{"id":102150,"date":"2023-08-08T08:42:38","date_gmt":"2023-08-08T06:42:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102150"},"modified":"2023-08-08T08:42:38","modified_gmt":"2023-08-08T06:42:38","slug":"hinweise-des-tages-4415","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102150","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102150#h01\">Die L&uuml;cke im Parteiensystem. Sollte Sahra Wagenknecht eine neue Partei gr&uuml;nden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102150#h02\">Zocken mit der Rente: Bund will Aktienrente drastisch vergr&ouml;&szlig;ern: 200 Milliarden Euro bis 2035.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102150#h03\">Ukraine-Krieg: Stimmung in den USA kippt, Biden steht unter Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102150#h04\">Wem geh&ouml;rt die Krim?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102150#h05\">Krise in Moldau spitzt sich zu: Gegen Russland und die Opposition <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102150#h06\">BRICS will wachsen: Mitgliedstaaten f&uuml;r Erweiterung des B&uuml;ndnisses. Brasiliens Pr&auml;sident fordert Westen heraus.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102150#h07\">Ein neues Selbstbewu&szlig;tsein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102150#h08\">Pazifist am Pranger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102150#h09\">Ambivalenter Protest: Israels Staatskrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102150#h10\">&raquo;Die &Uuml;berlebenden werden die Toten beneiden&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102150#h11\">Die Jobcenter und das Geld von oben: Auf dem Papier werden 500 Millionen Euro f&uuml;r 2024 gestrichen, 2025 sollen es sogar 900 Millionen Euro sein. Das &bdquo;B&uuml;rgergeld&ldquo;-System in Theorie und (monet&auml;rer) Praxis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102150#h12\">Zur Wirkung der Corona-Ma&szlig;nahmen &ndash; Was die &bdquo;StopptCOVID&ldquo;-Studie des RKI sagt &ndash; und was nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102150#h13\">Klimafreundliche Lkw: Zweifelhafte Versuche mit Oberleitungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102150#h14\">Endstation Asphalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die L&uuml;cke im Parteiensystem. Sollte Sahra Wagenknecht eine neue Partei gr&uuml;nden?<\/strong><br>\nDie Linken-Abgeordnete nimmt sich Zeit bei der Entscheidung, ob sie mit einer eigenen Partei zur Bundestagswahl antritt. Ein Egotrip? Im Gegenteil, meint ihr Parteikollege.<br>\nSahra Wagenknecht nimmt sich Bedenkzeit. Erst gegen Ende des Jahres will sie &uuml;ber eine m&ouml;gliche Parteineugr&uuml;ndung entscheiden. Die interessierte &Ouml;ffentlichkeit und die Linke f&uuml;hlen sich auf die Folter gespannt. Ist das kaprizi&ouml;s? Ein Egotrip, wie manche sagen? Nein, im Gegenteil. Sowohl, dass Wagenknecht &uuml;ber eine neue Partei nachdenkt, als auch, dass sie sich daf&uuml;r Zeit l&auml;sst, ist Ausdruck politischer Verantwortung.<br>\nAnfang Juni beschloss der Parteivorstand der Linken: Die Zukunft der Linken ist eine Zukunft ohne Wagenknecht. Dieser Beschluss ist keineswegs eine Reaktion auf die Ger&uuml;chte um Wagenknechts Parteineugr&uuml;ndung, wie gerne behauptet wird. Vielmehr verh&auml;lt es sich umgekehrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/die-luecke-im-parteiensystem-sollte-sahra-wagenknecht-eine-neue-partei-gruenden-li.375323\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Vertraute von Wagenknecht: Linke-Fraktionschefin Mohamed Ali gibt Amt ab<\/strong><br>\nAmira Mohamed Ali ist emp&ouml;rt &uuml;ber den Umgang ihrer Partei mit Sahra Wagenknecht. Jetzt will sie sich von der Fraktionsspitze zur&uuml;ckziehen &ndash; und setzt damit ein Signal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/umgang-im-wagenknecht-linken-fraktionschefin-mohamed-ali-gibt-amt-ab-li.376388\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zocken mit der Rente: Bund will Aktienrente drastisch vergr&ouml;&szlig;ern: 200 Milliarden Euro bis 2035.<\/strong><br>\nVon der Aktienrente d&uuml;rften vor allem Fondsgesellschaften und die Finanzbranche profitieren, zuk&uuml;nftige Rentnerinnen und Rentner dagegen nicht. Der Sozialverband VdK lehnt das Projekt deshalb ab. &raquo;Die zehn oder sogar zw&ouml;lf Milliarden Euro an Haushaltsmitteln, die f&uuml;r den Kapitalstock verwendet werden, k&ouml;nnten viel besser und solider eingesetzt werden&laquo;, erkl&auml;rte Verbandspr&auml;sidentin Verena Bentele am Montag gegen&uuml;ber jW. &raquo;Anstatt nachhaltige Konzepte f&uuml;r eine zukunftstr&auml;chtige Finanzierung der Alterssicherung zu entwickeln, ist das Ministerium zu risikoreichen Experimenten bereit&laquo;, monierte Bentele.<br>\nAuch Matthias W. Birkwald kritisierte die Pl&auml;ne scharf. Die Regierung solle die Finger von &raquo;Aktienspielereien&laquo; lassen, &raquo;f&uuml;r die der Staat am Ende wieder haften muss&laquo;, sagte der rentenpolitische Sprecher der Linksfraktion zu jW. Die Renditeerwartungen seien nach aktueller Aktienlage unrealistisch hoch, so Birkwald. Das bewiesen sogar Berechnungen des Verm&ouml;gensverwalters Allianz Global Investors. &raquo;Diese zeigen die eingeschr&auml;nkten Renditechancen des Generationenkapitals bis 2035. Daran &auml;ndert sich auch nichts, wenn Finanzminister Christian Lindner jetzt noch viel mehr Geld anlegt.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/456417.alterssicherung-zocken-mit-der-rente.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ukraine-Krieg: Stimmung in den USA kippt, Biden steht unter Druck<\/strong><br>\nErfolge in der Ukraine w&auml;ren n&ouml;tig, bleiben aber aus. Das hat Folgen f&uuml;r Wahlkampf und &ouml;ffentliche Meinung in den USA. Sind die Ukrainer daf&uuml;r selbst verantwortlich?<br>\nIn den USA steht der Wahlkampf vor der T&uuml;r. Sowohl der ehemalige Pr&auml;sident Donald Trump als auch der amtierende Pr&auml;sident Joe Biden sowie weitere Kandidaten k&auml;mpfen darum, wer im n&auml;chsten Jahr ins Wei&szlig;e Haus einziehen wird.<br>\nDer Krieg in der Ukraine entwickelt sich immer mehr zu einem Thema, das eine entscheidende Rolle spielen k&ouml;nnte. W&auml;hrend das Wei&szlig;e Haus in den vergangenen anderthalb Jahren ein Hilfspaket nach dem anderen in die Ukraine schickte, sinkt die Zustimmung im Land.<br>\nEine aktuelle Umfrage des Fernsehsenders CNN bringt dies deutlich zum Ausdruck. In den ersten Tagen des Krieges, Ende Februar 2022, waren noch 62 Prozent der Meinung, die USA sollten sich st&auml;rker in dem Konflikt engagieren. Inzwischen sind es nur noch 48 Prozent.<br>\nMehr als die H&auml;lfte der befragten US-Amerikaner (51 Prozent) gab an, die USA h&auml;tten bereits genug f&uuml;r die Ukraine getan. Und rund 55 Prozent sind &uuml;berzeugt, dass der US-Kongress keine zus&auml;tzlichen Mittel f&uuml;r die Ukraine bewilligen sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Ukraine-Krieg-Stimmung-in-den-USA-kippt-Biden-steht-unter-Druck-9235555.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Der ukrainische Albtraum<\/strong><br>\nNach und nach dringen Berichte in den amerikanischen Medien durch, die die wahren Folgen des Kriegs zwischen den USA und der Nato gegen Russland f&uuml;r die ukrainischen Soldaten beschreiben, von denen viele zwangsrekrutiert wurden.<br>\nAm Dienstag ver&ouml;ffentlichte das Wall Street Journal einen Artikel, in dem das massenhafte Ausma&szlig; der Verletzungen unter den ukrainischen Soldaten beschrieben wird, das erschreckend ist.<br>\nDer Artikel erkl&auml;rte, dass 50.000 oder mehr Ukrainer amputiert worden sind. Er beruft sich dabei auf Daten des deutschen Unternehmens Ottobock, des weltweit gr&ouml;&szlig;ten Herstellers von Prothesen. Wie in dem Artikel erl&auml;utert wird, w&uuml;rde dies bedeuten, dass die Zahl der Amputationen im Ukraine-Krieg mit der Zahl derer unter den Hauptkombattanten im Ersten Weltkrieg vergleichbar ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2023\/08\/04\/pers-a04.html\">WSWS<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>&laquo;New York Times&raquo;: Weil nicht wahr sein kann, was nicht wahr sein darf<\/strong><br>\nDie &laquo;New York Times&raquo; ist die wohl renommierteste Tageszeitung der USA. Sie hat rund 10 Millionen Abonnenten der digitalen Auflage und eine halbe Million verkaufte Exemplare der gedruckten Ausgabe, am Wochenende sogar eine runde Million. Aber auch sie informiert &uuml;ber den Krieg in der Ukraine einseitig. Aus westlicher Sicht negative Entwicklungen des Krieges werden irgendwo im Innern des Blattes versteckt und in der Online-Ausgabe hinterher (!) sogar in mehreren Schritten &bdquo;entsch&auml;rft&ldquo;. Andre Damon hat das genau beobachtet und beschreibt diese seine Beobachtungen auf der &laquo;World Socialist Web Site&raquo; WSWS.org mit einem konkreten Beispiel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/new-york-times-weil-nicht-wahr-sein-kann-was-nicht-wahr-sein-darf\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wem geh&ouml;rt die Krim?<\/strong><br>\n&Uuml;berlegungen zur v&ouml;lkerrechtlichen Bedeutung der Abspaltung der Krim von der Ukraine und zu einer m&ouml;glichen L&ouml;sung. [&hellip;]<br>\nHier wackelt die westliche Behauptung der &raquo;V&ouml;lkerrechtswidrigkeit&laquo; des russischen Handels gewaltig.<br>\nAuch die Anerkennung des Kosovo kann als &uuml;berhasteter Akt und damit als v&ouml;lkerrechtswidriger Eingriff in den Anspruch Serbiens auf Achtung seiner territorialen Integrit&auml;t gewertet werden. Damals hat Ru&szlig;land den Westen scharf kritisiert. Ru&szlig;land hat eine vom Westen angewendete V&ouml;lkerrechtsverletzung wiederholt, in m&auml;&szlig;ig dramatischem Modus und politisch keineswegs wie ein hasardierender Gangster. Der nun entstandene Zustand war f&uuml;r die Krim langfristig wohl ohnehin unumg&auml;nglich. Und die Form, in der er nun herbeigef&uuml;hrt wurde, mag bei all ihrer Unerfreulichkeit gravierendere Konflikte vermieden haben. Wenn nicht alle Zeichen tr&uuml;gen, ist der Westen soeben dabei, sich f&uuml;r eine verfehlte Au&szlig;enpolitik die Quittung einer welthistorischen Blamage zuzuziehen. Er sollte deren Kollateralsch&auml;den nicht allzu weit in die Sph&auml;re des V&ouml;lkerrechts ausdehnen. Die Posaunen f&uuml;r eine &raquo;regelbasierte Ordnung&laquo; sollten daher auch schnellsten zu den 1948 in San Francisco vereinbarten Grunds&auml;tzen des V&ouml;lkerrechts zur&uuml;ckkehren, wenn sie den zu erwartenden politischen Bumerang vermeiden wollen. Die Krise l&auml;&szlig;t sich nur mit einem vern&uuml;nftigen Kompromi&szlig; l&ouml;sen. Also Waffenstillstand und Friedensverhandlungen. Der Westen k&ouml;nnte sein Gesicht wahren, wenn das Referendum auf der Krim vom 16. M&auml;rz 2014 unter Aufsicht der OSZE wiederholt w&uuml;rde. Dieses Ergebnis m&uuml;&szlig;te von der Welt anerkannt werden. An dem aktuellen Zustand wird das aber nichts &auml;ndern. Die Gebiete Donezk und Lugansk k&ouml;nnten zu Autonomen Republiken innerhalb des ukrainischen Staates werden, wie es die &raquo;Autonome Republik Krim&laquo; von 1991 bis 2014 war. Die NATO m&uuml;&szlig;te erkl&auml;ren, grunds&auml;tzlich keine neuen Mitglieder mehr aufzunehmen. Damit w&auml;re auch ein Beitritt der Ukraine ausgeschlossen. Die EU w&uuml;rde sich mit der Aufnahme eines so gro&szlig;en Landes mit einem so gro&szlig;en R&uuml;ckstand bei der wirtschaftlichen Entwicklung und angesichts der vielf&auml;ltigen Probleme ohnehin &uuml;bernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1441146158139\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Krise in Moldau spitzt sich zu: Gegen Russland und die Opposition <\/strong><br>\nOberstes Gericht verbietet die in Umfragen st&auml;rkste Oppositionskraft. Regierung geht auf Konfrontationskurs gegen&uuml;ber Opposition, Separatisten und Russland. Zeichen stehen auf Sturm. [&hellip;]<br>\nDie an die Enth&uuml;llung anschlie&szlig;enden Massendemonstrationen st&uuml;rzten das Land in eine Krise und beendeten die Phase prowestlicher Regierungen von 2009 bis 2014.<br>\nDas daran anschlie&szlig;ende Jahrf&uuml;nft regierten dann die neutralistischen Demokraten, die gute Beziehungen zu Ost und West suchten. Hinter denen stand jedoch der Oligarch Vlad Plahotniuc, der unter den Pro-EU-Regierungen zu Geld gekommen war und langsam immer mehr Teile des Staates aufkaufte oder durch Ernennungen Kontrolle erlangte.<br>\nDa der Einfluss Plahotniucs den Regierungen in Berlin, Washington und Moskau zu gef&auml;hrlich wurde, einigten sich die Gro&szlig;m&auml;chte darauf, dass eine sonderbare neue Koalition die Amtsgesch&auml;fte &uuml;bernahm: Die neoliberale PAS und die Sozialisten bildeten unter Vermittlung der Botschafter der Gro&szlig;m&auml;chte eine Zweckkoalition und w&auml;hlten im Sommer 2019 Maia Sandu zur Regierungschefin. [&hellip;]<br>\nZu den Parlamentswahlen im Jahr 2021 hatte die Schor-Partei lediglich sechs der insgesamt 101 Abgeordnetenmandate gewonnen. Im Zuge des Jahres 2022 stieg sie aber zu einer immer bedeutenden Kraft der Opposition auf.<br>\nLaut Vizeparteichefin Tauber hatte die Partei zuletzt rund 10.000 Mitglieder und auf kommunaler Ebene 100 Mandatstr&auml;ger. Laut einer Verlautbarung der US-Botschaft in Chi&#537;in&#259;u begannen Firmen und Geheimdienste aus Russland ab dem Sommer des vergangenen Jahres, die Schor-Partei direkt zu unterst&uuml;tzen.<br>\nIm Oktober 2022 &uuml;bertrumpfte die Schor-Partei dann erstmals in einer Umfrage die Sozialisten und Kommunisten. Sandu und die PAS gerieten immer mehr in die Defensive.<br>\nHilfe kam zun&auml;chst aus der Ukraine: Der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj erkl&auml;rte &ouml;ffentlich, dass der ukrainische Nachrichtendienst Informationen erlangt habe, wonach Russland einen Putsch in der Republik Moldau forciere. Der moldauische Geheimdienst schloss sich der Einsch&auml;tzung an.<br>\nDas &ldquo;Dossier Center&rdquo; des russischen Exil-Oligarchen Michail Chodorkowski behauptete, an entsprechende Dokumente gelangt zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Krise-in-Moldau-spitzt-sich-zu-Gegen-Russland-und-die-Opposition-9236170.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>BRICS will wachsen: Mitgliedstaaten f&uuml;r Erweiterung des B&uuml;ndnisses. Brasiliens Pr&auml;sident fordert Westen heraus.<\/strong><br>\nZwei Wochen vor Beginn des BRICS-Gipfels in Johannesburg hat Brasiliens Pr&auml;sident Luiz In&aacute;cio Lula da Silva den Beitritt weiterer Staaten zur Gruppe bef&uuml;rwortet. Er wies am Freitag eine von der Nachrichtenagentur Reuters und anderen westlichen Medien verbreitete Meldung zur&uuml;ck, wonach sein Land Bedenken habe, dass durch Neuaufnahmen der Einfluss der derzeitigen Mitglieder (Brasilien, Russland, Indien, China und S&uuml;dafrika) geschw&auml;cht werden k&ouml;nnte. Auch Indien dementierte inzwischen die zeitgleich von der US-Nachrichtenagentur Bloomberg lancierte Behauptung &uuml;ber eine angebliche Ablehnung der BRICS-Erweiterung durch die Regierung in Neu-Delhi. &raquo;Das ist einfach nicht wahr&laquo;, kommentierte der Sprecher des indischen Au&szlig;enministeriums, Arindam Bagchi, die Bloomberg-Ver&ouml;ffentlichung. Derartige Meldungen, die &raquo;keine Grundlage in der Realit&auml;t haben&laquo;, k&ouml;nnten &raquo;ein Versuch des Westens sein, Zwietracht unter den BRICS-Mitgliedern zu s&auml;en&laquo;, zitierte die russische Agentur Sputnik den ehemaligen Vorsitzenden des konservativen britischen Thinktanks &raquo;The Bow Group&laquo;, Adriel Kasonta. Die m&ouml;glichen Motive der westlichen M&auml;chte l&auml;gen laut Kasonta auf der Hand, denn die BRICS entwickelten sich zu einem &raquo;ernsthaften Konkurrenten&laquo; der US-Vorherrschaft, der westlichen Hegemonie und des westlichen Imperialismus. &raquo;Ich glaube, dass BRICS der entscheidende Schritt zur Erlangung der vollen Souver&auml;nit&auml;t des globalen S&uuml;dens und der L&auml;nder ist, die nicht bedacht wurden, als die westlichen L&auml;nder internationale Organisationen wie Bretton Woods und Institutionen wie den Internationalen W&auml;hrungsfonds oder die Weltbank gr&uuml;ndeten&laquo;, erkl&auml;rte er. Mit einer m&ouml;glichen Erweiterung, die eines der zentralen Themen des n&auml;chsten Gipfeltreffens der Gruppe sein wird, w&uuml;rde das B&uuml;ndnis, das bereits jetzt f&uuml;r 24 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und 42 Prozent der Weltbev&ouml;lkerung steht, weiter an Bedeutung gewinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/456339.aufstieg-des-globalen-s%C3%BCdens-brics-will-wachsen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ein neues Selbstbewu&szlig;tsein<\/strong><br>\nDer Umsturz im westafrikanischen Niger hat gr&ouml;&szlig;ere Wellen ausgel&ouml;st als zun&auml;chst angenommen. Und er macht ein v&ouml;llig neues Selbstbewu&szlig;tsein deutlich, das nicht nur in Afrika Konturen gewinnt. Das wachsende Elend der Menschen im Niger d&uuml;rfte einer der Beweggr&uuml;nde gewesen sein f&uuml;r die Entscheidung der Kommandeure der Pr&auml;sidentengarde, den gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten seines Amtes zu entheben. Da&szlig; die Unzufriedenheit mit der Politik und dem Verhalten von Pr&auml;sident Bazoum, dem auch ausgepr&auml;gte Korruption vorgeworfen wird, deutlich weiter verbreitet ist, wurde recht bald klar, als sich die F&uuml;hrung des Milit&auml;rs nicht gegen die Garde wandte, sondern sich offen auf ihre Seite stellte. Ganz anders die Reaktionen im Westen, wo erneut deutlich gemacht wurde, welche &raquo;Werte&laquo; von den f&uuml;hrenden Leuten gepriesen und verteidigt werden. In Paris, der Hauptstadt der ehemaligen Kolonialmacht, herrschte pl&ouml;tzlich blankes Entsetzen, weil es wieder einmal aufm&uuml;pfige Offiziere gewagt hatten, das neokoloniale System der Ausbeutung von Menschen und Ressourcen in Frage zu stellen. Frankreich bezog rund 70 Prozent des Urans aus dem Niger, und produzierte damit in den Atomkraftwerken nicht nur Strom f&uuml;r den eigenen Verbrauch, sondern auch f&uuml;r den Export. Gleichzeitig wird berichtet, da&szlig; im Niger bis zu 80 Prozent der Bev&ouml;lkerung keinen Strom in ihren armseligen Behausungen haben. (&hellip;) Das neue Selbstbewu&szlig;tsein erstreckt sich jedoch nicht nur auf einige Offiziere und die ihnen unterstellten Mannschaften. In der nigrischen Hauptstadt Niamey str&ouml;men seit dem Umsturz tausende Manschen auf die Stra&szlig;en, und am Sonntag f&uuml;llten sie ein Stadion, um ihre Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Milit&auml;rs zu demonstrieren. Das neue Selbstbewu&szlig;tsein macht auch deutlich, da&szlig; das Abbild der westlichen Demokratie immer mehr Risse bekommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1402687275341\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Pazifist am Pranger<\/strong><br>\n&raquo;Rechtfertigung russischer Aggression&laquo;: Nach Razzia durch ukrainischen Geheimdienst, Friedensaktivist weiterer Repression ausgesetzt.<br>\nDer ukrainische Friedensaktivist Jurij Scheljaschenko ist Repressionen durch die Kiewer Beh&ouml;rden ausgesetzt. Nachdem sich der Geheimdienst SBU am Donnerstag gewaltsam Zutritt zu seiner Wohnung verschafft und Computer, Telefone und Dokumente beschlagnahmt hatte, meldete sich der 42j&auml;hrige Wissenschaftler am Sonnabend erstmals wieder zu Wort: &raquo;Ein Jahr lang hat mich der SBU heimlich &uuml;berwacht und versucht, Verbindungen zu russischen Agenten zu finden&laquo;, sagte der &uuml;berzeugte Pazifist in einer rund zehnmin&uuml;tigen Videoansprache. &raquo;Er hat nichts gefunden, ist aber dennoch davon &uuml;berzeugt, dass ich ein Feind bin.&laquo; Scheljaschenko ist Vorsitzender der 2019 in Kiew ins Leben gerufenen &raquo;Ukrainischen Pazifistischen Bewegung&laquo;. Die Organisation ist Mitglied des Internationalen Friedensb&uuml;ros (International Peace Bureau, IPB), dem mehr als 300 internationale Organisationen aus &uuml;ber 70 L&auml;ndern angeschlossen sind. Scheljaschenko ist auch Mitglied des Vorstands des Europ&auml;ischen B&uuml;ros f&uuml;r Kriegsdienstverweigerung (European Bureau for Conscientious Objection, EBCO), des in den USA ans&auml;ssigen internationalen Antikriegsnetzwerks &raquo;World Beyond War&laquo; und des IPB-Rates. Die Ermittler wollen Scheljaschenko wegen &raquo;Rechtfertigung der russischen Aggression&laquo; vor Gericht bringen, gem&auml;&szlig; einem Gummiparagraphen, der im M&auml;rz 2022 im Strafgesetzbuch der Ukraine erg&auml;nzt wurde und die Kriminalisierung von Friedens- und Menschenrechtsaktivisten erleichtert. Als einziger &raquo;belastender Beweis&laquo; wird die &raquo;Friedensagenda f&uuml;r die Ukraine und die Welt&laquo; angef&uuml;hrt, die die Ukrainische Pazifistische Bewegung auf ihrer Sitzung am Internationalen Tag des Friedens am 21. September 2022 beschlossen und mit einem Begleitschreiben an Pr&auml;sident Wolodimir Selenskij geschickt hatte. Absurd &ndash; in der Erkl&auml;rung wird die russische Invasion verurteilt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/456328.jurij-scheljaschenko-pazifist-am-pranger.html\">Susann Witt-Stahl in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ambivalenter Protest: Israels Staatskrise<\/strong><br>\nIsraels Parlament hat sich in die Sommerpause verabschiedet. Die Erweiterung der sogenannten Justizreform ist somit auf den Herbst vertagt. In der Zwischenzeit wird man vorgeblich zu Einigungen mit der Opposition kommen, welche die Rigorosit&auml;t der &raquo;Reform&laquo; entsch&auml;rfen sollen. (&hellip;) Zur Frage, welchen weiteren Verlauf die Staatskrise immer nehmen wird, l&auml;sst sich schon jetzt einiges feststellen. Zum einen ist die &raquo;Justizreform&laquo; lediglich ein Deckname f&uuml;r den ernstzunehmenden Versuch der gegenw&auml;rtigen Regierungskoalition, einen Staatsstreich zu vollziehen, bei dem das israelische Justizsystem so geschw&auml;cht werden soll, dass die Judikative objektiv der Exekutiven und Legislativen unterstellt wird. Dies l&auml;uft auf eine Aufl&ouml;sung der Gewaltenteilung hinaus, mit der realen Aussicht, eine &raquo;demokratisch&laquo; sich gerierende Diktatur zu bilden. Interesse daran haben alle Koalitionspartner mit ihren jeweiligen Partikularinteressen, vor allem aber Benjamin Netanjahu, der mit dieser &raquo;Reform&laquo; die Annullierung seines Prozesses wegen Korruption, Betrugs und Veruntreuung erreichen k&ouml;nnte. (&hellip;) Zum anderen muss aber auch gefragt werden, worum es der zweifellos beeindruckenden, seit Monaten gegen den Staatsstreich mit gro&szlig;er Emphase agierenden Protestbewegung geht. (&hellip;) Wie bei den vorangegangenen gro&szlig;en Protestwellen (2011 gegen die Lebenshaltungskosten und 2020 gegen Netanjahu) ist ein Thema tabu &ndash; die Okkupation der pal&auml;stinensischen Gebiete. Der Vorwand lautet, man m&ouml;chte die Bewegung nicht politisch spalten. Aber um welche Demokratie wird dann gek&auml;mpft, wenn die entscheidende Manifestation ihrer Unterwanderung, die staatlich praktizierte Knechtung eines anderen Volkes, mit Vorbedacht ignoriert wird?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/456259.ambivalenter-protest.html\">Moshe Zuckermann in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&raquo;Die &Uuml;berlebenden werden die Toten beneiden&laquo;<\/strong><br>\nDie USA setzten vor 78 Jahren Atombomben gegen Japan ein &ndash; bis heute verfolgen sie eine atomare Erstschlagstrategie.<br>\nUnd heute?<br>\nEs gibt reichlich seri&ouml;se Untersuchungen und Simulationen der Folgen eines Atomkriegs &ndash; die Ergebnisse stimmen &uuml;berein. Nur wenige Menschen w&uuml;rden &uuml;berleben, viele langsam und qualvoll dahinsiechen. Ein &raquo;begrenzter&laquo; Atomschlag der USA und der NATO gegen Ziele in Ru&szlig;land w&uuml;rde schlagartig in ein unvorstellbares atomares Inferno umschlagen und die Menschheit weitgehend dezimieren. Die schwarze Asche und der Rauch, die in die Atmosph&auml;re aufstiegen, w&uuml;rden den Planeten bis zu zehn Jahre lang von der Sonnenw&auml;rme abschirmen. Die Menschen w&uuml;rden durch Explosionen, Strahlung und insbesondere folgende D&uuml;rre- und Hungerkatastrophen elend zugrunde gehen. Besonders die Menschen in Europa einschlie&szlig;lich Ru&szlig;land, in China und in Nordamerika w&auml;ren betroffen. Eindrucksvoll hat der Arzt Ralf Urban (Internationale &Auml;rzte f&uuml;r die Verh&uuml;tung des Atomkriegs &ndash; &Auml;rzte in sozialer Verantwortung &ndash; IPPNW) f&uuml;r Hamburg die hoffnungslose Situation beim Einschlag einer Atombombe geschildert: &raquo;Wir &Auml;rztinnen und &Auml;rzte werden euch nicht helfen k&ouml;nnen!&laquo; Es g&auml;be keine &Auml;rzte, Krankenpfleger oder Krankenh&auml;user mehr. Die Atomkriegsgefahr spitzt sich dramatisch zu. Die USA haben in den letzten Jahren fast alle relevanten Abr&uuml;stungs- und Kontrollvertr&auml;ge einseitig aufgek&uuml;ndigt. Beim j&uuml;ngsten NATO-Treffen in Vilnius wurde der Vertrag &uuml;ber das Verbot von Atomwaffen erneut als unvereinbar mit der NATO-Strategie best&auml;tigt. Die USA beschleunigen die Modernisierung ihrer in Europa stationierten taktischen Atomwaffen. Der deutsche Luftwaffengeneral Ingo Gerhartz, der den spontanen Jagdfliegereinsatz bis an die Grenze Ru&szlig;lands &raquo;ohne Vorwarnung&laquo; propagiert, erkl&auml;rte, man brauche &raquo;sowohl die Mittel als auch den politischen Willen, die nukleare Abschreckung n&ouml;tigenfalls umzusetzen&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1447425187555\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Jobcenter und das Geld von oben: Auf dem Papier werden 500 Millionen Euro f&uuml;r 2024 gestrichen, 2025 sollen es sogar 900 Millionen Euro sein. Das &bdquo;B&uuml;rgergeld&ldquo;-System in Theorie und (monet&auml;rer) Praxis<\/strong><br>\nSeit dem 1. Januar 2023 ist das &bdquo;Hartz IV&ldquo;-System beseitigt. Also auf alle F&auml;lle semantisch wurde es liquidiert. Es ist zum &bdquo;B&uuml;rgergeld&ldquo; weiterentwickelt bzw. umetikettiert worden. Mit dem Umbau des alten Hartz IV- zum neuen B&uuml;rgergeld-System einher gingen keine fundamentalen Ver&auml;nderungen bei den so oft im Mittelpunkt der &ouml;ffentlichen Debatten stehenden Regelleistungen, also dem Geld, das die &bdquo;Regelleistungsberechtigten&ldquo; monatlich ausgezahlt bekommen. Viele werden sich noch an den Jahresanfang erinnern: Mit der Einf&uuml;hrung des B&uuml;rgergelds zum 1. Januar wurde der Regelsatz f&uuml;r eine alleinstehende Person auf 502 Euro angehoben, um 11,8 Prozent &ndash; um die hohen Inflationsraten auszugleichen. Und man erinnert sich vielleicht auch noch daran, dass nunmehr beispielsweise Inflationsentwicklungen, wie wir sie in den vergangenen Monaten haben erleben m&uuml;ssen, deutlich schneller ber&uuml;cksichtigt werden (was nach einem Urteil des BVerfG auch gemacht werden muss). Eine substanzielle Anhebung der Regelleistungen dar&uuml;ber hinaus, wie von vielen Sozialverb&auml;nden gefordert, hat es nicht gegeben und auch der (angebliche) Inflationsausgleich wurde als nicht ausreichend gelungen kritisiert (vgl. dazu den Beitrag Erhebliche Kaufkraftverluste f&uuml;r Menschen in der Grundsicherung und die Stromkosten bleiben auch im B&uuml;rgergeld ein Problem, der hier am 5. Januar 2023 ver&ouml;ffentlicht wurde.<br>\nAber die Ausgaben f&uuml;r das nun &bdquo;B&uuml;rgergeld&ldquo; zu nennende Hartz IV-System umfassen noch weitaus mehr als die Regelleistungen, die den Betroffenen monatlich ausgezahlt werden. So werden die angemessenen Kosten der Unterkunft &uuml;bernommen, es werden Beitr&auml;ge an Sozialversicherungstr&auml;ger wie die Kranken- und Pflegeversicherung gezahlt, hinzu kommen Gelder f&uuml;r Eingliederungsma&szlig;nahmen. Wir sprechen hier mit Blick auf die Gesamtausgaben f&uuml;r Leistungen nach dem SGB II &ndash; also nicht nur das bisherige Arbeitslosengeld \/\/ bzw. Sozialgeld &ndash; von einer wirklich gro&szlig;en Hausnummer: Fast 50 Milliarden Euro flie&szlig;en hier &ndash; pro Jahr. Und die Jobcenter als die letzten Au&szlig;enposten des Sozialstaats m&uuml;ssen das organisieren und abwickeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2023\/07\/31\/die-jobcenter-und-das-geld-von-oben\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zur Wirkung der Corona-Ma&szlig;nahmen &ndash; Was die &bdquo;StopptCOVID&ldquo;-Studie des RKI sagt &ndash; und was nicht<\/strong><br>\nMit dem Forschungsprojekt &bdquo;StopptCOVID&ldquo; untersuchte das Robert-Koch-Institut die Wirksamkeit der Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung des Corona-Virus. Doch die Studie entt&auml;uscht, da sie aufgrund massiver methodischer M&auml;ngel keine belastbaren Aussagen liefert. [&hellip;]<br>\nAllerdings wirft eine tiefergehende Analyse dieser Studie einige schwerwiegende Ungereimtheiten auf: Die &Auml;nderung des R-Wertes tritt bereits vor der Implementierung einer Ma&szlig;nahme auf, was durch das RKI mit einer vorzeitigen Verhaltensanpassung der Bev&ouml;lkerung an die jeweilige Verordnung begr&uuml;ndet wird. Die eigentlich interessierende Wirkung der Ma&szlig;nahmen auf die sp&auml;tere Ver&auml;nderung der Infektionszahlen kann hingegen nicht belegt werden. Auch gibt es erkl&auml;rungsbed&uuml;rftige Teilergebnisse: So f&uuml;hrt beispielsweise der Einsatz von Masken im &ouml;ffentlichen Nahverkehr und in Verkaufsr&auml;umen in mehreren Altersgruppen zu einer Erh&ouml;hung des R-Wertes und damit zu einem weiteren paradoxen Ergebnis, das auch seitens des RKI als solches anerkannt wird.<br>\nWas ist hier geschehen? Eine eingehende Untersuchung des vom RKI verwendeten Studiendesigns macht deutlich, dass es die Frage nach der Wirksamkeit der Ma&szlig;nahmen &uuml;berhaupt nicht beantworten konnte. Es liefert die falsche Antwort auf die richtige Frage! Zun&auml;chst ist diese Studie &ndash; bereits von ihrem Konzept her &ndash; nur in der Lage zu beurteilen, ob das Infektionsgeschehen nach der Einf&uuml;hrung einer Ma&szlig;nahme geringer war. Jedoch kann sie keinesfalls die Frage beantworten, ob die Ma&szlig;nahme auch verantwortlich f&uuml;r diese Verringerung war, da die Ergebnisse empirisch nicht mit einem m&ouml;glichen R&uuml;ckgang des Infektionsgeschehens ohne Interventionen verglichen werden. Es l&auml;sst sich also aus dem Studiendesign selbst heraus gar nicht beantworten, ob die Ma&szlig;nahmen f&uuml;r den R&uuml;ckgang verantwortlich waren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/corona-pandemie-robertkochinstitut-studie\">Cicero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Klimafreundliche Lkw: Zweifelhafte Versuche mit Oberleitungen<\/strong><br>\nSie sollten den Lastverkehr auf Deutschlands Stra&szlig;en umweltfreundlich und klimaneutral machen: Lkw mit Oberleitungen. In drei Bundesl&auml;ndern gibt es Teststrecken. Doch eine Zwischenbilanz f&auml;llt eher n&uuml;chtern aus. [&hellip;]<br>\nDer Hessische Rundfunk hat bei Beh&ouml;rden Akten angefordert, ausgewertet und Erkundigungen eingeholt. Deutlich wird, dass es absehbare Anfangsprobleme gab, &uuml;berraschende Schwierigkeiten und dauerhaft technische Probleme. Die Isolatoren an den Masten mussten getauscht werden. Die &Uuml;bertragung der Daten von den Lastern zur wissenschaftlichen Auswertung klappte lange nicht zuverl&auml;ssig.<br>\nDie Wartung von Oberleitung und Lastern ist aufw&auml;ndig. Auf den Teststrecken fahren die Wagen oft ohne Oberleitungsstrom: Weil die GPS- Steuerung ungenau ist, werden die Stromabnehmer zu sp&auml;t automatisch ausgefahren und zu fr&uuml;h eingeholt. Nach verz&ouml;gerter Erweiterung der Teststrecke, langwieriger Abnahme und zuletzt Kabelschaden durch einen Bagger ist der Strom auf der hessischen Strecke in einer Richtung seit Jahresanfang, in der anderen seit April abgestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/technologie\/lkw-klimaneutral-lastwagen-100.html%20\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Endstation Asphalt<\/strong><br>\nIn Deutschland sterben jedes Jahr viele Millionen Tiere auf den Stra&szlig;en. Doch niemand wei&szlig; genau, wie der Verkehr das Wildleben beeinflusst.<br>\nAuf dem Standstreifen liegt ein platter Haufen aus grau-br&auml;unlichem Fell. &bdquo;Das hat auch mal gelebt.&ldquo; Michael Huth bremst langsam ab und bringt den kleinen Transporter am Stra&szlig;enrand zum Stehen. Daneben donnert ein LKW nach dem anderen &uuml;ber den Berliner Ring. Huth &ouml;ffnet die Fahrert&uuml;r, in die Kabine schwappt tosender Autobahnl&auml;rm. Er schaut &uuml;ber die Schulter, steigt aus, holt eine Schaufel aus dem Anh&auml;nger und kratzt den Fell-Fladen vom Asphalt. Mit dem Kadaver auf der Schippe steigt Michael Huth &uuml;ber die Schutzplanke, &uuml;berquert den Gr&uuml;nstreifen am Stra&szlig;enrand und hebt das tote Tier vorsichtig &uuml;ber den Maschendrahtzaun. Zur&uuml;ck im Wagen greift er wortlos nach einer kleinen Tastatur, die mit dem Bordcomputer verbunden ist, und tippt: Marder.<br>\nMichael Huth ist Streckenwart, seit mehr als 30 Jahren arbeitet er bei der Autobahnmeisterei Rangsdorf bei Berlin. Jeden Tag kontrolliert er mit einem Kollegen Streckenabschnitte in seinem Zust&auml;ndigkeitsbereich. Insgesamt 170 Kilometer hin und zur&uuml;ck, plus Auf- und Ausfahrten. &bdquo;Der eine lenkt, der andere denkt&ldquo;, sagt Huth. Im Bordcomputer werden Sch&auml;den aufgenommen: Verbeulte Schutzplanke, Loch im Zaun, verbogenes Stra&szlig;enschild, Hitzeblasen auf dem Asphalt &ndash; und tote Tiere. Wenn Letztere am Stra&szlig;enrand liegen, haben sie in der Regel einen brutalen, oft auch qualvollen Tod hinter sich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Tote-Tiere-auf-der-Strasse\/!5952177\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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