{"id":102805,"date":"2023-08-23T08:34:35","date_gmt":"2023-08-23T06:34:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102805"},"modified":"2023-08-23T09:48:53","modified_gmt":"2023-08-23T07:48:53","slug":"hinweise-des-tages-4426","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102805","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102805#h01\">&bdquo;L&uuml;gen haben kurze Beine&ldquo;: Scholz&rsquo; Termin mit Olearius nicht im Kalender zu finden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102805#h02\">Scholz nennt St&ouml;rer &bdquo;gefallene Engel&ldquo; &ndash; Wagenknecht: Er verbannt Brandts Ostpolitik in die H&ouml;lle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102805#h03\">Kein Geld f&uuml;r Kinder: Streit um Grundsicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102805#h04\">BRICS-Gipfeltreffen: Gemeinsam f&uuml;r eine gerechtere Weltordnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102805#h05\">&laquo;Je l&auml;nger der Krieg dauert, desto schwieriger wird es, einen gerechten Verhandlungsfrieden zu erreichen&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102805#h06\">USA &ldquo;bef&uuml;rchten&rdquo;, dass die Ukraine zu &ldquo;opferscheu&rdquo; ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102805#h07\">Deutschland verdr&auml;ngen, Osteuropa dominieren, Teile der Ukraine schlucken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102805#h08\">120&rsquo;000 Menschen werden ausgehungert &ndash; und die Welt sieht zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102805#h09\">&laquo;Wir (Israelis) zerst&ouml;ren sogar ihre Brunnen&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102805#h10\">Afghanisches Dilemma<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102805#h11\">Russlandkrieg und &ldquo;Klimaschutz&rdquo;: Zwei westliche Pl&auml;ne, die scheitern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102805#h12\">Gespensterbeschw&ouml;rung: Gipfel von Camp David<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102805#h13\">Der erzwungene Ausstieg von H&amp;M l&auml;sst 42.000 Arbeiter in Myanmar vor der Frage stehen, wie sie sich ern&auml;hren sollen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102805#h14\">Interview &ndash; Rechtsprofessorin Marjorie Cohn: Auslieferung von Julian Assange bedroht den ersten Verfassungszusatz und die Pressefreiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102805#h15\">Politische Bilanz der WM: Australien ist doch nicht Katar<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;L&uuml;gen haben kurze Beine&ldquo;: Scholz&rsquo; Termin mit Olearius nicht im Kalender zu finden<\/strong><br>\nEin Bericht wirft neue Fragen zur Rolle des heutigen Kanzlers in der Aff&auml;re um die Warburg-Bank auf. Union und Linke fordern gegen&uuml;ber der Berliner Zeitung Antworten.<br>\nBundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ger&auml;t in der Warburg-Aff&auml;re abermals in Erkl&auml;rungsnot. Diesmal sind es E-Mails aus seinem engsten Umfeld, die einem Bericht des Stern zufolge neue Fragen zu seiner Rolle in der Steueraff&auml;re um die Hamburger Warburg-Bank aufwerfen. Wie das Magazin berichtete, konnte Scholz&rsquo; B&uuml;roleiterin den Kalendereintrag nicht finden, mit dem der fr&uuml;here Hamburger B&uuml;rgermeister zuvor ein Treffen mit dem damaligen Warburg-Miteigent&uuml;mer Christian Olearius im November 2017 best&auml;tigt hatte.<br>\nF&uuml;r die Opposition ist das ein weiterer Grund, an der Ehrlichkeit des Kanzlers zu zweifeln. Sowohl die Union als auch die Linke kritisieren Scholz f&uuml;r seinen Umgang mit den Vorw&uuml;rfen.<br>\n&bdquo;Die j&uuml;ngsten Enth&uuml;llungen in der Steueraff&auml;re Scholz-Warburg besch&auml;digen die Glaubw&uuml;rdigkeit des Bundeskanzlers weiter&ldquo;, sagt der CDU-Abgeordnete Matthias Hauer der Berliner Zeitung. Sie seien nur die Spitze einer ganzen Reihe von brisanten Enth&uuml;llungen. Scholz sollte &bdquo;schnellstm&ouml;glich f&uuml;r Transparenz sorgen und erkl&auml;ren, wie er einen Termin, der offenbar in keinem dienstlichen Kalender vermerkt war, best&auml;tigen konnte, obwohl er vorgibt, keinerlei Erinnerung an eben diesen Termin zu haben&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/widersprueche-werden-groesser-opposition-erhoeht-druck-auf-olaf-scholz-in-warburg-affaere-li.381205\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Das ist ein Durchbruch<\/strong><br>\nDas ist ein Durchbruch in der #Warburg Aff&auml;re. Es kann nun zweifelsfrei bewiesen werden, dass @Bundeskanzler<br>\n Olaf Scholz vor einem Untersuchungsausschuss gelogen und sein Pressesprecher gleich mehrfach und in b&ouml;ser Absicht die Unwahrheit gesagt hat. Ein Einfluss auf das Steuerverfahren kann zwar bisher nur per dichter Indizienkette belegt werden, aber die L&uuml;ge vor einem Untersuchungsausschuss ist ein hinreichender Grund, um zu sagen: Herr Scholz, treten Sie zur&uuml;ck! Denn die L&uuml;ge macht nur Sinn wenn es darum ging diese strafbare Einflussnahme zu vertuschen.<br>\nZu den neuen Erkenntnissen im Detail: Ich habe in den letzen Wochen im Austausch mit @asiemens von @derspiegel und @OliverSchroem zu einem fehlenden  Kalendereintrag zu einem Treffen von Scholz am November 2017 mit dem CumEx Bankier Olearius gestanden. Da der Termin nicht mehr im Kalender stand, konnte Scholz ihn nur aus seiner Erinnerung heraus best&auml;tigt haben und die angebliche Erinnerungsl&uuml;cke war gelogen.<br>\nDieser Widerspruch lies mich nicht mehr los. Es gab aber bislang eine Hintert&uuml;r f&uuml;r Scholz. Dass der Kalender in Hamburg vorgelegen h&auml;tte und der Termin hier&uuml;ber best&auml;tigt wurde. Diese Hintert&uuml;r konnte ich schlie&szlig;en, da ich in der Antwort auf eine IFG Anfrage von @arnesemsrott  auf die Antwort des Senats stie&szlig;, dass der Terminkalender in Hamburg seit dem M&auml;rz 2018 (als Scholz Finanzminister wurde) nicht mehr vorlag. Damit stellte sich die Frage wie der Senat dann &uuml;berhaupt die Anfrage der Hamburger Linksfraktion 2019 zu Treffen mit den Warburg Bankiers beantworten konnte. In Zusammenarbeit mit der Hamburger Linksfraktion kam dann in einer k&uuml;rzlichen Anfrage heraus, dass der Hamburger Senat bereits 2019 Scholz zu dieser schriftlichen Anfrage kontaktiert hatte, Scholz aber geschwiegen hatte.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/FabioDeMasi\/status\/1694062328231121247\">Fabio De Masi via Twitter<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/4333.warburg-aff%C3%A4re-der-beweis-dass-der-kanzler-l%C3%BCgt.html\">Fabio De Masi<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Der r&auml;tselhafte Scholz-Kalender<\/strong><br>\nIn der Cum-ex-Aff&auml;re behauptet Olaf Scholz, er k&ouml;nne sich an heikle Gespr&auml;che mit Banker Olearius nicht erinnern &ndash; er lie&szlig; sie aber anhand seines Terminkalenders best&auml;tigen. Doch in einem Fall kann das offenbar nicht stimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/olaf-scholz-in-der-cum-ex-affaere-der-raetselhafte-kalender-a-37eea7d2-3464-45db-9caa-68df7c818769%20\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Scholz nennt St&ouml;rer &bdquo;gefallene Engel&ldquo; &ndash; Wagenknecht: Er verbannt Brandts Ostpolitik in die H&ouml;lle<\/strong><br>\nWieder ger&auml;t der Kanzler bei einem Auftritt mit St&ouml;rern aneinander. In der SPD freuen sich einige &uuml;ber so viel Emotionalit&auml;t. Bei der Linken sieht man das anders.<br>\nGerade wenn es um den russischen Angriffskrieg geht, wirkt Scholz, der in Interviews betont besonnen auftritt, immer wieder angefasst, ja geradezu aufbrausend. Denen, die ihn am vergangenen Freitag als &bdquo;Kriegstreiber&ldquo; und &bdquo;Versager&ldquo; beschimpften, antwortete Scholz, es habe nichts mit Friedensliebe zu tun, wenn man den Ukrainern sage, dass sie ihr Land einfach erobern lassen sollten. Der Kanzler, bemerkenswert deutlich: Die, die nun mit Friedenstauben auf dem Platz umherliefen, seien &bdquo;vielleicht gefallene Engel, die aus der H&ouml;lle kommen, weil sie letztendlich einem Kriegstreiber das Wort reden&ldquo;. (&hellip;) In der SPD gibt es nicht wenige, die derartige Ansagen f&uuml;r gut, weil f&uuml;r klar und deutlich halten. Das sagen mehrere Bundestagsabgeordnete seit Monaten. Olaf Scholz vermittle auf diese Weise Haltung, hei&szlig;t es dann, so w&uuml;ssten die Menschen, woran sie bei ihm seien. (&hellip;) In der SPD gibt es nicht wenige, die derartige Ansagen f&uuml;r gut, weil f&uuml;r klar und deutlich halten. Das sagen mehrere Bundestagsabgeordnete seit Monaten. Olaf Scholz vermittle auf diese Weise Haltung, hei&szlig;t es dann, so w&uuml;ssten die Menschen, woran sie bei ihm seien. (&hellip;) Wenig &uuml;berraschend, dass Scholz f&uuml;r seinen &ndash; ob spontanen oder kalkulierten &ndash; Ausbruch nicht nur Zuspruch erh&auml;lt. &bdquo;Wenn es nur die miserable Bildsprache w&auml;re, k&ouml;nnte man ja noch stillschweigend dar&uuml;ber hinweggehen&ldquo;, sagt die Linke-Abgeordnete Sahra Wagenknecht der Berliner Zeitung. &bdquo;Aber offenbar glaubt Bundeskanzler Olaf Scholz mittlerweile ernsthaft, dass jegliches Bem&uuml;hen um Frieden Teufelszeug ist und Konflikte auf dieser Welt am besten durch m&ouml;glichst viele Waffen gel&ouml;st werden.&ldquo;  Wagenknecht, das ist bekannt, kritisiert seit Monaten die Ukraine-Politik der Bundesregierung, auch die Sanktionen gegen Russland lehnt sie ab. &bdquo;Dass er mit solchen &Auml;u&szlig;erungen auch die Ostpolitik eines Willy Brandt in die H&ouml;lle verbannt, scheint ihm noch nicht mal aufzufallen&ldquo;, sagt Wagenknecht &uuml;ber den Kanzler. &bdquo;Eine SPD, deren F&uuml;hrungspersonal auf derart bornierte Weise Friedensbem&uuml;hungen diffamiert, braucht kein Mensch.&ldquo; &Auml;hnlich sieht es die Linke-Abgeordnete Sevim Dagdelen, die zum Lager um die parteiintern umstrittene Wagenknecht geh&ouml;rt. Auf Anfrage bei der Linke-Fraktion antwortet die Sprecherin f&uuml;r internationale Politik: &bdquo;Scholz katapultiert die SPD ins Jahr 1914 zur&uuml;ck, nach dem Motto: Hass auf Pazifisten und Hurra f&uuml;r immer mehr Waffen und Geld zur Verl&auml;ngerung des Krieges in der Ukraine gegen Russland.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/bundeskanzler-olaf-scholz-spd-nennt-stoerer-gefallene-engel-sahra-wagenknecht-er-verbannt-willy-brandts-ostpolitik-in-die-hoelle-li.380780\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>&bdquo;Gefallene Engel aus der H&ouml;lle&ldquo;: Wer bringt dem Kanzler Manieren bei?<\/strong><br>\nMissachtung von B&uuml;rgern, die ihn wom&ouml;glich gew&auml;hlt haben: Mit dieser extrem &uuml;berheblichen Art kann Olaf Scholz nicht weitermachen. Man sollte ihm Einhalt gebieten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/gefallene-engel-aus-der-hoelle-wer-bringt-dem-kanzler-manieren-bei-li.380788\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kein Geld f&uuml;r Kinder: Streit um Grundsicherung<\/strong><br>\nVon Anfang an hatte die rot-gr&uuml;n-gelbe Bundesregierung sozialpolitisch wenig zu bieten. Ein paar wohlklingende Versprechen f&uuml;r die SPD- und Teile der Gr&uuml;nen-Basis hatten es aber in den Koalitionsvertrag geschafft. Die r&auml;umt Finanzminister Christian Lindner seit Amtsantritt jedoch gen&uuml;sslich wieder ab. Schlie&szlig;lich ist Krieg, Krise und Schuldenbremse. An fadenscheinigen Argumenten f&uuml;r seine antisoziale Kahlschlagpolitik mangelt es also nicht. Das n&auml;chste Opfer ist die Kindergrundsicherung. Dabei hatte das federf&uuml;hrende Familienministerium das Vorhaben ohnehin schon weitestgehend eingestampft: Statt der urspr&uuml;nglich veranschlagten zw&ouml;lf Milliarden Euro j&auml;hrlich will Ressortleiterin Elisabeth Paus nun lediglich 3,5 Milliarden ausgeben. Ab 2025 sollen die Gelder flie&szlig;en. Ansonsten ist vor allem vorgesehen, einen Teil des Kindergelds nicht mehr pauschal, sondern einkommensabh&auml;ngig zu vergeben &ndash; etwas weniger f&uuml;r Spitzenverdiener, etwas mehr f&uuml;r Geringverdiener, also die mit den armen Kindern. Aber nicht mit Lindner! Der Finanzminister hat die Frontalattacke gegen arme Kinder und Jugendliche gestartet und Direktzahlungen an deren Eltern grunds&auml;tzlich infrage gestellt. Sein zentrales Argument: Zuletzt ist die Zahl von Armut betroffener Kinder mit Migrationshintergrund deutlich gestiegen &ndash; und damit auch ihr Anteil an der Gesamtheit der Betroffenen. Anders gesagt: Wenn man jetzt die Kindergrundsicherung einf&uuml;hrt, profitieren vor allem Ausl&auml;nderkinder! Das geht schon mal gar nicht. Und Lindner wei&szlig; auch anzudeuten, dass Ausl&auml;ndereltern und Arme eh nicht mit Geld umgehen k&ouml;nnen. Die hatten ja nie welches, wie h&auml;tten sie es lernen sollen? Besser w&auml;ren daher Sachleistungen &ndash; Integrationskurse und so, damit die Schmarotzer endlich arbeiten gehen.  (&hellip;) 100 Milliarden Euro konnte die Bundesregierung &uuml;ber Nacht f&uuml;r neues Kriegsger&auml;t lockermachen. Wenn l&auml;cherliche 3,5 Milliarden ausgegeben werden sollen, um die dramatische Kinderarmut in der reichen BRD zumindest ein St&uuml;ck weit einzud&auml;mmen, scheint in Regierungskreisen kein Gegenargument zu billig und kein rassistisches Ressentiment zu &uuml;bel zu sein, um in Stellung gebracht zu werden. (&hellip;) Es braucht schon eine besonders gro&szlig;e Portion innerer K&auml;lte, Unmenschlichkeit und Verachtung finanziell Benachteiligter, um die Diskussion so zu f&uuml;hren wie Lindner.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/457494.kein-geld-f%C3%BCr-kinder.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>BRICS-Gipfeltreffen: Gemeinsam f&uuml;r eine gerechtere Weltordnung<\/strong><br>\nAm Dienstag wurde in Johannesburg das 15. Gipfeltreffen der BRICS-Staaten er&ouml;ffnet. Vertreter aus 69 Staaten aus Afrika, Lateinamerika, Asien und der arabischen Welt sind angereist. 20 internationale Organisationen, darunter die UNO, werden ebenfalls in Johannesburg vertreten sein. Das Treffen dauert bis zum 24. August. (&hellip;) Ziel ist die finanzielle Unterst&uuml;tzung von sich entwickelnden Staaten beim Auf- und Ausbau ziviler Infrastruktur, nachhaltiger Entwicklung und Energieversorgung. (&hellip;)<br>\nZiel von BRICS ist es, &raquo;die bestehende politische, wirtschaftliche und finanzielle globale Architektur in einer fairen, gleichberechtigten und repr&auml;sentativen Weise neu zu gestalten&laquo;, wie es in einem Selbstverst&auml;ndnispapier hei&szlig;t. Die angestrebte Neugestaltung soll auf der Basis von Multilateralismus und des Internationalen Rechts gestaltet werden, wie es in der Charta der Organisation der Vereinten Nationen steht. Die f&uuml;nf Gr&uuml;ndungsstaaten geh&ouml;ren zu den weltweit f&uuml;hrenden Wirtschaftsm&auml;chten und vertreten mehr als 42 Prozent der Weltbev&ouml;lkerung, 30 Prozent der weltweiten Territorien, 23 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts und 18 Prozent des weltweiten Handels. S&uuml;dafrika, das 2023 den Vorsitz h&auml;lt, richtet das Gipfeltreffen unter enormem Druck einer neuen Ost-West-Konfrontation aus. Diese zeigt sich besonders im Krieg des USA-gef&uuml;hrten EU\/NATO-Blocks gegen die Russische F&ouml;deration in der Ukraine. S&uuml;dafrika weigert sich &ndash; wie die anderen BRICS-Staaten und die Mehrheit der UNO-Mitgliedstaaten &ndash; die von den USA und der EU verh&auml;ngten Wirtschaftssanktionen gegen Ru&szlig;land zu &uuml;bernehmen. (&hellip;)<br>\nDer s&uuml;dafrikanische Pr&auml;sident Cyril Ramaphosa machte in einer Fernsehansprache deutlich, S&uuml;dafrika werde sich von den westlichen Weltm&auml;chten nicht einsch&uuml;chtern lassen. S&uuml;dafrika sei unabh&auml;ngig und gestalte unabh&auml;ngig seine Politik. Auf dem Gipfeltreffen steht neben neuen Wirtschaftsinitiativen zwischen den L&auml;ndern des &raquo;Globalen S&uuml;dens&laquo; und der Diskussion &uuml;ber neue Finanzsysteme jenseits des US-Dollars auch die Frage auf der Tagesordnung, wie die UNO-Strukturen gerechter gestaltet werden k&ouml;nnen. Ru&szlig;land und China haben sich als St&auml;ndige Mitglieder im UNO-Sicherheitsrat wiederholt daf&uuml;r ausgesprochen, da&szlig; mindestens Afrika ebenfalls einen festen Sitz in dem obersten UNO-Gremium erhalten soll. Dar&uuml;ber hinaus steht die Erweiterung des B&uuml;ndnisses selber in BRICS Plus auf der Tagesordnung. 23 Staaten h&auml;tten Antr&auml;ge auf Mitgliedschaft eingereicht, hatte die s&uuml;dafrikanische Au&szlig;enministerin Naledi Pandor vor Journalisten in der vergangenen Woche erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1456443292769\/0\">Karin Leukefeld in Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<p>dazu: <strong>Schwellenl&auml;nder fordern geopolitische Neuordnung<\/strong><br>\nIn Johannesburg kommen diese Woche die f&uuml;nf BRICS Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und S&uuml;dafrika) zum Gipfel zusammen, der wichtige Signale f&uuml;r die internationale Weltordnung aussenden k&ouml;nnte. Er richtet sich gegen die westliche Dominanz.<br>\nSeit ihrer Gr&uuml;ndung sieht sich die BRICS-Staatengruppe als Verbund aufstrebender Staaten und Wirtschaften. Ihr Gewicht ist in den vergangenen Jahren gewachsen, seit sich eine multipolare, neue Weltordnung herausbildet und sich das internationale Gef&uuml;ge zunehmend ver&auml;ndert. Der 15. Gipfel in Johannesburg k&ouml;nnte deshalb eine Signalwirkung entfalten, ob sich der Staatenbund bald um weitere Mitglieder erweitert und an geopolitischem Gewicht gewinnt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/brics-staaten-gipfel-100.html\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&laquo;Je l&auml;nger der Krieg dauert, desto schwieriger wird es, einen gerechten Verhandlungsfrieden zu erreichen&raquo;<\/strong><br>\nAktuell wird wieder Druck auf die deutsche Bundesregierung ausge&uuml;bt, der Ukraine Taurus-Marschflugk&ouml;rper mit einer Reichweite bis zu 500 Kilometern zu liefern. Ist das nun der erhoffte &laquo;Gamechanger&raquo;?<br>\nTaurus ist ein nur sehr schwer zu bek&auml;mpfender Luft-Boden-Marschflugk&ouml;rper mit grosser Reichweite und hoher Durchschlagskraft. Aber er ist auch nicht die Wunderwaffe, die die strategische Gesamtlage zugunsten der Ukraine ver&auml;ndert.<br>\nWegen der ausbleibenden Erfolge der Offensive hat die Ukraine die Drohnenanschl&auml;ge auf Ziele in Russland und insbesondere auf Moskau verst&auml;rkt. Zurzeit sind auch die Verbindungswege zwischen Russland und der Krim wieder das Ziel von Angriffen, um die Versorgung der russischen Streitkr&auml;fte zu st&ouml;ren. Auch die Krim ist das Ziel von Angriffen, obwohl der amerikanische Aussenminister noch vor einiger Zeit davor warnte. Die Angriffe auf russische Schiffe und H&auml;fen des Schwarzen Meeres sowie vor allem auf das russische Kernland sollen ausgeweitet werden. Vor wenigen Tagen erkl&auml;rte Selenskij nach einem Drohnenangriff auf Moskau: &laquo;Allm&auml;hlich kehrt der Krieg auf das Territorium Russlands zur&uuml;ck &ndash; in seine symbolischen Zentren und Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte.&raquo; Taurus ist sowohl f&uuml;r Angriffe in der Tiefe Russlands als auch gegen Versorgungseinrichtungen auf der Krim geeignet. Die ukrainischen Streitkr&auml;fte verf&uuml;gen bereits &uuml;ber britische Storm Shadow, einen vergleichbaren Marschflugk&ouml;rper.<br>\nWenn schon britische Marschflugk&ouml;rper in der Ukraine vorhanden sind, warum soll Deutschland das auch noch liefern?<br>\nMit Storm Shadow und dem franz&ouml;sischen SCALP-Marschflugk&ouml;rper sind die ukrainischen Streitkr&auml;fte in der Lage, die russischen Versorgungslinien und die Krim anzugreifen. Taurus w&auml;re allerdings f&uuml;r einen Angriff in der Tiefe des russischen Raumes hervorragend geeignet. Deutschland w&uuml;rde sich deshalb in besonderem Masse gegen&uuml;ber Russland exponieren, was sicherlich nicht unwichtig ist. Da die Bereitschaft der deutschen Politik, f&uuml;r die aussen- und sicherheitspolitischen Interessen unseres Landes standhaft einzutreten, offensichtlich unterentwickelt ist, und &laquo;Druck&raquo; von aussen verst&auml;rkt &laquo;Druck&raquo; im Innern generiert, wird diese Forderung schliesslich wie zuvor gegen jede Vernunft und ungeachtet unserer nationalen Interessen durchgesetzt.<br>\nWas w&uuml;rde es bedeuten, wenn die Deutschen lieferten?<br>\nDie Lieferung von Taurus w&auml;re ein weiterer Schritt in Richtung Europ&auml;isierung des Krieges. Denn die USA weigern sich bisher, weitreichende Waffen zu liefern, die russisches Territorium angreifen k&ouml;nnen, weil sie darin eine grosse Eskalationsgefahr sehen, obwohl sich die Ukraine seit fast einem Jahr um die Lieferung amerikanischer ATACMS-Marschflugk&ouml;rper mit einer Reichweite von 300 Kilometern bem&uuml;ht. Weil sie den ukrainischen Zusicherungen nicht vertrauen, derartige Waffen nur auf ukrainischem Territorium einzusetzen, haben die USA HIMARS-Raketenwerfer nur mit Projektilen geliefert, die eine Reichweite von 85 km haben, nicht die mit 150 km Reichweite. Die USA &uuml;berlassen es den Europ&auml;ern, amerikanische F-16 zu liefern, und die Abrams-Panzer lassen auch auf sich warten. Dass die Ukraine entgegen ihrer Zusicherung k&uuml;rzlich Streumunition bei einem Angriff auf das Stadtgebiet von Donezk gegen zivile Ziele eingesetzt hat, best&auml;tigt die amerikanische Zur&uuml;ckhaltung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitgeschehen-im-fokus.ch\/de\/newspaper-ausgabe\/nr-12-vom-22-august-2023.html#article_1545\">Zeitgeschehen im Fokus<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Baerbock: Angriffe auf Moskau legitim<\/strong><br>\nMinisterin verteidigt Drohnenbeschuss durch Ukraine. Scharm&uuml;tzel an Frontabschnitten.<br>\nBundesau&szlig;enministerin Annalena Baerbock (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen) hat die ukrainischen Drohnenangriffe auf Ziele in Moskau f&uuml;r gerechtfertigt erkl&auml;rt. Russland sei der Angreifer, sagte sie am Dienstag in Berlin, die Ukraine verteidige sich &raquo;im Rahmen des internationalen Rechts&laquo;. Am Montag hatte die Ministerin noch auf eine schnelle Lieferung von &raquo;Taurus&laquo;-Marschflugk&ouml;rpern an Kiew gedr&auml;ngt. Der bei Baerbock zu Besuch weilende estnische Au&szlig;enminister Margus Tsahkna erg&auml;nzte am Dienstag, Russland sei f&uuml;r alles verantwortlich, was in der Ukraine geschehe. Wie dies zu der ansonsten vertretenen These passt, es sei Sache der Ukraine zu entscheiden, wie lange der Krieg noch weitergehe, wurde auf der Pressekonferenz beider Politiker nicht er&ouml;rtert. In der Nacht zum Dienstag wurden erneut mindestens zwei Drohnen im Gro&szlig;raum Moskau abgeschossen, zwei weitere im grenznahen Bezirk Brjansk.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/457458.ukraine-krieg-baerbock-angriffe-auf-moskau-legitim.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>USA &ldquo;bef&uuml;rchten&rdquo;, dass die Ukraine zu &ldquo;opferscheu&rdquo; ist<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nDie New York Times berichtete am Freitag, dass US-Beamte &ldquo;bef&uuml;rchten&rdquo;, dass die Ukraine zu &ldquo;opferscheu&rdquo; geworden ist, da die ukrainischen Kommandeure nicht so hart gegen die russische Verteidigung vorgehen, wie es die USA aufgrund der hohen Kosten an ukrainischen Leben gerne h&auml;tten.<br>\nIn dem Bericht hei&szlig;t es: &ldquo;Amerikanische Beamte sagen, sie bef&uuml;rchten, dass die Ukraine keine Opfer mehr zu beklagen hat, was ein Grund daf&uuml;r ist, dass sie die Gegenoffensive nur z&ouml;gerlich vorantreibt. Fast jeder gro&szlig;e Vorsto&szlig; gegen eingegrabene russische Verteidiger, die durch Minenfelder gesch&uuml;tzt sind, w&uuml;rde zu einer gro&szlig;en Zahl von Verlusten f&uuml;hren.<br>\nIn den letzten Wochen gab es mehrere Berichte, die die mangelnde Sorge der USA und der NATO um ukrainische Menschenleben deutlich machten. Am Donnerstag berichtete die Washington Post, dass die US-amerikanischen und britischen Kriegsspiele im Vorfeld der ukrainischen Gegenoffensive mit hohen Verlusten rechneten, aber &ldquo;Kiew die Verluste als Preis f&uuml;r das Durchbrechen der russischen Hauptverteidigungslinie akzeptierte&rdquo;.<br>\nW&auml;hrend die USA die Ukraine zu einem h&auml;rteren Vorgehen dr&auml;ngen, sagen ukrainische Beamte, sie seien daf&uuml;r nicht ausreichend ger&uuml;stet. &ldquo;Wir haben einfach nicht die Mittel, um die Frontalangriffe durchzuf&uuml;hren, zu denen uns der Westen dr&auml;ngt&rdquo;, sagte eine Quelle im ukrainischen Generalstab gegen&uuml;ber The Economist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/news.antiwar.com\/2023\/08\/20\/us-fears-ukraine-is-too-casualty-averse\/\">Antiwar<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>New York Times fetischisiert ukrainische Amputierte<\/strong><br>\nDie ukrainischen Streitkr&auml;fte erleiden Berichten zufolge eine Amputationsrate, die an den Ersten Weltkrieg erinnert. Ein Kriegspropagandist der New York Times stellt die Amputierten als Sexsymbole dar und bezeichnet ihre grausamen Verletzungen als &bdquo;magisch&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/politik\/new-york-times-fetischisiert-ukrainische-amputierte\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutschland verdr&auml;ngen, Osteuropa dominieren, Teile der Ukraine schlucken<\/strong><br>\nDeutsche Medien besch&auml;ftigen sich kaum mit den Ambitionen der polnischen Regierung. Da Polen Deutschland als europ&auml;ische F&uuml;hrungsmacht verdr&auml;ngen will, lohnt sich ein Blick auf die polnischen Ambitionen, die anscheinend selbst die radikalen Transatlantiker in Berlin noch gar nicht verstanden haben. [&hellip;]<br>\nDie politische Macht Deutschlands in Europa hat zwei Grundpfeiler: Zum einen Deutschlands wirtschaftliche St&auml;rke, zum anderen Deutschlands Rolle als milit&auml;risches Drehkreuz der USA in Europa, wobei letzteres ganz nebenbei zeigt, dass die europ&auml;ischen Staaten Vasallen der USA sind, wenn ihr Einfluss in Europa von den USA abh&auml;ngt.<br>\nDie polnische Regierung hat auf beides ein Auge geworfen. Schon unter Trump hat die polnische Regierung regelrecht um die Stationierung gro&szlig;er Kontingente von US-Truppen gebettelt und sogar angeboten, den daf&uuml;r n&ouml;tigen St&uuml;tzpunkt f&uuml;r eine Milliarde Dollar zu bauen. Der offizielle Grund war nat&uuml;rlich, dass Polen so gro&szlig;e Angst vor den b&ouml;sen Russen hat und daher den Schutz der USA braucht. In Wahrheit ist es viel banaler: Polen versucht St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck Deutschland als milit&auml;risches Drehkreuz der USA in Europa zu ersetzen und damit sein politisches Gewicht in der EU und der NATO zu steigern.<br>\nAu&szlig;erdem steht ein Teil der sogenannten US-Raketenabwehr in Polen, wobei diese &bdquo;Raketenabwehr&ldquo; in Wahrheit ein atomwaffenf&auml;higes Angriffssystem ist. Warum das so ist, k&ouml;nnen Sie hier nachlesen, aber das zeigt, dass Polen Deutschland wohl auch gerne als Standort f&uuml;r US-Atomwaffen den Rang ablaufen m&ouml;chte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2023\/deutschland-verdraengen-osteuropa-dominieren-teile-der-ukraine-schlucken\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<p>dazu: <strong>Deutschlands milit&auml;rische Schirmherrschaft &uuml;ber die Ukraine versch&auml;rft die Rivalit&auml;t mit Polen<\/strong><br>\nDie j&uuml;ngste Verschlechterung der Beziehungen Polens zu Deutschland und zur Ukraine, die teilweise auf die Wahlkampfstrategie der Regierungspartei f&uuml;r die Parlamentswahlen im Herbst zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist, hat dazu gef&uuml;hrt, dass Berlin und Kiew eine milit&auml;rische Partnerschaft eingegangen sind.<br>\nDeutschland und Polen konkurrierten bereits vor Beginn der russischen Milit&auml;roperation um Einfluss in Mittel- und Osteuropa. Doch der milit&auml;rische Feldzug Russlands in die Ukraine f&uuml;hrte zu einer beispiellosen Versch&auml;rfung ihrer Rivalit&auml;t in diesem geostrategischen Raum. Deutschland beabsichtigt, Mittel- und Osteuropa indirekt &uuml;ber die von ihm dominierten Institutionen der EU zu kontrollieren, w&auml;hrend Polen eine autonome regionale Allianz innerhalb der EU aufbauen m&ouml;chte, die die kontinentalen Ambitionen seines westlichen Nachbarn in Schach h&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/freedert.online\/international\/178397-deutschlands-militaerische-schirmherrschaft-ueber-ukraine\/\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>120&rsquo;000 Menschen werden ausgehungert &ndash; und die Welt sieht zu<\/strong><br>\nT&uuml;rkische Intellektuelle fordern die Weltgemeinschaft auf, in Bergkarabach zu intervenieren. Sonst nehme sie einen Genozid in Kauf.<br>\nDer Artikel wurde am 22. August 2023 &mdash; nach Abschluss der Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats &mdash; aktualisiert.<br>\nDer Appell t&uuml;rkischer Intellektueller am 16. August 2023 richtete sich in erster Linie an ihre internationalen Kollegen: Die Blockade, die &laquo;das Regime in Baku mit der Unterst&uuml;tzung Ankaras seit Monaten gegen das armenische Volk von Bergkarabach&raquo; verh&auml;ngt habe, &laquo;beschw&ouml;rt die Gefahr eines V&ouml;lkermords herauf&raquo;, heisst es in ihrem Aufruf. Seit Monaten ignoriere das Regime in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku jede Aufforderung der Vereinten Nationen, der Institutionen der Europ&auml;ischen Union und des Europarats nach einer Aufhebung seiner Blockade, bestreite gar, dass es &uuml;berhaupt eine Blockade gebe. &laquo;Dabei weiss jeder, dass seit Monaten keine lebenswichtigen G&uuml;ter mehr nach Bergkarabach gelangen.&raquo;<br>\nDie Intellektuellen aus der T&uuml;rkei sind emp&ouml;rt dar&uuml;ber, dass die internationale &Ouml;ffentlichkeit auf die alarmierende Notlage in Bergkarabach bislang nicht &laquo;sensibel genug&raquo; reagiert habe. Sie mahnen die Weltgemeinde, in Bergkarabach &laquo;unmittelbar mit aktiven Initiativen&raquo; zu intervenieren &ndash; oder einen neuen V&ouml;lkermord in Kauf zu nehmen. Aufgabe der internationalen Gemeinschaft sei es, &laquo;V&ouml;lkermorde zu verhindern und nicht so lange abzuwarten, bis ein solch grauenhaftes Verbrechen passiert, um dann zu intervenieren.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/120000-menschen-werden-ausgehungert-und-die-welt-sieht-zu\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&laquo;Wir (Israelis) zerst&ouml;ren sogar ihre Brunnen&raquo;<\/strong><br>\nW&auml;hrend die westlichen Medien keinen Tag vergehen lassen, ohne eine M&ouml;glichkeit zu finden, Russland und seine Kriegsf&uuml;hrung zu kritisieren, verschlie&szlig;en sie ihre Augen zum Thema Israel und dessen v&ouml;lkerrechtswidrige Besetzungspolitik fast ganz. Josef Joffe, exHerausgeber der Wochenzeitung &laquo;Die Zeit&raquo;, und seine Gesinnungsgenossen haben es fertiggebracht, die deutschen Medien zu &uuml;berzeugen, dass Kritik an Israel immer Ausdruck von Antisemitismus ist und deshalb nicht stattfinden darf. Umso wichtiger ist, dass jene Stimmen geh&ouml;rt werden, die in Israel selbst die Politik ihres Landes gegen&uuml;ber Pal&auml;stina beobachten. Zu diesen geh&ouml;rt Gideon Levy, der in der israelischen Zeitung &laquo;Haaretz&raquo; regelm&auml;ssig &uuml;ber die Gr&auml;ueltaten der Israeli in den besetzten Gebieten berichtet. (cm)<br>\nDer Zementmischer spuckte die graue Fl&uuml;ssigkeit aus, die ger&auml;uschvoll in die Brunnen floss und sie verstopfte. Dabei standen die Soldaten, die als Wachen dienten, die Angestellten der Zivilverwaltung, die sich diesen b&ouml;sen Plan ausgedacht hatten, die Arbeiter, die ihn ausf&uuml;hrten &ndash; und die Bauern, die ihre Lebensgrundlage f&uuml;r immer vernichtet sahen.<br>\nDie Soldaten versuchten, sie zu vertreiben, so wie man streunende Hunde verscheuchen w&uuml;rde. Der Beton floss weiter, und die Leute von der Zivilverwaltung stellten sicher, dass er alles zudeckte. Bald waren alle drei Brunnen versiegelt. Es geschah am vergangenen Mittwoch, s&uuml;dlich von Hebron, in der N&auml;he des Fl&uuml;chtlingslagers Fawwar, und es war das Werk des Teufels, eine der teuflischsten Taten der israelischen Besatzung &ndash; und von diesen Taten gibt es viele.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/wir-israelis-zerstoeren-sogar-ihre-brunnen\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Afghanisches Dilemma<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nZwei Jahre sind vergangen, seit die afghanischen Taliban Kabul eingenommen haben und die vom Westen unterst&uuml;tzte Regierung zerfiel, womit ein langwieriges und kostspieliges Experiment zum Aufbau einer Nation zu Ende ging. Doch w&auml;hrend die Taliban dieses Ereignis feiern, hat das afghanische Volk wenig Grund zum Jubeln.<br>\nZwar hat die unerbittliche Gewalt in Afghanistan seit der sowjetischen und sp&auml;ter der amerikanischen Invasion erheblich abgenommen, aber die Taliban setzen weiterhin ihre ultrakonservative Version der religi&ouml;sen Herrschaft &uuml;ber die Bev&ouml;lkerung durch, w&auml;hrend die internationale Isolation und eine lang anhaltende D&uuml;rre das afghanische Volk in erdr&uuml;ckende Armut gest&uuml;rzt haben. Vor allem die Frauen wurden von den strengen Machthabern in Kabul ihrer begrenzten Freiheiten beraubt, insbesondere des Rechts auf Bildung und gesellschaftliche Teilhabe.<br>\nAnders als in der vorangegangenen Periode der Taliban-Herrschaft, als die Saudis, die Emirate und Pakistan die Miliz als legitime afghanische Machthaber anerkannten, finden die Taliban heute kein Land, das sie anerkennen w&uuml;rde. Ihre katastrophale Menschenrechtsbilanz und die Tatsache, dass sie nicht gegen alle terroristischen Gruppen in ihrem Land vorgehen, sind die gr&ouml;&szlig;ten Hindernisse, die einer internationalen Anerkennung im Wege stehen.<br>\nJe eher sich die Taliban mit diesen Problemen auseinandersetzen, desto besser. Doch die Hardliner-F&uuml;hrung in Kandahar scheint in diesen Fragen ein dominantes Veto gegen&uuml;ber den Politikern und Pragmatikern in Kabul einzulegen. Die Kleriker in Kandahar scheinen darauf bedacht zu sein, Afghanistan zur&uuml;ck ins Mittelalter zu versetzen. Traurigerweise hat ihre Unnachgiebigkeit verheerende Auswirkungen auf das afghanische Volk.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dawn.com\/news\/1770779\">Dawn<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Russlandkrieg und &ldquo;Klimaschutz&rdquo;: Zwei westliche Pl&auml;ne, die scheitern<\/strong><br>\nMitten in einem globalen wirtschaftlichen Umbruch haben EU wie Bundesregierung nichts Besseres zu tun, als &ldquo;Klimaschutzpl&auml;ne&rdquo; durchzuziehen, die selbst die Folgen der Russlandsanktionen noch zu &uuml;bertreffen drohen. Pl&auml;ne, die an vier verlorenen Jahren scheitern.<br>\nWenn man das ganze Paket der &ldquo;Klimama&szlig;nahmen&rdquo; betrachtet, die die EU auf den Weg gebracht hat, kann einem schwindlig werden. Da ist das Verbrennerverbot, das die europ&auml;ische Automobilproduktion entweder zerst&ouml;rt oder zur Abwanderung zwingt; da sind die Regeln zur Heizenergie, die bald, oder in Frankreich bereits jetzt, v&ouml;llig funktionsf&auml;hige Wohnungen f&uuml;r unbewohnbar erkl&auml;ren; da ist die zunehmende Unsicherheit einer immer teurer werdenden Energieversorgung, und da ist der Karbonzoll, der 2026 droht, aber f&uuml;r den jetzt bereits weitere Aufzeichnungspflichten etabliert werden. [&hellip;]<br>\nBei diesen Ma&szlig;nahmen st&ouml;&szlig;t man auf drei Ziele. Das Erste ist eine k&uuml;nstliche Hemmung der Produktivkr&auml;fte. Das Zweite eine Stabilisierung des kolonialen Systems, und das Dritte ein Angriff auf den Lebensstandard in den westlichen L&auml;ndern selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/178477-russlandkrieg-und-klimaschutz-zwei-westliche\/\">Dagmar Henn auf RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gespensterbeschw&ouml;rung: Gipfel von Camp David<\/strong><br>\nEs sollte das banale Treffen zwischen den Staats- und Regierungschefs der USA, Japans und S&uuml;dkoreas am Freitag als etwas ganz Besonderes und als &raquo;Meilenstein der Geschichte&laquo; erscheinen lassen: Der &raquo;Spirit of Camp David&laquo; kr&ouml;nt nicht nur die gemeinsame Erkl&auml;rung der drei Politiker, sondern Joseph Biden n&ouml;tigte seinen fl&uuml;chtigen G&auml;sten auch noch eine weitere Erkl&auml;rung zu den von ihm oder Helfern erfundenen &raquo;Camp David Principles&laquo; ab. Dass sie nur fl&uuml;chtige, n&auml;mlich kurzzeitige Besucher am Ort waren, der den US-Pr&auml;sidenten seit 81 Jahren als Landsitz und manchmal auch zum Empfang von ausl&auml;ndischen G&auml;sten dient, steht au&szlig;er Zweifel: Da die gemeinsame Pressekonferenz vor dem Treffen um 11.29 Uhr begann und sie sich der Presse anschlie&szlig;end um 15.14 Uhr &ndash; jeweils Ortszeit &ndash; wieder pr&auml;sentierten, l&auml;sst auf eine reine Gespr&auml;chszeit von nicht viel mehr als drei Stunden schlie&szlig;en. Mit dem legend&auml;ren &raquo;Geist von Camp David&laquo; hat das nichts zu tun. Denn dieser steht f&uuml;r Gastlichkeit, offene Aussprache unter g&uuml;nstigen Ausnahmebedingungen, auch f&uuml;r Mu&szlig;e zwischendurch &ndash; und f&uuml;r ausreichend Zeit f&uuml;r alles zusammen. (&hellip;) Im Versuch Bidens oder seiner Regisseure, sich zu vordergr&uuml;ndigen Propagandazwecken der Geschichte zu bem&auml;chtigen und ihr Gewalt anzutun, zeigt sich, falls &uuml;berhaupt etwas, nur der Geist der Zeit: eine rasende Beschleunigung der Vorg&auml;nge, eine schamlose Unversch&auml;mtheit, Medien, die zu allem bereit sind, und eine abgestumpfte Leserschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/457298.gespensterbeschw%C3%B6rung.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Trilaterales Gipfeltreffen zwischen den USA, Japan und S&uuml;dkorea zur Vorbereitung eines Kriegs gegen China<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Joe Biden, der japanische Premierminister Fumio Kishida und der s&uuml;dkoreanische Pr&auml;sident Yoon Suk-yeol trafen sich am Freitag zu einem trilateralen Gipfeltreffen in Camp David (Maryland) nahe Washington DC. Es war das erste Treffen nur zwischen den Regierungschefs der drei Staaten, das nicht am Rande einer gr&ouml;&szlig;eren multilateralen Versammlung stattfand. Vor allem stellt es eine weitere Eskalation der US-Kriegsvorbereitungen gegen China dar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2023\/08\/20\/bpfl-a20.html\">WSWS<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Camp David summit serves as hypocritical anti-China pantomime with a &lsquo;mini-NATO&rsquo; in the making: analysts<\/strong><br>\nDespite the US President Joe Biden claimed that the US-Japan-South Korea summit at the US presidential retreat Camp David &ldquo;is not about China&rdquo; afterward, the leaders of the three countries explicitly picked on China under the pretext of &ldquo;joint efforts to maintain peace and stability&rdquo; in Taiwan Straits and South China Sea, which once again laid bare anti-China hypocrisy, Chinese observers criticized.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.globaltimes.cn\/page\/202308\/1296579.shtml\">Global Times<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der erzwungene Ausstieg von H&amp;M l&auml;sst 42.000 Arbeiter in Myanmar vor der Frage stehen, wie sie sich ern&auml;hren sollen<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nDie Arbeiter in den Fabriken in Myanmar, die die globale Marke H&amp;M beliefern &ndash; die meisten von ihnen sind Frauen &ndash; machen sich Sorgen, wie sie sich und ihre Familien ern&auml;hren sollen, nachdem der schwedische Fast-Fashion-Titan am Donnerstag angek&uuml;ndigt hat, dass er sich aus dem Land zur&uuml;ckziehen wird.<br>\nDer zweitgr&ouml;&szlig;te Modeh&auml;ndler der Welt bezieht seine Waren direkt von 41 Fabriken in Myanmar und besch&auml;ftigte laut seiner Website bis M&auml;rz 2023 fast 42.000 Arbeiter in diesen Fabriken. Die Fabriken, die H&amp;M direkt beliefert, lagern einen Teil ihrer Arbeit an andere Fabriken aus, wie H&amp;M auf seiner Website mitteilt, ohne jedoch deren Namen, Anzahl oder die Zahl der in diesen Fabriken besch&auml;ftigten Arbeiter zu nennen. [&hellip;]<br>\nH&amp;M ist das j&uuml;ngste Unternehmen, das seine Beziehungen zu den Zulieferern in Myanmar gekappt hat, nachdem im vergangenen Jahr westliche Marken wie Primark und Marks &amp; Spencer die Segel gestrichen hatten, weil der Druck aufgrund weit verbreiteter Berichte &uuml;ber systematische und extreme Misshandlungen in den Bekleidungsfabriken Myanmars zunahm.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.irrawaddy.com\/news\/burma\/hms-forced-exit-leaves-42000-myanmar-workers-asking-how-they-will-eat.html%20\">The Irrawaddy<\/a>\n<p>dazu: <strong>[Fast-Fashion aus China] Wo die Billigmode der Generation TikTok gen&auml;ht wird: Schuften f&uuml;r Shein<\/strong><br>\n&bdquo;Mit einer riesigen Palette an unversch&auml;mt g&uuml;nstigen Artikeln und offensivem Auftritt in sozialen Netzwerken l&auml;uft der Onlinekleiderh&auml;ndler Shein Branchengr&ouml;&szlig;en wie H&amp;M und Zara in der Gunst um Geld und Gef&uuml;hle junger Frauen den Rang ab. So grell die Marke auftritt, so undurchsichtig bleibt die Firma dahinter. Eine Spurensuche &ndash; bis in die verwinkelten Gassen der chinesischen Millionenstadt Guangzhou, wo Tausende von Arbeiter*innen bis zu zw&ouml;lf Stunden am Tag den Stoff vern&auml;hen, aus dem die Teenie-Tr&auml;ume sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/china\/arbeitsbedingungen-china\/fast-fashion-aus-china-wo-die-billigmode-der-generation-tiktok-genaeht-wird-schuften-fuer-shein\/\">Labournet<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Interview &ndash; Rechtsprofessorin Marjorie Cohn: Auslieferung von Julian Assange bedroht den ersten Verfassungszusatz und die Pressefreiheit<\/strong><br>\nJURIST: Sagen Sie den JURIST-Lesern, die es vielleicht noch nicht wissen, wer ist Julian Assange, und was sind einige der wichtigsten Enth&uuml;llungen, die seine Organisation Wikileaks an die &Ouml;ffentlichkeit gebracht hat?<br>\nCohn: Professor Marjorie Cohn: Julian Assange ist Herausgeber und Mitbegr&uuml;nder von WikiLeaks. In den Jahren 2010 und 2011 enth&uuml;llten sie Beweise f&uuml;r Kriegsverbrechen der USA im Irak, in Afghanistan und in Guant&aacute;namo Bay. Zu diesen Enth&uuml;llungen geh&ouml;rten die &ldquo;Iraq War Logs&rdquo; &ndash; 400.000 Feldberichte, die 15.000 nicht gemeldete Todesf&auml;lle irakischer Zivilisten sowie systematische Vergewaltigungen, Folter und Morde enthielten, nachdem die US-Streitkr&auml;fte Gefangene an eine ber&uuml;chtigte irakische Foltergruppe &uuml;bergeben hatten. Sie enthielten das &ldquo;Afghan War Diary&rdquo; &ndash; 90.000 Berichte &uuml;ber mehr zivile Opfer durch Koalitionstruppen als das US-Milit&auml;r gemeldet hatte. Und sie enthielten die &ldquo;Guant&aacute;namo-Akten&rdquo;, 779 geheime Berichte mit Beweisen daf&uuml;r, dass 150 unschuldige Menschen jahrelang in Guant&aacute;namo Bay festgehalten und 800 M&auml;nner und Jungen gefoltert und misshandelt worden waren, was einen Versto&szlig; gegen die Genfer Konventionen und das &Uuml;bereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe darstellt. [&hellip;]<br>\nJURIST: Im Jahr 2017 bezeichnete der damalige CIA-Direktor Mike Pompeo Wikileaks als &ldquo;nichtstaatlichen feindlichen Geheimdienst&rdquo; und bestritt, dass Julian Assange den Schutz des Ersten Verfassungszusatzes genie&szlig;t. Warum ist Pompeo im Unrecht? Inwiefern ist die Strafverfolgung von Julian Assange durch das Justizministerium der Vereinigten Staaten ein Versto&szlig; gegen den Ersten Verfassungszusatz?<br>\nCohn: Pompeo sagte: &ldquo;Julian Assange hat keine Privilegien des ersten Verfassungszusatzes. Er ist kein U.S. B&uuml;rger. Aber der Oberste Gerichtshof hat seit langem entschieden, dass die Verfassung auch f&uuml;r Nicht-Amerikaner gilt, nicht nur f&uuml;r US-B&uuml;rger. Und als das Obama-Justizministerium in Erw&auml;gung zog, WikiLeaks strafrechtlich zu verfolgen, war es besorgt, dass dies gegen den ersten Verfassungszusatz versto&szlig;en w&uuml;rde. Die Obama-Regierung war nicht in der Lage, das, was Wikileaks tat, von dem zu unterscheiden, was die New York Times und der Guardian taten, da diese ebenfalls Dokumente ver&ouml;ffentlichten, die Chelsea Manning zugespielt worden waren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jurist.org\/features\/2023\/08\/21\/law-professor-marjorie-cohn-extradition-of-julian-assange-threatens-first-amendment-and-freedom-of-press\/%20\">JURIST <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Ein wirklich lesenswertes Interview das die Wichtigkeit der Wikileaks-Ver&ouml;ffentlichungen vor mehr als einem Jahrzehnt pr&auml;zise auf den Punkt bringt. In sogenannten Leitmedien werden diese Tatsachen nicht mehr wirklich erw&auml;hnt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Politische Bilanz der WM: Australien ist doch nicht Katar<\/strong><br>\nAuf eine kritische Betrachtung der Gastgeberstaaten wurde bei der WM v&ouml;llig verzichtet. Wer zum Westen geh&ouml;rt, wird nicht mit Fragen behelligt.<br>\nEs hat den deutschen Sportjournalist:innen wohl sehr gut gefallen. &Uuml;ber den WM-Gastgeberstaat Australien (Neuseeland verga&szlig;en beim Turnier ja alle recht schnell) fanden sie nur warme Worte. Die freundliche Stimmung, das Flair der St&auml;dte, das Streicheln der Koalas. Nach der M&auml;nner-WM in Katar atmete man bei Australien auf: Hier gehe es um &bdquo;Equal Pay statt Menschenrechte&ldquo;, untertitelte etwa nd begl&uuml;ckt. In puncto Menschenrechte gab es bei Australien keinerlei Bedenken. &bdquo;Fragw&uuml;rdige Austragungsorte&ldquo; mit &bdquo;zweifelhafter Menschenrechtsbilanz&ldquo; sind immer nur Staaten au&szlig;erhalb der sogenannten westlichen Welt.<br>\nDiese Blindheit hat, kurz gesagt, zwei Gr&uuml;nde. In politisch als nah empfundenen Staaten schaut man nicht so genau hin. Und: Die Faktoren, die wir betonen, sind vorwiegend die, bei denen reiche &bdquo;westliche&ldquo; Staaten gut abschneiden. Mehrparteiendemokratie, Pressefreiheit, Arbeitsschutz, LGBT-Rechte oder Frauenrechte.<br>\nKriterien, bei denen prek&auml;re Staaten auch deswegen schlecht abschneiden, weil aufgrund von Ausbeutung durch reiche L&auml;nder und lokale Eliten die stabile Mittelschicht fehlt, um solche zivilen Rechte zu erk&auml;mpfen. Verbrechen dagegen, denen sich vor allem reiche Staaten schuldig machen &ndash; Ausbeutung fremder Bodensch&auml;tze und Menschen in den Lieferketten, Einwanderungsverbote und Misshandlung Schutzsuchender, gezielte Destabilisierung von Staaten und Milit&auml;reingriffe, massiver Reichtum und Ungleichheit, Klimaerhitzung, Massentierhaltung, Zerst&ouml;rung der Biodiversit&auml;t &ndash; finden um eine WM kaum statt.<br>\nDabei gab es auch vor der WM 2023 viele Chancen, den Austragungsstaat kritisch zu reflektieren, zu hinterfragen, unter Druck zu setzen. Wor&uuml;ber wir h&auml;tten reden m&uuml;ssen: Im Juni 2023 wurde der vorerst letzte Gefl&uuml;chtete aus Nauru evakuiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Politische-Bilanz-der-WM\/!5950702\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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