{"id":102629,"date":"2023-08-21T09:00:20","date_gmt":"2023-08-21T07:00:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102629"},"modified":"2023-08-21T03:43:17","modified_gmt":"2023-08-21T01:43:17","slug":"wiederholt-sich-die-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102629","title":{"rendered":"Wiederholt sich die Geschichte?"},"content":{"rendered":"<p>Offiziell befinden sich die USA und die L&auml;nder der EU nicht in einem Krieg mit Russland. Viele westliche Politiker und Medien streiten sogar ab, dass die NATO in der Ukraine einen Stellvertreterkrieg mit Russland austr&auml;gt. Trotzdem erinnert die aufgrund westlicher Waffenlieferungen zu einem Stellungs- und Abnutzungskrieg mutierte milit&auml;rische Auseinandersetzung in der Ukraine an den Ersten Weltkrieg. Was k&ouml;nnen weitere Vergleiche mit der gro&szlig;en humanit&auml;ren Katastrophe zu Beginn des 20. Jahrhunderts &uuml;ber einen m&ouml;glichen zuk&uuml;nftigen Verlauf des aktuellen Konflikts aussagen? Von <strong>Karsten Montag<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDer Historiker Markus Reisner, Oberst des &ouml;sterreichischen Bundesheeres, zieht in seinen <a href=\"https:\/\/youtu.be\/QJiuc4KWmQo?t=921\">Videobotschaften<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Das-ist-das-Elend-eines-Abnutzungskrieges-article24282344.html\">Interviews<\/a> mit deutschsprachigen Medien immer wieder Vergleiche zwischen der Westfront im Ersten Weltkrieg und dem Krieg in der Ukraine, die er mit dessen Charakter eines Stellungs- und Abnutzungskrieges begr&uuml;ndet. Es lassen sich jedoch weitere Parallelen ziehen, die aufzeigen, wohin der aktuelle Konflikt noch f&uuml;hren kann.<\/p><p><strong>Der bisherige Kriegsverlauf in der Ukraine &auml;hnelt den Anf&auml;ngen an der Westfront des Ersten Weltkriegs<\/strong><\/p><p>Kriegsparteien im Ersten Weltkrieg waren die sogenannten Mittelm&auml;chte und die M&auml;chte der Triple Entente. Zu den Mittelm&auml;chten geh&ouml;rten das Deutsche Reich und &Ouml;sterreich-Ungarn sowie sp&auml;ter auch das Osmanische Reich und Bulgarien. Die L&auml;nder der Entente waren Gro&szlig;britannien, Frankreich und Russland. Unterst&uuml;tzt wurden sie von Italien, den USA und einer ganzen Reihe weiterer L&auml;nder. Die l&auml;ngsten, verlustreichsten und entscheidendsten K&auml;mpfe fanden an der Westfront auf dem Gebiet Frankreichs und Belgiens statt. Dort standen sich haupts&auml;chlich die Armeen Gro&szlig;britanniens, Frankreichs, Belgiens und sp&auml;ter auch der USA auf der einen Seite und die Streitkr&auml;fte Deutschlands auf der anderen gegen&uuml;ber.<\/p><p>Dem sogenannten Schlieffen-Plan folgend, gelang es dem deutschen Heer nach Kriegsbeginn Ende Juli 1914 innerhalb k&uuml;rzester Zeit, Belgien zu erobern und bis kurz vor Paris vorzusto&szlig;en. Doch aufgrund des Widerstands der Belgier und der Gegenangriffe der franz&ouml;sischen Armee sowie der anf&auml;nglichen Erfolge der russischen Streitkr&auml;fte an der Ostfront Deutschlands gab die deutsche Heeresleitung den Plan auf, die Hauptstadt Frankreichs kurzfristig zu erobern, und zog ihre Truppen im September und Oktober 1914 auf eine Frontlinie im Nordosten Frankreichs zur&uuml;ck. Diese sollte &uuml;ber die weiteren vier Kriegsjahre trotz erheblichen Einsatzes von Menschen und Material auf beiden Seiten <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=OTitulpg9UA\">fast unver&auml;ndert bleiben.<\/a> <\/p><p>Der anf&auml;ngliche Bewegungskrieg an der deutschen Westfront schlug um in einen Grabenkrieg, der haupts&auml;chlich mit ausgedehnten Verteidigungsanlagen, Artillerie, Maschinengewehren und Vorst&ouml;&szlig;en der Infanterie mit immensen Verlusten ausgetragen wurde. Aufgrund des hohen Einsatzes von Kriegsger&auml;t, Munition und Soldaten sowie der geringen Gel&auml;ndegewinne wurde diese Form der Kriegsf&uuml;hrung Materialschlacht genannt. Das Ziel derartiger Kampfhandlungen ist es, den Gegner mittels quantitativer und technischer &Uuml;berlegenheit in die Knie zu zwingen.<\/p><p>Bereits Mitte November 1914 teilte Generalstabschef Falkenhayn dem deutschen Reichskanzler Bethmann Hollweg mit, dass der Krieg gegen die Entente nicht mehr zu gewinnen sei, und schlug einen Verhandlungs- und Separatfrieden mit einem oder mehreren Gegnern vor. Letzterer lehnte jedoch ab, da er angesichts der gro&szlig;en Opfer bereits in den ersten Kriegsmonaten auf die Annexionen belgischen und franz&ouml;sischen Territoriums nicht verzichten wollte. Ein <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedensangebot_der_Mittelm%C3%A4chte\">Friedensangebot<\/a> der Mittelm&auml;chte im Dezember 1916, kurz nach der f&uuml;r beide Seiten &auml;u&szlig;erst verlustreichen Schlacht an der Somme und der Eroberung Rum&auml;niens durch &Ouml;sterreich-Ungarn, schlugen die M&auml;chte der Entente aus.<\/p><p>Der Verlauf des Krieges in der Ukraine ist bisher demjenigen an der Westfront im Ersten Weltkrieg sehr &auml;hnlich. Nach dem Einmarsch russischer Truppen von Norden, Osten und S&uuml;den aus auf das Gebiet der Ukraine Ende Februar 2022 konnten diese zun&auml;chst Gel&auml;ndegewinne verzeichnen und bis kurz vor Kiew vorsto&szlig;en. Doch bereits im April 2022 zog sich die russische Armee aufgrund des Widerstands der Ukraine auf eine Frontlinie im S&uuml;den und Osten des Landes zur&uuml;ck. Nach weiteren R&uuml;ckeroberungen bei Charkiw und Cherson durch die ukrainische Armee bis Mitte November 2022 blieb der Frontverlauf bis heute jedoch fast <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=WJlLMolj4Os\">unver&auml;ndert<\/a>.<\/p><p>Wie an der Westfront im Ersten Weltkrieg ist der Krieg in der Ukraine bereits nach kurzer Zeit von einem Bewegungskrieg in einen Grabenkrieg und eine Materialschlacht umgeschlagen. Beide Seiten bek&auml;mpfen sich haupts&auml;chlich mit ausgedehnten Verteidigungsanlagen, Artillerie, Panzern und verlustreichen Vorst&ouml;&szlig;en der Infanterie. Hinzu kommen Drohnenangriffe an der Front sowie Drohnen- und Raketenangriffe auf strategische Ziele im Hinterland, die jedoch bisher nicht kriegsentscheidend waren. Die russische Luftwaffe verf&uuml;gt zudem zumindest in der N&auml;he des Frontverlaufs &uuml;ber eine Luft&uuml;berlegenheit, mit der sie die Kampfhandlungen des Heeres unterst&uuml;tzen kann.<\/p><p>Bereits Ende Februar 2022 begannen zwischen der Ukraine und Russland Verhandlungen zu einem Waffenstillstand, die jedoch im April wieder abgebrochen wurden. Sie <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Russisch-ukrainische_Friedensverhandlungen_seit_2022#Verhandlungen_in_Istanbul_(29._M%C3%A4rz)\">scheiterten<\/a> unter anderem, weil Russland die eroberten Gebiete der Ukraine nicht bedingungslos zur&uuml;ckgeben wollte, sondern eine verbindliche Neutralit&auml;t des gesamten Landes forderte. Welche Rolle der spontane Besuch des damaligen britischen Premierministers Boris Johnson in Kiew beim Abbruch der Verhandlungen gespielt hat, ist bisher <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=O10svZJ2Fps\">nicht eindeutig gekl&auml;rt<\/a>. Der damalige israelische Ministerpr&auml;sident Naftali Bennett, der als einer der haupts&auml;chlich verantwortlichen Mediatoren in diesen Friedensprozess involviert war, best&auml;tigte jedoch, dass die Verhandlungen auf Initiative des Westens abgebrochen wurden.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p><strong>R&uuml;stungsausgaben und Bewaffnung<\/strong><\/p><p>Noch finden keine direkten milit&auml;rischen Auseinandersetzungen zwischen den NATO-Staaten und Russland statt. Doch beinahe t&auml;glich kann man auf allen Medienkan&auml;len mitverfolgen, wie die ukrainische Armee frisch gelieferte NATO-Waffen gegen die russischen Truppen einsetzt. Gesetzt den Fall, dass der Krieg in der Ukraine zu einem mehrj&auml;hrigen Abnutzungskrieg mutiert, wie dies in verschiedenen deutschen Medien (Beispiele <a href=\"https:\/\/taz.de\/Deutsche-Friedensforschung-zu-Ukraine\/!5937482\/\">hier<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/ukraine-krise\/drohnen-streubomben-luftwaffe-putins-truppen-zerbroeseln-im-abnutzungskrieg-die-ukrainische-offensive_id_199992558.html\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/geraet-die-ukrainische-gegenoffensive-zum-abnutzungskrieg,Tmd3TmL\">hier<\/a>) derzeit vermutet wird, dann spielen die Reserven und Produktionskapazit&auml;ten an Waffen und Munition auf beiden Seiten eine kriegsentscheidende Rolle. Ein Vergleich mit dem Ersten Weltkrieg zeigt, dass diejenige Seite, die &uuml;ber die gr&ouml;&szlig;eren Kapazit&auml;ten und Unterst&uuml;tzung von Drittstaaten verf&uuml;gt, den Konflikt zu ihren Gunsten entscheiden kann.<\/p><p>So waren die R&uuml;stungsausgaben der Entente-M&auml;chte vor 1914 deutlich h&ouml;her als die der unterlegenen Mittelm&auml;chte.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230818-Geschichte-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230818-Geschichte-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Abbildung 1: R&uuml;stungsausgaben der gro&szlig;en Milit&auml;rm&auml;chte vor dem Ersten Weltkrieg, Datenquelle: (<a href=\"https:\/\/www.jeeh.it\/articolo?urn=urn:abi:abi:RIV.JOU:1993;3.461&amp;ev=1\">link<\/a> J. M. Hobson, The Military-Extraction Gap and the Wary Titan: The Fiscal-Sociology of British Defence Policy 1870-1913 in The Journal of European Economic History, 3 &ndash; 1993)<\/p><p>Die &Uuml;berlegenheit der Entente in der Bewaffnung wurde vor allem bei der Marine deutlich. W&auml;hrend die B&uuml;ndnispartner, insbesondere aufgrund Gro&szlig;britanniens, &uuml;ber 43 gro&szlig;e Kampfschiffe sowie insgesamt eine Tonnage von 3,3 Millionen an Seestreitkr&auml;ften verf&uuml;gten, kamen die Mittelm&auml;chte Deutschland und &Ouml;sterreich-Ungarn in der Summe nur auf 20 gro&szlig;e Kampfschiffe sowie eine Tonnage von 1,3 Millionen. Dass das Deutsche Reich &uuml;berhaupt an der Westfront gegen die Streitkr&auml;fte Gro&szlig;britanniens, Frankreichs, Belgiens und am Ende auch der USA l&auml;ngere Zeit bestehen konnte, lag unter anderem an einer gezielten Produktion an Waffen und Munition, die f&uuml;r den Grabenkrieg ben&ouml;tigt wurden.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230818-Geschichte-02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230818-Geschichte-02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Abbildung 2: R&uuml;stungsproduktion Gro&szlig;britannien und Deutschland, Datenquelle: (<a href=\"https:\/\/www.niallferguson.com\/pity-of-war\">link<\/a> &ndash; Niall Ferguson, The Pity of War, 1999)<\/p><p>Hinsichtlich der R&uuml;stungsausgaben ist Russland der NATO sogar noch deutlicher unterlegen als die Mittelm&auml;chte gegen&uuml;ber der Entente im Ersten Weltkrieg. Selbst wenn China und Russland ein offizielles Milit&auml;rb&uuml;ndnis eingehen w&uuml;rden, l&auml;ge die Summe ihrer R&uuml;stungsausgaben um das Dreifache unter derjenigen der NATO-L&auml;nder.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230818-Geschichte-03.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230818-Geschichte-03.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Abbildung 3: R&uuml;stungsausgaben der NATO, Russlands und Russlands inklusive China, Datenquelle: (<a href=\"https:\/\/www.sipri.org\/databases\/milex\">link<\/a> &ndash; Stockholm International Peace Research Institute)<\/p><p>Die milit&auml;rische &Uuml;berlegenheit der NATO zeigt sich vor allem bei den Luft- und Seestreitkr&auml;ften. Dass Russland der durch Waffenlieferungen der Nato aufger&uuml;steten ukrainischen Armee an der Front &uuml;berhaupt widerstehen kann, liegt unter anderem daran, dass das russische Heer hinsichtlich der Bewaffnung der Landstreitkr&auml;fte der NATO zumindest ebenb&uuml;rtig und zum Teil sogar &uuml;berlegen ist.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230818-Geschichte-04.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230818-Geschichte-04.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Abbildung 4: Vergleich der Milit&auml;rst&auml;rke der NATO und Russlands 2023 ohne gepanzerte Fahrzeuge, Datenquelle: (<a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/379080\/umfrage\/vergleich-des-militaers-der-nato-und-russlands\/\">link<\/a> &ndash; Statista)<\/p><p>Hinzu kommt, dass die russische Armee derzeit offenbar &uuml;ber deutlich mehr Artilleriegeschosse verf&uuml;gt, als die NATO an die Ukraine liefern kann. Es ist jedoch anhand der Diskussionen der NATO-L&auml;nder untereinander, die an die &Ouml;ffentlichkeit<a href=\"https:\/\/www.defensenews.com\/global\/europe\/2023\/03\/02\/eu-mulls-billions-in-funding-to-quicken-artillery-shell-production\/\"> durchsickern<\/a>, davon auszugehen, dass es kurzfristig zu einer deutlichen Steigerung der Produktion von Artilleriemunition in den westlichen L&auml;ndern kommen wird.<\/p><p><strong>Truppenst&auml;rke, Mobilmachung und Kriegswirtschaft<\/strong><\/p><p>Als die L&auml;nder der Entente und der Mittelm&auml;chte sich Mitte 1914 gegenseitig den Krieg erkl&auml;rten, umfasste die Truppenst&auml;rke ihrer Armeen bis auf Russland deutlich weniger als eine Million Soldaten. Nach der Mobilmachung lag die Anzahl der Soldaten je nach Land jedoch drei bis sechs Mal h&ouml;her. Immer wieder neue Mobilmachungen f&uuml;hrten dazu, dass am Ende je nach Land zehn- bis 40-mal mehr Soldaten in den Krieg involviert waren, als zu dessen Beginn aufgestellt waren.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230818-Geschichte-05.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230818-Geschichte-05.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Abbildung 5: Truppenst&auml;rke ausgew&auml;hlter Konfliktparteien im Ersten Weltkrieg, Datenquelle: (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erster_Weltkrieg#Kr%C3%A4fteverh%C3%A4ltnis\">link<\/a> &ndash; Wikipedia)<\/p><p>Die Ausrichtung der Wirtschaft auf die Produktion von R&uuml;stungsg&uuml;tern sowie der Einzug junger M&auml;nner in die Armee, die folglich in der Produktion von Nahrungsmitteln und Konsumg&uuml;tern fehlten, f&uuml;hrten zu einer Kriegswirtschaft. Diese kann man besonders deutlich an dem Anteil der Milit&auml;rausgaben am jeweiligen Bruttoinlandsprodukt erkennen.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230818-Geschichte-06.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230818-Geschichte-06.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Abbildung 6: Anteil der Milit&auml;rausgaben am Bruttoinlandsprodukt Erster Weltkrieg, Datenquelle: (<a href=\"https:\/\/ourworldindata.org\/grapher\/military-expenditure-as-a-share-of-gdp-long\">link<\/a> &ndash; Our World in Data)<\/p><p>Die Umstellung auf eine Kriegswirtschaft birgt erhebliche Risiken f&uuml;r die Zivilbev&ouml;lkerung und kann zu politischen Umst&uuml;rzen f&uuml;hren. So kam es im Deutschen Reich unter anderem auch aufgrund mangelnder Arbeitskr&auml;fte und fehlenden Kunstd&uuml;ngers, der f&uuml;r die Sprengstoffproduktion gebraucht wurde, im Winter 1916\/17 zu einer Hungersnot. Die Unterversorgung f&uuml;hrte zu einer Streikwelle, die auch die R&uuml;stungsindustrie traf. Die russischen Revolutionen im Februar und Oktober 1917, die letztendlich den R&uuml;ckzug Russlands aus dem Krieg nach sich zogen, waren haupts&auml;chlich auf die hohen Kriegsbelastungen, zunehmende Inflation und vor allem auf den Nahrungsmangel in der Bev&ouml;lkerung zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Auch die Ursachen der Novemberrevolution von 1918\/19 in Deutschland, die unter anderem das Ende der Monarchie zur Folge hatte, lagen in den extremen Belastungen durch den mehr als vier Jahre w&auml;hrenden Krieg.<\/p><p>Von einer derartigen Situation sind die direkt und indirekt in der Ukraine Krieg f&uuml;hrenden Parteien derzeit noch gr&ouml;&szlig;tenteils weit entfernt. Bisher ist es in den NATO-Staaten, die derzeit die Ukraine nur mit Waffen, Ausbildung von Soldaten, humanit&auml;rer Hilfe und Geld unterst&uuml;tzen, noch zu keiner Mobilmachung gekommen, und Russland hat seine Truppenst&auml;rke lediglich verdoppelt. Die Ukraine hat hingegen die Anzahl ihrer Soldaten mindestens mehr als verdreifacht.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230818-Geschichte-07.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230818-Geschichte-07.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Abbildung 7: Truppenst&auml;rke NATO, Russland und Ukraine, Datenquellen: (<a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/292788\/umfrage\/vergleich-der-militaerstaerke-von-russland-und-der-ukraine\/\">link<\/a> &ndash; Statista), (<a href=\"https:\/\/www.politico.eu\/article\/russia-mobilize-new-conscript-military-intelligence-war-ukraine\/\">link<\/a> &ndash; Politico), (<a href=\"https:\/\/www.businessinsider.com\/ukraines-military-balances-uneven-training-levels-after-year-of-war-2023-4\">link<\/a> &ndash; Business Insider)<\/p><p>Die Truppenst&auml;rke der russischen Armee ist trotz Mobilmachung immer noch nur halb so gro&szlig; wie die der NATO in Friedenszeiten. Zwar hat Russland sein Potenzial desjenigen Bev&ouml;lkerungsteils, der f&auml;hig f&uuml;r einen Dienst an der Waffe ist, noch lange nicht ausgesch&ouml;pft. Laut einer <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/List_of_global_manpower_fit_for_military_service\">Projektion der CIA<\/a> aus dem Jahre 2009 k&ouml;nnten in Russland insgesamt 33 Millionen M&auml;nner Milit&auml;rdienst verrichten, in der Ukraine lediglich sieben Millionen. Doch die NATO-L&auml;nder k&ouml;nnen auf ein Potenzial von 178 Millionen kriegstauglichen M&auml;nnern zur&uuml;ckgreifen. Nur ein etwaiges B&uuml;ndnis aus Russland und China mit einem Potenzial von insgesamt knapp 350 Millionen wehrf&auml;higen M&auml;nnern k&ouml;nnte diese Truppenst&auml;rke &uuml;bertrumpfen.<\/p><p>Auch der Vergleich des Anteils der Milit&auml;rausgaben am jeweiligen BIP ausgew&auml;hlter, direkt und indirekt am Krieg in der Ukraine beteiligter L&auml;nder zeigt, dass lediglich die Ukraine bisher auf eine Kriegswirtschaft umgestellt hat.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230818-Geschichte-08.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230818-Geschichte-08.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Abbildung 8: Anteil der Milit&auml;rausgaben am Bruttoinlandsprodukt aktuell, Datenquellen: (<a href=\"https:\/\/data.worldbank.org\/indicator\/MS.MIL.XPND.GD.ZS\">link<\/a> &ndash; Weltbank), (<a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/150664\/umfrage\/anteil-der-militaerausgaben-am-bip-ausgewaehlter-laender\/\">link<\/a> &ndash; Statista)<\/p><p>In einigen Medien wird hingegen <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/kreml-putin-kriegswirtschaft-folgen-bevoelkerung-ukraine-krieg-ausgaben-militaer-russland-zr-92336493.html\">vermutet<\/a>, dass sich auch Russland bereits in einer Kriegswirtschaft befindet.<\/p><p><strong>Deutliche Unterschiede zum Ersten Weltkrieg<\/strong><\/p><p>Neben der Tatsache, dass zumindest Russland als eine der beiden direkt beteiligten Konfliktparteien in der Ukraine bisher offenbar noch nicht vollst&auml;ndig auf eine Kriegswirtschaft umgeschaltet hat, gibt es noch weitere Unterschiede zum Ersten Weltkrieg. So war Deutschland aufgrund einer <a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/kapitel\/erster-weltkrieg\/kriegsverlauf\/seeblockade.html\">Distanzblockade<\/a> der britischen Marine vom Au&szlig;enhandel &uuml;ber den Seeweg zwischen Ende 1914 bis nach 1918 abgeschnitten. Das f&uuml;hrte zu Rohstoff- und Nahrungsmittelknappheiten im Deutschen Reich. Zwar haben die aktuellen Wirtschaftssanktionen der USA und der EU gegen Russland ein &auml;hnliches Ziel, doch aufgrund der intensiven und gesteigerten Handelsbeziehungen Russlands mit China, Indien und vielen weiteren L&auml;ndern des globalen S&uuml;dens und Ostens <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/iwf-wirtschaftswachstum-in-deutschland-schlechter-als-in-russland-li.372686\">leiden<\/a> derzeit eher die L&auml;nder der EU und insbesondere Deutschland unter den selbst auferlegten Handelsbeschr&auml;nkungen.<\/p><p>Doch der gr&ouml;&szlig;te Unterschied zum Ersten Weltkrieg liegt in dem nuklearen Abschreckungspotenzial, &uuml;ber das Russland verf&uuml;gt. Wie in Abbildung 4 zu erkennen ist, sind die Arsenale an nuklearen Sprengk&ouml;pfen der NATO und Russlands ebenb&uuml;rtig. Die Angst vor einer Eskalation des Krieges in der Ukraine zu einer nuklearen Auseinandersetzung zwischen den gr&ouml;&szlig;ten Atomm&auml;chten der Welt h&auml;lt die NATO-Staaten bisher davon ab, sich mit eigenen Truppen direkt am Konflikt zu beteiligen und der Ukraine Waffen zu liefern, mit der sie beispielsweise die russische Hauptstadt direkt angreifen k&ouml;nnte. Allerdings ist seit dem Beginn des Krieges zu beobachten, wie zuvor erkl&auml;rte Tabus wie das Liefern von Kampfpanzern, Kampfflugzeugen und Marschflugk&ouml;rpern sukzessive gebrochen wurden.<\/p><p><strong>Warum der Krieg in der Ukraine trotzdem eskalieren k&ouml;nnte<\/strong><\/p><p>Die Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg zeigen, dass eine l&auml;nger andauernde Kriegswirtschaft bereits nach drei bis vier Jahren zu politischen Umst&uuml;rzen f&uuml;hren kann. Zudem endet eine Materialschlacht logischerweise, wenn einer Seite Waffen, Munition und Truppen ausgehen. Beides droht der Ukraine, wenn der Krieg l&auml;nger andauert und die Unterst&uuml;tzung des Westens sich nicht an die gesteigerten Anstrengungen der russischen Kriegsf&uuml;hrung anpasst oder gar zur&uuml;ckgefahren wird. Die Hoffnungen der Unterst&uuml;tzerstaaten der Ukraine, dass Russland aufgrund der Wirtschaftssanktionen eher der Atem ausgeht als ihrem Proteg&eacute;, erf&uuml;llen sich derzeit angesichts des Wachstums der russischen Wirtschaft nicht.<\/p><p>Aufgrund der bereits geleisteten immensen finanziellen, humanit&auml;ren und milit&auml;rischen Hilfe im Wert von knapp 160 Milliarden Dollar, die in etwas mehr als einem Jahr haupts&auml;chlich von den USA und den europ&auml;ischen Staaten an die Ukraine geflossen sind, erscheint es derzeit jedoch unwahrscheinlich, dass die Staatsf&uuml;hrungen dieser L&auml;nder ihre Unterst&uuml;tzungen zugunsten eines Friedens zur&uuml;ckfahren, der den derzeitigen Status quo der von Russland besetzen Gebiete anerkennt.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230818-Geschichte-09.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/230818-Geschichte-09.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Abbildung 9: Zwischen Februar 2022 bis Ende Mai 2023 geleistete Unterst&uuml;tzung an die Ukraine, Datenquelle: (<a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1303434\/umfrage\/bilaterale-unterstuetzung-fuer-die-ukraine-im-ukraine-krieg\/\">link<\/a> &ndash; Statista)<\/p><p>Im Laufe des Ersten Weltkriegs hatten die Ententem&auml;chte <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Interalliierte_Kriegsschulden\">26,5 Milliarden US-Dollar Kriegsschulden<\/a> bei der US-Regierung aufget&uuml;rmt. Dies entspricht einem heutigen Wert von circa 535 Milliarden Dollar. Man kann den Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg im April 1917 unter anderem also auch als Ma&szlig;nahme deuten, um die Kreditnehmer in die Lage zu bringen, ihre Schulden zur&uuml;ckzahlen zu k&ouml;nnen. Sollte die Ukraine den Krieg gegen Russland verlieren, droht den westlichen Kreditgebern ein Zahlungsausfall, der umso h&ouml;her wird, je l&auml;nger der Krieg andauert.<\/p><p>Auf der anderen Seite ist es sehr unwahrscheinlich, dass die russische F&uuml;hrung die bereits in die russische F&ouml;deration integrierten Gebiete im Osten und S&uuml;den der Ukraine des Friedens halber wieder zur&uuml;ckgibt &ndash; &auml;hnlich wie der damalige deutsche Reichskanzler Bethmann Hollweg im November 1914 zugunsten eines Friedens mit Frankreich nicht auf die eroberten Gebiete verzichten wollte. Da sowohl die NATO-Staaten als auch Russland noch lange nicht ihr finanzielles, wirtschaftliches und milit&auml;risches Potenzial ausgespielt haben, ist damit zu rechnen, dass der Krieg in der Ukraine kein schnelles Ende finden wird.<\/p><p><strong>Fazit<\/strong><\/p><p>Noch gehen die gro&szlig;en Milit&auml;rm&auml;chte der Welt hinsichtlich der milit&auml;rischen Auseinandersetzung in der Ukraine nicht aufs Ganze. Doch sollte der Krieg der Logik eines Abnutzungskrieges, wie der Erste Weltkrieg einen solchen darstellte, folgen, dann ist nicht mit einem baldigen Waffenstillstand oder gar einem Kriegsende zu rechnen. Je l&auml;nger der milit&auml;rische Konflikt andauert, je mehr Kriegsschulden die Ukraine im Westen auft&uuml;rmt und je n&auml;her sich die ukrainische Bev&ouml;lkerung aufgrund der Kriegswirtschaft und der Verluste ihrer Soldaten der Belastungsgrenze n&auml;hert, desto mehr steigt die Gefahr einer direkten Beteiligung eines oder mehrerer NATO-L&auml;nder.<\/p><p>Sollte das geschehen, w&uuml;rde dies nicht automatisch den dritten Weltkrieg einl&auml;uten. Auch im Stellvertreterkrieg in Korea Anfang der 1950er-Jahre standen sich US-amerikanische und chinesische Truppen auf dem Schlachtfeld direkt gegen&uuml;ber. Doch sollten russische Waffen beispielsweise gegen Nachschublinien in einem am Krieg beteiligten NATO-Land eingesetzt werden, k&ouml;nnte das den NATO-B&uuml;ndnisfall ausl&ouml;sen und das gesamte Milit&auml;rb&uuml;ndnis in den Krieg hineinziehen.<\/p><p>Rein rechnerisch k&ouml;nnte die NATO einen derartigen direkten Konflikt aufgrund ihrer &Uuml;berlegenheit an konventionellen Waffen und Soldaten f&uuml;r sich entscheiden. Es w&uuml;rde trotzdem eine humanit&auml;re Katastrophe in der Gr&ouml;&szlig;enordnung der beiden Weltkriege im 20. Jahrhundert darstellen. Und die Gefahr, dass ein Entscheidungstr&auml;ger in Moskau das gr&ouml;&szlig;te Atomwaffenarsenal der Welt, das eine direkte Auseinandersetzung zwischen Nuklearm&auml;chten eigentlich verhindern sollte, einsetzt, falls der Krieg verloren erscheint, steigt ins Unermessliche.<\/p><p>Damit sich die Geschichte nicht wiederholt oder gar ein Nuklearkrieg ausgel&ouml;st wird, w&auml;ren alle am Konflikt in der Ukraine beteiligte Parteien &ndash; Russland, die Ukraine und ihre Unterst&uuml;tzerstaaten &ndash; gut beraten, schleunigst einen Waffenstillstand und einen dauerhaften Frieden herbeizuf&uuml;hren, anstatt die Auseinandersetzung mit der Lieferung von Kampfflugzeugen und der Ausbildung von Piloten auf der einen und offensiven Vorst&ouml;&szlig;en der russischen Armee wie derzeit im Norden der Front auf der anderen Seite noch zu intensivieren.<\/p><p>Titelbild: Frank Hurley, gemeinfrei: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=1446191\">commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=1446191<\/a><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=99511\">Die zwei entscheidenden Irrt&uuml;mer im Ukraine-Krieg und ihre Folgen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101667\">Die deutsche Friedensbewegung und der Ukraine-Krieg<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98581\">Der Krieg in der Ukraine und das westliche Mantra des &bdquo;As long as it takes&ldquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=97638\">Das internationale Recht einer Friedensordnung und der Krieg in der Ukraine<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/515239ec274040c6adcdb73babc26226\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Offiziell befinden sich die USA und die L&auml;nder der EU nicht in einem Krieg mit Russland. Viele westliche Politiker und Medien streiten sogar ab, dass die NATO in der Ukraine einen Stellvertreterkrieg mit Russland austr&auml;gt. Trotzdem erinnert die aufgrund westlicher Waffenlieferungen zu einem Stellungs- und Abnutzungskrieg mutierte milit&auml;rische Auseinandersetzung in der Ukraine an den Ersten<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102629\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":102631,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[172,171],"tags":[1519,3240,466,1367,259,260,1556,966],"class_list":["post-102629","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aufruestung","category-militaereinsaetzekriege","tag-atomwaffen","tag-diplomatische-verhandlungen","tag-nato","tag-ruestungsausgaben","tag-russland","tag-ukraine","tag-usa","tag-weltkrieg"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/230818-Geschichte-cover.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/102629","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=102629"}],"version-history":[{"count":21,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/102629\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":102709,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/102629\/revisions\/102709"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/102631"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=102629"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=102629"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=102629"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}