{"id":10279,"date":"2011-07-29T16:13:58","date_gmt":"2011-07-29T14:13:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10279"},"modified":"2011-07-29T16:13:58","modified_gmt":"2011-07-29T14:13:58","slug":"hinweise-des-tages-ii-22","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10279","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Stuttgart 21; US-Schuldenstreit; Rechtspopulismus; Finanzlobby pr&auml;gt Entscheidung des Euro-Krisengipfels; Thomas Fricke: Im Urlaub f&uuml;r die Krise &uuml;ben; Ratingagenturen: Die dunkle Macht?; Schweiz &ndash; Starker Franken brockt Notenbank Milliardenverlust ein; Erstklassige Schuldner &ndash; Nur noch wenig Auswahl; Tarifverdienste im April 2011: + 1,5 % zum April 2010; Die Liberalen sind in der Steuerpolitik isoliert; Google dr&auml;ngt auf das Parkett der Super-Lobbyisten; Humanit&auml;re Katastrophe in Ostafrika; Umgang mit Fl&uuml;chtlingen &ndash; Europas moralische Verantwortung; US-Embargo gegen Kuba; Servus, Germany! Guttenberg kauft Haus in Connecticut; Vize-Chef der Linken in der Kritik; Zahlen, bitte!; Wo der rechte Rand verl&auml;uft (JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">US-Schuldenstreit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Rechtspopulismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Finanzlobby pr&auml;gt Entscheidung des Euro-Krisengipfels<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Thomas Fricke: Im Urlaub f&uuml;r die Krise &uuml;ben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Ratingagenturen: Die dunkle Macht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Schweiz &ndash; Starker Franken brockt Notenbank Milliardenverlust ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Erstklassige Schuldner &ndash; Nur noch wenig Auswahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Tarifverdienste im April 2011: + 1,5 % zum April 2010<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Die Liberalen sind in der Steuerpolitik isoliert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Google dr&auml;ngt auf das Parkett der Super-Lobbyisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Humanit&auml;re Katastrophe in Ostafrika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Umgang mit Fl&uuml;chtlingen &ndash; Europas moralische Verantwortung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">US-Embargo gegen Kuba<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Servus, Germany! Guttenberg kauft Haus in Connecticut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Vize-Chef der Linken in der Kritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Zahlen, bitte!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Wo der rechte Rand verl&auml;uft<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=10279&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Im Stuttgarter Kessel brodelt&rsquo;s<\/strong><br>\nStresstest bestanden, von Gutachtern besiegelt &ndash; doch damit ist der Konflikt um Stuttgart 21 noch lange nicht ausgestanden, glaubt Josef-Otto Freudenreich. Denn die Schwaben werden nicht einfach nach Hause gehen. Sie brauchen eine Perspektive f&uuml;r ihre neue Demokratielust. [&hellip;]<br>\nWer in der Stadt lebt, sp&uuml;rt diesen Aufbruch, der sich, politisch emanzipiert und privat kreativ, nicht im Wahlzettel und in der Erfindung einer neuen Einspritzpumpe f&uuml;r den Mercedes oder den Porsche ersch&ouml;pft. Hier gibt es Volksversammlungen vor dem Rathaus, bei denen Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann und Verkehrsminister Winfried Hermann (beide Gr&uuml;ne) in die Mangel genommen werden, weshalb die SPD (die Urlaubsvertretung der CDU) dort gar nicht erst erscheint. SPIEGEL-ONLINE-Kolumnist und Verleger Jakob Augstein spricht zurecht von einem &ldquo;Labor Baden-W&uuml;rttemberg&rdquo;, in dem sich k&uuml;nftige gesellschaftliche Entwicklungen wie unter der Lupe betrachten lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,777163,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Nur simuliert leistungsf&auml;hig<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen sagen, der Stresstest h&auml;tte L&uuml;cken. Der Bahn wird vorgeworfen, Kosten und M&auml;ngel verschwiegen zu haben. Die Pr&auml;sentation wird viel Streitstoff bieten. [&hellip;]<br>\nOffenbar hatte die Bahn den Test auf eigene Faust durchgef&uuml;hrt und hinterher absegnen lassen. Die Kriterien der Auswertung seien nicht abgestimmt, bem&auml;ngelte SMA in einem Zwischenbericht. Es fehlten Eingangsdaten zur Simulation, Fahrpl&auml;ne, Informationen &uuml;ber zugrunde gelegte Randbedingungen. Die Haltezeiten der Z&uuml;ge im Bahnhof waren viel zu niedrig angesetzt &ndash; bei S-Bahnen etwa 30 statt 48 Sekunden. Der Bericht der Bahn weise &ldquo;inhaltliche M&auml;ngel&rdquo; auf und biete keine vollst&auml;ndige Dokumentation. &Ouml;ffentlich allerdings sprach man von einem bestandenen Test. Wohl, weil SMA zum Schluss anmerkte, die Qualit&auml;t des Ergebnisses des Stresstests werde sich nicht mehr grundlegend &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Details-der-Studie-zu-Stuttgart-21\/!75304\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Stuttgart 21 &ndash; das d&uuml;mmste Gro&szlig;projekt<\/strong><br>\nDas umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 d&uuml;rfte kaum mehr zu stoppen sein, auch wenn in dem monatelangen Drama um die Proteste einige Fakten untergegangen sind, die allesamt gegen den Bau sprechen. Es dr&auml;ngt sich der Eindruck auf, dass die Verantwortlichen vor allem aus Rechthaberei an dem Gro&szlig;projekt festhalten wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/vor-der-praesentation-der-stresstest-ergebnisse-stuttgart-das-duemmste-grossprojekt-1.1125722\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Jetzt hat sogar die ehrw&uuml;rdige S&uuml;ddeutsche Zeitung begriffen, dass Stuttgart 21 ein Milliardengrab ist. Aber dank grandioser Schlichterinszenierungen wird dem (Wut)B&uuml;rger wieder einmal vorgegaukelt, alles w&auml;re in sch&ouml;nster Ordnung. Dabei ist heute schon klar, dass S 21 au&szlig;er hohen Kosten nichts bringt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Stresstest f&uuml;r die Demokratie<\/strong><br>\nDie Bahn wirft Nebelkerzen, um beim Stresstest gut dazustehen. Die Gegner des Tiefbahnhofs wollen derweil mit Argumenten punkten, aber kaum einer h&ouml;rt zu. Warum?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1130-bew-hrungsprobe-der-demokratie\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>US-Schuldenstreit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Obama ist zu schwach<\/strong><br>\nDer US-Pr&auml;sident und seine Demokraten haben bei den Verhandlungen mit den Republikanern zu sehr auf Kompromiss gesetzt, kritisiert &Ouml;konom Stephen Rose: &ldquo;Ihm ist es nicht gelungen, den Forderungen der Republikaner nach massiven K&uuml;rzungen im sozialen Bereich entschieden genug entgegenzutreten. Und auch eine Erh&ouml;hung der Reichensteuer konnte er nicht durchsetzen. In seinem Bem&uuml;hen, vern&uuml;nftig zu wirken, hat er zu sehr auf einen Kompromiss mit den Republikanern gesetzt. Dabei hatte er von vornherein keine Chance.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2011%2F07%2F29%2Fa0078&amp;cHash=a39ba93dea\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Wettlauf der Miesenmacher<\/strong><br>\nDie US-Staatsschulden erreichen bald unglaubliche 15 Billionen Dollar. Vor allem in j&uuml;ngster Zeit hat die gr&ouml;&szlig;te Wirtschaftsmacht der Welt systematisch auf Pump gelebt. Begonnen hat der Schlamassel aber viel fr&uuml;her: ausgerechnet unter einem republikanischen Pr&auml;sidenten. [&hellip;]<br>\nDen USA ist in den vergangenen 30 Jahren ein Kunstst&uuml;ck von eher zweifelhaftem Wert gelungen: Die Staatsschulden haben sich verf&uuml;nfzehnfacht. Betrugen sie Ende der siebziger Jahre noch rund eine Billion Dollar, sind es bald schon 15 Billionen Dollar. Nimmt die Regierung weiter so munter Kredite auf wie bisher, k&ouml;nnten es bald schon 20 Billionen Dollar sein. Gemessen an der Wirtschaftsleistung liegt die Staatsverschuldung bereits bei rund 100 Prozent. Da sind griechische Dimensionen zumindest nicht mehr allzu weit entfernt. [&hellip;]<br>\nAllein mit der Finanzkrise l&auml;sst sich der Haushaltsschlamassel nicht erkl&auml;ren. Wie die Bundesrepublik und andere Industriestaaten leben die USA seit Jahrzehnten auf Pump.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,777183,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wie kommt der SPIEGEL eigentlich auf die Idee, dass die Bundesrepublik &bdquo;seit Jahrzehnten auf Pump&ldquo; lebt? Deutschland hat (Stand 2009) ein Nettoauslandsverm&ouml;gen (Summe der Forderungen der Inl&auml;nder an Ausl&auml;nder abz&uuml;glich der Verbindlichkeiten von Inl&auml;ndern gegen&uuml;ber Ausl&auml;ndern) in <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/download\/presse\/pressenotizen\/2010\/20100929.auslandsvermoegen.php\">H&ouml;he von 895 Mrd. Euro<\/a> &ndash; das entspricht 37,3% des Bruttoinlandsprodukts, damit nimmt Deutschland im internationalen Vergleich einen Platz unter den Top 10 ein. Man mag sich dar&uuml;ber streiten, ob der &ouml;ffentliche Sektor sich zu hoch verschuldet hat, die Aussage, &bdquo;Deutschland lebe auf Pump&ldquo; ist jedenfalls schlicht und einfach falsch.<\/em><br>\n<em>Nicht falsch, aber daf&uuml;r sehr verzerrend, ist der Blick, den der SPIEGEL auf die US-Staatsverschuldung wirft. Es klingt nat&uuml;rlich dramatisch, wenn man liest, dass sich die US-Staatsschulden in den letzten 30 Jahren verf&uuml;nfzehnfacht haben. Im gleichen Zeitraum hat sich jedoch auch die Wirtschaftskraft versiebenfacht, so dass die Verschuldung in Verh&auml;ltnis zur Wirtschaftskraft sich &bdquo;nur&ldquo; verdoppelt hat. Wichtig bei der Betrachtung ist jedoch vor allem der Trend in den letzen zwei Jahren. Bis ins Jahr 2008 hat sich die Staatsschuldenquote der USA gegen&uuml;ber 1980 lediglich um rund 20% gesteigert und lag mit etwas &uuml;ber 60% des BIP auf dem gleichen Niveau wie die deutsche Staatsverschuldung. Die gigantischen Defizite, die die US-Staatsverschuldung nun die 100%-Marke rei&szlig;en lassen, sind eine direkte Folge der geringen Steuereinnahmen und gigantischen Bankenrettungen in Folge der Finanzkrise. Dies visualisiert eine Grafik des &Ouml;konomen Bill Mitchell:<\/em><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110729_us_bloomberg_budget_graph_simulated.jpg\" alt=\"Wettlauf der Miesenmacher\"><br>\n<em>Mit seiner Interpretation der Zahlen liegt der SPIEGEL-Ressortleiter &bdquo;Wirtschaft&ldquo; Sven B&ouml;ll wieder einmal meilenweit daneben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Richard Wolff: Debt Showdown is &ldquo;Political Theater&rdquo; Burdening Society&rsquo;s Most Vulnerable<\/strong><br>\nDer emeritierte Professor f&uuml;r &Ouml;konomie an der Amherst Universit&auml;t von Massachussetts, Autor verschiedener B&uuml;cher einschlie&szlig;lich des Essays &ldquo;Capitalism Hits the Fan: The Global Economic Meltdown and What to Do About It&rdquo; erkl&auml;rt gegen&uuml;ber dem amerikanischen Sender &ldquo;Democracy Now&rdquo; zum Thema &ldquo;Schuldenstreit&rdquo; in den USA: Das ist politisches Theater mit dem zwei Parteien sich auf die Wahlen im n&auml;chsten Jahr vorbereiten. Um es einmal in die richtige Perspektive zu r&uuml;cken: Seit 1940 ist die Schuldendecke in den USA neunzig mal angehoben worden. Dies ist eine ganz gew&ouml;hnliche Prozedur. Jeder Pr&auml;sident, ob Republikaner oder Demokrat hat darum gebeten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.democracynow.org\/2011\/7\/28\/richard_wolff_debt_showdown_is_political\">Democracy Now<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Tobias Fengler:<\/strong> Es gibt viele Gr&uuml;nde, sein Englisch zu verbessern. Einer davon ist Richard Wolff. Der didaktisch hoch begabte und philosophisch gebildete &Ouml;konomieprofessor gibt seit Jahren wirtschaftspolitische Kommentare ab, die an Klarheit und Pr&auml;gnanz nichts zu w&uuml;nschen &uuml;brig lassen. So auch hier zum Thema Schuldenstreit. Wer wissen m&ouml;chte, was f&uuml;r einer Art von Journalismus wir in den Mainstream-Medien ausgesetzt sind, sollte sich unbedingt einmal dieses Interview anschauen und mit hiesigem Verlautbarungen vergleichen, die im Prinzip ja v&ouml;llig unverst&auml;ndlich sind. Es ist einfach nicht zu fassen, wie unsere Reporter genau die Rolle spielen, die ihnen in diesem Theaterst&uuml;ck zugddacht wurde und dabei nahezu alles aussparen, was im Interesse der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung liegen k&ouml;nnte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Paul Krugman &ndash; The Centrist Cop-Out<\/strong><br>\nThe facts of the crisis over the debt ceiling aren&rsquo;t complicated. Republicans have, in effect, taken America hostage, threatening to undermine the economy and disrupt the essential business of government unless they get policy concessions they would never have been able to enact through legislation. And Democrats &mdash; who would have been justified in rejecting this extortion altogether &mdash; have, in fact, gone a long way toward meeting those Republican demands.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2011\/07\/29\/opinion\/krugman-the-centrist-cop-out.html?_r=1\">New York Times<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Rechtspopulismus<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Scherbenhaufen der Aufkl&auml;rung<\/strong><br>\nVor einigen Monaten noch wurden verschleierte Frauen in Kairo als Speerspitze der progressiven Reform gefeiert; inzwischen ist Europa zur Islamophobie zur&uuml;ckgekehrt. Unter dem Deckmantel der kontroversen Debatte werden Ansichten salonf&auml;hig, die in der pluralistischen Demokratie nichts verloren haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/kai-hafez\/7536-europaeische-islamophobie\">The European<\/a><\/li>\n<li><strong>Gewaltt&auml;tiges Erbe der Kreuzfahrer<\/strong><br>\nDer Historiker Gerd Althoff schreibt der katholischen Kirche eine Mitverantwortung f&uuml;r fundamentalistische Gewaltfantasien zu. Mangelnde historische Aufarbeitung der Kreuzfahrer-Geschichte habe einen &ldquo;verh&auml;ngnisvollen Mythos&rdquo; erm&ouml;glicht.<br>\nDer Osloer Massenm&ouml;rder Anders Behring Breivik hat sich auf die Templer berufen und ihr rotes Kreuz als sein Symbol ins Internet gestellt. Symbolisch verdichtet, reklamiert er damit f&uuml;r sich die Tradition der Kreuzfahrer und der in diesem Zusammenhang wirkenden Ritterorden, die sich die dauerhafte Befreiung des Heiligen Landes von muslimischer Herrschaft auf die Fahnen geschrieben hatten. Was Breivik dazu veranlasst hat, ist zurzeit noch ungekl&auml;rt. Da er dies aber im Zusammenhang seines Kampfes gegen die angebliche muslimische &Uuml;berfremdung Norwegens tat, ist einigerma&szlig;en wahrscheinlich, dass er irgendwelche Vorstellungen von der Ideologie der Kreuzfahrer hatte, m&ouml;gen sie auch &uuml;ber moderne westliche oder muslimische Einsch&auml;tzungen vermittelt worden sein. Der Westen wie der Orient haben ja bestimmte Vorstellungen vom Ph&auml;nomen &bdquo;Kreuzzug&ldquo; in ihrem kulturellen Ged&auml;chtnis bewahrt, wenn auch g&auml;nzlich unterschiedlichen Inhalts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/gewalttaetiges-erbe-der-kreuzfahrer\/-\/1472786\/8722698\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Finanzlobby pr&auml;gt Entscheidung des Euro-Krisengipfels<\/strong><br>\nEin kollektives Aufatmen ging durch die Finanzbranche am Tag nach dem Euro-Krisengipfel zur erneuten Rettung Griechenlands (22. Juli 2011). Zwar erwarten die Banken mit griechischen Anleihen nun Verluste, diese d&uuml;rften jedoch eher gering ausfallen. Verantwortlich hierf&uuml;r ist der massive Einfluss des Institute of International Finance (IIF) in den Verhandlungen.<br>\nDas IIF ist mit 400 Mitgliedern, darunter Banken und Versicherungen, der m&auml;chtigste Lobbyverband der Finanzbranche. Wie weit sein Einfluss wirklich reicht, zeichnete sich schon in den Tagen vor dem Euro-Gipfel ab.<br>\nVertreter des IIF nahmen an mehreren Konferenzen in Rom und Paris teil, in denen verschiedene Modelle zur Beteiligung privater Gl&auml;ubiger besprochen wurden. Schon Ende Juni 2011 traf sich der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des IIF, Charles Dallara, pers&ouml;nlich mit dem Vorsitzenden des Wirtschafts- und Finanzausschuss der EU, Vittorio Grilli. Ein Papier des IIF mit Vorschl&auml;gen zur Bankenbeteiligung landete anschlie&szlig;end bei den europ&auml;ischen Finanzministern. Das Wall Street Journal berichtete, dass dieses Papier nun als &bdquo;Roadmap&ldquo; f&uuml;r die weitere Vorgehensweise zur Beteiligung privater Gl&auml;ubiger diene. Am Euro-Gipfeltreffen nahm der Deutsche Bank-Chef und Vorsitzender des IIF, Josef Ackermann, schlie&szlig;lich pers&ouml;nlich teil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2011\/07\/finanzlobby-pragt-entscheidung-des-euro-krisengipfels\/\">LobbyControll<\/a>\n<p><strong>dazu: Vertrag zur Errichtung des Europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsmechanismus (ESM)<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/110729_entwurf_vertrag_esm.pdf\">Vertragsentwurf ESM [PDF &ndash; 152.5 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Thomas Fricke: Im Urlaub f&uuml;r die Krise &uuml;ben<\/strong><br>\nSeit zwei Jahren arbeiten wir daran, dem leichtlebigen Rest der Welt deutsche Tugenden nahezulegen. H&ouml;chste Zeit, dass wir uns in den Ferien ein wenig L&auml;ssigkeit abschauen. H&auml;tte die Bundesregierung auf Prinzipienreiterei verzichtet und schon Ende 2009 eine Garantie gegen die griechische Pleite ausgesprochen, h&auml;tte dies die Eskalation der Marktpanik sicher verhindert. Dann h&auml;tten f&uuml;nf andere Prinzipien gar nicht gebrochen werden m&uuml;ssen. Da h&auml;tte es weder Gezeter um Strafzinsen geben m&uuml;ssen noch Streit um die Notenbank. Es w&auml;re nur n&ouml;tig gewesen, Griechenland im politischen Gegenzug zu vern&uuml;nftigem Defizitabbau zu verpflichten. Punkt. Es ist kein Zufall, dass die Amerikaner trotz allen Get&ouml;ses bisher so glimpflich durch die Krise kamen. Ohne Grundsatztreue.<br>\nIn normalen Zeiten mag Grundsatztreue vor Exzessen sch&uuml;tzen. In au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Zeiten ist es wom&ouml;glich eher kontraproduktiv, auf alte Grundsatzreflexe zu setzen. Weil die Wirtschaft in Krisen anders funktioniert &ndash; und es zur Vermeidung von Ansteckungseffekten sinnvoll sein kann, L&auml;nder bedingungslos zu sch&uuml;tzen, statt in Angst davor zu erstarren, dass ja jeder kommen kann. Wenn M&auml;rkte nicht mehr vern&uuml;nftig reagieren, wie in Finanzkrisen, kann das besinnungslose Hochhalten (normalerweise) hehrer Marktgrunds&auml;tze ziemlich schnell fahrl&auml;ssig werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:kolumne-thomas-fricke-im-urlaub-fuer-die-krise-ueben\/60084956.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ratingagenturen: Die dunkle Macht?<\/strong><br>\n[&hellip;] Erst jetzt, mit dem zunehmenden Einfluss der Agenturen auf den europ&auml;ischen Wirtschafts- und W&auml;hrungsraum, w&auml;chst der Ruf, den Einfluss der amerikanischen Ratingagenturen einzuschr&auml;nken. EU-Politiker werfen den Instituten vor, die hiesigen Verh&auml;ltnisse nicht hinreichend zu verstehen. Schon spekulieren manche dar&uuml;ber, dass die Ratingagenturen vor allem darauf abzielten, die Rettungsanstrengungen der EU-Staaten zu desavouieren. [&hellip;]<br>\nDie europ&auml;ische Kritik an den US-amerikanischen Ratingagenturen erscheint somit &uuml;beraus scheinheilig. Auch die Forderung nach einer europ&auml;ischen Ratingagentur irritiert. Denn diese soll fortan eine unabh&auml;ngige und transparente Beurteilung der Kreditw&uuml;rdigkeit europ&auml;ischer Staaten gew&auml;hrleisten. Eine solche europ&auml;ische Ratingagentur gibt es aber bereits seit 1987 und, man h&ouml;re und staune: Feri EuroRating hat lange vor den US-amerikanischen Agenturen &auml;hnlich negative Bonit&auml;tsurteile &uuml;ber Portugal, Irland, Griechenland und Spanien abgegeben.[&hellip;]<br>\nDamit die Politik wieder handlungsf&auml;hig wird, muss sie keine neuen Ratingagenturen gr&uuml;nden. Auf der Tagesordnung steht vielmehr eine grundlegende Reform des Finanzsektors.<br>\nF&uuml;r eine solche Reform k&ouml;nnte den EU-Politikern das amerikanische Glass-Steagall-Act als Vorbild dienen. Dieser Begriff steht f&uuml;r zwei Bundesgesetze, die nach dem gro&szlig;en Bankencrash 1929 die Trennbankengesetzgebung in den Vereinigten Staaten einf&uuml;hrten. Im Kern sah diese Reform vor, das Gesch&auml;ft der Investmentbanken vollst&auml;ndig von dem der Gesch&auml;ftsbanken zu trennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2011\/august\/ratingagenturen-die-dunkle-macht\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schweiz &ndash; Starker Franken brockt Notenbank Milliardenverlust ein<\/strong><br>\nVerlust von 10,8 Milliarden Franken: Die Aufwertung der Schweizer W&auml;hrung hat die SNB im ersten Halbjahr 2011 tief in die roten Zahlen gest&uuml;rzt [&hellip;]<br>\nDie SNB hatte im Vorjahr mit Milliardenbetr&auml;gen gegen die Talfahrt des Euro gegen&uuml;ber dem Franken interveniert und deswegen einen Jahresverlust von gut 19 Mrd. Franken eingefahren. Ihre letztlich erfolglosen Bem&uuml;hungen hatten der Notenbank &ndash; allen voran ihrem Pr&auml;sident Philipp Hildebrand &ndash; herbe Kritik von politischer Seite eingebracht. F&uuml;r Bund und Kantone steht viel Geld auf dem Spiel &ndash; die SNB r&auml;umt der St&auml;rkung ihrer Bilanz Vorrang vor der Aussch&uuml;ttung m&ouml;glicher Gewinne ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1311802267117\/Schweiz-Starker-Franken-brockt-Notenbank-Milliardenverlust-ein\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Erstklassige Schuldner &ndash; Nur noch wenig Auswahl<\/strong><br>\nZwanzig Staaten, vier Unternehmen und eine private Bank: Mehr sind nicht &uuml;brig geblieben. Verl&auml;sst man sich auf die Ratings der Agentur Standard &amp; Poor&rsquo;s tragen nur noch wenige Schuldner das AAA-Rating. Dabei ist es bares Geld wert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/C31640\/erstklassige-schuldner-nur-noch-wenig-auswahl-30475224.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Tarifverdienste im April 2011: + 1,5 % zum April 2010<\/strong><br>\nDie tariflichen Monatsverdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland sind von April 2010 bis April 2011 insgesamt um 1,5 % gestiegen. Damit zeichnet sich nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) eine Trendwende bei den Tarifverdiensten ab. Seit Oktober 2009 (+ 3,0 %) war die Steigerungsrate best&auml;ndig zur&uuml;ckgegangen und hatte im Januar 2011 nur noch + 0,9 % betragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2011\/07\/PD11__282__622,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Das dem Bundesinnenminister Friedrich (CSU) unterstellte Statistische Bundesamt entwickelt sich allem Anschein nach mehr und mehr zu einem propagandistisch angehauchten Verlautbarungsorgan der Bundesregierung. So verschweigt das Statistische Bundesamt, da&szlig; die Tarifverdienste bei einer Inflationsrate im April 2011 in H&ouml;he von 2,3% inflationsbereinigt r&uuml;ckl&auml;ufig waren. Auch d&uuml;rfte es in keinster Weise wissenschaftlichen Anspr&uuml;chen gen&uuml;gen, auf Basis eines einzigen Monatswertes eine &ldquo;Trendwende&rdquo; auszurufen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Liberalen sind in der Steuerpolitik isoliert<\/strong><br>\nDie CDU lieb&auml;ugelt mit einem h&ouml;heren Spitzensteuersatz. Fast alle Parteien sind daf&uuml;r. Nur die FDP klagt &uuml;ber den grassieren &ldquo;Linkspopulismus&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2011-07\/steuerreform-cdu-vorschlag\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Aussage eines einzigen CDU-Politikers als &bdquo;Lieb&auml;ugeln der CDU&ldquo; zu werten, ist wohl dem Sommerloch geschuldet. Die Kanzlerin wei&szlig;, dass ein Seitensprung mit der SPD die Koalition beenden und Neuwahlen provozieren w&uuml;rde. Ein Blick auf die Umfrageergebnisse zeigt, dass die f&uuml;r die CDU keine Option sein kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Google dr&auml;ngt auf das Parkett der Super-Lobbyisten<\/strong><br>\nDer Internet-Konzern machte in den letzten Tagen Schlagzeilen mit seinen sprunghaft angestiegenen Lobby-Ausgaben in den USA. &ldquo;Google&rsquo;s Lobbying Blitz&rdquo; titelte die Newsweek Kolumne &ldquo;The Daily Beast&rdquo;. Der Betrag, den sich der Konzern die Lobby-Arbeit in Washington kosten lie&szlig;, hat sich im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. Von April bis Juni 2011 investierte Google 2,1 Millionen Dollar in politische Einflussnahme, w&auml;hrend sich die Ausgaben 2010 im gleichen Zeitraum nur auf 1,34 Millionen Dollar beliefen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2011\/07\/google-drangt-auf-das-parkett-der-super-lobbyisten\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Humanit&auml;re Katastrophe in Ostafrika<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Afrika gibt es nicht<\/strong><br>\nDie Bilder aus Somalia zeigen wieder einen von Horror und Elend gesch&uuml;ttelten Kontinent. Sie verstellen den Blick auf seine eigentlichen Schwierigkeiten<br>\nIn Somalia herrscht Hungersnot. Wieder einmal. Damit haben sich unsere traditionellen Erwartungen auch wieder einmal erf&uuml;llt: Afrika als Kontinent der Katastrophen und des Hungers. Unser Problem besteht darin, diese neuen Meldungen der Hungerkatastrophe zugleich ernstzunehmen &ndash; ernster, als dies bisher der Fall ist &ndash; aber uns den Blick dadurch nicht auf die Realit&auml;t Afrikas verstellen zu lassen. Sie ist wesentlich vielschichtiger.<br>\nDie UNO hat bereits 2010 auf einen Lebensmittelnotstand in Somalia hingewiesen. Wie sooft fand sie erst Geh&ouml;r, als die Bilder verhungernder Kinder auftauchten<br>\nZuerst einmal: Der Hunger am Horn von Afrika, vor allem in Teilen Somalias, aber auch in Kenia und &Auml;thiopien ist real und keine Erfindung der Medien. Die UNO spricht inzwischen offiziell von einer Hungersnot, und weder heute noch in der Vergangenheit hat sie diesen Begriff zu schnell oder leichtfertig verwandt. Die UNO verf&uuml;gt &uuml;ber strenge Kriterien, bevor sie den Begriff verwendet. Tats&auml;chlich sind schon mehrere Zehntausend Menschen in Somalia an Hunger und Unterern&auml;hrung gestorben. Das Weltkinderhilfswerk der UNO, das weiter vor Ort t&auml;tig ist, warnte vor dem Tod von 500.000 Kindern, sollte keine schnelle Hilfe bereitgestellt werden. Insgesamt wird fast die H&auml;lfte der somalischen Bev&ouml;lkerung in n&auml;chster Zeit auf Hilfe angewiesen sein, dazu noch einmal fast die doppelte Zahl in den Nachbarl&auml;ndern: insgesamt bis zu zehn Millionen Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1130-afrika-gibt-es-nicht\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Humanit&auml;re Hilfe &ndash; Vom Geld kommt kaum etwas an<\/strong><br>\nMit der Hungerkatastrophe in Somalia mehren sich auch die Spendenaufrufe gro&szlig;er Hilfsorganisationen. Doch ein Gro&szlig;teil der Gelder flie&szlig;t in Verwaltung und Marketing &ndash; oder wird von den Konfliktparteien abgezweigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/artikel\/C30350\/humanitaere-hilfe-vom-geld-kommt-kaum-etwas-an-30475069.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Biosprit statt Nahrung im Omo-Tal<\/strong><br>\n&Auml;thiopien verpachtet urbares Land an Agrokonzerne und baut einen Staudamm. Menschenrechtler warnen: Die Regierung bringe die Bev&ouml;lkerung in Lebensgefahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2011-07\/aethiopien-omo-hunger-staudamm\">ZEIT<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Umgang mit Fl&uuml;chtlingen &ndash; Europas moralische Verantwortung<\/strong><br>\nWir sollten anl&auml;sslich des 60. Jahrestages der Genfer Fl&uuml;chtlingskonvention endlich beweisen, dass wir die Menschenrechte der Fl&uuml;chtlinge ernst nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/europas-moralische-verantwortung\/-\/1472602\/8723006\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>US-Embargo gegen Kuba<\/strong><br>\nHo, ho &ndash; wo ist die Buddel Rum?<br>\nMojitos, ad&eacute;! Bisher konnte man kubanischen Rum bequem im Internet bestellen und via Paypal bezahlen. Nun aber setzt der Internet-Dienst das strenge US-Embargo gegen Kuba auch in Deutschland durch. Die Rum-H&auml;ndler wollen sich das nicht gefallen lassen.<br>\nDa ist zum Beispiel der Santiago de Cuba, elf Jahre alt, vierzig Prozent Alkohol. Die Flasche Rum kostet im Internet aktuell 66,20 Euro &ndash; zahlbar per Nachname, Vorauskasse oder Sofort-&Uuml;berweisung online. Via Paypal, einem beliebten Bezahldienst im Netz, kann ein Kunde den kubanischen Rum allerdings nicht mehr kaufen.<br>\nDenn Paypal setzt das US-Embargo gegen Kuba jetzt auch in Deutschland durch. Und so bedroht ein Relikt des Kalten Krieges pl&ouml;tzlich die Existenz der Rum-H&auml;ndler: Viele Online-Verk&auml;ufer bekommen dieser Tage Post von Paypal. Darin steht, dass sie kubanischen Rum, kubanische Zigarren oder kubanische Aschenbecher aus dem Angebot nehmen m&uuml;ssten &ndash; sonst k&uuml;ndige Paypal ihren Account.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/us-embargo-gegen-kuba-ho-ho-wo-ist-die-buddel-rum-1.1125589\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Servus, Germany! Guttenberg kauft Haus in Connecticut<\/strong><br>\nKarl-Theodor zu Guttenberg sagt Ade: Im feinen US-Ostk&uuml;stenstaat Connecticut hat er ein Haus gekauft, bald zieht die Familie nach Amerika. Es soll ein politisches Sabbatical sein, Guttenberg will ein Buch schreiben. Was aber kommt danach?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,777196,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Da k&ouml;nnen wir ja einmal gespannt, &uuml;ber was welches Thema der feine Baron sein Buch schreiben will. Es ist zumindest unwahrscheinlich, dass er den <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/schlusslicht\/guttenberg598.html\">Titel des Buches seines Gro&szlig;vaters<\/a> aufgreift.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Vize-Chef der Linken in der Kritik<\/strong><br>\n<strong>Reih dich ein in die Arbeitgebereinheitsfront<\/strong><br>\nSind die Linken nicht f&uuml;r eine 30-Stunden-Woche? In N&uuml;rnberg offenbar nicht. Dort m&ouml;chte die Druckerei Prinovis durchsetzen, dass ihre Mitarbeiter f&uuml;r weniger Geld mehr arbeiten sollen. Notfalls drohen K&uuml;ndigungen &ndash; und dabei hilft ein Vize-Chef der Linken. Gewerkschafter halten ihn f&uuml;r einen Arbeiterverr&auml;ter. [&hellip;]<br>\nWas den Fall der Druckerei Prinovis in N&uuml;rnberg au&szlig;ergew&ouml;hnlich macht, ist der n&auml;chste Schritt: Die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung will 140 von 800 Mitarbeitern betriebsbedingt k&uuml;ndigen &ndash; aber nur solchen, die sich auf Mehrarbeit und Lohnverzicht nicht eingelassen haben. Und wer flankiert dieses Vorhaben? Eine Unternehmensberatung, die von einem Vize-Vorsitzenden der Linken gef&uuml;hrt wird, sowie eine D&uuml;sseldorfer Kanzlei, deren Seniorpartner einst Gewerkschaftschef war. [&hellip;]<br>\nDas Unternehmen erkl&auml;rt auf Anfrage der S&uuml;ddeutschen Zeitung, diese Mitarbeiter h&auml;tten im Gegenzug einen &ldquo;Sonderk&uuml;ndigungsschutz&rdquo; erworben.<br>\nSo mag man es sehen; eine andere Frage ist, was Besch&auml;ftigten in einem Betrieb, der tariffreie Zone ist, wohl &uuml;brig bleibt, wenn der Chef fragt: Geld oder Job? Diese Frage stellt die Gewerkschaft Verdi, und bei ihr regt man sich vor allem &uuml;ber die Kollegen Heinz Bierbaum und Lorenz Schwegler auf, dass die so etwas auch noch unterst&uuml;tzten.<br>\nBierbaum ist einer von vier Vize-Vorsitzenden der Linken, im Hauptberuf leitet er die Unternehmensberatung &ldquo;Info-Institut&rdquo; in Saarbr&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/vize-chef-der-linken-in-der-kritik-reih-dich-ein-in-die-arbeitgebereinheitsfront-1.1125792\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zahlen, bitte!<\/strong><br>\nAls Journalist wird man gerne mit Zahlen versorgt. Und man streut sie wie Z&uuml;ckerchen in Beitr&auml;ge ein. Doch stimmen sie wirklich?<br>\nIn der Elfenbeink&uuml;ste wurden seit den Wahlen mindestens 3000 Menschen get&ouml;tet, daf&uuml;r existiert eine Namensliste der UNO. Aber wieviele Menschen sind gefl&uuml;chtet? Die UNO schreibt derzeit noch von einer halben Million. Nat&uuml;rlich kann sie nicht z&auml;hlen, wie viele Leute bei Verwandten untergekommen sind. Aber je gr&ouml;sser das Fl&uuml;chtlingselend, desto mehr finanzielle Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die UNO. Ein Schelm, wer B&ouml;ses denkt&hellip;<br>\nBesonders vielen Zahlen bin ich in Ghana beim Thema Elektroschrott begegnet. Wieviel davon f&auml;llt j&auml;hrlich weltweit an? Die UNO-Umweltschutzbeh&ouml;rde UNEP sch&auml;tzt 40-50 Millionen Tonnen. Bei der NZZ hingegen weiss man von 500 Millionen Tonnen Schrott. Ein Tippfehler?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/muel.ch\/2011\/07\/26\/zahlen-bitte\/\">Samuel Burri<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wo der rechte Rand verl&auml;uft<\/strong><br>\nDer Chefredakteur von &ldquo;Campus&rdquo; steht in der Kritik: Martin B&ouml;cker bewirbt in der Studentenzeitschrift eine Debatte des rechten Instituts f&uuml;r Staatspolitik<br>\nSo kann&rsquo;s gehen: Im Jahre 2008 berichtete der Autor Martin B&ouml;cker &uuml;ber einen Vorfall, bei dem ein rechtskonservativer Nachwuchskader ausgerechnet von Bild als &bdquo;Neonazi&ldquo; tituliert wurde. Damals blieb B&ouml;cker gelassen und zeigte sich &uuml;berzeugt, dass die &bdquo;Nazikeule&ldquo; inzwischen an Wirksamkeit verloren habe. Drei Jahre sp&auml;ter steht er selbst unter Neonazi-Verdacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/kultur\/1130-medientagebuch\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Stuttgart 21; US-Schuldenstreit; Rechtspopulismus; Finanzlobby pr&auml;gt Entscheidung des Euro-Krisengipfels; Thomas Fricke: Im Urlaub f&uuml;r die Krise &uuml;ben; Ratingagenturen: Die dunkle Macht?; Schweiz &ndash; Starker Franken brockt Notenbank Milliardenverlust ein; Erstklassige Schuldner &ndash; Nur noch wenig Auswahl; Tarifverdienste im April 2011: + 1,5 % zum April 2010; Die Liberalen sind<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10279\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10279","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10279","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10279"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10279\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10282,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10279\/revisions\/10282"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10279"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10279"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10279"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}