{"id":102914,"date":"2023-08-27T14:00:31","date_gmt":"2023-08-27T12:00:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102914"},"modified":"2023-08-26T03:59:01","modified_gmt":"2023-08-26T01:59:01","slug":"leserbriefe-zu-ich-habe-meine-seele-verkauft-ein-protestsong-erobert-die-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102914","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201e\u201eIch habe meine Seele verkauft\u201c: Ein Protestsong erobert die Welt\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Tobias Riegel thematisiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102827\">hier<\/a> den Song &bdquo;The rich Men north of Richmond&ldquo; des bisher kaum bekannten US-Country-S&auml;ngers Oliver Anthony und die Debatte darum. Er stehe pl&ouml;tzlich an der Spitze der US-Charts und entwickle sich langsam, aber sicher zum Welthit. Das Lied habe &bdquo;Seele und erreicht auf der Gef&uuml;hlsebene zu Recht zahlreiche Menschen&ldquo;. Es gebe aber auch fragw&uuml;rdige Stellen im Text, darum stelle sich die Frage, ob es sich tats&auml;chlich um einen Protestsong handele. Wir danken f&uuml;r die zahlreichen und interessanten Zuschriften, die wir hierzu bekommen haben. Hier nun eine Auswahl der Leserbriefe, f&uuml;r Sie zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Protestsong hin oder her: Der junge Mann schreit das Elend raus.<\/p><p>Das beunruhigt die , sich so kultiviert w&auml;hnende, SZ . Schon ein Witz, dass diese und weitere KritikerInnen dann den Anspruch erheben, dass der Song zu wenig umfassende kapitalistische Kritik &uuml;be und ihm sogleich das Zertifikat &ldquo;rechts&rdquo; verpassen wollen. <\/p><p>Die Emotionen, die der Song hervorruft, passen dem &ldquo;Establishment&rdquo; nicht. Die k&ouml;nnten ja dazu f&uuml;hren, dass Menschen anfangen dar&uuml;ber weiter nachzudenken.<\/p><p>Na, wo k&auml;men wir denn da hin!!!<br>\n&nbsp;<br>\nL.G.<br>\nUte Plass<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren: <\/p><p>Jetzt nehmen sich die Nachdenkseiten auch diesem Lied an. Es ist &uuml;brigens der zweite Country-Song in kurzer Zeit (nach &ldquo;Try that in a small town&rdquo;), der einen politischen Inhalt hat. Man kann sicherlich dar&uuml;ber spekulieren, ob der sich anbahnende Wahlkampf um die Pr&auml;sidentschaft da eine Rolle spielt. Die Passage &uuml;ber die &ldquo;kleinen dicken Sozialhilfeempf&auml;nger&rdquo; ist mir auch unangenehm aufgestossen. Sicher kann man verstehen, da&szlig; Menschen mit weniger Bildung Probleme &ldquo;personalisieren&rdquo; also bestimmte Menschen oder Menschengruppen f&uuml;r die Misere in einem Land verantwortlich machen. Und von der Sozialhilfe zu leben wird wohl nicht von allen Beziehern als &ldquo;Lebensart&rdquo; angesehen. Deshalb ist dieses Lied in eher &ldquo;linken&rdquo; Medien auch umstritten. Andererseits scheint es auch eine gewisse Verbitterung der Menschen in den l&auml;ndlichen Gebieten auszudr&uuml;cken. Der Erfolg von Trump&nbsp; 2016 kam ja auch f&uuml;r viele Kommentatoren auf dieser Seite des &ldquo;gro&szlig;en Teichs&rdquo; &uuml;berraschend. <\/p><p>Gru&szlig;<br>\nR.K.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Riegel.<br>\n&nbsp;<br>\nErfreulich, da&szlig; Sie in den\/f&uuml;r die NDS auf Oliver Anthony`s &ldquo;Song Rich Men of North Carolina&rdquo; aufmerksam machen. Diese einfache, in der inzwischen (auch schon wieder) n&auml;chst 100j&auml;hrigen Tradition des Country Blues stehende Ballade, erinnert selbstkritisch-ironisch (&bdquo;I&rsquo;ve been selling my Soul, working all Day&ldquo;) ans working-class-live &acute;der da unten&acute;. Und ist aus meiner Sicht weder politisch &ldquo;rechts&rdquo; noch &ldquo;links&rdquo;. Auch nichtl lechts noch rinks.. Sondern ein wichtiger kleink&uuml;nstlerischer Beitrag zu dem, was auch heute noch gilt.<br>\n&nbsp;<br>\nIhr Link verweist auf Olivers selbst produzierten Beitrag. Der ihn allein mit Gitarre zeigt. Da&szlig; er nicht allein ist, verdeutlicht dieses soweit ich wei&szlig; 2023 <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=MyImGay9tGn4\">aufgenommene Video<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichem Gru&szlig;<br>\nIhr Dr. Richard Albrecht<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Nachdenkseiten-Team, sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>&ldquo;Ein Protestsong erobert die Welt&rdquo; und kolportiert zugleich eine hochgradig problematische Interpretation gegenw&auml;rtiger Verh&auml;ltnisse, die sich auf Ressentiments und Vorurteile gegen den Sozialstaat, S&uuml;ndenb&ouml;cke und Leute st&uuml;tzt, die teils genauso oder noch schlechter dran sind, die &uuml;ber noch weniger Sprachrohre und Aufmerksamkeit verf&uuml;gen, um sich wehren zu k&ouml;nnen. Teile und herrsche, leider erneut erfolgreich.<\/p><p>Das erinnert mich an den k&uuml;rzlichen Erfolg des selbsternannten &ldquo;Anarchokapitalisten&rdquo; in Argentinien, an den Erfolg und die Ma&szlig;nahmen der &ldquo;Br&uuml;der Italiens&rdquo; oder die hiesigen Erfolge der AfD: Runter mit den Steuern, weg mit dem &ldquo;Sozialstaat&rdquo;, der Wurzel allen &Uuml;bels und ein Hoch auf die &ldquo;freien&rdquo; M&auml;rkte. Auf diesem Weg flie&szlig;en die Energien des Ver&auml;nderung in Str&ouml;mungen, hinter denen sich noch radikalere wirtschafts- bzw. neoliberale Dogmen und Programme verbergen, welche bereits bestehende Krisen eskalieren lassen und die Schere zwischen Arm und Reich noch gewaltsamer aufrei&szlig;en w&uuml;rden.<\/p><p>Ph&auml;nomenal, dass die offen einsehbaren Widerspr&uuml;che nicht zuletzt eines solchen &ldquo;Protestsongs&rdquo; &uuml;bersehen werden. Nicht der &ldquo;Sozialstaat&rdquo; ist verd&auml;chtig, der zunehmend gestutzt, untergraben und ausgeh&ouml;hlt wird, sondern umgekehrt gerade die zu engen Kopplungen zwischen Staat und &ldquo;freier&rdquo; Wirtschaft, aufgrund derer Gewinne sowieso schon zunehmend privatisiert werden. Aber das ist eben das Problem eines von (a)sozialen (Marketing-)Medien und &ldquo;Social Influencern&rdquo; dominierten World Wide Webs: Da besteht leider nicht viel Raum f&uuml;r Reflexion zwischen den viralen Hypes, die mit rohen Emotionen und einem jeweils schwarz-wei&szlig;en Weltbild hantieren, das sich interessierte Gruppen dann passgenau gestalten. Dass ein Gro&szlig;teil der Leute damit am Ast s&auml;gt, auf dem er selbst sitzt? Kein Problem, wird schon keinem auffallen, guckt eh keiner genauer hin.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nPatrick G<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Team, <\/p><p>vielen Dank an Tobias Riegel, dass er die Leser der Nachdenkseiten mit diesem wirklich m&auml;chtigen Song bekannt macht. Ich habe ihn erst vor wenigen Tagen zum ersten Mal geh&ouml;rt und war ergriffen von seiner Kraft. Es blieb aber auch das ungute Gef&uuml;hl, ob das nicht zu gut ist, um wahr zu sein. Ein Redneck, der in wenigen Tagen die Charts st&uuml;rmt? Ich habe bisher keine Anzeichen f&uuml;r einen Deep Fake gefunden, aber warten wir es ab. <\/p><p>Etwas verwundert bin ich &uuml;ber Tobias Riegels Frage, ob das &uuml;berhaupt ein Protestsong sei, weil er als &ldquo;rechts&rdquo; eingestuft wird. Ich gebe zu, dass ich meiner Jugend &ldquo;rechts&rdquo; und &ldquo;Protest&rdquo; wohl kaum in einem Atemzug genannt h&auml;tte. Aber was genau hei&szlig;t das eigentlich? In Zeiten, in denen konservative Kr&auml;fte am Alten festhalten wollen und den Fortschritt behindern, ist &ldquo;linker&rdquo; Protest die Haltung der Stunde. In Zeiten, in denen linke Ideologie das m&uuml;hsam Erarbeitete zu zerst&ouml;ren droht, scheint mir &ldquo;rechter&rdquo; Protest die richtige Antwort zu sein. <\/p><p>Denn eines kann man den gr&uuml;n-woken Spinnern ja nicht absprechen: Fortschritt wollen sie um JEDEN Preis. Strenggenommen sind sie also durchaus progressiv. Die alten Definitionen sind daher nicht einmal v&ouml;llig falsch. <\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Eure Arbeit!<br>\nPeter M&uuml;ller <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS,<\/p><p>bis der Interpret dies ggf. selbst deutlich macht, kann man &ldquo;the obese milkin&rsquo; welfare&rdquo;, &ldquo;you&rsquo;re 5-foot-3 and you&rsquo;re 300 pounds&rdquo; auch als Metapher f&uuml;r &ldquo;Reiche&rdquo; verstehen, die &ldquo;mehr als genug haben&rdquo; und dennoch keine Steuern bezahlen. Es w&uuml;rde auch klarer zu &ldquo;These rich men north of Richmond&rdquo; passen und allgemein, wovon der Song handelt. Ansonsten w&auml;re das ein gro&szlig;es Thema mit einem sehr, sehr spezifisch gemischt, wor&uuml;ber man sich auch fragen k&ouml;nnte, inwiefern obese B&uuml;rger keine Steuern zahlen sollten?<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nDennis<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Nachdenkseiten-Team,<br>\n&nbsp;<br>\nbez&uuml;glich der Textzeile im Lied von Oliver Anthony:<br>\n&nbsp;<br>\nLivin&rsquo; in the new world<br>\nWith an old soul<br>\n&nbsp;<br>\ngibt es ein Lied mit &auml;hnlicher Aussage vom grossartigen Gundi (Gerhard Gundermann):<\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/GPOFv4tb2kA?si=9WLYmyXgERyHS0uW\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><br>\n&nbsp;<br>\nViele Gr&uuml;sse<br>\nPeter Jordan<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr guter Artikel und grossartiges Lied. <\/p><p>Es hat mich direkt umgehauen und sofort an den jungen Bob Dylan erinnert, man schaue sich z.B. mal dessen &lsquo;North Country Blues&rsquo; von vor genau 60 Jahren an [1]. <\/p><p>Das Gitarrenspiel ist bei OA komplexer als bei Dylan, aber nicht immer ganz sauber (ich spiele selber), trotzdem oder gerade deshalb eine perfekte Begleitung zu der tollen Melodie und der unglaublich kraftvoll-ungek&uuml;nstelten Stimme. <\/p><p>Dann der Text. Ich liebe diese Texte, die mit einfachen S&auml;tzen mehr aussagen als alle Ethikkommissionen zusammen in langen &ldquo;Expertisen&rdquo;. <\/p><p>Kurzum, alles wirkt vollkommen authentisch. Ein Gesamtpaket wie ich es lange nicht erlebt habe. Und ich habe bisher nur vom Audio gesprochen&hellip; <\/p><p>Ach ja, was die mediale Resonator-Hysterie betrifft: Die juckt mich nicht. <\/p><p>MfG<br>\nWolfgang Lohoff <\/p><p>[1] <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=pid0Ud4y3XY\">youtube.com\/watch?v=pid0Ud4y3XY<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion, ja der Song ist f&uuml;r viele das was ihnen aus dem Herzen spricht. Er ist moralisch, geht ans Herz. Aber ein Protestsong ist er nicht. er zeigt keinen Weg wie es weitergeht, hat keinen Ausweg. Und in dem Sinne ist dieser Song ein typischer Song &uuml;ber das System in dem wir leben, der aber nicht &uuml;ber dieses System hinaus geht. Denn was anderes als Moral predigen unsere Politiker in den Parlamenten auch nicht.&nbsp; Nur haben die meisten schon keine Moral mehr. F&uuml;r mich ein Song der ins Herz aber nicht ins Hirn geht. Trotzdem danke an Oliver. wir brauchen auch und gerade in der Kultur mehr Mut. Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en J. Karsten <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Wenn den Regierenden\/ M&auml;chtigen\/ Eliten\/ Medien\/ usw.<\/p><p>etwas nicht passt \/ kritisch ist \/ ihnen gef&auml;hrlich werden k&ouml;nnte\/ usw.<\/p><p>wird heute sofort die Punze UMSTRITTEN oder EXTREMISTISCH oder ANTISEMITISCH  oder RECHTSEXTREM ausgepackt.<\/p><p>Ziel \/ Absicht :<br>\ndie Aussage \/ die Kritik \/ usw. unm&ouml;glich (!) zu machen.<\/p><p>Auch bei diesem Lied, das ich nicht kenne; sehr wohl aber erkenne ich, dass eine Journaille  von der anderen abschreibt :<br>\nMir h&auml;ngt die R e s o n a t o r g i t a r r e schon beim Ohr heraus .<\/p><p>G.C.L.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten mwd &hellip;. (smile) <\/p><p>gestern habe ich noch gedacht:<br>\nNa, das Lied k&ouml;nnte ich ja mal zum Nachdenken vorschlagen und heute morgen &hellip;. lese ich Nachdenkliches zu verkauften Seelen<br>\nIch bin begeistert (wie immer!) <\/p><p>F&uuml;r mich steht der Text nicht so sehr obenan, was die genaue Analyse angeht.<br>\nDa finden sich schon ein paar &lsquo;stolprige&rsquo; Zeilen. <\/p><p>Aber es wird eine Saite in den Seelen angesprochen, die schon ganz lange darauf wartet!!!!!!<br>\n35 Millionen Seelen in ein paar Tagen spricht f&uuml;r sich!!!!!<br>\nUnd wenn sich die Seelen dann auch noch miteinander ein wenig solidarisch f&uuml;hlen, dann freut mich das ganz besonders. W&auml;re sch&ouml;n, wenn sich daraus was entwickeln w&uuml;rde. <\/p><p>F&uuml;r mich ist es immer ein wenig umst&auml;ndlich, die Geschichte von Susanne K zu erz&auml;hlen. Wie das Handelsblatt im Fr&uuml;hjahr mitteilte, bekommt sie f&uuml;r das letzte Jahr ungef&auml;hr 1,2 Mrd &euro; Rendite (wie jedes Jahr) ausgezahlt. 1200 Millionen geteilt durch 365 Tage (sie arbeitet sicher ganz ganz hart jeden Tag &ndash; auch Weihnachten) macht eine gute Millionen jeden Tag. &lsquo;Rich (wo)men south of Richlandm&uuml;nchen&rsquo; <\/p><p>danke Tobias Riegel f&uuml;r den Text (und f&uuml;r viele andere Texte auch) <\/p><p>der Nachdenkseitenleser und -unterst&uuml;zer Hans Kania <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Nachdenkseiten, <\/p><p>ja, das ist ein Protestsong, und wie alle Protestsongs ein verschwiemelter Kitsch-Schmarrn. Gerade die viel genannte &ldquo;Authentizit&auml;t&rdquo; des Interpreten ist der lupenreinste Kitsch! Und der Song ist so rechts-religi&ouml;s wie halt noch jeder Protestsong aus den US of A. Der Gestus des ohnm&auml;chtig schreienden, leidenden &ndash; meinetwegen auch w&uuml;tenden Christenmenschen, der sich mit seinem kalkulierten Gebarme auch noch wirklich ernst nimmt: So bekannt wie der &auml;lteste Ostfriesenwitz, der je auf der dr&ouml;gsten Party vorgelesen wurde! <\/p><p>Sagt mal, Leute, merkt Ihr noch was?? <\/p><p>Allerherzliebst<br>\nStephan K. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion,<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Ihren Artikel zu diesem Lied.<\/p><p>Da ich &ldquo;handgemachte&rdquo; Musik sehr mag, habe ich es mir gerne angeh&ouml;rt und musste spontan an verschiedene St&uuml;cke u.a. von Bruce Springsteen denken.<br>\nDer ganze Text gibt wieder, was sicher viele hier und in den USA denken.<br>\nVon daher trifft der Song einen Nerv und gef&auml;llt mir einfach.<\/p><p>Leider zeigen Sie in Ihrem Artikel auch gleich mit auf, wie diese &ldquo;neue Welt&rdquo; mit einem Lied mit alter Seele verf&auml;hrt.&rdquo;Redneck&rdquo;, &ldquo;Rechten gef&auml;llt das&rdquo;, &ldquo;Unklar, wo der S&auml;nger steht&rdquo; sind die zugeh&ouml;rigen Schlagworte dazu.<br>\nVon hier an braucht es nur ein kleines Ger&uuml;cht, ein Raunen im Feuilleton und die Cancel-Culture Falle ist gespannt und bereit zum zuschlagen.<\/p><p>Wer Springsteens Album Nebraska kennt, der wei&szlig; um solche Lieder.<br>\nLieder, welche eine bestimmte Stimmung wiedergeben und von einem Ohnmachtsgef&uuml;hl erz&auml;hlen.<\/p><p>Woher es kommt, wird klar, wenn man sich die mediale Begleitung zu diesem Lied anschaut.<\/p><p>Ich kenne den Songschreiber nicht.<br>\nEs ist mir auch egal, dass er vom Typus ein rothaariger, wei&szlig;er Mann ist und welche Dinge er denken mag und wer nun alles versucht, Kapital aus diesem Song zu schlagen.<\/p><p>Er hat ein gutes Lied mit zur Zeit passendem Text geschrieben.<br>\nEvtl. sollte man sich weniger an seiner Person oder seiner Herkunft abarbeiten und ihm mehr zuh&ouml;ren.<\/p><p>Danach k&ouml;nnten sich Dinge &auml;ndern und andere Lieder; mit positiveren Texten, entstehen.<br>\nAber solange diese &ldquo;neue Welt&rdquo; weiter ihren Kurs bei beh&auml;lt, wird es immer weniger Platz f&uuml;r &ldquo;alte Seelen&rdquo; geben.<\/p><p>mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nGeorg Meier<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>sch&ouml;n, dass Sie auf den Song von Oliver Anthony hinweisen und seinen Text vollst&auml;ndig und zweisprachig ver&ouml;ffentlichen.<\/p><p>Zu diesem Song und seiner Rezeption m&ouml;chte ich 3 Anmerkungen machen.<\/p><p>1. Man sollte politische Verh&auml;ltnisse in den USA nicht mit einer Brille betrachten, die auf deutsche Verh&auml;ltnisse eingestellt ist. Weder sind die Republikaner schlicht rechts, noch die Demokraten schlicht links. Eine &Uuml;bertragung im Sinne von Republikaner = CDU\/CSU und Demokraten = SPD ist vollkommen unzutreffend. Die &bdquo;Neocons&ldquo; nutzen beide Parteien f&uuml;r ihre Zwecke.<\/p><p>Man vergleiche mal diese vier historisch bedeutsamen Pr&auml;sidenten der USA:<\/p><p>Abraham Lincoln, Republikaner, erster Pr&auml;sident aus der Republikanischen Partei, Farmersohn und Autodidakt<\/p><p>Dwight D. Eisenhower (Vorfahren aus dem Saarland), Republikaner, Sohn eines Gemischtwarenh&auml;ndlers, Eisenbahnmechanikers und Molkereiarbeiters<\/p><p>Franklin D. Roosevelt, Demokratische Partei, aus wohlhabender Familie, Vater Vorstandsmitglied mehrerer Unternehmen<\/p><p>John Fitzgerald Kennedy, Demokratische Partei, Sohn reicher Eltern, Einsatz im WWII, u.a. mit dem &bdquo;Purple Heart&ldquo; ausgezeichnet<br>\n&nbsp;<br>\nmit diesen beiden Figuren:<\/p><p>Donald John Trump (Vorfahren aus der Pfalz), Republikaner, Vater Immobilienunternehmer, er selbst &bdquo;Unternehmer, Entertainer und Politiker&ldquo;<\/p><p>Joseph &bdquo;Joe&ldquo; Robinette Biden, Demokratische Partei, aus beg&uuml;terter Familie (Autohandel), von 1973 bis 2009 Senator f&uuml;r Delaware, dem Steuerparadies und Staat der Briefkastenadressen<br>\nNachdem die Bush-Family die Lebensbedingungen der amerikanischen Bev&ouml;lkerung auf ihre Weise geschreddert hat, schreddert nun die Biden-Family die Bev&ouml;lkerung von der anderen Seite her. Das Ergebnis ist das gleiche: Einfaches Volk arm und verzweifelt, reiche Gr&uuml;ppchen immer reicher und mit Spa&szlig; beim Kriege anzetteln.<br>\n&nbsp;<br>\n2. Lieder sind eine Form der Lyrik. Lyrik besteht idR nicht aus einer ausf&uuml;hrlichen Darlegung eines politischen Programms samt Handlungsleitfaden zur Umsetzung. Prinzipiell m&ouml;glich w&auml;re nat&uuml;rlich eine Vertonung des Grundgesetzes oder der amerikanischen Unabh&auml;ngigkeitserkl&auml;rung. Das lie&szlig;e sich auch als Pflichtmusik bei Tanzveranstaltungen vorschreiben. Vermutlich h&auml;tte es sich dann mit Tanzveranstaltungen. Spa&szlig; beiseite. Lieder, Liedtexte greifen Stimmungen auf, erzeugen Stimmungen, finden eine emotionale Resonanz bei den Rezipienten (oder auch nicht). Der Ausdruck eines Gef&uuml;hls ist das wesentliche Charakteristikum. Und erst einmal entscheidet jede\/r f&uuml;r sich, ob das Lied sie oder ihn ber&uuml;hrt. Dann kann man sich die Frage stellen, weshalb man durch den Song ber&uuml;hrt wird und beginnen, den Text (&bdquo;lyrics&ldquo;) zu interpretieren.<\/p><p>Im Falle des Songs von Oliver Anthony waren die politisch-ideologischen Kommentatoren mit ihrem &bdquo;framing&ldquo; sozusagen schneller fertig, als Anthony die erste Strophe singen konnte. Willk&uuml;rlich herausgerissene Textfetzen werden genutzt, um die Bewertung, die bereits vor Anh&ouml;ren des Songs feststand, irgendwie zu &bdquo;belegen&ldquo;. Geradezu absurd, dass deutsche Kommentatoren Anthony als &bdquo;AFD-Anh&auml;nger&ldquo; ausweisen wollen.<\/p><p>Bevor man den Song beurteilt, geschweige denn politisch bewertet, sollte man sich mit dem Text auseinandergesetzt haben. Und zwar mit dem vollst&auml;ndigen Text. Und auch, &uuml;ber den Song selbst hinaus, mit seinem Kontext.<br>\n&nbsp;<br>\n3. Die ersten drei Strophen k&ouml;nnten auch f&uuml;r sich stehen, zwei Mal wiederholt, mit Refrain, und das w&auml;re ein vollst&auml;ndiger Song. Darin wird eine Erfahrung samt zugeh&ouml;rigem Gef&uuml;hl beschrieben, die viele der nicht beg&uuml;terten Amerikaner\/innen kennen und die dar&uuml;ber hinaus anscheinend weltweit viele Menschen nachvollziehen k&ouml;nnen.<\/p><p>Versucht man diesen amerikanischen Song bzw. Songtext, der an die amerikanische Bev&ouml;lkerung adressiert ist, aus dem Blickwinkel der Verh&auml;ltnisse und Lebensbedingungen in Deutschland zu betrachten, st&ouml;&szlig;t man unweigerlich auf Fragen des Mindestlohns, die Bezahlung von Pflegekr&auml;ften, die Arbeitsbedingungen bei Betrieben wie Amazon Deutschland. Wenn die eigene Vollzeit-Besch&auml;ftigung nicht mehr ausreicht, um das &Uuml;berleben zu sichern.<\/p><p>Und wer tr&auml;gt vor allem die Steuerlast? Diejenigen, die von ihrer Arbeit, ihrer Kraft, ihrem Witz (Verstand\/Kreativit&auml;t) leben m&uuml;ssen. Was wird mit dem Reichtum gemacht, den sie erwirtschaften? Milliarden f&uuml;r geheime &bdquo;Impfstoff&ldquo;-Vertr&auml;ge und dubiose Maskendeals. Sonderverm&ouml;gen f&uuml;r Aufr&uuml;stung. Steuerr&uuml;ckzahlungen an Leute, die keine Steuern gezahlt haben (Cum-Ex).<\/p><p>&bdquo;Die Reichen n&ouml;rdlich von Richmond&ldquo; zahlen keine Steuern, sie bedienen sich aus dem Steuertopf. Und sie wollen die &bdquo;totale Kontrolle&ldquo; (auch vermittels der WHO und ihrer Einflussagenten in der EU), um &bdquo;das Volk&ldquo; nicht nur auszupl&uuml;ndern, sondern restlos zu verwerten. Das ist m. E. die Aussage der ersten drei Strophen.<\/p><p>Die vierte Strophe hat es in sich. Das ist Dichtung: Das Verdichten komplexer menschlicher Verh&auml;ltnisse in wenigen Sprachbildern.<\/p><p>Teil 1:<\/p><p>Sich um Bergleute (miners) k&uuml;mmern &ndash; die Geschichte der Bergleute in Amerika ist bekannt (bzw. recherchierbar), die ist vor allem eines: blutig. Hier auch der Anklang an Woody Guthrie (&bdquo;My daddy was a miner, And I&rsquo;m a miner&prime;s son, He&rsquo;ll be with you fellow workers, Until this battle&rsquo;s won&ldquo; &ndash; Which side are you on?&ldquo;).<\/p><p>&bdquo;Und nicht nur (um) Minderj&auml;hrige auf einer Insel irgendwo&ldquo; &ndash; das ist eine Zeile, die, wie ich finde, in gelungener Weise mehrdeutig ist. Es wird auf Privatjet und Privatinsel von J. Epstein und dessen Missetaten sowie deren strafrechtliche Verfolgung angespielt, jedoch nicht die Strafverfolgung explizit genannt. &bdquo;Sich um Minderj&auml;hrige k&uuml;mmern&ldquo; ist in diesem Kontext zweideutig und enth&auml;lt den Verweis auf die Mitt&auml;ter und &bdquo;Busenfreunde&ldquo; Epsteins (wer die sind, ist bekannt, die sind auch &bdquo;north of Richmond&ldquo;).<\/p><p>Teil 2:<\/p><p>&bdquo;Leute auf der Stra&szlig;e, die nichts zu essen haben&ldquo; und &bdquo;Fettleibige, die von Sozialhilfe leben&ldquo;. Nanu, was soll das denn bedeuten? Die Leute, die nichts zu essen haben, k&ouml;nnten doch Sozialhilfe beantragen (und fettleibig werden), die &bdquo;Fettleibigen&ldquo; k&ouml;nnten als Di&auml;t derweil deren Platz einnehmen, oder wie oder was?<\/p><p>(Vorweg eine Artikelempfehlung: <a href=\"https:\/\/aerztezeitung.at\/2022\/oaz-artikel\/politik\/adipositas-in-den-usa-ueberproportionale-zunahme\/\">aerztezeitung.at\/2022\/oaz-artikel\/politik\/adipositas-in-den-usa-ueberproportionale-zunahme\/<\/a>)<\/p><p>Um sich einem Verst&auml;ndnis dieser Zeilen zu n&auml;hern, sollte man sich mit den Verh&auml;ltnissen in Amerika und dem Selbstverst&auml;ndnis seiner Einwohner besch&auml;ftigen.<\/p><p>The american dream, es aus eigener Leistung zu etwas bringen, unabh&auml;ngig vom G&auml;ngelband des Staates zu sein, das ist ein Aspekt. Ein weiterer Aspekt ist die Erfahrung, die viele Amerikaner\/innen gemacht haben, dass der Staat in Verbund mit den Finanzkonzernen wesentlich zu ihrer Verelendung beigetragen hat (s. Immobilienkrise, Filmempfehlung dazu: &bdquo;The Big Short&ldquo;). Michelle Obama, fragw&uuml;rdig, wie sie ist, hat einmal gesagt: &bdquo;They put the barrs higher&ldquo;, nach dem Motto: Sobald du glaubst, etwas erreichen zu k&ouml;nnen, legen sie dir weitere Hindernisse in den Weg. Oder so: Sobald du etwas erreicht hast, nehmen sie dir alles weg. Und dennoch gilt f&uuml;r diese Menschen meist: &bdquo;But the fighter still remains&ldquo; (&bdquo;The Boxer&ldquo;, Simon und Garfunkel). Also schlagen sie sich auf der Stra&szlig;e durch.<\/p><p>Und was ist nun mit den &bdquo;fettleibigen Sozialhilfeempf&auml;ngern&ldquo;? Die macht er doch ver&auml;chtlich und diskriminiert sie? Nein, tut er nicht, sondern im Gegenteil, wie die f&uuml;nfte Strophe zeigt:<\/p><p>Wer immer wieder runtergesto&szlig;en wird, ist irgendwann so verzweifelt, dass er oder sie zum Freitod auf Raten greift, z. B. alles in sich reinfrisst, irgendwo haust und sich darin verschanzt, von der Welt nichts mehr wissen will (&bdquo;sich sechs Fu&szlig; in den Boden stecken&ldquo;). Und so und f&uuml;r diesen Zweck sollten Steuermittel nicht verwendet werden.<br>\n&nbsp;<br>\nWie ist in der Hinsicht die Situation in Deutschland?<\/p><p>F&uuml;r Deutschland sei an Georg Schramm erinnert (im Rahmen des Programms &bdquo;Volksverbl&ouml;dung&ldquo; von 2009):<\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/vx9gFhSQasU?si=IuiJURAbqePtc70Q\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p>(Stichwort: &bdquo;5 Big Mac D&ouml;ner und kurz vorm Platzen&ldquo;)<\/p><p>Dazu sollte man sich an die Zerschlagung der Arbeitslosenhilfe erinnern. Die Arbeitslosenhilfe war kein Almosen, sondern Teil der Arbeitslosenversicherung. D. h. wer sozialversicherungspflichtig t&auml;tig war, hatte Anspruch auf Gelder aus dem Topf, den sie oder er mit erwirtschaftet hatte. So blieb im Falle der (in der Regel fremdverschuldeten) Arbeitslosigkeit zumindest noch der Anschein einer W&uuml;rde gewahrt. Die Regierung Schr&ouml;der\/Fischer, bekannt f&uuml;r ihren v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien, hat der Arbeitslosenhilfe den Garaus gemacht und stattdessen eine &bdquo;Hilfeform&ldquo; gesetzt, die nach einem gerichtsbekannten Puffg&auml;nger benannt wurde. Anschlie&szlig;end beschimpften Schr&ouml;der, Clement, M&uuml;ntefering, Steinmeier et al Menschen, die ihre Arbeitsstelle verloren hatten, als Faulpelze und Nichtsnutze, die froh und dankbar sein sollten, wenn man sie wenigstens scheel ansehen w&uuml;rde. Und an dieser offen zur Schau gestellten Menschenverachtung seitens der Regierung hat sich seitdem nichts mehr ge&auml;ndert. Auf am Boden liegende Menschen einzutreten, das ist das Merkmal aller Regierungen seit Schr&ouml;der\/Fischer.<\/p><p>Und wie gehen die Betroffenen damit um? Je nach vorhandenen M&ouml;glichkeiten versuchen sie, aus diesem Elend herauszukommen. Sobald sie das zu schaffen scheinen, werden sie wieder getreten. Nicht alle stehen dann wieder auf. Ein Teil bleibt liegen, erh&auml;lt &bdquo;Sozialhilfe&ldquo; (die man genauso als Antihilfe oder asoziale Form der Intervention eines menschenverachtenden Staates bezeichnen k&ouml;nnte, denn nat&uuml;rlich reicht das hinten und vorne nicht und bei &bdquo;abweichendem Verhalten&ldquo; wird sie gek&uuml;rzt oder gestrichen). Mittlerweile gibt es auch in Deutschland Familien, die seit mehreren Generationen von Sozialhilfe &bdquo;leben&ldquo;. Stehe mal auf, wenn du fast schon &bdquo;six feet under&ldquo; liegst.<\/p><p>(Empfehlung der Gr&uuml;nen: Sozialhilfeempf&auml;nger sollten sich vegan ern&auml;hren und ihre Lebensmittel im Bioladen kaufen, Sport treiben (Golf, Tennis, Segeln) und nur Elektro-Fahrzeuge kaufen. Und ihre zentral gelegenen Villen schimmelfrei halten.)<\/p><p>Wenn man auf das 0815-Geblubber der Framing-Medien verzichtet, stattdessen die Reaktionen vielerlei Menschen, einfacher Menschen, nicht vom WDR hinzugezogener Angestellter oder von den Gr&uuml;nen dazu abgestellter Mitgliederrinnen zur Kenntnis nimmt, dann kann man sehen, wie breit gef&auml;chert die Zustimmung zu diesem Song bei allen Unterdr&uuml;ckten dieser Welt ist. Wobei eigentlich schon alles gesagt ist, wenn Rapper einen Countrysong gut finden.<\/p><p>Danke f&uuml;r die Arbeit der NDS.<br>\nGr&uuml;&szlig;e, Heinrich Peter<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tobias Riegel thematisiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102827\">hier<\/a> den Song &bdquo;The rich Men north of Richmond&ldquo; des bisher kaum bekannten US-Country-S&auml;ngers Oliver Anthony und die Debatte darum. Er stehe pl&ouml;tzlich an der Spitze der US-Charts und entwickle sich langsam, aber sicher zum Welthit. Das Lied habe &bdquo;Seele und erreicht auf der Gef&uuml;hlsebene zu Recht zahlreiche Menschen&ldquo;. Es gebe<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102914\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-102914","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/102914","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=102914"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/102914\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":102974,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/102914\/revisions\/102974"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=102914"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=102914"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=102914"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}