{"id":102411,"date":"2023-08-14T08:41:14","date_gmt":"2023-08-14T06:41:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102411"},"modified":"2023-08-14T08:41:14","modified_gmt":"2023-08-14T06:41:14","slug":"hinweise-des-tages-4419","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102411","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102411#h01\">Armenien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102411#h02\">Das Versprechen, dass sich die NATO nicht nach Osten ausdehnt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102411#h03\">Brief aus Moskau &ndash; &uuml;ber die ukrainischen Medien des Hasses<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102411#h04\">Kiews Schatten in D. C.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102411#h05\">&laquo;Der Russland-Afrika-Gipfel in St. Petersburg ist ein Meilenstein&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102411#h06\">US-Justizministerium setzt Sonderermittler zu Bidens Sohn Hunter ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102411#h07\">Vielsagende Passagen in der Erkl&auml;rung von Bundespr&auml;sident Steinmeier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102411#h08\">Wirtschaftsweise Grimm stimmt Deutsche auf h&auml;rtere Zeiten ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102411#h09\">CDU fordert h&ouml;here Eigenbeteiligung von Versicherten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102411#h10\">Der verlorene Kompass in der Corona-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102411#h11\">Das Wetter als Glaubenssache<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102411#h12\">PR-Gag oder Propaganda? &ldquo;Wahre-Kosten-Aktion&rdquo; von Penny wird von EU und Bund bezahlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102411#h13\">Wollen die Europ&auml;er wirklich mehr Zensur?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Armenien<\/strong><br>\nDer V&ouml;lkerrechtler Luis Moreno Ocampo, ehemals Chefankl&auml;ger des Internationalen Strafgerichtshofs, hat in seinem gerade ver&ouml;ffentlichten Bericht &bdquo;Genocide against Armenians in 2023&ldquo; die Blockade des Latschin-Korridors, mit der Aserbaidschan die 120.000 ethnischen Armenier in der Enklave Bergkarabach seit Monaten von jeder &uuml;berlebensnotwendigen Versorgung abschneidet, als &bdquo;V&ouml;lkermord durch Aushungern&ldquo; bezeichnet, &bdquo;dieselbe t&ouml;dliche Methode, die 1915 gegen Armenier und 1939 gegen Polen und Juden angewandt wurde&ldquo;.<br>\nUnter Verletzung des Internationalen Menschenrechts, der Urteile des Internationalen Gerichtshofs sowie der Selbstverpflichtung aus dem trilateralen Abkommen vom November 2020 blockiert Aserbaidschan seit Dezember letzten Jahres absichtsvoll die einzige Lebensader der Armenier in Arzach.<br>\nErmuntert von der v&ouml;lligen Indifferenz seiner europ&auml;ischen Gesch&auml;ftspartner l&auml;sst der neue &bdquo;Wertepartner&ldquo; der EU seit dem 15. Juni 2023 nun endg&uuml;ltig nichts und niemanden mehr passieren, selbst humanit&auml;re Lieferungen nicht, w&auml;hrend er gleichzeitig die Gas- und Elektrizit&auml;tszufuhr beschneidet und die wenigen Landwirtschaftsfl&auml;chen von bewaffneten Milit&auml;rhanseln beschie&szlig;en l&auml;sst.<br>\n30.000 Kinder, 2.000 Schwangere, 20.000 Alte haben zwei Monate sp&auml;ter (erwartungs- und wunschgem&auml;&szlig;) den Zustand der akuten Lebensbedrohung erreicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/MartinSonneborn\/status\/1690727578028412929\">Martin Sonneborn via Twitter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das Versprechen, dass sich die NATO nicht nach Osten ausdehnt<\/strong><br>\nDie NATO an der russischen Grenze verk&uuml;rzt bei einem Angriff die Reaktionszeit und erh&ouml;ht das Risiko eines Atomwaffeneinsatzes. (&hellip;)<br>\nIm Folgenden die gek&uuml;rzte Fassung eines Kapitels aus dem Buch &laquo;Putin &ndash; Herr des Geschehens?&raquo;*. Zwischentitel von der Redaktion.<br>\nNATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg sagt nicht die Wahrheit<br>\nNach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems &auml;ndert sich die geopolitische Karte Europas. Die NATO-Osterweiterung mit der Integration Ungarns, Tschechiens und Polens 1999, dann der drei baltischen L&auml;nder, der Slowakei, Sloweniens, Rum&auml;niens und Bulgariens 2004 schiebt die NATO unerbittlich auf die russische Grenze zu.<br>\nZun&auml;chst sieht Russland keine Bedrohung in dieser Entwicklung. Aber Anfang der 2000er-Jahre, als die Amerikaner in Erw&auml;gung ziehen, Raketenabwehrsysteme (BMD: Ballistic Missile Defense Systems) in Osteuropa zu stationieren, nehmen die Dinge eine neue Wende. Die Ank&uuml;ndigung eines &laquo;intensiven Dialogs&raquo; mit der Ukraine und Georgien im Hinblick auf eine Aufnahme im Jahr 2008 bekommt damit eine neue Dimension.<br>\nObwohl sie h&auml;ufig als ein unseri&ouml;ses, von Russland verbreitetes Ger&uuml;cht dargestellt werden, sind die Zusicherungen des Westens, die NATO nicht zu erweitern, von zahlreichen freigegebenen Dokumenten belegt. Im Dezember 2017 wurden sie vom Archiv f&uuml;r Nationale Sicherheit der George-Washington-Universit&auml;t der &Ouml;ffentlichkeit zug&auml;nglich gemacht.<br>\nIm Jahr 2021 verk&uuml;ndet der NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg den Standpunkt der Allianz: &laquo;Es hat niemals ein Versprechen gegeben, dass sich die NATO nach dem Fall der Berliner Mauer nicht nach Osten ausdehnt.&raquo; Damit sagt er nicht die Wahrheit.<br>\nEs ist korrekt, dass weder Vertr&auml;ge noch eine Entscheidung des Nordatlantikrats (NAC) vorliegen, die solche Zusicherungen belegen. Das heisst aber nicht, dass sie nicht ausgesprochen wurden!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/das-versprechen-dass-sich-die-nato-nicht-nach-osten-ausdehnt\/%20\">Jacques Baud in Infosperber<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen und sehen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=100928\">Das Video zum 36. Pleisweiler Gespr&auml;ch mit Jacques Baud<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Brief aus Moskau &ndash; &uuml;ber die ukrainischen Medien des Hasses<\/strong><br>\nIn Europa und in den USA wird der &Ouml;ffentlichkeit der Eindruck vermittelt, die &bdquo;doofen&ldquo; Russen w&uuml;rden in einer Informationsblase leben. Die russische Zensur steure in dem Land r&uuml;cksichtslos und fl&auml;chendeckend jedes Wort, sogar jeden Gedanken. Aus diesem Grund seien die Russen hermetisch von der Welt der Wahrheit abgeschirmt. Wir haben an anderer Stelle aber bereits gesehen, dass die russische Zensur m&ouml;glicherweise nicht so effizient ist.<br>\nIn Russland sind die Beitr&auml;ge auf YouTube, die f&uuml;r viele eine immer wichtigere Informationsquelle sind, von der allm&auml;chtigen russischen Zensur nicht betroffen. Von den USA gesperrt darauf sind ja h&ouml;chstens russische Autoren, die auch auf anderen Wegen les- oder h&ouml;rbar sind. Sogar ukrainische Kan&auml;le kann man in Russland auf YouTube schauen. Neulich sah ich, wie ein &auml;lterer Herr im Bus laut, ohne Kopfh&ouml;rer, irgendeine Sendung auf einem ukrainischen Sender anschaute. Die Leute, die neben ihm sa&szlig;en, konnten ebenfalls alles mith&ouml;ren. Es war alles ziemlich nervend, nicht nur wegen des Mangels an H&ouml;flichkeit, im Bus alle anderen Mitfahrenden zu st&ouml;ren. Die Sendung schien auch auf vollem Hetzkurs zu gehen, die Sprache war heftig und aggressiv. Und trotzdem sagte keiner der Mitfahrenden im Bus etwas. Vielleicht hatte einfach niemand wirklich Lust, mit einem &auml;lteren Herrn in der &Ouml;ffentlichkeit einen Streit anzufangen.<br>\nEs war eh eher ein seltener Fall. Es gibt heute in Russland nicht viele Menschen, die mit der ukrainischen journalistischen Rhetorik der letzten Jahre etwas anfangen k&ouml;nnen. Und das wohl aus gutem Grund. Man kann die eigene Regierung nicht m&ouml;gen, man kann mit bestimmten Sachen im eigenen Land nicht ganz zufrieden sein. Aber das ukrainische Fernsehen und die ukrainischen Medien im Allgemeinen sind von einer solch extremen rhetorischen Aggressivit&auml;t nicht nur gegen&uuml;ber der russischen Regierung, sondern gegen&uuml;ber dem russischen Volk im Allgemeinen gepr&auml;gt. Den Russen ist das einfach zu viel. F&uuml;r jeden russischen Menschen mit einem Schimmer Selbstachtung ist das nicht nur ein zweifelhaftes Vergn&uuml;gen, es erfordert auch schlicht zu harte Nerven.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/brief-aus-moskau-ueber-die-ukrainischen-medien-des-hasses\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kiews Schatten in D. C.<\/strong><br>\nDie Biden-Regierung befeuert den Krieg in der Ukraine mit Waffenlieferungen. Zugleich plant der mit ihr verbundene R&uuml;stungsprofiteur Blackrock ein Programm f&uuml;r den &raquo;Wiederaufbau&laquo;<br>\nEs war eine besondere Begegnung, die der Pr&auml;sident der Ukraine, Wolodimir Selenskij, am 5. Mai 2023 in seinem Amtssitz in Kiew arrangiert hatte. In dem imposanten Stalin-Bau in der Bankowa-Stra&szlig;e im Zentrum Kiews traf er sich mit wichtigen Vertretern des US-Finanzkapitals. Selenskij empfing eine Delegation des Finanzkonzerns Blackrock unter Leitung des fr&uuml;heren Schweizer Nationalbankchefs Philipp Hildebrand. Die ukrainische Pr&auml;sidentenwebsite teilte mit, Selenskij habe auch den f&uuml;r globale Gesch&auml;fte zust&auml;ndigen Leiter der Blackrock-Finanz- und Strategieinvestorengruppe, Charles Hatami, getroffen. Blackrock, gef&uuml;hrt von dem US-B&uuml;rger Lawrence D. &raquo;Larry&laquo; Fink, ist der weltweit gr&ouml;&szlig;te Verm&ouml;gensverwalter. Das Unternehmen legt f&uuml;r seine Kunden neun Billionen Euro an, mehr als das Doppelte des Bruttosozialproduktes der BRD. Der jetzige CDU-Vorsitzende Friedrich Merz war von 2016 bis 2020 Aufsichtsratsvorsitzender f&uuml;r Blackrock in Deutschland.  (&hellip;)<br>\nBislang steht der &raquo;Wiederaufbau&laquo;-Rummel in Sachen Ukraine im umgekehrten Verh&auml;ltnis zu den bescheidenen milit&auml;rischen Erfolgen des von NATO-Staaten hochger&uuml;steten Kiewer Regimes. Nach Berechnungen der Weltbank erfordert der Wiederaufbau in der Ukraine ausgehend vom jetzigen Stand ein Finanzvolumen von 411 Milliarden US-Dollar.<br>\nAuf einer &raquo;Ukraine Recovery Conference&laquo; in London im Juni k&uuml;ndigte der britische Premierminister Rishi Sunak an, private Investitionen in der Ukraine mit staatlichen Garantien abzusichern. Zuvor hatte die US-Handelskammer im April ein amerikanisch-ukrainisches Partnerschaftsforum organisiert. Daran waren mehrere US-Ministerien beteiligt. Vertreten war dabei auch die f&uuml;r &raquo;Entwicklungshilfe&laquo; zust&auml;ndige Beh&ouml;rde USAID. Unter der Flagge des Humanit&auml;ren propagiert USAID einen Umbau der Ukraine nach dem Konzept des US-Kapitalismus. So fordert die Agentur, in der einstigen Sowjetrepublik &raquo;die Macht der Gewerkschaften zu deregulieren&laquo; und eine &raquo;Modernisierung des Arbeitsrechts&laquo; durchzusetzen, eine Formulierung, hinter der sich der Abbau von Arbeiterrechten verbirgt.<br>\nIn diesem Sinne verspricht Blackrock-Boss Fink im Chor mit Selenskij eine &raquo;neue Ukraine&laquo;. Gel&auml;nge ihr Plan, dann w&auml;re das Land eine neoliberale Kolonie am G&auml;ngelband des US-Finanzkapitals, koordiniert vom Biden-Clan. Der kontrolliert die Demokratische Partei der USA auf eine Weise, die kongenial zu Praktiken postsowjetischer L&auml;nder wie der Ukraine passt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/456684.staatsmonopolistischer-kapitalismus-kiews-schatten-in-d-c.html%20\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>&ldquo;Blackrock kontrolliert die globale Wirtschaft&rdquo; &ndash; Dr. Werner R&uuml;gemer im Interview<\/strong><br>\nBlackrock und viele weitere kapitalstarke Unternehmen wie State Street und Vanguard nehmen enormen Einfluss auf die wirtschaftspolitischen Entwicklungen auf der Welt und verdienen an Krisen und Kriegen.<br>\n&ldquo;Die Big Player arbeiten zusammen&rdquo;, sagt der Publizist und Philosoph Dr. Werner R&uuml;gemer im Interview. In seinem Buch &ldquo;BlackRock und Co enteignen&rdquo; beschreibt er dieses neue globale Kartell. Und nicht nur das: BlackRock ber&auml;t mit seiner K&uuml;nstlichen Intelligenz &ldquo;Aladdin&rdquo; die wichtigsten Institutionen der Welt: Die US-Regierung, EU-Kommission, EZB, IWF oder die FED und verf&uuml;gt so &uuml;ber immense Insiderinformationen. Reguliert werden diese Schattenbanken nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenzensur.rtde.world\/dokumentation\/video\/177726-blackrock-kontrolliert-globale-wirtschaft-dr\/\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&laquo;Der Russland-Afrika-Gipfel in St. Petersburg ist ein Meilenstein&raquo;<\/strong><br>\nDer russische Politik-Wissenschaftler Dmitri Trenin ist spezialisiert auf die Beobachtung internationaler Beziehungen. Globalbridge.ch hat von ihm schon mehrmals die Bewilligung erhalten, seine Analysen &ndash; je nach Originalversion aus dem Russischen oder aus dem Englischen &ndash; ins Deutsche zu &uuml;bersetzen und zu publizieren. Neben all den Versuchen der westlichen Medien, dieses Gipfeltreffen in St. Petersburg als reine Propaganda-Veranstaltung abzutun oder gar l&auml;cherlich zu machen, interpretiert Dmitri Trenin das Treffen als Ausdruck einer neuen, positiven Au&szlig;enpolitik Russlands.<br>\nDer Russland-Afrika-Gipfel vom 27. bis 30. Juli in St. Petersburg war ein Meilenstein in Moskaus Konzept und Praxis der Au&szlig;enpolitik. Nicht so sehr, weil er zahlreiche afrikanische Politiker und hochrangige Beamte nach Russland brachte. Beim ersten Russland-Afrika-Gipfel vor vier Jahren in Sotschi waren sogar noch mehr afrikanische Staatschefs anwesend. Und nicht nur, weil die Tagesordnung &uuml;ber die Wirtschaft hinausging und eine humanit&auml;re Dimension einschloss. Das ist zwar wichtig, aber auch nicht alles. Im Wesentlichen zeugt das Treffen mit seinen organisatorischen Vorbereitungen und der breiten &ouml;ffentlichen Berichterstattung innerhalb Russlands von einem grundlegenden Wandel in Moskaus Weltanschauung und seiner internationalen Positionierung gegen&uuml;ber der aufstrebenden nicht-westlichen Mehrheit in der Welt, wie sie im k&uuml;rzlich verabschiedeten &laquo;Au&szlig;enpolitischen Konzept&raquo; festgelegt wurde. St. Petersburg wurde im fr&uuml;hen 18. Jahrhundert von Peter dem Gro&szlig;en als &bdquo;Fenster zu Europa&ldquo; gegr&uuml;ndet. Letzte Woche diente die Stadt als &bdquo;Fenster nach Afrika&ldquo;.<br>\nDer Eurozentrismus ist nat&uuml;rlich immer noch tief im Denken und Streben der russischen Elite verankert. Doch das Scheitern von Russlands langen Bem&uuml;hungen um die Integration in den Westen nach dem Ende der Sowjetunion, das schlie&szlig;lich in den Stellvertreterkrieg gegen die USA und die NATO in der Ukraine m&uuml;ndete, hat zu einem historischen Wandel in der Politik Moskaus gef&uuml;hrt, der in seiner Bedeutung mit dem von Peter dem Gro&szlig;en zu vergleichen ist, wenn auch in eine ganz andere Richtung. Auf absehbare Zeit wird das Universum der russischen Au&szlig;enpolitik in zwei gro&szlig;e Teile geteilt bleiben: das Haus der Feinde Europas, Nordamerikas und des Rests der anglophonen &ndash; &bdquo;angels&auml;chsischen&ldquo;, wie es in Russlands MFA hei&szlig;t &ndash; Welt und das Haus der Freunde anderswo. Die Trennlinie zwischen den beiden ist die Position der jeweiligen L&auml;nder zu den Sanktionen gegen Russland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/der-russland-afrika-gipfel-in-st-petersburg-ist-ein-meilenstein\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>US-Justizministerium setzt Sonderermittler zu Bidens Sohn Hunter ein<\/strong><br>\nUS-Justizminister Merrick Garland hat einen Sonderermittler zu Untersuchungen gegen den Sohn von Pr&auml;sident Joe Biden eingesetzt. Garland informierte in Washington &uuml;ber den neuen Schritt gegen Hunter Biden.<br>\nStaatsanwalt David Weiss habe Garland am Dienstag dar&uuml;ber informiert, dass &raquo;die Ermittlungen seines Erachtens ein Stadium erreicht h&auml;tten, in dem er seine Arbeit als Sonderermittler fortsetzen&laquo; sollte, sagte Garland. &raquo;Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es im &ouml;ffentlichen Interesse liegt, ihn als Sonderermittler zu ernennen.&laquo; Weiss hatte bereits zuvor gegen Hunter Biden wegen Gesch&auml;ftspraktiken ermittelt. Die Einsetzung als Sonderermittler gibt ihm nun weitere Befugnisse.<br>\nGegen Hunter Biden laufen bereits seit mehreren Jahren Ermittlungen, unter anderem mit Blick auf m&ouml;gliche Steuervergehen. Im Juni ver&ouml;ffentlichte die zust&auml;ndige Staatsanwaltschaft in Delaware schlie&szlig;lich formale Vorw&uuml;rfe gegen ihn: Laut Staatsanwaltschaft betrug Hunter Bidens steuerpflichtiges Einkommen in den Jahren 2017 und 2018 mehr als 1,5 Millionen US-Dollar (rund 1,37 Millionen Euro). Die auf Bundesebene f&auml;llige Einkommensteuer in H&ouml;he von jeweils mehr als 100.000 US-Dollar habe er in beiden Jahren jedoch nicht rechtzeitig bezahlt.<br>\nAu&szlig;erdem legte ihm die Staatsanwaltschaft zur Last, er habe 2018 unerlaubt eine Schusswaffe besessen. Beim Kauf der Waffe habe er seine Drogensucht verschwiegen. Als Drogenkonsument h&auml;tte er keine Waffe erwerben d&uuml;rfen. Hunter Biden hatte seine langj&auml;hrige Drogensucht 2021 selbst in einem Buch &ouml;ffentlich gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/hunter-biden-us-justizministerium-setzt-sonderermittler-zu-joe-bidens-sohn-ein-a-33004cee-6b5b-45e5-bf9d-71cf9e4979b2%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die eigentlich brisanten Vorg&auml;nge werden vom &bdquo;Spiegel&ldquo; &ndash; und den meisten Hauptmedien des gesamten Westens &ndash; nicht benannt: Da sind z.B. die gesch&auml;ftlichen Beziehungen der Familie Biden in der Ukraine und das Eingreifen des damaligen US-Vizepr&auml;sidenten Biden in Ermittlungen durch den fr&uuml;heren ukrainischen Generalstaatsanwalt gegen Korruption. Bitte lesen Sie dazu u.a. auch bzw. erneut Biden-Laptop: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91237\">&bdquo;Eine der erfolgreichsten Desinformations-Kampagnen in der modernen Geschichte amerikanischer Wahlen&ldquo;<\/a> sowie Korruptionsvorw&uuml;rfe Werden 17 Mitschnitte f&uuml;r Biden gef&auml;hrlich?, dazu: Giuliani: Burisma-Buchhalterin, die Bidens Korruption offenlegte, starb unter mysteri&ouml;sen Umst&auml;nden und dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99462#h09\">Telefongespr&auml;che &uuml;ber Schmiergeldzahlungen an Biden wurden mitgeschnitten<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>ROUNDUP 2: Juristischer Schlag f&uuml;r Hunter Biden &ndash; Sonderermittler ernannt<\/strong><br>\nDie juristischen Probleme f&uuml;r Joe Bidens Sohn Hunter spitzen sich dramatisch zu und werden zur zunehmenden politischen Belastung f&uuml;r den US-Pr&auml;sidenten. Justizminister Merrick Garland teilte am Freitag in Washington mit, dass er einen Sonderermittler f&uuml;r Untersuchungen gegen Hunter Biden eingesetzt habe. Au&szlig;erdem platzte k&uuml;rzlich eine Vereinbarung zwischen dem 53-J&auml;hrigen und der gegen ihn ermittelnden Staatsanwaltschaft vorerst, was einen Gerichtsprozess gegen den Pr&auml;sidentensohn wahrscheinlicher macht. All das f&auml;llt mitten in Joe Bidens Wahlkampf f&uuml;r eine zweite Amtszeit und in eine Zeit h&ouml;chst aufgeladener politischer Stimmung in den USA mit Blick auf das Justizsystem des Landes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boerse-frankfurt.de\/nachrichten\/ROUNDUP-2-Juristischer-Schlag-fuer-Hunter-Biden---Sonderermittler-ernannt-e49448bf-0c29-4c3e-af14-cd75182b60b2%20\">B&ouml;rse Frankfurt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.L.:<\/strong> Diese dpa-Meldung erw&auml;hnt nur beil&auml;ufig die Verwicklung Hunter Bidens in Ukraine-Gesch&auml;fte und die Intervention seines Vaters als US-Vizepr&auml;sident in 2015 zur Einstellung eines Verfahrens des damals amtierenden ukrainischen Generalstaatsanwalts gegen Hunter Biden wegen Korruptionsverdacht. Der damalige US-Vizepr&auml;sident Biden drohte dem ukrainischen Pr&auml;sidenten Poroschenko in Kiew bei seinem Besuch mit der sofortigen Einstellung einer US-Hilfszahlung von 1 Mrd. Dollar, sollte nicht unverz&uuml;glich die Untersuchung eingestellt und der Ukrainische Generalstaatsanwalt entlassen werden. Eine Stunde sp&auml;ter erfolgte beides. US-Vize Biden r&uuml;hmte sich dessen sp&auml;ter in den USA in einem Auftritt vor Unternehmern seines pers&ouml;nlichen &bdquo;Erpressungserfolgs&ldquo;, wovon ein Handy-Mitschnitt als Beleg existiert. Mit viel Gel&auml;chter wurde seine &bdquo;launische Kommentierung&ldquo;, wie mit unbotm&auml;&szlig;igen ukrainischen &bdquo;guys&ldquo; umzugehen sei, quittiert. Erstaunlich ist, dass diese Quelle bzw. dieses Dokument nicht nachdr&uuml;cklicher von den Republikanern ausgewertet wird. Vielleicht deshalb, dass ein solcher &bdquo;Umgang&ldquo; mit Vasallen partei&uuml;bergreifend &uuml;blich ist. <\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Republikaner kritisieren Ernennung eines Sonderermittlers f&uuml;r Untersuchungen gegen Hunter Biden<\/strong><br>\nUnter anderem der Vorsitzende des Repr&auml;sentantenhauses, McCarthy, bezweifelte, dass man Sonderermittler David Weiss trauen k&ouml;nne. Ein Sprecher von Ex-Pr&auml;sident Trump verwies darauf, dass Weiss als Staatsanwalt von Delaware schon mehrere Jahre gegen Hunter Biden ermittelt habe, ohne ihn vor Gericht zu bringen. Die Pr&auml;sidentschaftsbewerberin Haley bezeichnete die Ernennung des Sonderermittlers als Ablenkungsman&ouml;ver.<br>\nIm Bundesstaat Delaware wird gegen Hunter Biden unter anderem wegen Verst&ouml;&szlig;en gegen das Steuer- und Waffenrecht ermittelt. Mit der Ernennung des Sonderermittlers k&ouml;nnte die Untersuchung nun auf das gesamte Land ausgeweitet werden. Dies k&ouml;nnte auch die US-Pr&auml;sidentschaftswahl im kommenden Jahr beeinflussen. Joe Biden strebt eine Wiederwahl an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/republikaner-kritisieren-ernennung-eines-sonderermittlers-fuer-untersuchungen-gegen-hunter-biden-102.html\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Vielsagende Passagen in der Erkl&auml;rung von Bundespr&auml;sident Steinmeier<\/strong><br>\nDas Deutsche Grundgesetz feiert seinen 75. Geburtstag. Aus diesem Anlass durfte Bundespr&auml;sident Steinmeier einen Gastbeitrag im Spiegel ver&ouml;ffentlichen, der sehr vielsagende Passagen enth&auml;lt. (&hellip;)<br>\nZum 75. Geburtstag des Grundgesetzes hat Bundespr&auml;sident Steinmeier, der sich 2014 auf dem Maidan l&auml;chelnd mit bekennenden Nazis hat fotografieren lassen, einen Gastbeitrag geschrieben, den der Spiegel ver&ouml;ffentlicht hat. Dass ein Mann, der 2014 bekennenden Nazis geholfen hat, in der Ukraine eine laut OSZE demokratisch gew&auml;hlte Regierung wegzuputschen, &uuml;berhaupt Bundespr&auml;sident der angeblich demokratischen und antifaschistischen Bundesrepublik Deutschland werden konnte, ist f&uuml;r sich genommen schon ausgesprochen bemerkenswert. Aber darum soll es hier nicht gehen.<br>\nDer Gastbeitrag von Bundespr&auml;sident Steinmeier erschien im Spiegel unter der &Uuml;berschrift &bdquo;75 Jahre Verfassungskonvent &ndash; Eine Demokratie muss wehrhaft sein&ldquo; und hier will ich auf einige bemerkenswerte Aussagen von Steinmeier hinweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2023\/vielsagende-passagen-in-der-erklaerung-von-bundespraesident-steinmeier\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wirtschaftsweise Grimm stimmt Deutsche auf h&auml;rtere Zeiten ein<\/strong><br>\nDie Menschen in Deutschland m&uuml;ssen sich nach Ansicht der Wirtschaftsweisen Veronika Grimm auf harte Zeiten einstellen. In der gegenw&auml;rtigen Stagnationsphase der deutschen Wirtschaft komme es weniger darauf an, &bdquo;ob wir knapp &uuml;ber oder unter der Nulllinie liegen&ldquo;, sagte die &Ouml;konomin, die dem Sachverst&auml;ndigenrat der Bundesregierung angeh&ouml;rt, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. &bdquo;Fakt ist: In einer Phase mit sehr geringem oder sogar negativem Wachstum m&uuml;ssen sich die Menschen auf H&auml;rten einstellen. Es kommt zu realen Einbu&szlig;en.&ldquo;<br>\nDas sei eine gro&szlig;e Herausforderung in einer Transformationsphase, vor allen Dingen politisch. &bdquo;Wichtig ist mir, dass die Politik den Leuten reinen Wein einschenkt und deutlich macht: Der Umbau der Wirtschaft zur Klimaneutralit&auml;t kostet etwas &ndash; auch den einzelnen B&uuml;rger&ldquo;, sagte Grimm.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftsweise-grimm-stimmt-deutsche-auf-haertere-zeiten-ein-19099699.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Die neoliberale Selbstdarstellerin Veronika Grimm hat einen Rentenbeginn &uuml;ber 67 Jahre als &bdquo;unab&auml;nderlich und dringend notwendig&ldquo; dargestellt, obwohl der neue Rentenbeginn mit 67 Jahren erst ansteht. Wo Grimm eine &bdquo;Wirtschaftsweise&ldquo; sein soll, erschlie&szlig;t sich mir nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>CDU fordert h&ouml;here Eigenbeteiligung von Versicherten<\/strong><br>\nDeutschlands gesetzliche Krankenversicherung k&auml;mpft mit schlechten Finanzen: F&uuml;r das laufende Jahr wird ein Defizit von rund 17 Milliarden Euro erwartet, f&uuml;r 2024 prognostizieren die Kassen ein Minus von bis zu sieben Milliarden Euro. Die CDU schl&auml;gt nun eine L&ouml;sung des Problems vor: Versicherte sollen mehr bezahlen.<br>\n&raquo;Wir m&uuml;ssen die weit verbreitete Flatrate-Mentalit&auml;t in der gesetzlichen Krankenversicherung beenden&laquo;, sagte Tino Sorge, gesundheitspolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). &raquo;Viele denken, ich zahle doch Beitr&auml;ge, also steht mir alles in beliebiger H&ouml;he zu&laquo;. (&hellip;)<br>\nSorge fordert nun eine h&ouml;here Eigenbeteiligung der Versicherten und neue Tarife. M&ouml;glich sei auch, einen Eigenanteil erst bei einer &uuml;berm&auml;&szlig;igen Inanspruchnahme von &auml;rztlichen Leistungen zu erheben &ndash; chronisch Kranke und &raquo;H&auml;rtef&auml;lle&laquo; seien jedoch ausgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/milliardendefizit-im-gesundheitswesen-cdu-fordert-hoehere-eigenbeteiligung-der-versicherten-a-eb6bcbd2-9c16-44b0-8fa4-adef5fc0b30d\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das ist typisch f&uuml;r die CDU. Erst auf nationaler und EU-Ebene den finanziellen Schaden anrichten und nun die versicherten B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger zahlen lassen. Immerhin sind allein <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/ndr-wdr\/corona-impfstoff-kosten-101.html\">13,1 Milliarden Euro f&uuml;r Impfdosen<\/a> ausgegeben worden: &bdquo;BioNTech\/Pfizer und Moderna hatten die Preise 2021 um rund 50 Prozent erh&ouml;ht, wie aus Dokumenten hervorgeht, die NDR, WDR und SZ einsehen konnten.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der verlorene Kompass in der Corona-Krise<\/strong><br>\nDie Corona-Zeit hat unz&auml;hlige Defizite in Justiz, Politik und Journalismus zutage gef&ouml;rdert. Warum wir an einer Aufarbeitung nicht vorbeikommen werden, wenn wir den gesellschaftlichen Kompass nicht ganz verlieren wollen.<br>\nBereits wenige Wochen nach dem ersten Lockdown im M&auml;rz 2020 und im weiteren Verlauf der Corona-Krise meldeten anerkannte Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen erhebliche Bedenken gegen die staatliche Beurteilung der Gef&auml;hrdungslage durch den Virus Sars-Cov-2, die zugrunde gelegten Daten und die Auswahl der Schutzma&szlig;nahmen an und unterbreiteten konstruktive Alternativvorschl&auml;ge. Es folgten ebenso bis heute kritische Beitr&auml;ge aus dem anerkannten juristischen Wissenschaftsbetrieb und der Praxis sowie &ndash; angesichts der weit &uuml;berwiegenden Sprachlosigkeit in Richter- und Anwaltschaft einschlie&szlig;lich ihrer berufsrechtlichen Verb&auml;nde &ndash; auch aus neu gegr&uuml;ndeten Netzwerken der Anwaltschaft (AfA) und kritischer Staatsanw&auml;lte und Richter (KRiStA). S&auml;mtliche begr&uuml;ndeten Einwendungen und Gegenvorschl&auml;ge zu den staatlichen Corona-Ma&szlig;nahmen wurden bekanntlich durch Politik und gro&szlig;e Medien vielfach systematisch ausgeblendet und die betreffenden Vertreter zur Meidung einer sachlichen Debatte nicht selten medial verteufelt. Ma&szlig;gebend f&uuml;r Politik und Gerichte waren nahezu ausschlie&szlig;lich die Einsch&auml;tzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI), des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), der St&auml;ndigen Impfkommission (STIKO) und eine kleine Auswahl von wissenschaftlichen Regierungsberatern.<br>\nDer Verfasser hat mit zwei frei zug&auml;nglichen Online-Aufs&auml;tzen aus M&auml;rz 2023 in der Neuen Zeitschrift f&uuml;r Verwaltungsrecht (NVwZ) eine erste chronologische faktenbasierte juristische Bewertung der Corona-Rechtssetzung und ihrer bisherigen gerichtlichen &Uuml;berpr&uuml;fung durch die Verwaltungsgerichte und des Bundesverfassungsgericht ver&ouml;ffentlicht. Nach dem Wegfall der epidemischen Lage nationaler Tragweite sowie den Corona-Ma&szlig;nahmen steht eine umfassende Bestandsaufnahme und unparteiische wissenschaftliche Analyse aus, die von &uuml;ber 500 Vertretern aus Wissenschaft und Praxis unterschiedlicher Fachrichtungen eingefordert wird. Der dringend gebotenen umfassenden Aufarbeitung der Entscheidungswege von Gesetzgeber und Verwaltung in der Corona-Krise unter Einbeziehung bedeutsamer blinder Flecken im Sachverhaltsger&uuml;st verweigern sich Politik, Justiz und die gro&szlig;en Medien bislang gleicherma&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/der-verlorene-kompass-in-der-corona-krise\">Sebastian Lucenti in Cicero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Das Wetter als Glaubenssache<\/strong><br>\nVon der ARD hysterische Berichte &uuml;ber sommerliche Hitze, Sprachvorschl&auml;ge zur Abwertung Andersdenkender und eine Wetter-App f&uuml;r Kinder, die die Erde mit Spezialeffekten brennen l&auml;sst. Vom ZDF ein Leitfaden zur alarmistischen Wetterberichterstattung. Vom Gesundheitsminister ein Lob f&uuml;r die Willf&auml;hrigkeit der &Ouml;ffentlich-rechtlichen bei der Hitzeberichterstattung. Zusammen ergibt dies das Bild einer Kampagne, die das wissenschaftliche und gesellschaftliche Ringen um die richtige Diagnose und Therapie zugunsten eines Dogmas unterdr&uuml;cken soll. (&hellip;)<br>\nWenn kritische Wissenschaftler weitgehend zum Schweigen gebracht sind und es in den etablierten Medien kaum noch jemand gibt, der wenigstens versucht, unvoreingenommen &uuml;ber ein umstrittenes Thema zu berichten, wenn die Medien stattdessen in erkennbar propagandistischer Weise emotionalisieren und eine Seite des Diskurses radikal abwerten, dann kann kein Konsens mehr entstehen. Das Vertrauen in die Wissenschaft und die Medien geht bei vielen verloren und es gibt nichts mehr, was zunehmende Polarisierung verhindern kann.<br>\nDas ist hochgradig kontraproduktiv, auch f&uuml;r die Sache. f&uuml;r die die so vorgehenden Medienmenschen und Wissenschaftler eintreten. Zum vielbeklagten Hoch der AfD in den Umfragen tr&auml;gt es sicherlich nicht unwesentlich bei. Dass manche Medien daraufhin anfangen, die vermehrt zur AfD &uuml;berlaufenden W&auml;hler zu beschimpfen, treibt diese selbstsch&auml;digende Emotionalisierung auf die Spitze.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/propaganda-zensur\/world-weather-attribution\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Der Wunsch nach Konsens gef&auml;hrdet die Freiheit der Wissenschaft<\/strong><br>\nEine wesentliche Strategie bei der Politisierung von Wissenschaft ist die gezielte Herbeif&uuml;hrung eines wissenschaftlichen Konsenses zu politisch wichtigen Fragen   &ndash; beispielsweise zu Klimawandel oder Corona. Unter Verweis auf den Uno-Klimakonsens werden wissenschaftliche Erkenntnisse als Basis f&uuml;r dringende politische Entscheidungen ausgegeben. Tats&auml;chlich vertritt die Uno eine Position, die Ungewissheit und Widerspruch als problematisch ansieht und konsenshaft aufzul&ouml;sen versucht. Diese Praxis ist Ausdruck einer Vorstellung, wie Politik mit wissenschaftlichen Ungewissheiten umzugehen habe.<br>\nEs gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen &laquo;wissenschaftlichem Konsens&raquo; und &laquo;Konsens unter Wissenschaftlern&raquo;. Wo es eindeutige wissenschaftliche Gewissheiten gibt   &ndash; etwa die Tatsache, dass sich die Erde um die Sonne dreht   &ndash;, muss &uuml;ber Konsens nicht geredet werden. Dagegen steht &laquo;Konsens unter Wissenschaftlern&raquo; f&uuml;r ein kollektives Urteil einer Gruppe von Wissenschaftlern, das oft von staatlicher Seite offiziell angefordert wird.<br>\nJede institutionalisierte Konsensbildung f&ouml;rdert Gruppendenken, das den Konsens verst&auml;rkt. Der Uno-Weltklimarat (IPCC) bem&uuml;ht sich seit vierzig Jahren, zu einem wissenschaftlichen Konsens hinsichtlich des menschengemachten Klimawandels zu kommen. Insofern ist der IPCC-Konsens ein &laquo;herbeigef&uuml;hrter Konsens&raquo;, also das Ergebnis eines gezielten Prozesses. Der IPCC-Konsens ist durch eine politische Vorgehensweise gesellschaftlich kanonisiert worden, unter Umgehung des langen und komplexen Prozesses wissenschaftlicher Validierung, der feststellen w&uuml;rde, ob die Schlussfolgerungen tats&auml;chlich korrekt sind. Die Kehrseite eines herbeigef&uuml;hrten Konsenses ist &laquo;Leugnung&raquo;. Das Narrativ vom Klimawandel in Frage zu stellen, ist die ultimative Form von Ketzerei im 21. Jahrhundert. Praktisch alle Klimawissenschaftler bewegen sich innerhalb des sogenannten 97-Prozent-Konsenses hinsichtlich der Einwirkung menschlichen Handelns auf die Erderw&auml;rmung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/seniora.org\/erziehung\/schule-bildung\/der-wunsch-nach-konsens-gefaehrdet-die-freiheit-der-wissenschaft%20\">Judith A. Curry in Seniora.org<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Text erschien zuerst in der &bdquo;Weltwoche&ldquo;, leider jedoch hinter einer Bezahlschranke.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>PR-Gag oder Propaganda? &ldquo;Wahre-Kosten-Aktion&rdquo; von Penny wird von EU und Bund bezahlt<\/strong><br>\nNach Recherchen von Achgut.com steht hinter der &ldquo;Wahre-Kosten-Aktion&rdquo; der Supermarktkette Penny eine Studie &uuml;ber das Kundenverhalten angesichts von &ldquo;Umweltfolgekosten&rdquo; und daraus folgenden &ldquo;politischen Ma&szlig;nahmen&rdquo;. Finanziert wird die Studie von der EU und der Bundesregierung. (&hellip;)<br>\nIn der Pressemitteilung des Penny-Konzerns vom 31. Juli hei&szlig;t es ausdr&uuml;cklich:<br>\n&ldquo;Mit einer europaweit richtungsweisenden Aktionswoche zu den &bdquo;Wahren Kosten&ldquo; m&ouml;chte PENNY gemeinsam mit der Technischen Hochschule N&uuml;rnberg und der Universit&auml;t Greifswald die Grundlage schaffen, um die Diskussion &uuml;ber Lebensmittelpreise breiter zu fassen. Zudem m&ouml;chten wir den Kundinnen und Kunden anhand wissenschaftlicher Berechnungen klare Handlungsoptionen aufzeigen.&rdquo;<br>\nVom 31. Juli bis zum 5. August haben alle 2.150 Penny-M&auml;rke deutschlandweit f&uuml;r neun ausgew&auml;hlte Produkte die &ldquo;wissenschaftlich&rdquo; berechneten &ldquo;wahren Kosten&rdquo; als Verkaufspreis angezeigt. Die Differenz zwischen dem aktuellen Marktpreis und dem &ldquo;Wahre-Kosten-Preis&rdquo; habe man eigenen Angaben nach &ldquo;gespendet&rdquo;.<br>\nIn den &ldquo;wissenschaftlich&rdquo; berechneten Preisen sollen angeblich &ldquo;Umweltfolgekosten&rdquo; ber&uuml;cksichtigt worden sein. Diese w&uuml;rden nach Aussagen der Wissenschaftler unterschiedlich ausfallen: So m&uuml;ssten f&uuml;r Bio-Lebensmittel durchschnittlich 1,15 Euro mehr als derzeit bezahlt werden, konventionelle Lebensmittel w&auml;ren durchschnittlich 1,57 Euro teurer und das vegane &ldquo;Food For Future&rdquo;-Schnitzel m&uuml;sste 14 Cent mehr kosten.<br>\nNamentlich genannt werden nur zwei an der Studie beteiligte Wissenschaftler: Prof. Tobias Gaugler und Dr. Amelie Michalke. Gaugler ist nach Recherchen von Achgut.com derzeit Projektleiter des von der EU finanzierten Forschungsprojekts &ldquo;&Ouml;komanagement&rdquo; an der Technischen Hochschule N&uuml;rnberg. Michalke wird als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe &ldquo;Nachhaltigkeitswissenschaft und Angewandte Geografie&rdquo; an der Universit&auml;t Greifswald gef&uuml;hrt.<br>\nLaut den Angaben auf der offiziellen Webseite wird die &ldquo;Wahre-Kosten-Kampagne&rdquo; vom Praxispartner Tollwood, der seinerseits vom Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung gef&ouml;rdert wird, und dem vom Forschungsprojekt FOODCoST, das von der EU im Rahmen von Horizon Europe gef&ouml;rdert wird, finanziert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.me\/inland\/177692-pr-gag-oder-propaganda-wahre-kosten-kampagne\/%20\">RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Jens Berger hat die Aktion als <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101933\">Zynismus in Reinkultur<\/a> bezeichnet. Offensichtlich ist die Situation noch schlimmer bzw. zynischer als bisher angenommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wollen die Europ&auml;er wirklich mehr Zensur?<\/strong><br>\nEine neue Studie von Bertelsmann soll das angeblich belegen. Wenn man diese Studie allerdings wirklich liest, kann man auch zu einem v&ouml;llig anderen Schluss kommen. Denn selbst jene, die mehr Zensur begr&uuml;&szlig;en, wollen v&ouml;llig Unterschiedliches zensieren&hellip; (&hellip;)<br>\nDie Mainstreammedien greifen die Vorlage begeistert auf und jubeln, wie die &ndash; &uuml;brigens zum Bertelsmann-Konzern geh&ouml;rende &ndash; Zeit: &ldquo;EU-B&uuml;rger w&uuml;nschen sich laut Studie mehr Ma&szlig;nahmen gegen Fake News&rdquo;. Oder das ZDF: &ldquo;Mehrheit verunsichert (&hellip;) Viele w&uuml;nschen sich mehr Ma&szlig;nahmen.&rdquo;<br>\nDabei ist der ganze Aufbau dieser Studie, die auf einer europaweiten Internet-Umfrage beruht, weshalb die Validit&auml;t s&auml;mtlicher Aussagen ohnehin davon abh&auml;ngt, ob die Berechnungen, an denen die doch von der Allgemeinheit abweichende Gesamtmenge der Menschen, die im Internet an Befragungen teilnehmen, etwas taugen. Was man von au&szlig;en, als Leser der Studie, nicht beurteilen kann, denn kein derartiges Unternehmen wird seinen Korrekturalgorithmus bekannt geben. Das ist schlie&szlig;lich das Instrument, mit dem das Geld verdient wird.<br>\nDie &ouml;ffentliche Wiedergabe dieser Studie jedenfalls tut so, als w&auml;re der Begriff &ldquo;Fake News&rdquo; oder &ldquo;Desinformation&rdquo; eindeutig bestimmt. Was aber nur insofern zutrifft, als dass damit wissentliche Fehlinformationen bezeichnet werden. Aber was sind nun die Fehlinformationen?<br>\nIn weiten Kreisen der deutschen Medien gilt beispielsweise nach wie vor ein Verweis auf den Laptop von Hunter Biden als Desinformation, wenn nicht gleich direkt als &ldquo;russische Propaganda&rdquo;, w&auml;hrend das nachweislich gef&auml;lschte Steele-Dossier gern als Wahrheit zitiert wird. Von den stetigen Gefechten um die Informationen Russland und die Ukraine betreffend braucht man da gar nicht erst zu reden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freeassange.rtde.me\/meinung\/177643-wollen-europaeer-wirklich-mehr-zensur\/\">Dagmar Henn in RT DE<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-102411","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/102411","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=102411"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/102411\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":102413,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/102411\/revisions\/102413"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=102411"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=102411"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=102411"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}