{"id":103172,"date":"2023-09-01T08:25:26","date_gmt":"2023-09-01T06:25:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103172"},"modified":"2023-09-01T08:25:26","modified_gmt":"2023-09-01T06:25:26","slug":"hinweise-des-tages-4433","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103172","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103172#h01\">1. September: Weltfriedenstag in einer Welt ohne Frieden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103172#h02\">&bdquo;Ukraine nicht bedingungslos unterst&uuml;tzen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103172#h03\">Material f&uuml;r den Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103172#h04\">Au&szlig;enministerin wandelt auf Spuren der ehemaligen Kolonialherren: Baerbock im Butterfass<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103172#h05\">Ende der Herrlichkeit: Frankreich und Afrika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103172#h06\">Das BRICS-Treffen in Johannesburg war ein gro&szlig;artiger Erfolg: Vom Debattierclub zur Weltbewegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103172#h07\">Noam Chomsky: Der Mainstream hat den Irakkrieg vergeben und vergessen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103172#h08\">Arbeit soll sich lohnen &ndash; Bei vielen Besch&auml;ftigten d&uuml;rfte das Gegenteil ankommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103172#h09\">Gewerkschaften geben nicht auf und fordern Referendum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103172#h10\">Sicherheitsrisiko Meer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103172#h11\">Energiepolitische Narrative: Schutz des Klimas oder Schutz der Monopole?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103172#h12\">Ein BGE ist in allen Modellen unsozial<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103172#h13\">EU-Regeln f&uuml;r Big Tech in Kraft<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>1. September: Weltfriedenstag in einer Welt ohne Frieden<\/strong><br>\nAm 1. September 1939 &uuml;berfiel Nazi-Deutschland Polen. In Erinnerung an diesen verh&auml;ngnisvollen Schritt, der den Zweiten Weltkrieg einl&auml;utete, wurde der 1. September in Deutschland zum Weltfriedenstag, zun&auml;chst in der DDR und wenig sp&auml;ter auch in der alten Bundesrepublik.<br>\nWir haben nichts zu feiern an diesem Tag, wohl aber ein Versprechen zu erneuern: Niemals wieder soll von Deutschland Krieg ausgehen, oder, wie es in der Pr&auml;ambel zum Grundgesetz hei&szlig;t:  Wir sind &bdquo;von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden in der Welt zu dienen.&ldquo;<br>\nWie viele Tage des Friedens gab es eigentlich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges? In einer Ver&ouml;ffentlichung im Jahr 1987 hie&szlig; es, es w&auml;ren nur 26 Tage gewesen, in denen es nicht irgendeine Form der bewaffneten Auseinandersetzung gab (und die kalkulierte den Kalten Krieg nicht ein). Und auch nach dem Ende des Kalten Krieges ging es kriegerisch weiter.<br>\nBis zum heutigen Tag ist der Weltfrieden nicht gesichert. Je nachdem, wie man Krieg definiert, variiert die Zahl der Staaten, die sich augenblicklich im Kriegszustand befinden, zwischen 14 und 32.<br>\nIn Somalia dauert das Unheil nun schon seit 1991, in Afghanistan seit 2001, im Irak seit 2003, in Libyen und Syrien seit 2011. Seit dem 11. September 2001 f&uuml;hren die USA den weltweiten Krieg gegen den Terror.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/petraerler.substack.com\/p\/1-september-weltfriedenstag-in-einer\">Petra Erler<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Den Krieg mit einem Verhandlungsfrieden beenden<\/strong><br>\nLegitime Selbstverteidigung und das Streben nach einem gerechten und dauerhaften Frieden sind kein Widerspruch. Ein Verhandlungsvorschlag von Professor Dr. Peter Brandt, Professor Dr. Hajo Funke, General a.&thinsp;D. Harald Kujat und Professor Dr. h.&thinsp;c. Horst Teltschik.<br>\nSeit dem Beginn des russischen Angriffskriegs am 24.&thinsp;Februar 2022 f&uuml;hrt die Ukraine einen legitimen Verteidigungskrieg, in dem es um ihr &Uuml;berleben als Staat, ihre nationale Unabh&auml;ngigkeit und Sicherheit geht. Diese Feststellung gilt unabh&auml;ngig von der demokratischen und rechtsstaatlichen Qualit&auml;t und der Verfassungsrealit&auml;t, auch unabh&auml;ngig von der sehr viel komplizierteren Vorgeschichte und dem ebenfalls komplizierteren weltpolitischen Zusammenhang des Krieges.<br>\nDie Legitimit&auml;t der bewaffneten Selbstverteidigung auf der Grundlage des Art.&#8197;51 der Uno-Charta entbindet die Regierung in Kiew und die sie unterst&uuml;tzenden Staaten allerdings nicht von der Verpflichtung &ndash; nicht zuletzt gegen&uuml;ber dem eigenen Volk &ndash; Vernunft walten zu lassen, sich der Steigerung von Gewalt und Zerst&ouml;rung nicht hinzugeben und die Erlangung eines gerechten und dauerhaften Friedens politisch zu bef&ouml;rdern. Auch w&auml;hrend des Krieges &ndash; und gerade w&auml;hrenddessen &ndash; darf das stete Bem&uuml;hen um eine diplomatische L&ouml;sung nicht nachlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitgeschehen-im-fokus.ch\/de\/newspaper-ausgabe\/sonderausgabe-vom-28-august-2023.html\">Zeitgeschehen im Fokus<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&bdquo;Ukraine nicht bedingungslos unterst&uuml;tzen&ldquo;<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here EU-Kommissar G. Verheugen wird in Br&uuml;ssel mittlerweile ignoriert. Dabei hat er in seinem j&uuml;ngsten Interview wichtige Dinge zur Ukraine-Politik gesagt. Wir kommen daher noch einmal darauf zur&uuml;ck.<br>\nEinen willkommenen Anla&szlig; bietet ein Artikel in &bdquo;telepolis&ldquo;. Er fasst Verheugens Positionen treffend zusammen. Besonders wichtig scheint mir folgende Passage:<br>\n&bdquo;Es ist doch offensichtlich, dass die Ukraine verzweifelt versucht, dass das Engagement des Westens und der Nato die Grenze zur direkten Intervention &uuml;berschreitet&ldquo;, sagte er: Das h&auml;tte die direkte Auseinandersetzung der gro&szlig;en Atomm&auml;chte zur Folge und w&auml;re der Schritt in den Abgrund.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/verheugen-ukraine-nicht-bedingungslos\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p>dazu: <strong>G&uuml;nter Verheugen: Ukraine nicht mehr bedingungslos unterst&uuml;tzen<\/strong><br>\nSPD-Politiker dr&auml;ngt auf diplomatische L&ouml;sung. Vergleich mit Entspannungspolitik Willy Brandts. Wie er seine Positionen begr&uuml;ndet.<br>\nAngesichts der j&uuml;ngsten Eskalation im Ukraine-Krieg hat der SPD-Au&szlig;enpolitiker und ehemalige EU-Kommissar G&uuml;nter Verheugen zu Frieden und Diplomatie aufgerufen. &ldquo;Das Gemetzel muss beendet werden&rdquo;, sagte der 79-J&auml;hrige im Interview mit dem Weser Kurier:<br>\n&ldquo;Ich bin sehr gepr&auml;gt von der fr&uuml;hen Entspannungspolitik. Ich habe sie nicht nur miterlebt, sondern ich war daran beteiligt&rdquo;, sagte er. Wenn Willy Brandts Position gewesen w&auml;re, dass man mit dem damaligen Generalsekret&auml;r der KPdSU, Leonid Breschnew, nicht reden kann, w&auml;re der Kalte Krieg wohl noch heute nicht beendet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Guenter-Verheugen-Ukraine-nicht-mehr-bedingungslos-unterstuetzen-9290140.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>&Uuml;ber einen SPD-Mann, der Klartext spricht: Stimme der Vernunft<\/strong><br>\nIn einem Interview mit dem Bremer &bdquo;Weser Kurier&ldquo; hat der fr&uuml;here EU-Kommissar G&uuml;nter Verheugen (SPD) am Montag noch deutlicher als in vorangegangenen Stellungnahmen seinen Unmut &uuml;ber die westliche Kriegspolitik gegen&uuml;ber Russland ge&auml;u&szlig;ert. [&hellip;]<br>\nEs ist die bisher klarste Stellungnahme Verheugens zu den Ursachen des Krieges und den M&ouml;glichkeiten, ihn zu beenden. Dabei bezeichnet der fr&uuml;here FDP-Politiker durchaus Russland als Aggressor und erkl&auml;rt sich ganz im Sinn der damaligen &bdquo;Konterrevolution auf Filzlatschen&ldquo; zur BRD-&bdquo;Entspannungspolitik&ldquo; der 60er Jahre: &bdquo;Wenn ich m&ouml;chte, dass sich die Verh&auml;ltnisse in einem autorit&auml;ren Staat &auml;ndern, erreiche ich das nicht mit milit&auml;rischem Druck, sondern indem ich ein Vertrauensverh&auml;ltnis schaffe.&ldquo; Das d&uuml;rfte sich nach der j&uuml;ngsten Erfahrung Russlands etwa mit den Minsker Abkommen nicht wiederholen lassen. Aber &auml;hnlich wie vor 60 Jahren bieten die von Verheugen entwickelten Ans&auml;tze mit Russland fast die einzige M&ouml;glichkeit f&uuml;r Frieden. Er kennt die Kr&auml;fte, die Interesse an der Verl&auml;ngerung des Gemetzels haben. Seine Beharrlichkeit ist umso h&ouml;her zu achten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/stimme-der-vernunft-4783172\/\">Arnold Sch&ouml;lzel in unsere zeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Material f&uuml;r den Krieg<\/strong><br>\nWaffen, Munition, Logistik: Deutsche Lieferungen an Kiew.<br>\nMittwochs aktualisiert die Bundesregierung auf ihrer Internetseite die nebenstehend abgedruckte &raquo;Liste der milit&auml;rischen Unterst&uuml;tzungsleistungen&laquo; f&uuml;r Kiews Armee. In dieser Woche, in der weltweit am Antikriegstag der Entfesselung des Zweiten Weltkriegs durch den deutschen Faschismus am 1. September 1939 gedacht wird, sind unter anderem hinzugekommen: zehn &raquo;Leopard 1 A5&laquo;-Panzer, 16 &raquo;Vector&laquo;-Aufkl&auml;rungsdrohnen und 13,12 Millionen Schuss Handwaffenmunition. An diese Aufstellung schlie&szlig;t sich eine Liste deutscher &raquo;Unterst&uuml;tzungsleistungen in Vorbereitung\/Durchf&uuml;hrung&laquo; an, die f&uuml;r den Abdruck auf dieser Seite zu lang ist. Angek&uuml;ndigt werden dort zum Beispiel weitere 60 &raquo;Marder&laquo;-Sch&uuml;tzenpanzer, 90 &raquo;Leopard&laquo;-Kampfpanzer, sechs &raquo;Gepard&laquo;-Flakpanzer, 25.500 Schuss Artilleriemunition im NATO-Kaliber 155 Millimeter und 32 Radhaubitzen. Finanziert wird alles einschlie&szlig;lich Ausbildung durch die &raquo;Ert&uuml;chtigungsinitiative&laquo; der Bundesregierung, f&uuml;r die allein im Jahr 2023 5,4 Milliarden Euro zur Verf&uuml;gung stehen. F&uuml;r die Folgejahre sind bislang 10,5 Milliarden Euro vorgesehen. Die Bundesrepublik ist jetzt hinter den USA und Polen drittgr&ouml;&szlig;ter Waffenlieferant Kiews. Berlin nennt das milit&auml;rische Hilfe &raquo;f&uuml;r die Ukraine&laquo;, obwohl Kiew die gelieferten Waffen nicht nur gegen russische Truppen, sondern auch gegen die Zivilbev&ouml;lkerung der Ostukraine einsetzt. Bis zum Februar 2022 kostete dieser 2014 von Kiew begonnene Krieg nach UN-Angaben mehr als 14.000 Menschenleben. Diese Opfer werden im Westen ignoriert.Kiew und seiner deutschen Lobby reicht die bisherige Milit&auml;rhilfe nicht. Am Donnerstag verlangte Kiews Au&szlig;enminister Dmitro Kuleba als Gast eines EU-Au&szlig;enministertreffens im spanischen Toledo deutlich mehr, darunter &raquo;Kampfflugzeuge der neuesten Generation&laquo; und deutsche &raquo;TAURUS&laquo;-Marschflugk&ouml;rper: &raquo;Sie helfen, den Krieg schneller zu beenden.&laquo; Die deutsche Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen) stimmte zu: &raquo;Wir investieren hier in den Frieden Europas.&laquo; Am selben Tag vereinbarte Kiew mit dem gr&ouml;&szlig;ten britischen R&uuml;stungsunternehmen BAE Systems gemeinsame Waffenproduktion. Der deutsche Konzern Rheinmetall gr&uuml;ndete bereits im Mai in der Ukraine ein Gemeinschaftsunternehmen f&uuml;r Panzer. Die Lieferliste der Bundesregierung wird k&uuml;nftig erheblich umfangreicher sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/458071.antikriegstag-material-f%C3%BCr-den-krieg.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Au&szlig;enministerin wandelt auf Spuren der ehemaligen Kolonialherren: Baerbock im Butterfass<\/strong><br>\nH&auml;tte die Bundesregierung funktionst&uuml;chtige Flugzeuge zur Verf&uuml;gung, dann h&auml;tte Annalena Baerbock pers&ouml;nlich an ihr teilgenommen: an der Er&ouml;ffnung der deutschen Botschaft in Suva, der Hauptstadt des pazifischen Inselstaates Fidschi, am 19. August. Die Au&szlig;enministerin legt gro&szlig;en Wert darauf, im Pazifik Pr&auml;senz zu zeigen. Bereits im Sommer vergangenen Jahres bereiste sie Palau, f&uuml;hrte dort politische Gespr&auml;che &ndash; und verga&szlig; k&uuml;rzlich in einem Interview nicht, eigens darauf hinzuweisen, sie sei &bdquo;als erste deutsche Au&szlig;enministerin seit 120 Jahren&ldquo; dort gewesen. Nun, sich in direkte Kontinuit&auml;t zur damaligen Reichsregierung zu stellen, das ist kein Fettn&auml;pfchen mehr, sondern eher ein Butterfass: Palau fristete damals ein bitteres Dasein als deutsche Kolonie. Baerbock, selbsterkl&auml;rte Nachfolgerin der Kolonialherren, hatte sich am 13. August auf den Weg nach Australien gemacht und wollte sp&auml;ter nach Fidschi weiterreisen, als ihr Flugzeug bei einem Zwischenstopp in Abu Dhabi den Geist aufgab. Die Ministerin flog heim, die Botschaft wurde ohne sie er&ouml;ffnet. Erst Palau, jetzt Fidschi: Die Bundesregierung sucht sich in einer Gro&szlig;region festzusetzen, die immer heftiger in den Strudel der globalen Gro&szlig;m&auml;chterivalit&auml;t ger&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/baerbock-im-butterfass-4783204\/\">J&ouml;rg Kronauer in unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ende der Herrlichkeit: Frankreich und Afrika<\/strong><br>\nFrankreichs Pr&auml;senz im zentralen Sahel lie&szlig;e sich, so scheint es, nur mit einer Milit&auml;rintervention in Niger behaupten, gegen die schon prophylaktisch Zehntausende in den St&auml;dten des Landes protestieren. Und nun auch noch der Putsch in Gabun, wo der Bongo-Clan seit 1967 ununterbrochen als eine der reichsten und loyalsten St&uuml;tzen der Fran&ccedil;afrique herrschte: Es geht, scheint es, den Pariser Seilschaften nicht mehr blo&szlig; in West-, sondern nun auch in Zentralafrika an den Kragen. (&hellip;) Bislang haben die gabunischen Putschisten noch keinerlei Schritte gegen die politische und milit&auml;rische Pr&auml;senz Frankreichs eingeleitet. Eine Parallele zum Krieg im Sahel, der stark dazu beigetragen hat, in den dortigen L&auml;ndern den Hass auf Frankreichs Streitkr&auml;fte und seine Politik zu sch&uuml;ren, gibt es in Gabun nicht. In franz&ouml;sischen Medien kann man hoffnungsvolle &Auml;u&szlig;erungen lesen, wom&ouml;glich handle es sich bei dem Putsch nur um einen Machtkampf zwischen verschiedenen Familien der herrschenden Clans. (&hellip;) Kann Paris also seine Einflussnetzwerke in Gabun noch retten? Man wird sehen, wie stark der Unmut &uuml;ber die einstige Kolonialmacht nicht nur West-, sondern auch Zentralafrika erfasst hat. (&hellip;) G&uuml;nstig f&uuml;r Frankreich verl&auml;uft die Entwicklung nicht. In Paris werden mittlerweile Stimmen laut, die daf&uuml;r pl&auml;dieren, den Verlust der Fran&ccedil;afrique zu akzeptieren und sich statt dessen auf das Eigentliche zu besinnen &ndash; den europ&auml;ischen Kontinent. Kurz: Truppen sollen st&auml;rker als bisher in Osteuropa stationiert werden. Ob Frankreichs Wirtschaftsinteressen in Afrika es zulassen, den anderen Krieg zu w&auml;hlen, ist freilich noch l&auml;ngst nicht ausgemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/458105.ende-der-herrlichkeit.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Der n&auml;chste EU-Milit&auml;reinsatz in Westafrika<\/strong><br>\nDie EU plant einen neuen Milit&auml;reinsatz in Westafrika. Wie vor dem Treffen der EU-Au&szlig;enminister am gestrigen Donnerstag in Toledo berichtet wurde, ist die Entsendung von Soldaten und Polizisten aus Europa in die n&ouml;rdlichen Regionen von insgesamt vier Staaten am Golf von Guinea (C&ocirc;te d&rsquo;Ivoire, Ghana, Togo, Benin) geplant. Auf diese Gebiete drohen die jihadistischen Aufst&auml;nde &uuml;berzugreifen, gegen die die Staaten der EU in Mali, Burkina Faso und Niger seit einem guten Jahrzehnt k&auml;mpfen &ndash; ohne jeden Erfolg. Der Einsatz zielt vor allem darauf ab, eine EU-Milit&auml;rpr&auml;senz im zentralen Sahel f&uuml;r den Fall zu sichern, dass Frankreich und die EU aus Niger abziehen m&uuml;ssen. Diese Forderung unterst&uuml;tzen starke Kr&auml;fte in der nigrischen Bev&ouml;lkerung; sie wollen ab dem kommenden Sonntag unweit des franz&ouml;sischen St&uuml;tzpunkts in Niamey daf&uuml;r demonstrieren. Die EU kooperiert bei ihrem geplanten neuen Einsatz mit Staaten, die eine Milit&auml;rintervention zum Sturz der nigrischen Junta fordern. Berlin und die EU sind l&auml;ngst milit&auml;risch am Golf von Guinea pr&auml;sent: Die EU entsendet Schiffe gegen Piraten, w&auml;hrend Berlin Geld f&uuml;r die Ausbildung von Milit&auml;rs f&uuml;r Auslandseins&auml;tze bereitstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9333\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das BRICS-Treffen in Johannesburg war ein gro&szlig;artiger Erfolg: Vom Debattierclub zur Weltbewegung<\/strong><br>\nDie Wahl von sechs Staaten ist ein Kompromiss. Vor allem China, aber auch Russland wollten mehr, Indien, Brasilien und S&uuml;dafrika standen eher auf der Bremse. Hier sind die innenpolitischen Konflikte und die R&uuml;cksichtnahmen gegen&uuml;ber Washington besonders ausgepr&auml;gt. Geographisch gesehen d&uuml;rften &Auml;gypten und &Auml;thiopien eine Verbeugung vor dem gastgebenden afrikanischen Kontinent sein und Argentinien den W&uuml;nschen Brasiliens entsprechen. Entscheidend ist aber die deutliche Verst&auml;rkung von BRICS im Bereich der Produktion und des Handels mit Fossilenergie. Vor allem durch die Fossilschwergewichte Saudi-Arabien, Russland, Iran, die VAE und China wird BRICS-11 zuk&uuml;nftig f&uuml;r etwa 48 Prozent der globalen Erd&ouml;lproduktion stehen &ndash; BRICS und OPEC &bdquo;verschmelzen&ldquo; in einem gewissen Grade. Ohne &Ouml;l keine moderne industrielle Produktion und Distribution. Da jeder &Ouml;l und &Ouml;lprodukte braucht und die Rechnungen mittlerweile in lokalen W&auml;hrungen ausgestellt werden, bekommt damit die Entdollarisierung einen gewaltigen Schub. Dieses Momentum kann deutlich erh&ouml;ht werden, wenn &ndash; was als wahrscheinlich gilt &ndash; auf dem im kommenden Jahr in Kasan stattfindenden 16. BRICS-Treffen weitere Beitrittskandidaten aufgenommen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/vom-debattierclub-zur-weltbewegung-4783206\/%20\">Klaus Wagener in unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Noam Chomsky: Der Mainstream hat den Irakkrieg vergeben und vergessen<\/strong><br>\nZwanzig Jahre nach der Invasion im Irak erkl&auml;rt Noam Chomsky, wie der Krieg nachtr&auml;glich in eine humanit&auml;re Intervention umgedeutet wurde.<br>\nEs sind jetzt zwanzig Jahre seit dem Beginn des Kriegs im Irak vergangen. Wie hat sich der Krieg auf die US-&Ouml;ffentlichkeit und -Kultur ausgewirkt?<br>\nDer Irakkrieg wurde problemlos in das System einer m&auml;chtigen Doktrin absorbiert. Diese Entwicklung best&auml;tigt, was George Orwell vor achtzig Jahren bemerkte, n&auml;mlich dass in freien Gesellschaften unbequeme Fakten auch ganz ohne Gewaltanwendung unterdr&uuml;ckt werden k&ouml;nnen. Zwanzig Jahre nach Kriegsbeginn hat man es schwer, im Mainstream auch nur einen Satz zu finden, der das Offensichtliche aussagt: Die Invasion des Iraks durch die USA und Gro&szlig;britannien ist das schlimmste Verbrechen des laufenden Jahrhunderts &ndash; ein Verbrechen, f&uuml;r das Nazis in N&uuml;rnberg geh&auml;ngt worden w&auml;ren. Ja, man h&ouml;rt keinen einzigen Satz, der auch nur zugibt, dass der Krieg &uuml;berhaupt ein Verbrechen war. Der Krieg wurde umgedeutet in einen wohlwollenden Versuch, das irakische Volk von einem schrecklichen Diktator zu befreien und ihm das Geschenk der Demokratie zu bringen; und dieser Versuch sei leider gescheitert.<br>\nEinige unbequeme Fakten, die sich leicht verdr&auml;ngen lassen, werden einfach nicht erw&auml;hnt. Zum Beispiel, dass die USA zuvor Saddam Hussein unterst&uuml;tzen, als er seine schlimmsten Verbrechen ver&uuml;bte, sogar w&auml;hrend des Giftgas-Massakers von Halabdscha im Jahr 1988. Diese Liebesbeziehung hielt bis in die erste Bush-Regierung hinein an, die sogar noch eine hochrangige Senatsdelegation entsandte, um Saddam die guten W&uuml;nsche des Pr&auml;sidenten zu &uuml;bermitteln und ihm mitzuteilen, dass er die Kritik der offensichtlich au&szlig;er Kontrolle geratenen US-Presse ignorieren solle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/noam-chomsky-der-mainstream-hat-den-irakkrieg-vergeben-und-vergessen-invasion-konsens-medien-oeffentlichkeit-george-w-bush-barack-obama-donald-trump-terrorismus\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arbeit soll sich lohnen &ndash; Bei vielen Besch&auml;ftigten d&uuml;rfte das Gegenteil ankommen<\/strong><br>\nDie Kritik aus der CDU an der deutlichen Erh&ouml;hung des B&uuml;rgergeldes ist wohlfeil. Der Anstieg basiert auf einem Gesetz, dem die Partei selbst zugestimmt hat. Dennoch sendet der Aufschlag ein heikles Signal: Den bald f&auml;lligen Beweis, dass Heils Reformen fruchten, d&uuml;rfte er erschweren.<br>\nArbeitsminister Hubertus Heil erh&ouml;ht das B&uuml;rgergeld von 502 auf 563 Euro &ndash; ein Plus von zw&ouml;lf Prozent. Auftritt Jens Spahn: &bdquo;Wenn jetzt das B&uuml;rgergeld st&auml;rker steigt als die L&ouml;hne von vielen Millionen Besch&auml;ftigten, ist das das falsche Signal&ldquo;, kritisiert der CDU-Fraktionsvize.<br>\nDie Signalwirkung sch&auml;tzt Spahn zwar korrekt ein. Seine Kritik jedoch ist wohlfeil: Die an die steigenden Lebenshaltungskosten gekoppelte Fortschreibung der Regels&auml;tze im B&uuml;rgergeld zum Jahresbeginn steht im entsprechenden Gesetz &ndash; dem hatten auch Spahn und seine Partei im Herbst letzten Jahres zugestimmt.<br>\nHeil erkl&auml;rt die Erh&ouml;hung folgenderma&szlig;en: &bdquo;Die Regelbedarfe werden nach einem klaren Verfahren auf Basis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) ermittelt.&ldquo; Der Mechanismus zur j&auml;hrlichen Anpassung sei nun &bdquo;inflationsfester, und somit krisenfester&ldquo;.<br>\nDie aktuelle Preisentwicklung spiele eine st&auml;rkere Rolle als fr&uuml;her. Berechnet werde die Erh&ouml;hung &uuml;ber einen Mischindex, der sich aus der Preisentwicklung (70 Prozent) und der Lohnentwicklung (30 Prozent) zusammensetze.<br>\nAbgesehen davon, dass Heil damit nur die Formel, nicht aber die einzusetzenden Zahlen liefert, bedeutet das: Die staatlichen Leistungen f&uuml;r Nicht-Arbeit sind also an die Entwicklung der L&ouml;hne f&uuml;r Arbeit gekoppelt. Das wirft Fragen auf.<br>\nDie Begr&uuml;ndung wiederum, dass die Inflation Menschen mit wenig Geld h&auml;rter trifft, stimmt. Auch, dass die 449 Euro im Monat, die bis Ende 2022 ausgezahlt wurden, angesichts der Teuerung &uuml;berholt waren, ist jedem klar, der sich mit der Auflistung dessen, was der Regelsatz abdecken soll, besch&auml;ftigt hat.<br>\nNur: Heil l&ouml;st den offensichtlichen Widerspruch nicht auf, dass eine Erh&ouml;hung von zw&ouml;lf Prozent auf dem Lohnzettel f&uuml;r die meisten Arbeitnehmer in weiter Ferne liegt. Die Anpassung bei Einf&uuml;hrung des B&uuml;rgergeldes mit einberechnet, steht innerhalb von zwei Jahren unter dem Strich ein Plus von fast 24 Prozent bei den Regels&auml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article247194390\/Buergergeld-Arbeit-soll-sich-lohnen-Bei-vielen-duerfte-das-Gegenteil-ankommen.html%20\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein wohltuend unaufgeregter Artikel, der sogar anerkennt, dass die Erh&ouml;hung der Regels&auml;tze angesichts der hohen Inflationsrate dringend notwendig war und ist. Und dann doch wieder die seltsame Volte zur&uuml;ck zu den Arbeitseinkommen: zun&auml;chst einmal haben alle Arbeitnehmer mehr Geld als ein Hartz-IV-Betroffener (B&uuml;rgergeld-Bezieher), selbst wenn er auf Hartz IV aufstocken muss. Und dass sich f&uuml;r einen Single, der 2.000 oder 2.500 Euro netto bekommt, im Vergleich zum B&uuml;rgergeld-H&ouml;chstsatz von 502 Euro plus Wohnung (in M&uuml;nchen vielleicht 1.100 Euro netto) &ldquo;Arbeit nicht lohnen&rdquo; w&uuml;rde, ist doch Bl&ouml;dsinn. Zweitens sind nat&uuml;rlich die Hubertus Heil und die SPD mit der &ldquo;Agenda 2010&rdquo;, an der sie heute noch festhalten, an den niedrigen L&ouml;hnen und den mickrigen Renten schuld. Drittens kann ich jede\/n verstehen, die oder der nicht f&uuml;r 100 Euro mehr als das B&uuml;rgergeld arbeiten gehen will &ndash; solche L&ouml;hne sind indiskutabel, steigen aber nicht, wenn das B&uuml;rgergeld sinkt oder stagniert. Viertens aber ist Heil tats&auml;chlich nicht f&uuml;r Lohnerh&ouml;hungen zust&auml;ndig; darum m&uuml;ssen sich die Arbeitnehmer selber k&uuml;mmern oder ggf. eine Gewerkschaft, von der sie sich vertreten lassen. Und wem die Lohnerh&ouml;hungen 2022 und 2023 &ndash; f&uuml;r mich absolut nachvollziehbar &ndash; zu niedrig sind, der ist seiner Gewerkschaft nicht fest genug auf die F&uuml;&szlig;e getreten. Den Hartz-IV-Betroffenen das B&uuml;rgergeld zu k&uuml;rzen, bringt auf jeden Fall keinem Arbeitnehmer mehr Geld &ndash; ganz im Gegenteil, es w&uuml;rde zu noch mehr Lohnsenkungen f&uuml;hren. Es ist tragisch, dass ein Gro&szlig;teil der Arbeitnehmer das nach 20 Jahren Hartz IV immer noch nicht verstanden hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gewerkschaften geben nicht auf und fordern Referendum<\/strong><br>\n&raquo;Rentenreform&laquo; in Frankreich tritt mit 1. September in Kraft.<br>\nDie &raquo;Rentenreform&laquo;, die Pr&auml;sident Emmanuel Macron zu einem Hauptvorhaben seiner Amtszeit gemacht hatte, tritt am heutigen 1. September und damit exakt zu dem von ihm langfristig angepeilten Datum in Kraft. Die Streiks und Protestaktionen, die &uuml;ber Monate liefen und an denen sich mehrere Millionen Menschen beteiligten, haben am Zeitplan nichts und am Inhalt der &raquo;Reform&laquo; kaum etwas ge&auml;ndert. Damit sieht sich Macron mit seiner &Uuml;berzeugung best&auml;tigt, wonach die verbreitete Meinung, Frankreich sei nicht reformierbar, falsch ist, und da&szlig; man &ndash; anders als es die meisten seiner Amtsvorg&auml;nger taten &ndash; nur hart und ausdauernd genug sein mu&szlig;, um &Auml;nderungsvorhaben durchzusetzen. Als Macron am Mittwoch die f&uuml;hrenden Vertreter der im Parlament vertretenen Parteien zu einem Gespr&auml;ch eingeladen hat, um gemeinsam Themen f&uuml;r den politischen Kalender der n&auml;chsten Monate besprechen und so der Amtszeit des Pr&auml;sidenten nach den Auseinandersetzungen um die &raquo;Rentenreform&laquo; einen neuen Auftrieb zu verschaffen, wollte er damit Kooperations- und Kompromi&szlig;bereitschaft signalisieren. Doch als die linken Parteien und Bewegungen das w&ouml;rtlich nahmen und ein Referendum &uuml;ber die Rentenreform forderten, reagierte Macron k&uuml;hl und hat das Ansinnen als v&ouml;llig abwegig vom Tisch gewischt. Eine solche Geste kann sich der Sieger leisten. F&uuml;r ihn ist die &raquo;Rentenreform&laquo; bereits Geschichte. Dagegen wird f&uuml;r die Franzosen jetzt vieles anders. Ab sofort r&uuml;ckt das Rentenalter f&uuml;r jeden daf&uuml;r in Frage kommenden Jahrgang um drei Monate hinaus. Die neuen Regeln gelten f&uuml;r alle Franzosen, denn die rund vier Dutzend Sonderrentenregime f&uuml;r einzelne Berufsgruppen &ndash; von den Eisenbahnern der Staatsbahn SNCF &uuml;ber die vereidigten Schreiber der Notariate bis zu den T&auml;nzerinnen der Pariser Oper &ndash; laufen aus. In ihren Genu&szlig; kommt nach der &raquo;Gro&szlig;vaterregel&laquo; nur, wer schon Mitglied ist, denn ab heute wird niemand mehr neu aufgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1420592138247\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sicherheitsrisiko Meer<\/strong><br>\nIn der Nord- und Ostsee lagern mehr als 1,6 Millionen Tonnen Bomben und Granaten, die dort nach den Weltkriegen versenkt wurden. Die Politik nimmt sich des Themas nur widerstrebend an.<br>\nAllein auf dem Meeresgrund der deutschen Nord- und Ostsee lagern gesch&auml;tzt mehr als 1,6 Millionen Tonnen Bomben, Minen und Granaten. Manche enthalten chemische Kampfstoffe, zusammen mehrere tausend Tonnen. Was daraus wird, ist bis heute weitgehend ungekl&auml;rt. Das Problem d&uuml;rfte noch Generationen besch&auml;ftigen.<br>\nDie Rede ist von Munitionsaltlasten zweier Weltkriege, die langsam vor sich hin rotten und eklatante Gefahr bedeuten f&uuml;r Menschen auf und an den Meeren, f&uuml;r Fischerei, Sportschiffahrt und Tourismus und vor allem f&uuml;r die Meeresumwelt (siehe Kasten). Zwar wird seit Jahrzehnten und immer lauter wirksames Entsorgungshandeln gefordert. Tats&auml;chlich wird das Problem politisch und administrativ aber bis heute verschleppt, verharmlost oder geleugnet. Erst in diesem Jahr hat die Bundesregierung die Entwicklung von L&ouml;sungskonzepten beauftragt, die 2024\/25 zu ersten Bergungsversuchen f&uuml;hren sollen &ndash; Ende offen.<br>\nEs ist unstrittig, dass dieses marine Altlastenproblem ein globales ist, die gr&ouml;&szlig;ten Anteile der in nordeurop&auml;ischen Gew&auml;ssern lagernden Spreng- und Giftstoffe aber aus deutscher Produktion stammen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/457092.kriegsfolgen-sicherheitsrisiko-meer.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Energiepolitische Narrative: Schutz des Klimas oder Schutz der Monopole?<\/strong><br>\nEnergiepolitik wird seit den 1990er Jahren unter dem Label Klimaschutz diskutiert. Diese Umbenennung verschiebt die Debatte von konkreten energiepolitischen Auseinandersetzungen hin zu abstrakten Modellen, die viel Interpretationsraum er&ouml;ffnen und reale Interessenkonflikte unsichtbar machen. Stattdessen wird Klimaschutz seither als Last diskutiert, die Einschr&auml;nkungen und hohe Kosten erfordert. Dabei w&auml;ren &ouml;kologisch und volkswirtschaftlich viele Gewinner m&ouml;glich &ndash; doch das erfordert die Konfrontation mit den Energiemonopolen.<br>\nVor wenigen Wochen fanden zwei G20-Treffen in Indien statt. Doch weder die Runde der Energieminister noch der Kreis der Umwelt- und Klimaminister konnte sich auf eine gemeinsame Linie zum Klimaschutz einigen. Es war einmal mehr der Versuch, die weltweiten &ouml;kologischen Krisen durch einen globalen Vertrag l&ouml;sen zu wollen. Und es hat einmal mehr nicht funktioniert.<br>\nAn dieser Vorgehensweise arbeiten sich die Staats- und Regierungschefs nun seit der ersten Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen im Jahr 1995 in Berlin ab. Das Prozedere ist immer das gleiche: In langen Verhandlungsrunden wird diskutiert, welche L&auml;nder welche Emissionseinsparungen erzielen sollen. Viele Staats- und Regierungschefs nutzen Vermeidungsstrategien, um sich den Vorgaben zu entziehen oder sie zumindest abzuschw&auml;chen. Der Grund ist, dass sie wirtschaftliche Nachteile f&uuml;r ihr jeweiliges Land f&uuml;rchten, denn die politischen Instrumente, die diskutiert und angewendet werden, zielen darauf ab, den Energieverbrauch zu erschweren oder zu verteuern. Das passiert &uuml;ber Preiserh&ouml;hungen oder mengenm&auml;&szlig;ige Beschr&auml;nkungen. Diese Ans&auml;tze finden sich im Emissionshandel, bei Budgetierungen oder CO2-Fu&szlig;abdr&uuml;cken, die alle finanziell oder ordnungspolitisch den Energieverbrauch drosseln sollen.<br>\nIm Zentrum der Debatte steht also die Frage, wer sich wie stark einschr&auml;nken m&uuml;sse. Es geht um eine m&ouml;glichst gerechte Verteilung der Lasten, auch bezeichnet als &bdquo;burden sharing&ldquo;. Die politischen Konfliktlinien verlaufen entlang dieser Vorstellung von Lasten: Flexibilit&auml;t versus Verbindlichkeit, l&auml;ngere Zeitfenster versus Tempo, finanzielle Subventionierung versus Verbote&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/energiepolitische-narrative\">Mulitipolar<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ein BGE ist in allen Modellen unsozial<\/strong><br>\nIn regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden erscheinen Beitr&auml;ge &uuml;ber das sogenannte &raquo;Bedingungslose Grundeinkommen&laquo;, kurz BGE. Dieses solle jeder bekommen, so die Anh&auml;nger dieser Bewegung, ob Armer oder Reicher, ob als einziges Einkommen oder zus&auml;tzlich zur Lohnt&uuml;te. Finanziert werden soll es, nach dem beliebtesten der diskutierten Modelle, &uuml;ber eine massiv erh&ouml;hte Mehrwertsteuer. Einer Steuer also, die von jenen kassiert wird, die das BGE bekommen sollen. Durch dieses Verfahren beh&auml;lt der Empf&auml;nger sicherlich, egal welch prek&auml;rer Arbeit er nachgehen mu&szlig; oder ob er arbeitslos ist, ein Mindestma&szlig; an Kaufkraft, was den Unternehmer freut, dessen Profite ihm erhalten bleiben und sogar noch steigen, da er dem arbeitswilligen BGE-Empf&auml;nger nun einen noch schlechter bezahlten Job anbieten kann. Die Mehrwertsteuer aber kann nicht zwischen Bed&uuml;rftigen und Reichen unterscheiden, von denen letztere einen wesentlich geringeren Teil ihres Einkommens zur Lebenshaltung reinvestieren m&uuml;ssen. Die vordergr&uuml;ndige Armut w&uuml;rde tats&auml;chlich zur&uuml;ckgehen, weil die Grundsicherung gew&auml;hrleistet ist, jedoch w&uuml;rde auf der anderen Seite der Wohlstand der Ausbeuter noch st&auml;rker steigen. Arbeiter und sozial Benachteiligte w&auml;ren aber dann im Bezug auf soziale K&auml;mpfe ruhiggestellt, obwohl sich an ihrer Situation nichts Wesentliches &auml;ndern w&uuml;rde. (&hellip;) Keinesfalls aber erreicht w&auml;ren mit einem BGE eine Verbesserung der Arbeitsqualit&auml;t, eine Verk&uuml;rzung der Wochen- und Lebensarbeitszeit und damit eine insgesamt soziale Verbesserung der arbeitenden Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1440781635913\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>EU-Regeln f&uuml;r Big Tech in Kraft<\/strong><br>\n&raquo;Digital Services Act&laquo; soll Macht von Internetmonopolisten einschr&auml;nken und erweitert M&ouml;glichkeiten der politischen Zensur.<br>\nAm vergangenen Freitag ist in der EU nun der Digital Services Act (DSA) f&uuml;r die sehr gro&szlig;en Plattformen und zwei sehr gro&szlig;e Suchmaschinen in Kraft getreten, er soll dieses Treiben in geordnete Bahnen lenken. Und ist, was politische Zensur angeht, mit einem bedrohlichen Machtzuwachs f&uuml;r die Beh&ouml;rden verbunden. Bei der Erarbeitung der Vorschriften hat sich die EU-Kommission erstaunlich lobbyresistent gezeigt. Die betroffenen Konzerne haben weder Kosten noch M&uuml;hen gescheut, um die Regeln zu verw&auml;ssern, wie etwa die lobbykritischen Organisationen Corporate Europe Observatory und Lobby Control mehrfach aufgezeigt haben. Auch der wiederholte Versuch, Big-Tech-Vertreter in den Konsultationen als Repr&auml;sentanten kleiner und mittlerer Unternehmen zu tarnen, hat nicht verfangen. Das Gros der geplanten Regeln hat den Prozess &uuml;berstanden. Und seit Freitag gelten sie f&uuml;r 19 Internetkonzerne in vollem Umfang. Das sind jene, die den DSA-Schwellenwert von monatlich 45 Millionen aktiven Nutzern &uuml;berschreiten und deshalb als Very Large Online Platform (VLOP) oder Very Large Online Search Engine (VLOSE) eingestuft werden. Neben Alphabet und Meta geh&ouml;ren dazu auch Apple, Tiktok, Booking.com und Bing. Die Shoppingplattformen Amazon und Zalando haben gegen ihre VLOP-Einstufung Beschwerde beim Europ&auml;ischen Gerichtshof eingelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/458082.digital-services-act-eu-regeln-f%C3%BCr-big-tech-in-kraft.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Soziale Netzwerke: Radikalisiert Youtube seine Nutzer?<\/strong><br>\nYoutube schl&auml;gt neue Videos vor, wenn eins angeschaut wurde. Gelangen Nutzer so auch zu extremistischen Inhalten? Was eine aktuelle Studie dazu sagt.<br>\nSoziale Netzwerke stehen seit Jahren im Ruf, ihre Nutzer zu radikalisieren und die Gesellschaft zu spalten. Die Algorithmen, mit denen sie Videos oder Nachrichten vorschlagen, sollen die Nutzer zunehmend, aber unmerklich an extreme Inhalte heranf&uuml;hren.<br>\nIn der Wissenschaft wird dies als Rabbit-Hole-Effekt bezeichnet und ist an das Kinderbuch Alice im Wunderland&rdquo; angelehnt. Dort folgt die Protagonistin einem wei&szlig;en Kaninchen und gelangt durch dessen Bau in eine andere Welt. In &auml;hnlicher Weise, so der Verdacht, k&ouml;nnten soziale Netzwerke aus normalen B&uuml;rgern politische Extremisten machen.<br>\nSeit Jahren untersuchen Wissenschaftler den Algorithmus der Videoplattform Youtube, der den Nutzern neue Videos vorschl&auml;gt. Sie fragten sich, ob es sich dabei um eine Radikalisierungsmaschine handelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Soziale-Netzwerke-Radikalisiert-Youtube-seine-Nutzer-9291330.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.K.:<\/strong> Irgendwie wundert es mich nicht, dass eine Studie wie diese genau jetzt ver&ouml;ffentlicht wird, nachdem gerade neue gesetzliche Einschr&auml;nkungen f&uuml;r Plattformen im Netz verabschiedet wurden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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