{"id":102460,"date":"2023-08-15T08:43:40","date_gmt":"2023-08-15T06:43:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102460"},"modified":"2023-08-15T09:32:55","modified_gmt":"2023-08-15T07:32:55","slug":"hinweise-des-tages-4420","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102460","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102460#h01\">Die Ampel macht die Pizza teurer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102460#h02\">Taurus f&uuml;r die Ukraine: Schwache Argumente, keine Perspektive<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102460#h03\">Bittere Pattsituation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102460#h04\">Die Truppenbombe des Verteidigungsministers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102460#h05\">Sanktionen ohne Erfolg? Russlands Wirtschaft erlebt beeindruckende Erholung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102460#h06\">Die BRICS-Staaten als Alternative<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102460#h07\">Botschafter Ken Wu: &bdquo;China ist kein Risiko&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102460#h08\">Syrien in der Grauzone: Wie Menschen zu Geiseln und Staaten destabilisiert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102460#h09\">&raquo;Rostock spielt eine unr&uuml;hmliche Rolle&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102460#h10\">Schiersteiner Br&uuml;cke: Wir haben herzlich gelacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102460#h11\">Faeser besteht auf Sippenhaftung: Berliner SPD-Innensenatorin versch&auml;rft Vorschlag ihrer Parteifreundin.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102460#h12\">&raquo;Absurde Einmischung der USA&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102460#h13\">Forscher wollen Moratorium f&uuml;r mRNA-Impfstoffe und -Medikamente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102460#h14\">Das Letzte: Autorin Susane Scholl: &bdquo;Es gibt Kriege, die m&uuml;ssen zu Ende gef&uuml;hrt werden&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Ampel macht die Pizza teurer<\/strong><br>\nUm Lindners Schuldengrenze einzuhalten, wollen einige Gr&uuml;ne und Sozialdemokraten die Gastro-Mehrwertsteuer wieder anheben. Im Klartext: Weil die Politik sich nicht traut, gezielt die Reichen zur Kasse zu bitten, sollen wir alle beim Essengehen draufzahlen.<br>\nDie Politik diskutiert wieder &uuml;ber Steuererh&ouml;hungen. Aber nicht f&uuml;r das reichste Prozent der Gesellschaft, bei dem es so viel zu holen g&auml;be. Sowohl die Fraktionen der Ampel als auch die Opposition denken nach &uuml;ber Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r die gro&szlig;e Mehrheit: F&uuml;r die rund 8 Millionen Kinder, die ein Mittagessen in der Schule essen, f&uuml;r Bauarbeiter, die sich in der Mittagspause einen D&ouml;ner holen und f&uuml;r Rentnerinnen, die ein St&uuml;ck Kuchen im Caf&eacute; genie&szlig;en.<br>\nDenn zum Jahreswechsel soll nach derzeitiger Gesetzeslage die Mehrwertsteuer auf Speisen und Verpflegungsdienstleistungen in Restaurants wieder angehoben werden &ndash; darunter fallen auch Caf&eacute;s, Bierg&auml;rten und so weiter. Dieser Steuersatz wurde im Zuge der Corona-Pandemie tempor&auml;r von 19 auf 7 Prozent abgesenkt, um die Gesch&auml;fte anzukurbeln, und wurde dann bis Ende 2023 verl&auml;ngert. Doch wie das nunmal so ist bei tempor&auml;ren Senkungen, steht irgendwann dann auch wieder die Erh&ouml;hung an &ndash; zumindest solange sich die Politik nicht zu einer dauerhaften Senkung durchraufen kann.<br>\nBemerkenswert ist, dass die Lagerbildung in der politischen Debatte zu dieser Frage vollkommen durchmischt ist. W&auml;hrend wirtschaftsliberale Politiker aus FDP, AfD und Union offensiv fordern, die Senkung beizubehalten, poltern ihre &ouml;konomischen Ratgeber, wie Lindners Chef&ouml;konom Lars Feld, dagegen. Unterst&uuml;tzung erh&auml;lt dieser unerwarteterweise vom Quasi-Chef&ouml;konomen der SPD, Gustav Horn. Dieser spricht davon, dass diese Steuersenkung eine &raquo;auschlie&szlig;lich den Konsum f&ouml;rdernde Subventionierung der Gastronomie&laquo; sei. Dass er offenbar nicht sieht, wie eine Steuererh&ouml;hung hier alle Menschen belasten w&uuml;rde, die mal ausw&auml;rts eine Pizza essen, sagt alles.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/die-ampel-macht-die-pizza-teurer-gastro-mehrwertsteuer-restaurantbesuch-gruene-spd-scholz-lindner-sparpolitik-lukas-scholle\/\">Lukas Scholle auf Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Taurus f&uuml;r die Ukraine: Schwache Argumente, keine Perspektive<\/strong><br>\nErst der Leopard, nun der Taurus: In Deutschland l&auml;uft eine neue Kampagne f&uuml;r zus&auml;tzliche Waffenlieferungen an die Ukraine. Doch diesmal sind die Argumente noch schw&auml;cher als beim letztenmal.<br>\nAls Anfang des Jahres die Panzer-Debatte entbrannte, war noch von einem &bdquo;Game-Changer&ldquo; die Rede, der die Ukraine zu einer erfolgreichen Gegen-Offensive bef&auml;higen und Russland an den Verhandlungstisch zwingen w&uuml;rde.<br>\nNichts davon ist eingetreten. Doch immerhin waren das gewichtige Argumente, die neben der milit&auml;rischen auch eine politische Perspektive er&ouml;ffneten. Berlin werde nicht nur Waffen schicken, sondern auch Diplomaten &ndash; so die Hoffnung.<br>\nKanzler Scholz und Au&szlig;enministerin Baerbock haben diese Hoffnung entt&auml;uscht. Sie haben sogar alles getan, um den zweiten Teil &ndash; die Verhandlungen und die politische Perspektive &ndash; vergessen zu machen. Das r&auml;cht sich nun.<br>\nDenn nun l&auml;uft die n&auml;chste Kampagne. &bdquo;Die Ukraine braucht Taurus-Raketen, um mehr Leben ukrainischer Soldaten und Zivilisten zu retten und um die Befreiung ihrer Gebiete zu beschleunigen und den Krieg schneller zu beenden&ldquo;, so Au&szlig;enminister Kuleba.<br>\nDoch diesmal sind die Argumente noch schw&auml;cher als beim letztenmal. Fast alles, was die Experten zum Thema &bdquo;Taurus&ldquo; sagen, l&auml;sst sich ebensogut als Argument gegen eine Lieferung nutzen. Dies zeigt ein Blick in den &bdquo;Spiegel&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/taurus-fuer-die-ukraine-schwache-argumente-fehlende-perspektive\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Der Fassadenkanzler zaudert mal wieder<\/strong><br>\nDer Bundeskanzler blockiert mal wieder die Kriegsger&auml;tlieferung gen Kiew. Daf&uuml;r wird er von vielen Medien und Kriegspropagandisten als Zauderer bezeichnet. Doch Zaudern und Diffamieren sind Teil einer Inszenierung.<br>\nAuf Olaf Scholz ist Verlass. W&auml;hrend alle deutsche Welt die Lieferung von Marschflugk&ouml;rpern namens &raquo;Taurus&laquo; fordert, gibt sich der Sozialdemokrat z&ouml;gerlich. Er lege sich noch nicht fest, sagte er der Zone der Finsternis (ZDF). Vor einigen Tagen lie&szlig; er sich sinngem&auml;&szlig; so zitieren: Wenn es technisch umgesetzt sei, dass Kiew damit nicht russischen Boden angreifen k&ouml;nne, Taurus nur zur Verteidigung der Ukraine &ndash; und damit unserer Werte, wir wissen das! &ndash; genutzt werden k&ouml;nne, w&uuml;rde er sich &uuml;berzeugen lassen. Er m&uuml;sse aber von der technischen Umsetzung &uuml;berzeugt sein, lie&szlig; der Kanzler ausrichten.<br>\nErstaunlich, dieser Scholz scheint ein Tausendsassa, ein Olafdampf in allen Gassen zu sein. Denn dass ein Regierungschef in Deutschland auch noch ein Technikexperte sein kann, der ausgebildeten Technikern ganz genau auf die Finger guckt, das hat diese Republik wahrlich noch nie gesehen. Aber nur Optimisten nehmen an, dass das eine Taktik ist, um eine etwaige Lieferung zu verschleppen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2023\/08\/der-fassadenkanzler-zaudert\/\">neulandrebellen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bittere Pattsituation<\/strong><br>\nDie ukrainische Gegenoffensive stockt. Statt endlos neue Waffen zu liefern, sollte der Westen an der Vorbereitung von Friedensgespr&auml;chen mitarbeiten.<br>\nDie erfolgreichen Gegenangriffsoperationen der Ukraine im Herbst 2022 haben nicht wenige deutsche und internationale Kommentatoren dazu verleitet, schnelle Erfolge der ukrainischen Truppen bei ihrer seit Anfang Juni 2023 laufenden Gegenoffensive an der S&uuml;dfront zu propagieren. Die etwa neun, von NATO-Staaten ausgebildeten und mit westlichem Ger&auml;t ausger&uuml;steten Brigaden, so die Erwartung, w&uuml;rden russische Verteidigungslinien durchbrechen und bis zu den Bahn- und Stra&szlig;enverbindungen auf der Landbr&uuml;cke zur Krim, oder gar bis zum Asowschen Meer vorsto&szlig;en.<br>\nDiese Erwartung entsprang jedoch eher einem Wunschdenken als einer sachlichen Lagebeurteilung. Einsch&auml;tzungen von Milit&auml;r&ouml;konomen im Fr&uuml;hjahr 2023, die einen ukrainischen Sieg im Herbst 2023 vorhersagten, basierten beispielsweise auf eklatanten Fehlkalkulationen. Die Hochrechnung von russischen Abnutzungsraten im Jahr 2022 auf die Lage im Folgejahr war schlicht zu simpel. Russland hat offenbar wesentlich mehr Kr&auml;fte in der Ukraine als zu Beginn des Krieges. [&hellip;]<br>\nDie Bundesregierung wird bei ihrer Entscheidung zur m&ouml;glichen Lieferung von Taurus-Marschflugk&ouml;rpern sorgf&auml;ltig bewerten und einsch&auml;tzen m&uuml;ssen, welche russische Reaktion auf die Zerst&ouml;rung der Br&uuml;cken mit deutschen Flugk&ouml;rpern zu erwarten ist. Das hat nichts mit Eskalationsangst zu tun, wie oft leichtfertig und absch&auml;tzig behauptet wird, sondern entspringt einer notwendigen n&uuml;chternen, rationalen Analyse und Folgenabsch&auml;tzung. Denn wahrscheinlich w&uuml;rde Moskau als Reaktion auf den Verlust der versorgungswichtigen Krimbr&uuml;cken die eigene Eskalationsspirale weiterschrauben. [&hellip;]<br>\nDie Forderung, die Ukraine m&uuml;sse bekommen, was sie zur Verteidigung einschlie&szlig;lich der milit&auml;rischen R&uuml;ckeroberung der besetzten Gebiete braucht, ist daher berechtigt und nachvollziehbar.<br>\nSie bleibt aber blanke Theorie und ist in der Praxis nicht einl&ouml;sbar. Vielmehr ist erkennbar, dass die weiteren menschlichen und materiellen Kosten einer kompletten milit&auml;rischen R&uuml;ckeroberung f&uuml;r die Ukraine ins Unermessliche gehen w&uuml;rden und vermutlich nicht tragbar sind. Zudem: Den M&ouml;glichkeiten der westlichen Regierungen, &bdquo;endlos&ldquo; Waffensysteme und Munition zu liefern, sind Grenzen gesetzt. So darf die Bundeswehr, die in einer niedrigen Einsatzbereitschaft verharrt und gleichzeitig NATO-Forderungen erf&uuml;llen muss, nicht durch Waffen- und Munitionslieferungen weiter geschw&auml;cht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/aussen-und-sicherheitspolitik\/artikel\/bittere-pattsituation-6911\/\">IPG Journal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Truppenbombe des Verteidigungsministers<\/strong><br>\nDie Pl&auml;ne der Bundeswehr, dauerhaft eine Brigade in Litauen zu stationieren, nehmen Form an. Doch es gibt auch viele Zweifel an dem Vorhaben von Boris Pistorius.<br>\nF&uuml;r die Bundeswehr ist es milit&auml;risches Neuland: Bis zum Herbst sollen Planungen f&uuml;r eine dauerhafte Stationierung von rund 4.000 Soldaten der Bundeswehr an der Ostflanke der Nato stehen. In Litauen sollen die M&auml;nner und Frauen f&uuml;r einige Jahre leben &ndash; und wenn n&ouml;tig auch k&auml;mpfen &ndash;, um dem Beistandsversprechen der Nato Gewicht zu geben. &ldquo;Wir wollen einen Gro&szlig;verband bereitstellen, der selbstst&auml;ndig in der Lage ist, das Gefecht der verbundenen Waffen zu f&uuml;hren&rdquo;, sagt Brigadegeneral Christian Freuding, Leiter des Planungsstabs im Verteidigungsministerium.<br>\nDeutschland kommt damit einem vehement vorgebrachten Wunsch Litauens nach. Denn das Land schaut mit Unbehagen Richtung Russland. Zusagen, die Bundeswehrsoldaten w&uuml;rden im Spannungsfall z&uuml;gig kommen und dann mit im Land eingelagerten Waffen Gefechtsbereitschaft herstellen, hatten die Politiker in Vilnius nicht &uuml;berzeugt. [&hellip;]<br>\nIm Juni hatte Verteidigungsminister Boris Pistorius die Stationierung zugesagt und damit an weniger konkrete Zusicherungen von Kanzler Olaf Scholz angekn&uuml;pft. Milit&auml;rintern lie&szlig; der SPD-Politiker damit eine unerwartete Bombe platzen. Umgehend meldeten sich die Skeptiker zu Wort.<br>\nAllerdings: W&uuml;rde Pistorius erst alle Einw&auml;nde abr&auml;umen wollen, m&uuml;sste er wohl bis zur n&auml;chsten Bundestagswahl mit leeren H&auml;nden dastehen, wie fr&uuml;here Erfahrungen zeigen. Tats&auml;chlich ist die Stationierung aber auch ein Kraftakt mit offenen Fragen. Bis Herbst m&uuml;ssen auch die Litauer selbst liefern, wenn es beispielsweise um die Unterbringungen der deutschen Truppen geht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/innenpolitik\/id_100224310\/bundeswehr-brigade-soll-nach-litauen-fuer-den-spannungsfall-mit-russland.html\">t-online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sanktionen ohne Erfolg? Russlands Wirtschaft erlebt beeindruckende Erholung<\/strong><br>\nWachstum wider Erwarten: Russlands Wirtschaft trotzt Sanktionen und Rubelschw&auml;che. Beeindruckende Erholung des BIP. Was das Wachstum dennoch gef&auml;hrden k&ouml;nnte.<br>\nDer Wirtschaftskrieg gegen Russland muss als gescheitert betrachtet werden. Die zahlreichen Sanktionen, die westliche Staaten gegen Moskau verh&auml;ngt haben, haben nicht zum erhofften Zusammenbruch der russischen Wirtschaft gef&uuml;hrt. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein, wie der Finanzdienst Bloomberg am Montag berichtete.<br>\nDemnach hat die russische Wirtschaft beeindruckende Fortschritte gemacht: Nach vier Quartalen des wirtschaftlichen R&uuml;ckgangs erlebe sie nun einen deutlichen Wachstumsschub. Trotz der Sanktionen sei Russland auf dem Weg, das Vorkriegsniveau wieder zu erreichen. Im zweiten Quartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 4,9 Prozent gewachsen.<br>\nDie Lockerung der Finanzpolitik zur Unterst&uuml;tzung der Kriegsanstrengungen hat die Industrieproduktion angekurbelt. Gleichzeitig haben h&ouml;here Ausgaben f&uuml;r Sozialleistungen und L&ouml;hne die Verbrauchernachfrage angekurbelt.<br>\n&ldquo;Wenn wir &uuml;ber die Zahlen f&uuml;r das gesamte Jahr sprechen, wird Russland 2024 bereits &uuml;ber das Niveau von 2021 hinausgehen&rdquo;, sagte Rosbank-&Ouml;konom Evgeny Koshelev gegen&uuml;ber Bloomberg. Natalia Lavrova, Chefvolkswirtin der BCS Financial Group, stimmte ihm zu. Mitte n&auml;chsten Jahres k&ouml;nnte das BIP wieder das Vorkriegsniveau erreichen, sagte sie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Sanktionen-ohne-Erfolg-Russlands-Wirtschaft-erlebt-beeindruckende-Erholung-9243683.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Rouble hits 16-month low as military spending rises and exports fall<\/strong><br>\nThe fall last week prompted Russia&rsquo;s central bank to suspend a budget rule under which it buys or sells foreign currency from its sovereign wealth funds when oil and gas revenues are above or below a certain level.<br>\nHowever there is a glimmer of hope for Moscow. Revenues from Russia&rsquo;s main exports, oil and gas, fell by over 40 per cent in the first seven months of the year compared with 2022 as embargoes and a G7-imposed price cap pushed down prices. But in July they began to rebound, exceeding Rbs800bn for the first time since those measures took effect.<br>\nEconomists said the suspension of the budget rule would remove an incentive for rouble weakness as the impact of recent weeks&rsquo; higher oil prices feeds through to revenues.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/52fc7195-e15c-4610-9e36-58b50ba8e44b\">Financial Times<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die BRICS-Staaten als Alternative<\/strong><br>\nDas Land am Kap und der dramatische Wandel der internationalen Lage.<br>\nDer russische Pr&auml;sident Wladimir Putin wird am diesj&auml;hrigen Treffen der BRICS-Staaten vom 22. bis zum 24. August in S&uuml;dafrika nicht teilnehmen. Die s&uuml;dafrikanische F&uuml;hrung unter Pr&auml;sident Cyril Ramaphosa h&auml;tte sich dem Risiko massiver Sanktionen und m&ouml;glicher Verluste von Exporteinnahmen ausgesetzt, wenn sie der Forderung des &raquo;Wertewestens&laquo;, das russische Staatsoberhaupt zu verhaften, nicht nachgekommen w&auml;re. (&hellip;) Beim BRICS-Treffen in Johannesburg werden wichtige Entscheidungen erwartet. Die Zuspitzung des hybriden Krieges der USA um die Weltherrschaft &ndash; in der Ukraine sowie hinsichtlich Taiwans &ndash; schafft die M&ouml;glichkeit und Notwendigkeit f&uuml;r die Staaten des Globalen S&uuml;dens, der Arabischen Halbinsel sowie Asiens, sich zu positionieren: Unterordnung unter die Interessen des Westens oder der schwierige Weg der nationalen Souver&auml;nit&auml;t. Die BRICS-Staaten stellen die Alternative dar. Sie haben hinsichtlich des Bruttoinlandsprodukts die G7-L&auml;nder &uuml;berholt. Auch in Bezug auf die materielle Industrieproduktion &ndash; also das, was letztlich wirklich z&auml;hlt &ndash; haben sie die weitgehend deindustrialisierten westlichen Staaten hinter sich gelassen.Mehr als 40 Staaten sollen formell oder informell ihr Interesse an einer Aufnahme in die BRICS-Gruppe bekundet haben. Diese steht also vor gewaltigen Aufgaben: Sie mu&szlig; die gro&szlig;e Zahl sehr heterogener, zum Teil mit hohen Erwartungen in die BRICS-Strukturen dr&auml;ngender Staaten integrieren. Um sich von den repressiven und ausbeuterischen Bindungen an die imperialistischen Staaten zu l&ouml;sen, m&uuml;ssen eigenst&auml;ndige Alternativstrukturen &ndash; vor allem Wirtschaftsbeziehungen und Finanzmechanismen als Alternative zum Dollarsystem &ndash; entwickelt werden. (&hellip;) Das realistische Ziel in Johannesburg d&uuml;rfte lauten, R5 zum Laufen zu bringen. R ist der Anfangsbuchstabe aller bisherigen BRICS-W&auml;hrungen (Real, Rubel, Rupie, Renminbi, Rand). Die Verwendung dieser W&auml;hrungen f&uuml;r den internen BRICS-Austausch &ndash; und zunehmend auch f&uuml;r den Austausch mit anderen Staaten &ndash; d&uuml;rfte ein wichtiger Schritt zur weiteren De-Dollarisierung sein. Die Etablierung eines eigenst&auml;ndigen, gold- und rohstoffbasierten internationalen Zahlungsvehikels als Alternative zum US-Dollar d&uuml;rfte noch etliche Jahre in Anspruch nehmen. Die Aufgabe der BRICS-Staaten besteht in der Schaffung von Organisationsstrukturen und Organisationsprinzipien, welche die organische Integration einer gro&szlig;en Zahl von Interessenten erm&ouml;glicht. Die &ouml;konomische, finanzpolitische, infrastrukturelle und technologische Integration mu&szlig; vorangetrieben werden. Je mehr dies gelingt, desto gr&ouml;&szlig;er wird die M&ouml;glichkeit, sich von der westlichen Vorherrschaft zu befreien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1483258161386\/0\">Klaus Wagener in Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Der Westen ist paranoid &uuml;ber den BRICS-Gipfel<\/strong><br>\nEs ist noch gar nicht so lange her, dass der Westen die BRICS als einen unwirksamen Schmetterling verspottet hat, der in einer von der G7 dominierten Weltordnung mit den Fl&uuml;geln schl&auml;gt. Aber der &ldquo;Schmetterlingseffekt&rdquo; ist heute bei der Neugestaltung der Weltordnung zu sp&uuml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/seniora.org\/politik-wirtschaft\/der-westen-ist-paranoid-ueber-den-brics-gipfel\">Seniora.org<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Botschafter Ken Wu: &bdquo;China ist kein Risiko&ldquo;<\/strong><br>\nDer Botschafter Chinas, Ken Wu, sagt: China will die Zusammenarbeit. Doch Strafma&szlig;nahmen gegen Huawei werde Peking keinesfalls reaktionslos hinnehmen.<br>\nWir treffen den chinesischen Botschafter Ken Wu in der chinesischen Botschaft am M&auml;rkischen Ufer. (&hellip;) Es ist das erste pers&ouml;nliche Interview, das der Botschafter einer Zeitung seit Ende der Pandemie gew&auml;hrt. Ken Wu spricht flie&szlig;end Deutsch, er beantwortet unsere Fragen auf Deutsch und Chinesisch. Ein Dolmetscher &uuml;bersetzt, er ist gut vorbereitet, wie auch Seine Exzellenz selbst. Wu ist h&ouml;flich, aber bestimmt. Es gibt keine Tabus, auch kritische Fragen d&uuml;rfen ohne Einschr&auml;nkungen gestellt werden. Die Autorisierung erfolgt z&uuml;gig, es gibt keine gro&szlig;en Eingriffe. Das Interview gibt, abgesehen von K&uuml;rzungen, das Gespr&auml;ch wieder, wie es von der Berliner Zeitung aufgezeichnet wurde.<br>\nBerliner Zeitung: Herr Botschafter, die Bundesforschungsministerin Stark-Watzinger hat soeben eine Warnung vor Wissenschaftsspionage durch chinesische Studenten ausgesprochen. Hat Sie die Warnung &uuml;berrascht?<br>\nBoschafter Ken Wu: Die Bundesministerin hat angedeutet, dass chinesische Studenten eine Spionagegefahr darstellen. Zugleich hat der Bundesverfassungsschutz einen Sicherheitshinweis ver&ouml;ffentlicht, in dem eine chinesische Beh&ouml;rde als Nachrichtendienst eingestuft wurde. Solch ein Vorgehen ist meines Erachtens hysterisch, wahnsinnig und eine Sinophobie geworden, die behandelt werden muss. Nach dieser Logik: Gelten die deutschen Diplomaten, Studierenden und Einrichtungen in China, wie zum Beispiel das Goethe-Institut, auch als Spionagegefahr? Es gibt ja L&auml;nder, die breit gef&auml;cherte Abh&ouml;rma&szlig;nahmen auch gegen Verb&uuml;ndete betreiben. Vor einigen Jahren gab es die Nachrichten, dass sogar die deutsche Staatsf&uuml;hrung abgeh&ouml;rt wurde. Dazu habe ich aber keinen einzigen Sicherheitshinweis vom Bundesverfassungsschutz geh&ouml;rt. Dieser Sicherheitshinweis ist nichts als eine politische Farce, hat keinen Nutzen und vergiftet die Kooperationsatmosph&auml;re. Solches Vorgehen stigmatisiert nicht zuletzt bestimmte Gruppen. Daher mein Appell an manche deutsche Politiker und Beh&ouml;rden: Sie sollen sich um ihre eigenen Aufgaben k&uuml;mmern und die Finger von den Studenten lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/interview-botschafter-ken-wu-china-ist-kein-risiko-li.377993\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Syrien in der Grauzone: Wie Menschen zu Geiseln und Staaten destabilisiert werden<\/strong><br>\nDie grundlegende Idee des Roten Kreuzes ist seit seiner Gr&uuml;ndung, dass kriegsverletzten Menschen geholfen wird, unabh&auml;ngig davon, auf welcher Seite sie gek&auml;mpft haben. Das gleiche Prinzip gilt bei internationaler Hilfe f&uuml;r notleidende, hungernde Bev&ouml;lkerungen allerdings nicht, im Gegenteil: Der folgende Bericht von Karin Leukefeld aus Syrien zeigt, wie Hilfslieferungen Teil machtpolitischer Interessen sind. Es geht mehr und mehr um politischen Einfluss und um Macht, nicht um humanit&auml;re, mitmenschliche Hilfe. (cm)<br>\nDie Vereinten Nationen und die syrische Regierung haben sich auf die weitere Nutzung von drei syrisch-t&uuml;rkischen Grenz&uuml;berg&auml;ngen geeinigt. Hilfsg&uuml;ter sollen aus der T&uuml;rkei in Gebiete im Norden Syriens und in den Nordwesten der syrischen Provinz Idlib geliefert werden.<br>\nDer Grenz&uuml;bergang Bab al-Hawa soll f&uuml;r weitere sechs Monate ge&ouml;ffnet bleiben, teilte Farhan Haq, der Stellvertretende Sprecher des UN-Generalsekret&auml;rs Antonio Guterres am vergangenen Dienstag (08.08.2023) in New York mit. Innerhalb Syriens sollen Hilfsg&uuml;ter bei Sarakib und Sarmada aus Damaskus (oder Aleppo) &uuml;ber &bdquo;Frontlinien&ldquo; in den Nordwesten der Provinz Idlib passieren. Diese Vereinbarung gilt ebenfalls f&uuml;r sechs Monate. Zuvor hatte die syrische Regierung bereits die &Ouml;ffnung der beiden Grenz&uuml;berg&auml;nge Bab al-Salam und Bab al Raee um weitere drei Monate, also bis zum 13. November, verl&auml;ngert. Diese beiden Grenz&uuml;berg&auml;nge waren nach dem verheerenden Erdbeben am 6. Februar 2023 seitens der syrischen Regierung ge&ouml;ffnet worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/syrien-in-der-grauzone-wie-menschen-zu-geiseln-und-staaten-destabilisiert-werden\">Karin Leukefeld auf Globalbridge<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Einigung &uuml;ber Grenz&uuml;berg&auml;nge<\/strong><br>\nHilfslieferungen aus der T&uuml;rkei nach Idlib werden befristet fortgesetzt.<br>\nDie UNO und die syrische Regierung haben sich auf die weitere Nutzung von drei syrisch-t&uuml;rkischen Grenz&uuml;berg&auml;ngen geeinigt, um Hilfsg&uuml;ter aus der T&uuml;rkei in Gebiete im Norden und im Nordwesten der syrischen Provinz Idlib zu liefern.<br>\nDie Einigung bezieht sich auf die Grenz&uuml;berg&auml;nge Bab al-Salam, Bab al Ra&rsquo;i und Bab al Hawa, die auf syrischer Seite von bewaffneten Gruppen von Regierungsgegnern kontrolliert werden. Unterst&uuml;tzt werden diese islamistischen Gruppen von der T&uuml;rkei, die weite Teile Syriens im Norden und Westen des Landes direkt und indirekt &ndash; durch die bewaffneten Gruppen &ndash; besetzt h&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1412536390767\/0\">Karin Leukefeld in Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&raquo;Rostock spielt eine unr&uuml;hmliche Rolle&laquo;<\/strong><br>\nMecklenburg-Vorpommern: Kriegsgegner protestieren w&auml;hrend &raquo;Hanse Sail&laquo; f&uuml;r Ostsee als Meer des Friedens. Ein Gespr&auml;ch mit Cornelia Mannewitz.<br>\nCornelia Mannewitz ist aktiv im Rostocker Friedensb&uuml;ndnis. (&hellip;)<br>\nAuch der St&auml;ndige Minenabwehrverband der NATO, ein indonesisches Schulschiff und zwei d&auml;nische Heimwehrkutter waren dort. Gibt es diesbez&uuml;glich eine Gegenposition f&uuml;r einen friedlichen Internationalismus im Rahmen der Hanse Sail?<br>\nMan kann erleben, wie friedlich die Segler aus verschiedenen L&auml;ndern miteinander umgehen. Aber eine offizielle Gegenposition: eher nicht. Sogar der Abendempfang von Stadt und Wirtschaftsf&ouml;rderern sollte unbedingt im neuen Marinearsenal abgehalten werden. Oberpeinlich: Daf&uuml;r wurde eine chinesische Delegation &ndash; &raquo;Sicherheitsrisiko&laquo;! &ndash; wieder ausgeladen. Aber letztens gab es eine Diskussion &uuml;ber ein Wiederaufleben der Rostocker &raquo;Ostseewoche&laquo; aus DDR-Zeiten. Das Land ist daf&uuml;r, bekommt aber Gegenwind von Rostocker Historikern: Die Ostseewoche habe nur der Selbstdarstellung der DDR gedient, sei von der Stasi durchsetzt gewesen. Dabei waren das Tage f&uuml;r den Frieden, mit politischen Kongressen, Kultur und internationalen pers&ouml;nlichen Begegnungen. Wir unterst&uuml;tzen diese Idee jedenfalls. Und ganz bescheiden m&ouml;chten wir f&uuml;r uns reklamieren, dass wir mit unseren Aktionen zur Hanse Sail auch eine Stimme f&uuml;r den friedlichen Internationalismus sind.<br>\nWie sieht das Rostocker Friedensb&uuml;ndnis die zunehmende Militarisierung der Ostsee?<br>\nDie Ostsee wird immer mehr zum Aufmarschgebiet der NATO gegen Russland. Staaten, die jahrzehntelang blockfrei waren, werden NATO-Mitglied. Die deutsche Marine will ihre Flotte umfassend modernisieren. Man&ouml;ver beider Seiten h&auml;ufen sich. Aufr&uuml;stung, S&auml;belrasseln, strategische Gel&uuml;ste: Mit dem Ukraine-Krieg glaubt man, alles rechtfertigen zu k&ouml;nnen. Rostock, Standort des Marinekommandos, das auch als NATO-Hauptquartier bereitsteht, spielt auch hier eine unr&uuml;hmliche Rolle. &raquo;Die Ostsee muss ein Meer des Friedens sein&laquo;: Wir setzen uns daf&uuml;r ein, dass die Losung der Ostseewoche wieder zu Ehren kommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/456779.kriegsvorbereitungen-rostock-spielt-eine-unr%C3%BChmliche-rolle.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schiersteiner Br&uuml;cke: Wir haben herzlich gelacht<\/strong><br>\nDie Meldung, in Deutschland sei nach 10 Jahren Bauzeit eine 1,2 Kilometer lange Br&uuml;cke &uuml;ber den Rhein er&ouml;ffnet worden, sorgte bei uns f&uuml;r Am&uuml;sement. Unabh&auml;ngig vom Lacher wird jedoch eine Tatsache erkennbar: Deutschland hat ein systemisches Problem, hat das aber bisher noch nicht begriffen.<br>\nIch sa&szlig; auf dem Sofa, hielt mein Tablet in der Hand, las die n&auml;chste Meldung und prustete los. Pawel, der neben mir sa&szlig;, sah mich fragend an. Ich &uuml;bersetzte ins Russische. In Deutschland war heute nach zehn Jahren Bauzeit eine Br&uuml;cke mit einer L&auml;nge von satten 1,2 Kilometern feierlich er&ouml;ffnet worden. Jetzt lachten wir beide laut und herzlich. Es wurde der Lacher des Abends.<br>\nZehn Jahre Bauzeit f&uuml;r eine 1,2 Kilometer lange Br&uuml;cke &uuml;ber den Rhein? Das konnte nur in Deutschland passieren. Gekostet hat das Wunder der Langsamkeit 250 Millionen Euro und wurde damit um 34 Millionen teurer als geplant.<br>\nNun ist es nicht das erste Mal, dass Deutschland mit einem derartigen Lacher aufwartet. 16 Jahre Bauzeit f&uuml;r ein Konzerthaus, 20 Jahre f&uuml;r einen Flughafen. Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 hei&szlig;t so, weil es 2021 fertiggestellt werden sollte. Inzwischen ist von einer Fertigstellung bis Ende 2025 die Rede. Bei allen Projekten explodieren die Kosten. Dabei sind das nur die gro&szlig;en und bekannten Projekte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/177863-schiersteiner-bruecke-wir-haben-herzlich\/\">Gert Ewen Ungar auf RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Faeser besteht auf Sippenhaftung: Berliner SPD-Innensenatorin versch&auml;rft Vorschlag ihrer Parteifreundin.<\/strong><br>\nBundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) verteidigte am Wochenende ihre Pl&auml;ne zur leichteren Ausweisung von Gro&szlig;familien. Der Rheinischen Post vom Samstag sagte sie: &raquo;Wir m&uuml;ssen den Kampf gegen organisierte Kriminalit&auml;t konsequent f&uuml;hren. Clankriminalit&auml;t ist ein Teil davon.&laquo; Dazu geh&ouml;re die schnellere Ausweisung von Kriminellen ohne deutschen Pass. Sie behauptete zugleich: &raquo;Es geht dabei um kriminelles Handeln, nicht um Verwandtschaftsverh&auml;ltnisse. Der Familienname sagt nichts dar&uuml;ber, ob jemand kriminell ist.&laquo; In dem am 3. August ver&ouml;ffentlichten Diskussionspapier ihres Ministeriums f&uuml;r eine Novelle des Aufenthaltsgesetzes hei&szlig;t es laut S&uuml;ddeutscher Zeitung jedoch: &raquo;Angeh&ouml;rige von Gemeinschaften der organisierten Kriminalit&auml;t&laquo; sollen &raquo;unabh&auml;ngig von einer strafrechtlichen Verurteilung&laquo; ihr Aufenthaltsrecht verlieren. Das w&auml;re nach Auffassung zahlreicher Juristen verfassungswidrig. Faesers Parteifreundin Iris Spranger, SPD-Innensenatorin von Berlin, eilte der in Hessen als SPD-Spitzenkandidatin wahlk&auml;mpfenden Ministerin am Wochenende dennoch zur Hilfe. In einer am Freitag ver&ouml;ffentlichten Pressemitteilung zum &raquo;Lagebild Clankriminalit&auml;t Berlin 2022&laquo; erkl&auml;rte Spranger, &raquo;eine tats&auml;chliche Beweislastumkehr, wie zum Beispiel im Kampf gegen die Mafia in Italien&laquo;, w&uuml;rde &raquo;unseren Kampf gegen das Ph&auml;nomen Clankriminalit&auml;t noch st&auml;rken&laquo;. Dann m&uuml;sse zum Beispiel ein Tatverd&auml;chtiger, der &uuml;ber keine Eink&uuml;nfte und kein Verm&ouml;gen verf&uuml;ge, aber Immobilien erworben habe, nachweisen, woher die daf&uuml;r genutzten Gelder stammen. Das werde sie als Vorsitzende der Innenministerkonferenz mit ihren Kollegen er&ouml;rtern. Eine positive R&uuml;ckmeldung aus dem Bundesinnenministerium kam im Tagesspiegel am Sonntag. Dort erkl&auml;rte ein Sprecher Faesers, das Ministerium wolle den Vorschlag aus Berlin pr&uuml;fen. Das werde vor dem Hintergrund der eigenen Strategie zur Bek&auml;mpfung der organisierten Kriminalit&auml;t geschehen. Die Bundesl&auml;nder ordnen weniger als 0,6 Prozent aller aufgenommenen Straftaten der &raquo;Clankriminalit&auml;t&laquo; zu, in Berlin sind es 0,2 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/456776.kriminalit%C3%A4t-faeser-besteht-auf-sippenhaftung.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Clanfront: SPD und Sippenhaftung<\/strong><br>\nWenn daher die wertegeleiteten SPD-Politikerinnen Nancy Faeser und Iris Spranger mit &raquo;Clankriminalit&auml;t&laquo; eine Strafrechtsdebatte lostreten, die Sippenhaftung, wenn auch nicht Sippenhaft zur Folge haben soll, hat das nichts mit Recht oder Rechtsstaat zu tun, sondern allein mit einem rassistischen Mythos und einer Art Totem. Hintergrund sind Krisenkapitalismus und beste Kriegsstimmung. Beides erleichtert es, Recht durch Willk&uuml;r zu ersetzen. Die Ausweitung des Tatbestands der Volksverhetzung auf Kriegsgegner im Paragraphen 130 des Strafgesetzbuches, die im Oktober 2022 zu n&auml;chtlicher Stunde durch den Bundestag gejagt wurde, besagt: Diese Leute machen das, was sie sagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/456812.clanfront.html\">Arnold Sch&ouml;lzel in junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&raquo;Absurde Einmischung der USA&laquo;<\/strong><br>\nIm italienischen Kalabrien fehlen 2.500 &Auml;rzte, 171 kubanische Mediziner halten vor Ort die Gesundheitsversorgung aufrecht.<br>\nDer Pr&auml;sident der italienischen Region Kalabrien, Roberto Occhiuto von der Berlusconi-Partei Forza Italia, hat am vorigen Wochenende auf dem Flughafen Lamezia Terme 120 kubanische &Auml;rzte begr&uuml;&szlig;t. Laut Auskunft der lateinamerikanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina unterst&uuml;tzen sie 51 Kolleginnen und Kollegen, die seit Ende des vergangenen Jahres die Gesundheitsversorgung in S&uuml;ditalien aufrechterhalten. Ohne kubanische Hilfe m&uuml;&szlig;ten dort zahllose Krankenh&auml;user schlie&szlig;en. Obwohl vor Ort um die 2.500 &Auml;rzte fehlen, versuchen die USA weiterhin, den Einsatz kubanischer Mediziner zu unterbinden; in Kalabrien st&ouml;&szlig;t das auf Unverst&auml;ndnis und Kritik. &raquo;In den vergangenen Monaten haben Ihre Kollegen, die bereits im Dezember gekommen sind, einen wichtigen Beitrag f&uuml;r unsere Region geleistet, indem sie die Krankenh&auml;user offengehalten und den Patienten geholfen haben. Wir sind sicher, da&szlig; auch Sie sich hier sehr gut integrieren, erfolgreiche Arbeit leisten und gute Erfahrungen machen werden&laquo;, begr&uuml;&szlig;te Occhiuto die neue Gruppe. Der rechte Politiker wies darauf hin, da&szlig; bei den kubanischen Medizinern, die &raquo;zu den besten der Welt geh&ouml;ren&laquo;, Spezialisten aus den Fachgebieten der Notfallmedizin, der Orthop&auml;die und der Kardiologie sind. Einige sollen laut Bericht der Tageszeitung &raquo;Il Quotidiano del Sud&laquo; in diesen Tagen ihre Arbeit in den Gesundheitszentren von Catanzaro, Cosenza, Crotone, Reggio Calabria und Vibo Valentia aufnehmen, andere besuchen vorerst Italienisch-Intensivkurse an der Universit&auml;t von Kalabrien. (&hellip;) Die 171 in Kalabrien t&auml;tigen Medizinerinnen und Mediziner geh&ouml;ren einem Kontingent von rund 500 kubanischen Fach&auml;rzten an, die in den Krankenh&auml;usern der Region arbeiten werden. Grundlage daf&uuml;r ist ein bilaterales Abkommen, das im August des vergangenen Jahres zwischen Roberto Occhiuto und Vertretern der kubanischen Regierung unterzeichnet wurde. &Uuml;ber diesen Vertrag hinaus haben der italienische Gesundheitsminister Orazio Schillaci und sein kubanischer Amtskollege Jos&eacute; &Aacute;ngel Portal am 23. Mai 2023 eine weitere Vereinbarung &uuml;ber die transnationale Zusammenarbeit in den Bereichen Gesundheit und medizinischer Wissenschaft getroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1411581659621\/0%20\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Forscher wollen Moratorium f&uuml;r mRNA-Impfstoffe und -Medikamente<\/strong><br>\nBei den Covid-Impfungen seien etablierte Standards verw&auml;ssert und Substanzen gespritzt worden, &uuml;ber die zu wenig bekannt sei.<br>\nIm ersten Teil dieses Interviews legten die beiden Chemie-Professoren Andreas Schnepf und Martin Winkler dar, wie gross die erlaubten Toleranzbreiten bei der Herstellung der mRNA-Impfstoffe sind. Sie hegen Zweifel, ob die Impfstoffe vor dem Verabreichen qualitativ gut genug gepr&uuml;ft wurden. Martin Winkler ist Professor im Forschungsbereich Polymere Beschichtungen an der Z&uuml;rcher Hochschule f&uuml;r Angewandte Wissenschaften. Andreas Schnepf ist Professor f&uuml;r Anorganische Chemie an der Universit&auml;t T&uuml;bingen.<br>\nZusammen mit drei Professoren-Kollegen stellen Sie den Beh&ouml;rden und Herstellern seit Beginn der Covid-Impfkampagne hartn&auml;ckig Fragen. Was treibt Sie um, Herr Winkler und Herr Schnepf?<br>\nZuerst fiel uns auf, dass der Impfstoff von Pfizer\/Biontech vom Hersteller als &laquo;grau bis cremeweiss&raquo; beschrieben wurde. Eine solche Farbvariation ist bei Nanopartikeln ungew&ouml;hnlich, denn bei ihnen h&auml;ngt die Farbe davon ab, in welchem Winkel man die L&ouml;sung betrachtet. Also m&uuml;ssten die Hersteller angeben, bei welchem Betrachtungswinkel ihr Impfstoff welche Farbe hat. Sollte die Substanz einen grauen Farbton besitzen, ist das unseres Erachtens ein klarer Hinweis, dass die Nanopartikel zu gross sind. Uns hat das stutzig gemacht, deshalb haben wir beim Paul-Ehrlich-Institut nachgefragt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesundheit\/forscher-wollen-moratorium-fuer-mrna-impfstoffe-und-medikamente\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Letzte: Autorin Susane Scholl: &bdquo;Es gibt Kriege, die m&uuml;ssen zu Ende gef&uuml;hrt werden&ldquo;<\/strong><br>\nKrieg sei eine Bankrotterkl&auml;rung der Menschlichkeit, sagt die Autorin Susanne Scholl. Trotzdem gebe es Kriege, bei denen Aufgeben keine Option sei: etwa die Verteidigung der Ukraine gegen Russland und der Krieg der Alliierten gegen Nazi-Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/susanne-scholl-ueber-einen-notwendigen-krieg-dlf-kultur-083a18bc-100.html\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin C.K.:<\/strong> Grauenhaft! 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