{"id":102644,"date":"2023-08-18T16:35:50","date_gmt":"2023-08-18T14:35:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102644"},"modified":"2023-08-18T16:19:10","modified_gmt":"2023-08-18T14:19:10","slug":"hinweise-des-tages-ii-596","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102644","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102644#h01\">Klimageld, Rente, K&uuml;rzungspolitik: Diese Bundesregierung ist eine Zumutung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102644#h02\">Industriestrompreis: Br&uuml;cke in die Dekarbonisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102644#h03\">Ende des Gastransits<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102644#h04\">Arbeitslosengeld-Ausgaben 2012 bis Juli 2023<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102644#h05\">Altersgerechte Wohnungen? Von denen fehlen viele und viele werden gebraucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102644#h06\">Wachsender Mangel an Wohnungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102644#h07\">Armutsrisiko in Italien w&auml;chst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102644#h08\">John Mearsheimer &uuml;ber den Ukraine-Krieg: Die Zukunft sieht d&uuml;ster aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102644#h09\">Gr&uuml;nes Licht f&uuml;r &raquo;Wunderwaffe&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102644#h10\">Die Stararchitektin, die dem Beton adieu sagte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102644#h11\">Pariser Sonntagblatt bekommt scharfe Rechtswendung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102644#h12\">Schauspielschul-Professor &uuml;ber ARD und ZDF: &bdquo;Man bemerkt die Manipulation&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102644#h13\">Modi treibt Indien ins Chaos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102644#h14\">Land am Boden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102644#h15\">Regierungstreu bis in den Tod: Bartsch geht, linkes Siechtum bleibt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102644#h16\">Wenn das die Retter der Demokratie sind &hellip;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Klimageld, Rente, K&uuml;rzungspolitik: Diese Bundesregierung ist eine Zumutung<\/strong><br>\nGegen die Ampel-Koalition ist jede Ehekrise ein friedlicher Waldspaziergang. Doch die Regierung passt zur Stimmung im Land. Der defekte Regierungsflieger von Annalena Baerbock auf dem Weg in den Indopazifik war das perfekte Symbol f&uuml;r Krise made in Germany. Seien wir ehrlich: An Stammtischen war eine gewisse Schadenfreude sp&uuml;rbar &ndash; dar&uuml;ber, dass die M&auml;chtigen, die Verzicht predigen, mal Linie fliegen m&uuml;ssen. Und das kommt nicht von Ungef&auml;hr: Denn die Koalition aus SPD, Gr&uuml;nen und FDP spricht gerne &uuml;ber Zumutungen, die unvermeidbar seien. Drei aktuelle Beispiele, die das Sommerloch beherrschten:<br>\nErstens: Die SPD-Parteivorsitzende Saskia Esken f&uuml;hrte im ARD-Sommerinterview aus, dass das versprochene Klimageld erst im Jahr 2025 kommen soll. Dabei hatte die Ampel-Koalition im Fr&uuml;hjahr 2022 die Zumutbarkeit steigender CO&#8322;-Preise noch damit begr&uuml;ndet, dass man bis Ende des Jahres auch das Klimageld auf den Weg bringen werde. Nun soll das Klimageld also Jahre sp&auml;ter kommen. Das muss das neue Deutschland-Tempo sein!<br>\nDie Koalition rechnet mit 2,3 Milliarden Euro Mehreinnahmen im Jahr 2024 aufgrund h&ouml;herer CO&#8322;-Preise. Denn Tanken und Heizen soll vom 1. Januar 2024 an teurer werden. Ohne Klimageld ist dies also eine gigantische Umverteilung von der Bev&ouml;lkerung mit &uuml;berwiegend kleinen und mittleren Einkommen hin zu Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP).<br>\nDabei haben h&ouml;here Preise allein noch keinen Lenkungseffekt. Denn wer etwa auf das Auto verzichten soll, braucht zuverl&auml;ssige Alternativen. Ohne ein Mega-Investitionsprogramm in die &ouml;ffentliche Verkehrsinfrastruktur werden daher viele Menschen, die sich die Mieten in den Innenst&auml;dten nicht mehr leisten k&ouml;nnen und zur Arbeit pendeln m&uuml;ssen, trotzdem weiter ins Auto steigen und ihre Ausgaben anderweitig einschr&auml;nken m&uuml;ssen. Schlie&szlig;lich wurden in den vergangenen Jahren im Schienennetz tausende Bahnkilometer abgebaut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/fabio-de-masi\/klimageld-rente-sparpolitik-diese-bundesregierung-ist-eine-zumutung\">Fabio De Masi in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Industriestrompreis: Br&uuml;cke in die Dekarbonisierung<\/strong><br>\nDie hohen Strompreise belasten die energieintensive Industrie. Um Investitionen in eine klimaneutrale Zukunft zu unterst&uuml;tzen, w&auml;re ein gedeckelter Industriestrompreis f&uuml;r eine &Uuml;bergangsphase ein geeignetes Mittel. Unterst&uuml;tzung darf es aber nur tarifgebundene und standorttreue Betriebe geben, fordert das #schlaglicht 26\/2023.<br>\nDie &ouml;konomische Dynamik in der Bundesrepublik kommt nicht in Schwung. Nach einer leichten Rezession im ersten Quartal hat das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen April und Juni nur stagniert. Neben der auf die Kaufkraft dr&uuml;ckenden Inflation und einem durch starke Zinsanstiege eingetr&uuml;bten Bausektor, schw&auml;chelt auch die energieintensive Industrie. Dazu geh&ouml;ren bekannte Schwergewichte wie die Herstellung von chemischen Erzeugnissen, die Stahlbranche oder auch die Glas- und Nahrungsmittelproduktion.<br>\nDeutlich ablesbar sind die gegenw&auml;rtigen Probleme an den harten Kennziffern. W&auml;hrend sich das verarbeitende Gewerbe in G&auml;nze nach der Erholung vom Corona-Crash zumindest ann&auml;hernd robust zeigt, ist die Produktionsleistung der energieintensiven Industrie unter das Pandemie-Niveau herabgesunken (siehe Grafik). Insgesamt lag der Aussto&szlig; im Juni um &uuml;ber 12 Prozent unter dem Vorjahresmonat.<br>\nUrsache f&uuml;r diesen R&uuml;ckgang sind insbesondere die stark gestiegenen Strompreise. Diese sind einerseits eine Folge des Ukrainekrieges. Auf der anderen Seite l&auml;uft der Ausbau der erneuerbaren Energien noch nicht schnell genug, um ausreichend g&uuml;nstigen Strom zu produzieren. Im Ergebnis sieht sich die energieintensive Industrie mit im internationalen Vergleich hohen Kosten konfrontiert. W&auml;hrend der Preis pro Kilowattstunde Strom hierzulande oft bei mehr als 13 Cent liegt, sind es in Frankreich unter 5 Cent, in den USA oft sogar unter 4 Cent. Ein Standortnachteil, der zugleich die Dekarbonisierung hemmt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/schlaglicht\/++co++bd6459ce-3c25-11ee-b7a9-001a4a160123\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ende des Gastransits<\/strong><br>\nMit dem Auslaufen des jetzigen Vertrags will Kiew ab 2025 kein russisches Gas mehr weiterleiten. &Ouml;sterreich, Slowakei und Ungarn besonders betroffen.<br>\nDie Ukraine sieht gegenw&auml;rtig keine M&ouml;glichkeit, ab 2025 weiterhin russisches Erdgas an andere europ&auml;ische L&auml;nder weiterzuleiten. Das geht aus einem Interview mit dem ukrainischen Energieminister German Galuschtschenko in der britischen Financial Times vom 21. Juni hervor. Nach den Worten des Ministers bereitet sich die Ukraine bereits technisch darauf vor, den Betrieb des Leitungsnetzes einzustellen. Die Erkl&auml;rung Galuschtschenkos wirft ein Schlaglicht auf einen Aspekt, der vom russisch-ukrainischen Krieg bisher weniger ber&uuml;hrt schien, als man annehmen sollte: den Gastransit. Der hat sich zwar gegen&uuml;ber dem Vorkriegsniveau mehr als halbiert auf nur noch 21 Milliarden Kubikmeter im vergangenen Jahr. Der Rahmenvertrag, den Russland und die Ukraine im Jahr 2019 unter Vermittlung der EU abgeschlossen hatten, sah noch garantierte Transitmengen von j&auml;hrlich 40 Milliarden Kubikmetern vor. Halbiert wurde das Volumen, als die Ukraine sich weigerte, Gas aus einer Pumpstation im aktuell russisch besetzten Osten des Landes weiterzuleiten, solange sie nicht &raquo;die volle Kontrolle &uuml;ber die Anlagen&laquo; zur&uuml;ckbekomme. Ukrainische Aufforderungen, im Ausgleich daf&uuml;r die Lieferung &uuml;ber eine andere Pumpstation im Nordosten des Landes zu erh&ouml;hen, wies der russische Gasprom-Konzern als &raquo;technisch unm&ouml;glich&laquo; zur&uuml;ck. Tats&auml;chlich hatten, Krieg hin oder her, beide Seiten ein finanzielles Interesse daran, die Durchleitung des Gases fortzusetzen: Russland konnte seinen Rohstoff an andere europ&auml;ische Staaten verkaufen und bei steigenden Gaspreisen daran gut verdienen; die Ukraine ihrerseits behielt die Transiteinnahmen in H&ouml;he von j&auml;hrlich 2,5 Milliarden US-Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/457146.energieversorgung-ende-des-gastransits.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Arbeitslosengeld-Ausgaben 2012 bis Juli 2023<\/strong><br>\nIn den 12 Monaten von August 2022 bis Juli 2023 wurden von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit f&uuml;r das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) insgesamt 17,624 Milliarden Euro ausgegeben &ndash; gemessen an den in diesen 12 Monaten durchschnittlich registrierten 2,541 Millionen Arbeitslosen rechnerisch 577,94 Euro pro Monat. (1)<br>\nDie 12-Monatssumme der Ausgaben, die bis Mai 2021 (Juni 2020 bis Mai 2021) auf 22,442 Milliarden Euro, das nominale Maximum nach 2006 gestiegen war, sank bis November 2021 (Dezember 2020 bis November 2021) um 26,3 Prozent (5,899 Milliarden Euro) auf 16,543 Milliarden Euro. In den acht Monaten von Dezember 2022 bis Juli 2023 wurden dann etwa 1,081 Milliarden Euro mehr f&uuml;r das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld ausgegeben als in den entsprechenden Monaten des jeweiligen Vorjahres, 45 Millionen Euro im Dezember 2022, 51 Millionen Euro im Januar 2023, 90 Millionen Euro im Februar 2023, 162 Millionen Euro im M&auml;rz 2023, 152 Millionen Euro im April 2023, 160 Millionen Euro im Mai 2023, 201 Millionen Euro im Juni 2023 und 220 Millionen Euro im Juli 2023. (siehe BIAJ-Abbildung unten)<br>\nIm Haushalt 2023 der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit sind f&uuml;r das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld 18,011 Milliarden Euro (1) veranschlagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/1837-arbeitslosengeld-ausgaben-2012-bis-juli-2023.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Altersgerechte Wohnungen? Von denen fehlen viele und viele werden gebraucht<\/strong><br>\nViele werden in diesen Zeiten den Eindruck bekommen, dass es &uuml;berall mangelt. An Fach- und &uuml;berhaupt Arbeitskr&auml;ften, an Kita- und Pflegeheimpl&auml;tzen, aber auch an allerlei Investitionen in das, was man technisch-abstrakt &bdquo;Infrastruktur&ldquo; nennt. An zahlreichen Fronten werden wir konfrontiert mit den Folgen jahrelangen &bdquo;Sparens&ldquo;, also der Nicht-Investition. Offensichtlich haben wir &uuml;ber einen langen Zeitraum von der Substanz gelebt &ndash; mit Blick auf die bauliche Substanz wurde diese vor allem in den 1970er grundgelegt, man denke hier an Schwimmb&auml;der oder die vielen Br&uuml;cken. Dort hat sich ein gewaltiger Investitionsstau gebildet, der nun den Menschen und der Wirtschaft im wahrsten Sinne des Wortes auf die F&uuml;&szlig;e f&auml;llt. Vgl. dazu ausf&uuml;hrlichen den Beitrag Wie marode Br&uuml;cken die Wirtschaft bedrohen: Das Institut f&uuml;r Stra&szlig;enwesen der Rheinisch-Westf&auml;lischen Technischen Hochschule Aachen s&auml;mtliche Br&uuml;cken im Rheinland neu taxiert: &raquo;Das n&uuml;chterne Ergebnis: Von den insgesamt mehreren Tausend Br&uuml;cken sind danach 650 schwer besch&auml;digt und 350 sogar sehr schwer besch&auml;digt. Mit anderen Worten: Diese Br&uuml;cken haben das Ende der Nutzung erreicht.&laquo; Das bedeutet gro&szlig;e Risiken nicht nur f&uuml;r die regionale Wirtschaft. Die Folgen sind bundesweit zu sp&uuml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2023\/08\/17\/altersgerechte-wohnungen-fehlen\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wachsender Mangel an Wohnungen<\/strong><br>\nDrei Millionen leerstehende Wohnungen und 800.000 Obdachlose in Frankreich.<br>\nZw&ouml;lf der insgesamt 63 Millionen Einwohner Frankreichs m&uuml;ssen unter prek&auml;ren oder schlechten Wohnbedingungen leben oder haben kein Dach &uuml;ber dem Kopf, mahnt die Stiftung Abb&eacute; Pierre. (&hellip;) Von den insgesamt 38 Millionen Wohnungen sind 82 Prozent st&auml;ndig bewohnt und 10 Prozent sind Wochenend- oder Ferienwohnungen. Die restlichen 8 Prozent, also mehr als drei Millionen Wohnungen, stehen leer, was angesichts der Lage auf dem Wohnungsmarkt schwer verst&auml;ndlich ist. Immerhin warten landesweit 2,4 Millionen Haushalte &ndash; oft schon seit Jahren &ndash; auf die Zuweisung einer Sozialwohnung. Drei Millionen Familien m&uuml;ssen in Frankreich auf engstem Raum zusammengedr&auml;ngt in Wohnungen leben, die in schlechtem Zustand und oft ohne zeitgem&auml;&szlig;e Hygieneeinrichtungen sind. Rund 800.000 Menschen sind obdachlos, wobei 643.000 keine eigene Wohnung haben und zeitweise bei Verwandten, Freunden oder in Aufnahmeheimen der Sozialdienste und Hilfsvereine untergekommen sind, w&auml;hrend 143.000 auf der Stra&szlig;e leben. Doch die Zahl der leer stehenden Wohnungen geht nicht zur&uuml;ck, sondern nimmt seit Jahren noch zu. Heute sind es 3,2 Millionen, w&auml;hrend es vor 20 Jahren &raquo;nur&laquo; 1,6 Millionen waren, und ein Viertel von ihnen sind seit mehr als vier Jahren nicht mehr vermietet. Diese drei Millionen Wohnungen k&ouml;nnten allerdings nicht alle sofort vermietet werden. Oft m&uuml;&szlig;ten zuvor erst noch Renovierungs- und Sanierungsarbeiten erfolgen. Daf&uuml;r fehlt den Eigent&uuml;mern nicht selten das Geld &ndash; oder aber die Aussichten, die Wohnung anschlie&szlig;end vermieten zu k&ouml;nnen, sind schlecht. Ein gro&szlig;er Teil von ihnen liegt in Stadtvierteln oder kleinen Ortschaften, wo niemand hinziehen will, weil die &ouml;rtliche Wirtschaft am Boden liegt, die Arbeitslosigkeit hoch ist und keine Aussicht auf Besserung besteht. Selbst in Paris stehen 120.000 Wohnungen leer, und in der Pariser Region, also der Hauptstadt mitsamt der sieben umliegenden Departements, sind es 400.000. Weitere 300.000 entfallen auf zehn Gro&szlig;st&auml;dte (au&szlig;er Paris) und 600.000 auf 50 mittelgro&szlig;e St&auml;dte des Landes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1452263502200\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Armutsrisiko in Italien w&auml;chst<\/strong><br>\nVerschleppungstaktik von Regierungschefin Meloni beim Thema Mindestlohn. Sieben Millionen Menschen leben unter der Armutsgrenze.<br>\nEin Treffen der Regierung der faschistischen Premierministerin Giorgia Melione mit Vertretern von Oppositionsparteien im Regierungssitz Palazzo Chigi, bei dem &uuml;ber die eklatante Verschlechterung der sozialen Lage der Menschen im Lande und die unsozialen Ma&szlig;nahmen der Regierung gesprochen werden sollte, ist am Freitag nach zwei Stunden, wie zu erwarten war, ergebnislos verlaufen. Die Regierungschefin verteidigte die vorgenommene Steuersenkung f&uuml;r die Banken, r&auml;umte zum Thema Mindestlohn ein, es gebe Unterschiede in den Ansichten, aber &raquo;wir sind offen f&uuml;r Diskussionen&laquo;. Sie habe &raquo;nicht grunds&auml;tzlich Nein&laquo; gesagt, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur ANSA. Meloni erkl&auml;rte, die Regierung und &raquo;die Sozialpartner&laquo; sollten sich 60 Tage Zeit nehmen, um zu einer Einigung zu kommen. Die Probleme sollten im Nationalen Wirtschafts- und Arbeitsrat &ndash; dem Consiglio Nazionale dell&rsquo;Economia e del Lavoro (CNEL), einem in der Verfassung vorgesehenen Organ zur Beratung von Regierung Gewerkschaften &ndash; er&ouml;rtert werden. Die Vertreter der Opposition verteidigten ihre Forderung nach einem Mindestlohn von neun Euro. Elly Schlein, Sekret&auml;rin des sozialdemokratischen Partito Democratico (PD) sch&auml;tzte ein, die Ministerpr&auml;sidentin habe dazu &raquo;keine klare Vorstellung&laquo;. Der fr&uuml;here Premierminister Giuseppe Conte, Chef der F&uuml;nf-Sterne-Bewegung, sagte, der Ball liege &raquo;auf der Seite der Regierung&laquo;, w&auml;hrend Carlo Calenda vom &raquo;Dritten Pol&laquo; erkl&auml;rte, &raquo;niemand hat die T&uuml;r zugeschlagen&laquo;. Das linke Magazin &raquo;Il Manifesto&laquo; kommentierte, die Opposition laufe in eine Falle, die Entscheidungen seien l&auml;ngst gefallen, und die Regierung gehe &raquo;Hand in Hand mit dem Kapital, wenn es darum geht, die L&ouml;hne und Rechte der Arbeiterklasse zu unterdr&uuml;cken&laquo;. Davon zeugte, dass mit dem Entzug des Mindesteinkommens f&uuml;r weitere 169.000 Menschen ab 1. August deren Zahl auf insgesamt 350.000 anw&auml;chst, denen so laut &raquo;Manifesto&laquo; zwei Milliarden Euro entzogen werden, w&auml;hrend die Regierung gleichzeitig mit der Senkung der Bankensteuer den obersten Schichten der Reichen ein Geschenk von &raquo;einigen Milliarden&laquo; macht. In Italien m&uuml;ssen schon jetzt, wie das Nationalinstitut f&uuml;r Soziale F&uuml;rsorge (INPS) berichtete, sieben Millionen Menschen unter der Armutsgrenze leben, und dieses Armutsrisiko werde aufgrund der Inflation weiter wachsen, denn die meisten Erwerbst&auml;tigen sind &uuml;ber 55 Jahre, und in diesem Alter ist es unm&ouml;glich, einen Arbeitsplatz zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1418116784841\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>John Mearsheimer &uuml;ber den Ukraine-Krieg: Die Zukunft sieht d&uuml;ster aus<\/strong><br>\nDie Hauptakteure halten an maximalistischen Zielen fest, weswegen ein praktikabler Friedensvertrag unm&ouml;glich erscheint &ndash; die j&uuml;ngste Ver&ouml;ffentlichung des US-Politikwissenschaftlers und ein Kommentar.<br>\nF&uuml;r den Politikwissenschaftler John J. Mearsheimer erscheint ein sinnvolles Friedensabkommen in der n&auml;chsten Zeit fast unm&ouml;glich; das beste Ergebnis w&auml;re ein eingefrorener Konflikt, das schlimmste ein Atomkrieg. In seinen weiter unten folgenden Ausf&uuml;hrungen begr&uuml;ndet er, warum er glaubt, dass Russland den Krieg letztlich gewinnen wird.<br>\nNationalismus auf beiden Seiten und das fehlende Vertrauen erschweren seiner Auffassung nach m&ouml;gliche Friedensverhandlungen, sodass der Krieg weitergehen und die Ukraine noch mehr zerst&ouml;ren wird. F&uuml;r Mearsheimer ist diese Katastrophe von der unverantwortlichen US-Politik der Nato-Erweiterung mitverursacht worden und h&auml;tte leicht vermieden werden k&ouml;nnen.<br>\nSeit Beginn des Ukraine-Krieges habe ich mehrfach auf die klarsichtigen und mutigen Analysen &uuml;ber den Ukraine-Krieg des renommierten US-Politikwissenschaftlers hingewiesen. Seit vielen Jahren versucht er, in Video-Interviews und mit wissenschaftlichen Fachartikeln dem Mainstream in den USA und dem Westen eine realistische Einsch&auml;tzung der Ukrainekrise entgegenzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/John-Mearsheimer-ueber-den-Ukraine-Krieg-Die-Zukunft-sieht-duester-aus-9249351.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Ukraine-Krieg: &ldquo;Es ist uns egal, wie lange es dauert&rdquo;<\/strong><br>\nUS-Geheimdienste: Das Hauptziel der ukrainischen Gegenoffensive wird dieses Jahr nicht erreicht. Die russische Verteidigung ist st&auml;rker als angenommen und die Offensive gepr&auml;gt von strategischen Fehlern. Durchhalten hei&szlig;t die Parole?<br>\nEs ist ein Appell an die Opferbereitschaft, den der Chef des US-Generalstabs, General Mark A. Milley, vergangene Woche erneuert hat. Dass die Offensive der Ukraine &ldquo;langwierig, blutig und langsam&rdquo; sein w&uuml;rde, hab er schon vor ein paar Monaten gesagt, wird er von der Washington Post:<br>\n&ldquo;Und genau das ist es auch: lang, blutig und langsam, und es ist ein sehr, sehr schwieriger Kampf.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Ukraine-Krieg-Es-ist-uns-egal-wie-lange-es-dauert-9267641.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gr&uuml;nes Licht f&uuml;r &raquo;Wunderwaffe&laquo;<\/strong><br>\nUSA genehmigen Israel Verkauf des Raketenabwehrsystems &raquo;Arrow 3&laquo; an die Bundesrepublik. Frankreich h&auml;lt Anschaffung f&uuml;r nutzlos und gef&auml;hrlich.<br>\nAm Donnerstag teilte das Verteidigungsministerium &shy;Israels mit, die USA h&auml;tten den Verkauf des von beiden L&auml;ndern entwickelten Raketenabwehrsystems &raquo;Arrow 3&laquo; an die Bundesrepublik Deutschland erlaubt. Die Kosten belaufen sich auf knapp vier Milliarden Euro, womit dies der gr&ouml;&szlig;te Waffenverkauf der israelischen Geschichte w&auml;re. Das Geld soll dem 100-Milliarden-Euro-Sonderverm&ouml;gen der Bundeswehr entnommen werden, das im Februar 2022 nach der &raquo;Zeitenwende&laquo;-Rede von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) vom Bundestag auch mit gro&szlig;er Zustimmung aus der Opposition beschlossen worden war. Im Juni hatten Haushalts- und Verteidigungsausschuss des Bundestags bereits f&uuml;r den Kauf gestimmt. Israels Botschafter Ron Prosor erkl&auml;rte nun in Berlin: &raquo;Dies ist ein historischer Tag, der die Zeitenwende in den Beziehungen zwischen Israel und Deutschland markiert. Zum ersten Mal wird ein israelisches System den Himmel &uuml;ber Deutschland und ganz Europa sch&uuml;tzen.&laquo; &raquo;Arrow 3&laquo; besteht aus einer Radar- und einer Raketeneinheit und ist seit 2017 in Israel im Einsatz. Erste Entwicklungen des Systems gab es in den 80er Jahren im Rahmen der Weltraumwaffeninitiative des damaligen US-Pr&auml;sidenten Ronald Reagan. Es kann als feindlich erkannte Raketen, die mit einer hohen ballistischen Kurve oberhalb der unteren Erdatmosph&auml;re anfliegen, bis in eine H&ouml;he von 100 Kilometern und m&ouml;glichst weit entfernt vom eigenen Territorium zerst&ouml;ren. Die &raquo;Arrow 3&laquo;-Raketen sollen mit neunfacher Schallgeschwindigkeit fliegen und eine Reichweite von 2.400 Kilometern haben. Das System kann nicht gegen tieffliegende Marschflugk&ouml;rper verwendet werden und ist nach dem Urteil einiger Milit&auml;rfachleute auch nicht geeignet, die Russland zur Verf&uuml;gung stehenden Hyperschallgleitbomben zu bek&auml;mpfen. Wegen der gro&szlig;en Reichweite soll es nur an drei Stellen in der Bundesrepublik aufgestellt werden, aber auch die Baltischen Staaten, Polen und Rum&auml;nien absichern, d. h., es handelt sich um eine ausschlie&szlig;lich gegen m&ouml;gliche Angriffe aus Russland gerichtete Waffe. &raquo;Arrow 3&laquo; soll am 1. September 2025 auf dem Fliegerhorst Holzdorf (Sch&ouml;newalde) an der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg einsatzf&auml;hig sein. Sp&auml;ter sollen Standorte in Schleswig-Holstein und Bayern hinzukommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/457108.deutsche-aufr%C3%BCstung-gr%C3%BCnes-licht-f%C3%BCr-wunderwaffe.html\">Arnold Sch&ouml;lzel in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Stararchitektin, die dem Beton adieu sagte<\/strong><br>\nEinst baute sie riesige Betonkl&ouml;tze, jetzt wirbt Yasmeen Lari f&uuml;r eine klima-, umwelt- und sozialbewusste Architektur.<br>\nYasmeen Lari hatte schon Geschichte geschrieben, bevor sie nur ein einziges Haus gebaut hatte. Die damals 23-J&auml;hrige war die erste Frau, die in Pakistan als Architektin arbeitete. Das war 1964. In den 1980er- und 1990er-Jahren baute Lari repr&auml;sentative Geb&auml;ude aus Stahl, Glas und viel Beton, die sie bekannt machten.<br>\nNach der Jahrtausendwende wandte sie sich von dieser Art des Bauens ab. Heute baut Lari Lehmh&uuml;tten und fordert einen &laquo;neuen Aktivismus&raquo; beim Bauen. Weg von der &laquo;&Auml;ra der egoistischen Architektur&raquo;, hin zu umweltfreundlichem, sozial bewusstem Bauen aus lokalen Materialien. F&uuml;r diese &laquo;Barfussarchitektur&raquo;, wie sie es nennt, wurde Lari mehrmals ausgezeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/frau-mann\/uebriges-frau-mann\/die-stararchitektin-die-dem-beton-adieu-sagte\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Pariser Sonntagblatt bekommt scharfe Rechtswendung<\/strong><br>\n&raquo;Le Journal du dimanche&laquo; bekommt neuen Chefredakteur, Journalisten protestieren und k&uuml;ndigen.<br>\nVincent Bollor&eacute; hat es wieder einmal geschafft. Die Pariser Sonntagszeitung &raquo;Le Journal du dimanche&laquo; (JDD) kontrolliert der streng katholische Milliard&auml;r aus der Bretagne seit Oktober 2021, einen neuen Chefredakteur, Geoffroy Lejeune, holte er sich im Juni dieses Jahres aus der finstersten politisch rechten Ecke des offenen Medienmarktes und setzte ihn gegen die nahezu einstimmige Ablehnung der hundert K&ouml;pfe z&auml;hlenden Redaktion durch. Nach einem historischen, 40 Tage dauernden Streik der Belegschaft gegen die Ernennung Lejeunes brach der Widerstand Anfang August schlie&szlig;lich zusammen. Mehr als 60 Journalisten entschlossen sich, das Blatt zu verlassen. Der Bretone habe einen neuen Sieg errungen, konstatierten unisono linke wie rechtsliberale Bl&auml;tter, die Regierung des Staatschefs Emmanuel Macron blieb stumm. Mit seinem neoliberalen Wirtschafts- und Gesellschaftsprogramm habe der Pr&auml;sident Raubkapitalisten wie Bollor&eacute; erst die Waffen f&uuml;r dessen &raquo;Kulturkampf&laquo; in die Hand gegeben, klagte die linke Opposition in der Nationalversammlung. In Radio- und Fernsehstationen wie Europe 1 und C-News verk&uuml;nden l&auml;ngst Bollor&eacute;s journalistische H&ouml;flinge den rechten politischen Kurs, auf den der 71-J&auml;hrige das Land und seine Entscheidungstr&auml;ger zwingen will. Der faschistische, von ihm lange f&uuml;rstlich finanzierte Pr&auml;sidentschaftskandidat &Eacute;ric Zemmour etwa durfte sich bei C-News als sogenannter Chroniqueur austoben und seine Theorie vom &raquo;grand remplacement&laquo; &ndash; dem phantasierten Austausch der christlich-franz&ouml;sischen in eine muslimische Kultur &ndash; ins Land hinausschreien. Den neuen &raquo;JDD&laquo;-Chef Lejeune holte sich Bollor&eacute; aus dem rechten Blatt &raquo;Valeurs actuelles&laquo;, wo der sich dem Kandidaten Zemmour w&auml;hrend des Wahlkampfs im vergangenen Fr&uuml;hjahr als medialer Multiplikateur seiner kruden Ideen zur Verf&uuml;gung gestellt hatte. Wohin Lejeune &raquo;JDD&laquo; f&uuml;hren wird, scheint daher klar zu sein: In die &auml;u&szlig;erste rechte Schmuddelecke, wenn er das mit den offenbar aus rein wirtschaftlichen Gr&uuml;nden auf 40 Journalisten ausged&uuml;nnten Redaktion denn schaffen sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1432921946294\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Schauspielschul-Professor &uuml;ber ARD und ZDF: &bdquo;Man bemerkt die Manipulation&ldquo;<\/strong><br>\nDer Berliner Dramaturg Bernd Stegemann &uuml;ber seine Kritik am &bdquo;heute journal&ldquo;, die Reaktion des ZDF, die alles noch schlimmer gemacht habe, und seine Zusammenarbeit mit Sahra Wagenknecht.<br>\nEs vergeht fast keine Woche ohne Diskussion &uuml;ber den &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland, vor allem &uuml;ber das Fernsehen.<br>\nMal interviewt der WDR eine eigene Mitarbeiterin, die eine Umwelt-PR-Aktion in einem Supermarkt lobt, mal geht ein Talkshow-Moderator eine konservative Nachwuchspolitikerin scharf an. Nun hat sich Bernd Stegemann in die Debatte eingemischt, Professor an der Berliner Hochschule f&uuml;r Schauspielkunst Ernst Busch. F&uuml;r einen Text in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat er einen Nachrichtenbeitrag kritisch analysiert &ndash; und den Autoren des ZDF eine Manipulation der Zuschauer vorgeworfen.<br>\nIm Interview erkl&auml;rt Stegemann, was er mit seiner Kritik bewirken will und warum die Antwort des ZDF die Sache noch schlimmer gemacht habe. [&hellip;]<br>\nMeine ernst gemeinte Frage an das ZDF war, wie so etwas in Redaktionssitzungen besprochen wird. Hat da irgendeiner gesagt, das ist zu tendenzi&ouml;s? Aber darauf hat Wulf Schmiese nicht geantwortet. Stattdessen hat er mich falsch zitiert und ist auf meine Kritik nicht eingegangen. Damit hat er genau die Art von einseitigem Journalismus wiederholt, die ich zuvor beschrieben habe. Er hat mit seinem Text noch mehr Vertrauen verspielt.<br>\nWas hat er verf&auml;lscht?<br>\nEr schreibt: Auch Stegemann sagt, das ist journalistischer Standard. Ich habe aber geschrieben: Es mag einen journalistischen Standard geben, nach dem in diesem Beitrag alles in sch&ouml;nster Ordnung ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/kritik-an-ard-und-zdf-bernd-stegemann-man-bemerkt-die-manipulation-li.379741\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Modi treibt Indien ins Chaos<\/strong><br>\nDie Politik der hinduistischen Vorherrschaft f&uuml;hrt zu schweren Konflikten mit den zwanzig Prozent Nicht-Hindus.<br>\nIn einem Beitrag vom 9. August 2023 fasst der in Hongkong ans&auml;ssige indische Journalist Debasish Roy Chowdhury seine Analyse zur Entwicklung der indischen Demokratie unter Narendra Modi in der &laquo;New York Times&raquo; zusammen. Ausf&uuml;hrlich ist sie in seinem Buch &laquo;To Kill a Democracy: India&rsquo;s Passage to Despotism&raquo; dargelegt, das er zusammen mit Professor John Keane verfasst hat.<br>\nIm Juli ging ein schockierendes Video um die Welt: zwei Frauen wurden von einer Gruppe M&auml;nnern festgehalten, nackt ausgezogen und schliesslich der Reihe nach von jedem der anwesenden M&auml;nner vergewaltigt. Die Szene stammt aus dem indischen Bundesstaat Maripur im Nordosten Indiens an der Grenze zu Myanmar.<br>\nDiese Bilder gelten als vorl&auml;ufig unr&uuml;hmlichster H&ouml;hepunkt einer Gewaltspirale gegen Angeh&ouml;rige von Nicht-Hindu-Religionen, die mit dem Amtsantritt von Narendra Modi 2014 in Gang gesetzt worden ist. Die beiden Frauen geh&ouml;ren der Ethnie der Kuku an, die gr&ouml;sstenteils aus Christinnen und Christen besteht.<br>\nSeit Mai ist Maripur zum Ort ethnisch und religi&ouml;s motivierter Gewalt geworden und hat sich praktisch in ein Kriegsgebiet verwandelt. &Uuml;ber hundertf&uuml;nfzig Menschen wurden umgebracht und Zehntausende sind vertrieben worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/freiheit-recht\/fundamentalismus\/modi-treibt-indien-ins-chaos\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Land am Boden<\/strong><br>\nEcuador: Linke bei kommenden Wahlen mit guten Chancen. Rechte Regierungszeit hatte verheerende Auswirkungen.<br>\nAm Sonntag k&ouml;nnten die Parlaments- und Pr&auml;sidentschaftswahlen in Ecuador das Ende einer sechsj&auml;hrigen Phase einleiten, in der das einst friedliche Land unter zwei rechten Regierungen in einem Sumpf aus Verarmung, Korruption und Gewalt versunken ist. Bis zuletzt war der Wahlkampf der m&ouml;glichen Nachfolger des Bankiers Guillermo Lasso an der Spitze von Staat und Regierung von Morden an Politikern &uuml;berschattet. Die Wahlen k&ouml;nnten das Kr&auml;fteverh&auml;ltnis wieder nach links verschieben. Die vom ehemaligen Pr&auml;sidenten Rafael Correa gegr&uuml;ndete Bewegung Revoluci&oacute;n Ciudadana (RC) hat mit der Juristin Luisa Gonz&aacute;lez gute Chancen. Von 2007 bis 2017 hatte eine von Correa gef&uuml;hrte linke Regierung dem &auml;rmeren Teil der Bev&ouml;lkerung in einer &auml;hnlich desolaten Situation zur Verbesserung der Lebensbedingungen verholfen. Ecuador, dessen Bev&ouml;lkerung heute wieder unter Erwerbslosigkeit, sozialer Ungleichheit und Entrechtung leidet, z&auml;hlte damals zu den &auml;rmsten L&auml;ndern S&uuml;damerikas. Die Zahl der Armen stieg zwischen 1995 und 2000 von 3,9 auf 9,1 Millionen (von 34 auf 71 Prozent) an. Eine der Ursachen war die Finanz- und Bankenkrise Ende der 1990er Jahre, in der 80 Prozent der Kreditinstitute bankrott gingen. W&auml;hrend Kunden den gr&ouml;&szlig;ten Teil ihrer Einlagen und Ersparnisse verloren, brachten korrupte Banker ihre Verm&ouml;gen im Ausland in Sicherheit. In dieser Zeit geh&ouml;rte Guillermo Lasso der Regierung des 2000 durch einen Putsch gest&uuml;rzten, christdemokratischen Pr&auml;sidenten Jamil &shy;Mahuad als &raquo;Superminister&laquo; f&uuml;r Wirtschaft und Energie an. Infolge der Krise mussten rund drei der damals knapp 16 Millionen Ecuadorianer, mehrheitlich Frauen, als Arbeitsmigranten im Ausland eine Besch&auml;ftigung suchen. Die Rettung der Banken kostete die B&uuml;rger &uuml;ber vier Milliarden US-Dollar, rund 30 Prozent des BIPs im Jahr 1999. Es gebe wohl kein anderes Land, in dem man die Bev&ouml;lkerung zum Nutzen einer kleinen Gruppe so stark ausgepl&uuml;ndert hat, kritisierten damals selbst konservative &Ouml;konomen. Seit 2000 &ndash; auch eine Folge &ndash; hat Ecuador keine eigene W&auml;hrung mehr, offizielles Zahlungsmittel ist der US-Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/457119.wahlen-in-ecuador-land-am-boden.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Regierungstreu bis in den Tod: Bartsch geht, linkes Siechtum bleibt<\/strong><br>\nDie Linkspartei macht kaum noch Schlagzeilen. Zu flau sind ihre Wahlergebnisse, zu glatt gelutscht ihre F&uuml;hrungspersonen. Nur m&uuml;de registrieren die Medien, dass Dietmar Bartsch seinen R&uuml;ckzug vom Amt des Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrers angek&uuml;ndigt hat. Die LINKE h&auml;tte diesen billigen Karrieristen schon am 06.12.2011 abl&ouml;sen m&uuml;ssen, als die RATIONALGALERIE einen Kern-Satz von ihm enth&uuml;llte (s. Link unten). Da in Zeiten schlechter Wahlergebnisse die Mandate knapper seien, meinte Bartsch damals, w&uuml;rden sich die Abgeordneten der Linkspartei um die Posten streiten wie &ldquo;die Hartz-Vierer um den Alkohol&rdquo;. Diese kalte, asoziale &Uuml;berheblichkeit blieb ungeahndet: Zu sch&ouml;n waren die Mandate, die Di&auml;ten und die Illusion, man habe was zu sagen. Statt den offenen Streit um das zu f&uuml;hren, was denn wirklich links sei, demonstrierte man lieber eine blinde Geschlossenheit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/regierungstreu-bis-in-den-tod\">Rationalgalerie<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wenn das die Retter der Demokratie sind &hellip;<\/strong><br>\nDie Petition einer &raquo;Faktenchecker&laquo;-Seite will erreichen, dass ein AfD-Verbotsantrag gepr&uuml;ft wird. Die Petitionserkl&auml;rung selbst ist ein Musterbeispiel aufgeregter Unargumentation &ndash; und geh&ouml;rt ihrerseits verboten.<br>\n&Uuml;ber 100.000 Unterschriften hat die Petition des sogenannten Volksverpetzers schon gesammelt. Titel des von den vermeintlichen Faktencheckern vorformulierten B&uuml;rgerbegehrens: &raquo;Pr&uuml;ft ein AfD Verbot!&laquo; &ndash; wie so oft sind Bindestriche l&auml;sslich.<br>\nDer Volksverpetzer startete vor vielen Jahren als regionaler Kommentarblog, berichtete aus Augsburg und Umgebung &ndash; dann entdeckte der Herausgeber, dass er ein Faible f&uuml;r Fake News hat. Sprich: Er habe eine wie auch immer geartete Expertise, diese zu entlarven. Seither tut er das &ndash; mit etlichen freien Mitarbeitern. Als Faktencheck. Der Volksverpetzer gibt sich regierungsnah, in der Corona-Zeit forderte er zum Beispiel zur Spaltung auf und diskriminierte Menschen, die sich keine Impfstoffe verabreichen lassen wollten. Es w&auml;re ein Service, hier auf die Seite zu verlinken &ndash; entschuldigen Sie, dass wir das nicht tun, der Autor dieser Zeilen ist kleinlich und teilt &raquo;seine&laquo; Reichweite nicht gerne mit Formaten wie dem genannten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kommentar\/politik-kommentar\/wenn-das-die-retter-der-demokratie-sind\/\">Overton Magazin<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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