{"id":102754,"date":"2023-08-22T08:41:16","date_gmt":"2023-08-22T06:41:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102754"},"modified":"2023-08-22T08:41:16","modified_gmt":"2023-08-22T06:41:16","slug":"hinweise-des-tages-4425","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102754","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102754#h01\">Auch deutsche Erzeugerpreise bei minus sechs &ndash; Zinsen runter!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102754#h02\">Paus-Skandal macht deutlich: Die Gr&uuml;nen sind komplett irrational<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102754#h03\">CDU fordert Agenda 2030: So soll Deutschland als kranker Mann Europas genesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102754#h04\">Working Class: Die Wohlstandsillusion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102754#h05\">Das Pflegeheim als Profitmaschine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102754#h06\">F-16: Ruttes unverantwortlicher Alleingang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102754#h07\">Ambitionierte Gener&auml;le: Machtwechsel in Niger weckt Hoffnung auf neu ausgehandelte B&uuml;ndnisse.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102754#h08\">Berg-Karabach: &laquo;Hunger ist diesmal die unsichtbare Waffe eines V&ouml;lkermords&raquo;.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102754#h09\">Die vorherrschende Migrationsforschung widerspricht empirisch fundierter Sozialforschung&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102754#h10\">Human Rights Watch: Saudi-arabische Grenzbeamte sollen Hunderte Migranten get&ouml;tet haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102754#h11\">&raquo;Die Regierung l&auml;&szlig;t die Masken fallen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102754#h12\">London: Zur Rechtfertigung des Fahrverbots f&uuml;r Arme wurden Wissenschaftler bezahlt und unter Druck gesetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102754#h13\">Verunsichern und verz&ouml;gern: Zweifel als Waffe im Kampf um das Klima<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102754#h14\">Tatvorwurf: Warnung vor neuem Faschismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102754#h15\">&raquo;Das hier ist die gezielte Zerst&ouml;rung der Partei&laquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Auch deutsche Erzeugerpreise bei minus sechs &ndash; Zinsen runter!<\/strong><br>\nNun sind auch in Deutschland die Erzeugerpreise im freien Fall. Nachdem in den Vormonaten schon in Spanien und Italien hohe Minusraten verzeichnet wurden, stehen f&uuml;r den Juli auch f&uuml;r Deutschland minus sechs Prozent in der Statistik. Und das ist nur der Anfang. Sogar wenn dieser Indikator bis September Monat f&uuml;r Monat nicht weiter sinkt (was er in den letzten Monaten regelm&auml;&szlig;ig getan hat), werden f&uuml;r den August und den September Wert um die minus 15 Prozent verzeichnet werden.<br>\nDamit tritt fast exakt das Szenario ein, das Friederike Spiecker und ich bereits im M&auml;rz dieses Jahres beschrieben hatten. Was nichts anderes hei&szlig;t, als dass man ohne weiteres schon im Fr&uuml;hjahr erkennen konnte, dass es keine wirkliche Inflation in Deutschland und Europa gegeben hat, sondern lediglich tempor&auml;re Preissteigerungen, deren deutliches Abflachen seit Langem f&uuml;r jeden objektiven Beobachter zu erkennen war.<br>\nSp&auml;testens jetzt ist klar, dass die EZB und all jene Inflationswarner fundamental falsch lagen, die so getan haben, als g&auml;be es seit dem vergangenen Sommer einen gef&auml;hrlichen Inflationsprozess, der nur mit einer durch die EZB inszenierten Bremsung der Konjunktur zu stoppen w&auml;re. Die darauf folgenden Zinserh&ouml;hungen durch die EZB haben schon jetzt enormen Schaden angerichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2023\/08\/21\/auch-deutsche-erzeugerpreise-bei-minus-sechs-zinsen-runter\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Paus-Skandal macht deutlich: Die Gr&uuml;nen sind komplett irrational<\/strong><br>\nNach dem j&uuml;ngsten Koalitionsstreit fragt sich unser Autor: Ist die hohe Frauenquote bei den Gr&uuml;nen schuld? Der neue Teil der humoristischen Kolumne &bdquo;Finde den Fehler&ldquo;. [&hellip;]<br>\nDie Skandale bei den Gr&uuml;nen rei&szlig;en nicht ab: Erst gesteht Robert Habeck Fehler bei der Kommunikation des Heizungsgesetzes ein, dann unternimmt Annalena Baerbock als Au&szlig;enministerin Fernreisen mit dem Flugzeug. Und jetzt setzt sich Lisa Paus f&uuml;r eine Kindergrundsicherung ein, obwohl nicht alle Koalitionspartner damit einverstanden sind.<br>\nJohannes Vogel, der Parlamentarische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der FDP, bringt es auf den Punkt: &bdquo;Lisa Paus scheint den Kern jeder Sozialstaatlichkeit nicht verstanden zu haben: Erst muss erwirtschaftet werden, was verteilt werden kann.&ldquo; Touch&eacute;. Das ist diese einzigartige Wirtschaftsexpertise, f&uuml;r die die FDP ber&uuml;hmt ist. Nun k&ouml;nnte man einwenden, dass ein Staat nicht wie die schw&auml;bische Hausfrau wirtschaftet oder dass man sich auch die j&auml;hrlichen Milliarden an Agrarsubventionen f&uuml;r Massentierhaltungskonzerne nicht leisten kann. Man k&ouml;nnte spitzfindig anmerken, dass die deutsche Bundeswehr ihre 70 Milliarden im Jahr 2023 auch nicht unbedingt einspielt oder dass die EZB st&auml;ndig Geld aus dem Nichts sch&ouml;pft, um Spekulanten reicher zu machen.<br>\nAber das w&auml;ren die typischen m&auml;dchenhaften Einw&auml;nde der Gr&uuml;nen. Billiges Antibiotikafleisch ist ein Grundrecht, eine seri&ouml;se Verteidigung, pure Selbsterhaltung, und dass Superreiche auch in Krisen reicher werden, stabilisiert die Gesellschaft (der Superreichen). Kinder hingegen k&ouml;nnen auch mal ein Butterbrot OHNE Nutella essen, ohne dass es ihnen schadet. Im Gegenteil: Moppelchen haben wir schon genug! Anders gesagt: Mal ist Geld da, mal nicht. Die einen nennen das politischen Willen, die anderen Naturgesetze der &Ouml;konomie!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/kolumne-anselm-neft-finde-den-fehler-lisa-paus-skandal-macht-deutlich-die-gruenen-sind-komplett-irrational-frauenquote-li.380754\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>CDU fordert Agenda 2030: So soll Deutschland als kranker Mann Europas genesen<\/strong><br>\nDeutschland am wirtschaftlichen Scheideweg. CDU-Generalsekret&auml;r schl&auml;gt Konzept f&uuml;r Reformen vor. Ist die &ldquo;Agenda 2030&rdquo; die ersehnte L&ouml;sung?<br>\nDeutschland hat wirtschaftliche Probleme &ndash; so viel ist seit Monaten bekannt. Inzwischen mehren sich die Stimmen, die ein umfassendes Wirtschaftsprogramm fordern, um die schw&auml;chelnde Wirtschaft wieder auf Vordermann zu bringen.<br>\nIn Deutschland ist es der CDU-Generalsekret&auml;r Carsten Linnemann, der k&uuml;rzlich eine &ldquo;Agenda 2030 forderte. Leistung m&uuml;sse sich wieder lohnen, der Staat m&uuml;sse f&uuml;r die Wirtschaft funktionierende Rahmenbedingungen setzen k&ouml;nnen und die Prinzipien wie F&ouml;rdern und Fordern m&uuml;ssten in der Praxis wieder funktionieren.<br>\n&ldquo;Wir sind nicht nur der kranke Mann Europas, sondern laut Internationalem W&auml;hrungsfonds der kranke Mann der Welt&rdquo;, so Linnemann gegen&uuml;ber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Mit letzterem Teilsatz hat er fraglos &uuml;bertrieben &ndash; es sei denn, man betrachtet die Staaten der OECD als &ldquo;die Welt&rdquo;. Unter allen gro&szlig;en Industriestaaten, fuhr Linnemann fort, sei Deutschland das einzige Land, dessen Wirtschaft in diesem Jahr schrumpfen werde.<br>\nDie &ldquo;Agenda 2030&rdquo; soll ein Gesamtkonzept f&uuml;r die Bundesrepublik sein, das im Wesentlichen auf einem F&uuml;nf-Punkte-Plan der CDU beruht. Der Staat solle etwa mehr Geld in die Wirtschaft pumpen, die Energiepreise senken, Rentner zum l&auml;ngeren Arbeiten anhalten und B&uuml;rokratie abbauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/CDU-fordert-Agenda-2030-So-soll-Deutschland-als-kranker-Mann-Europas-genesen-9275526.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Ruck verpasst: CDU will &raquo;Agenda 2030&laquo;<\/strong><br>\nMit Begeisterung folgten CDU und CSU Friedrich Merz in die Wumms- und Knallbeschl&uuml;sse der Koalition f&uuml;r Krieg, Hochr&uuml;stung und unbegrenzte Waffenlieferungen an Kiew. Es fehlte nur das gemeinsame Absingen der Nationalhymne wie weiland am 17. Mai 1933, als sich auch die verbliebene SPD-Fraktion der &raquo;Friedensrede&laquo; des Nazikanzlers nicht verschloss, oder wie am 9. November 1989 im Bundestag, als die Nachricht von der DDR-Grenz&ouml;ffnung aus Berlin eintraf. Und obwohl an jenem Tag ein Ruck durch Deutschland ging &ndash; immerhin liefen Zehntausende Menschen durch Berlin und verlangten f&uuml;r den Frieden Krieg gegen Russland, nachdem die Kiewer erst 14.000 &raquo;Prorussen&laquo; in der Ostukraine umgebracht hatten &ndash; der gemischte Parlamentschor blieb aus. Verpasste Chance, die Carsten Linnemann, kommissarischer Generalsekret&auml;r der CDU, nun zwecks &raquo;Mentalit&auml;tswechsel&laquo; ergreifen will: &raquo;Es geht uns heute leider wieder so wie in den sp&auml;ten 90er Jahren, als Roman Herzog dann die &rsaquo;Ruck-Rede&lsaquo; hier unweit des Adenauer-Hauses gehalten hat. Diesen Ruck, diesen Ruck 2.0, den braucht Deutschland jetzt.&laquo; Linnemann, nur zur Information: Den Ruck gab es am 27. Februar 2022. Verschlafen? Mal eben 100 Milliarden f&uuml;r Mord- und Totschlagger&auml;t verteilen, ist kein Ruck 2.0? Doch, genau das war es: Die Fortsetzung der &raquo;Agenda 2010&laquo; mit anderen Mitteln: Armut per Gesetz war ihr Zweck, das senkte die Reall&ouml;hne, sorgte daf&uuml;r, dass die Welt mit deutschen Waren &uuml;berschwemmt werden konnte &ndash; Verschuldung der K&auml;ufer inbegriffen. Die Krise kam postwendend und dauert bis heute, jetzt geht es um Armut per hei&szlig;em oder Wirtschaftskrieg woanders. Das ist gew&ouml;hnlicher Kapitalismus, besser Imperialismus: Man bringt sogar potentielle K&auml;ufer um &ndash; bisher konnten sich die meisten Ukrainer und Russen nicht sehr viel &raquo;Made in Germany&laquo; leisten &ndash;, aber es bleiben ja Land (etwa die H&auml;lfte des Ackerlandes der Ukraine ist im Besitz westlicher Konzerne) und Rohstoffe. Die vertriebene Bev&ouml;lkerung ist als billige Arbeitskraft hierzulande nach der Vertreibung willkommen. Modell DDR: Dort wurden nach 1990 ungef&auml;hr f&uuml;nf Millionen Menschen zum Weggehen gezwungen. Seit dem Rucktag 2022 ist das in solchen F&auml;llen &Uuml;bliche rascher als sonst eingetreten:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/457219.ruck-verpasst.html\">Arnold Sch&ouml;lzel in junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Working Class: Die Wohlstandsillusion<\/strong><br>\nNun steigen nat&uuml;rlich auch J&uuml;ngere noch immer die Treppe des Lebens hinauf. Oder &ndash; vermutlich trifft es das eher &ndash; beginnen ihren Weg schon auf einem der oberen Abs&auml;tze. Junge Menschen n&auml;mlich, die &uuml;ber ihre Familien ab Geburt mit Kapital ausgestattet sind: Mit Verm&ouml;gen. Mit Bildungstiteln. Kontakten. Nein: Wer gegen den Abstieg anrennt, l&auml;sst sich recht pr&auml;zise umrei&szlig;en. Es sind diejenigen aus den Reihen der Nach-Babyboomer, die kein Verm&ouml;gen haben, kein Kapital, die allein auf ihrer H&auml;nde, ihrer K&ouml;pfe Arbeit angewiesen sind. Die Working Class &ndash; die Arbeiterklasse.<br>\nOft wird behauptet, dass die in Deutschland l&auml;ngst verschwunden sei. Dass wir uns nur noch in Konsummilieus aufschl&uuml;sseln lie&szlig;en, uns dadurch unterschieden, dass die einen zur Mandelbl&uuml;te nach Mallorca fliegen, die anderen zur Party nach Ibiza. Ein Trugschluss, der auch darauf fu&szlig;t, dass wir uns an veralteten Bildern und Definitionen festhalten.<br>\nHeute schaffen Arbeiter nicht mehr unter Tage, nur selten in der Fabrik am Flie&szlig;band. Sie reinigen, sie unterrichten, sie schleppen Pakete die Treppe hinauf und Schmutzw&auml;sche wieder hinunter, sie sitzen an der Supermarktkasse oder f&uuml;llen Regale. Sie verlegen schnelles Internet und antworten an der Hotline. Sie pflegen Opa oder uns, wenn wir krank sind.<br>\nDie Working Class ist vielf&auml;ltig geworden, weiblicher, migrantischer, eher in Dienstleistungsberufen angestellt, aber noch immer gilt: Es sind Menschen, die arbeiten, um Geld zum Leben zu haben. Menschen, die keine Unternehmensanteile halten, &uuml;ber keine Mietsh&auml;user verf&uuml;gen, keine Erbschaften erwarten. Menschen, f&uuml;r die es hei&szlig;t: Nettoeinkommen gleich Monatsbudget.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/working-class-die-wohlstandsillusion-102.html\">Deutschlandfunk <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Das Pflegeheim als Profitmaschine<\/strong><br>\nGlobale Investoren kaufen Alters- und Pflegeheime sowie Arztpraxen auf, setzen den Rotstift an und verkaufen sie mit Gewinn weiter.<br>\nEs gibt drei Methoden, mit denen internationale Investoren lokale und nationale Einrichtungen des Pflege- und Gesundheitswesens ausbeuten k&ouml;nnen: Die lukrativste ist die Gentrifizierung. Wie das konkret geht, hat der &laquo;S&uuml;dwestrundfunk&raquo; (SWR) neulich am Beispiel des  Alters- und Pflegeheims Leonberg in B&ouml;blingen in einer TV-Dokumentation aufgezeigt: Das Alters- und Pflegeheim Leonberg wurde vom Landkreis B&ouml;blingen gebaut und seit 1977 von der Samariterstiftung betrieben. 2017 schrieb der Landkreis das Heim zum Verkauf aus. F&uuml;r 7,5 Millionen Euro wurde es vom Finanzinvestor INP gekauft.<br>\nDieser forderte umgehend eine Verdreifachung der Pacht und drohte mit der K&uuml;ndigung. Damit bestand die in diesen F&auml;llen typische Ausgangslage: Hier das auf Rendite und Steueroptimierung getrimmte Firmenkonglomerat, deren Vertreter auch die Reporter des &laquo;SWR&raquo; nie zu Gesicht bekamen. Dort Menschen, die sich f&uuml;r ihre Mitmenschen verantwortlich f&uuml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/das-pflegeheim-als-profitmaschine\/\">Werner Vontobel auf Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>F-16: Ruttes unverantwortlicher Alleingang<\/strong><br>\nEine gemeinsame Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik bleibt ein ferner Traum. Dies zeigt der Alleingang des niederl&auml;ndischen Noch-Premiers Mark Rutte &ndash; er liefert der Ukraine wohl 42 F-16-Bomber. Die EU wurde nicht gefragt.<br>\nErst Kampfpanzer, dann Marschflugk&ouml;rper, nun auch noch Bomber: Wie in diesem Blog prophezeit, gibt es im Krieg um die Ukraine kein Halten mehr. Die deutsche Panzer-Debatte hat die letzte rote Linie platt gewalzt.<br>\nDoch dass nun ausgerechnet ein gescheiterter und &bdquo;angez&auml;hlter&ldquo; Politiker wie Rutte das gr&uuml;ne Licht f&uuml;r die n&auml;chste Eskalationsstufe &ndash; die Lieferung von F-16 &ndash; geben w&uuml;rde, h&auml;tte wohl niemand erwartet.<br>\nRutte hat keine Mehrheit im eigenen Land mehr. Er ist nur noch gesch&auml;ftsf&uuml;hrend t&auml;tig, nachdem er Mitte Juli seinen R&uuml;cktritt als Premier und seinen R&uuml;ckzug aus der niederl&auml;ndischen Politik angek&uuml;ndigt hatte.<br>\nUnd dieser Mann darf nun die n&auml;chste, gef&auml;hrliche Kriegs-Waffe liefern? Und das wenige Wochen vor dem Ende seiner Amtszeit? Hier stellt sich die Frage nach der Legitimit&auml;t, aber auch nach der Verantwortung.<br>\nAus meiner Sicht ist es unverantwortlich, derart weitreichende Entscheidungen von Politikern auf Abruf treffen zu lassen. Berlin und Br&uuml;ssel sollten mitreden &ndash; doch Rutte hat sich nur mit Kiew und Washington abgestimmt. [&hellip;]<br>\nRuttes Alleingang kann man auch als &bdquo;F&uuml;hrungsst&auml;rke&ldquo; sehen &ndash; vielleicht will er sich f&uuml;r hohe EU- oder Nato-&Auml;mter empfehlen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/ruttes-gefaehrlicher-alleingang\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p>dazu: <strong>Ukraine: Lange Warteschleifen f&uuml;r F-16-Lieferung<\/strong><br>\nNiederlande und D&auml;nemark versprechen bis zu 61 Kampfjets. N&ouml;tig sind gut ausgebildete Piloten und eine aufwendige Wartung. Letzteres k&ouml;nnte sich wegen russischer Angriffe zu einem politischen Problem entwickeln.<br>\nDie ukrainische F&uuml;hrung kn&uuml;pft einige Hoffnungen an die Lieferung von F-16-Kampfflugzeugen. US-Pr&auml;sident Biden hat Ende vergangener Woche den Niederlanden und D&auml;nemark die Erlaubnis zur Lieferung erteilt.<br>\nVon beiden L&auml;ndern wurden dem ukrainischen Pr&auml;sidenten Selenskyj bis zu 61 F-16-Kampfjets als Gabe in Aussicht gestellt &ndash; &ldquo;sobald die Pilotenausbildung zufriedenstellend abgeschlossen ist&rdquo; (Guardian).<br>\nDass dies die Schlagkraft der ukrainischen Verteidiger mit den Kampfjets erh&ouml;hen kann, wurde in Kiew und von der ukrainischen Luftwaffe mit Freude begr&uuml;&szlig;t.<br>\nEs gibt allerdings ein paar Probleme, die nicht leicht zu l&ouml;sen sind. Dazu geh&ouml;rt vorneweg der Zeitpunkt der Lieferung. Exakte Angaben werden nicht gemacht. Man spricht davon, dass es lange Zeit dauern k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Ukraine-Lange-Warteschleifen-fuer-F-16-Lieferung-9275492.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ambitionierte Gener&auml;le: Machtwechsel in Niger weckt Hoffnung auf neu ausgehandelte B&uuml;ndnisse.<\/strong><br>\nDer Countdown bis zum &raquo;D-Day&laquo; tickt. Die Verteidigungschefs der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft &shy;(ECOWAS) haben auf ihrem Treffen am Donnerstag und Freitag in Ghanas Hauptstadt Accra eine Intervention angek&uuml;ndigt, sollten die Milit&auml;rs in Niamey den Umsturz von Ende Juli nicht r&uuml;ckg&auml;ngig machen. Doch ein Einmarsch erscheint gegenw&auml;rtig wenig realistisch. Im Powerhouse der Regionalorganisation, Nigeria, regt sich Widerstand gegen einen teuren und verlustreichen Krieg im Nachbarland, und in Nigers Hauptstadt Niamey und den Grenzst&auml;dten zu Nigeria werden B&uuml;rgerwehren rekrutiert, um einen eventuellen Angriff abzuwehren. Eine Wiedereinsetzung des gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten Mohammed Bazoum erscheint unwahrscheinlich. Eine offizielle Einladung seinerseits, die v&ouml;lkerrechtlich f&uuml;r eine Intervention gebraucht w&uuml;rde, erg&auml;be schnell eine Verurteilung im schon laufenden Verfahren wegen Hochverrats und w&uuml;rde wom&ouml;glich zu seiner Hinrichtung f&uuml;hren. Auch ist die Unterst&uuml;tzung der Putschisten in der Bev&ouml;lkerung vermutlich zu gro&szlig;. Ein Eingreifen w&uuml;rde nur als Angriff auf die Souver&auml;nit&auml;t gesehen. Neben den sch&auml;tzungsweise 30.000 Menschen, die ihre Unterst&uuml;tzung der Junta durch ein gemeinsames Runterz&auml;hlen bis zum Ablauf des Ultimatums in einem Fu&szlig;ballstadion in Niamey bekundeten, legt dies eine vom englischen Economist beauftragte Studie nahe. Die schnell erstellte Umfrage ist zwar nicht repr&auml;sentativ, da gebildete M&auml;nner in der Hauptstadt &uuml;berrepr&auml;sentiert seien, doch als Stimmungsbild hat sie es in sich. 79 Prozent der Befragten unterst&uuml;tzten demnach das Handeln der Junta. Zw&ouml;lf Prozent, die sich eine schnelle Wiedereinsetzung Bazoums w&uuml;nschen, stehen 78 Prozent, die die Junta bis zur n&auml;chsten Wahl oder generell l&auml;nger an der Macht sehen wollen, gegen&uuml;ber. Von den 43 Prozent, die sich eine Milit&auml;rintervention von au&szlig;en w&uuml;nschen, hoffen die meisten (53 Prozent) auf eine Unterst&uuml;tzung der Putschisten durch Russland. Ein Eingreifen der USA (elf Prozent) oder der &shy;ECOWAS (sechs Prozent) w&auml;re dagegen sehr unbeliebt. Russland genie&szlig;t mit mehr als 60 Prozent Zustimmung das gr&ouml;&szlig;te Vertrauen als &auml;u&szlig;erer Akteur, weit vor Frankreich und sogar der UNO mit je unter zehn Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/457270.putsch-im-niger-ambitionierte-gener%C3%A4le.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Berg-Karabach: &laquo;Hunger ist diesmal die unsichtbare Waffe eines V&ouml;lkermords&raquo;.<\/strong><br>\nT&uuml;rkische Intellektuelle fordern die Weltgemeinschaft auf, zugunsten der bedrohten Menschen in Berg-Karabach zu intervenieren &ndash; oder die n&auml;chste gro&szlig;e humanit&auml;re Katastrophe offenen Auges in Kauf zu nehmen. Da Aserbaidschan reich an Erd&ouml;l und Erdgas ist, wollen es viele L&auml;nder aber mit der jetzigen Regierung in Baku nicht verderben und &uuml;berlassen die armenischen Menschen in Berg-Karabach ihrem Schicksal &ndash; ganz vorne dabei auch die EU, die infolge ihrer Sanktionen gegen Russland vor allem auf Erdgas aus anderen L&auml;ndern angewiesen zu sein vorgibt. (cm)<br>\nDer Appell t&uuml;rkischer Intellektueller am 16. August richtete sich in erster Linie an ihre internationalen Kollegen: Die Blockade, die &bdquo;das Regime in Baku mit der Unterst&uuml;tzung Ankaras seit Monaten gegen das armenische Volk von Berg-Karabach&ldquo; verh&auml;ngt habe, &bdquo;beschw&ouml;rt die Gefahr eines V&ouml;lkermords herauf&ldquo;, heisst es in ihrem Aufruf. Seit Monaten ignoriere das Regime in Baku jede Aufforderung der Vereinten Nationen, der Institutionen der Europ&auml;ischen Union und des Europarats nach einer Aufhebung seiner Blockade, bestreitet gar, dass es &uuml;berhaupt eine Blockade gebe. &bdquo;Dabei weiss jeder, dass seit Monaten keine lebenswichtigen G&uuml;ter mehr nach Berg-Karabach gelangen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/berg-karabach-hunger-ist-diesmal-die-unsichtbare-waffe-eines-voelkermords\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die vorherrschende Migrationsforschung widerspricht empirisch fundierter Sozialforschung&laquo;<\/strong><br>\nNeulich erst erkl&auml;rte eine Studie, dass es bei Fl&uuml;chtlingen keine Pull-Effekte g&auml;be. Dieser Ansicht widerspricht Dr. Stefan Luft &ndash; denn die Migrationsforschung tr&auml;gt ideologische Scheuklappen. [&hellip;]<br>\nDe Lapuente: &raquo;Wir schaffen das&laquo;, sagte einst die Bundeskanzlerin. Und wenn man Medienberichten folgt, k&ouml;nnte man den Eindruck bekommen, dass wir die sogenannte &raquo;Fl&uuml;chtlingskrise&laquo; gut gemeistert haben. Sehen Sie das auch so?<br>\nLuft: Die Folgen dieser Politik werden dies Land noch Jahrzehnte besch&auml;ftigen. Aktuell dr&auml;ngt sich gerade nicht der Eindruck auf, als seien Bund, L&auml;nder und Gemeinden so aufgestellt, dass sie die Herausforderungen (Wohnungen, Bildung, Kriminalit&auml;t etc.) weitgehend bew&auml;ltigen k&ouml;nnten. Zumal ja ungesteuerte Zuwanderung in gro&szlig;em Umfang &uuml;ber die Dynamik der Kettenwanderung (wie den Familiennachzug) weitere Migration nach sich zieht. Das liegt in der Natur der Sache.<br>\nDe Lapuente: Die Bundesinnenministerin beabsichtigt &ndash; lassen wir mal beiseite, dass sie sich damit vermutlich f&uuml;r das Amt der Landesherrin in Wiesbaden empfehlen will &ndash; die Abschiebepraxis zu vereinfachen. Speziell f&uuml;r jene, die in sogenannten Clans anzufinden sind. W&uuml;rde eine solche Strategie etwas bringen &ndash; oder ist das Symbolerm&auml;chtigung?<br>\nLuft: Ich kenne das Papier des Ministeriums, von dem die Rede ist, nicht. Es geh&ouml;rt zur &uuml;blichen Praxis, w&auml;hrend oder kurz vor Wahlk&auml;mpfen Handlungsf&auml;higkeit oder zumindest Handlungsbereitschaft beim Vollzug des Ausl&auml;nderrechts zu markieren. Den B&uuml;rgern zu erkl&auml;ren, dass das deutsche Ausl&auml;nderrecht seit geraumer Zeit so hyperkomplex ist, dass am Ende des Verfahrens nie das herauskommt, was m&ouml;glicherweise vom Gesetzgeber urspr&uuml;nglich beabsichtigt worden ist, w&uuml;rde ja die Motivation, &uuml;berhaupt zu w&auml;hlen oder eine bestimmte Partei zu w&auml;hlen, auch nicht erh&ouml;hen. Im Gegenteil.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/dialog\/die-vorherrschende-migrationsforschung-widerspricht-empirisch-fundierter-sozialforschung\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Human Rights Watch: Saudi-arabische Grenzbeamte sollen Hunderte Migranten get&ouml;tet haben<\/strong><br>\nMit Waffengewalt gehen saudi-arabische Grenzbeamte gegen Migranten vor. Laut Human Rights Watch wurden in den vergangenen Monaten Hunderte Menschen erschossen. Augenzeugen berichten von Leichenbergen.<br>\nSaudi-arabische Grenzschutzbeamte haben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) zufolge  Hunderte &auml;thiopische Migranten und Asylsuchende get&ouml;tet, die versucht haben, die saudi-arabisch-jemenitische Grenze zu &uuml;berqueren. Menschen sollen aus n&auml;chster N&auml;he erschossen worden sein, darunter auch Kinder, hie&szlig; es in dem nun ver&ouml;ffentlichten Bericht. Demnach wurden au&szlig;erdem Sprengwaffen gegen Migranten eingesetzt. [&hellip;]<br>\nDie Linken-Bundestagsabgeordnete Clara B&uuml;nger forderte mit dem Blick auf den Bericht einen Kurswechsel der Bundesregierung gegen&uuml;ber Saudi-Arabien. &raquo;Wer von sich selbst behauptet, feministische Au&szlig;enpolitik sei wichtig, macht sich unglaubw&uuml;rdig, wenn man Staaten wie Saudi-Arabien mit Waffen unterst&uuml;tzt, die Menschen barbarisch an ihrer Grenze abschie&szlig;en&laquo;, sagte B&uuml;nger dem Fachinformationsdienst Table Media.<br>\nInsbesondere die 2020 von der Bundesregierung getroffene Entscheidung, erneut saudi-arabische Grenzpolizisten durch die Bundespolizei ausbilden zu lassen, sei &raquo;ein gro&szlig;er Fehler&laquo; gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/saudi-arabien-human-rights-watch-zufolge-hunderte-migranten-an-jemenitischer-grenze-erschossen-a-0b5da335-3498-4b64-8a81-88eef3bf9e14%20\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&raquo;Die Regierung l&auml;&szlig;t die Masken fallen&laquo;<\/strong><br>\nIn Frankreich sollen Patienten st&auml;rker abkassiert werden.<br>\nIn Vorbereitung des Staatshaushalts f&uuml;r das kommende Jahr hat sich die franz&ouml;sische Regierung zum Ziel gesetzt, die Ausgaben f&uuml;r die gesundheitliche Versorgung zu senken und daf&uuml;r vor allem die Patienten selbst st&auml;rker heranzuziehen. So soll die 2008 eingef&uuml;hrte &raquo;franchise medicale&laquo;, also die obligatorische medizinische Selbstbeteiligung, verdoppelt werden. Das bedeutet, da&szlig; sich bei jeder Arztkonsultation der Eigenanteil am Honorar, der nach den anteilm&auml;&szlig;igen Erstattungen durch die staatliche Krankenkasse und die private Zusatzkasse &uuml;brig bleibt und vom Patienten selbst zu tragen ist, von bisher einem auf k&uuml;nftig zwei Euro erh&ouml;ht. Auch der Eigenanteil bei Medikamenten verdoppelt sich, von 50 Cent auf einen Euro f&uuml;r jede Packung. Dadurch sollen sich umgehend sp&uuml;rbare Einsparungen ergeben und dar&uuml;ber hinaus will man so die Patienten zum &raquo;verantwortungsbewu&szlig;ten Umgang mit Medikamenten und zur Sparsamkeit&laquo; anhalten. Allerdings soll auch k&uuml;nftig die Summe der Selbstbeteiligungs-Beitr&auml;ge pro Jahr 50 Euro nicht &uuml;berschreiten, damit Langzeitkranke nicht unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig benachteiligt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1478579230194\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>London: Zur Rechtfertigung des Fahrverbots f&uuml;r Arme wurden Wissenschaftler bezahlt und unter Druck gesetzt<\/strong><br>\nIn London gibt es eine Ultraniedrig-Emissionszone (ULEZ), die bald auf den ganzen Gro&szlig;raum London ausgeweitet werden soll. Sie bewirkt, dass Auto fahren nur noch f&uuml;r Beg&uuml;terte erschwinglich ist. Nun kommt heraus: Wenn Wissenschaftler feststellten, dass das au&szlig;er freier Fahrt f&uuml;r Reiche wenig bringt, bekamen sie &Auml;rger mit B&uuml;rgermeister Sadiq Khan.<br>\nDieselautos, die vor 2015 gebaut wurden, erf&uuml;llen normalerweise nicht die Anforderungen, um in der ULEZ geb&uuml;hrenfrei gefahren zu werden, bald also in ganz Greater London mit ca. 1500 Quadratkilometern Fl&auml;che und &uuml;ber acht Millionen Einwohnern. Bei Benzinern sind Autos betroffen, die 2005 oder fr&uuml;her gebaut wurden. Wer mit einem dieser alten Autos fahren will, muss 12,50 Pfund (14,50 Euro) pro Tag bezahlen. Wer in die Innenstadt fahren will und kein Elektroauto hat, f&uuml;r den wird zus&auml;tzlich die City-Maut von 15 Pfund f&auml;llig. Wer nicht genug Geld hat, um sein altes Auto zum Weiterbetrieb in weniger umweltbewussten L&auml;ndern abzusto&szlig;en und sich ein neues zu kaufen, kann sich dann das Autofahren kaum noch leisten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/oekologie\/imperial-college-ulez\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Verunsichern und verz&ouml;gern: Zweifel als Waffe im Kampf um das Klima<\/strong><br>\nSprache ist ein m&auml;chtiges Werkzeug in der Hand von Industrie und Politik. &Uuml;ber gezielte Kommunikation werden Zweifel ges&auml;t, Desinformation wird ins kollektive Denken eingepflanzt<br>\n&ldquo;Zweifel ist unser Produkt, denn er ist das beste Mittel, um mit den Fakten zu konkurrieren, die in den K&ouml;pfen der &Ouml;ffentlichkeit existieren.&rdquo; Festgehalten wurde dieser Satz im Jahr 1969 in einem Dokument der Brown and Williamson Tobacco Company, einer Tochtergesellschaft von British American Tobacco. Es war die Zeit, in der die Tabakindustrie bem&uuml;ht war, die Gefahren des Rauchens zu negieren und das Suchtpotenzial von Nikotin herunterzuspielen, um keine finanziellen Einbu&szlig;en oder Imagesch&auml;den hinnehmen zu m&uuml;ssen.<br>\nHeute wissen wir um die gesundheitssch&auml;digenden Effekte von Zigaretten. Der Informationsstand der Gesellschaft und der Grad der Aufkl&auml;rung haben sich ver&auml;ndert, w&auml;hrend eines gleich blieb: Nach wie vor ist das Streuen von Zweifeln eine popul&auml;re Strategie, wenn es um bewusste Desinformation der &Ouml;ffentlichkeit oder das Entfachen von Kontroversen geht. Was vor mehr als 50 Jahren f&uuml;r die Tabakindustrie funktionierte, wirkt noch immer &ndash; und zwar bei der hei&szlig;umk&auml;mpften Thematik des Klimawandels. Auch hier hei&szlig;t die Formel: Zweifel sch&uuml;ren, wo eigentlich wissenschaftlicher Konsens herrscht, und die &ouml;ffentliche Meinung dadurch in die gew&uuml;nschte Richtung lenken. Jahrzehntelang lautete die Strategie der fossilen Industrie, den Klimawandel zu leugnen. Unangenehme Erkenntnisse wanderten in Schubladen und wurden unter Verschluss gehalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/3000000182995\/zweifel-als-waffe-im-kampf-um-das-klima\">der Standard<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Tatvorwurf: Warnung vor neuem Faschismus<\/strong><br>\nDie Neue Gesellschaft f&uuml;r Psychologie hat mit Erschrecken von der emp&ouml;renden Tatsache erfahren, dass gegen einen ihrer Freunde und Kollegen, Prof. Dr. Rudolph Bauer, am 10. August 2023 eine Hausdurchsuchung durch teils bewaffnete und mit Schutzmasken ausgestattete Durchsuchungsbedienstete durchgef&uuml;hrt worden ist.<br>\nDie emp&ouml;rende Begr&uuml;ndung lautet: &bdquo;durch die faktische Gleichsetzung von demokratisch legitimierten Ma&szlig;nahmen mit dem menschenverachtenden Vorgehen im Nationalsozialismus hat er in besonders verachtenswerter Weise die unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlungen verharmlost.&ldquo;<br>\nBauers Vergehen ist es, in Wort und Bild vor der Gefahr der Faschisierung der Gesellschaft zu warnen. Mit &bdquo;Verharmlosung des Nationalsozialismus&ldquo; aber will man ihm einen Straftatbestand anlasten &ndash; ein Vorgehen, was h&auml;ufig angewandt wird, um die Verletzung der Rechtsstaatlichkeit zu verdecken. Vor allem in diesem Fall ist dieser Vorwurf an Unsachlichkeit und Unversch&auml;mtheit kaum zu &uuml;berbieten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/tatvorwurf-warnung-vor-neuem-faschismus\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&raquo;Das hier ist die gezielte Zerst&ouml;rung der Partei&laquo;<\/strong><br>\n&Uuml;ber die Krise von Die Linke, die Schw&auml;che des linken Fl&uuml;gels und das Projekt des Parteivorstandes. Ein Gespr&auml;ch mit Julian Eder. (&hellip;)<br>\nWelche Ziele verfolgt Ihrer Ansicht nach die Mehrheit im Parteivorstand?<br>\nDie Floskel, die dort benutzt wird, lautet &raquo;moderne Gerechtigkeitspartei&laquo;. Mittel- und langfristig geht es darum, die im weitesten Sinne alternativen, kleinb&uuml;rgerlichen, zum Teil aktivistischen Milieus in den gr&ouml;&szlig;eren St&auml;dten an die Partei heranzuziehen. Also Leute, die &uuml;berwiegend wirtschaftlich abgesichert sind, denen die ohne Probleme mit der CDU koalierenden Gr&uuml;nen aber zu staatstragend geworden sind. Sozial gibt es da &Uuml;berschneidungen mit vielen Leuten, die ihren Lebensunterhalt bei der Linkspartei, bei den Fraktionen oder der Rosa-Luxemburg-Stiftung verdienen. Man will f&uuml;r diesen Teil des Kleinb&uuml;rgertums gewisserma&szlig;en die Rolle spielen, die fr&uuml;her die Gr&uuml;nen gespielt haben. Und deshalb versucht man auch alles, um den Wagenknecht-Fl&uuml;gel loszuwerden. Wagenknecht ist mit ihrer Orientierung auf die sogenannten kleinen Leute in diesem gr&uuml;n-alternativ-liberalen Milieu regelrecht verhasst. Dieser Fl&uuml;gel ist auch au&szlig;en- und friedenspolitisch im Weg, denn dieses Milieu hat kein grunds&auml;tzliches Problem mit der EU und mit der NATO, im Gegenteil. Das Funktion&auml;rs- und Stiftungsmilieu wiederum denkt sich, dass, wenn Wagenknecht weg ist, noch mehr Posten, Regierungsbeteiligungen und so weiter drin sind. Es geht letztlich um die vollst&auml;ndige Integration in das politische System der Bundesrepublik. Und zumindest in den Metropolen und Stadtstaaten gibt es, wie man in Berlin und Bremen sieht, ja durchaus eine ins Gewicht fallende Basis f&uuml;r ein solches Projekt. Aber das ist eben nicht mehr die Arbeiterklasse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/457193.niedergang-der-linkspartei-das-hier-ist-die-gezielte-zerst%C3%B6rung-der-partei.html%20\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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