{"id":102580,"date":"2023-08-18T08:31:23","date_gmt":"2023-08-18T06:31:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102580"},"modified":"2023-08-18T08:31:23","modified_gmt":"2023-08-18T06:31:23","slug":"hinweise-des-tages-4423","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102580","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102580#h01\">Ukraine fordert Taurus-Lenkflugk&ouml;rper: Was es mit der n&auml;chsten &bdquo;Wunderwaffe&ldquo; auf sich hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102580#h02\">The Hard Truth: Ukraine Has No Realistic Path to Victory Over Russia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102580#h03\">Russland ist und war immer ein zuverl&auml;ssiger Energielieferant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102580#h04\">Wo die Energiewende scheitert &ndash; ein Beispiel aus Neuwied<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102580#h05\">Ampel-Gehampel: Streit um Kindergrundsicherung. Gastkommentar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102580#h06\">Neuer Bericht: Russland ist reicher, der Westen &auml;rmer geworden &ndash; trotz Sanktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102580#h07\">Argentiniens W&auml;hrungskrise und das gef&auml;hrliche Spiel mit dem US-Dollar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102580#h08\">Ex-Chefankl&auml;ger des internationalen Strafgerichtshofs: &ldquo;Ein V&ouml;lkermord ist es jetzt schon&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102580#h09\">Wie bleibt das Leben in Gro&szlig;st&auml;dten ertr&auml;glich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102580#h10\">Berliner Klinik s&auml;uft bei Starkregen ab: &bdquo;Sinnbildlich f&uuml;rs Gesundheitssystem&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102580#h11\">Asylbewerber sollen als erste ans digitale G&auml;ngelband gelegt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102580#h12\">Why Is Ukraine Prosecuting Pacifist Yurii Sheliazhenko for &ldquo;Justifying Russian Aggression&rdquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102580#h13\">Aufruf zum Schutz der Pressefreiheit: B&uuml;ndnis fordert Freilassung von Julian Assange<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine fordert Taurus-Lenkflugk&ouml;rper: Was es mit der n&auml;chsten &bdquo;Wunderwaffe&ldquo; auf sich hat<\/strong><br>\nDer deutsche Marschflugk&ouml;rper Taurus soll helfen, Russlands Nachschublinien zu unterbrechen. Doch die Waffe reicht weiter als bis zur Krim. [&hellip;]<br>\nGer&auml;t die ukrainische Armee in die Defensive, werden umgehend Forderungen nach mehr Waffen laut. Zuerst sollten Kampfpanzer wie der US-amerikanische Abrams oder der deutsche Leopard 2 die Kriegswende bringen, dann Kampfjets wie die F-16, nun Mittelstreckenraketen wie der bunkerbrechende deutsche Lenkflugk&ouml;rper Taurus. Das l&auml;sst sich gewiss noch steigern.<br>\nAllerdings handelt der Westen im Fall der Ukraine nicht moralisch, sondern zynisch. Er gesteht immer nur so viele Waffen zu, dass die Ukraine den Krieg nicht verliert und Russland ihn nicht gewinnen kann. Das angestrebte Dauerpatt nimmt die langsame Zerst&ouml;rung der Ukraine in Kauf, um das &uuml;bergeordnete Ziel des Westens, die Schw&auml;chung Russlands, m&ouml;glichst risikolos zu erreichen.<br>\nDoch inkompetente Journalisten und politikberatende Pseudoexperten verbreiten nun erneut, wie beim Kampfpanzer Leopard 2, das M&auml;rchen, die Wunderwaffe Taurus werde die R&uuml;ckeroberung der Krim erm&ouml;glichen. Die an vorderster Front k&auml;mpfende Bild fragt scheinheilig: &bdquo;Kann unsere Super-Waffe den Krieg entscheiden?&ldquo; Die Taurus-Rakete, raunen Kriegserkl&auml;rer bedeutungsvoll, sei in der Lage, die m&auml;chtigen Br&uuml;ckenpfeiler der mehrfach vergeblich angegriffenen Kertsch-Br&uuml;cke zum Einsturz zu bringen und so die Hauptversorgungslinie der russischen Armee zur Krim endlich abzuschneiden. Die Entfernung zwischen der s&uuml;dukrainischen Stadt Cherson und der Kertsch-Br&uuml;cke betr&auml;gt ziemlich exakt 500 Kilometer, das entspricht, wie &uuml;berall zu lesen ist, der Reichweite der Taurus-Rakete. Allerdings wird gern vergessen, dass die Internetseite der Herstellerfirma als Reichweite &bdquo;greater than 500 km&ldquo; angibt. Von der Nordostgrenze der Ukraine k&ouml;nnte das Geschoss auch Wladimir Putins &bdquo;F&uuml;hrerbunker&ldquo; in Moskau erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgangmichal\/marschflugkoerper-taurus-die-naechste-wunderwaffe\">Wolfgang Michal in der Freitag<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Knappe Mehrheit gegen &ldquo;Taurus&rdquo;-Lieferung an Ukraine<\/strong><br>\nEine Mehrheit von 52 Prozent der Deutschen steht einer Lieferung von &ldquo;Taurus&rdquo;-Marschflugk&ouml;rpern an die Ukraine ablehnend gegen&uuml;ber. Unter den Gr&uuml;nen-Anh&auml;ngern ist die Zustimmung am gr&ouml;&szlig;ten, zeigt der ARD-DeutschlandTrend.<br>\nSoll Deutschland der Ukraine luftgest&uuml;tzte Marschflugk&ouml;rper vom Typ &ldquo;Taurus&rdquo; liefern? In der Frage sind die Deutschen gespalten, &auml;hnlich wie zuletzt in der Debatte um die Lieferung von Kampfflugzeugen. Das zeigt der neue DeutschlandTrend f&uuml;r das ARD-Morgenmagazin.<br>\n52 Prozent der Wahlberechtigten sind der Meinung, dass Deutschland die Marschflugk&ouml;rper, die gegen Ziele in gr&ouml;&szlig;erer Entfernung eingesetzt werden k&ouml;nnen, nicht an die Ukraine liefern sollte, 36 Prozent sind daf&uuml;r. Die Zustimmung ist unter Westdeutschen mit 40 Prozent deutlich gr&ouml;&szlig;er als bei den Ostdeutschen (21 Prozent). Zw&ouml;lf Prozent k&ouml;nnen oder wollen sich in der Frage nicht positionieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend\/deutschlandtrend-3390.html\">tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Tendenzberichterstattung der ARD. 52 % sind gegen die Lieferung von Taurus an die Ukraine, deutlich weniger, n&auml;mlich 36 % sind daf&uuml;r. Die Meldung zu diesem Ergebnis lautet: knappe Mehrheit gegen Taurus-Lieferung. Das ist, gemessen an den Daten, eine tendenzielle Berichterstattung, die an Manipulation grenzt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>The Hard Truth: Ukraine Has No Realistic Path to Victory Over Russia<\/strong><br>\nThis means it is almost certain Ukraine will never win its freedom on the battlefield. To preserve the territory it presently holds, and to prevent the loss of any more land, Kyiv must accede to the harsh reality that the most prudent course is now to seek a freeze of the conflict and enter into negotiations to end the war.<br>\nWith the Ukrainian Armed Forces (UAF) nearing the complete tactical capture of Urozhyne and Robotyne, and having established a foothold on the Russian side of the Dnipro River in three places, supporters of Kyiv claim its offensive is finally producing fruit.<br>\nThey hope the operation may yet reach the Azov coast.<br>\nViewed from the strategic or even operational points of view, however, the cost to the UAF in acquiring those gains has been vastly higher than the benefits they confer. [&hellip;]<br>\nThe impression most analysts and pundits have is that once the Ukrainian military possesses a certain number of modern weapons, and enough of its forces undergo advanced NATO training, they will be able to match and then defeat Russia. What those beliefs expose, unfortunately, is a lack of understanding of how wars are waged and won. It is the human dimension, not the tools of combat, that determines the outcome of wars. On this front, the UAF may have already suffered irreparable loss.<br>\nThe issue is no longer about equipment. It is not even about training, be it good or bad. The most crucial component of the Ukrainian Army&rsquo;s potential to wage war is the human resource. According to leaked U.S. intelligence, as of April the Ukrainian military had lost approximately 130,000 killed and wounded. The number has likely skyrocketed since the June 5 launch of their offensive. Especially harmful to Ukraine has been the loss of their most experienced, NATO-trained troops.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.19fortyfive.com\/2023\/08\/the-hard-truth-ukraine-has-no-realistic-path-to-victory-over-russia\/%20\">1945<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>U.S. intelligence says Ukraine will fail to meet offensive&rsquo;s key goal<\/strong><br>\nThe U.S. intelligence community assesses that Ukraine&rsquo;s counteroffensive will fail to reach the key southeastern city of Melitopol, people familiar with the classified forecast told The Washington Post, a finding that, should it prove correct, would mean Kyiv won&rsquo;t fulfill its principal objective of severing Russia&rsquo;s land bridge to Crimea in this year&rsquo;s push. The grim assessment is based on Russia&rsquo;s brutal proficiency in defending occupied territory through a phalanx of minefields and trenches, and is likely to prompt finger pointing inside Kyiv and Western capitals about why a counteroffensive that saw tens of billions of dollars of Western weapons and military equipment fell short of its goals. (&hellip;)<br>\nUkraine launched the counteroffensive in early June hoping to replicate its stunning success in last fall&rsquo;s push through the Kharkiv region. But in the first week of fighting, Ukraine incurred major casualties against Russia&rsquo;s well-prepared defenses despite having a range of newly acquired Western equipment, including U.S. Bradley Fighting Vehicles, German-made Leopard 2 tanks and specialized mine-clearing vehicles.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/national-security\/2023\/08\/17\/ukraine-counteroffensive-melitopol\/\">Washington Post<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Russland ist und war immer ein zuverl&auml;ssiger Energielieferant<\/strong><br>\nEntgegen g&auml;ngiger Behauptungen hat Russland die Ausfuhr von Erdgas kaum je zu politischen Zwecken genutzt.<br>\nZwei Sichtweisen<br>\n&laquo;Putins Russland ist imperialistisch. Es wollte sich die Ukraine schon immer einverleiben. Als N&auml;chstes w&auml;ren die baltischen Staaten und Polen dran, wenn die NATO sie nicht verteidigen w&uuml;rde.&raquo;<br>\nDas ist die eine Sichtweise. &Uuml;ber diese werden wir fast t&auml;glich informiert.<br>\n&laquo;Die USA wollten Russland schon lange schw&auml;chen und von Westeuropa abkoppeln. Seit dem russischen Angriff ziehen es die USA vor, Russland mit einem andauernden Krieg zu schw&auml;chen, als eine neutrale Ukraine zu akzeptieren. Die NATO will sich an den Grenzen Russlands ausdehnen und dort Raketen stationieren.&raquo;<br>\nDas ist die andere Sichtweise.<br>\nDiese beiden gegens&auml;tzlichen Sichtweisen sind Teile des Informationskriegs und beeinflussen selektiv die Informationen, die &uuml;ber den Maidan, die Krim, den Donbas, die Minsker Abkommen, die Getreideausfuhren und den Verlauf des Krieges verbreitet wurden und werden.<br>\n&Uuml;ber Fakten und Argumente der zweiten Sichtweise, die nahelegt, dass der Krieg vermeidbar gewesen w&auml;re, informieren grosse Medien wenig. Als Erg&auml;nzung dazu ver&ouml;ffentlicht Infosperber Ausz&uuml;ge aus dem Buch &laquo;Putin &ndash; Herr des Geschehens?&raquo;. [&hellip;]<br>\nn den 1960er-Jahren ist jedermann klar, dass in einem Konflikt der USA mit der UdSSR der Einsatz von Atomwaffen zuerst in den europ&auml;ischen L&auml;ndern stattfinden wird. Die Amerikaner bef&uuml;rchten deshalb, dass die &ouml;ffentliche Meinung in Europa eine solche Strategie der gegenseitigen Abschreckung ablehnen k&ouml;nnte (was mit der deutschen Friedensbewegung in den 1980er-Jahren auch geschieht). Seit dieser Zeit versuchen die Amerikaner, jede Ann&auml;herung zwischen Europa und Russland zu verhindern. Russland werfen sie vor, den Westen &laquo;spalten&raquo; zu wollen.<br>\nUm Russland unglaubw&uuml;rdig zu machen, versucht man, uns davon zu &uuml;berzeugen, Russland sei kein verl&auml;sslicher Partner. Aber die Wirklichkeit ist eine andere: Selbst w&auml;hrend des Kalten Kriegs haben die Sowjets ihre Liefervertr&auml;ge peinlich genau eingehalten und nie versucht, sie als politisches Einflussmittel zu nutzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/russland-ist-und-war-immer-ein-zuverlaessiger-energielieferant\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wo die Energiewende scheitert &ndash; ein Beispiel aus Neuwied<\/strong><br>\nEigentlich sollen die deutschen Haushalte k&uuml;nftig unabh&auml;ngiger werden von fossilen Energietr&auml;gern. Warum trotzdem Gasheizungen boomen, zeigt ein Beispiel aus Neuwied.<br>\nHausverwalter Peter Eigendorf und Heizungsbaumeister Mario Schunk stehen vor einer aufgerissenen Wand. Rohre und Stromleitungen schauen heraus, der Putz ist heruntergerissen, es riecht nach Baustaub. Diese Wohnung in der Neuwieder Innenstadt wird saniert &ndash; und bekommt eine neue Heizung. Es wird eine Gasheizung und keine W&auml;rmepumpe.<br>\nDas Haus wurde in den 1960er Jahren erbaut. Es gebe keine Au&szlig;end&auml;mmung, keine Dachd&auml;mmung, auch zum Boden hin sei das Haus nicht isoliert, bem&auml;ngelt Heizungsbauer Schunk: &ldquo;Eine W&auml;rmepumpe macht bei diesem Haus einfach keinen Sinn, das ist Energieverschwendung.&rdquo;<br>\nBevor eine W&auml;rmepumpe hier installiert werden k&ouml;nne, m&uuml;ssten zigtausende Euro in die Sanierung des Hauses gesteckt werden, rechnet Hausverwalter Peter Eigendorf vor. Das k&ouml;nnten sich die Vermieter nicht leisten.<br>\nDamit das Heizungssystem ausgetauscht werden kann, m&uuml;ssten alle Wohnungen frei sein, alle Mietverh&auml;ltnisse gek&uuml;ndigt werden. Die Energieversorgung m&uuml;sste neu gelegt werden, um die W&auml;rmepumpe mit ausreichend Strom zu versorgen.<br>\nAlso fiel die Wahl auf eine Gasheizung der neuesten Generation. Eine Brennwerttherme soll in jede der Wohnungen eingebaut werden. Die Kosten daf&uuml;r betragen nur einen Bruchteil dessen, was die Sanierung des Hauses und der Einbau der W&auml;rmepumpe kosten w&uuml;rde.<br>\nDas Haus in der Neuwieder Innenstadt sei kein Einzelfall, sagt Mario Schunk. Er hat bereits in den ersten Monaten dieses Jahres so viele Gasheizungen verkauft, wie sonst in anderthalb Jahren. Grunds&auml;tzlich sei die Idee hinter einer energiesparenden W&auml;rmepumpe gut, sagt Schunk. Es scheitere aber oft an der Realit&auml;t und der Infrastruktur in den St&auml;dten und Geb&auml;uden.<br>\nSo sei zum Beispiel die Stromversorgung oft nicht auf die neuen Ger&auml;te ausgerichtet. Viele Geb&auml;ude m&uuml;ssten erst aufwendig saniert werden, damit dort &uuml;berhaupt ein Energiespareffekt durch eine W&auml;rmepumpe eintreten k&ouml;nne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/rheinland-pfalz\/koblenz\/wo-die-energiewende-scheitert-beispiel-neuwied-100.html\">SWR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ampel-Gehampel: Streit um Kindergrundsicherung. Gastkommentar<\/strong><br>\nSeit die gr&uuml;ne Familienministerin Lisa Paus im Januar 2023 ihre Eckpunkte f&uuml;r ein Gesetz zur Kindergrundsicherung vorgelegt hat, herrscht &uuml;ber das sozialpolitische Prestigeprojekt der Ampelkoalition erbitterter Streit innerhalb des Bundeskabinetts. Finanzminister Christian Lindner &uuml;bte heftige Kritik an seiner Kabinettskollegin, weil sie j&auml;hrliche Mehrausgaben von zw&ouml;lf Milliarden Euro f&uuml;r die Kindergrundsicherung veranschlagte. Ein solches Projekt sei &raquo;derzeit nicht realisierbar&laquo;, behauptete der FDP-Vorsitzende. F&uuml;r die Familien habe man bereits viel getan. Beispielsweise sei das Kindergeld auf 250 Euro erh&ouml;ht worden, und sieben Milliarden Euro pro Jahr mehr stelle man f&uuml;r Familien und Kinder zur Verf&uuml;gung. Allerdings war die Inflation nach 1945 auch nie so hoch wie heute, und von der Erh&ouml;hung des Kindergeldes hatten Eltern im Transferleistungsbezug nichts, weil es auf den Sozialtransfer angerechnet wird. Meist sind die Gr&uuml;nen vor der FDP eingeknickt, wenn die &raquo;Fortschrittskoalition&laquo; ihrem hohen Anspruch nicht gerecht wurde und eine Ma&szlig;nahme verabschiedete, die einen sozialen oder &ouml;kologischen R&uuml;ckschritt bedeutet. In der letzten Kabinettssitzung vor der parlamentarischen Sommerpause hatten sie murrend den von Lindner entwickelten Haushaltsplan akzeptiert, in dem f&uuml;r die Kindergrundsicherung nur zwei Milliarden Euro vorgesehen sind. Erst nach der Sommerpause blockierte Paus das von Lindner ins Kabinett eingebrachte &raquo;Wachstumschancengesetz&laquo; mit 50 Steuererleichterungen f&uuml;r Unternehmen im Volumen von 6,5 Milliarden Euro. Geht es um das Wohl der Wirtschaft, ist die Bundesregierung gener&ouml;s und fasst auch schnell Beschl&uuml;sse. Das hat Paus durch ihr Veto zun&auml;chst verhindert, was ihr seitens &uuml;berraschter FDP-Politiker den Vorwurf der Erpressung einbrachte. Dabei war dies f&uuml;r sie vermutlich die letzte Chance, eine gesichtswahrende Kompromissl&ouml;sung zu erreichen. Eigentlich w&auml;ren gut 20 Milliarden Euro mehr n&ouml;tig, wollte man die auf einem H&ouml;chststand befindliche Kinderarmut wirksam bek&auml;mpfen. Bleibt die Ampelkoalition dahinter zu deutlich zur&uuml;ck, wird die Kindergrundsicherung &ndash; wie das B&uuml;rgergeld &ndash; blo&szlig; ein sch&ouml;neres Etikett f&uuml;r eine im Kern unver&auml;nderte, also nach wie vor fragw&uuml;rdige Sache.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/457143.ampel-gehampel.html%20\">Christoph Butterwegge in junge Welt<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>&ldquo;Merken Sie eigentlich jenseits Ihrer Blase, dass Sie gerade das letzte Qu&auml;ntchen Vertrauen verspielen?&rdquo;<\/strong><br>\nEin vorbildliches Interview im Deutschlandfunk legte am Donnerstagmorgen die akute L&auml;hmung der Ampelkoalition und die politische Schizophrenie des Koalitionspartners Die Gr&uuml;nen offen.<br>\nZugleich ist das elf-min&uuml;tige St&uuml;ck ein guter Beleg daf&uuml;r, dass die &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien keineswegs so linkslastig und Gr&uuml;nen-freundlich sind, wie Rechtsextremisten und CDU-Populisten ihnen bei jeder Gelegenheit gern unterstellen. Man k&ouml;nnte es an Journalistenschulen als Lehrbeispiel f&uuml;r eine m&ouml;gliche Kunst der Interviewf&uuml;hrung pr&auml;sentieren.<br>\nAm Donnerstagmorgen, einen Tag nach der erpresserischen Verweigerung der Zustimmung der gr&uuml;nen Familienministerin Lisa Paus, zu einem vom gr&uuml;nen Wirtschaftsminister Robert Habeck ausgehandelten Wirtschaftspaket, wurde der stellvertretende gr&uuml;ne Fraktionsvorsitzende Andreas Audretsch von Philipp May, Moderator der Informationen am Morgen, regelrecht gegrillt &ndash; und zwar &uuml;beraus angemessen. [&hellip;]<br>\nAudretschs Auftritt ist gerade in schweren Zeiten, wachsender Krise und vermehrt Fragen dar&uuml;ber, ob die von massiven inneren Vertrauensverlusten gebeutelte Ampel-Koalition die Legislaturperiode durchsteht, nicht kluge Polit-PR, sondern ein Kommunikationsdesaster.<br>\nDenn auch intern funktionieren die Kommunikationswege innerhalb der Gr&uuml;nen gerade offenbar suboptimal. Das &ouml;ffentliche Ansehen der Gr&uuml;nen ist zuletzt massiv gesunken.<br>\nGeht es nur um die Sache, dann ist Audretsch in seiner Stellung nach diesem Auftritt jetzt angez&auml;hlt.<br>\nNoch prek&auml;rer ist aber die Position von Lisa Paus: Die Familienministerin vom linken Fl&uuml;gel der Gr&uuml;nen hat &ndash; unabh&auml;ngig von der Sache &ndash; den Kanzler schon l&auml;nger gegen sich, den Finanzminister sowieso. Jetzt hat sie auch ihren eigenen Minister besch&auml;digt. Vielleicht muss Paus fr&uuml;her ihren Stuhl r&auml;umen, als man glauben m&ouml;chte.<br>\nDie erste Woche nach der parlamentarischen Sommerpause ist vorbei, und schon wackeln zwei St&uuml;hle bei den Gr&uuml;nen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Merken-Sie-eigentlich-jenseits-Ihrer-Blase-dass-Sie-gerade-das-letzte-Quaentchen-Vertrauen-9248128.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Neuer Bericht: Russland ist reicher, der Westen &auml;rmer geworden &ndash; trotz Sanktionen<\/strong><br>\nRusslands privates Gesamtverm&ouml;gen ist gestiegen, Nordamerikas und Europas Haushalte schrumpfen hingegen. Das zeigt ein neuer Bericht von UBS und Credit Suisse.<br>\nIm Jahr 2022 ist das private Gesamtverm&ouml;gen Russlands gestiegen, w&auml;hrend die Einwohner der Vereinigten Staaten und Europas Billionen Dollar verloren haben. Dies geht aus dem j&auml;hrlichen Global Wealth Report hervor, den die Schweizer Banken UBS und Credit Suisse verfasst haben.<br>\nIm vergangenen Jahr sank das weltweite Verm&ouml;gen privater Haushalte zum ersten Mal seit der Finanzkrise im Jahr 2008. Inflation und die Aufwertung des US-Dollars haben rund 11,3 Billionen Dollar an Verm&ouml;genswerten vernichtet. Laut dem Bericht ist das private Nettoverm&ouml;gen weltweit um 2,4 Prozent gesunken, auf insgesamt 454,4 Billionen Dollar. Nordamerika und Europas Haushalte sind besonders betroffen &ndash; zusammen haben die Kontinente rund 10,9 Billionen Dollar verloren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/trotz-sanktionen-neuer-bericht-russland-ist-reicher-der-westen-aermer-geworden-li.379648\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Einst VW-Werk in Russland: Die Chinesen sollen noch in diesem Jahr Produktion starten<\/strong><br>\nVolkswagen hat im Mai sein Werk in Kaluga verkauft. Es soll nicht mehr lange stillstehen, genauso wie die fr&uuml;here Anlage von Mercedes-Benz. &Uuml;bernehmen jetzt die Chinesen?<br>\nSchon im Fr&uuml;hjahr 2022 hatte Volkswagen (VW) als Antwort auf die russische Invasion in die Ukraine die Autoproduktion im Werk von Kaluga gestoppt. Im Mai dieses Jahres wurde das Werk zusammen mit anderen Verm&ouml;genswerten des deutschen Konzerns an die neu gegr&uuml;ndete russische Firma Art-Finance verkauft. Der fr&uuml;here offizielle Autoh&auml;ndler der VW-Marken, Avilon, steht nach VW-Angaben hinter dem neuen Eigent&uuml;mer.<br>\nNun wird klar: Das Werk in Kaluga wird nicht mehr lange stillstehen. Die Automobilproduktion k&ouml;nnte noch in diesem Jahr beginnen, verk&uuml;ndete der russische Vizepremierminister und Minister f&uuml;r Industrie und Handel, Denis Manturow, am Dienstag. Die Produktion von Autos in der ehemaligen Mercedes-Benz-Anlage in der Region Moskau, die nach dem Verkauf im M&auml;rz dem russischen Autoh&auml;ndler Avtodom geh&ouml;rt, k&ouml;nnte dagegen nach Angaben von Manturow im n&auml;chsten Jahr aufgenommen werden. Manturow stellte klar, dass der zweite Standort gesondert f&uuml;r Personenkraftwagen vorbereitet werde.  (&hellip;)<br>\nDas russische Autoportal Autonews.ru berichtete seinerseits unter Berufung auf ungenannte Quellen &uuml;ber eine Einigung zwischen dem neuen Eigent&uuml;mer Art-Finance und dem chinesischen Autokonzern Chery Automobile &uuml;ber die Produktion von Limousinen unter der neuen Marke Omoda S5. Das neue Auto soll ein Ersatz f&uuml;r die Volkswagen Polo-Limousine sein, die zuvor in Kaluga produziert wurde.<br>\nNach dem R&uuml;ckzug der westlichen Autokonzerne wurde Russland zum gr&ouml;&szlig;ten Exportmarkt f&uuml;r chinesische Autos. Inzwischen entfallen schon &uuml;ber 70 Prozent Marktanteil allein auf die chinesischen Autohersteller, wie die russische Zentralbank in einem Juli-Bericht &uuml;ber die regionale Wirtschaft vermeldete. Die Chinesen haben bisher ihre Autos nach Russland nur exportiert; mit der Aufnahme der Produktion soll sich das &auml;ndern. Die beliebtesten chinesischen Automarken in Russland sind Chery Tiggo, Haval und Geely.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/einst-volkswagen-werk-in-russland-produktion-von-chinesischen-autos-schon-in-diesem-jahr-li.378968\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Neue Studie: China nimmt zunehmend Deutschlands Platz in Europa ein<\/strong><br>\nSchlechte Nachricht f&uuml;r die deutsche Wirtschaft: Chinesische Hersteller schnappen sich zunehmend Marktanteile der Deutschen auf dem europ&auml;ischen Markt. Wie passiert das?<br>\nChinesische Hersteller machen deutschen Unternehmen auf ihrem Heimatmarkt in der Europ&auml;ischen Union zunehmend Konkurrenz, vor allem im Bereich anspruchsvoller Industrieg&uuml;ter, wo Deutschland noch f&uuml;hrend ist.<br>\nEine Studie des privaten Wirtschaftsforschungsinstituts der deutschen Wirtschaft (IW) kommt zu dem Ergebnis, dass Chinas Anteil an den EU-Importen in den zwei Jahren bis 2022 in einigen Sektoren genauso stark oder sogar noch st&auml;rker gestiegen sei als im vorangegangenen Jahrzehnt.<br>\nEs bestehe eine Gefahr f&uuml;r die Absatzperspektiven auf wichtigen deutschen Exportm&auml;rkten &ndash; bis hin zu der Gefahr von Wohlfahrtsverlusten f&uuml;r Deutschland insgesamt, warnt der Autor der Studie und IW-Leiter des Clusters Globale und regionale M&auml;rkte, J&uuml;rgen Matthes.<br>\nWie wird diese Gefahr erkl&auml;rt? China hole technologisch sowie bei Bildung und Forschung auf und verbindet die so entstehende origin&auml;re Wettbewerbsf&auml;higkeit mit intensiver industriepolitischer Subventionierung, steht in der Studie geschrieben. Mit der Made-in-China-2025-Strategie wolle die Regierung in Peking die chinesische Wirtschaft durch massive F&ouml;rderung l&auml;ngerfristig auch in Branchen zum Innovationsf&uuml;hrer machen, in denen die deutsche Wirtschaft ihre Spezialisierungsvorteile habe, darunter bei der Entwicklung von Kraftwagen und -motoren, bei Pharmaprodukten und vor allem bei Grundstoffen und Chemikalien. Das erm&ouml;glicht den Chinesen, zunehmend Marktanteile in der EU zu erobern. Eine IW-Umfrage zeigte zudem, dass deutsche Industriefirmen dem Konkurrenzdruck durch chinesische Unternehmen schon Ende 2020 einen deutlich h&ouml;heren Stellenwert zugeschrieben h&auml;tten als dem Protektionismus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/neue-studie-china-nimmt-zunehmend-deutschlands-platz-in-europa-ein-eu-importe-li.379244\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Argentiniens W&auml;hrungskrise und das gef&auml;hrliche Spiel mit dem US-Dollar<\/strong><br>\nJavier Mileis radikale Vision und die Geister der Vergangenheit. Wie Argentinien erneut mit dem US-Dollar zu experimentieren droht und welche Folgen das haben k&ouml;nnte.<br>\nEnde Dezember 2021 habe ich zusammen mit einem Kollegen aus Anlass des 20. Jahrestags des gr&ouml;&szlig;ten finanzpolitischen Debakels der j&uuml;ngeren Geschichte einen Artikel &uuml;ber Argentinien geschrieben, in dem wir resigniert feststellten, es sei kein Licht am Horizont dieses Landes erkennbar.<br>\nWir erinnerten daran, dass es der Versuch Argentiniens in den 1990er-Jahren war, den argentinischen Peso bei einem Wert von 1:1 gegen&uuml;ber dem US-Dollar zu fixieren, der am Anfang des Debakels stand. &ldquo;Fixing forever&rdquo; hie&szlig; das Experiment am lebenden Patienten, das unter Aufsicht und positiver Begutachtung durch den Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) in Argentinien durchgef&uuml;hrt wurde und katastrophal gescheitert ist.<br>\nAls wir 2021 den Artikel schrieben, lag der Wert des argentinischen Pesos bei etwa 100 zu 1 gegen&uuml;ber dem US-Dollar, man ben&ouml;tigte also einhundert Pesos, um einen Dollar zu kaufen. Das war aus fixing forever geworden. In diesen Tagen braucht man fast 400 Pesos, um einen Dollar zu kaufen.<br>\nDer Wahnsinn hat eine neue Dimension erreicht. Die Inflationsrate liegt inzwischen bei &uuml;ber einhundert Prozent und die Armut ist ein Massenph&auml;nomen geworden. Viele sozialdemokratische (sozialistische) Regierungen, einen hyperkonservativen Wahnsinn von 2015 bis 2019 unter Mauricio Macri und die Assistenz des IWF hat es gebraucht, um ein Land, das eigentlich enorme Entwicklungspotentiale besitzt, zugrunde zu wirtschaften (dazu hier ein Artikel aus dem Jahre 2019).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Argentiniens-Waehrungskrise-und-das-gefaehrliche-Spiel-mit-dem-US-Dollar-9258088.html\">Heiner Flassbeck auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ex-Chefankl&auml;ger des internationalen Strafgerichtshofs: &ldquo;Ein V&ouml;lkermord ist es jetzt schon&rdquo;<\/strong><br>\nSeit Wochen blockiert Aserbaidschan Hilfslieferungen in das umk&auml;mpfte Gebiet Bergkarabach. Der ehemalige Chefankl&auml;ger des Internationalen Strafgerichtshofs warnt vor einem V&ouml;lkermord.<br>\nMehrere Stunden anstehen f&uuml;r ein Brot &ndash; ohne sicher zu sein, am Ende etwas zu bekommen: F&uuml;r die Menschen in der Region Bergkarabach, die zu Aserbaidschan geh&ouml;rt, ist das seit Kurzem Alltag. Um die Region, in der &uuml;berwiegend ethnische Armenier leben, streiten sich Armenien und Aserbaidschan seit dem Fall der Sowjetunion.<br>\nIm ersten Krieg zwischen den beiden L&auml;ndern von 1992 bis 1994 eroberte Armenien Bergkarabach, in einem zweiten Krieg gewann Aserbaidschan den bergigen Landstrich im Kaukasus zur&uuml;ck. Seitdem verbindet nur noch eine Stra&szlig;e, der sogenannte Latschin-Korridor, Armenien und Bergkarabach. Im Waffenstillstandsabkommen nach dem Krieg vereinbarten beide L&auml;nder, den Latschin-Korridor offen zu halten und so die Reise- und Warenfreiheit zwischen Armenien und Bergkarabach zu sichern.<br>\nDoch genau damit ist jetzt Schluss: Seit dem 11. Juli darf nicht einmal mehr das Rote Kreuz Hilfsg&uuml;ter nach Bergkarabach bringen &ndash; und die Einwohner des umk&auml;mpften Landstrichs haben keinen Zugang zu Nahrung, Benzin und medizinischer Versorgung mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/internationale-politik\/id_100225908\/armenien-aserbaidschan-konflikt-voelkermord-ist-es-jetzt-schon-.html\">t-online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wie bleibt das Leben in Gro&szlig;st&auml;dten ertr&auml;glich?<\/strong><br>\nHitze kann t&ouml;dlich sein, und die Zahl der Hitzetage nimmt zu. Gro&szlig;st&auml;dte m&uuml;ssen an die Erw&auml;rmung angepasst werden. Das erfordert den gr&ouml;&szlig;ten Umbau nach dem Krieg. [&hellip;]<br>\nDass speziell St&auml;dte zur &Uuml;berhitzung neigen, ist eigentlich schon lange bekannt. 1833 wies der britische Apotheker und Meteorologe Luke Howard mit Messungen nach, dass es im Inneren Londons deutlich w&auml;rmer ist als im Umland. 1937 schuf der Benediktinerpater Albert Kratzer mit &raquo;Das Stadtklima&laquo; das erste Standardwerk. Wie Wasserfl&auml;chen, Parks, gr&uuml;ne D&auml;cher und Luftzufuhr aus dem Umland k&uuml;hlend wirken, geh&ouml;rt f&uuml;r Stadtplaner schon lange zum Grundwissen.<br>\nBis heute wird aber wenig R&uuml;cksicht darauf genommen, weil andere Bed&uuml;rfnisse als wichtiger gelten. Teils werden Gewerbegebiete mit riesigen Hallen oder die D&auml;mme von Umgehungsstra&szlig;en mitten in Kaltluftschneisen gesetzt, Wohngebiete gebaut, ohne ausreichend Gr&uuml;nfl&auml;chen vorzusehen. In den Stra&szlig;en d&uuml;rfen Sto&szlig;stange an Sto&szlig;stange Autos stehen, obwohl sie zur &Uuml;berhitzung beitragen. Knapp 72 Grad hat die K&uuml;hlerhaube eines Mercedes in der N&uuml;rnberger Innenstadt an diesem Hitzetag &ndash; gemessen mit einem Thermometer, das mit einem Laserstrahl misst. Gr&uuml;nfl&auml;chen werden vielerorts miserabel gepflegt &ndash; etwa wenn Beh&ouml;rden Blumenwiesen, die k&uuml;hlend wirken, rigoros niederm&auml;hen lassen, weil man das schon immer so gemacht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/hitze-staedte-muessen-an-die-erwaermung-angepasst-werden\/2166375\">Spektrum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Berliner Klinik s&auml;uft bei Starkregen ab: &bdquo;Sinnbildlich f&uuml;rs Gesundheitssystem&ldquo;<\/strong><br>\nIntensivpfleger Ricardo Lange hat ein Video gepostet. Es zeigt einen Klinikkeller, der im Wasser versinkt. Lange prangert den Zustand deutscher Kliniken insgesamt an.<br>\nIn den sozialen Medien geht gerade ein Video viral. Es zeigt einen Klinikkeller unter Wasser, notd&uuml;rftig geflickte Fu&szlig;bodenbel&auml;ge, Baum&auml;ngel. Es soll sich um das Untergeschoss des Urban-Krankenhauses in Kreuzberg handeln. Entsprechende Informationen erhielt die Berliner Zeitung aus Mitarbeiterkreisen. Auf Twitter gepostet hat das Video nun Ricardo Lange, Intensivpfleger und Kolumnist der Berliner Zeitung. Im Interview spricht er &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde.<br>\nHerr Lange, das Video zeigt Bilder, die aus einer Klinik in einem Krisengebiet stammen k&ouml;nnten. Was sagen Sie dazu?<br>\nDie Aufnahme steht sinnbildlich daf&uuml;r, wie in Deutschland mit Kliniken umgegangen wird. Man l&auml;sst sie absaufen.<br>\nSie sind in der Berliner Klinikszene gut vernetzt. Was wissen Sie &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde?<br>\nIch habe das Video seit zwei Monaten. Es wurde an einem Tag aufgenommen, als es in Berlin ein Starkregen-Ereignis gab. Damals wurde es zum ersten Mal in den sozialen Medien hochgeladen. Ich habe das Video &uuml;ber pers&ouml;nliche Verbindungen erhalten, kann allerdings weder zum Urheber etwas sagen noch &uuml;ber den Ort.<br>\nWarum nicht?<br>\nErstens, um den Urheber des Videos zu sch&uuml;tzen. Zweitens, um auch weiterhin in Berlin arbeiten zu k&ouml;nnen.<br>\nOkay, reden wir also &uuml;ber &bdquo;ein Berliner Krankenhaus&ldquo;. Warum haben Sie das Video heute ver&ouml;ffentlicht?<br>\nWeil mir heute noch mal ganz krass klargeworden ist, dass im Gesundheitswesen vieles nicht zusammenpasst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/gesundheit-oekologie\/berliner-klinik-saeuft-bei-starkregen-ab-ricardo-lange-sinnbildlich-fuers-gesundheitssystem-li.379830\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Asylbewerber sollen als erste ans digitale G&auml;ngelband gelegt werden<\/strong><br>\nWas Australien vorgemacht hat, wollen einige deutsche St&auml;dte und Bayern nachmachen: eine besonders schwache Gruppe soll &uuml;ber eine programmierbare Bezahlkarte ans digitale G&auml;ngelband gelegt werden. Die Karte soll Taschengeld f&uuml;r Asylbewerber in bar oder per Scheck ersetzen.<br>\nAustralien hat schon vor Jahren digitale Bezahlkarten f&uuml;r Sozialhilfeempf&auml;nger eingef&uuml;hrt, in denen einpgrogrammiert ist, wof&uuml;r man sie nicht verwenden kann.<br>\nNun starten auch Hamburg, Hannover und Bayern Pilotprojekte, um den angeblich hohen Verwaltungsaufwand der bisherigen L&ouml;sungen zu vermeiden und die Asylbewerber der Notwendigkeit zu entheben, monatlich pers&ouml;nlich zur Auszahlungsstelle zu gehen.<br>\nMir will nicht recht einleuchten, warum es ein Problem sein soll, wenn die Geldempf&auml;nger pers&ouml;nlich erscheinen m&uuml;ssen, und nicht ein Vorteil, weil man so vermeidet, Geld an Personen zu zahlen, die sich wom&ouml;glich gar nicht mehr dort aufhalten, wo sie sich aufhalten sollten.<br>\nWas die hohen Kosten angeht, so kann ich mir schwer vorstellen, dass es kosteng&uuml;nstig sein soll, f&uuml;r die 304 Personen, von denen in Hannover die Rede ist, eine spezielle Kartenl&ouml;sung programmieren zu lassen und einzuf&uuml;hren.<br>\nZur Ausschreibung des Hamburger Pilotprojekts hei&szlig;t es:<br>\n&bdquo;Das Guthaben auf der Karte soll nicht &uuml;berziehbar sein, zudem sollen beispielsweise Gl&uuml;cksspielanbieter gegebenenfalls blockiert werden k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\nMan beachte das Wort &bdquo;beispielsweise&ldquo; vor Gl&uuml;ckspielanbieter. In meiner Berichterstattung zu entsprechenden Bestrebungen hatte ich prognostiziert, dass auch bei uns mit den Schw&auml;chsten angefangen werden wird, um nach und nach immer mehr Menschen ans digitale G&auml;ngelband zu legen, mit dem bestimmt werden kann, wer k&uuml;nftig was noch kaufen darf. So kommt es nun, und die n&auml;chsten Schritte sind bereits in Vorbereitung. Man denke etwa an das digitale Zentralbankgeld. Zu neuesten, gruseligen Entwicklungen dort in K&uuml;rze mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/bargeld-widerstand\/asylbewerber-bezahlkarte\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Eine der n&auml;chsten Gruppen k&ouml;nnten &ndash; so ist zu bef&uuml;rchten &ndash; die Empf&auml;nger des Arbeitslosengeldes (insbesondere des B&uuml;rgergeldes;  ehemals &ldquo;Hartz IV&rdquo;) sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Why Is Ukraine Prosecuting Pacifist Yurii Sheliazhenko for &ldquo;Justifying Russian Aggression&rdquo;?<\/strong><br>\nWe speak with Ukrainian peace activist Yurii Sheliazhenko, whom Ukrainian authorities have charged with justifying Russian aggression, days after his Kyiv apartment was raided and searched. Sheliazhenko is executive secretary of the Ukrainian Pacifist Movement and has vocally opposed any escalation of the conflict, calling for a ceasefire and peace talks to end the war. &ldquo;It is total nonsense that a pacifist is accused in justification of war,&rdquo; Sheliazhenko told Democracy Now! in an interview just after he returned from being interrogated. He notes the security services are under the authority of President Volodymyr Zelensky, and says &ldquo;direct involvement&rdquo; from the leader in suppressing peace activism &ldquo;is inappropriate in [a] democratic society.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.democracynow.org\/2023\/8\/10\/yurii_sheliazhenko_charges\">Democracy Now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Aufruf zum Schutz der Pressefreiheit: B&uuml;ndnis fordert Freilassung von Julian Assange<\/strong><br>\nDie angespannte Situation um den Journalisten Julian Assange erreicht einen kritischen Punkt. Mit einem in K&uuml;rze erwarteten Urteil &uuml;ber das Berufungsverfahren vor dem Britischen High Court droht dem australischen Staatsb&uuml;rger t&auml;glich die Abschiebung in die USA. In einer gemeinsamen Stellungnahme der deutschen Sektionen der &auml;rztlichen und juristischen Friedensorganisationen IPPNW und IALANA appellieren die beiden Verb&auml;nde an die Bundesregierung, insbesondere an Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock, sich gegen&uuml;ber der US-Regierung energisch gegen eine Auslieferung von Assange auszusprechen.<br>\n&bdquo;Wir fordern die Bundesregierung auf, um der Pressefreiheit willen und zur Rettung des zu Unrecht wegen der Ver&ouml;ffentlichung ihm zugespielter Informationen verfolgten Journalisten Assange in klaren Worten bei US-Pr&auml;sident Biden gegen die drohende Auslieferung zu protestieren und die Beendigung des Strafverfahrens gegen Assange zu fordern&ldquo;, hei&szlig;t es in dem heute ver&ouml;ffentlichten Aufruf von IPPNW und IALANA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ippnw.de\/startseite\/artikel\/de\/aufruf-zum-schutz-der-pressefreiheit.html\">IPPNW<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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