{"id":10315,"date":"2011-08-02T08:51:50","date_gmt":"2011-08-02T06:51:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10315"},"modified":"2011-08-02T09:13:49","modified_gmt":"2011-08-02T07:13:49","slug":"hinweise-des-tages-1437","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10315","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: US-Schuldenstreit; US-&Ouml;konomie; Eurokrise; EU bek&auml;mpft chinesische Billigprodukte mit horrenden Z&ouml;llen; IAB-Chef M&ouml;ller: Seit 20 Jahren Reallohnverluste bei den Geringqualifizierten; Arbeitsmarkt;  Was Wirtschaftsminister R&ouml;sler von den USA lernen kann; Inflation fri&szlig;t Lohnplus; Ehrenamt;  Stuttgart21; Fukushima: Rekord-Strahlenwerte; Arcandor-Insolvenzverwalter &ndash; Middelhoff soll 234 Millionen Euro Schaden angerichtet haben; Petra Haering-Kuan\/Dr. Yu Chien Kuan: Pulverfass China; Rassismus in Rum&auml;nien &ndash; Die Roma sollen eingemauert werden; Nachtrag zu Hinweis #16 in den Hinweisen II vom 29. Juli; Gottes Werk und Teufels Beitrag: Abrechnung mit Angela Merkel; Endg&uuml;ltige Kapitalisierung; Herren im Haus (WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10315#h01\">US-Schuldenstreit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10315#h02\">US-&Ouml;konomie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10315#h03\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10315#h04\">EU bek&auml;mpft chinesische Billigprodukte mit horrenden Z&ouml;llen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10315#h05\">IAB-Chef M&ouml;ller: Seit 20 Jahren Reallohnverluste bei den Geringqualifizierten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10315#h06\">Arbeitsmarkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10315#h07\">Was Wirtschaftsminister R&ouml;sler von den USA lernen kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10315#h08\">Inflation fri&szlig;t Lohnplus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10315#h09\">Ehrenamt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10315#h10\">Stuttgart21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10315#h11\">Fukushima: Rekord-Strahlenwerte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10315#h12\">Arcandor-Insolvenzverwalter &ndash; Middelhoff soll 234 Millionen Euro Schaden angerichtet haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10315#h13\">Petra Haering-Kuan\/Dr. Yu Chien Kuan: Pulverfass China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10315#h14\">Rassismus in Rum&auml;nien &ndash; Die Roma sollen eingemauert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10315#h15\">Nachtrag zu Hinweis #16 in den Hinweisen II vom 29. Juli<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10315#h16\">Gottes Werk und Teufels Beitrag: Abrechnung mit Angela Merkel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10315#h17\">Endg&uuml;ltige Kapitalisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10315#h18\">Herren im Haus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=10315&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>US-Schuldenstreit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Reichen kommen davon<\/strong><br>\nDer gefundene Kompromiss ist eine herbe Niederlage f&uuml;r Barack Obama und schadet der amerikanischen Wirtschaft. Denn der US-Pr&auml;sident hat so gut wie alle Forderungen der Republikaner &uuml;bernommen: Trotz Rekorddefizit wird es keine Steuererh&ouml;hungen geben, zur Konsolidierung des Haushalts werden nur Ausgaben gek&uuml;rzt. [&hellip;]<br>\nSteuererh&ouml;hungen f&uuml;r die Gutverdienenden und Reichen w&uuml;rden die Wirtschaft nicht so stark treffen, da sie gro&szlig;e Teile ihres Einkommens sowieso nicht verkonsumieren, sondern sparen. Die Wohlhabenden werden jedoch vollkommen aus der Verantwortung f&uuml;r die nach der Finanzkrise stark angestiegene US-Schuld genommen. Stattdessen sind deutliche Einschnitte bei den staatlichen Sozialleistungen geplant. Die Einkommensschere wird sich in den USA so weiter &ouml;ffnen. [&hellip;]<br>\nDen Republikanern &ndash; unter ihnen vor allem der m&auml;chtigen Tea-Party-Bewegung &ndash; ist jedes Mittel recht, die Pr&auml;sidentschaft des angeblichen Sozialisten Obama so schnell wie m&ouml;glich zu beenden. Mit ihnen sind keine vern&uuml;nftigen Kompromisse m&ouml;glich. Sie wollen in Wahrheit nicht die Schulden reduzieren, sondern den amerikanischen Wohlfahrtsstaat abschaffen, wie ihn Roosevelt in den 30er Jahren mit dem New Deal und Pr&auml;sident Johnson mit der Great Society in den 60er Jahren aufgebaut haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2011\/08\/01\/die-reichen-kommen-davon_3346\">ZEIT Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><strong>Debt deal: anger and deceit has led the US into a billionaires&rsquo; coup<\/strong><br>\nThe debt deal will hurt the poorest Americans, convinced by Fox and the Tea Party to act against their own welfare [&hellip;]<br>\nAs the Nobel laureate Joseph Stiglitz points out, in the past 10 years the income of the top 1% has risen by 18%, while that of blue-collar male workers has fallen by 12%.<br>\nThe deal being thrashed out in Congress as this article goes to press seeks only to cut state spending. As the former Republican senator Alan Simpson says: &ldquo;The little guy is going to be cremated.&rdquo; That means more economic decline, which means a bigger deficit. It&rsquo;s insane. But how did it happen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/commentisfree\/2011\/aug\/01\/us-debt-deal-tea-party\">Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sehr lesenswert!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Paul Krugman &ndash; The President Surrenders<\/strong><br>\nA deal to raise the federal debt ceiling is in the works. If it goes through, many commentators will declare that disaster was avoided. But they will be wrong.For the deal itself, given the available information, is a disaster, and not just for President Obama and his party. It will damage an already depressed economy; it will probably make America&rsquo;s long-run deficit problem worse, not better; and most important, by demonstrating that raw extortion works and carries no political cost, it will take America a long way down the road to banana-republic status.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2011\/08\/01\/opinion\/the-president-surrenders-on-debt-ceiling.html?_r=2\">New York Times<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>US-&Ouml;konomie<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&Ouml;konom Dullien &uuml;ber die US-&Ouml;konomie &ndash; &ldquo;Ich sehe keine Rezession&rdquo;<\/strong><br>\nDie Aussichten f&uuml;r die US-Wirtschaft sind nicht so schlecht, glaubt der &Ouml;konom Sebastian Dullien. Denn die Exporte laufen gut und die Besch&auml;ftigung im privaten Bereich nimmt zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/konom-Dullien-ueber-die-US-konomie\/!75494\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Corporate America gl&auml;nzt, die Verbraucher leiden&ldquo;<\/strong><br>\nKorrespondent Markus Koch &uuml;ber die Umverteilung von Verbrauchern zu Unternehmen und die Entwicklung von L&ouml;hnen und Unternehmensgewinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=jFVMRQwbj7c&amp;feature=player_embedded\">n-tv via YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Italien: Die Zeitbombe tickt<\/strong><br>\nGenau eine Woche, nachdem der Br&uuml;ssler EU-Krisengipfel abermals eine Stabilisierung der Euro-Zone mittels milliardenschwerer Kreditpakete anstrebte, sind die ersten Vorboten eines erneuten Krisenschubs absehbar, der sich in deutlich steigenden Zinsen f&uuml;r die EU-Schwergewichte Spanien und Italien ank&uuml;ndigte. So mu&szlig;te Rom bei der Ausgabe von Staatsanleihen im Wert von 7,96 Milliarden Euro deutlich h&ouml;here Zinsen hinnehmen als im Juni. Staatspapiere mit einer Laufzeit von drei Jahren wurden bei einem Zinssatz von 4,8 Prozent im Wert von 3,5 Milliarden Euro gezeichnet. Die Zinslast stieg somit f&uuml;r Italien binnen eines Monats um 1,1 Prozent. Die Zinsaufschl&auml;ge gegen&uuml;ber dem Juni betrugen bei den zehnj&auml;hrigen Staatsanleihen 0,8 Prozent, die am vergangenen Donnerstag bei 5,77 Prozent notierten. Ab einem langfristigen Zinsniveau von rund sieben Prozent ist eine Haushaltskonsolidierung aufgrund der ausartenden Zinskosten kaum realisierbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/08-01\/048.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechenland: Schlechte Zeiten f&uuml;r gute Gesch&auml;fte<\/strong><br>\nSommerschlussverkauf in Athen, alles muss raus: Bis Ende September will der griechische Finanzminister 1,5 Milliarden Euro mit dem Verkauf von Staatsbetrieben einnehmen. In den restlichen drei Monaten des Jahres sollen weitere 3,5 Milliarden Privatisierungserl&ouml;se in die Kasse flie&szlig;en. Und im kommenden Jahr soll es richtig losgehen: Von 2012 bis 2015 erwartet die Regierung, mit dem Verkauf staatlicher Unternehmen und der Nutzung &ouml;ffentlicher Liegenschaften weitere 45 Milliarden Euro einnehmen zu k&ouml;nnen. Mit dem Geld will Griechenland eigene Staatsanleihen zur&uuml;ckkaufen und so die Schuldenlast verringern. Aber sind die ehrgeizigen Pl&auml;ne umsetzbar? Viele Fachleute zweifeln daran: Der Zeitplan sei zu knapp bemessen, au&szlig;erdem untersch&auml;tze die Regierung die administrativen H&uuml;rden und die politischen Widerst&auml;nde. Der Athener Aktienindex ist auf dem niedrigsten Stand seit 15 Jahren. Entsprechend niedrig sind bereits teilprivatisierte und b&ouml;rsennotierte Staatsfirmen wie Hafengesellschaften, Wasserwerke und Stromversorger bewertet. Ausgerechnet in dieser Baisse muss der Staat unter dem Druck von EU und Internationalem W&auml;hrungsfonds verkaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/schlechte-zeiten-fuer-gute-geschaefte\/4447800.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nur zur Erinnerung, bereits im September werden EU, IWF und Europ&auml;ische Zentralbank &uuml;berpr&uuml;fen, ob das griechische Privatisierungsprogramm auf dem Weg ist, die geforderten 50 Milliarden Euro einzubringen. Das ist ein Diktat der Troika und nicht allein ein Beschluss der griechischen Regierung.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>EU bek&auml;mpft chinesische Billigprodukte mit horrenden Z&ouml;llen<\/strong><br>\nDie EU hat nun beschlossen, Fliesen und Fahrr&auml;der aus China mit hohen Z&ouml;llen zu belegen. Die Mitgliedstaaten h&auml;tten beschlossen, auf die Importe von Wand- oder Bodenfliesen aus der Volksrepublik ab Mitte September einen Zoll von 69,7 Prozent zu erheben, erkl&auml;rten EU-Diplomaten am Montag in Br&uuml;ssel.<br>\nDie Abgaben auf Fahrr&auml;der und Fahrradteile in H&ouml;he von 48,5 Prozent werden f&uuml;r weitere f&uuml;nf Jahre bis 2016 verl&auml;ngert. &Uuml;ber Dumpingpreise f&uuml;r chinesische Fahrr&auml;der und unfairen Wettbewerb hatten sich Firmen aus den beiden gr&ouml;&szlig;ten EU-Herstellerl&auml;ndern Deutschland und Italien beschwert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,777786,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man stelle sich die Reaktion der EU vor, wenn afrikanische Staaten &auml;hnlich hohe Z&ouml;lle auf (von der EU subventionierte) Lebensmittelimporte aus Europa festlegen w&uuml;rden, die dort katastrophale Auswirkungen f&uuml;r die lokale Landwirtschaft haben. Merke: Protektionismus betreiben immer nur die Anderen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>IAB-Chef M&ouml;ller: Seit 20 Jahren Reallohnverluste bei den Geringqualifizierten<\/strong><br>\nDas Lohnniveau der Geringqualifizierten befindet sich derzeit wieder auf dem bereits Mitte der 80er erreichten Niveau. Bis etwa zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung stiegen die Reall&ouml;hne auch f&uuml;r die Geringqualifizierten noch deutlich an. Seitdem sinken sie. An der Zunahme des gesellschaftlichen Wohlstands in den vergangenen 25 Jahren nahmen die Geringqualifizierten daher nicht teil. Die Reall&ouml;hne der Universit&auml;tsabsolventen stiegen dagegen seit Mitte der 80er Jahre um 22 Prozent, die der Fachhochschulabsolventen oder der Meister immerhin um 17 bzw. 18 Prozent. Personen mit einer abgeschlossenen Lehre m&uuml;ssen seit 2003 wie die Ungelernten R&uuml;ckg&auml;nge hinnehmen, haben aber noch sieben Prozent mehr als Mitte der 80er Jahre. &bdquo;Deutschland gilt heute als eines der OECD-L&auml;nder mit dem h&ouml;chsten Anstieg der Lohnungleichheit&ldquo;, stellt IAB-Direktor M&ouml;ller fest. Ein 40-j&auml;hriger Akademiker verdiene mittlerweile im Durchschnitt das 2,6-Fache eines Geringqualifizierten gleichen Alters. Im Jahr 1984 war es erst das 2,1-Fache.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/de\/informationsservice\/presse\/presseinformationen\/fo0111.aspx\">IAB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zu den Einkommensbeziehern der Universit&auml;tsabsolventen geh&ouml;ren nat&uuml;rlich auch diejenigen die Spitzengeh&auml;lter beziehen und dass die exorbitant gestiegen sind, kann man jeden Tag lesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<strong>Trotz hoher Nachfrage &ndash; Viele Fachkr&auml;fte sind arbeitslos<\/strong><br>\nDa k&ouml;nnen die Unternehmen so so sehr &uuml;ber den Fachkr&auml;ftemangel klagen &ndash; auch h&ouml;herqualifizierte Arbeitskr&auml;fte sind vom Jobverlust bedroht. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls der Deutsche Gewerkschaftsbund ( DGB) in einer Untersuchung des Arbeitsmarktes im ersten Halbjahr 2011. Demnach verloren in dieser Zeit rund 908.000 betrieblich Ausgebildete und rund 110.000 Akademiker ihre Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,777797,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<li><strong>Nach der Ausbildung noch zu oft arbeitslos<\/strong><br>\nDie Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren in S&uuml;dth&uuml;ringen ist im Juli um mehr als 31 Prozent gegen&uuml;ber dem Vormonat auf 1404 gestiegen. Die Unternehmen in der Region seien offensichtlich nicht motiviert, jungen Menschen ein Angebot zur direkten &Uuml;bernahme nach der Ausbildung zu machen, sagte Wolfgang Gold, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Agentur f&uuml;r Arbeit Suhl, gestern bei der Pr&auml;sentation der aktuellen regionalen Arbeitsmarktzahlen.<br>\nQuelle: Die Agentur f&uuml;r Arbeit Suhl kritisiert den deutlichen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit im Juli. Wenn junge Menschen nach der Ausbildung nicht &uuml;bernommen w&uuml;rden, bestehe die Gefahr der Abwanderung, warnt Agenturchef Gold.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.insuedthueringen.de\/regional\/thueringen\/thuefwthuedeu\/art83467,1709680\">In S&uuml;d-Th&uuml;ringen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Was Wirtschaftsminister R&ouml;sler von den USA lernen kann<\/strong><br>\nAn den steuerpolitischen Vorstellungen des Wirtschaftsministers sind schon die USA gescheitert &ndash; und die rot-gr&uuml;ne Bundesregierung<br>\nEine h&ouml;here Dosis Wirtschaftsliberalismus, als sie derzeit Philipp R&ouml;sler verk&ouml;rpert, ist wohl kaum vorstellbar: Der Chef der FDP ist gleichzeitig Chef des Bundeswirtschaftsministeriums, das vielleicht nicht umsonst korrekt Bundesministerium f&uuml;r Wirtschaft hei&szlig;t.<br>\nUnd wenn derzeit ein Spitzenpolitiker seine &Auml;mter ausf&uuml;llt, dann ist es Philipp R&ouml;sler. Eine perfektere Symbiose von Person, Partei,  Ideologie und &Auml;mtern ist kaum vorstellbar. Das sollten auch seine politischen Gegner anerkennen. Und sich an ihm ein Beispiel nehmen. Denn w&auml;re beispielsweise die SPD &auml;hnlich konsequent wie R&ouml;sler, nur eben sozialdemokratisch, h&auml;tte dieses Land wieder eine ernstzunehmende Opposition.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=161&amp;Itemid=2\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Inflation fri&szlig;t Lohnplus<\/strong><br>\nTrotz Aufschwungs und Tarifsteigerungen fallen f&uuml;r einen Gro&szlig;teil der Besch&auml;ftigten die Reall&ouml;hne. Experte warnt vor &raquo;europaweiter Lohnsenkungsspirale&laquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/08-02\/010.php\">junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xbcr\/hbs\/impuls_2011_12_3.pdf\">B&ouml;ckler [PDF &ndash; 184 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ehrenamt &ndash; Die St&uuml;tzen der Gesellschaft<\/strong><br>\nAuf ehrenamtliche Arbeit kann das Gemeinwesen nicht verzichten. Die freiwilligen Helfer sind die besten Vorbilder. [&hellip;]<br>\nTrotz der offenkundigen gesellschaftlichen Vorteile solcher Initiativen ist bei genauerem Hinsehen nicht alles so klar, wie es scheint. [&hellip;] Im Freiwilligensurvey 2009 berichteten zudem 13 Prozent der befragten Ehrenamtlichen, dass in ihrem Umfeld ehemals hauptamtliche Arbeit nun durch Freiwillige erledigt w&uuml;rde. Die empirischen Belege zeigen besorgniserregende Trends auf: Freiwillige Helfer sto&szlig;en zunehmend in Grenzbereiche vor, die eigentlich dem Staat vorbehalten waren &ndash; bei den Tafeln geht es schlie&szlig;lich um nichts weniger als Existenzsicherung. M&uuml;ssen die Ehrenamtlichen dort anpacken, wo der Staat sich zur&uuml;ckzieht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/31\/C-Ehrenamt\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Totaler Krieg&rdquo; um Stuttgart21<\/strong><br>\nDas Schlichtungsverfahren um Stuttgart 21 ist beendet. Ein Ergebnis gibt es allerdings nicht. Das letzte Zusammenkommen von Projektbef&uuml;rwortern und S21-Gegnern geriet vielmehr zu einer Inszenierung, in der sich Schlichter Heiner Gei&szlig;ler mit einem unerwarteten L&ouml;sungsvorschlag in den Mittelpunkt stellte, den er innerhalb k&uuml;rzester Zeit selbst wieder aufgab. W&auml;hrend dem verbissen gef&uuml;hrten Schlagabtausch gelang es dem Moderator Gei&szlig;ler nicht, durchgehend neutral zu bleiben. Den Projektgegnern unterstellte er gar, den totalen Krieg zu wollen &ndash; dabei zeigten sich diese kompromissbereiter als die Vertreter von CDU und Bahn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/druck\/mb\/artikel\/35\/35227\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Nadel&ouml;hr&laquo; Kopfbahnhof<\/strong><br>\nBei der Beurteilung von &raquo;Stuttgart 21&laquo; nur auf &raquo;Effizienz&laquo; zu achten, ist falsch &ndash; doch selbst hier haben die Kritiker des Mammutprojekts die besseren Argumente.<br>\nHeiner Gei&szlig;lers Bem&uuml;hen, am vergangenen Freitag beim Milliardenprojekt &raquo;Stuttgart 21&laquo; (&raquo;S21&laquo;) erneut zu schlichten, l&auml;uft auf eine grandiose Vereinfachung der Thematik hinaus. Es z&auml;hlt nur Technik, Effizienz und damit die Behauptung, &raquo;&rsaquo;S21&lsaquo; kann 30 Prozent mehr&laquo;.<br>\nNun schrieb Gei&szlig;ler in seinem sogenannten Schlichterspruch vom 30. November 2010: &raquo;Ich hatte mir zun&auml;chst &uuml;berlegt, eine Abw&auml;gung und Beurteilung zu allen wichtigen Streitpunkten vorzunehmen, also zur verkehrlichen Leistungsf&auml;higkeit, zum Betriebskonzept, zu &Ouml;kologie, St&auml;dteplanung, Geologie und zur Finanzierung.&laquo;<br>\nEine solche &raquo;Abw&auml;gung&laquo; nahm er aber nicht vor, denn ein solches Vorgehen &raquo;h&auml;tte mit Sicherheit jeden Zeitrahmen gesprengt&laquo;. Der Grund f&uuml;r diese Reduktion bei der Bewertung des gr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ischen Bahnhofsprojekts lag allerdings sicher nicht im knappen Zeitbudget. Eine breite Er&ouml;rterung aller Themen h&auml;tte die Verk&uuml;ndung eines Schlichterspruchs vielleicht auf Anfang Januar 2011 hinausgez&ouml;gert. Doch das war nicht gewollt. Gei&szlig;ler wollte vor der Landtagswahl befrieden und seinem CDU-Parteifreund Stefan Mappus helfen. Er wollte, wie er es im Schlichterspruch formulierte, &raquo;durch Versachlichung wieder (&hellip;) mehr Vertrauen f&uuml;r die Demokratie zur&uuml;ckgewinnen&laquo;.<br>\nBereits damals war Gei&szlig;ler kein neutraler Schlichter, sondern schlicht Partei. So steht denn in seinem Schlichterspruch vom 30. November 2010 bereits der Satz: &raquo;Ich halte die Entscheidung, &rsaquo;Stuttgart 21&lsaquo; fortzuf&uuml;hren, f&uuml;r richtig.&laquo; Als Gei&szlig;ler vor wenigen Tagen im Rahmen eines Vortrags in T&uuml;bingen &auml;u&szlig;erte, &raquo;S21&laquo; werde &raquo;in jedem Fall gebaut&laquo;, erkl&auml;rten alle Gegnerinnen und Gegner des Mammutprojekts, das sei nun wirklich unpassend f&uuml;r einen Schlichter. Doch diese Parteinahme f&uuml;r die Betonmafia, f&uuml;r die Stadtzerst&ouml;rer, ja sogar f&uuml;r eine teilweise Reinwaschung des damaligen CDU-Ministerpr&auml;sidenten Stefan Mappus war keineswegs neu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/07-30\/094.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Fukushima: Rekord-Strahlenwert &ndash; Jede Sekunde eine Jahresdosis<\/strong><br>\nAuf dem Gel&auml;nde des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima ist nach Angaben des Betreibers die h&ouml;chste radioaktive Strahlung seit der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe vom 11. M&auml;rz gemessen worden. Mit mehr als zehn Sievert ist sie um ein Vielfaches h&ouml;her als der bisherige Rekordwert. [&hellip;]<br>\nBei einer Strahlendosis von zehn Sievert (10.000 Millisievert) pro Stunde betr&auml;gt die Dosis pro Sekunde 2,78 Millisievert. In Deutschland ist der Grenzwert, dem die Bev&ouml;lkerung zus&auml;tzllich zur nat&uuml;rlichen Grundstrahlung ausgesetzt sein darf, bei 1 Millisievert festgelegt &ndash; pro Jahr. Die Strahlungsdosis in Fukushima ist also bereits nach einer Sekunde fast drei Mal so hoch wie der hierzulande zul&auml;ssige Jahresh&ouml;chstwert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/fukushima-rekord-strahlenwerte-jede-sekunde-eine-jahresdosis-1.1126909\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Arcandor-Insolvenzverwalter &ndash; Middelhoff soll 234 Millionen Euro Schaden angerichtet haben<\/strong><br>\nIm Wirtschaftsprozess gegen den fr&uuml;heren Arcandor-Chef Thomas Middelhoff und weitere ehemalige Manager des Konzerns hat Insolvenzverwalter Klaus Hubert G&ouml;rg eine neue Schadensberechnung vorgelegt.<br>\nNach Informationen der WirtschaftsWoche beziffert ein Gutachter im Auftrag der Insolvenzverwaltung die durch verschiedene Immobiliendeals m&ouml;glicherweise entstandenen Sch&auml;den nun auf insgesamt rund 234 Millionen Euro. Bislang hatte der Insolvenzverwalter lediglich einen Schaden von 175 Millionen Euro geltend gemacht, war vom Landgericht Essen im April aber aufgefordert worden, eine nachvollziehbarere Berechnung daf&uuml;r vorzulegen. &bdquo;Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht&ldquo;, sagt ein Sprecher G&ouml;rgs dazu. Ein Anwalt Middelhoffs spricht dagegen von einer &bdquo;Milchm&auml;dchenrechnung&ldquo;, es fehle weiterhin eine plausible Schadenserhebung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen-maerkte\/middelhoff-soll-234-millionen-euro-schaden-angerichtet-haben-475383\/\">Wirtschaftswoche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Petra Haering-Kuan\/Dr. Yu Chien Kuan: Pulverfass China<\/strong><br>\nDer Gigant auf dem Weg ins 21. Jahrhundert<br>\nChina, ein Land so gro&szlig; wie ein Kontinent, zeigt heute Widerspr&uuml;che in jeder Hinsicht: Moderne St&auml;dte mit Reichen und Superreichen, aber auch arme Bauern und ausgebeutete Wanderarbeiter; modernste Technik, aber auch schlimme Umweltsch&auml;den; liberalisierte M&auml;rkte, aber politische Steuerung durch eine korrupte Partei. Was erkl&auml;rt sich aus Chinas Geschichte, den Jahren der Fremdherrschaft, den widerspr&uuml;chlichen Kampagnen Maos, der &Ouml;ffnung unter Zou Enlai und Deng Xiaoping? Werden die sozialen Spannungen zum B&uuml;rgerkrieg f&uuml;hren? Kann die KP eine weitere Reform schaffen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/pcast.sr-online.de\/play\/fragen\/2011-08-01_china310711.mp3\">SR2 Fragen an den Autor [Audio &ndash; mp3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das Gespr&auml;ch mit den beiden Sinologen Haering-Kuan und Kuan ist erfreulich unideologisch und nicht zuletzt deshalb auch sehr informativ. F&uuml;r China-Interessierte und solche, die dies gerne werden wollen, ein absoluter H&ouml;r-Tipp.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Rassismus in Rum&auml;nien &ndash; Die Roma sollen eingemauert werden<\/strong><br>\nDer B&uuml;rgermeister der nordrum&auml;nischen Industriestadt Baia Mare Catalin Chereches hat beschlossen drei Wohnblocks, in denen Roma leben, mit einer 1,80 m hohen Mauer zu umgeben. Im Vorfeld soll es Beschwerden unmittelbarer Nachbarn gegeben haben, die sich durch den Unrat, das Kindergeschrei und die laute Musik der Bewohner der Blocks bel&auml;stigt f&uuml;hlten. Das Unterfangen wurde vom Stadtrat abgesegnet.<br>\nDer B&uuml;rgermeister erkl&auml;rte unverfroren, der Beschluss sei im Einverst&auml;ndnis mit den Bewohnern der &ldquo;dort lebenden Gemeinschaft&rdquo; gefasst worden. Die als &ldquo;Gemeinschaft&rdquo; bezeichneten Bewohner sind ausschlie&szlig;lich Roma. Sie siedeln seit einiger Zeit in den drei heruntergekommenen Blocks. Die meisten von ihnen haben keinen Arbeitsplatz und sind auf Sozialleistungen angewiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!74041\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Nachtrag zu <a href=\"\/?p=10279#h16\">Hinweis #16 in den Hinweisen II vom 29. Juli<\/a><\/strong><br>\nZum Artikel &ldquo;Druck auf Drucker&rdquo; in der S&uuml;ddeutschen Zeitung vom 29. Juli 2011 (Titel in der Online-Ausgabe: &bdquo;Reih dich ein in die Arbeitgebereinheitsfront&ldquo;) stellt Heinz Bierbaum folgendes fest:\n<blockquote><p>Die in dem Artikel &ldquo;Druck auf Drucker&rdquo; in der S&uuml;ddeutschen Zeitung vom 29. Juli 2011 aufgestellte Behauptung: &ldquo;Vizechef der Linken hilft Firma bei zweifelhaften K&uuml;ndigungen&rdquo;  ist  tendenzi&ouml;s und in der Sache nicht richtig. Tatsache ist, dass die INFO-Institut Beratungs GmbH vom Betriebsrat der Druckerei Prinovis in N&uuml;rnberg beauftragt worden ist, die wirtschaftliche Lage zu begutachten und dabei auch die geplanten Ma&szlig;nahmen dahingehend zu beurteilen, ob sie wirtschaftlich tragf&auml;hig sind und eine Perspektive f&uuml;r dir nachhaltige Sicherung des Betriebs er&ouml;ffnen. Wie &uuml;blich erfolgt diese Beratung auf einer professionellen Grundlage  und in Absprache mit dem Auftraggeber Betriebsrat sowie der zust&auml;ndigen Gewerkschaft, also mit ver.di. Die Beratung beschr&auml;nkt sich auf die wirtschaftliche Seite. Die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen sind Gegenstand der Verhandlungen zwischen Gesch&auml;ftsleitung, Betriebsrat und ver.di., wobei der Betriebsrat anwaltliche Unterst&uuml;tzung hinzugezogen hat. Schon vor Wochen habe ich im Namen des INFO-Instituts erkl&auml;rt, das das INFO.Institut auch nicht indirekt Ma&szlig;nahmen unterst&uuml;tzen wird, die wie z.B. eine nicht korrekte Sozialauswahl  sozialpolitisch nicht vertretbar sind, und dass wir in einem solchen Fall aus der Beratung sofort aussteigen. Dies wurde auch gegen&uuml;ber ver.di erkl&auml;rt. Die Aussage des ver.di-Sprechers Schmitz, dass sozialpolitische &Uuml;berlegungen zugunsten eines fetten Auftrags zur&uuml;ckgestellt w&uuml;rden, entbehrt jeder Grundlage. Im  &Uuml;brigen leite ich auch nicht im Hauptberuf das INFO-Institut, sondern bin Gesellschafter der Info-Instituts Beratungs GmbH.<\/p>\n<p>Tatsache ist auch, dass es einen erheblichen  Konflikt zwischen Betriebsrat und ver.di gibt  &ndash; ebenso wie unter den ver.di-Mitgliedern bei Prinovis. Dies betrifft nicht zuletzt die Verhandlungsstrategie bei Prinovis. Die Kernfrage besteht darin, wie der Betrieb in N&uuml;rnberg und die damit verbundenen Arbeitspl&auml;tze nachhaltig gesichert werden k&ouml;nnen.  Die Vertreter von ver.di w&auml;ren gut beraten, sich um diese Kernfrage zu k&uuml;mmern, anstatt Beratungsunternehmen wie das INFO-Institut der Komplizenschaft mit dem Management zu bezichtigen. Diesen Vorwurf weise ich entschieden zur&uuml;ck. Die Berater von INFO haben sich korrekt verhalten. Das INFO-Institut hat sozialpolitisch zweifelhafte Ma&szlig;nahmen weder direkt noch indirekt unterst&uuml;tzt und wird dies auch nicht tun.<\/p>\n<p>Heinz Bierbaum<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es erschlie&szlig;t sich nicht, warum die S&uuml;ddeutsche Zeitung die Beratert&auml;tigkeit von Heinz Bierbaum mit einer impliziten Rechtfertigung der geplanten K&uuml;ndigungen bei Privonis in Verbindung stellt. Der Umstand, dass das Info-Institut den Betriebsrat von Privonis N&uuml;rnberg ber&auml;t, bedeutet nicht, dass Bierbaum in irgendeiner Art und Weise daf&uuml;r verantwortlich zu machen ist, dass Privonis offensichtlich beabsichtigt, eine betriebliche Vereinbarung zu nutzen, um bei den K&uuml;ndigungen die Sozialauswahl auszuhebeln.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gottes Werk und Teufels Beitrag: Abrechnung mit Angela Merkel<\/strong><br>\nDie Auseinandersetzung mit amtierenden Vorsitzenden f&uuml;hrt man in der CDU traditionell gerne &uuml;ber angriffslustige Artikel in der deutschen Presse. Zuletzt hatte Angela Merkel am 22. Dezember 1999 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit dem gro&szlig;en Vorsitzenden Helmut Kohl und der CDU-Spendenaff&auml;re abgerechnet und sich damit selber in Position f&uuml;r den CDU-Vorsitz gebracht.<br>\nGestern erschien ein Artikel von Erwin Teufel in der FAZ. In den &uuml;ber 3000 W&ouml;rtern des Beitrags taucht der Name der Kanzlerin nur ein einziges Mal auf. Und doch ist jedem klar, dass es Teufel um eine Abrechnung mit Angela Merkel geht, wenn er seine Gedanken &uuml;ber die CDU unter dem Titel &bdquo;Ich schweige nicht l&auml;nger&ldquo; ver&ouml;ffentlicht.<br>\nStatt auf offensive Kritik und eindeutig adressierte Vorw&uuml;rfe zu setzen, schildert Teufel die Situation wie sie ist und wie sie sein sollte. Dabei kommt weder die Wirtschaftspolitik noch die Arbeitsmark-, Bildungs- und Erziehungspolitik gut weg. Vor allem vermisst der ehemalige Ministerpr&auml;sident von Baden-W&uuml;rttemberg allerdings die christlichen Werte in der Partei und bezichtigt die Union, das &bdquo;C&ldquo; nur noch dem Namen nach im Schilde zu f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jacobjung.wordpress.com\/2011\/08\/01\/gottes-werk-und-teufels-beitrag-abrechnung-mit-angela-merkel\/\">Jacob Jung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Endg&uuml;ltige Kapitalisierung<\/strong><br>\nSeit nun fast f&uuml;nf Jahren h&auml;lt ein anderer Wettkampf die deutschen Universit&auml;ten in Atem. Die politisch gewollte und durch finanzielle Anreize induzierte Konkurrenz um &bdquo;Exzellenz&ldquo; und &bdquo;Elite&ldquo; hat allerdings nur noch wenig mit argumentativen Auseinandersetzungen um innovative Thesen zu tun. Wie der namhafte Bamberger Soziologe Richard M&uuml;nch in seiner j&uuml;ngsten Publikation nachweist, zeigt dieser Wettbewerb &shy;etwas anderes: Er demonstriert die endg&uuml;ltige Kapitalisierung auch jener gesellschaftlichen Bereiche, die eigentlich dem Imperativ der zeit- und aufmerksamkeitsintensiven Wahrheitssuche folgen und nun aber nach dem Ma&szlig;stab kurzfristiger Nutzenerwartung bewirtschaftet werden. Universit&auml;ten mutieren zu Unternehmen des akademischen Kapitalismus, wenn &bdquo;Ranking&ldquo; und &bdquo;Benchmarking&ldquo;, &bdquo;Monitoring&ldquo; und &bdquo;Qualit&auml;tsmanagement&ldquo; zu politisch genutzten Steuerungsinstrumenten werden und letztlich &ouml;konomisch &uuml;ber Wissenschaft entschieden wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/kultur\/1130-endg-ltige-kapitalisierung\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Herren im Haus<\/strong><br>\nMit Dumpingtarifen gibt es keinen Qualit&auml;tsjournalismus. Warum der Tarifkonflikt in der Medienbranche Grundfragen einer freiheitlichen Gesellschaft ber&uuml;hrt.<br>\nAlle reden vom Stresstest. Gegner und Bef&uuml;rworter von Stuttgart 21 sowieso. Neuerdings auch die Bundesregierung und die von ihr eingesetzte Ethikkommission auf der Suche nach einem mehrheitsf&auml;higen Konzept f&uuml;r den Atomausstieg. Nur die Journalisten und die sie besch&auml;ftigenden Verleger fehlen noch. Bisher jedenfalls gibt es keine Signale f&uuml;r ein Ende des seit Wochen gef&uuml;hrten Stellungskriegs in den Verlagsh&auml;usern, der nicht nur die Medienbranche angeht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2011\/06\/herren-im-haus\/\">Kontext:Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: US-Schuldenstreit; US-&Ouml;konomie; Eurokrise; EU bek&auml;mpft chinesische Billigprodukte mit horrenden Z&ouml;llen; IAB-Chef M&ouml;ller: Seit 20 Jahren Reallohnverluste bei den Geringqualifizierten; Arbeitsmarkt; Was Wirtschaftsminister R&ouml;sler von den USA lernen kann; Inflation fri&szlig;t Lohnplus; Ehrenamt; Stuttgart21; Fukushima: Rekord-Strahlenwerte; Arcandor-Insolvenzverwalter &ndash; Middelhoff soll 234 Millionen Euro Schaden angerichtet haben; Petra Haering-Kuan\/Dr. Yu Chien<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10315\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-10315","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10315","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10315"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10315\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10320,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10315\/revisions\/10320"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10315"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10315"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10315"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}