/li>\n<li>die anderen Staaten in der EU<\/li>\n<li>die Rettung der halben Welt<\/li>\n<\/ol><p>Und die B&uuml;rger sind NUR dazu da, dies alles zu bezahlen.<\/p><p>Dazu kommt, dass sehr sehr viele &ndash; mehr als politisch und medial behauptet &ndash; aus diesem Krieg raus wollen.<\/p><p>Wie Jens Berger in einem seiner Beitr&auml;ge so richtig zusammenstellte, sind die ungeheuren Kosten von rund 600 Mrd Euro f&uuml;r die direkten Zahlungen und die indirekten und direkten Auswirkungen.<\/p><p>Also welche Partei k&ouml;nnen diese Menschen w&auml;hlen zur Zeit?<\/p><p>Und da habe ich jetzt noch nicht die Wokeness erw&auml;hnt, das Gendern u. &auml;., was vielen mittlerweile absolut gegen den Strich geht. Wer will schon transformiert, also umgepolt werden?<\/p><p>Und was mich selbst bei sehr vielen meiner Bekannten gewundert hat ist, im letzten Jahr noch &bdquo;nie w&uuml;rde ich die AfD w&auml;hlen&ldquo; eine &Auml;nderung dahingehend &bdquo;ich werde die AfD w&auml;hlen, da sich sonst nichts &auml;ndert&ldquo;.<\/p><p>Und diese Aussage kam von Bekannten, die selbst in anderen Parteien politisch t&auml;tig sind!<\/p><p>Franzosen wollen Franzosen sein, ein &bdquo;Vive la France&ldquo; ist zum Abschluss einer Rede von Macron selbstverst&auml;ndlich. Italiener wollen Italiener sein usw.<\/p><p>Nur wir identifizieren uns fast nur noch &uuml;ber die EU, die USA, auf Deutschland stolz zu sein ist ja inzwischen nationalistisch.&nbsp;<\/p><p>Wobei zwischen national und nationalistisch ein sehr gro&szlig;er Unterschied besteht.<\/p><p>Susanne Bur<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, sehr geehrter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nich m&ouml;chte noch einen Aspekt zum Thema AfD einbringen:<\/p><p>Die politische Einstellung von Personen der AfD, CDU\/CSU, FDP die Mitglieder der Friedrich August von Hayek Gesellschaft waren und sind, zeugt von einer ausgepr&auml;gten Asozialit&auml;t.<\/p><p>Friedrich August von Hayek, Mitbegr&uuml;nder der &bdquo;Mont Pelerin Society&ldquo;, die eine noch radikalere Marktwirtschaft propagiert als wir sie haben, (wie sie die heutigen Neoliberalen zum Schaden der Bev&ouml;lkerung durchsetzen), und eine soziale Marktwirtschaft ablehnt. Dazu ein original-Zitat von F. A. v. Hayek: &bdquo;Soziale Marktwirtschaft ist keine Marktwirtschaft, sozialer Rechtsstaat ist kein Rechtsstaat, soziales Gewissen ist kein Gewissen, soziale Gerechtigkeit ist keine Gerechtigkeit und soziale Demokratie ist keine Demokratie.&ldquo;<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_A._von_Hayek-Gesellschaft\">Hier ein Link zu Wikipedia<\/a> mit der Liste der Gesellschaftsmitglieder.<br>\n&nbsp;<br>\nDarunter sind Politiker, Autoren, Sogenannte Wirtschaftswissenschaftler und &Ouml;konomen. Bis zum Eintritt von Mitgliedern der AfD war auch Herr Lindner, Bundes Finanzminister, Mitglied in diesem erlauchten Kreis.&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nBernhardt Faa&szlig;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>darum finde ich, dass auch mal Artikel f&auml;llig sind, die darauf hinweisen, dass man die AfD mit parlamentarischem Respekt, wie die anderen Parteien behandeln sollte. Das hysterische Tabuisieren f&uuml;hrt zu grotesken Erscheinungen: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Gr&uuml;nen-Chefin wurde im ARD-Sommerinterview mit der Tatsache konfrontiert, dass im schw&auml;bischen Backnang die Gr&uuml;nen-Gemeinder&auml;te einem Antrag der AfD zustimmten. Lang erkl&auml;rte daraufhin, man werde dies &ldquo;intern kl&auml;ren&rdquo; &ndash; Parteiausschluss der Betroffenen nicht ausgeschlossen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Solange die Partei nicht nach sorgf&auml;ltiger richterlichen Pr&uuml;fung verboten ist, muss sie respektiert und und darf nicht in ihren Rechten eingeschr&auml;nkt werden. <\/p><p>Es betrifft ja nicht nur die AfD, dass immer h&auml;ufiger R&auml;ume gek&uuml;ndigt werden, oder Menschen sonstwie diskriminiert werden aufgrund irgendwelcher Vorw&uuml;rfe, die &uuml;berhaupt nicht mehr belegt werden, weil sie auf einem diffusen, angeblich gesellschaftlichen Konsens beruhen. <\/p><p>Das hat mit Rechtsstaat nichts mehr zu tun. Mein Herz schl&auml;gt links, aber wie mit der AfD umgegangen wird, empfinde ich genauso illiberal und &nbsp;grundgesetzwidrig, wie der Umgang mit Leuten wie Frau Ulrike Gu&eacute;rot, Herr Ganser, Frau Krone-Schmalz oder Impfgegnern und NATO-Kritikern. Ich sehe hier eine katastrophale Entwicklung der Gesellschaft. Man wirft der AfD ohne es zu belegen vor verfassungsfeindlich zu sein, verst&ouml;&szlig;t aber selbst grob gegen demokratische Regeln und Grundrechte. <\/p><p>Man muss in der Allgemeinheit das Bewusstsein f&uuml;r diese Schieflage wachr&uuml;tteln und immer darauf bestehen, dass Vorw&uuml;rfe auch belegt und nicht an den Haaren herbeigezogen werden. <\/p><p>Eine W&uuml;rdigung des standhaften Verhaltens der AfD w&auml;hrend der Corona-Jahre, beim Ukraine-Krieg und beim Abwehrkampf gegen die drohende Erm&auml;chtigung der WHO w&auml;re eigentlich auch gerechtfertigt. (Ein &bdquo;Die machen das ja blo&szlig;&hellip;&ldquo; oder &bdquo;populistische Anschmei&szlig;e&ldquo; sollte man sich besser verkneifen, weil man im Glashaus sitzt.) Wenn das gesagt w&auml;re, kl&auml;nge Kritik an diversen Personen, &Auml;u&szlig;erungen, Programmpunkten usw. der Partei auch viel glaubw&uuml;rdiger. <\/p><p>Ich sehe da Stoff f&uuml;r mehr als einen Artikel. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nBernhard Meyer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br>\n&nbsp;<br>\nsie schrieben &ndash;<\/p><blockquote><p>\n&hellip;&rdquo;Das Gro&szlig;e Geld spielt in allen solchen sogenannten Demokratien eine gro&szlig;e Rolle.&rdquo;&hellip;\n<\/p><\/blockquote><p>kann man so unterschreiben, nur richtigerweise m&uuml;sste es &ldquo;das verzinste Schuldgeldsystem&hellip;&rdquo; hei&szlig;en. Solche Systeme sind immer auf Sand gebaut und brechen mit sch&ouml;ner Regelm&auml;&szlig;igkeit nach ca. 70 bis 100 Jahren immer wieder zusammen, denn der Zins ist nie in der Welt und kann immer wieder nur durch neue Schuldenaufnahme erzeugt werden. Da aber Zinsen immer nur durch menschliche Arbeitskraft erwirtschaftet werden m&uuml;ssen ist der Zusammenbruch dieser verzinsten Schuldgeldsysteme immer wieder nur eine Frage der Zeit. Das kann man unschwer daran erkennen dass die weltweite Geldmenge ca. 3 mal so hoch ist wie das weltweit erwirtschaftete Sozialprodukt. Dies zu erkennen und zu thematisieren darf man von den Beg&uuml;nstigten dieser Systeme aber nicht verlangen. Vielleicht gibt es einen Ausweg aus dieser tristen Situation wenn die BRICS jetzt tats&auml;chlich eine gold- und\/oder rohstoffgedeckte W&auml;hrung auf den Weg bringen.&nbsp; Die ersten Anzeichen der wackligen Dollarhegemonie zeigt sich am Absturz des S&amp;P 500 um mehr als 25% in den letzten 24 Stunden. Da ist sehr viel Luft in diesem Schwundgeldsystem. Egal wie man die Altersversorgungssysteme diskutiert &ndash; mit diesem Schwundgeldsystem wird dies nichts.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nP. Ehrental.<\/p><p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Danke vielmals, sehr geehrter Herr Ehrental,,<\/em><\/p><p><em>aber ihre Argumentationsweise ist zwar weit verbreitet aber nicht schl&uuml;ssig. Ich kann Ihnen das an einem einzigen Satz ihrer Argumentation klarmachen, einem zentralen Satz. Dieser lautet:<\/em><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Das kann man unschwer daran erkennen dass die weltweite Geldmenge ca. 3 mal so hoch ist wie das weltweit erwirtschaftete Sozialprodukt&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><em>Die Geldmenge ist eine Bestandsgr&ouml;&szlig;e, sie wird zu einem gewissen Zeitpunkt gemessen.Das erwirtschaftete Sozialprodukt ist eine Stromgr&ouml;&szlig;e. Sie wird in einem Zeitraum gemessen. An diesem Unterschied wird schon klar, dass man Gr&ouml;&szlig;en dieser Art nur schwer vergleichen kann.<\/em><\/p><p><em>Das erkennen Sie zum Beispiel dann, wenn Sie einfach den Zeitraum der Messung des Sozialproduktes verl&auml;ngern. Nehmen Sie zehn Jahre, dann ist das ganze kein Problem. Wenn Sie den Zeitraum verk&uuml;rzen auf einen Monat, dann erscheint das Problem noch dramatischer als von Ihnen dargestellt.<\/em><\/p><p><em>Deshalb haben wir &Ouml;konomen schon in meiner Studienzeit vor nunmehr 60 Jahren entschieden bzw. gelernt, dass wir Stromgr&ouml;&szlig;en und Bestandsgr&ouml;&szlig;en nicht in dieser Weise vergleichen, wie Sie das getan haben und wie das allgemein getan wird.<\/em><\/p><p><em>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/em><br>\n<em>Albrecht M&uuml;ller<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller!<br>\nLiebe NachDenkSeiten!<\/p><p>Wo soll die Debatte hinf&uuml;hren? Wenn das Beklagen des AfD-Erfolgs qua Wippschaukeleffekt nur den etablierten Parteien hilft, dann zeigt das doch nur, dass der Eingrenzung des Debattenraumes, indem etwa jegliche Regierungskritik zur &raquo;Delegitimierung des Staates&laquo; erkl&auml;rt und &ndash; vom Verfassungsschutz &ndash; als verfassungsfeindlicher Akt gewertet wird, die Beschr&auml;nkung des Wahlangebotes l&auml;ngst vorausgegangen ist, weil eben &ndash; dank 5%-Klausel &ndash; nur die bekannten Parteien mit ihrem Personal bei der Wahl mit Aussicht auf Erfolg zur Verf&uuml;gung stehen. Dabei zeigt die abnehmende Wahlbeteiligung, dass es ein massives Angebotsproblem gibt, die W&auml;hler*innen sich durch die von den eingef&uuml;hrten Parteien bereitgestellten Wahlversprechen nicht mehr hinreichend beeindruckt f&uuml;hlen. Zu beklagen ist die Entkernung der Politik durch die Vorherrschaft des &raquo;gro&szlig;en Geldes&laquo;, die die Menschen skeptisch bis zur&uuml;ckhaltend werden l&auml;sst, ihren Wahlauftrag allzu leichtfertig zu vergeben, um damit die Herrschaft des Immergleichen, die Fortdauer der sozialen Spaltung zu legitimieren. Im System gedacht, kommt f&uuml;r Protest eben nur die AfD infrage, erst beim Blick auf unsere europ&auml;ischen Nachbarl&auml;nder wird erkennbar, dass eine Stimme f&uuml;r die AfD in keiner Weise probleml&ouml;send wirkt, wie z.B. die deutliche Einschr&auml;nkung der sozialen Sicherung durch die Regierung Meloni in Italien mehr als eindr&uuml;cklich unter Beweis stellt.<br>\nStatt immer nur &uuml;ber die AfD zu reden, bedarf es also &ndash; im Rahmen eines europ&auml;ischen Blicks &ndash; einer genaueren Betrachtung der Regierungspraxis in Europa agierender Rechtsparteien. Die Entwicklungen in Italien wie Frankreich, auch in Polen wie in Ungarn deuten an, dass Deutschland die Umst&uuml;lpung seines Parteiensystems noch vor sich hat. Je halsstarriger die Gr&uuml;nen einerseits, die FDP andererseits auftreten, um so schneller wird der Wandel an Fahrt aufnehmen.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nDietrich Brauer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller!<br>\n&nbsp;<br>\nDie AfD Debatte durch Medien und Politik hilft deshalb den etablierten Parteien, weil der Blickwinkel auf diese Partei zu einseitig ist. Mich erstaunt es, wie sich die Partei seit ihrer Gr&uuml;ndung ver&auml;ndert hat und wie vielstimmig sie doch im Innern zu sein scheint. Vielstimmiger als alle andere Parteien. Da gab es einst solche Gr&uuml;nder wie Bernd Lucke und Hans-Olaf Henkel, die neoliberal waren und sich vor allem gegen eine finanzielle Hilfe Griechenlands aussprachen, die dort ja auch dem kleinen Mann zugute kam. Ich glaube nicht, dass solche Herren sich dem Widerstand gegen die Coronama&szlig;nahmen angeschlossen h&auml;tten. Sie verlie&szlig;en die Partei. Wer aber blieb, war Alexander Gauland, der anscheinend sich da an der Bismarckschen Au&szlig;enpolitik orientierte und ein friedliches Zusammenleben mit Russland wollte und es noch will. Damit begann diese Partei sich allm&auml;hlich zu einer Entspannungspotik hinzuwenden, w&auml;hrend alle anderen genau das Gegenteil machten. Wenn diese Partei f&uuml;r mehr Nationalstaat eintritt, dann ist es auch deshalb sinnvoll, weil sich innerhalb eines solchen vielmehr regulieren und kontrollieren l&auml;sst als in einer globalen Welt. Wozu brauchen wir denn heute noch ein Bundeskartellamt, wenn einzelne Firmen heute immer mehr in einem Weltkonzern aufgehen und sich deren Ma&szlig;nahmen und deren Geldgesch&auml;fte von niemanden mehr kontrollieren lassen. Das w&auml;re einst bei solchen reinen deutschen Firmen wie Borgward, Grundig, Neff oder Bauknecht m&ouml;glich gewesen. Deutsche Gro&szlig;unternehmen gibt es nicht mehr und deshalb ist eine nationale Aufsicht heute auch nicht mehr m&ouml;glich. Der &Uuml;berblick ging verloren. Das kann die AfD mit ihrem Bestreben, einen Nationalstaat wieder zu etablieren, auch nicht mehr erreichen. Damit ich aber hier nicht missverstanden werde, ich lehne diese d&uuml;mmliche Ausl&auml;nderfeindlichkeit, die einige immer wieder &auml;u&szlig;ern, ab. In diesem Zusammenhang ist f&uuml;r mich diese Partei keine Alternative. Aber sie hat sich von Herrn Poggenburg distanziert und Herr Meuthen musste auch wegen seiner Rentenprivatisierung gehen. Das stimmt mich wieder positiv. In keiner anderen Partei m&uuml;sste jemand wegen einer Rentenprivatisierung gehen und ich hoffe, dass die Linke auch heute noch nicht auf eine solche irrsinnige Idee kommen w&uuml;rde. Ich sehe eine stetige Verbesserung in dieser Partei und ich glaube nicht, dass alle in der Partei neoliberaler sind als die anderen Parteien. Wie fr&uuml;her bereits erw&auml;hnt, kann ich auch leider in anderen Parteien (die Linke als Ausnahme) Ausl&auml;nderfeindlichkeit erkennen. Auch war die NATO ja bisher immer eine wichtige Einrichtung f&uuml;r die AfD. F&uuml;r alle anderen Partei erst recht, vielleicht von der Linken bisher noch abgesehen. Jetzt wollen pl&ouml;tzlich einige aus der NATO raus. Wunderbar ist das f&uuml;r mich. Jetzt kommen nat&uuml;rlich die Etablierten und haben erneut einen Grund, auf die unliebsame Partei einzuschlagen. Vielleicht &uuml;berrascht uns diese Partei k&uuml;nftig noch mit weiteren angenehmen &Uuml;berraschungen. Damit w&uuml;rden sie vielleicht noch mehr Zustimmung bekommen, da ja die Linke sich jetzt nicht mehr kritisch zur NATO &auml;u&szlig;ert. Wenn mir jemand bisher von den f&uuml;hrenden Parteimitgliedern am meisten zusagt, dann ist es Tino Chrupalla. Der hat sich bis jetzt wenig(er) ausl&auml;nderfeindlich und neoliberal, daf&uuml;r aber immer russlandfreundlich ge&auml;u&szlig;ert.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichem Gru&szlig;<br>\nHarald Pfleger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101970\">In diesem Beitrag<\/a> wird darauf hingewiesen, dass mit &bdquo;der durchaus gerechtfertigten kritischen Debatte um die rechte Partei der Nebeneffekt verbunden&ldquo; sei, dass &bdquo;die etablierten Parteien in freundlichem Licht erscheinen, ohne dass &uuml;ber sie und ihren Zustand geb&uuml;hrend kritisch geredet&ldquo; werde. Albrecht M&uuml;ller nennt diese Manipulationsmethode den Wippschaukeleffekt. Das wird am Beispiel der FDP, der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102124\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-102124","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/102124","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=102124"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/102124\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":102126,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/102124\/revisions\/102126"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=102124"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=102124"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=102124"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}