{"id":102359,"date":"2023-08-11T16:45:20","date_gmt":"2023-08-11T14:45:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102359"},"modified":"2023-08-11T15:50:25","modified_gmt":"2023-08-11T13:50:25","slug":"hinweise-des-tages-ii-595","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102359","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102359#h01\">Rezessionsbek&auml;mpfung ohne Ursachenanalyse aussichtslos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102359#h02\">Mythen &uuml;ber das B&uuml;rgergeld: Nein, hier bekommt niemand so schnell Geld vom Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102359#h03\">Die ukrainische Gegenoffensive ist gescheitert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102359#h04\">Gewalt und Sanktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102359#h05\">Warum die Schlichtungsempfehlung der EVG abgelehnt werden muss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102359#h06\">Gasnotfallplan der EU: St&auml;rker gespart als vorgegeben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102359#h07\">Die kapitalistische Energiewende &ndash; teuer, ineffektiv und schmutzig: E-Hype: Gut f&uuml;rs Gesch&auml;ft, schlecht f&uuml;r die Umwelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102359#h08\">t-online tritt in Sachen Baab nach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102359#h09\">&laquo;Zuversichtlich in die Zukunft gucken&raquo;: Olaf Scholz gibt sich in Erfurt beste Noten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102359#h10\">Colonia obscura &ndash; der Minister mauert, und die Universit&auml;t mauert mit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102359#h11\">mRNA-Impfung: Unbegreifliche Geheimnistuerei geht weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102359#h12\">Die andere Staatsr&auml;son<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102359#h13\">Diffamierung, Zensur und Strafverfolgung treffen Kriegsgegner. Dabei sitzen die Volksverhetzer im Bundestag: Wer gef&auml;hrdet den Frieden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102359#h14\">Die Verfolgung von Assange &ldquo;dauert schon zu lange an&rdquo;, sagt Kevin Rudd<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Rezessionsbek&auml;mpfung ohne Ursachenanalyse aussichtslos<\/strong><br>\nDas monatelange Gerede von einer &bdquo;Winterrezession&ldquo;, einer &bdquo;technischen&ldquo; oder &bdquo;milden&ldquo; Rezession in Deutschland, die im Laufe des Jahres &uuml;berwunden werde, hat ein Ende gefunden. Inzwischen sind die Indikatoren zu erdr&uuml;ckend und die Kritik aus dem Arbeitgeberlager zu laut, als dass sich der Abw&auml;rtstrend der deutschen Wirtschaft von den f&uuml;r die Wirtschaftspolitik Verantwortlichen und den Medien noch besch&ouml;nigen lie&szlig;e.<br>\nDie negative Entwicklung hatte sich seit &uuml;ber einem halben Jahr abgezeichnet, wie hier in einem Beitrag von Anfang Dezember 2022 nachzulesen. Die Rezession beruht auf einem Mangel an Nachfrage: Die Masse der B&uuml;rger &ndash; das gilt f&uuml;r Deutschland wie f&uuml;r die halbe Welt &ndash; hat in diesem Jahr weniger Kaufkraft zur Verf&uuml;gung als im vergangenen Jahr; die Realeinkommen sind gesunken, weil die Preise f&uuml;r Energie und viele Lebensmittel stark gestiegen sind.<br>\nDer Kaufkraftverlust ist zudem in einer Phase eingetreten, in der sich die Wirtschaft gerade von den Folgen der Corona-Pandemie zu erholen begann. Die Unternehmen in vielen Branchen wie auch die Arbeitskr&auml;fte hatten also bereits eine Durststrecke hinter sich und keine Polster aus einem vorherigen Boom angelegt, wie das in &bdquo;normalen&ldquo; Konjunkturzyklen am Ende eines Aufschwungs der Fall ist.<br>\nZwischen dem Beginn der Flaute und dem Eingest&auml;ndnis der Regierung, dass die Konjunktur schlecht l&auml;uft, ist viel wertvolle Zeit verstrichen, die h&auml;tte genutzt werden k&ouml;nnen und m&uuml;ssen, die Konjunktur positiv anzuregen. Was besonders schwer wiegt: Der durch weitgehend exogene Faktoren hervorgerufene, auf Preissch&uuml;ben basierende Nachfragemangel wird von der europ&auml;ischen Geldpolitik massiv verst&auml;rkt. Hinzu kommt in Deutschland eine prozyklische Fiskalpolitik, also der Versuch des Staates, genau dann zu sparen und weniger auszugeben, wenn insgesamt zu wenig Nachfrage vorhanden ist. Das Zusammenspiel dieser Faktoren hat das Zeug dazu, eine Wirtschaftsschw&auml;che in eine langanhaltende Rezession zu verwandeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2023\/08\/11\/rezessionsbekaempfung-ohne-ursachenanalyse-aussichtslos\/\">Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker auf Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Angesichts schlechter Wirtschaftslage in Europa gehen Unternehmen nach China<\/strong><br>\nDie folgenden drei Beispiele machen dies mehr als deutlich:<br>\nBertelsmann Investments, einer der gr&ouml;&szlig;ten deutschen Risikokapitalfonds, plant in den n&auml;chsten drei bis f&uuml;nf Jahren Investitionen in H&ouml;he von 700 Millionen US-Dollar in chinesische Start-ups, wie der Vorstandsvorsitzende Carsten Coesfeld am Samstag in der Financial Times (FT) bekannt gab.<br>\nDer deutsche Volkswagen-Konzern hat rund 700 Millionen US-Dollar in den chinesischen Elektroautohersteller XPENG investiert und h&auml;lt damit rund 4,99 Prozent der Anteile, teilten die beiden Unternehmen am 26. Juli mit. Mit der Kooperation st&auml;rke VW seine Position auf dem chinesischen Automobilmarkt, hie&szlig; es in einer Erkl&auml;rung des Unternehmens.<br>\nDie deutsche BASF und Mingyang Smart Energy, ein chinesischer Windturbinenhersteller, gr&uuml;ndeten am 21. Juli ein Joint Venture f&uuml;r einen Offshore-Windpark in der s&uuml;dchinesischen Provinz Guangdong, hei&szlig;t es in einer Mitteilung der BASF an die Global Times. Dies ist das erste chinesisch-deutsche Offshore-Windparkprojekt, das Entwicklung, Bau und Betrieb umfasst. Der Windpark wird voraussichtlich im Jahr 2025 voll betriebsbereit sein, und der Gro&szlig;teil der erzeugten Energie soll zur Versorgung des BASF-Verbundstandorts Zhanjiang in Guangdong mit erneuerbarem Strom genutzt werden.<br>\nDie Entscheidungen europ&auml;ischer Unternehmen, in China zu investieren und dort Fabriken zu errichten, w&uuml;rden auf rationalen Analysen und positiven Gesch&auml;ftserwartungen beruhen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.china.org.cn\/txt\/2023-08\/11\/content_101361472.htm\">German.China.org.cn<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch das Abstimmen mit den F&uuml;&szlig;en kann ein Ausdruck daf&uuml;r sein, was die Unternehmen von der &ouml;konomischen Kompetenz der EU-Entscheidungstr&auml;gerschaft halten.<\/em><\/p>\n<p>und: <strong>Tausende gr&ouml;&szlig;ere Betriebe geben Gewerbe auf<\/strong><br>\nIm ersten Halbjahr haben 50.600 Betriebe geschlossen. Das sind rund zw&ouml;lf Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Insolvenzen stieg deutlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2023-08\/statistisches-bundesamt-betriebe-gewerbe-aufgegeben\">Zeit Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mythen &uuml;ber das B&uuml;rgergeld: Nein, hier bekommt niemand so schnell Geld vom Staat<\/strong><br>\nUnsere Autorin &auml;rgert sich &uuml;ber die Behauptung, dass Menschen nach Deutschland kommen, um sich direkt in die soziale H&auml;ngematte zu legen. Aus eigener Erfahrung wei&szlig; sie: So einfach ist das alles nicht<br>\nEs vergeht kaum eine Woche, in der ich nicht Artikel &uuml;ber das B&uuml;rgergeld lese. Leider gibt es in den Medien diesbez&uuml;glich, besonders f&uuml;r den populistischen Nutzen, eine Flut an Falschinformationen, die ihresgleichen sucht. Es f&auml;ngt damit an, dass eine seri&ouml;se Berliner Zeitung schreibt, dass alle, die nach Deutschland kommen, B&uuml;rgergeld erhalten. Das ist nicht nur falsch, sondern auch noch eine populistische L&uuml;ge, mit der Stimmung gegen Zuwanderer gemacht werden soll.<br>\nWie sieht die Realit&auml;t aus?<br>\nDie Voraussetzungen f&uuml;r das B&uuml;rgergeld sind Bed&uuml;rftigkeit, Erwerbsf&auml;higkeit und ein deutscher Wohnsitz. Das Mindestalter f&uuml;r den Bezug ist 15 Jahre. Bevor aber &uuml;berhaupt B&uuml;rgergeld beantragt werden kann, m&uuml;ssen zuerst alle anderen Sozialleistungen in Betracht gezogen werden.<br>\nDiese sind: Arbeitslosengeld I, Kindergeld oder Kinderzuschlag und Unterhalt, Elterngeld, Mutterschaftsgeld, Erwerbsminderungsrente, Witwen- und Witwerrente, Waisenrente, Krankengeld, Wohngeld oder Baf&ouml;g.<br>\nReichen diese Mittel nicht oder werden nicht bewilligt, dann kann man B&uuml;rgergeld beantragen. Rentner bekommen kein B&uuml;rgergeld. F&uuml;r Bed&uuml;rftige mit Rentenbezug gibt es die Grundsicherung im Alter. Au&szlig;erdem richtet sich die Grundsicherung an dauerhaft erkrankte B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, die voll erwerbsgemindert sind.<br>\nAsylbewerber, deren Asylantrag noch NICHT anerkannt ist, bekommen KEIN B&uuml;rgergeld! Sie bekommen Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz, die unter dem B&uuml;rgergeldsatz liegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/janina-luett\/buergergeld-nein-hier-bekommt-das-niemand-so-schnell-geld-vom-staat\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die ukrainische Gegenoffensive ist gescheitert<\/strong><br>\nMit bisher katastrophalen Ergebnissen f&uuml;r die Ukraine l&auml;uft deren Gegenoffensive seit dem 4. Juni. Die Verluste &uuml;bersteigen Prognosen bei Weitem. Wesentlicher Grund: der russische Mineng&uuml;rtel.<br>\nDie Regierung in Kiew muss liefern. Seit der Intervention Russlands in die Ukraine summieren sich die westliche Waffen- und Finanzhilfen auf deutlich &uuml;ber 130 Milliarden Euro. Daf&uuml;r m&ouml;chte die USA und ihre Verb&uuml;ndete milit&auml;rische Erfolge sehen &ndash; und dr&auml;ngen Kiew seit Monaten zu einer Offensiv-Operation.<br>\nJetzt zeigt sich, dass die Ukraine nicht zu erfolgreichen Offensivaktionen in der Lage ist, wie etwa noch im September 2022 im Raum Charkow &ndash; trotz milliardenschwerer Waffenlieferungen. Gerade einmal an einer Stelle haben die Ukrainischen Angreifer die erste Linie der russischen Verteidigungsanlagen erreichen, aber nicht durchbrechen k&ouml;nnen. Seit dem 27. Juli hat die Ukraine sogar netto Gebietsverluste zu beklagen, so der Youtube-Kanal WeebUnion, der Quellen beider Kriegsparteien auswertet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Die-ukrainische-Gegenoffensive-ist-gescheitert-9241084.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Warum verliert die Ukraine den Krieg trotz der &uuml;berw&auml;ltigenden Unterst&uuml;tzung des Westens?<\/strong><br>\nWarum verliert die Ukraine den Krieg gegen Russland trotz massivster direkter Unterst&uuml;tzung durch den Westen mit immer mehr und immer zerst&ouml;rerischeren Waffen, mit Munition, mit milit&auml;rischer Ausbildung ukrainischer Soldaten und mit hohen Finanzkrediten? Der tschechische Milit&auml;r-Experte Jaroslav &Scaron;tefec hat darauf eine Antwort. [&hellip;]<br>\nAuch wenn es wie ein Widerspruch erscheinen mag, hilft die st&auml;ndige Unterst&uuml;tzung des Westens f&uuml;r die kriegf&uuml;hrende Ukraine nicht wirklich, sondern zerst&ouml;rt sie systematisch. Sowohl menschlich, durch die anhaltende Auswanderung und den Verlust eines betr&auml;chtlichen Teils von mindestens zwei Generationen wirtschaftlich aktiver M&auml;nner auf den Kriegsfeldern, als auch wirtschaftlich, finanziell, durch den Kauf riesiger Mengen an Waffen und Munition und durch massive Kredite, die die verbleibende Bev&ouml;lkerung f&uuml;r viele Jahrzehnte verschuldet. Und auch &ouml;kologisch: Die anhaltenden K&auml;mpfe f&uuml;hren zur Zerst&ouml;rung riesiger Fl&auml;chen von Feldern und einheimischer Vegetation und zur Verseuchung des Bodens mit Schwermetallen und anderen hochgiftigen Stoffen, die durch die Explosionen der Munition oder der ganzen Lagerh&auml;user, in denen sie gelagert wird, freigesetzt werden. Von den Raketen, die abgereichertes Uran enthalten, wollen wir gar nicht erst reden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/warum-verliert-die-ukraine-den-krieg-trotz-der-ueberwaeltigenden-unterstuetzung-des-westens\">Globalbridge<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gewalt und Sanktionen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung sucht mit der Entsendung von Entwicklungsministerin Svenja Schulze nach Westafrika Einfluss auf den Konflikt um Niger zu nehmen. Der Druck auf die Junta in Niamey h&auml;lt an; am gestrigen Donnerstag beschloss die westafrikanische Staatengruppe ECOWAS die sofortige Aufstellung einer Eingreiftruppe, die sich bereithalten soll, nach Niger einzumarschieren, falls die Putschisten den gest&uuml;rzten Pr&auml;sidenten Mohamed Bazoum nicht wieder in sein Amt zur&uuml;ckbringen. Die Drohung mit einer &ndash; v&ouml;lkerrechtswidrigen &ndash; Invasion zur Wiedereinsetzung einer Regierung, die &bdquo;extrem unbeliebt&ldquo; war, wie Beobachter konstatieren, treibt wachsende Teile von Nigers Bev&ouml;lkerung zur Unterst&uuml;tzung der Putschisten. Auch in Nigeria, das einen Gro&szlig;teil der Truppen stellen wird, nimmt der Widerstand zu. Die schon jetzt geltenden ECOWAS-Sanktionen verhindern sogar die Lieferung lebensnotwendiger G&uuml;ter und drohen in Niger, einem der &auml;rmsten L&auml;nder der Welt, den ohnehin gravierenden Hunger zu verst&auml;rken. Berlin, Paris und die EU billigen die ECOWAS-Ma&szlig;nahmen bislang; Bazoum kooperierte eng mit ihnen. Schulze wird ab Montag in Nigeria und in Mauretanien erwartet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9327\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Sanktionen gegen Niger? EU erklimmt neue H&ouml;hen der Heuchelei<\/strong><br>\nDie EU, wen wundert&rsquo;s, bastelt wieder mal an Sanktionen. Das hat nicht nur Reuters mit Berufung auf einen der &uuml;blichen anonymen EU-Vertreter verk&uuml;ndet, das hat auch die Sahel-Beauftragte der EU, Emanuela del Re, in einem Interview mit der italienischen Zeitung Republica verk&uuml;ndet.<br>\nZiel der Sanktionen soll Niger sein, wegen des Milit&auml;rputsches. &ldquo;Druck und Sanktionen. So wird es uns gelingen, die Rebellengener&auml;le aus Niamey zu vertreiben&rdquo;, erkl&auml;rte del Re. Sanktionen gegen ein Land, das auf dem Human Development Index, einer UN-Liste, die die soziale Entwicklung der L&auml;nder wiedergibt, Platz 189 von 194 einnimmt? Das eine Lebenserwartung von 61,5 Jahren aufweist, eine Alphabetisierungsrate von 43,5 Prozent bei M&auml;nnern und 26,6 bei Frauen &ndash; und das ist schon mehr als eine Verdopplung der Ausgangswerte von 2001?<br>\nEU-Sanktionen sind immer unappetitlich, arrogant und kolonialistisch, und sie sind vor allem eines &ndash; v&ouml;lkerrechtlich absolut illegal. Denn das einzige Gremium, das legal Sanktionen verh&auml;ngen kann, ist der UN-Sicherheitsrat. Wurde der mit diesem Thema betraut? Man macht das lieber so, es k&ouml;nnte n&auml;mlich sein, dass da das eine oder andere Veto dazwischenger&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.me\/meinung\/177432-sanktionen-gegen-niger-eu-erklimmt\/\">Dagmar Henn in RT DE<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Politik der EU &ndash; das f&auml;llt besonders seit der Amtszeit von Frau von der Leyen als EU-Kommissionspr&auml;sidentin auf &ndash; besteht im Wesentlichen aus der Gefolgschaft zu den USA, Sanktionen als (vermeintliches) Druckmittel sowie medialen Zensurma&szlig;nahmen und einer sehr ausgepr&auml;gten Doppelmoral. Im bisher gr&ouml;&szlig;ten und &ouml;konomisch st&auml;rksten Mitgliedsland Deutschland mangelt es seit vielen Jahren an einer Strategie, die die eigenen nationalen Interessen benennt und f&uuml;r deren internationale Durchsetzung auf der Basis von Kooperation und Vertrauen sorgt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Warum die Schlichtungsempfehlung der EVG abgelehnt werden muss<\/strong><br>\nNach heftigen Protesten vieler Mitglieder und mehrerer Ortsgruppen sah sich die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG nun doch gezwungen, den ganzen Text der Schlichtungsempfehlung bekannt zu geben.<br>\nVergangene Woche hatte Vorstandsmitglied Frank Hauenstein auf einer Mitgliederversammlung noch erkl&auml;rt, der Wortlaut der 140-Seiten-Vereinbarung sei vertraulich. Es sei am Ende der Schlichtung von allen Beteiligten Stillschweigen vereinbart worden, ihm seien &bdquo;leider die H&auml;nde gebunden&ldquo;. Der EVG-Vorstand wollte nur &uuml;ber seine Zusammenfassung der &bdquo;Empfehlung&ldquo; abstimmen lassen. Erst als Mitglieder dagegen sturmliefen, gab die EVG-Spitze nach.<br>\nEine Analyse der Schlichtungsvereinbarung macht klar, warum die Gewerkschaft sie ihren Mitgliedern verheimlichen wollte: Sie ist ein Schlag ins Gesicht der EVG-Mitglieder, die systematisch nach Unternehmen, Berufsgruppen und selbst innerhalb der Berufsgruppen gespalten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2023\/08\/09\/evgs-a09.html\">WSWS<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gasnotfallplan der EU: St&auml;rker gespart als vorgegeben<\/strong><br>\nVor einem Jahr hat die EU auf den russischen Einmarsch in der Ukraine und einen drohenden Gasmangel reagiert &ndash; mit einem Sparplan, der im Notfall verpflichtend werden sollte. Was hat er gebracht? [&hellip;]<br>\nZwar drosselte Moskau die Gaslieferungen an die EU, aber die Temperaturen im vergangenen Winter blieben vergleichsweise mild. Auch deshalb konnte die EU ihre Sparziele &uuml;bererf&uuml;llen: Zwischen vergangenem August und Januar dieses Jahres ging der Gasverbrauch um 19 Prozent zur&uuml;ck.<br>\nNach Angaben der Br&uuml;sseler Denkfabrik Bruegel war im vergangenen Sommer die Industrie f&uuml;r den L&ouml;wenanteil der Einsparungen verantwortlich. Im Herbst senkten Haushalte ihre Nachfrage erheblich, teilweise wegen des &uuml;berdurchschnittlich warmen Wetters. Im ersten Quartal dieses Jahres lag die Gasnachfrage in der EU laut Bruegel 18 Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2021.<br>\nIn Deutschland befinden sich die Verbrauchszahlen laut Bundesnetzagentur auf &auml;hnlichem Niveau.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/eu-gas-notfall-plan-100.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Mit der Meldung, die Gaspreisbremse habe den Steuerzahler viel weniger gekostet als geplant, wird den Lesern auf perfide Art Sand in die Augen gestreut. Alles nicht so schlimm, wir haben die Probleme im Griff, sind auf dem richtigen Weg, lautet die Botschaft. Das w&auml;re sch&ouml;n, leider sieht die Wirklichkeit anders aus. Der Verzicht auf russisches Gas bzw. die Wirtschaftssanktionen gegen Russland kosten die Verbraucher und den Steuerzahler viel Geld. Die Einrichtung der LNG-Terminals vor den K&uuml;sten an Nord- und Ostsee kosten Milliarden, belasten das dortige &Ouml;kosystem. F&uuml;r die Speicherung von Gas m&uuml;ssen Gaskunden seit 1. Juli 2023 tiefer in die Tasche greifen. Und die hohen Ausgaben f&uuml;r das schmutzige LNG-Gas, das Robert Habeck in gro&szlig;em Still insbesondere in den USA einkaufen lie&szlig;, werden sp&auml;ter auf den Rechnungen der Gasverbraucher auftauchen. Logische Konsequenz dieser Einkaufspolitik w&auml;re die F&ouml;rderung von LNG-Gas in Deutschland, insbesondere im Untergrund von Niedersachsen sollen gro&szlig;e Mengen lagern. Der Vorteil: Einsparung von Transportkosten und weniger Investitionen in LNG-Terminals. Doch damit w&uuml;rde die ganze Verlogenheit der gr&uuml;nen Energiepolitik offensichtlich, massive Proteste der Menschen vor Ort und insbesondere auch der eigenen gr&uuml;nen Klientel w&auml;ren programmiert. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die kapitalistische Energiewende &ndash; teuer, ineffektiv und schmutzig: E-Hype: Gut f&uuml;rs Gesch&auml;ft, schlecht f&uuml;r die Umwelt<\/strong><br>\nMehr als 100 Kilowattstunden f&uuml;r die Produktion von G&uuml;tern, Heizung, Transport, Beleuchtung, Information und anderes betr&auml;gt der durchschnittliche Energieverbrauch pro Person in Deutschland &ndash; jeden Tag. Das ist doppelt so viel wie im weltweiten Durchschnitt. So unverzichtbar die Abkehr von den fossilen Brennstoffen ist: Diese Energiemengen gibt es nicht zum (&ouml;kologischen) Nulltarif. Solar- und Windenergie, E-Mobilit&auml;t und die Heizung mit elektrisch betriebenen W&auml;rmepumpen sind in aller Munde. Der Umstieg auf Strom soll die hierzulande nicht nur als technisch &uuml;berholt, sondern schon als &bdquo;b&ouml;se&ldquo; betrachteten Kohlenwasserstoffe ersetzen. W&auml;hrend bisher beispielsweise die F&ouml;rderung von &Ouml;lschiefer in Kanada oder Braunkohle in Deutschland weite Fl&auml;chen unbewohnbar gemacht hat, werden in Zukunft neue Gebiete weltweit durch die F&ouml;rderung der Rohstoffe f&uuml;r die &bdquo;Energiewende&ldquo; in Mitleidenschaft gezogen werden. (&hellip;)<br>\nBei der Produktion und auch beim Betrieb von Elektroautos wird &ndash; wird je nach Energiemix &ndash; CO2 freigesetzt. Zu Beginn der Lebensdauer eines Elektroautos weist es &ndash; nicht zuletzt wegen des Abbaus der Mineralien &ndash; einen h&ouml;heren CO2-Abdruck auf als ein Auto mit Verbrennungsmotor. Mit einer gewissen Laufleistung holt das Elektroauto auf, da im Betrieb weniger CO2 als bei einem Verbrenner entsteht. Wann das Elektroauto in die &bdquo;Gewinnzone&ldquo; kommt, also insgesamt weniger CO2 erzeugt als der Verbrenner, h&auml;ngt vom jeweiligen Strommix ab. In den USA liegt dieser &bdquo;Break-Even-Point&ldquo; nach Sch&auml;tzungen bei ungef&auml;hr 30.000 Kilometern. In L&auml;ndern mit einem hohen Anteil an Kohle oder auch verfl&uuml;ssigtem Erdgas (LNG) liegt dieser Punkt sehr viel h&ouml;her &ndash; in Polen zum Beispiel bei fast 130.000 Kilometern. Aber das gilt nur, wenn man gleich gro&szlig;e Fahrzeuge miteinander vergleicht. Je nach Energiemix ist es m&ouml;glich, dass ein Kleinwagen mit Verbrennungsmotor w&auml;hrend seiner gesamten Lebensdauer weniger CO2-Aussto&szlig; verursacht als ein gro&szlig;es E-Auto. Aber im Kapitalismus gilt: mehr Masse, mehr Ressourcenverbrauch, mehr Umsatz &ndash; und mehr M&ouml;glichkeiten, Gewinn zu erzielen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/e-hype-gut-fuers-geschaeft-schlecht-fuer-die-umwelt-4782727\/\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>t-online tritt in Sachen Baab nach<\/strong><br>\nLars Wienand von t-online hat es getan: Nachgetreten. Nachdem Patrik Baab sein Gerichtsverfahren gegen die Uni Kiel gewonnen hat, will er nun recht behalten.<br>\nDie Causa Patrik Baab ist den Lesern unseres Magazins vermutlich bekannt. (Nachzulesen hier, hier und hier.) Ihren Anfang nahm die Geschichte mit Lars Wienand. Der t-online-Redakteur hatte damals berichtet, dass Patrik Baab in der Ostukraine unter die Wahlbeobachter gegangen sei &ndash; damit habe er die Vorgehensweise Russlands legitimiert. Daraufhin verlor Baab zwei Lehrauftr&auml;ge an zwei Hochschulen in Deutschland.<br>\nGegen eine Hochschule, die Christian-Albrechts-Universit&auml;t zu Kiel, strebte er ein Gerichtsverfahren an. Dies ist, wie erw&auml;hnt, von ihm mittlerweile gewonnen worden. Die Vorw&uuml;rfe der Wahlbeobachtung erh&auml;rteten sich nicht. Baab wurde nirgends als solcher gef&uuml;hrt. Doch Wienand tritt jetzt nach.<br>\nHierzu rekapituliert er zun&auml;chst nochmal den Fall. Seine Betrachtung ist nat&uuml;rlich wertend. So r&uuml;ckt er Baab abermals in die Rolle der Wahlbeobachtung, erkl&auml;rt auch, dass die Referenden international nicht anerkannt wurden, lediglich Nordkorea habe die Abstimmung anerkannt. Baab und Nordkorea also: Die Achse des B&ouml;sen f&uuml;r Wienand. Dabei stimmt das noch nicht mal, denn neben Nordkorea haben Wei&szlig;russland, Nicaragua und Syrien die Referenden anerkannt. China, Indien und 33 weitere Staaten enthielten sich mit einer Wertung w&auml;hrend einer Dringlichkeitssitzung der Vereinten Nationen. Nat&uuml;rlich stimmt aber, dass eine Mehrheit der Staaten diese Abstimmung nicht anerkannte.<br>\nDann erkl&auml;rt Wienand, dass viele Medien Baab als Wahlbeobachter wahrnahmen. Insbesondere ausl&auml;ndische Medien, die vor Ort waren. Das ist auf zwei Ebenen kurios. Denn Wienand hat keine Beweise f&uuml;r einen &raquo;Wahlbeobachter Baab&laquo;, zitiert aber so eine gef&uuml;hlt wahrgenommene Wahlbeobachtung, weil es Medien gibt, die das glaubten &ndash; Befindlichkeit als Rechtfertigung.<br>\nDie andere Ebene ist perfide, denn Wienand bezieht sich auf Medienvertreter, die vor Ort waren. Was nach seinem Gusto &ndash; was auch die deutsche Wertung der Dinge ist &ndash; ja auch gar nicht sein d&uuml;rfe, denn Journalisten w&uuml;rden das Ereignis nur durch ihr rein physisches Anwesenheit rechtfertigen, weswegen sie tunlichst fernzubleiben haben. Jetzt bezieht er sich aber auf Medienleute, die dabei waren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kommentar\/gesellschaft-kommentar\/t-online-tritt-in-sachen-baab-nach\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&laquo;Zuversichtlich in die Zukunft gucken&raquo;: Olaf Scholz gibt sich in Erfurt beste Noten<\/strong><br>\nExemplarisch f&uuml;r den Scholz&rsquo;schen Rede- und Denkstil, der ansatzlos &uuml;berwechselt vom Mikromanagement des Missvergn&uuml;gens zur utopischen Globalerz&auml;hlung, war seine Reaktion auf die Vorhaltungen einer B&uuml;rgermeisterin aus dem Landkreis Weimarer Land.<br>\nFranziska Hildebrandt berichtete, was etwa auch der B&uuml;rgermeister der sachsen-anhaltischen Gemeinde Burg in jenem vor drei Wochen abgesandten Brief zu beschreiben wusste, den der Kanzler bisher nicht beantwortete. In Burg, war da zu lesen, werde die Politik &laquo;schlichtweg nicht mehr akzeptiert&raquo;, zu negativ machten sich die Folgen der Migrationspolitik in den Strassen und auf den Pl&auml;tzen bemerkbar.<br>\nDie Verbindung zur weitgehend ungeregelten Zuwanderung stellte die B&uuml;rgermeisterin der Gemeinde Klettbach nicht explizit her, doch ihr Credo war dasselbe wie beim Amtskollegen im benachbarten Bundesland: &laquo;Die Menschen f&uuml;hlen sich nicht mehr mitgenommen. Sie verlieren immer mehr das Vertrauen in die Politik.&raquo; Damit, sollte man meinen, war das Selbstverst&auml;ndnis des Kanzlers im Kern herausgefordert. Wer, wenn nicht er, muss mitsamt seiner Richtlinienkompetenz aufs H&ouml;chste alarmiert sein, wenn die B&uuml;rger das Vertrauen aufk&uuml;ndigen?<br>\nScholz antwortete auf bew&auml;hrte Weise und wirkte doch seltsam fahrig. In &laquo;Zeiten grosser Umbr&uuml;che&raquo; machten die Menschen sich Sorgen und h&auml;tten Angst. Das nehme er ernst, das verurteile er nicht. Dagegen setzte Scholz aber eine Erz&auml;hlung, wie sie grunds&auml;tzlicher, globaler und damit weiter entfernt vom Weimarer Land gar nicht sein k&ouml;nnte.<br>\nEr verwies auf Elektroautos, die &uuml;berall auf der Welt gebaut w&uuml;rden, und die auch in Deutschland zum Erfolgsmodell werden k&ouml;nnten. Er prophezeite eine Weltbev&ouml;lkerung von zehn Milliarden Menschen, die bis zur Mitte dieses Jahrhunderts auf der Erde leben werden und von denen wiederum Milliarden zu Wohlstand aufsteigen w&uuml;rden. Er erl&auml;uterte seinen Glauben an den inneren Zusammenhang von Wohlstand, Wachstum und Klimaschutz. Er erz&auml;hlte von seinen Hoffnungen auf Wasserelektrolyse, Windkraftanlagen und Solarpaneelen aus heimischer Produktion und gelangte zum Fazit: &laquo;Unsere Chancen sind schon ganz sch&ouml;n gut.&raquo; Deutschland m&uuml;sse weiter auf seine Ingenieure, Wissenschafter, Unternehmer und Arbeitnehmer setzen.<br>\nB&uuml;rgermeisterin Hildebrandt war davon nicht &uuml;berzeugt, der Applaus blieb ein Rinnsal. Die Frage nach den sozialen wie &ouml;konomischen Folgekosten der Migration hatte der Kanzler mit seiner Antwort umschifft. Doch ob er mit dieser Verschiebung der Problemlage ins weitgespannte Horizontale Hoffnung ges&auml;t hatte in Th&uuml;ringen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/olaf-schulz-beim-kanzlergespraech-zuversichtlich-in-die-zukunft-gucken-ld.1751130\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Colonia obscura &ndash; der Minister mauert, und die Universit&auml;t mauert mit<\/strong><br>\nAn der Universit&auml;t zu K&ouml;ln hat eine Kommission gegen Gesundheitsminister Prof. Dr. med Dr. sc. (Harvard) Lauterbach ein Verfahren wegen wissenschaftlichen Fehlverhaltens durchgef&uuml;hrt und empfohlen, das Verfahren einzustellen. Dieser Empfehlung hat sich Rektor Prof. Dr. Axel Freimuth am 21. Juli 2023 angeschlossen und sie damit offiziell umgesetzt. Ein solch bemerkenswerter Vorgang soll hier in zwei Teilen kritisch kommentiert werden.<br>\nNach vorl&auml;ufigem Abschluss der umfangreichen Recherchen rund um den beruflichen Werdegang des Bundesgesundheitsministers wurde die Universit&auml;t K&ouml;ln, die Karl Lauterbach seinerzeit zum Professor berufen hatte, &uuml;ber ein m&ouml;gliches Fehlverhalten des damals jungen Wissenschaftlers informiert. Ziel war ein offizielles Pr&uuml;fungsverfahren. Was kam dabei heraus? (&hellip;)<br>\nNach au&szlig;en hin sieht es aus wie ein ordentliches und erfolgreiches Beispiel wissenschaftsinterner Qualit&auml;tssicherung. Als ein solches wurde es auch von Karl Lauterbach selbst standesgem&auml;&szlig; auf Twitter kommentiert:<br>\n&bdquo;Die Universit&auml;t K&ouml;ln hat meine Bewerbung an die Uni T&uuml;bingen von vor 28 J gepr&uuml;ft. Ich bekam die Professur, nahm sie aber nicht an. Die Pr&uuml;fung der Bewerbung ergab einstimmig: kein wissenschaftliches Fehlverhalten. Danke f&uuml;r die aufw&auml;ndige Pr&uuml;fung.&ldquo;<br>\nLauterbach verlinkte einen Artikel aus Spiegel-online, in dem die frohe Botschaft bereits am Morgen verk&uuml;ndet worden war. Der zeitliche Abstand zwischen Lauterbachs Tweet und der Ver&ouml;ffentlichung des Spiegel-Artikels betrug 13 Minuten. Durch dpa multipliziert, zogen weitere Medienh&auml;user wenig sp&auml;ter entsprechend nach, erg&auml;nzt um den obligatorischen Lauterbach-Tweet, aber mit gleicherma&szlig;en wenig inhaltlichem Tiefgang. Case closed?<br>\nMitnichten. Was au&szlig;en gl&auml;nzt, kann innen komplett verrottet sein. So stellt sich der Vorgang dem Verfasser dar, der sich als Hinweisgeber in diesem Verfahren hier nun zu erkennen gibt. In diesem ersten Teil soll es um die Rahmenbedingungen des Verfahrens gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/inland\/colonia-obscura-der-minister-mauert-und-die-universitaet-mauert-mit\/%20\">Thomas Kubo in Hintergrund<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Mehr &uuml;ber den fragw&uuml;rdigen Karriereverlauf des derzeit amtierenden Bundesgesundheitsministers k&ouml;nnen Sie u.a. hier erfahren: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62278\">Professor Seltsam oder: Wie ich lernte, Talkshows zu hassen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>mRNA-Impfung: Unbegreifliche Geheimnistuerei geht weiter<\/strong><br>\nZu viele Fragen zu Risiken seien ungekl&auml;rt, sagen zwei Professoren. Die Beh&ouml;rden verweigern Ausk&uuml;nfte und sch&uuml;tzen die Hersteller.<br>\nEine Pressesprecherin der Firma Biontech sagte Ende Januar 2022 gegen&uuml;ber der &laquo;Berliner Zeitung&raquo; in Bezug auf die Covid-Impfung: &laquo;Bis heute sind BioNTech keine Chargen-spezifischen Nebenwirkungsmeldungen bekannt.&raquo;<br>\nDoch ein Jahr sp&auml;ter legten neue Daten einen Zusammenhang zwischen der Chargengr&ouml;sse und der Anzahl an Verdachtsmeldungen auf Nebenwirkungen nahe: Bei kleinen Chargen des Covid-Impfstoffs von Pfizer\/Biontech mit wenig Impfstoffdosen gab es prozentual viele Verdachtsmeldungen. Bei grossen Chargen dagegen gab es wenige oder sogar gar keine Verdachtsmeldungen, zeigte eine Auswertung d&auml;nischer Wissenschaftler im &laquo;European Journal of Clinical Investigation&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesundheit\/mrna-impfung-unbegreifliche-geheimnistuerei-geht-weiter\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die andere Staatsr&auml;son<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Bundesrepublik sich als Vork&auml;mpferin gegen Kriegsverbrechen in aller Welt inszeniert, hat sie sich jahrzehntelang f&uuml;r Strafbefreiung f&uuml;r deutsche Kriegsverbrecher im Zweiten Weltkrieg stark gemacht. Dies belegen geschichtswissenschaftliche Untersuchungen im Detail. Erst vor wenigen Tagen ist in Bremen ein Syrer festgenommen worden, dem vorgeworfen wird, als Anf&uuml;hrer einer Miliz Menschen gefoltert und misshandelt zu haben. Berlin dringt zudem darauf, angebliche oder tats&auml;chliche russische Kriegsverbrechen im Ukraine-Krieg strafrechtlich zu ahnden. Ganz im Gegensatz dazu setzten sich s&auml;mtliche Regierungen der Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis 1989 konsequent f&uuml;r die Freilassung deutscher Kriegs- und anderer NS-Verbrecher im westlichen Ausland ein. Der Historiker Felix Bohr zeichnet dies in seinem Buch &bdquo;Die Kriegsverbrecherlobby: Bundesdeutsche Hilfe f&uuml;r im Ausland inhaftierte NS-T&auml;ter&ldquo; am Beispiel deutscher Kriegsverbrecher in Italien und in den Niederlanden nach. Der staatliche Einsatz f&uuml;r Kriegs- und NS-Verbrecher wurde demnach von allen gr&ouml;&szlig;eren Parteien im Deutschen Bundestag mitgetragen und geh&ouml;rte &bdquo;bis 1989 zur bundesdeutschen Staatsr&auml;son&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9322\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Diffamierung, Zensur und Strafverfolgung treffen Kriegsgegner. Dabei sitzen die Volksverhetzer im Bundestag: Wer gef&auml;hrdet den Frieden?<\/strong><br>\nWer Zweifel an der Politik der deutschen Machthaber &ouml;ffentlich &auml;u&szlig;ert, hat keine guten Karten. Schlimmer ist es, Ursachen und Anlass des Ukraine-Krieges anders zu sehen als amtlich verordnet. Die offiziellen Reaktionen reichen von Diffamierung &uuml;ber berufliche Nachteile bis hin zu strafrechtlichen Sanktionen. Das Bundeskriminalamt meldete 2.821 Straftaten allein f&uuml;r 2022, die in direktem Zusammenhang mit dem Krieg standen. Explodiert ist die Anzahl von Ermittlungen nach Paragraf 140 Strafgesetzbuch (Billigung von Straftaten) mit 1.169 F&auml;llen. (&hellip;)<br>\nDie Strafverfolgungen gehen einher mit staatlicher Zensur, mit Verboten und Behinderungen der Auftritte von Wissenschaftlern und K&uuml;nstlern, die nicht der Staatsr&auml;son folgen. Diskriminiert und verleumdet werden Friedensdemonstrationen wie die der &bdquo;Handwerker f&uuml;r den Frieden&ldquo; in Bremen und Dessau und weiteren St&auml;dten vor allem im Osten. &bdquo;Messias&ldquo; Gauck erkl&auml;rt die Aufs&auml;ssigkeit der Ostdeutschen mit der autorit&auml;ren DDR. Deutsche Medien hetzen gegen alles, was russisch ist, und heizen so die Feindschaft weiter an. Die eigene Bev&ouml;lkerung wird manipuliert, viele folgen willenlos dem Kriegskurs. Nicht Friedensinitiativen bestimmen Deutschlands Politik, sondern Eskalation und Zuspitzung. Jede Gelegenheit wird daf&uuml;r gesucht und genutzt. Keine L&uuml;ge ist ungeeignet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/wer-gefaehrdet-den-frieden-4782798\/\">Hans Bauer in unsere zeit<\/a>\n<p>dazu: <strong>Daf&uuml;r, dass es keine Cancel-Culture gibt, wurden in 6 Monaten ziemlich viele gecancelt<\/strong><br>\nBesonders perfide ist, dass Veranstaltungsabsagen oft darauf zur&uuml;ckgehen, dass von einer selbsternannten Sittenpolizei koordiniert Druck auf Veranstalter ausge&uuml;bt wird, wobei die Initiatioren oft anonym bleiben oder sich in der Masse verstecken. Wenn das oft genug vorkommt, werden viele Veranstalter von vornherein darauf verzichten, bestimmte Wissenschaftler, Journalisten oder K&uuml;nstler zu Vortr&auml;gen oder Ausstellungen einzuladen, um sich keinen gesch&auml;fts- oder rufsch&auml;digenden &Auml;rger einzuhandeln. Davon erf&auml;hrt dann niemand mehr.<br>\nBesonders deutlich hat das Dilemma von Veranstaltern vor Kurzem der Professor gemacht, der eine Einladung zum Vortrag an den Historiker Egon Flaig auf Druck von diffuser Seite &bdquo;mit gro&szlig;em Bedauern&ldquo; zur&uuml;cknahm, um Schaden von seinen Mitarbeitern abzuwenden. An der Uni &uuml;bernimmt niemand die Verantwortung f&uuml;r die Ausladung und die Beteiligten verweigern eine Begr&uuml;ndung. Sie verstecken sich stattdessen hinter einem behaupteten Konsens.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/propaganda-zensur\/6-monate-cancel-tagebuch\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Verfolgung von Assange &ldquo;dauert schon zu lange an&rdquo;, sagt Kevin Rudd<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nKevin Rudd sagt, die Verfolgung von Julian Assange durch die Vereinigten Staaten dauere schon &ldquo;zu lange&rdquo; und er werde weiterhin die Bedenken Australiens zum Ausdruck bringen.<br>\nW&auml;hrend eines Besuchs in Australien im Rahmen von Gespr&auml;chen auf hoher Ebene sagte US-Au&szlig;enminister Antony Blinken, Assange werde &ldquo;eines sehr ernsten kriminellen Verhaltens&rdquo; beschuldigt.<br>\n[&hellip;]<br>\n&ldquo;Was die j&uuml;ngsten &Auml;u&szlig;erungen von Minister Blinken betrifft, so ist dies von der Regierung zu erwarten und spiegelt ihre Besorgnis &uuml;ber die Geschichte des Falles wider&rdquo;, sagte er am Mittwoch vor Reportern in Canberra.<br>\n&ldquo;Wir in Australien haben unsere eigenen Bedenken, die wir weiterhin wiedergeben, und meine Aufgabe als Australiens f&uuml;hrender Diplomat in den USA ist es, uns effektiv zu engagieren, was in der Regel bedeutet, im Stillen mit der US-Regierung zusammenzuarbeiten, um unsere Chancen (our prospects) zu maximieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/thewest.com.au\/politics\/assange-pursuit-gone-on-for-too-long-kevin-rudd-says-c-11535704%20\">The West Australian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Interessant und positiv, dass Botschafter Rudd von &ldquo;unseren Chancen&rdquo; spricht, und sich nicht von Julian Assange distanziert, wie es fr&uuml;here australische Regierungen getan haben. Allerdings hatte Rudd als australischer Au&szlig;enminister auch im Jahre 2010 schon die US-Beh&ouml;rden als Hauptschuldige f&uuml;r die Wikileaks Ver&ouml;ffentlichen ausgemacht, <a href=\"https:\/\/taz.de\/Aussenminister-Rudd-fuer-Wikileaks\/!5130828\/\">wie aus diesem taz-Artikel<\/a> hervorgeht. M&ouml;ge dieses, wenn auch sp&auml;te Engagement der australischen Regierung anhalten, und hoffentlich Fr&uuml;chte tragen, so dass Julian Assange auf freien Fu&szlig; kommt. Es setzen sich auch weiterhin viele Mitb&uuml;rger auf Mahnwachen f&uuml;r Julian Assange ein. Mehr Infos auf <a href=\"https:\/\/www.freeassange.eu\/#veranstaltungen\">FreeAssange.Eu<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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