{"id":10226,"date":"2011-07-26T08:45:36","date_gmt":"2011-07-26T06:45:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10226"},"modified":"2011-07-26T10:44:23","modified_gmt":"2011-07-26T08:44:23","slug":"hinweise-des-tages-1432","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10226","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Reaktionen auf die Terroranschl&auml;ge in Norwegen; Rechtspopulismus; Die Medien und die Terroranschl&auml;ge; Gewerkschaftspositionen in der Wachstumsdebatte; Krise in S&uuml;deuropa; Psychoanalytiker des Tages: Arbeitsagentur; In 54 St&auml;dten gegen Billiglohn und Hartz IV; Bericht vom bundesweiten Treffen der Initiative &bdquo;Verm&ouml;gensteuer jetzt!&ldquo;; &raquo;Auf der Abschu&szlig;liste&laquo;; Altersvorsorge mit Mittelma&szlig;; Die Kehrseite des Jobwunders; Unsichere Zukunft &ndash; Kein Geld aus Deutschland f&uuml;r KZ-Gedenkst&auml;tte Sobibor; Unicef warnt vor Kinder-Massensterben in Ostafrika; Abrechnungsbetrug bei Integrationskursen; Nach der Revolution: &Auml;gyptens Machthaber lassen wieder pr&uuml;geln; M&auml;hdrescher statt Fachb&uuml;cher; Propaganda in Deutschland &ndash; Kaleidoskop des Neusprechs; Kritik an BR-&ldquo;Polizeiruf 110&rdquo; &ndash; Der hilflose Staat; Sozialdemokraten &ndash; 18 Monate unter Genossen; zu guter Letzt: Warum die Banken und Spekulanten an der Griechenlandrettung &ldquo;verhindert&rdquo; sind&hellip;  (MB\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Reaktionen auf die Terroranschl&auml;ge in Norwegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Rechtspopulismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Die Medien und die Terroranschl&auml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Gewerkschaftspositionen in der Wachstumsdebatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Krise in S&uuml;deuropa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Psychoanalytiker des Tages: Arbeitsagentur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">In 54 St&auml;dten gegen Billiglohn und Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Bericht vom bundesweiten Treffen der Initiative &bdquo;Verm&ouml;gensteuer jetzt!&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">&raquo;Auf der Abschu&szlig;liste&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Altersvorsorge mit Mittelma&szlig;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Die Kehrseite des Jobwunders<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Unsichere Zukunft &ndash; Kein Geld aus Deutschland f&uuml;r KZ-Gedenkst&auml;tte Sobibor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Unicef warnt vor Kinder-Massensterben in Ostafrika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Abrechnungsbetrug bei Integrationskursen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Nach der Revolution: &Auml;gyptens Machthaber lassen wieder pr&uuml;geln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">M&auml;hdrescher statt Fachb&uuml;cher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Propaganda in Deutschland &ndash; Kaleidoskop des Neusprechs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Kritik an BR-&ldquo;Polizeiruf 110&rdquo; &ndash; Der hilflose Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Sozialdemokraten &ndash; 18 Monate unter Genossen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">zu guter Letzt: Warum die Banken und Spekulanten an der Griechenlandrettung &ldquo;verhindert&rdquo; sind&hellip;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=10226&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Reaktionen auf die Terroranschl&auml;ge in Norwegen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mit politischem Mut<\/strong><br>\nSo kann der Kampf gegen den Terror aussehen. Freiheit wird verteidigt &ndash; mit freiheitlichen Mitteln. Den Populismus gilt es zu entlarven, der die Gesellschaft sprengt. Norwegen gibt ein Beispiel.<br>\nWer deutsche &bdquo;Sicherheitsdebatten&ldquo; kennt, kann nur bewundernd staunen. Auch am Tag drei nach den Taten von Oslo und Ut&oslash;ya folgte Norwegen offenbar dem Satz von Ministerpr&auml;sident Jens Stoltenberg: &bdquo;Niemand soll uns unsere offene Gesellschaft wegnehmen.&ldquo; Es schien, als gelte ein vielleicht nicht hundertprozentiger, aber doch &uuml;berwiegender Konsens, der sich in drei Worten zusammenfassen l&auml;sst: Mut zur Freiheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/mit-politischem-mut\/-\/1472602\/8710020\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum auch sachlich bleiben?<\/strong><br>\nW&auml;hrend Norwegen still trauert, debattiert man in Deutschland &uuml;ber sch&auml;rfere Gesetze. Das ist schamlos und ebenso billig wie der Reflex hiesiger Medien.<br>\nAn diesem Tag w&uuml;rde man gern mal Hans-Peter Uhl sein. F&uuml;nf Minuten blo&szlig;, um zu verstehen, was dieser Mann &ndash; er ist innenpolitischer Sprecher der CDU\/CSU-Fraktion &ndash; dachte, als er diese S&auml;tze sagte: &ldquo;Wir brauchen die Vorratsdatenspeicherung&hellip;. Nur wenn die Ermittler die Kommunikation bei der Planung von Anschl&auml;gen verfolgen k&ouml;nnen, k&ouml;nnen sie solche Taten vereiteln und Menschen sch&uuml;tzen.&rdquo; Solche Taten: Damit meinte er die Attentate von Oslo und Ut&oslash;ya.<br>\nWie tickt einer, der zwei Tage nach diesem Massaker eine solche Forderung erhebt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2011-07\/norwegen-attentat-politik-deutschland\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche Trittbrettfahrer<\/strong><br>\nDrei Tage nach dem Doppelanschlag in Norwegen, bei dem mindestens 93 Menschen get&ouml;tet wurden, nutzten deutsche &raquo;Sicherheitsexperten&laquo; das Verbrechen, um sch&auml;rfere &Uuml;berwachungsgesetze zu fordern. Vor einer Haftrichterin in Oslo bekannte sich Attent&auml;ter Anders Behring Breivik am Montag nicht schuldig. Die islamophobe Szene Westeuropas und neofaschistische Organisationen distanzierten sich von dem Verbrechen Breiviks, nicht von seiner Ideologie. Am Mittag gedachten Norwegen und die Nachbarl&auml;nder D&auml;nemark und Schweden mit einer Schweigeminute der Opfer des Anschlags.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/07-26\/014.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Rechtspopulismus<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Isoliert die geistigen Brandstifter!<\/strong><br>\nRechtspopulistische Politiker, Blogger, Publizisten haben in ganz Europa ein Klima angeheizt, in dem ein Irrer wie Anders Behring Breivik auf die Idee kommen konnte, man m&uuml;sse mit spektakul&auml;ren Taten der &bdquo;Moslemgefahr&rdquo; begegnen.<br>\nEine reichlich bizarre Wortmeldung zu dem norwegischen Massaker kam von den &ouml;sterreichischen Rechtspopulisten von der FP&Ouml;. Er hoffe, sagte deren Generalsekret&auml;r, &bdquo;dass die genauen Motive und Hintergr&uuml;nde der absto&szlig;enden Taten aufgearbeitet werden&rdquo;. Nun, da kann die FP&Ouml; am besten gleich bei sich beginnen. Denn &bdquo;die Motive&rdquo; der Taten, so wissen wir derweil, das sind genau jene Ideologieversatzst&uuml;cke, die die Freiheitlichen, aber auch andere Rechtspopulisten wie Gert Wilders, Pro-K&ouml;ln, die norwegische &bdquo;Fortschrittspartei&rdquo; oder die &bdquo;Schwedendemokraten&rdquo;, Blogs wie &bdquo;Politically Incorrect&rdquo; und andere Tag f&uuml;r Tag in die Welt hinausposaunen. [&hellip;] An mehreren Passagen kamen so auch aus zweiter Hand Textstellen von Henryk M. Broder in den Text, jenes deutschen antiislamischen Autors also, der manchen guten B&uuml;rgern selbst heute noch als preisw&uuml;rdiger Schriftsteller gilt. [&hellip;]<br>\nEs sind Politiker, Blogger, Publizisten, die das Klima angeheizt haben, in dem einer wie Anders Behring Breivik erst m&ouml;glich wurde, in dem er erst auf die Idee kommen konnte, dass der &bdquo;blo&szlig;e&rdquo; politische oder publizistische Kampf gegen die als elementar bedrohlich imaginierte Moslemgefahr nicht mehr ausreicht. Es ist wie eine absurde Spiegelung: Was sie immer den normalen Muslimen angedichtet haben, dass diese &bdquo;irgendwie verantwortlich&rdquo; seien f&uuml;r die Gewaltakte islamistischer Terror-Sekten, das haben sie jetzt selbst geschaffen &ndash; Spinner, die bereit sind, der Flausen wegen, die sie ihnen in den Kopf gesetzt haben, dutzende Menschen zu ermorden. Sie, die umgekehrt immer schnell bei der Hand sind mit dem Postulat von der &bdquo;geistigen Mitt&auml;terschaft&rdquo;, sind jetzt auf eine viel, viel direktere Weise zu geistigen Mitt&auml;tern geworden.<br>\nWird das in diesem Milieu wenigstens Nachdenkprozesse ausl&ouml;sen? Man m&ouml;ge sich anderem zuwenden, &bdquo;statt &uuml;ber die pseudopolitischen Geschwurbel eines perversen Killers zu spekulieren&rdquo;, wehrt man auf der &bdquo;Achse des Guten&rdquo;, dem Gemeinschaftsblog von Broder und Freunden, auf unfassbar kaltschn&auml;uzige Weise ab. Auf Politically Incorrect, dem Quasi-Zentralorgan der Moslemhasser, gab man sich im ersten Schrecken nachdenklicher: &bdquo;Was er schreibt, sind gro&szlig;enteils Dinge, die auch in diesem Forum stehen k&ouml;nnten&rdquo;. Und dann wird spekuliert, ob der Mann, der doch aus ihrer Sicht ganz vern&uuml;nftiges Zeug geschrieben h&auml;tte, &bdquo;an einer psychischen Krankheit leidet, die seither schlimmer geworden ist?&rdquo;. [&hellip;]<br>\nNach dem Massaker werden die geistigen Brandstifter jetzt versuchen, den Kopf ein bisschen einzuziehen, sie werden wortreich bekunden, dass sie mit der Tat eines solchen &bdquo;Irren&rdquo; doch nichts zu tun haben, sie werden versuchen, sich davonzustehlen. Man sollte sie nicht einfach so damit durchkommen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.misik.at\/sonstige\/isoliert-die-geistigen-brandstifter.php\">Robert Misik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein wunderbarer Artikel von Robert Misik. Chapeau!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Henryk M. Broder &ndash; Das Manifest des Anders Behring Breivik und ich<\/strong><br>\nDas also ist eine Kausalkette: Vor etwa f&uuml;nf Jahren habe ich einer holl&auml;ndischen Zeitung ein Interview gegeben, in dem ich sagte, wenn ich j&uuml;nger w&auml;re, w&uuml;rde ich Europa verlassen und in ein Land ziehen, das nicht von einer schleichenden Islamisierung bedroht w&auml;re. [&hellip;]<br>\nWer Lebensmittel im Supermarkt klaut, der hat Hunger, wer nachts Autos abfackelt, der hat was gegen Reiche, wer ein Kind missbraucht, der hatte selbst eine schwere Kindheit. Was aber hat einer, der als Polizist verkleidet Kinder und Jugendliche wie herumfliegende Tonscheiben abknallt? Wie w&auml;re es damit: Spa&szlig; am T&ouml;ten? [&hellip;]<br>\nJa, h&auml;tte man Hitler damals an der Kunstakademie angenommen, w&auml;re er nicht in die Politik gegangen, w&auml;re der Zweite Weltkrieg ausgefallen, w&uuml;rde Wroclaw noch immer Breslau hei&szlig;en. Und h&auml;tte der blonde und blau&auml;ugige Norweger nicht Broder und Sarrazin gelesen, sondern Patrick Bahners und Roger Willemsen, w&auml;re er nicht zum Massenm&ouml;rder geworden. [&hellip;]<br>\nUmgekehrt wird ein Schuh daraus. [&hellip;] Breivik wusste, dass er seine Tat &bdquo;rational&ldquo; begr&uuml;nden muss. Und das hat er nicht bei mir und Thilo Sarrazin gelernt, sondern bei Mohammed Atta und Osama Bin Laden<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article13506649\/Das-Manifest-des-Anders-Behring-Breivik-und-ich.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist nur noch widerlich, wie der geistige Brandstifter Broder versucht, jede Sprung von Verantwortung f&uuml;r sein Handeln abzustreiten. Wenn er f&uuml;r sich die differenzierte Betrachtung einklagt, die er in seinen Pamphleten stets mit F&uuml;&szlig;en tritt, kann man nur noch resigniert den Kopf sch&uuml;tteln. Besitzt Broder nicht die geistige Reife, um die Folgen seiner Worte einsch&auml;tzen zu k&ouml;nnen, oder ist er einfach nur aalglatt und zynisch?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Was der WELT ziemlich peinlich ist<\/strong><br>\nFlorian Flade hat einen Artikel f&uuml;r die Onlineausgaben der beiden Springer-Bl&auml;tter Berliner Morgenpost und Die Welt geschrieben. Thema: das im Internet vom mutma&szlig;lichen Massenm&ouml;rder Anders Behring Breivik vor den verheerenden Terroranschl&auml;gen in Norwegen ver&ouml;ffentlichte wirre Pamphlet, in dem der Attent&auml;ter auf rund 1500 Seiten seine bizarre Gedankenwelt offenbart. Hier zun&auml;chst der Auszug aus der Artikelversion, der in der Berliner Morgenpost publiziert wurde (Hervorhebung von mir): [&hellip;]<br>\nAuch Kolumnist Henryk Broder findet Erw&auml;hnung in dem Manifest des norwegischen Attent&auml;ters. Anders B. zitiert ein Interview, das Broder einer niederl&auml;ndischen Zeitung gab, und in dem der Autor Europ&auml;er aufforderte auszuwandern, sollten sie ihre Freiheit weiter behalten wollen. [&hellip;]<br>\nIn der Welt-Version fehlen jedoch die beiden Abs&auml;tze &uuml;ber Henryk M. Broder:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.politblogger.eu\/was-der-welt-ziemlich-peinlich-ist\/\">Politblogger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Als der Springer-Verlag Henryk M. Broder zum Jahreswechsel vom SPIEGEL &uuml;bernahm, feierte WELT-Chef Jan-Eric Peters ihn als &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.axelspringer.de\/presse\/Henryk-M.-Broder-wechselt-zur-WELT-Gruppe_1609076.html\">hemmungslosen Freiheitsk&auml;mpfer<\/a>&ldquo;. Man kann getrost davon ausgehen, dass man bei Springer nicht eben gl&uuml;cklich dar&uuml;ber ist, das einer der Starautoren des Verlags nun weltweit als ideologischer Brandstifter zu zweifelhaften Ruhm kommt.<\/em> <\/p>\n<p><em>In der Begr&uuml;&szlig;ungslaudatio hie&szlig; es:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Er schreibt unerschrocken und leidenschaftlich &uuml;ber alle Themen, bei denen man sich leicht die Finger verbrennen kann, &uuml;ber Antisemiten und Terroristen, zuletzt viel &uuml;ber die Gefahren eines fanatischen Islamismus.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Aus heutiger Perspektive m&uuml;sste es wohl eher hei&szlig;en: Broder schreibt nicht nur &uuml;ber, sondern auch f&uuml;r Terroristen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Es war gottseidank nur ein Psychopath&hellip;<\/strong><br>\nUnd der rechte T&auml;ter, er gilt schnell als Psychopath, womit man seine geistige Grundlage ausblendet. Dies in einem Land, das proppenvoll ist von solchen braunen Eiferern! Gerade gegen&uuml;ber solchen br&auml;uchten wir aufmerksame B&uuml;rger &ndash; w&auml;re es ein Islamist gewesen, w&auml;re das alles traurig und unverzeihlich gewesen, aber Angst, wirkliche Angst, sollte man in Deutschland erst jetzt haben, da es kein Islamist, sondern ein Neonazi mit besagten Qualifikationen war. Denn solche kennt jeder von uns, und deren geistige Vorst&auml;nde d&uuml;rfen ungestraft die &Ouml;ffentlichkeit vergiften &ndash; Islamisten kennt kaum jemand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2011\/07\/es-war-gottseidank-nur-ein-psychopath.html\">ad sinistram<\/a>\n<p><strong>dazu passend: Unbekannte setzen Wohnung von Sinti und Roma in Brand<\/strong><br>\nMit Molotow-Cocktails haben die T&auml;ter eine Leverkusener Wohnung niedergebrannt. In ihr lebten Sinti und Roma. Eine Mordkommission ermittelt. [&hellip;] Aussagen von Zeugen zufolge waren bis zu vier T&auml;ter an dem Brandanschlag beteiligt. Zwei von ihnen sollen kahlk&ouml;pfig gewesen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2011-07\/Brandanschlag-Roma-Sinti\">ZEIT<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Medien und die Terroranschl&auml;ge<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Terrorexperten? Errorexperten!<\/strong><br>\nNorwegen war eindeutig der Super-GAU der Terrorexperten. Was da schon wenige Minuten nach dem Bekanntwerden des Anschlages &uuml;ber dessen Hintergr&uuml;nde vermeintlich analysiert wurde, l&auml;sst sich als gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glich anzunehmender Unsinn beschreiben. Seien es die &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender wie ARD oder ZDF oder private wie NTV oder N24 &ndash; auf allen Kan&auml;len schwadronierten die vom Fernsehen ernannten Fachleute &uuml;ber politische Militanz und erz&auml;hlten aus dem islamistischen N&auml;hk&auml;stchen. Binnen kurzer Zeit hatten sie die &Ouml;ffentlichkeit zu Fachleuten &uuml;ber die skandinavische al-Qaida-Szene gemacht und Wasser auf die M&uuml;hlen der allumfassenden Islamophobie gegossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!75045\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Stefan Niggemeyer: Feiges Journalistenpack<\/strong><br>\nEs war angesichts der riesigen Konkurrenz nicht leicht, sich am gestrigen Tag f&uuml;r den Titel des d&uuml;mmsten voreiligen Kommentars zu den Anschl&auml;gen von Oslo zu qualifizieren. Aber ich glaube, Manfred Schermer von der Politikredaktion der &bdquo;Fuldaer Zeitung&ldquo; liegt dennoch mit diesem Kommentar uneinholbar in F&uuml;hrung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/feiges-journalistenpack\/\">Stefan Niggemeier<\/a><\/li>\n<li><strong>Medienreaktion auf Massaker &ndash; Vorurteile machen blind<\/strong><br>\nDer Reflex war erwartbar: Islamisten haben weltweit so erfolgreich Angst und Schrecken verbreitet, dass jeder sie sofort hinter dem Massaker von Oslo vermutete. Doch die vorschnelle Anklage sch&uuml;rt Ressentiments &ndash; und macht blind f&uuml;r andere Gefahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,druck-776549,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Etwas Vern&uuml;nftiges von Spiegel Online. Lesenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gewerkschaftspositionen in der Wachstumsdebatte<\/strong><br>\nMit einem Programm zum qualitativen Wachstum l&auml;sst sich ein &ouml;kologischer und sozialer Umbau der Gesellschaft organisieren. Ein solches Programm w&uuml;rde gleichzeitig zu mehr Arbeitspl&auml;tzen, Wohlstand und Wachstum f&uuml;hren. Es ist ein entscheidender Schritt zu einem guten Leben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/10-2011\/++co++e82f78b4-b460-11e0-5013-001ec9b03e44\">DGB Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Krise in S&uuml;deuropa<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sternmarsch zieht in Madrid ein<\/strong><br>\nNach mehr als einem Monat auf der Stra&szlig;e trifft der &ldquo;Marsch der Emp&ouml;rten&rdquo; auf der Puerta del Sol ein. Ein Protest gegen die antisoziale Politik des Landes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Proteste-in-Spanien\/!75049\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: Es sind keine Jugendproteste<\/strong><br>\nBlickt man auf die Bilder, die uns aus Madrid, Barcelona, Athen aber auch zuvor aus Kairo und Tunesien erreicht haben, ist es schlichtweg nicht so, dass hier nur Jugendliche protestieren [&hellip;] Viel mehr sollte dieser Protest gesehen werden als das, was er ist, ein Protest derer, die zwischen den unterschiedlichsten Zonen prek&auml;rer Arbeits- und Lebensweisen changieren. Zurzeit sammelt sich in der Altersgruppe von den 20 bis 30+ eine Generation von bestens ausgebildeten Menschen, die aber aufgrund der in den letzten Jahren verst&auml;rkt voranschreitenden Prekarisierungstendenzen keine Perspektive auf ein Normalarbeitsverh&auml;ltnis mehr haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1310512005174\/Griechenland--Spanien-Es-sind-keine-Jugendproteste\">Der Standard<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein Marshallplan f&uuml;r S&uuml;deuropa<\/strong><br>\nAngela Merkel, Nicolas Sarkozy und Kollegen k&ouml;nnen kurz durchatmen: Giorgos Papandreou hat sein neues Sparpaket durch das griechische Parlament gebracht. Noch ist Athen also nicht pleite, denn Griechenland bekommt jetzt einen zweiten, 120 Mrd. Euro schweren Notkredit.<br>\nDie teuer erkaufte Atempause wird aber nur von kurzer Dauer sein. Denn die Sparauflagen versch&auml;rfen die Krise. Die Medizin der Troika &ndash; Europ&auml;ische Union, Internationaler W&auml;hrungsfonds und Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) &ndash; hat den Gesundheitszustand des griechischen Patienten bisher nur verschlechtert. Kein Industrieland hat in den letzten 25 Jahren so radikal gespart wie Athen in den letzten zw&ouml;lf Monaten. Mit dramatischen Folgen: Das Wachstum und die Steuereinnahmen schrumpfen, die Arbeitslosigkeit steigt. Folglich w&auml;chst der 340 Mrd. Euro gro&szlig;e Schuldenberg &ndash; der das 1,5fache der Jahreswirtschaftsleistung betr&auml;gt &ndash; ungehindert weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2011\/august\/ein-marshallplan-fuer-suedeuropa?print\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Portugal wird verramscht<\/strong><br>\nDas unter dem Druck der Finanzm&auml;rkte stehende Land hat sich gegen&uuml;ber der EU verpflichtet, sein Haushaltsdefizit von 9,1 Prozent (2010) bis 2013 auf die Maastrichter Obergrenze f&uuml;r Euro-Staaten von drei Prozent zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Finanzielle Zusagen der Troika in H&ouml;he von 78 Milliarden Euro wurden an Bedingungen gekoppelt. Schuldenabbau durch eine weitere Senkung des Lebensniveaus ist auch die Devise der neuen Regierung: Beschnitten werden sollen die Rechte der Besch&auml;ftigten mit einer &raquo;Flexibilisierung&laquo; der Arbeitsgesetzgebung, das Weihnachtsgeld der Staatsdiener und die Arbeitslosenunterst&uuml;tzung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/07-23\/033.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Psychoanalytiker des Tages: Arbeitsagentur<\/strong><br>\nWie reagieren Sie, wenn Kunden Sie nerven? Sie nerven zur&uuml;ck, aber mit Schmackes! So macht&rsquo;s die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) seit Jahr und Tag mit ihren &raquo;Kunden&laquo;. N&auml;chstes Jahr, so teilte uns die S&uuml;ddeutsche am Montag in ihrem Onlineauftritt mit, wird aber noch eine Schippe draufgelegt. &raquo;Wie reagieren Sie, wenn Kunden Sie nerven?&laquo; wird dann eine von 102 Fragen eines Psychotests zur &raquo;Kompetenzdiagnostik&laquo; sein, dem sich die bemitleidenswerten Leistungsbezieher unterwerfen sollen. &raquo;Der Jobsuchende kann bei seinen Antworten in einer Skala von eins bis f&uuml;nf &rsaquo;&uuml;berhaupt nicht&lsaquo;, &rsaquo;teilweise&lsaquo; oder &rsaquo;voll und ganz&lsaquo; zustimmen&laquo;, schrieb die Zeitung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/07-26\/066.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>In 54 St&auml;dten gegen Billiglohn und Hartz IV<\/strong><br>\nEin steuerfreier Mindestlohn von zehn Euro in der Stunde und eine Erh&ouml;hung des Hartz IV-Regelsatzes auf 500 Euro monatlich &ndash; das sind die Forderungen einer Kampagne, mit der sich am Sonnabend Initiativen in 54 St&auml;dten an die Bev&ouml;lkerung wandten.<br>\nInformationsst&auml;nde wurden organisiert, Flugbl&auml;tter verteilt und Plakate geklebt &ndash; in erster Linie ging es den Initiatoren um Information und Aufkl&auml;rung der Bev&ouml;lkerung &uuml;ber die Ziele der Kampagne. Auch auf den Montagsdemonstrationen gegen Hartz IV, die in einigen St&auml;dten weiterhin existieren, sollen die Forderungen propagiert werden. Sie werden am heutigen Tag unter anderem in Bremen, Eisenh&uuml;ttenstadt und Magdeburg im Mittelpunkt stehen. In Magdeburg wird zugleich an den siebenten Jahrestag der ersten Montagsdemo gegen Hartz IV erinnert, denn die Aktionen in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts wurden zum Auftakt der Bewegung gegen die Hartz-Gesetze im Sp&auml;tsommer und Herbst 2004.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/202835.in-54-staedten-gegen-billiglohn-und-hartz-iv.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bericht vom bundesweiten Treffen der Initiative &bdquo;Verm&ouml;gensteuer jetzt!&ldquo;<\/strong><br>\nPositionen der Parteien zur Forderung nach einer Verm&ouml;gensteuer.<br>\nErgebnisse und &Uuml;bertragbarkeit der DIW-Studie zur Verm&ouml;gensabgabe.<br>\nEntwicklung und weitere Aktivit&auml;ten der Initiative &ldquo;Verm&ouml;gensteuer jetzt!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vermoegensteuerjetzt.de\/topic\/14.veranstaltungen.html\">Verm&ouml;genssteuerjetzt!<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&raquo;Auf der Abschu&szlig;liste&laquo;<\/strong><br>\nVeronika K&ouml;k&eacute;ny klagt gegen ihre K&uuml;ndigung durch &raquo;Werkstatt Frankfurt&laquo;. Als Angestellte hatte sie die schlechte Behandlung von Arbeitslosen in Ein-Euro-Jobs kritisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/07-22\/088.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Altersvorsorge mit Mittelma&szlig;: Nur zwei von 54 fondsgebundenen Rentenversicherungen erhalten ein &ldquo;gut&rdquo;.<\/strong><br>\nFondsgebundene Rentenversicherungen sind beliebte Produkte zur privaten zus&auml;tzlichen Altersvorsorge. Die Stiftung Warentest hat sie nun in ihrem Verbrauchermagazin &ldquo;Finanztest&rdquo; unter die Lupe genommen. Lediglich zwei Produkte mit laufender Beitragszahlung erhalten die Note &ldquo;gut&rdquo;, die Mehrzahl der 54 Angebote erreichen ein &ldquo;ausreichend&rdquo;. &ldquo;Die m&auml;&szlig;ige bis schlechte Bewertung der vielen Angebote im Test ist &uuml;berwiegend auf hohe Kosten der Versicherung zur&uuml;ckzuf&uuml;hren&rdquo;, schreibt &ldquo;Finanztest&rdquo;: &ldquo;Je h&ouml;her die Kosten, desto weniger Geld flie&szlig;t in die Fonds und desto weniger bleibt am Ende zum Sparen &uuml;brig.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/magazin\/nachrichten\/finanzen\/news-single\/article\/altersvorsorge-mit-mittelmass.html\">Ihre Vorsorge<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Kehrseite des Jobwunders<\/strong><br>\nDie Arbeitslosigkeit sinkt, die prek&auml;re Besch&auml;ftigung aber steigt, vor allem die Zahl der Minijobs. Das jedoch ist der falsche Weg. Er dient nur der Kostenoptimierung.<br>\n&Ouml;konomen und Politiker rei&szlig;en die Arme hoch und zeigen den Menschen stolz ihre Beute. Zu melden gibt es eindrucksvolle Zahlen: Die deutsche Wirtschaft w&auml;chst, die Firmen errichten neue Hallen und Fabriken, die Arbeitslosigkeit sinkt, in nahezu allen Branchen stehen die Zeichen auf Personalaufbau.<br>\nDem sogenannten &bdquo;Jobwunder&ldquo; muss jedoch mit einer geh&ouml;rigen Portion Misstrauen begegnet werden, denn die Freude &uuml;ber sinkende Arbeitslosenzahlen l&auml;sst die Frage nach der Qualit&auml;t der Arbeit oft in den Hintergrund treten. In den letzten Jahren ist es zu einer massiven Entwertung von Arbeit gekommen. In Deutschland gibt es mittlerweile zehn Millionen atypische Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse, das hei&szlig;t Teilzeitstellen, befristete Arbeitsvertr&auml;ge, Besch&auml;ftigte in Leih- und Zeitarbeit und in Minijobs. Bei der Ma&szlig;konfektionierung der Besch&auml;ftigten hat man sich ganz offensichtlich verschnitten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/die-kehrseite-des-jobwunders\/-\/1472602\/8709380\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Unsichere Zukunft &ndash; Kein Geld aus Deutschland f&uuml;r KZ-Gedenkst&auml;tte Sobibor<\/strong><br>\nNach der Verurteilung des ehemaligen SS-Freiwilligen John Demjanjuk in M&uuml;nchen wegen seiner Beteiligung an der Ermordung tausender Juden, wurde das Konzentrationslager Sobibor wieder zu einem Begriff. Doch jetzt musste die Gedenkst&auml;tte schlie&szlig;en &ndash; aus Geldmangel. Bislang kam Polen allein f&uuml;r den Unterhalt auf. Deutschland beteiligte sich nicht, zur Emp&ouml;rung der Opfer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste_vom_21_07\/unsichere_zukunft.html\">RBB Konstrate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Unicef warnt vor Kinder-Massensterben in Ostafrika?<\/strong><br>\nNach Angaben der UN sind 1,6 Milliarden Dollar n&ouml;tig, um die Situation in den L&auml;ndern des von einer Hungersnot bedrohten Horns von Afrika zu verbessern. Die Bundesregierung stockte ihre Hilfe derweil um zus&auml;tzlich 15 Millionen Euro auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/C31325\/horn-von-afrika-braucht-1-6-milliarden-dollar-hilfe-unicef-warnt-vor-kinder-massensterben-in-ostafrika-30472741.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu:<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110727_tja_wenn_sie_ne_bank_waeren.jpg\" alt=\"Tja wenn sie ne' Bank w&auml;ren\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann.de\/karikaturen\/kari_20110725_Tja.gif\">Stuttmann-Karikaturen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Abrechnungsbetrug bei Integrationskursen<\/strong><br>\nLaut der Recherchen des ARD-Magazins &bdquo;Report Mainz&ldquo; wird bei staatlich gef&ouml;rderten Integrationskursen systematisch falsch abgerechnet. Bei Stichproben waren drei von vier Sprachschulen bereit, die Anwesenheitslisten zu f&auml;lschen.ngenen Tagen zeigen, dass bei Stichproben durch einen Lockvogel drei von vier Sprachschulen auf Anfrage zur F&auml;lschung von Anwesenheitslisten in Integrationskursen grunds&auml;tzlich bereit waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/abrechnungsbetrug-bei-integrationskursen\/-\/1472596\/8709180\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Nach der Revolution: &Auml;gyptens Machthaber lassen wieder pr&uuml;geln<\/strong><br>\nDie &Uuml;bergangsregierung hat am Samstagabend eine Demonstration mit Gewalt beendet. In der &ldquo;Revolution Teil zwei&rdquo; richtet sich der Volkszorn gegen die Armee, die ihre neu erlangten Machtprivilegien nicht mehr abgeben will. Doch die Demonstranten haben die vielen sch&ouml;nen Worte satt, sie wollen endlich Taten sehen. Provoziert f&uuml;hlen sie sich vor allem durch die systematisch verschleppten Prozesse gegen ehemalige Regimegr&ouml;&szlig;en, von denen noch keiner wegen des Schie&szlig;befehls vor Gericht gestanden hat. Misstrauisch machen die Menschen aber auch erste &Auml;u&szlig;erungen aus dem abgeschotteten SCAF-Hauptquartier zur k&uuml;nftigen Rolle der Armee. Die neue Verfassung m&uuml;sse sie &bdquo;vor den Launen irgendeines k&uuml;nftigen Pr&auml;sidenten&ldquo; sch&uuml;tzen, forderte Generalmajor Mamdouh Shaheen. Gleichzeitig beanspruchte er f&uuml;r sich und seine Kameraden ein Sonderrecht, in die Politik einzugreifen, falls das nationale Interesse &Auml;gyptens ber&uuml;hrt sei &ndash; ein Machtprivileg &auml;hnlich dem der t&uuml;rkischen Generalit&auml;t in den 70er und 80er Jahren. Auch beim Geld wollen sich die Armeef&uuml;hrer nach sechs Jahrzehnten gut gepolsterter Autonomie nicht in die Karten schauen lassen. Ihr Waffenhaushalt plus die Milliardeneinnahmen aus ihrem verzweigten Wirtschaftsimperium waren stets geheim und au&szlig;erhalb des offiziellen Staatsbudgets. Und die Milit&auml;rspitze denkt nicht daran, das nach der Wahl eines demokratischen Parlaments im November zu &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/aegyptens-machthaber-lassen-wieder-pruegeln\/4427256.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>M&auml;hdrescher statt Fachb&uuml;cher<\/strong><br>\nImmer wieder nutzen Unis Studiengeb&uuml;hren f&uuml;r Kosten, die nichts mit der Lehre zu tun haben &ndash; dies soll sich nun &auml;ndern. Mit dem Geld sollen die Studienbedingungen verbessert werden &ndash; das l&auml;sst Raum f&uuml;r Interpretationen. Bundesweit wurden immer wieder problematische F&auml;lle bekannt, teils wurde deren Umsetzung nach Protesten verhindert: Zusch&uuml;sse f&uuml;r den 0815-Betrieb, f&uuml;r Verwaltung oder M&auml;hdrescher; in Passau wollte man gar eine Tiefgarage sanieren. Strittig ist zudem, wenn Professuren entstehen, die sich vor allem der Forschung widmen &ndash; davon hat der Student wenig. Und es ist Studentenvertretern zufolge vielerorts &uuml;blich, bisherige Ausgaben f&uuml;r Seminare zu streichen und diese aus Geb&uuml;hren zu bezahlen. Der Etat wird so entlastet, Studenten zahlen indirekt etwa f&uuml;r Strom. F&uuml;r sie ist es ohnehin oft kaum durchschaubar, wohin ihr Geld flie&szlig;t. Offiziell m&uuml;ssen sie angemessen an der Entscheidung beteiligt werden; konkret reicht das von fair besetzten Gremien bis hin zur blo&szlig;en Beratungsfunktion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jetzt.sueddeutsche.de\/texte\/anzeigen\/527817\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Propaganda in Deutschland &ndash; Kaleidoskop des Neusprechs<\/strong><br>\nUntersucht man die Techniken der Propaganda genauer, f&auml;llt auf, dass vor allem die bewusste Falschverwendung von Worten und Begrifflichkeiten eine gro&szlig;e Rolle bei der Manipulation der &ouml;ffentlichen Meinung spielt. Worte und Begriffe, die generell eine positive Konnotation haben, k&ouml;nnen beispielsweise systematisch falsch verwendet werden, um f&uuml;r das Gemeinwohl sch&auml;dliche Akte zu beschreiben. Ebenfalls k&ouml;nnen Worte und Begriffe, die eigentlich dem Gemeinwohl dienliche Akte beschreiben, diskreditiert und systematisch falsch verwendet werden, um so den Akt als solchen im Kollektivbewusstsein zu diffamieren. Parallelen zur &bdquo;Neusprech&ldquo;, wie wir es aus der Orwell&acute;schen Metapher kennen, sind un&uuml;bersehbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/le-bohemien.net\/2011\/07\/25\/propaganda-in-deutschland\/#more-7513\">Le Bohemi&eacute;n<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Kritik an BR-&ldquo;Polizeiruf 110&rdquo; &ndash; Der hilflose Staat<\/strong><br>\nBei der Premiere auf dem M&uuml;nchner Filmfest hatte der BR-&ldquo;Polizeiruf&rdquo; mit Matthias Brandt und Anna Maria Sturm nur mit technischen Problemen zu k&auml;mpfen. Nun schlagen Jugendsch&uuml;tzer Alarm und wollen den Sendeplatz verschieben &ndash; wegen negativer Darstellungen des Staates. (&hellip;)<br>\nMatthias Brandt teilte mit: &ldquo;Mir war nicht bekannt, dass ich mit dem Auftrag arbeite, ein positives Staatsbild zu zeigen. Ich bin nicht staatsfeindlich eingestellt, und der Film ist es nat&uuml;rlich auch nicht, aber das kann nicht der Auftrag k&uuml;nstlerischer Arbeit sein.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/kritik-an-br-polizeiruf-der-hilflose-staat-1.1124211\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin C.P.:<\/strong> So habe ich mir immer DDR-Fernsehen vorgestellt&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Sozialdemokraten &ndash; 18 Monate unter Genossen<\/strong><br>\nBei den Bundestagswahlen 2009 erzielte die SPD mit nur 23 % der Stimmen ihr schlechtestes Ergebnis seit Gr&uuml;ndung der Bundesrepublik. Lutz Hachmeister, Grimme-Preistr&auml;ger und Publizist (&bdquo;Schleyer. Eine deutsche Geschichte&ldquo;, &bdquo;Das Goebbels-Experiment&ldquo;) hat die Sozialdemokraten nach diesem dramatischen Einschnitt anderthalb Jahre lang beobachtet, angefangen vom Dresdener Parteitag des Neubeginns bis zur Landtagswahl in Baden-W&uuml;rttemberg im M&auml;rz 2011. Sein ungew&ouml;hnliches Langzeit-Portrait zeigt die SPD und ihr F&uuml;hrungsteam auf der Suche nach der sozialdemokratischen Seele. Der Film begibt sich auf eine facettenreiche Reise ins Innere der Partei, mit ihren Fl&uuml;geln wie &bdquo;Seeheimern&ldquo; und &bdquo;Netzwerkern&ldquo;, einem neuen &bdquo;Leitbild&ldquo; f&uuml;r die Mitarbeiter im Willy- Brandt-Haus und den Versuchen, wieder neue Allianzen mit den Gewerkschaften zu schmieden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/unternehmen\/presselounge\/programmhinweise\/fernsehen\/2011\/07\/20110726_sozialdemokraten.phtml\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der Film &bdquo;Sozialdemokraten&ldquo; wird heute Abend zur zuschauerfreundlichen Zeit 22.45 in der ARD ausgestrahlt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Warum die Banken und Spekulanten an der Griechenlandrettung &ldquo;verhindert&rdquo; sind&hellip;<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110726_akt20_kari.jpg\" alt=\"Schuldensumpf\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.glasergrafik.de\/\">GlaserGrafik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Reaktionen auf die Terroranschl&auml;ge in Norwegen; Rechtspopulismus; Die Medien und die Terroranschl&auml;ge; Gewerkschaftspositionen in der Wachstumsdebatte; Krise in S&uuml;deuropa; Psychoanalytiker des Tages: Arbeitsagentur; In 54 St&auml;dten gegen Billiglohn und Hartz IV; Bericht vom bundesweiten Treffen der Initiative &bdquo;Verm&ouml;gensteuer jetzt!&ldquo;; &raquo;Auf der Abschu&szlig;liste&laquo;; Altersvorsorge mit Mittelma&szlig;; Die Kehrseite des Jobwunders;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10226\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10226","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10226","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10226"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10226\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10232,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10226\/revisions\/10232"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10226"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10226"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10226"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}